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Kap. 3.3.1.3: Hinweise zur Fünftelregel: Negatives Einkommen — 9 Kommentare

  1. Vielen Dank für die sehr hilfreichen Tipps zur Fünftelregelung.

    Wie sieht es denn in dem Fall aus, wo man keine weiteren Einkünfte in dem Jahr der Abfindungszahlung hat, sondern nur Sonderausgaben (wie z.B. Rürup-Rente, etc.). In Ihrem Beispiel oben sieht es so aus, als ob diese dann von dem vollen Abfindungsbetrag abgezogen werden vor der „Fünftelung“ oder können diese (in dem Sonderfall, wo keine anderen Einkünfte bestehen) voll als Steuerleichterung auf das bereits gefünftelte Einkommen von der Abfindung wirken?

    • Der Rechenweg ist nicht anders, wenn keine weiteren Einkünfte vorhanden sind. Also auch in diesem Fall: Erst die Sonderausgaben abziehen, danach wird gefünftelt. Andersherum wäre schöner – ist aber nicht so. 😉

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Peter und Hardy(Steuerprofis),

    noch eine Frage zur Steuer. Bei einem zu versteuernden Einkommen(Abfindung) von 111.300,00 was nach der Fünftelung 22.260,00 EUR entspricht liege ich hier eigentlich als lediger und nicht Kirchenmitglied unter der abgezogenen Abgeltungssteuer?

    Einkommen Steuer steuersatz zuschlag KiSt. Steuer steuersatz
    22.260 € 3136 14 % 28 % 172,48 0,00 3.308,48 15 % 30 %
    Gelten hier die 14% oder der Grenzsteuersatz von 28%. Mir gehts hier natürlich nur darum, ob eine Günstigerprüfung Sinn macht, oder ob ich ohnehin über den 25% abgezogener Abgeltungssteuer liege.

  3. Hallo versfachwirt,

    ich bin kein Steuerprofi und habe mir Deine Frage noch nie vorab gestellt.
    Ich gebe in der Einkommensteuererklärung einfach alle Kapitalerträge an und mache ein Kreuz bei „Günstigerprüfung“. das im Formular in Zeile 4.

    Viele Grüße, Hardy

    • Ich schließe mich der Aussage von Hardy an: Ich stelle mir diese Frage im Vorfeld nie, sondern fülle die Anlage KAP schon seit Jahren regelmäßig aus. Das FA wird dann schon ausrechnen, was günstiger ist (daher die Bez. „Günstigerprüfung“ 😉 ). Schaden kann das Ausfüllen nicht, ich empfehle dazu ggfs. noch einmal meinen Beitrag zur „Anlage KAP„.

      Es ist ohnehin oftmals schwer, im Vorfeld eine Prognose abzugeben. Wenn man vorab ein Ergebnis haben möchte, sollte man das Ganze einfach vorher einmal durchrechnen. Ein Steuerprogramm ist da sehr hilfreich.
      Ich gebe aber gerne mal eine Schätzung ab: Ich denke, die Abgeltungssteuer ist in diesem Falle die günstigere Variante (ist aber nur geraten!).

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Ihr Beiden,

        habe mich aus Neugier schlau gemacht und dabei festgestellt, dass wie in meinem eingefügten Beispiel ersichtlich, der durchschnittliche Steuersatz gefünftelt maßgebend ist. Bedeuted 11% gibts anscheinend für die zuviel gezahlte Steuer nach der Günstigerprüfung zurück.

        • „Bedeuted 11% gibts anscheinend für die zuviel gezahlte Steuer nach der Günstigerprüfung zurück.“

          Das mag im Einzelfall durchaus möglich sein. Dürfte aber u.a. auch von der Höhe der Kapitaleinkünfte abhängen. So werden zusätzliche Einkünfte von z.B. 100€ am durchschnittlichen Steuersatz kaum etwas ändern und die Aussage wäre damit richtig.
          Betragen die Einkünfte hingegen 100.000€, dürfte das Ergebnis etwas anders aussehen. Und alles dazwischen ergibt irgendwas dazwischen. 😉

          Gruß, Der Privatier

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