Kommentare

Kap. 6.8.2: Freiwillige Einmalzahlungen in die Rentenversicherung — 33 Kommentare

  1. Hallo,
    ich habe mir diese Frage auch schön häufiger gestellt und mich gewundert, warum z.B. die Stiftung Warentest dies massiv empfiehlt. Sehe dass ähnlich wie du, wenn man eine Abfindung erhält, dann mag es Sinn machen, ist bei mir leider nicht der Fall.
    Ein zumindest kleiner Vorteil ist, dass man einen gewissen Inflationsausgleich durch Steigerung des Punktwertes innerhalb der 20 Jahre erhält. Außerdem muss man natürlich sehr viel Disziplin haben, wenn man das Geld selber anlegt. In 20 Jahren kann man schnell in Versuchung kommen. Hat man jedoch diese Disziplin, dann ist meines Erachtens die Selbstanlage die bessere Variante. Daher werde ich aus heutiger Sicht keinen Ausgleich vornehmen.

    Liebe Grüße Janis

    • Hallo Janis,

      ein paar Vorteile hast Du ja schon selber genannt. Ich würde vielleicht noch ergänzen, dass sich der steuerliche Vorteil nicht nur bei einer Abfindung ergibt. Bei einer Abfindung kann es extrem sein (z.B. Steuerersparnis = Einzahlung), aber auch bei jemand der gut verdient, ergibt sich schnell ein Spitzensteuersatz von 40% oder mehr. Und auch dann kann man das FA sehr schön an der zukünftigen Rente beteiligen. Natürlich ist so eine „Ersparnis“ in Wirklichkeit nur eine Verschiebung auf später. Aber Rentner mit einem Steuersatz von 40% sind dann doch eher selten.

      Die teilweisen massiven Empfehlungen, die man gelegentlich lesen kann, basieren wohl auf folgender Überlegung:
      Nimmt man die Beispielzahlen aus dem obigen Beitrag, erzielt man also mit einer Einzahlung von ca. 48.000€ eine Zusatzrente von 12*200€=2.400€/Jahr. Daraus berechnen dann kluge Köpfe eine „Rendite“ von 5%. Und wenn man jetzt noch Vertrauen in den deutschen Staat (und das Rentensystem) hat, ist eine solche Rendite natürlich unschlagbar. 5% von einem währungssicheren AAA-Schuldner ist konkurrenzlos.

      Ich halte eine solche Rechnung für zumindest fragwürdig. Meine Defintion von Rendite sieht etwas anders aus. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass man sich diese Zahlung auf Lebenszeit erwirbt (und wohlmöglich sogar anteilig darüberhinaus).

      Den Vergleich mit einer „Selbstanlage“ halte ich allerdings ebenfalls für fragwürdig, denn in meinen Augen ist eine Rentenversicherung keine Kapitalanlage. Mehr dazu in meinem Beitrag über „Gedanken zu Rentenversicherungen„.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,
        mit der Abdeckung des „Langlebigkeitsrisikos“ hast du sicher Recht. Da ist die gesetzliche auch im Vergleich zu den privaten Rentenversicherungen unschlagbar. Mir geht es vielmehr darum, ob es Sinn macht, die Abschläge auszugleichen, wenn man durch die gekürzte Rente + Riester + Betriebsrente etc. bereits seine monatlichen Fixkosten gedeckt hat.
        Deine Anmerkung zu den steuerlichen Auswirkungen hatte ich so noch nicht bedacht. Dann wäre es aber ja sicherlich das Beste, die Einzahlung auf die maximal möglichen Jahre zu verteilen, um die Steuerprogression optimal zu nutzen. Siehst du das auch so oder habe ich da einen Denkfehler? Werde mir das am Wochenende mal durchrechnen.
        Liebe Grüße Janis

      • Aus steuerlicher Sicht ist es ganz sicher besser, wenn man nicht gerade eine hohe Abfindung „neutralisieren“ will, sondern einfach beim regelmässigen Einkommen etwas Steuern sparen will, die Einzahlung in die GRV auf mehrere Teil-Zahlungen zu verteilen.
        Es gibt aber eben auch den gegenläufigen Effekt, der weiter unten von Hardy und Uli beschrieben wird, dass ein früher Kauf der Rentenpunkte in der Regel günstiger ist, als ein später. Durch das Aufschieben zahlt man also am Ende etwas mehr. Ein entsprechendes Einkommen (und Steuersatz) vorausgesetzt, würde ich aber dennoch die Zahlungen im Hinblick auf die Steuerentlastung optimieren.

