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Kap. 12: Neuausrichtung – Fragen, Kritik und Anregungen — 25 Kommentare

  1. Hallo Herr Ranning,
    wir hatten ja vor einiger Zeit Ihr Buch „Der Privatier“ auf unserer Seite http://www.lesemehrwert.de unter der Rubrik Finanzen/Vorsorge vorgestellt.

    Auf vielen Finanzseiten im Netz wird ja zur Zeit die Dividendenstrategie als die Jahrhundertchance angepriesen.
    Bei uns mehren sich die Anfragen, wie ein Privatier, der ja nicht mehr unbedingt das Ziel verfolgt, Kapital über 20 Jahre anzusparen, momentan mit der Situation umgeht. Letztlich geht es bei der Mehrzahl der Privatiers ja um das Entsparen, aber nicht mehr um das Ansparen.
    Natürlich gibt es das relativ risikoarme Tagesgeld, aber hier zur Zeit Renditen von mehr als 1% nach Steuern zu erzielen, grenzt ja schon an Glück. Unter Ausnutzung aller Sonderangebote und zeitlicher Überwachung, unter Ausschluß von Auslandsbanken ist das schon eine Herkulesaufgabe.
    Vielen unserer Leserinnen und Lesern stellt sich die Frage nach Alternativen.
    Vielleicht ist es ja Ihnen oder anderen Experten in diesem Forum möglich, sich einmal mit dieser Problematik zu befassen.
    Wir sind momentan auch überfragt, ob sich beispielsweise im Anleihenbereich Möglichkeiten mit moderaten Risiken ergeben. Wir sind auch nicht so spezialiert auf die Bereiche nachrangige Anleihen, Zerobonds u.ä.
    Gerne sehen wir hier einer anregenden Diskussion entsgegen.

    • Vielen Dank für die Fragen, die sich momentan nicht nur die Privatiers, sondern wohl alle Kapitalanleger stellen dürften.

      Eines vorweg: Auch ich habe (natürlich) keine Patentlösungen.

      Ich werde in dem bald folgenden Kapitel „Neuausrichtung“ meine Überlegungen zu diesen Fragen erläutern und auch meine eigenen Fragen hier zur Diskussion stellen. Und ich bin mir fast schon sicher, dass es eine lebhafte Diskussion geben wird.

      Von meiner Seite wird der Schwerpunkt dabei ganz klar auf Wertpapieren liegen. Dort aber eine breite Palette umfassen: Tages- oder Festgeld, Aktien und Dividenden, Fonds und ETFs, Anleihen (auch Nachrang), Aktienanleihen und andere Zertifikate (Discount, Bonus, Express, etc.), bis hin zu Derivaten.

      Die Meinungen dazu werden sicher sehr unterschiedlich ausfallen.
      Warten wir’s ab…

