Kommentare

Kap. 6.8.2: Freiwillige Einmalzahlungen in die Rentenversicherung — 245 Kommentare

  1. Hallo,
    ich habe mir diese Frage auch schön häufiger gestellt und mich gewundert, warum z.B. die Stiftung Warentest dies massiv empfiehlt. Sehe dass ähnlich wie du, wenn man eine Abfindung erhält, dann mag es Sinn machen, ist bei mir leider nicht der Fall.
    Ein zumindest kleiner Vorteil ist, dass man einen gewissen Inflationsausgleich durch Steigerung des Punktwertes innerhalb der 20 Jahre erhält. Außerdem muss man natürlich sehr viel Disziplin haben, wenn man das Geld selber anlegt. In 20 Jahren kann man schnell in Versuchung kommen. Hat man jedoch diese Disziplin, dann ist meines Erachtens die Selbstanlage die bessere Variante. Daher werde ich aus heutiger Sicht keinen Ausgleich vornehmen.

    Liebe Grüße Janis

    • Hallo Janis,

      ein paar Vorteile hast Du ja schon selber genannt. Ich würde vielleicht noch ergänzen, dass sich der steuerliche Vorteil nicht nur bei einer Abfindung ergibt. Bei einer Abfindung kann es extrem sein (z.B. Steuerersparnis = Einzahlung), aber auch bei jemand der gut verdient, ergibt sich schnell ein Spitzensteuersatz von 40% oder mehr. Und auch dann kann man das FA sehr schön an der zukünftigen Rente beteiligen. Natürlich ist so eine „Ersparnis“ in Wirklichkeit nur eine Verschiebung auf später. Aber Rentner mit einem Steuersatz von 40% sind dann doch eher selten.

      Die teilweisen massiven Empfehlungen, die man gelegentlich lesen kann, basieren wohl auf folgender Überlegung:
      Nimmt man die Beispielzahlen aus dem obigen Beitrag, erzielt man also mit einer Einzahlung von ca. 48.000€ eine Zusatzrente von 12*200€=2.400€/Jahr. Daraus berechnen dann kluge Köpfe eine „Rendite“ von 5%. Und wenn man jetzt noch Vertrauen in den deutschen Staat (und das Rentensystem) hat, ist eine solche Rendite natürlich unschlagbar. 5% von einem währungssicheren AAA-Schuldner ist konkurrenzlos.

      Ich halte eine solche Rechnung für zumindest fragwürdig. Meine Defintion von Rendite sieht etwas anders aus. Dennoch bleibt die Tatsache bestehen, dass man sich diese Zahlung auf Lebenszeit erwirbt (und womöglich sogar anteilig darüberhinaus).

      Den Vergleich mit einer „Selbstanlage“ halte ich allerdings ebenfalls für fragwürdig, denn in meinen Augen ist eine Rentenversicherung keine Kapitalanlage. Mehr dazu in meinem Beitrag über „Gedanken zu Rentenversicherungen„.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,
        mit der Abdeckung des „Langlebigkeitsrisikos“ hast du sicher Recht. Da ist die gesetzliche auch im Vergleich zu den privaten Rentenversicherungen unschlagbar. Mir geht es vielmehr darum, ob es Sinn macht, die Abschläge auszugleichen, wenn man durch die gekürzte Rente + Riester + Betriebsrente etc. bereits seine monatlichen Fixkosten gedeckt hat.
        Deine Anmerkung zu den steuerlichen Auswirkungen hatte ich so noch nicht bedacht. Dann wäre es aber ja sicherlich das Beste, die Einzahlung auf die maximal möglichen Jahre zu verteilen, um die Steuerprogression optimal zu nutzen. Siehst du das auch so oder habe ich da einen Denkfehler? Werde mir das am Wochenende mal durchrechnen.
        Liebe Grüße Janis

      • Aus steuerlicher Sicht ist es ganz sicher besser, wenn man nicht gerade eine hohe Abfindung „neutralisieren“ will, sondern einfach beim regelmässigen Einkommen etwas Steuern sparen will, die Einzahlung in die GRV auf mehrere Teil-Zahlungen zu verteilen.
        Es gibt aber eben auch den gegenläufigen Effekt, der weiter unten von Hardy und Uli beschrieben wird, dass ein früher Kauf der Rentenpunkte in der Regel günstiger ist, als ein später. Durch das Aufschieben zahlt man also am Ende etwas mehr. Ein entsprechendes Einkommen (und Steuersatz) vorausgesetzt, würde ich aber dennoch die Zahlungen im Hinblick auf die Steuerentlastung optimieren.

