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Bis zum Jahresende zu erledigen! — 18 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    ich habe gerade, in so einer Sache, Stress mit der DRV.

    Am 9. September habe ich einen Antrag auf freiwillige Zahlungen mit Formblatt V0060 gestellt. Als ich keine Eingangsbestätigung bekam, habe ich am 25.09. nachgefragt.
    Antwort: Ich müsse mich noch gedulden, man könne mir nicht sagen, wann ich eine Antwort bekommen würde.
    Heute, am 23.10., also einen Monat später, habe ich wieder angerufen.
    Antwort: Ich sehe hier keinen Antrag.
    Auf meine Aussage, ich hätte den Antrag aber Anfang September geschickt kam die
    Antwort: Dann muss ich mal in der Posteingangsmappe gucken. Ach da ist er ja, ist am 12.09. eingegangen.
    Ich habe dann nach einer Eingangsbestätigung gefragt
    Antwort: Die gebe ich Ihnen hiermit mündlich.
    Ich sagte, dass mir das nicht genügt und ich wissen wolle, bis wann ich einen Bescheid erwarten kann.
    Antwort: Das kann bis zu sechs Monate dauern.
    Ein Antrag für 2018!!. Ich gab mich damit nicht zufrieden und bat, mich an den zuständigen Vorgesetzten weiterzuleiten.
    Antwort: Das ist nicht vorgesehen.
    Ich sagte, dass das für mich nicht in Ordnung sei und ich mich beschweren möchte.
    Antwort: Das ist nicht vorgesehen und ich lege jetzt auf.

    Insgesamt ein völlig unakzeptables Verhalten.

    Über die Telefonzentrale bin ich jetzt beim Vor- Vor- Vorgesetzten gelandet und erwarte jetzt den Rückruf des zuständigen Vorgesetzten.

    Wenn man etwas von der DRV braucht, muss man ein ganz besonders dickes Fell haben.
    Ich hoffe, das es anderen besser ergeht.

    Viele Grüße, Hardy

    • Danke für Deine Erfahrungen, die ich teilweise so bestätigen kann.
      Von daher auch meine Aussage im Beitrag, dass die Bearbeitungszeit bei der DRV oftmals recht lang ist und von daher es für dieses Jahr eigentlich schon zu spät sein dürfte.

      Ich habe unterschiedliche Erfahrungen gemacht: In meinem eigenen Fall hat bisher alles reibungslos funktioniert.
      Anders bei meiner Frau – da waren die Erfahrungen ähnlich wie in Deinem Fall. Das war 2017, Antrag auf freiwillige Zahlungen (V060) im Sept. gestellt. Eingangsbestätigung im Okt. erhalten. Ab dann keine weitere Reaktion.
      Auf telefonische Nachfrage Ende November habe ich damals die Auskunft bekommen, die Bearbeitung dauere bis zu 8 Monaten(!!). Auf ungläubiges Nachfragen, ob vielleicht Wochen gemeint waren, wurde die Aussage noch einmal bestätigt: 8 Monate!

      Mein Hinweis, dass mit der Zahlung auch steuerliche Konsequenzen verbunden seien und ich daher die Zahlung definitiv noch im Dezember ausführen würde, notfalls auch ohne den genehmigten Antrag, wurde beantwortet mit: „Das haben wir nicht so gerne.“

      Ich habe dann noch erwidert, dass ich es auch nicht so gerne hätte, wenn so ein Vorgang 8 Monate dauert und das Gespräch dann beendet.

      Ich habe dann noch zwei, drei Wochen gewartet, ohne dass irgendetwas passiert ist und dann einfach überwiesen. Die Bescheinigung über die Einzahlung und korrekte Verbuchung war dann bereits vor Ende Jan.18 da.

      Ich möchte das allerdings nicht als generell gültigen Tipp verstanden wissen!

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Privatier,

    dann sind wir ja schon zu zweit.

    Das Problem scheinen die verschiedenen Verfahren zu sein.
    Meine Schwester hatte gleichzeitig mit mir einen Antrag auf Ausgleich von Rentenminderung wegen vorgezogener Altersrente gestellt. Sie hat schon vor zwei Wochen eine Antwort bekommen. das scheint maschinell in der „normalen“ Rentenabteilung gemacht zu werden. Freiwillige Zahlungen werden wohl woanders und eher manuell bearbeitet.

    Es spielen aber auch interne Gründe hinein; mein Jahrgang 1956 wird derzeit digitalisiert. Deshalb habe ich keine Akte mehr und mein Antrag lief ohne vollständige (Papier)-Akte herum.

    Ich habe gerade mit dem zuständigen Abteilungsleiter gesprochen; mein Antrag wird heute bearbeitet; der Bescheid kommt per Post. Außerdem habe ich von ihm die Freigabe zur Einzahlung bekommen.