      Gruß, Der Privatier

    • Warum soll es bei den Privatiers nur um die Frage des entsparens gehen ?????
      Dieses ist mir nicht verständlich , eigentlich geht es eher darum einen monatlich oder in welchen Zeitraum auch immer , wiederkehrenden Geldstrom , also passiven Einkommensstrom zu erzeugen , welcher dann auch verbraucht werden könnte , aber wenn Verbrauch nicht notwendig , da noch außreichend vorhanden , auch wiederangelegt ( Gespart ) werden kann .
      Sicherlich sind auch überlegungen zu treffen , wann denn der Kapitalstock denn mal verbraucht sein könnte. Und auch wie denn die Steuerliche Behandlung ist. Aber das nur der reine Verbrauch gesehen wird , würde ich jetzt nicht als vorrangig ansehen . Eher wie mann es schafft , seinen monatlich , oder wann auch immer kommenden Geldstrom möglichst lang und breit kommen zu lassen . Sollte es nur um das entsparen gehen , wäre es evt. hilfreich , sich Gedanken zu machen , A) Wie hoch soll der Verbrauch sein , B) Wie lange soll Kapitalstock halten C) Welche Rendite kann mit welchem Risiko erzielt werden .
      D) Welche anderen monatlichen Einkommen stehen zu verfügung , u.s.w.
      Bei der Dividenden Strategie , müsste hier ersteinmal eine Aktie verstanden werden , und auch ein IPO , um dann ggf. sich Gedanken über Dividenden , Pay Out Ratio ,EK Rendite , Zeit , YOC , einige Risiko Factoren , u.s.w. zu machen Bei Anleihen , ist es vergleichbar . Für einfache Geldanlagen , wäre evt. auch mal die Anlage in Genuß Scheinen zu prüfen . Auch ETFs sind nicht ganz einfach zu verstehen , und es sollte auch hier sich bereits vor Kauf eine Strategie zurechtgelegt werden . Meiner Meinung nach , gibt es hier für ein überschaubares Risiko oft noch eine gute Rendite ,aber es sollte jeder für sich selbst das für Ihn passende raussuchen , und damit auch Glücklich werden Oft ist auch ein Mix aus verschieden Anlagen die richtige Wahl . Für die Dividenden Aristokraten und ETFs Strategien , würde ich Lars seine Seite empfehlen , hier sind einige User ( z.B. Chris ) mit doch schon teilweise recht umfänglichen Erfahrungen betr. ETFs unterwegs . Diesen User würde ich auch als erstes fragen , welcher ETF denn zu meiner Anlageform passen könnte . Bei Einzeltitelanlage würde ich erstmal Zeit in finanzielle Bildung stecken , bevor ich hier evt. mit NICHT WISSEN , eine menge Geld verbraten würde . Soll ein Einzeltitel Dividenden Aristokraten Depot aufgebaut werden , könnte Lars sein Depot als Laufleine genommen werden . Ich hoffe dieses hat ein wenig weiterhelfen können . Ihnen noch viel Erfolg bei den Entsparen . LG Det

  2. in der aktuellen Wirtschaftswoche werden einige Hybridanleihen vorgestellt, z.b. Bayer DE000A11QR73 oder VW XS0968913268
    Renditen zwischen 3 und 4%.
    Ist dieses eine relativ risikolose Empfehlung, oder besteht die große Gefahr das der Kurs relativ weit sinken könnte?

  3. Hallo EH,
    ich habe seit Jahren Hybrid/Tier Anleihen im Depot
    und liege aktuell bei einer Rendite von 5,8 %
    Risikolos ist nix auch nicht relativ, aber ich denke
    bei TOP Firmen kann man schon einsteigen.. Über 100 würde ich nichts
    kaufen wie zB.VW . Die Nominal 3,875 % gibt es nur bis 2018… dann hat der
    Emittent Kündigungsrecht. Bei dem aktuellen VK 105,65 sind also schon fast
    2 Jahre Zinsen weeech 🙂

    Schau mal auf AXA XS0207825364 3,75 % für das Jahr 2015
    Würtenbergische XS1064049767 5,25 % bis 2024

    Risiko : ich bin auch schon bei einer Anleihe Totalverlust gehabt
    die im Grundbuch besichert war ( BKS Biostrom), also ist Nachrangig eigentlich nicht viel schlechter 🙂

    Neue Tier/ Hybridanleihen werden eigentlich nur noch mit einer Stückelung
    von 100000 ausgegeben.

