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Kap. 5.6: Optionsscheine und Optionen — 3 Kommentare

  1. Ein wirklich sehr interessanter Artikel. Ich habe mich ebenfalls intensiv mit dieser Thematik, vor allem jedoch mit dem derivativen Wertpapieren, beschäftig. Dazu kann ich nur sagen, dass viele Menschen sind sich über die immense Bedeutung von Derivaten nicht bewusst sind. Die immense Größe des Derivatemarktes ist für Normalbürger unverständlich. Neben dem Einsatzgebiet von Derivaten, welches sinnvollerweise in der Risikominimierung, jedoch leider auch in der Spekulation befindet, stellt der Derivatemarkt sicherlich ein potenzielles Risiko dar. Hierbei geht das Risiko von seiner Größe, bzw. Unregulierbarkeit aus. Auf den zweiten Blick muss man jedoch auch die Sinnhaftigkeit von Derivaten betrachten. Anhand eines sinnvollen Einsatzes können Derivate gezielt Risiken minieren. Anhand dieser Tatsache sind sie ein essentieller Bestandteil der Finanzwirtschaft – und werden dies auch bleiben. Wahrscheinlich wird ihnen vor allem im Bereich der Geldanlage in Zukunft noch eine größere Bedeutung zukommen.

  2. Ach ja, die guten alten Optionsscheine. Sind die nicht eigentlich schon ausgestorben, sag‘ mal!

    Natürlich sind alle Hebelinstrumente riskant, aber Optionsscheine empfand ich schon immer als besonders intransparent und schwer kontrollierbar.
    Heute war die Vola auf deiner Seite und das Ding klebte fast an der Decke, einen Tag später fraß irgendjemand in deinem Depot den Zeitwert auf. 😀

    Ich denke, mittlerweile kann man die meisten Strategien besser mit Zertifikaten oder Differenzkontrakten umsetzen.

    Beste Grüße

    Oliver

    • „Optionsscheine empfand ich schon immer als besonders intransparent und schwer kontrollierbar“

      Ein solcher Eindruck hängt wahrscheinlich auch immer damit zusammen, wann und wie man Derivate kennengelernt hat. Ich selber bin ja ein „alter Hase“ und habe sämtliche Theorien von Optionen und Optionsscheinen schon vor 35-40 Jahren verinnerlicht. Für mich ist das alles sehr deutlich und in vielen Fällen so intuitiv erfassbar, dass ich kaum auf irgendwelche Kenngrößen gucken muss.

      Anders hingegen die aus meiner Sicht völlig unübersichtliche Vielfalt von Zertifikaten mit phantasievollen Bezeichnungen, deren exakte Funktion sich erst nach intensivem Studium von seitenlangen Bedingungen ergibt.

      Optionen sind aus meiner Sicht die einfachste und direkteste Basis aller Derivate. Alles andere sind nur schön verpackte (und damit teurere und verschleierte) Verkaufsideen der verschiedenen Emittenten.
      Die aber auch durchaus ihre Berechtigung haben! Und die ich ebenfalls handele. Manchmal ist es eben viel praktischer (und mit anderen steuerlichen Effekten verbunden), mal eben eine Aktien-Anleihe zu kaufen, als sich so ein Konstrukt mit Optionen selber zu basteln.

      Gruß, Der Privatier

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