    Er meinte aber auch, es wäre ja noch Zeit bis Ende März 2019. Die Verantwortung für steuerliche Nachteile würde die DRV aber nicht übernehmen. Ich habe ihm dann gesagt, dass ich notfalls einfach eine Einzahlung am letzten Bankarbeitstag machen würde. (Den Trick kenne ich schon für Umsatzsteuervorauszahlungen)

    Also; hartnäckig sein zahlt sich aus.
    Viele Grüße, Hardy

    • Hallo Hardy und Privatier
      Tja,wir sind schon mindestens zu dritt.Die DRV hat laut Wikipedia 61000 Mitarbeiter, aber die Wartezeiten – selbst für einfache Anträge sind schon beträchtlich. Ich habe vor sechs Wochen den Antrag V0210 (Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters) gestellt. Dabei wollte ich besonders schlau sein und habe die Online-Dienste benutzt (mit Personalausweis und Lesegerät). Die Deutsche Rentenversicherung wirbt ja auf ihrer Website, diese Möglichkeit zu nutzen („Mach’s doch online!“) und hat sogar ein etwas infantiles Comic-Video mit „Axel und Herbert“ gepostet. Am Ende sagt Axel: „Ganz schön innovativ – die Rentenversicherung. Hätt‘ ich echt nicht gedacht.“
      Hilft aber alles nichts. Es kam nur eine Eingangsbestätigung (per Brief, nicht im elektronischen Postfach bei der DRV). Keine Terminzusage. Seitdem nichts mehr. Dabei könnte ich mir die Auskunft fast selber ausrechnen.

      • Bei mir, V0210-Antrag in klassischer Papierform: Anfang Feb. eingereicht, Mitte März kam der Bescheid, also rund 6 Wochen.
        Ist aber vielleicht auch jahreszeitlich unterschiedlich.

    • Wie man sieht: Sehr unterschiedliche Erfahrungen. Und woran es nun liegen mag, dürfte man kaum herausfinden. Vielleicht hilft ja auch ein persönlicher Besuch bei der Rentenberatung? Habe ich nicht ausprobiert, aber es könnte ja sein…

      Ansonsten bleibt nur der Rat (für dieses Jahr wahrscheinlich zu spät): Wer einen Antrag auf freiwillige Rentenbeiträge stellen möchte, sollte dies frühzeitig machen und mit einer langen Bearbeitungszeit rechnen.

      Gruß, Der Privatier

    • Heute kam dann auch der Bescheid mit der Post; überwiesen hatte ich schon letzte Woche. Damit ist das Thema beendet.
      Im Bescheid stand auch der Hinweis:
      „Die Beitragsbescheinigung für die im laufenden Kalenderjahr gezahlten Beiträge wird bis zum 28. Februar des Folgejahres erteilt und Ihnen ohne Aufforderung zugesandt. Wir bitten Sie, zwischenzeitlich von entsprechenden Anfragen abzusehen.“

      Viele Grüße, Hardy

  3. Meiner Meinung nach , gehört auch noch dazu :

    * Termin prüfen für z.B. letzte Annahme der Sondervorauszahlung
    GKV / PKV bei der letztmaligen Annahme des Geldes .
    ( Mögen Die auch nicht so gerne , wenn man damit erst
    am 27.12 kommt und Die das noch verbuchen müssen . )
    Einige Versicherungen haben da auch Deadlines z.B. zum 15.12.
    letzter Annahme und Buchungstag , wenn DAS noch in dem Jahr
    zugeordnet werden soll und auch noch erfolgen soll .

    * Ebendso Termin prüfen , letzte mögliche Annahme “ Basis “ Rürup .
    Eigentlich das gleiche wie bei GKV / PKV .

    * Bei den Banken , hast Du das ja schon mitgeteilt .

    * Bei den Banken , ggf. auch nochmal , wenn denn Überhaupt
    beabsichtigt , ( siehe auch der Stückzinstrick ) evt. mal
    Temin für z.B. Aktienanleihen Kauf incl. der
    Berücksichtigung der Zinszahlungen , nachfragen ,
    wie das denn terminlich Abgestimmt wird . Also auch
    Buchungstechnisch abgearbeitet wird . Kann manchmal auch
    Grenzwertig werden/sein zum 27.12.

    * Sollte man auch z.B. REITS/BDCs in seinen Aktienportfolio haben ,
    daran denken , das man die Bar Dividende , nur als Kredit bekommen
    hat . Entweder etwas LUFT lassen , damit im nächsten Jahr , der
    Kredit bei der “ HAUPT-ABRECHNUNG “ wieder “ RÜCKWIRKEND “ eingezogen
    und dann im nächsten Jahr “ RÜCKWIRKEND “ neu abgerechnet werden kann ,
    oder einfach mit dem Ergebnis leben . Also Abrechnung des Kredites über
    2 VA Jahre . Kann manchmal dann auch zu Überraschungen kommen .