        Gruß, Der Privatier

  2. Hallo ,
    ich habe mir dies letztes Jahr im Alter von 52 exakt von der Rentenversicherung ausrechnen lassen, wie hoch der Ausgleichsbeitrag ist, habe dann einen schriftlichen Bescheid bekommen und dann vom Steuerberater ausrechnen lasse, wie ich den Betrag auf die Jahre verteile in meinem Fall auf 5 Jahre. Ich habe das Geld direkt auf dem im Bescheid der Rentenversicherung hinterlegten Konto überwiesen und bekam dann auf Nachfrage von der Rentenversicherung einen Einzeiler, mit der Bestätigung der Einzahlung. Auf dem jährlichen Rentenbescheid sieht man jedoch die Einzahlung nicht.
    Jetzt bin ich gespannt wie es sich auf die Steuer auswirkt. Jedenfalls wusste der Steuerbeamte nicht so genau, in welcher Zeile ich es eintragen sollte und überhaupt wusste er von der Möglichkeit sowieso nichts :-((
    Also kurz gesagt, ich habe die erste Zahlung damit schon mit 52 Jahren geleistet.

    • Hallo Claudia,

      ich habe die Ausgleichszahlung in die „Anlage Versorgungsaufwand“, Zeile 6 eingetragen.

      Eine Anmerkung: Wenn die Zahlungen auf mehrere Jahre verteilt werden sollen, immer am Anfang des Jahres bei der DRV den Restausgleichsbetrag erfragen. Dann den Anteil für das jeweilige Jahr auch kurzfristig überweisen.
      In der Mitte eines jeden Jahres wird der Wert eines Rentenpunktes neu berechnet; dann wird es teurer.
      Möglicherweise stimmt Deine Auskunft vom letzten Jahr schon heute nicht mehr.

      Viele Grüße, Hardy

  3. Hallo Hardy
    danke für den Hinweis- was heisst Mitte des Jahres? Bedeutet das für dieses Jahr schon „zu spät“?
    „panische“ Grüße Claudia

    P.S. und nicht zu vergessen, man muss den nicht ganz unbedeutenden Betrag erst mal im Sparkässle haben um ihn ausgeben zu können:-)

  4. Hallo Claudia,
    der aktuelle Rentenwert wird gemäß § 65 SGB VI jährlich jeweils zum 1. Juli durch einen neuen aktuellen Rentenwert ersetzt.

    Auch ich habe mehrere Zahlungen gemacht; bei mir stand auf den Schreiben immer ein Gültigkeitshinweis und dass der Betrag sich erhöhen würde.

    Viele Grüße, Hardy

  5. Was sind eigentlich Rentenpunkte?

    Mit den Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung wird kein Geld für die Rente zurückgelegt, sondern sogenannte Rentenpunkte bzw. Entgeltpunkte erworben.

    Für einen vollen Rentenpunkt muss man in einem Jahr so viel verdienen, wie ein deutscher “Durchschnittsverdiener”. Man kann maximal circa zwei Rentenpunkte im Jahr erwirtschaften; hier setzt die Beitragsbemessungsgrenze den Höchstwert.

    Man bekommt auch anteilige Rentenpunkte für:
    – Zeiten aus Schule und Studium
    – Beruflichen Ausbildungszeiten
    – Zeiten von Zivil- oder Wehrdienst
    – Zeiten des Bezugs von Arbeitslosegeld I
    – Zeiten des Bezugs von Arbeitslosegeld II
    – Kindererziehungszeiten

    Da sich die Rente am Gehaltsniveau orientieren soll, wird der Wert eines Rentenpunktes zum 1. Juli eines jeden Jahres neu festgelegt.
    Die Werte seit 01. Juli 2016:
    – Rentenpunkte Ost: 28,66 €
    – Rentenpunkte West: 30,45 €
    Und zum 01. Juli 2017:
    – Rentenpunkt Ost: 28.79 €
    – Rentenpunkt West: 31,11 €

    In der Rentenphase werden die persönlich erworbenen Punkte mit diesen Werten wieder in Geld zurück gerechnet und ausgezahlt.

    Bei freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rente „kauft“ man also Rentenpunkte; bei weiter steigenden Renten sind diese „billiger“, je früher man sie erwirbt.

    Viele Grüße, Hardy

    • Hallo Hardy

      Dieses ist der Zins in der GRV , analog des Zinses in der PRV .