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo zusammen,
          lese jetzt schon etwas länger mit und finde diese Seite sehr gut und auch unterhaltsam. Ich überlege auch schon etwas länger ob ich zwecks Kompensation der Abschläge eine Renteneinzahlung tätige. Der Betrag den ich zahlen müßte ist schon relative hoch. Wären über 70 TEUR. Hätte mit 63 ca. 64 Punkte und der Abschlag ware dann wohl auch bei über 10 Punkte. Auch wenn ich persönlich aktuell nicht absehen kann, wann ich in Rente gehen möchte, überlege ich mir trotzdem in die RV einzuzahlen. Hintergrund: ich nutze bis dato wenig Freibeträge, der Höchstbetrag der Vorsorgeaufwendungen ist regelmäßig nicht ausgeschöpft. Meine Steuerbelastung ist zudem sehr hoch. Eine Einzahlung in die RV in Höhe des noch offenen Betrages erscheint mir daher sinnvoll, auch wenn ich ggf. nicht bereits mit 63 in Rente gehe. Aber dieser Punkt ist völlig offen. Im Moment lohnt es sich bei mir wohl maximal 9,5 TEUR im Jahr einzuzahlen, so daß ich das ganze über die nächsten 7 bis 8 Jahre strecken muß. ich würde immer maximal bis zur Freigrenze einzahlen.Damit würde sich ja das Finanzamt in Höhe meines durchschnittlichen Steuersatzes an den Kosten beteiligen. Bin Jahrgang 64 und privat krankenversichert. In meiner Vergleichsrechnung würde sich das ganze nach 11 bis 12 Jahren lohnen. Dabei unterstellt, daß die Entgeltpunkte jedes Jahr um durchschnittlich 2% in den nächsten 10 Jahren, Einzahlung über die nächsten 8 Jahre und Steuererstattung von durchschnittlich 30%. Bei unterstellten Entgeltpunkten von 38,77 Euro in 2027 würde dei Netto eingezahlte Summe sich nach 11,37 Jahren Brutto rentieren. Unterstelle ich die aktuell gültige Steuergrundtabelle, dann erst nach genau 15 Jahren. Da ich auch noch andere Renteneinkünfte habe, die die Steuerbelastung nach oben verschieben, erhöht sich dann der Wert auf 15,8 Jahre. Da aber auch die Entgeltpunkte nach 2027 weiter steigen können, würde sich bei einem Entgeltpunktniveau von 41,15 EUR dann die o.g. zahlen auf 14,29 bzw. 14,95 reduzieren. Bei Renteneintritt 63 zzgl. 15,8 Jahre ware ich 78,8 Jahre. Von daher denke ich – sofern ich hier keinen Denk- und / oder Rechenfehler gemacht habe, ware das ganze doch vorteilhaft. Oder anders ausgedrückt: nicht nachteilig. Gruß Gerhard

          • habe das Ganze jetzt auch noch mal mit 38% Steuerentlastung gerechnet. Dann reduzieren sich dann die Zeiten auf 13,98 bzw. 13,24 Jahre.

          • Ich bitte um Verständnis, wenn ich die ganzen Zahlen jetzt nicht nachrechne. So viel sei aber gesagt: Sie passen auf jeden Fall in den zu erwarteten Rahmen.

            Gerade dann, wenn man die Einzahlungen nicht als Einmalzahlung vornimmt, sondern dies über mehrere Jahre streckt, kann man die Steuerspitzen damit noch besser ausnutzen. Ansonsten kommt es auch immer ein wenig darauf, welche Parameter man unter welchen Annahmen mit in die Rechnung einfliessen lässt.
            Gerade bei solch sehr langfristigen Überlegungen stellt sich aber auch immer die Frage, inwieweit kleine Details wirklich wichtig sind, da man ja ohnehin nicht einmal die grobe Entwicklung vorhersehen kann. Wer weiß schon, wie unser Renten- und Steuersystem in den nächsten 10-20 Jahren aussehen wird?
            Und ist es für eine solche Entscheidung wirklich relevant, ob sich die Einzahlung schon nach 14 oder erst nach 17 Jahren gelohnt hat?

