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Kap. 6.12.6: Die Flexirente — 8 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    trotz der Bürokratie finde ich die neue Regelung besser und flexibler.
    Für angestellte Rentner mit 450,- Euro-Jobs ändert sich finanziell nichts, für nebenberuflich selbständige Rentner mit schwankenden Einkünften ergibt sich eine deutliche Verbesserung gegenüber der früheren Regelung mit festen Grenzen.

    Viele Grüße, Hardy

    • Mir gefällt die neue Regelung sogar ausgesprochen gut!

      Aber nicht nur für den nebenberuflich Selbständigen ergeben sich Vorteile. Es ist natürlich richtig, dass sich für den Minijobber mit 450€/Monat gar nichts ändert. Aber er hätte jetzt die Möglichkeit, ohne allzu große Nachteile, diesen Job etwas auszudehnen. Wie im Beitrag oben z.B. auf 600€/Monat. Der Nachteil bei der Rente wäre zu verschmerzen, gleichzeitig könnten die Rentenansprüche durch den zusätzlichen Verdienst noch gesteigert werden. Dies ist übrigens auch Bestandteil der neuen Regelung (s. zweiter Punkt meiner obigen Liste).

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Privatier,

    wenn ich das neue System der Flexi-Rentenberechnung richtig verstehe, ist es für Gutverdiener aber eine deutliche Verschlechterung gegenüber der alten Regelung:
    Beispiel: bei einer 50%-Teilrente in Höhe von 900,- EUR lag der max. mögliche Zuverdienst bei 3.420,-/Monat = 47880,- EUR/Jahr (3.420,-*14). Bis zu dieser Grenze bestand Anspruch auf die Teilrente in Höhe von 900,- EUR. Nach der jetzigen Regelung sieht es so aus, dass beim gleichen Jahreseinkommen von 47880,- nur noch ein Anspruch auf 414,- EUR Teilrente pro Monat besteht. Das sind 486,-EUR/Monat weniger als nach der alten Regelung. Damit dürfte der Anreiz für Gutverdiener, länger zu arbeiten, durch die neuen Regelungen eher geringer sein. Sehe ich das richtig oder habe ich da irgendwo einen Denk- oder Rechenfehler? (die Daten sind einem aktuellen Rentenbescheid entnommen)

    Viele Grüße

    • Ich habe die Zahlen jetzt nicht nachgerechnet, aber von der Überlegung her sollte es korrekt sein.

      Das Problem liegt in der Tat darin, dass in der „alten“ Regelung eine Komponente enthalten war, die den Hinzuverdienst von dem früheren Einkommen anhängig gemacht hat: Wer früher mehr verdient hat, durfte dies auch bei der vorzeitigen Rente.

      Diese Komponente scheint bei der zukünftigen Flexirente zu fehlen. Und damit dürften dann alle gleich viel hinzuverdienen. Oder anders gesagt: Die Gutverdienenden stehen sich schlechter.

      Das frühere Einkommen wird allerdings noch bei der maximalen Obergrenze berücksichtigt. Wird diese nämlich überschritten, wird der darüber liegende Anteil vollständig auf die Rente angerechnet. Details zu dieser Regel finden sich im o.g. Link.

      Gruß, Der Privatier

  3. Hallo Privatier,
    was ist denn bei einer Situation wie dieser:
    Verheiratet, 63, seit 46 Jahren Berufstätig, vor der Entscheidung stehend die 63er Regelung zu nutzen. Ehefrau würde dann mehr arbeiten (bisher 1/2Tags)und insofern mehr verdienen. Wird bei der Rentenfrage dieser Steueraspekt berücksichtigt, oder sind das 2 verschiedene Schuhe?
    Vielen Dank und Gruß aus Köln

    • Bin mir nicht sicher was mit „bei der Rentenfrage“ gemeint sein soll??

      Eine Altersrente wird unabhängig von den Einkünften der Ehefrau bewilligt. Aber natürlich ist beides grundsätzlich steuerpflichtig. Ob es aber tatsächlich zu einem Steuerabzug kommt und in welcher Höhe, wird dann im EkSt.-Bescheid festgelegt.

      Gruß, Der Privatier

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