Kommentare

Kap. 6.6: Renten-Abschläge — 13 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    die obige Rechnung bedarf meiner Meinung nach einer Ergänzung. Die oben angegebenen 9.9% (in diesem Beispiel) beschreiben nur den Rentenabschlag auf die mit 63 erworbenen Rentenanspruch. Der ist aber kleiner durch fehlende Beitragszeiten. Wenn man das mitrechnet kommt man auf ~17% Verlust, bezogen auf die Regelrente. Auf der zuHauseSeite der DeutschenRentenversicherung gibt es einen Rechner, dort kann man das auch nachrechnen.
    Bitte verifizieren oder korrigieren, ob der Gedanke so richtig ist.

    Gruss HoGe

    • Vielen Dank für die Ergänzung! Denn natürlich kommt es bei einem Vergleich auf die Ausgangslage (und -frage) an.
      Und bei jemand, der vor der Frage steht, ob er bis 63 oder bis zur Regelaltersgrenze arbeiten möchte, ist der Verlust durch die fehlenden Beiträge natürlich noch zusätzlich zu berücksichtigen.

      Bei meinem Vergleich ging es aber darum, welche Variante günstiger ist, wenn man (wie ich) ohnehin schon nicht mehr arbeitet.

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo allerseits, ich habe diese wunderbare Seite erst jetzt entdeckt.Mir stellt sich die Frage, ob die Abzüge bei einer vorzeitigen Rente (bei Jahrgang 1956 –> mir 63+8)nicht hinfällig sind, wenn nach der neuen Gesetzeslage die 45 Jahre Renteneinzahlung erreicht sind.
    Wie sieht es aus wenn man in den neuen Bundesländern wohnt.
    Weiß jemand wie sich diese Betrachtungen auf Leute des Bergbaus (Knappschaftsrente) auswirken?.Ich wäre schuon froh auf die Antwort mit den möglicherweise entfallenden Abschlägen bei 63+8 Renteneintritt.
    Vielen Dank und ein dickes Lob an den Autor dieser Seite,
    Hanny

    • Danke für das „dicke Lob“ !

      Bei Ihrer Vermutung, dass die Abzüge hinfällig sind, wenn Sie die 45 Beitragsjahre vorweisen können, liegen Sie schon vollkommen richtig. Zu den „neuen“ Regelungen habe ich einen gesonderten Beitrag verfasst, den Sie unter „Rente mit 63 – Geplante Änderungen“ nachlesen können.
      Und da gibt es auch keinen Unterschied zwischen neuen und alten Bundesländern (zumindest ist mir keiner bekannt). Von Knappschaftsrenten habe ich allerdings GAR keine Ahnung. Tut mir leid.

      Gruß, Der Privatier

  3. Ich lese mich nun schon seit gut einer Stunde durch diesen sehr informativen Blog. Es wird (berechtigterweise) viel mit Zahlen jongliert; aber genau das veranlasst mich nun zu meiner pers. Anmerkung:

    Lieber Privatier und liebe Kommentatoren,
    wie lange gedenkt ihr zu leben, ich meine leben im wahrsten Sinne des Wortes?
    Sind all diese Zahlenspiele, die sich ja teilweise bis ins hohe und bislang nicht erreichte Lebensalter ziehen, nicht auch etwas abgewandt von persönlichen Wünschen und Sehnsüchten, was das Leben betrifft?
    Bitte meinen Kommentar nicht falsch verstehen, ich will niemanden be- oder verurteilen, der die ganze Sache weniger „philosophisch“ als ich betrachtet.
    Ich selbst bin auch nicht so der Zahlenmensch, auch wenn ich trotzdem rechnen kann. Nur mir geht es am Popo vorbei, dass ich laut aktueller Rentenauskunft rund 115 Euro weniger Rente pro Monat kassieren werde, wenn ich „schon“ mit 63 in die Rente starten will.
    Ich will und werde das trotzdem tun. Garantiert nicht, weil ich luxuriös auf der faulen Haut liegen möchte.

    Was ich schon in relativ jungen Jahren (Ende 2015 werde ich 58) „vermutet“ hatte, bestätigt sich mir immer mehr: 1. ist absolut nichts sicher im Leben; nicht mal eine Lebensversicherung und 2. Zu viel „Plan“ kann die Lebensqualität verderben.