            Für mich selber würde es reichen, die folgenden drei Punkte zu wissen und zu akzeptieren:
            1. Ich möchte den Anteil meiner Einkünfte, der aus der GRV kommt erhöhen (Langlebigkeitsrisiko).
            2. Ich kann dies teilweise durch Steuerersparnis (besser: -verschiebung) finanzieren.
            3. Ich werde meine Einzahlungen erst (je nach Situation) in 15-20 Jahren zurückbekommen.

            Gruß, Der Privatier

      • Hier ein Rechenbeispiel, bei dem die Fünftelregelung auf Abfindung in der Tat die vollen freiwilligen Rentenbeiträge abzudecken scheint.

        Vereinfacht: nur ESt (Steuerformeln von 2017) berücksichtigt, kein Soli/KiSt, Rentenfreibetrag usw.
        Annahmen (etwa meine Daten):
        – vorgezogene Rente mit 63, 47 EP, 10.2% Abschlag: rund 1200€ „netto vor Steuern“, keine weiteren Einnahmen
        – zvE 14400 €
        – ESt 2017 darauf: 1092 €
        – Abfindung von 58800 im Januar, Fünftel: 11760
        – ESt auf 14400+11760: 4253 €
        – Differenz: 3161 €
        – ESt-Summe 1092 + 5*3161 = 16897 € (23.08% von 14400+58800 = 73200)

        – freiwillige Rentenbeiträge 12 Monate * Maximum (rund 1200) = 14400 -> rund 2 EP mehr
        – zvE dann 0€ (wegen Abzug Sonderausgabe Altersvorsorge)
        – ESt auf 11760: 499 €, mal 5 = 2493 € (4.24% von 58800)

        – Differenz 16897 – 2493 = 14404 €

        Die Steuerersparnis deckt recht genau die freiwillige Einzahlung, man hat also kostenneutral 2 Entgeltpunkte mehr auf dem Konto…

        Oder sind da irgendwo Denk- oder Rechenfehler drin? Formeln für ESt und Fünftelregelung habe ich aus Wikipedia übernommen.

        • Vielen Dank für das sehr gute Beispiel!

          Ich habe es zwar nicht nachgerechnet, aber der Rechenweg ist richtig und die Zahlen erscheinen mir plausibel. Vor daher gehe ich davon aus, dass es korrekt ist.

          Also fast… ein kleiner Fehler fällt mir gerade doch noch auf!
          Wer 14.400€ in die Altersvorsorge einzahlt, kann nicht auch 14.400€ steuerlich berücksichtigen, sondern für 2017 „nur“ 84%. Also ca. 12.100€.

          Damit werden sich leicht schlechtere Werte ergeben. Aber die Tendenz dürfte bleiben. Es passt dann wohl nur nicht mehr mit dem exakten Ausgleich.

          Gruß, Der Privatier

          • Bei mir wird die „Probe aufs Exempel“ 2020 stattfinden, dann werden 90% berücksichtigt. Klar, immer noch nicht alles, aber etwas mehr.
            Und ich kenne halt noch nicht die ESt-Formeln, den Grundfreibetrag, RV-Höchstbeitrag (extrapoliert 1264.80.. ohne Gewähr!) oder den aktuellen Rentenwert für 2020… 🙂

            Es müssen auch nicht genau 12 Höchstbeiträge sein, da man bis Ende März noch fürs Vorjahr nachzahlen kann (und sollte – niedrigerer Höchstsatz), sobald man nicht mehr RV-pflichtversichert ist.

            Aber ich gebe zu, das Rechenbeispiel war (übermäßig) vereinfacht. Auf jeden Fall demonstriert es den Vorteil von zvE 0 bei Fünftelregelung. Unter 0 bringt nicht mehr.

          • „Auf jeden Fall demonstriert es den Vorteil von zvE 0 bei Fünftelregelung.“

            Ja, richtig. Und es zeigt auch, dass eine Einzahlung in die Altersvorsorge sich durchaus aus dem Steuervorteil finanzieren lässt (zumindest annähernd). Man soll ja sogar Fälle konstruieren können, bei denen am Ende mehr Steuerersparnis herauskommt, als man in die AV eingezahlt hat. 😉

            Gruß, Der Privatier

          • Selbst wenn die Steuerersparnis etwas geringer ausfällt, bin ich vor allem erleichtert, dass die versicherungsmathematische „Wette auf Langlebigkeit“, die man mit freiwilligen RV-Beiträgen eingeht, großteils vom Finanzamt finanziert wird – ich weiss nicht, ob ich nach Rentenantritt noch 20 Jahre leben werde.