      Der einzige extreme Nachteil der GRV ist : Ich kann nicht über
      eine sofortige Rentenzahlung verfügen .
      ( Es ist also NUR ein späterer Bezug möglich )
      Wenn ich jedoch an ein langes Leben glaube , kann die Einzahlung
      in die GRV , durchaus Sinnvoll sein . Durch die spätere Einzahlung ,
      komme ich in den früheren Bezug und könnte damit meine Hoffnungen
      alles unter der Bettdecke hervorzuholen noch etwas verbessern .
      Zusätzliche wie Peter auch schon oben mitgeteilt hat , die Ausfall-
      sicherheit des deutschen Staates .

      Aber im Grunde nach , gibt das AEG 2004 ( Neues Rentensystem )
      jedoch ( So war es jedenfalls mal Gedacht ) ALLE Möglichkeiten her , einen Alterskapitalstock aufzubauen . Eigeninitiative aber gefordert .

      LG Det

  6. Zum Thema Rentenpunkte, man „kauft“ mit einer Sonderzahlung in die gesetzliche Rentenkasse zusätzliche Rentenpunkte zum Ausgleich eines Abschlages bei vorzeitiger Inanspruchnahme der gesetzlichen Altersrente.

    Um im Jahr 2017 einen Rentenpunkt zu „kaufen“, muss man 18,7 % (den Beitragssatz AN+AG Anteil für 2017) des Durchschnittseinkommens dieses Jahres aufwenden. Es wird noch zwischen dem Durchschnittsentgeld West und Ost unterschieden.
    Dieses Durchschnittsentgeld wird erstmal vorläufig geschätzt, und ca. 1 Jahr später nach den Daten des Statistischen Bundesamtes festgesetzt.
    Das vorläufige Durchschnittsentgeld für 2017 ist für West 37103 €.

    Normalerweise steigt das Durchschnittsentgeld von Jahr zu Jahr, muss aber nicht so sein, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit kann es auch sinken (wie von 2008 auf 2009).
    Weiterhin wäre es denkbar, das der Beitragssatz von 18.7 % im Laufe der Jahre weiter steigt.

    Daher kostet ein Rentenpunkt im Jahr 2017 eine andere Menge Geld als 2018 oder 2025, der Rentenpunkt hat aber den selben Wert.

    Mit der Höhe der Rente, welche man für einen Betragspunkt bekommt, hat das erstmal nichts zu tun. Allerdings orientiert sich der Wert eines Rentenpunktes am Durchschnittsentgeld.

  7. Vielen Dank an Hardy und Uli für die Ergänzungen!

    Insbesondere für die beiden Punkte:

    * Den Ausgleich für den Abschlag bei vorzeitiger Inanspruchnahme der gesetzlichen Altersrente kann man auch in mehreren Teilzahlungen (über mehrere Jahre) leisten. Insofern war der Begriff „Einmalzahlung“ in der Überschrift nicht so ganz wörtlich zu nehmen, sondern als Abgrenzung gegenüber monatlichen Zahlungen, die man z.B. dann zahlt, wenn man Wartezeiten vervollständigen möchte.

    * Eine Aufteilung hat u.U. einen steuerlichen Vorteil, hat aber den Nachteil, dass aufgeschobene Zahlungen in der Regel immer teurer sind, bzw. bei gleichem Betrag weniger Rentenpunkte erworben werden können.

    Ich denke, man kann hier als Faustregel sagen: Wer eine hohe Abfindung steuerlich optimieren will, wird in der Regel mit einer Zahlung in einer Summe besser fahren. Wer den Ausgleich über das normale Gehalt finanzieren will, wird in der Regel mit einer Aufteilung über mehrere Jahre besser bedient sein.