    * Und ANSONSTEN , da man ja eh wieder irgendwas vergessen hat , oder
    irgendwie falsch geplant hat , etwas Gleichmut zulegen .
    Wird sich vermutlich nicht KOMPLETT vermeiden lassen .
    Aber für die gröbsten Fehler , kann man sich mit einer guten
    Planung , ggf. schon mal ein wenig besser positonieren .

    LG Det

    • Gilt für die Steuerwirksamkeit nicht das Abflussprinzip, also dass das Datum der Überweisung lt. Bankbeleg noch im Jahr 20xx war?

    • Danke Det für die Ergänzungen.

      Die Problematik der letzt-möglichen Termine halte ich allerdings aus meinen eigenen Erfahrungen eher für gering. Ich bin allerdings auch noch nie auf den Gedanken gekommen, ausgerechnet am 27./28.Dez. noch eine Aktienanleihe zu kaufen oder einen Beitrag für eine Versicherung zu überweisen.
      Darum wäre es eben empfehlenswert, die entsprechenden Überlegungen rechtzeitig und vorher abzuschliessen und dann auch durchzuführen.

      Ich habe z.B. Anfang der Woche den Ausgleich meiner/unserer Depots soweit auf einen Stand gebracht, der alle meine gewünschten Kriterien erfüllt. Das Thema ist erledigt. Eine DRV-Einzahlung für meine Frau wird dann Anfang Dez. noch erfolgen und dann ist auch das erledigt.

      Gruß, Der Privatier

      • Naja Peter , bei Dir ist das ja auch REGELMÄSSIG , bei mir eher ,
        i.d.R. mässig . Leider sind manchmal ankommende Zahlungsströme bei
        MIR ( im UN ) , die im Jan. , Feb. , März des Folgejahres kommen ,
        halt bis 32.12. des Vorjahres schon mal mit bei EkSt zu Berücksichtigen .
        Unabhängig , ob DIE auch tatsächlich eintreffen . Nicht immer ganz
        einfach , der Blick in die Glaskugel . Rückwirkend fürs VA Jahr ,
        kann ich dann leider KEINE Entlastungs-Zahlungen mehr leisten .

        LG Det

  4. Hallo, vielen Dank für die Infos. Bei uns ist überraschend ein Sonderfall aufgetreten. Meine Frau wird kurzfristig das Ausscheiden aus der Firma von Ende Dez. auf Ende Nov. vorziehen. Mit Sicherheit wird es nun nicht mehr reichen eine Bestätigung der DTV zur Möglichkeit der freiwilligen Einzahlung zu bekommen. Wird das gehen den Beitrag einfach mal vorab der DTV zu überweisen? Und wie wäre das Vorgehen ? Sag schon mal vielen Dank und hoffe das wir ein paar Tips bekommen j und f

    • Hallo,

      geht es um das Erzeugen von Vorsorgeaufwendungen oder um die Vermeidung von Rentenlücken / Zeiten?

      Meine Erfahrung (siehe oben) ist, dass die Anträge auf freiwillige Zahlungen per Hand bearbeitet werden und man mit Bearbeitungszeiten > sechs Monaten rechnen muss.
      Die Anträge auf Ausgleich einer Rentenminderung werden maschinell bearbeitet und gehen schneller. Das Ergebnis sind meist hohe Beträge, es sind aber Teilzahlungen möglich.
      Steuerlich gesehen sind Beides Vorsorgeaufwendungen.

      Viele Grüße, Hardy

    • Ich habe ja weiter oben bereits beschrieben, dass ich auch einmal „normale“ Monatsbeiträge für meine Frau eingezahlt habe, ohne einen Bescheid dafür zu haben (s. hier: https://der-privatier.com/bis-zum-jahresende-zu-erledigen/#comment-18356 ).

      Ich würde allerdings raten, hier einmal kurz bei der Rentenversicherung anzurufen und die Frage direkt dort zu stellen.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Ich gehe mal davon aus, dass mit DTV die Rentenversicherung gemeint war? Ansonsten gibt es zwar viele Vereine, Verlage usw., die mit DTV abgekürzt werden, aber irgendwie ergeben die alle wenig Sinn. 😉

  5. Bei meinem Antrag auf freiwillige Zahlungen zur DRV (Mindestbeitrag zur Erreichung der Wartezeit) hat es ca 3 Wochen bis zum Bescheid gedauert (war allerdings im Sommer, in der „Saison“ mag das anders sein).

    Auf die Gefahr hin, daß ich mich fälschlicherweise als „Humanist“ oute möchte ich noch einen Aspekt ergänzen:
    In meinem Abfindungsjahr hatte ich mir in Weihnachtsstimmung überlegt, einen Betrag zu spenden.
    Das hat sich aber so spät im Jahr nicht mehr darstellen lassen da bei Lastschriften die Spende erst einige Wochen verbucht und bescheinigt werden kann (Widerspruchsfristen?).

    Falls man also eine Spende o.ä. in Erwägung zieht, sollte man durchaus bald dran denken.

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