    LG Carsten

  4. Hallo Carsten,
    vielen Dank für die Antwort.
    Ich hatte ja in der Blogparade schon mal den Ansatz des „Entsparens“ eingebracht.
    Nochmals zur Erläuterung:
    Der Privatier, der sein Depot über einige Jahrzehnte aufgebaut hat, kommt nunmehr in die Phase, wo er auch, um die Vorstellung seines Lebensstandards zu verwirklichen, Beträge entnehmen muss. Im günstigsten Fall beschusst die Rendite den Fehlbetrag, oder wie vielleicht vielfach aktuell bedingt, wird das Vermögen geringer.
    Grundsätzlich ist in dieser Phase nach meiner Meinung eine Risikosenkung des Gesamtvermögensbestandes erforderlich. – Aktienanteil verringern- nur wohin mit dem Kapital?
    Insofern hatte ich entsprechende Hybridanleihen – siehe Eingansgpost- klassifiziert.
    Ich teile den Ansatz von Carsten, Kurs maximal 100- auf jeden Fall, denn die vorzeitigen Kündigungsmöglichkeiten des Emittenten sind nicht zu unterschätzen.
    Zur Zeit wird ja auch immer von einer Anleihenblase gesprochen, d.h. im Umkehrschluss, der Kurs könnte empfindlich fallen, was dann bei den langen Laufzeiten der Anleihen, wiederum dazu führt, dass auch ein Dividendendepot- was ja zur Zeit geradezu als Hype durch alle Börsenblätter geistert- wieder in den Fokus rücken könnte.
    Mancher sagt ja auch – ob mein Aktiendepot (optimiert auf Dividenden) 600.000,– oder nach einem Crash 300.000,– beträgt, ist egal, Hauptsuche die Dividenden fliessen. Ob da im Ernstfall jeder der Privatiers die Nerven behält, ist zumindest aus meiner Sicht zweifelhaft.
    Die entscheidene Frage bleibt- wie sollte man bezogen auf die Ausgangsposition -risikoarmes Entsparfungsdepot- vorgehen?
    Ich hoffe auf eine anregende Diskussion-
    EH
    http://www.lesemehrwert.de

  5. Hallo EH,

    genau wie CarstenHH habe auch ich einige Nachranganleihen in meinem Depot. Manch eine habe ich auch inzwischen schon wieder verkauft, weil die Rendite-Erwartungen einfach nicht mehr gestimmt haben. Wieder andere werden reihenweise von den Emittenten gekündigt. So bin ich auch immer auf der Suche nach interessanten Kandidaten.

    Denn generell finde ich Nachranganleihen schon sehr interessant. Natürlich haben sie ein gewisses Risiko! Wie alle Anleihen unterliegen sie dem Zinsänderungsrisiko. Sollte sich das Zinsniveau mal wieder in Richtung 5% bewegen, möchte niemand mehr eine Nachranganleihe mit einem Kupon von 3-4% haben. Zumindest nicht zu einem Kurs von um die 100%. Und wenn es dann noch ein Langläufer mit einer Laufzeit von 10 oder mehr Jahren ist, wird der Kurs ganz sicher nach unten gehen.
    Und dies ist ja auch bei den langlaufenden Anleihen schon passiert. Habe ich in meinem Beitrag „Blitzcrash am Anleihenmarkt“ schon erwähnt und die Entwicklung ist noch nicht beendet.

    Aber – und jetzt komme ich noch einmal auf die „Entspar“-Thematik: Letztlich muss sicher jeder entscheiden, welche Risiken er eingehen möchte. Ein risikoloses Depot wird auch keine nennenswerte Rendite abwerfen. Und je höher die Rendite, desto größer die Gefahr von Kurs- und damit Vermögenseinbußen.

    Bei mir gehören sowohl Dividenden-Titel, als auch Anleihen in meinen Mix. Welche und wie genau werde ich hier in diesem Kapitel beschreiben. Der Weisheit letzter Schluss wird es aber wohl auch nicht sein…

    Gruß, Der Privatier

  6. Hallo CarstenHH,

    ich stimme Dir zu, aber einen Punkt würde ich so pauschal einmal nicht stehen lassen wollen: „Über 100 würde ich nichts kaufen…“

    Bei mir sträubt sich zwar auch immer so einiges bei einem Kurs über pari, aber gerade z.B. die von Dir angesprochene „Württembergische LV“ (XS1064049767) mit einem Kupon von 5,25 % bis 2024 halte ich auch bei einem aktuellen Kurs von ca. 104% noch für durchaus interessant. Prospekt habe ich jetzt nicht gelesen, aber soweit ich sehe, kann die Anleihe eben auch erst ab 2024 gekündigt werden und hat damit immer noch eine Rendite von ca. 5%.