    Gruß, Der Privatier

  8. Für das Thema kann es keine allgemeine Empfehlung geben, weil es sehr individuell ist. Meine Motivation zu freiwilligen Einmalzahlungen ist folgende: Mein Einkommen im Ruhestand wird sich zusammensetzen aus ca 62% lebenslange Leistungen aus Rente etc sowie 38% aus einem Kapitalentnahmeplan. Letzterer ist natürlich endlich! Daher habe ich mich entschlossen, durch Einmalzahlungen in steuerlich sinnvollem Rahmen den Prozentsatz der lebenslangen Leistungen noch etwas nach oben zu drücken.
    Auch wenn Renditerechnungen hier unsinnig sind, da es sich ja eher um eine Versicherung handelt, habe ich für mich mal nachgerechnet (die Details sind recht komplex).
    Beispiel für Einzahlungen in 2016:
    Meine Investition nach Steuerersparnis ca 6.600€
    Dafür bekomme ich ab 63 jeden Monat 33€ mehr Rente (nach Steuer!). Ist das jetzt viel oder wenig?
    Als Gegenrechnung lege ich die 6.600€ mit 2% Nachsteuerrendite bis zum 63 Lebensjahr an und habe dann ca 7.430€
    Mit 63 habe ich noch eine statistische Lebenserwartung von 20 Jahren.
    Bei einem Kapitalentnahmeplan mit 7.430€ Anfangssumme, Entnahme 33€ und 20J Laufzeit müßte ich eine Nachsteuerrendite von 0.65% erzielen. Das ist wenig.
    Verlängere ich die Laufzeit auf 30J (Lebensalter 93), dann muss ich schon ca 3.5% Nachsteuerrendite erzielen. Das ist recht ordentlich, wenn man bedenkt, das man sich im hohen Alter nicht mehr unbedingt dem „Börsenstress“ aussetzen will.
    Fazit: Ich bleibe bei meiner Entscheidung.
    Disclaimer: Für andere Lebenssituationen kann die Rechnung anders aussehen, bei mir z.B. ist die PKV hier von Vorteil.
    LG Günther

    • Ich kann diese Überlegungen sehr gut nachvollziehen, da sie sich teilweise auch mit meinen decken. Auch wenn ich mich seinerzeit für Rürup entschieden habe, so stand doch (neben dem Steueraspekt!) ebenso die Überlegung dahinter, dass ich mein Wertpapier-Depot für recht gut bestückt empfunden habe, aber auf der Renten-Seite noch Nachholbedarf gesehen habe.
      Dies sicher auch durch meinen frühen Ausstieg bedingt – immerhin fehlen dadurch fast 10 Beitrags-Jahre bis zum regulären Rentenbeginn. Und natürlich durch die Abschläge aufgrund des geplanten vorzeitgen Beginns.

      Was allerdings bei den ganzen Zahlenspielen die meisten vergessen, ist die Tatsache, dass sich die Rente in der Regel ja auch jedes Jahr erhöht. Das mag zwar immer nur ein als lächerlich klein empfundener Schritt sein, aber über eine Laufzeit von 20 Jahren kann da schon was zusammen kommen. Und dann sind es eben nach 20 Jahren nicht mehr 33€/Monat, sondern vielleicht 45€. Und schon sieht die Rechnung wieder anders aus.

      Aber am Ende kann man rechnen so viel man will – letztlich hängt es davon ab, wie lange man überhaupt in den Genuss der Rente kommt. Und wer weiß das schon…

      Gruß, Der Privatier

  9. Bedeutet das oben Beschriebene, Einzahlungen vor dem 1.7. bringen mehr Rentenpunkte als Einzahlungen nach dem 1.7. ?
    Ich wollte eigentlich meine Einzahlung im Dezember machen. Sollte ich mich besser beeilen und dies noch im Juni machen?

    LG Brösel

    • Hallo Brösel,

      wenn Du eine Einzahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung machen willst, solltest Du eine entsprechende Anfrage an die DRV richten.
      Man wird Dir dann die Summe mitteilen; in dem Schreiben wird auch stehen, dass der Restbetrag steigen kann.

      Bei mir wurden Anfang 2015 rund 41500,- € ausgerechnet; bis März 2017 hat sich der Ausgleichsbetrag auf rund 42700,- € erhöht.

      Viele Grüße, Hardy

      • Hallo Hardy,
        die Anfrage habe ich schon letztes Jahr gestellt.
        Sollte ich jetzt bis Dezember mit der Einzahlung warten oder noch im Juni einzahlen? Verstehe ich es richtig, dass es bis Juni mehr Rentenpunkte für einen bestimmten Einzahlbetrag gibt als nach dem Juni?
        Gruß Brösel

        • Hallo Brösel,

          lassen wir die Juli-Frage mal außen vor.
          Das, was man Dir letztes Jahr ausgerechnet hat, wird wahrscheinlich nicht mehr stimmen. Stell die Anfrage doch jetzt noch einmal.

          Viele Grüße, Hardy

    • Aus meiner Sicht handelt es sich bei den Fragen zum Juli-Termin um ein Mißverständnis!

      Wenn man sich die Formel zur Berechnung des Ausgleichsbetrages im obigen Beitrag ansieht, sieht man, dass dort das Durchschnittseinkommen und der Beitragssatz die ausschlaggebende Rolle spielen. Diese verändern sich aber im Laufe des Jahres nicht und insofern bleibt sowohl der berechnete Betrag konstant, als auch die Anzahl der davon erworbenen Entgeltpunkte. Es ist also egal, wann man im Laufe eines Jahres einzahlt.