            Aber ich bin mir sicher, das Finanzamt wird es dann noch geben 🙂

          • Update: und es geht doch!
            zvE muss gar nicht 0 sein, nur kleiner/gleich Grundfreibetrag (8820 € für 2017, Single).
            – zvE: 14400 – 14400 * 0.84 = 2304 €
            – ESt auf 2304 €: 0 €

            Damit gilt nach wie vor:
            – ESt auf 11760: 499 €, mal 5 = 2493 € (4.24% von 58800)
            – Differenz 16897 – 2493 = 14404 €

            🙂

          • Nein, leider nicht. Für den ersten Teil der Rechnung stimmt es zwar, dort bleibt die Steuer bei Null.

            Aber beim zweiten Teil (der mit Abfindung) müsste dann eben auch die Steuer auf 2304 + 11760 berechnet werden. Dann sind dann sicher mehr als 499€.

            Gruß, Der Privatier

          • Nö, wieder falsch – mühsam iteriert sich das Eichhörnchen…
            Die 2304 € kosten allein keine ESt, müssen aber zur Abfindung addiert werden:
            ESt auf 11760+2304 = 14064: 1010.47 € (hui, die Progression…)
            ESt auf 58800+2304 = 0 + 5*1010.47 = 5052.35 €

            Also muss zvE <= 0 doch gelten, das wird erreicht, wenn man 15mal den Höchstbeitrag einzahlt (min. 3 aus dem vorigen Jahr, bis Ende März). 12 von denen deckt die Steuererstattung.

            Alles nicht so einfach…

        • Um die bisherige Rechnung (vorerst) zu komplettieren: Steuervorteil = 16897 – 5052 = 11845. Differenz = 14400 – 11845 = 2555. D.h., für 2555 EUR erhält man 2 EP, das wären heute ca. 750 EUR Rente p.a.. Auch wenn darauf später Sozialabgaben zu zahlen sind, finde ich das Ergebnis gar nicht so schlecht. Aber ….

          Ist es denn sicher, dass die freiwillige Einzahlung (komplett) auf das zvE angerechnet wird und nicht (auch) auf die Abfindung? Wenn das zvE kleiner ist als die freiwillige Einzahlung, mindert die Differenz dann die zu versteuernde Abfindung?

          Ohne es genau überprüft zu haben: Die Rechnung wird immer dann gut aussehen, wenn der absetzbare Betrag das zvE möglichst nahe Richtung Null bringt. Sie wird besser, je größer die Abfindung ist. Sie wird aber schlecht, wenn in dem Jahr der Abfindungszahlung kein oder nur ein deutlich geringes zvE vorliegt, weil der steuerliche Effekt bei der Anrechnung auf eine Abfindung wesentlich kleiner wäre als beim zvE. Und sie wird natürlich schlechter, je größer das zvE im Vergleich zur Zahlung in die GRV ist.

          Und vor allem nicht vergessen: Freiwillige Einzahlungen können nur unter bestimmten Umständen gemacht werden (hier: Verminderung des Abschlags für den vorzeitigen Rentenbeginn).

          • Erstmal danke fürs Feedback!
            Die Zahlen sind „stumpf“ (näherungsweise) gerechnet, bei z.B. Annahme der ESt-Formeln von 2017. Wie sich Grundfreibetrag, Progression usw. bis 2020 entwickeln, weiss man natürlich nicht.

            So wie ich die Fünftelregelung glaube verstanden zu haben, werden 2 Zahlen verrechnet:
            – A: zvE ohne Brutto-Abfindung, minus Sonderausgaben usw. (kann <0 sein; freiw.RV wird 2020 zu 90% abgezogen)
            – B: Brutto-Abfindung (vertraglich festgeschrieben)

            EStA = ESt auf A (0 wenn unter Grundfreibetrag)
            EStB = ESt auf A + 1/5*B (A < 0 ist hier günstiger)
            Delta = EStB – EStA
            ESt = EStA + 5 * Delta

            Genau weiss ich's natürlich erst mit dem ESt-Bescheid, und werde das Jahr wohl auch einen Steuerberater nehmen…)