    Einen Punkt habe ich aber oben noch vergessen:
    Nachranganleihen haben ja (meistens) noch ein weiteres Risiko:
    Neben dem Fall, dass der Emittent ganz ausfällt (das wäre ganz schlecht!), gibt es ja auch meistens Klauseln, die festlegen, unter welchen Umständen die Zahlung des Kupons ausfallen kann. Daher unbedingt immer den Prospekt lesen!!!

    Gruß, Der Privatier

  7. Hallo Privatier,

    Asche auf mein Haupt, mit über 100 würde ich nicht kaufen bezog sich
    auf die von EH genannten Anleihen… da Aufgrund der kurzen Restlaufzeit und dem aktuellen Kurs die Rendite nicht mehr passt.
    Die von mir genannte AXA XS0207825364 3,75 % ist zwar zum Dezember kündbar,
    muss jedoch nicht sein. Bei der Anleihe wird der Zinssatz jeweils im Dezember
    neu festgelegt (Minimumverzinsung 3,75 max 10 %) wenn ich es richtig im Kopf hab MidSwap(10y-2y)x4. Sollte die Anleihe jedoch Dezember gekündigt werden
    bleibt aber noch immer eine Verzinsung von 3 %… besser als Tagesgeld.

    • @Carsten: Ah – okay. Hatte ich dann vielleicht auch falsch verstanden.

      @EH: Bei der oben genannten „Württembergische LV“ (XS1064049767) kann man übrigens auch sehr schön den Effekt anziehender Zinsen sehen. Seit Ende April/Anfang Mai ist das Zinsniveau langlaufender Anleihen um ca. 0,5% gestiegen. Keine große Sache, sollte man meinen. Aber bei einer beinahe 10järigen Anleihe sind dies eben auch „mal eben“ 10*0,5% = fast 5% Kursverlust. Und genau das zeigt die Anleihe. Von in der Spitze 110% auf jetzt 104-105% gefallen.

      Und wenn die Zinsen um weitere 0,5% steigen, wird es vielleicht auch noch mal um 5% abwärts gehen. Das ist das Risiko langlaufender Anleihen. Bei kürzeren Laufzeiten sind die Reaktionen weniger kräftig.

      Gruß, Der Privatier

  8. Hallo Herr Ranning,
    Endlich mal eine superverständliche Erklärung bezüglich des Zusammenhanges Zinssteigerung und Anleihenkurs, sogar am praktischen Beispiel. Da tun sich viele spezialisierte Blogs wesentlich schwerer.
    Im Grunde kommen wir genau auf den Punkt, den ich such herausarbeiten wollte. So ein Entnahmedepot relativ risikofest zu machen, scheint nur mit Fest- bzw. Tagesgeld möglich zu sein. Zumindest wenn man mal hinter die Fassade von den in der Fachpresse so gelobten Dividendendepots schaut. Anleihen haben, wie konkret festgestellt, auch so ihre Tücken.
    Also wirklich -Tagesgeld- und mal ein Jahr abwarten??

    • Ich denke, eine generelle Antwort kann man darauf nicht geben.

      Wer wirklich das Risiko so gering wie möglich halten will, wird sich wohl mit Lösungen wie Tagesgeld, Festgeld u.ä. zufrieden geben müssen.

      Man kann das jetzt nach Belieben abstufen. Die nächste Stufe wären vielleicht (ganz „normale“, keine Nachrang!) Anleihen von soliden Unternehmen. Damit nicht doch mal „aus Versehen“ einer ausfällt, wäre es dabei sicher angeraten, auf Fonds oder (weil preiswerter) auf ETFs zu setzen. Wenn man dabei jetzt noch darauf achtet, dass es sich dabei um Laufzeiten von vielleicht 3-4 Jahren handelt, hält sich (in meinen Augen) das Risiko doch recht gut im Rahmen.