      Richtig ist allerdings, dass sich das Durchschnittseinkommen jedes Jahr ändert (in der Regel erhöht), und somit der zu zahlende Ausgleichsbetrag jedes Jahr höher wird. Und das gilt eben auch dann, wenn man seine Zahlungne auf mehrere Jahre verteilt.

      Gruß, Der Privatier

  10. Im Schreiebn der DRV steht u.a. das hier:

    „Für je einen geminderten persönlichen Entgeltpunkt ist als Beitrag der
    Betrag zu zahlen, der sich ergibt, wenn der im Zeitpunkt der Beitragszahlung
    geltende Beitragssatz auf das für das Kalenderjahr der Beitragszahlung
    bestimmte vorläufige Durchschnittsentgelt angewendet und durch
    den jeweiligen Zugangsfaktor geteilt wird.“
    … und:
    „Der Beitragsaufwand verändert sich entsprechend der Entwicklung der vorläufigen
    Durchschnittsentgelte und der Höhe des jeweiligen Beitragssatzes.
    Ein Aufschieben der Beitragszahlung kann damit einen höheren Beitragsaufwand
    zur Folge haben, wenn das vorläufige Durchschnittsentgelt
    oder der Beitragssatz steigt.“

    Viele Grüße, Hardy

  11. Kleine Risiko “ Überlegung “ zum ZINS ??? ( besser Armortisation )

    Wenn ich für 2017 , von einen Durchschnittsentgeld von 37103,00 Euro
    ausgehe , bedeutet dieses , 37103,00 Euro mal 18,7% gleich 6938,26 Euro
    an Versicherungsprämie zu zahlen . D.h. für 6938,26 Euro bekomme ich
    in 2017 einen Rentenpunkt , der dann z.Zt. 30,45 Euro Wert ist .
    Also Amortisation nach 6938,26 Euro / 30,45 Euro gleich 227,85 Monaten
    “ NACH “ ersten Rentenbezugstag . Somit würde eine Armortisation nach
    227,85 Mon. / 12 Mon. Jahr , gleich 18,988 Jahren erfolgen .

    Dieses wäre dann eine Voll Armortisation nach 18,988 Jahren OHNE ZINS .

    Ich bekomme ja meinen Betrag NICHT nach 18,988 Jahren zusätzlich zu
    meinen “ ZINSZAHLUNGEN ??? “ RENTE wieder . Wenn ich diese Kapitalanlage
    also mit einer anderen verzinsten Kapitalanlage vergleichen wollte ,
    müsste ich am Ende der Laufzeit , meinen Kapitalstock ( also die
    Einzahlung von 6938,26 Euro ) wiederbekommen . Dieses geschieht aber
    bei Rentenversicherungen nur in den seltensten Fällen .
    Bei der GRV noch seltener .

    Unklar hierbei ist natürlich , wie hoch der Wert eines Rentenpunktes
    zum Tag meines ersten Bezuges der Altersrente sein wird .

    Sollte ich jedoch davon ausgehen , das der Rentenpunkt zu den
    erstmaligen Bezugstermin Rente ( also frühstmöglicher Auszahlpunkt )
    deutlich mehr Wert ist , wird die Amortisationszeit natürlich erheblich
    verkürzt .

    Z.b. Einzahlung 2017 , 6938,26 Euro / 40,00 Euro gleich 173,45 Monate.
    Würde dann bedeuten , das in z.B. 10 Jahren der erste Auszahlpunkt
    also 2027 einen Rentenwert von 40,00 Euro mit einer Armortisationszeit von nur noch 14,45 Jahren berücksichtigt werden müsste .

    Dafür jedoch trägt man 10 Jahre mehr das Emittentenrisiko
    ( Ausfallrisiko ) , sowie auch weiterhin das Risiko nach den
    10 Jahren , noch weitere 14,45 Jahre bis zur Voll Armortisation
    am Leben teilzunehmen . Würde also bedeuten , durch Zusatzeinzahlung
    10 Jahre eher , zwar Armortisationszeit verkürzung “ AB “ Rentenbeginn
    ( hier 2027 ) , jedoch durch zusätzliche Wartezeit ( von 2017 bis 2027 ) “ BIS “ Rentenbeginn , tatsächliche Armortisationszeit stark verlängert .
    ( PLUS 10 Jahre !!!!! Wartezeit )

    Bin ich jedoch eher an dem ersten Auszahlpunkt dran , wird meine
    Wartezeit verkürzt und es kann sich gleich die Zeit der Armortisation
    ( die dann wiederrum länger ist ) anschließen .