            Freiwillige RV-Einzahlungen sind unter verschiedenen Bedingungen möglich:
            – Verminderung des Abschlags (Formular V0210 liefert Auskunft)
            – keine Versicherungspflicht, vor Regelalter (max. 1 Höchstbetrag/Monat, bis Ende März auch für Vorjahr; Formular V0060)
            – ganz raffiniert: keine Versicherungspflicht, Regelalter erreicht, aber keine Vollrente (z.B. Flexi 99; auch V0060)

            Die letzte Option habe ich erst neulich erfahren, wird aber quasi amtlich von der DRV beworben: https://www.ihre-vorsorge.de/?id=28&tx_news_pi1%5Bcontroller%5D=News&tx_news_pi1%5Baction%5D=detail&tx_news_pi1%5Bnews%5D=210&cHash=669424257f9209db486ad5c4b1e08a00&sword_list%5B%5D=v0060&no_cache=1

            Klar ist immer die "Wette auf Langlebigkeit" im Hinterkopf zu behalten. In meiner Beispielrechnung für Abfindung werden aber rund 80% der freiw.RV durch Steuernachlass gedeckt, also amortisiert sich das schon nach 4 Jahren (statt der üblichen Daumenschätzung 20 Jahre).
            Irgendwie beruhigend 😉

          • „Die Rechnung wird immer dann gut aussehen, wenn der absetzbare Betrag das zvE möglichst nahe Richtung Null bringt. Sie wird besser, je größer die Abfindung ist.“

            zvE ohne Brutto-Abfindung ist rechnerisch sogar besser unter 0.
            Beliebig hohe Abfindungen bringen eher keinen Vorteil: wenn B/5 schon Spitzensteuersatz ausmacht, kostet B/5*5 auch Spitzensteuersatz.
            Die Absetzung von Altersvorsorge-Sonderaufwänden ist auch limitiert auf Höchstbeitrag Knappschaft (2018: 23712 €) * 90% (2020), also kann A auch nicht beliebig negativ werden.

          • Auch wenn es hier ja eigentlich um die freiwilligen Einzahlungen in die Rentenversicherung gehen soll und nicht um die Fünftelregel (dazu gibt es einen anderen Beitrag!), möchte ich doch gerne noch auf ein nicht unwichtiges Detail hinweisen:

            Wenn das z.v.E. ohne Berücksichtigung der Abfindung negativ ist, gilt eine vereinfachte Form der Fünftelregel!
            In diesem Fall gilt: „…so beträgt die Einkommensteuer das Fünffache der auf ein Fünftel des zu versteuernden Einkommens entfallenden Einkommensteuer.“ (§34 Abs.1 Satz 3 EStG). Fragen/Kommentare dazu bitte beim Beitrag zur Fünftelregel.

            Gruß, Der Privatier

      • Hallo, ich bin gerade über den Blog gestolpert und wollte dazu kurz antworten.

        Ich habe mir das auch schon oft überlegt, es aber immer wieder verworfen.

        Bei Renten (auch bei den meisten Privatrenten) kann man/wir alle nicht von Rendite sprechen. Letztlich findet nur ein Return on Invest statt und Rendite wird erst daraus, wenn alle Rentenbezieher verstorben sind. „5%“ Rendite bedeutet also lediglich, dass ich oder mein Erbe (der ja üblicherweise in der GRV nicht mehr die volle ursprüngliche Rentehöhe erhält und es somit im Zweilfelsfall noch länger dauert bis das ganze Kapital zurückgeführt ist) nach ca. 20 Jahren das eingezahlte Kapital wieder zurückerhalten habe. Rendite entsteht erst wenn das gesamte Kapital zurückgeführt wird/ist.

        Da aus dem investierten Kapital „Nevercomeback“ Kapital wird weil man für immer die Hoheit über sein Vermögen aufgibt ist das eigentlich nur eine Lösung für Menschen die keine Nachkommen haben und bei denen es deshalb nicht umn Kapitalerhalt sondern nur um Kapitalverzehr geht.

        Denn bei einer Verzinsung von 2% auf das Bruttokapital und einer 5%igen jährlichen Entnahme des Anfangskapitals erhöht sich die Rentenbezugsdauer bereits auf 28 Jahre und das bei 100%iger Verfügbarkeit des Restkapitals.