      Wer hingegen mehr Rendite haben will (oder haben muss?), der wird sich wohl mit gewissen Unsicherheiten anfreunden müssen. Da führt kein Weg daran vorbei.

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo EH, Tagesgeld und ein Jahr abwarten ist Geldvernichtung
    unabhängig von der Entwicklung am Anleihemarkt.

    Ich bin der Meinung das es bei einem Entnahmedepot unabdingbar ist
    einen Puffer von 2 Jahren zu haben… um sich selbst nicht unter Verkaufsdruck zu setzen. Man kann den Zeitpunkt innerhalb dieser 2 Jahre selbst bestimmen
    wann man verkauft…unter der Maßgabe.. nicht der beste Kurs sondern was brauche ich ist entscheidend. Kaufe ich bei 110 % bekomme 6 % Nominalzins und Verkaufe bei 105 % hab ich auf den Anschaffungspreis nicht 5 % Verlust gemacht… da der Verlust mit meinen Zinserträgen steuerlich verrechnet wird (das macht die Bank).

    Privatier hat absolut recht das Langläufer auf Zinsveränderungen
    am Markt stärker reagieren als kurze Laufzeiten… der Mix machts

    Ich habe viele Anleihen 2011 für 50 bis 57 % des Nominalwertes
    eingesammelt, ok fühle mich heute als Held… hätte aber definitiv total
    schief gehen können.. und hat mich viel schlaflose Nächte gekostet…
    war aber noch in der Ansparphase und gierig auf Rendite 🙂

    LG CarstenHH

  10. noch eine Frage, was haltet Ihr von der Anleihe US50076QAZ90 Kraft Heinz in US Dollar- Rendite ca. 3,2%- Laufzeit bis 06.06.22 ?

    • Ich möchte eigentlich ungern einzelne Papiere empfehlen oder auch davon abraten. Dazu müsste ich mich sowohl mit den jeweiligen Papieren intensiver befassen, aber – was noch wichtiger ist: Ich müsste die Situation des Fragenden sehr viel genauer kennen. Und das würde dann doch den Rahmen hier sprengen.

      Aber was ich sicher generell sagen kann, dass bei der o.g. Anleihe zu dem schon angesprochenen Zinsänderungsrisiko bei der doch recht langen Laufzeit zusätzlich noch das Währungsrisiko hinzukommt!
      Auch wenn momentan vielleicht die Mehrheit dies eher als Chance ansehen würde, halte ich das für jemand, der das Risiko nach Möglichkeit ausschließen will, für eine weniger gute Idee.

      Aber – wie gesagt: Man müsste das gesamte Umfeld kennen. In einem Portfolio von 20 weiteren Anleihen, zusätzlichen Aktien und ETFs, kann ein kleiner Anteil in Fremdwährungen sicher auch ein guter Beitrag zur Diversifikation sein (habe ich auch!). Aber dann muss man sich eben auch bewusst sein, dass die Währungsschwankungen den Zinskupon sehr schnell aufzehren können.

      Gruß, der Privatier

  11. es sollte nicht so rüberkommen, jetzt hier einzelne Papiere vorzustellen und zu diskutieren. Ich finde es jedoch gut, wie hier aufgrund einzelner Papiere, die Basics der Geldanlage in Anleihen herausgearbeitet werden.
    Spezieller Ansatz war und ist ja eine Entnahme(Entsparungs-)Depot.

    Bei der angesprochenen Anleihe US50076QAZ90 Kraft Heinz in US Dollar ist es ja ein guter Ansatz hier auf das Währungsrisiko zu verweisen. Allerdings besteht auch bei Euro-Anleihen ein Währungsrisiko- ist wahrscheinlich immer eine Frage des Standpunktes. Ich denke, jede Währung beinhaltet heute ein Währungsrisiko.
    Interessant wäre auch, wie wird den der Kupon ausgezahlt?
    Eine US Anleihe- wie sieht da der steuerliche Aspekt von der Brutto zur Nettodividende aus?