    Und diese Verlängerung wiederrum könnte m.M.n. nur durch einen
    starken steuerlichen Vorteil , tatsächlich , abgemildert werden .

    Oder Alternativ durch jemanden VERSICHERTEN , der die evt. anfallende REST-Armortisationszeit dann noch ausnutzen kann .
    ( Zusatzversicherungsbedingungen Witwen und Waisen beachten )

    LG Det

    • PS
      Wenn jetzt von einer gewünschten Rendite ausgegangen werden soll ,
      müsste erstmal die Zeit bis zur Vollarmortisation abgewartet werden .
      Erst nach ERLEBEN der Vollarmortisationszeit , kann überhaupt erst
      von einer Rendite oder Zins gesprochen werden . Davor ist es ein mit
      einem AUSZAHLPLAN ( also reiner Verbrauch ) vergleichbarer Vertrag ,
      mit ZINS NULL , der jedoch das Risiko abdeckt , länger an der Auszahlung
      teilzunehmen ( also ÄLTER zu werden ) wie es von der Versicherung
      erwartet wird . Da jedoch das Risiko für die Versicherung immer weiter
      steigt , ist durch die Anhebung Renteneintrittsalter auf jetzt 67 Jahre
      ( Also hier erstmaliger Bezug ) wieder ein kleiner Ausgleich geschaffen worden .

      Da würde ich mir halt Überlegen , ist der Grundbedarf an
      Versicherungsleistungen Rentenbezug bereits gedeckt ?????

      Hier würde ich 45 Entgeldpunkte annehmen , welches einen Durchschnitsrentner nach 45 Jahren Beitragszeit mit einem
      normalen Durchschnittseinkommen ergibt .

      Somit dann Rentenauskunft einholen , seinen Bedarf prüfen ,
      ggf. dann hier oder dort ( sollten die Möglichkeiten überhaupt
      bestehen diese Versicherung noch im Nachgang aufzufüllen )
      eine Nachbesserung anstreben , oder eben auch nicht .

      Wäre ich jedoch in der Situation wie der Peter , würde ich mir
      bei 64 Entgeldpunkten welche z.Zt. 30,45 Euro West , WERT sind
      Somit Rente Privatier 64* 30,45 Euro , gleich 1948,80 Euro / Mon.
      nicht mehr SOVIELE Sorgen machen .
      Der dafür HEUTE zu entrichtende Kapitalstock wären dann 6938,26 Euro
      mal 64 , gleich 444048,64 Euro . Ob ich jetzt diesen Kapitalstock
      in meiner Restlebenszeit nicht besser selber VERBRAUCHEN könnte ,
      muss halt jeder selber Entscheiden .

      LG Det

      • Für den ersten Teil kann ich Dir zustimmen, insbesondere was die Vorgehensweise angeht: Überlegen, ob Grundbedarf an Rentenbezug ausreichend, dazu Rentenauskunft einholen, Bedarf und Möglichkeit der Aufstockung prüfen, ggfs. Steuer berücksichtigen und dann entscheiden.

        Was meine persönliche Lage angeht, möchte ich aber ein wenig korrigieren bzw. ergänzen: Deine Rentenprognose stimmt, meine letzte Rentenauskunft besagt 1933€/Monat. Aber – erst einmal gehen davon bei mir 9,9% (wg. vorz. Inanspruchnahme) ab, bleiben also Brutto: 1740€. Davon gehen nun die Beiträge für KV/PV ab, ich rechne mal mit 8% und die Steuer. Diesen Satz habe ich noch nicht prognostiziert, der Einfachheit halber nehme ich mal 22% an. Es gehen also noch mal 30% ab – bleiben mir am Ende: 1220€.
        Das klingt dann schon weniger „üppig“, oder?
        Aber ich habe im Beitrag oben ja auch schon gesagt, dass ich für MICH keine Einzahlung mehr vornehmen werde, sondern darüber nachdenke, dies für meine Frau zu machen. Denn ihre eigene Rente ist deutlich(!) geringer und sollte sie einmal Witwenrente beziehen, bleiben ihr von meiner Rente gerade mal 60%.
        Auch davon wird sie nicht verhungern müssen, aber ich sehe da noch ein wenig Nachholbedarf.

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo Peter,

          bei der Steuer vergisst Du den Freibetrag für die Rente.Rechne wohl eher zwischen 1500 und 1600 Nettorente.