        Grüße
        Frank

        • Richtig. Da sind wir uns weitgehend einig.

          Den Hinweis, dass die bei diesen Überlegungen immer wieder angeführte „Rendite“ gar keine ist, habe ich seinerzeit im Beitrag über die freiwilligen Einzahlungen in die Rentenversicherungen schon näher erläutert.

          Man sollte eben nur dann eine Versicherung abschliessen, wenn man auch eine Versicherung haben möchte (bzw. benötigt). Wer eine Kapitalanlage sucht, sollte keine Versicherung kaufen.

          Es gibt aber natürlich immer Sondersituationen, wie z.B. die steuerliche Optimierung von Abfindungen. Hier gibt es durchaus Konstellationen, bei denen die Steuerersparnis aufgrund einer Einzahlung in die Altersvorsorge in der gleichen Größenordnung liegt, wie die Einzahlung. Das finanziert sich quasi von alleine. Oder anders gesagt, man hat die Wahl, ob man das Geld lieber dem Finanzamt überweist oder lieber der Rentenkasse. In solchen Fällen wüsste ich dann, was ich wählen würde…

          Gruß, Der Privatier

  2. Hallo ,
    ich habe mir dies letztes Jahr im Alter von 52 exakt von der Rentenversicherung ausrechnen lassen, wie hoch der Ausgleichsbeitrag ist, habe dann einen schriftlichen Bescheid bekommen und dann vom Steuerberater ausrechnen lasse, wie ich den Betrag auf die Jahre verteile in meinem Fall auf 5 Jahre. Ich habe das Geld direkt auf dem im Bescheid der Rentenversicherung hinterlegten Konto überwiesen und bekam dann auf Nachfrage von der Rentenversicherung einen Einzeiler, mit der Bestätigung der Einzahlung. Auf dem jährlichen Rentenbescheid sieht man jedoch die Einzahlung nicht.
    Jetzt bin ich gespannt wie es sich auf die Steuer auswirkt. Jedenfalls wusste der Steuerbeamte nicht so genau, in welcher Zeile ich es eintragen sollte und überhaupt wusste er von der Möglichkeit sowieso nichts :-((
    Also kurz gesagt, ich habe die erste Zahlung damit schon mit 52 Jahren geleistet.

    • Hallo Claudia,

      ich habe die Ausgleichszahlung in die „Anlage Versorgungsaufwand“, Zeile 6 eingetragen.

      Eine Anmerkung: Wenn die Zahlungen auf mehrere Jahre verteilt werden sollen, immer am Anfang des Jahres bei der DRV den Restausgleichsbetrag erfragen. Dann den Anteil für das jeweilige Jahr auch kurzfristig überweisen.
      In der Mitte eines jeden Jahres wird der Wert eines Rentenpunktes neu berechnet; dann wird es teurer.
      Möglicherweise stimmt Deine Auskunft vom letzten Jahr schon heute nicht mehr.

      Viele Grüße, Hardy

      • Hallo Hardy,

        werde dies wohl auch noch in diesem Jahr tun. Bekommt man automatisch eine Bescheinigung von der DRV gleich oder
        im nächsten Jahr, oder muß man sich selber kümmern?

        • „werde dies wohl auch noch in diesem Jahr tun…“

          Bitte beachten: Eine Einzahlung in eine Rürup-Versicherung (die Du in einem anderen Kommentar erwähnt hast) und eine Einzahlung in die GRV fallen bei der Steuererklärung in dieselbe Kategorie! Steuerlich wirksam bleibt dabei immer der Maximalbetrag für die Altersvorsorge. Man kann in beides einzahlen, aber für das Maximum ist dann die Summe aus beiden maßgebend.

          Gruß, Der Privatier

  3. Hallo Hardy
    danke für den Hinweis- was heisst Mitte des Jahres? Bedeutet das für dieses Jahr schon „zu spät“?
    „panische“ Grüße Claudia

    P.S. und nicht zu vergessen, man muss den nicht ganz unbedeutenden Betrag erst mal im Sparkässle haben um ihn ausgeben zu können:-)

  4. Hallo Claudia,
    der aktuelle Rentenwert wird gemäß § 65 SGB VI jährlich jeweils zum 1. Juli durch einen neuen aktuellen Rentenwert ersetzt.

    Auch ich habe mehrere Zahlungen gemacht; bei mir stand auf den Schreiben immer ein Gültigkeitshinweis und dass der Betrag sich erhöhen würde.