    Herzliche Grüße
    Michel

    • Vielen Dank Michel für diese eher nachdenklichen Töne!
      Aber ich glaube, wir sind in der Beurteilung gar nicht so weit auseinander. So habe ich schon im Kapitel über den Finanzplan darauf hingewiesen, dass es eine Illusion ist, alles planen zu wollen.
      Und genau so bin ich der Meinung, dass das Leben oftmals schneller zu Ende ist, als es einem lieb ist, oder als man vielleicht meint (s. Beitrag: Die Lebenserwartung).

      Und sogar in der Beurteilung der Abschläge in der Rentenversicherung sehe ich das genau so: Auch ich werde meine Rente mit 63 beantragen. Mit Abzügen. Keine Frage.

      Aber das alles weiß ich eben erst seitdem ich einen Haufen Zahlen gewälzt habe und -zig mal hin und her gerechnet habe. So ganz ohne Planung, Rechnungen und Zahlenspiele geht es nun mal nicht. Es sei denn, man habe Vermögen im Überfluss. Aber dazu gehöre ich (leider) nicht.

      Gruß, Der Privatier

  4. Mich interessiert die Hinzuverdienstgrenze bei Frauen. Meine Frau ist am 1.7.1951 geboren, erreicht also ihre Regelaltersgrenze mit 65+4oder5 Monaten. Ab wann kann sie als Frau unbegrenzt hinzuverdienen?

    • Hallo jnrg,

      unbegrenzt hinzuverdienen darf man immer erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze.

      Viele Grüße, Hardy

    • Korrekte Antwort von Hardy! Und das gilt gleichermaßen für Frauen, wie für Männer.
      Und – ganz wichtig!! Das gilt auch für Rentner, die nach 45 Jahren mit 63+ in die abschlagsfreie Rente gehen! Diese ist zwar abschlagsfrei, sie ist und bleibt aber eine vorzeitige Rente und unterliegt damit den Bedingungen wie alle anderen vorzeitigen Renten auch. Sprich: Hinzuverdienste nur unter bestimmten Voraussetzungen!

      Gruß, Der Privatier

  5. man weiß ja nicht, was sich die Politiker, Banker und andere „Genossen“ in diesen
    unruhigen Zeiten kurz- und mittelfristig noch einfallen lassen! Ich glaube Herrn Norbert Blüm – heutzutage erst recht nicht – :Das die Renten sicher sind! Wer eher in Rente geht, auch mit Abschlägen mit 63 Jahren hat sie entsprechend auch länger!!! Die Lebenserwartung ist nicht planbar……

    • Völlig richtig. Und darum werde ich auch alle Renten so früh wie möglich in Anspruch nehmen (es sei denn, ich würde es verpennen 😉 , dazu mehr in einem der nächsten Beiträge…).

      Gruß, Der Privatier

  6. „Da bleibt dann Netto oft deutlich weniger!“ – prozentual gilt doch das Gegenteil: Wenn der Abschlag brutto 9,9% beträgt, wird er netto eher weniger betragen, und zwar wegen der nichtlinearen Steuerberechnung: Das, was man brutto weniger bekommt, schmälert ja das zu versteuernde Einkommen, und zwar an demjenigen Ende, der dank Steuerprogression am höchsten besteuert wird. Also bedeuten „10% brutto weniger“ möglicherweise auch nur „8% netto weniger“ (o.ä.)

    (Vorausgesetzt, man muss überhaupt Steuern auf die Rente bezahlen und befindet sich unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze.)

    • Ja, das ist natürlich richtig so.

      Meine Aussage, dass „…netto oft deutlich weniger bleibt“, bezog sich im Beitrag oben auch eher auf die Abzüge, die für Sozialabgaben und Steuern eben noch von dem oft in den Mittelpunkt gerücktem Bruttobetrag noch abgehen.

      Ich habe dies oft in Foren etc. gelesen, dass Neu- oder Bald-Renter quasi aus allen Wolken fallen, wenn sie hören, dass sie von ihrer ohnehin als mager empfundenen Rente auch noch Abzüge haben. Und speziell dieser Gruppe galt die Warnung. 😉

      Gruß, Der Privatier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.