        • Nein, nein – vergessen habe ich den steuerfreien Anteil der Rente nicht. Mir war es nur zu umständlich, die exakte Steuerbelastung auszurechnen. 😉

          Denn ich beziehe ja bereits ein (kleine) Rürup-Rente, ebenso eine (ebenso kleine) Riester-Rente, dazu kommen noch sehr wechselhafte Einkünfte aus Kapitalerträgen und auch schwer kalkulierbare Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Daraus einen voraussichtlichen Steuersatz zu kalkulieren, ist nicht so einfach und zudem auch ziemlich ungenau.
          Und darum habe ich einfach mal einen angenommen – damit man was zum Rechnen hat. Und ob der nun bei 22% liegt, oder eher bei 15%, oder doch bei 30%. Keine Ahnung!

          Gruß, Der Privatier
          P.S.: Und dann kommt auch noch irgendwann eine Riester-Rente meiner Frau dazu und später dann noch die gesetzliche Rente. Kann man sicher alles kalkulieren, aber manchmal bin ich einfach zu faul.

        • Hallo Peter

          Nochmal für die WIR Betrachtung :

          Hier evt. auch mal die SGB (VI ?) Regelung für GROßE
          ( GROßE = 60% ??? oder kleine ??? = 25% ) WITWENRENTE
          beachten , insbesondere 60% ( dann auch Absolut ??? ) .
          Bleiben Ihr dann auch tatsächlich 60% ????? von DEINEN Renten ???

          Bei Anrechnung eigener RP/Rente kann es auch mal schnell zu
          einem ( wegen Anrechnung eigener Rente und Einkommen ) anderen Ergebnis kommen . Wegen Nachholbedarf ????? Noch Spannend ?????
          D.h. im Ergebnis , tatsächlich mit eigenen Zahlen durchrechnen ,
          da Zusatzversicherungsschutz GRV WuW Rente eigene Bedingungen der
          Anrechnung hat . 60% NICHT IMMER . Nur so als Gedanke für WIR .

          LG Det

          • Ein sehr guter Einwand bzw. Hinweis von Dir, Det. Und eigentlich hätte die Witwenrente mit all ihren Regelungen (und Überraschungen) sicher auch einmal einen gesonderten Beitrag verdient. Bin ich bisher noch nicht zu gekommen…

            Aber bei meiner Frau bin ich mir ziemlich sicher, dass sie die große Witwenrente bekommen würde, denn einerseits passen die zeitlichn Voraussetzungen alle und andererseits ist ihre eigene Rente eben so gering, dass keine Anrechnung stattfinden wird.

            Aber dein Einwand ist mehr als berechtigt, denn es wäre schon ziemlich ärgerlich, wenn man erst viel Geld für eine Reduzierung eines Abschlages investiert und gerade der Wegfall dieses Abschlages dann später dazu führt, dass eine Witwenrente gekürzt wird.

            Ich denke, ich sollte mir dieses Thema einmal für einen gesonderten Beitrag vormerken.

            Gruß, Der Privatier

  12. Hallo Peter
    Ist schon ALLES Klar , was ich jedoch meinte , ist :
    30/30/30/10 dieses dann auch richtig sehen .
    Für mich wäre halt 30% Versicherungen
    30% Immos ( Oder Immoähnliche Beteiligungen )
    30% UN Beteiligungen
    10% Sonstiges
    Vernünftig AUFGETEILT .
    Bei Versicherungen 45 Entgeldpunkte mal 2 ( WIR ) gleich 90
    minus 64 gleich Rest 26 ( Mehr oder weniger , gleich Bedarf oder nicht )
    So würde ich es sehen . Ausnahme: Du musst dann nicht der Einfachheit
    halber 30% nehmen , sondern 10% ( Lach ) .
    Oder auf Kapitalstock umgerechnet 90*6938,26 Euro gleich 624443,40 Euro .
    Somit Rund 625k für 2 Personen an Kapitalstock Versicherungen m.M.n.
    völlig Ausreichend .
    Dieses Peter , ist was ich meine . Dieses muss ja auch erstmal geleistet
    werden . Also selbst bei 45 Entgeldpunkten , ja immer noch ca. 312k z.Zt. zu bilden . Muss ja irgendwie auch bewältigt werden .
    Wieweit dann jeder von dem Durchschnittsrentner entfernt ist und evt.
    auch entfernt bleiben will , kann ja Jeder für sich Selbst entscheiden .

    Für mich , ist jedenfalls der DURCHSCHNITTSRENTNER meine Messlatte ,
    auch und INSBESONDERE für den Notwendig aufzubringenden Kapitalstock „Langlebigkeitsrisiko“ , sowie den zu berücksichtigenden Personenkreis .