    • Ohje – steuerliche Aspekte von Auslandsinvestitionen??
      Da könnte man sicher seitenlang drüber schreiben. Wenn man denn die Details alle wüsste… Ich weiß sie auch nicht. Daher in Kürze und ganz grob:

      In USA (und vielen anderen Ländern auch) gibt es wie bei uns eine Quellensteuer. In USA 30%. Wenn man die richtigen Formulare ausgefüllt hat (W-irgendwas), kann die Quellensteuer reduziert werden. Bei Aktien auf 15%, bei Anleihen (oder besser bei Zinsen) auf 0%.
      Der deutschen Abgeltungssteuer entkommt man aber auf keinen Fall. Sofern man sein Depot bei einer dt. Bank hat. Die im Ausland gezahlte Quellensteuer kann aber auf die dt. AbgSt. angerechnet werden.

      Im Einzelfall können ausländische Investments (was die Steuer angeht) eine Menge Arbeit machen. Oder man kümmert sich einfach nicht drum und zahlt u.U. doppelte Steuern.

      Gruß, Der Privatier

  12. Hallo Peter , meine Aufteilung war bisher immer klassisch einfach 30 / 30 / 30 / 10 , diese war schon vor 1000 Jahren nicht falsch , und wird vermutlich in 1000 Jahren immer noch richtig sein , und wenn Du Deine Gesamtvermögensanlage betrachtest , Immo / Vers. / UN Beteiligung / Sofort Verfügbar , wird in etwa das gleiche bei rauskommen . ( Also Immo / GR / Depot / Liquidität ). Schon erstaunlich das mann dabei eigentlich nichts wirklich falsch machen kann, mit so einer einfachen Aufteilung . Daher vermute ich das Du ja eigentlich nur für Deine ca.30 Prozent Depot Anlage , diese andere Aufteilung machst , oder ?????.
    Grüße Det

    • Ja, Det – da liegst Du mit Deiner Vermutung schon in etwa richtig! In der Tat habe ich bei der von mir gewählten Aufteilung nicht alle Vermögensbestandteile berücksichtigt. Im Wesentlichen fehlen dabei unser selbst genutztes (und inzwischen schuldenfreies) Eigenheim und sämtliche Ansprüche an gesetzliche und private Rentenversicherungen.
      Je nach Ziel der Betrachtung müsste man diese sicher auch mit in die Kalkulation einbeziehen. Aber auf diese Faktoren habe ich (so gut wie) keinen Einfluss und von daher macht es für mich auch keinen Sinn, mir da großartige Gedanken drüber zu machen.

      Insofern bezieht sich meine im Beitrag „Die Struktur“ dargestellte Aufteilung in der Tat nur auf das von mir zu verwaltende Vermögen – oder kurz: Auf meine Wertpapierdepots.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Peter , erst mal besten Dank für die Info , es ist also wie von mir bereits vermutet , doch wieder die klassische einfache 30 / 30 / 30 / 10 Aufteilung . Dieses ist eigentlich auch ganz einfach und überwiegenderweise auch Gut so . Viele Menschen , vergessen aber dieses in Ihrer Asset Allokation Betrachtungsweise aus genau den von Dir gennanten Gründen leider immer wieder. Dieses verschiebt jedoch die Betrachtungsweise auf nur ca. 40 Prozent . Und ich finde , es ist schon ein Unterschied , ob ich 40 Prozent betrachte oder 100 Prozent , und meine Aufteilung dementsprechend mache .
        Peter Dir jedenfalls alles Gute , und da kannst Du ja dann noch entspannter sein , bei der betrachtung der Entsparung / Verbrauch lol. Alles richtig und Gut So. Gruß Det

        • Naja – so ganz exakt treffen Deine Annahmen bei mir nicht zu. Aber um es genau auszurechnen, müsste ich dann wohl erst mal meine Rentenansprüche in äquivalentes Kapital umrechnen. Und bei Immobilien weiß man ja auch nicht so genau. Ich denke schon, dass mein „verplanbares“ Kapital mehr als 40% der Gesamtsumme ausmacht.