    ( Bei Peter z.B. (45*2-64 = 26-X , Gleich Bedarf Versicherung) = 30% )
    Du siehst Peter , so einfach ist meine Sichtweise . Man könnte es jetzt
    noch auf den Kapitalstock umrechnen , im Ergebnis jedoch etwa gleich .

    Dieses ist auch die eigentliche Frage bei der KV Pflicht . Macht es Sinn
    einen Kapitalstock in eine monatliche Rente mit dazugehörigen KV , PV ,
    Sonstigen Abgabe-Pflichten umzuwandeln , oder diesen dann doch eher
    frei Verfügbar , Vererbbar , Liquide und damit VERBRAUCHBAR zu
    halten ????? Unabhängig von den Erträgen daraus . Selbst wenn ich Zins
    Null annehme ( z.B. Gurkenglas , also keine Erträge daraus ) könnte es dennoch die bessere Möglichkeit sein .

    Gerade im Alter , würde ich hier halt auch wegen der Chancen
    ( s.a. Münzwurf incl. 2 ten Antwort ) bei ALLES was über den Durchschnittsrentner ( also 45 Entgeldpunkte oder 312k Kap. Stock )
    liegt , nicht eine weitere Füllung GRV planen , sondern eher den
    Kap. Stock in Eigenregie verwalten wollen . Entnahme / Verbrauch ,
    dann auch ggf. ( wenn nicht Steuerpflichtig belegt ) Abgabenfrei .

    LG Det

    • PS , Gleiches gilt natürlich auch für PRV ( Hier dann Kapitalstock
      sowie NUR Garantierte Leistungen sehen ) . Nicht Prognosen Vertrauen ,
      sondern lediglich NUR die Garantierten Leistungen der Versicherung sehen .
      Also bei Vertragsabschluss NICHT auf Prognosen achten , sondern NUR
      die Vertraglich garantierten Leistungen sehen .
      Alles was on Top dazu kommt ist Nett , aber m.M.n. NICHT planbar .
      LG Det

    • Ja, Danke Det für Deine Überlegungen. Sie können sicher helfen, das Bild ein wenig abzurunden, so dass sich jeder über seine eigenen Vorstellungen klar werden kann.

      Mir war mit dem Beitrag wichtig, die Möglichkeiten und die Konsequenzen aufzuzeigen, da beides nur selten in die Überlegungen einbezogen wird.

      Gruß, Der Privatier

  13. Könnte man eigentlich die Ost-West-Ungerechtigkeit ausnutzen?
    Also vor der Einmalzahlung den Hauptwohnsitz in den Osten verlagern und billige Ost-Punkte für 18,7% vom Ost-Durchschnittseinkommen kaufen und dann vor Rentenbeginn wieder in den Westen zurückkehren, um West-Punkte zu erhalten?

    LG Markus

    • Ja, schöne Idee 🙂
      Funktioniert aber wohl leider nicht. Ich habe die ganzen Detail-Regelungen bei wechselnden und gemischten Wohn- und Arbeitsstätten nicht so parat, aber es gilt wohl die Grundregel, dass sich sowohl der Preis, als auch der Wert der Entgeltpunkte immer danach richten, wo sie erworben worden sind.

      D.h. Rentenpunkte, die im Osten erworben worden sind, behalten auch später bei der Rentenberechnung ihren Ost-Wert, selbt wenn man inzwischen im Westen lebt.

      Gruß, Der Privatier

  14. Bitte Peter
    Wenn jetzt noch ein paar Leser Interesse haben , könnten evt.
    auch paar Gedanken Privatier-Dasein , in Bezug auf Kapitalstock
    oder auch Entnahmen daraus doch EINFACHER gesehen werden .
    Insbesondere die Versicherungseigenschaft und der m.M.n. doch hohe
    Kapitalstock der hier gebildet werden muss , kann dann evt. auf das
    eingegangene Risiko ( Hier vorzeitiges Ableben ) besser gesehen werden .

    Extra für WIR , habe ich meine Betrachtung “ Umgebenden Personenkreis “
    ( 2* 45 = 90 , 90 – 64 = 26 +-X gleich Rest-Füllung ) mit angefügt .

    Und JA , Peter , wenn sich jetzt Einige , ein paar Gedanken machen ,
    kann sich jeder selber Entscheiden , ob dieses Sinnvoll für Ihn ist , oder eben auch nicht . Aber ein Gefühl , für ein aufzubringenden
    Kapitalstock , Langlebigkeitsschutz , müsste damit schon mal zu
    bekommen sein .

    LG Det

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.