          Wie dem auch sei: Danke für die guten Wünsche und ich werde weiterhin entspannt bleiben.

          Gruß, Der Privatier

  13. Hallo Peter , Es ist doch eigentlich total egal wie genau die Aufteilung ist , ich wollte damit eigentlich nur sagen , das eine Aufteilung EINFACH 30/30/30/10 nicht wirklich falsch ist , und nur noch einmal die Sichtweise darauf beleuchten.
    Bei vielen ( Zumindest Älteren ) ist es tatsächlich so wie bei Dir , das A) Gesetzliche , Betriebliche und Private Rentenansprüche bereits vorhanden sind , B) Eine oft Eigen oder Fremd genutzte Immo zu Verfügung steht , C) Sonstige Vermögensgegenstände vorhanden sind . Damit ist in der Regel also durchaus schon Kapital , in welcher Form auch immer , vorhanden.
    Als nächstes sollte mann evt. den sich einen umschließenden Personenkreis ( Also Du / Wir u.s.w. ) festlegen .
    Worüber sich dann also eigentlich nur noch Gedanken gemacht werden muss , ist die Frage der letztendlichen Aufteilung . Und ob dieses nun wirklich zu 21,5867 Prozent so sein muss und zu 6,4768 Prozent so , wage ich einmal zu bezweifeln.
    Ich wollte damit im Grunde nur sagen , das wenn mann mal sein Gesamtanlagenbestand überprüft , und die Sichtweise darauf , dieses doch durchaus etwas Ruhe in das eigene Verhalten und auch Entspannung bringen kann , und auch weiterhin zu einer besseren Sichtweise seines eigenen Kapitals oder zumindest der erworbenen Ansprüche beitragen kann . Aber ggf. auch noch aufzeigen kann ( wenn evt. überall zu wenig , oder nicht richtig aufgeteilt , so wie bei mir ) wo evt. doch noch Handlungsbedarf bestehen könnte um einen passiven Geldstrom im Alter ( Ab 55 Jahren ) zu erreichen . Und das ein passiver Geldstrom im Alter zwingend notwendig ist , davon bin ich schon sehr überzeugt .
    Gruß Det

    • Hallo Det, ja – das hast Du meine volle Zustimmung.
      Und wenn ich hier meine Aufteilungen kundtue, dann nicht deshalb, weil ich sie für das einzig Wahre halte und schon gar nicht auf den Prozentwert genau. So genau kommt das wohl alles nicht und ich bin da auch eher recht entspannt.

      Gruß, Der Privatier

  14. Hallo.

    Hätte es eigentlich geschafft. Und könnte Privatier werden.
    Da ich „erst“ 48 bin und mir auch noch 3 Jahre für die Rente von 35 Jahren fehlt, werde ich wohl Teilzeitarbeit machen. Der Schnitt wäre dann auch nicht so extrem. Dann halt noch 2-3 Jahre mehr.
    Hab beim Personalchef angefragt und der sagte, dass man sogar einen Rechtsanspruch darauf hat.
    Mist und ich wollte nur dumm Fragen, um daheim einen Grund zu haben, um aufzuhören 😉
    Könnte man da nicht ein eigenes Kapitel machen? Mit Zwischenschritt zum Privatier oder so.
    Der Kommentar braucht nicht unbedingt (komplett) veröffentlicht werden. Aber ein Antwort wäre nicht schlecht.

    Danke

    Kurt

    • Hallo Kurti,

      vielen Dank für diese Anregung. Ist ein interessantes Thema und ich werde mal überlegen, wie (und wann) ich da was draus machen kann. In diesem Jahr sicher nicht mehr, aber Anfang nächsten Jahres könnte ich mir das gut vorstellen. Denn ich denke, dass so ein „Zwischenschritt“ aus mehreren Gründen für viele eine gute Lösung sein könnte.

      Danke für den Hinweis, Gruß
      Der Privatier

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