    Viele Grüße, Hardy

  5. Was sind eigentlich Rentenpunkte?

    Mit den Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung wird kein Geld für die Rente zurückgelegt, sondern sogenannte Rentenpunkte bzw. Entgeltpunkte erworben.

    Für einen vollen Rentenpunkt muss man in einem Jahr so viel verdienen, wie ein deutscher “Durchschnittsverdiener”. Man kann maximal circa zwei Rentenpunkte im Jahr erwirtschaften; hier setzt die Beitragsbemessungsgrenze den Höchstwert.

    Man bekommt auch anteilige Rentenpunkte für:
    – Zeiten aus Schule und Studium
    – Beruflichen Ausbildungszeiten
    – Zeiten von Zivil- oder Wehrdienst
    – Zeiten des Bezugs von Arbeitslosegeld I
    – Zeiten des Bezugs von Arbeitslosegeld II
    – Kindererziehungszeiten

    Da sich die Rente am Gehaltsniveau orientieren soll, wird der Wert eines Rentenpunktes zum 1. Juli eines jeden Jahres neu festgelegt.
    Die Werte seit 01. Juli 2016:
    – Rentenpunkte Ost: 28,66 €
    – Rentenpunkte West: 30,45 €
    Und zum 01. Juli 2017:
    – Rentenpunkt Ost: 28.79 €
    – Rentenpunkt West: 31,11 €

    In der Rentenphase werden die persönlich erworbenen Punkte mit diesen Werten wieder in Geld zurück gerechnet und ausgezahlt.

    Bei freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rente „kauft“ man also Rentenpunkte; bei weiter steigenden Renten sind diese „billiger“, je früher man sie erwirbt.

    Viele Grüße, Hardy

    • Hallo Hardy

      Dieses ist der Zins in der GRV , analog des Zinses in der PRV .

      Der einzige extreme Nachteil der GRV ist : Ich kann nicht über
      eine sofortige Rentenzahlung verfügen .
      ( Es ist also NUR ein späterer Bezug möglich )
      Wenn ich jedoch an ein langes Leben glaube , kann die Einzahlung
      in die GRV , durchaus Sinnvoll sein . Durch die spätere Einzahlung ,
      komme ich in den früheren Bezug und könnte damit meine Hoffnungen
      alles unter der Bettdecke hervorzuholen noch etwas verbessern .
      Zusätzliche wie Peter auch schon oben mitgeteilt hat , die Ausfall-
      sicherheit des deutschen Staates .

      Aber im Grunde nach , gibt das AEG 2004 ( Neues Rentensystem )
      jedoch ( So war es jedenfalls mal Gedacht ) ALLE Möglichkeiten her , einen Alterskapitalstock aufzubauen . Eigeninitiative aber gefordert .

      LG Det

  6. Zum Thema Rentenpunkte, man „kauft“ mit einer Sonderzahlung in die gesetzliche Rentenkasse zusätzliche Rentenpunkte zum Ausgleich eines Abschlages bei vorzeitiger Inanspruchnahme der gesetzlichen Altersrente.

    Um im Jahr 2017 einen Rentenpunkt zu „kaufen“, muss man 18,7 % (den Beitragssatz AN+AG Anteil für 2017) des Durchschnittseinkommens dieses Jahres aufwenden. Es wird noch zwischen dem Durchschnittsentgeld West und Ost unterschieden.
    Dieses Durchschnittsentgeld wird erstmal vorläufig geschätzt, und ca. 1 Jahr später nach den Daten des Statistischen Bundesamtes festgesetzt.
    Das vorläufige Durchschnittsentgeld für 2017 ist für West 37103 €.

    Normalerweise steigt das Durchschnittsentgeld von Jahr zu Jahr, muss aber nicht so sein, in Zeiten hoher Arbeitslosigkeit kann es auch sinken (wie von 2008 auf 2009).
    Weiterhin wäre es denkbar, das der Beitragssatz von 18.7 % im Laufe der Jahre weiter steigt.

    Daher kostet ein Rentenpunkt im Jahr 2017 eine andere Menge Geld als 2018 oder 2025, der Rentenpunkt hat aber den selben Wert.

    Mit der Höhe der Rente, welche man für einen Betragspunkt bekommt, hat das erstmal nichts zu tun. Allerdings orientiert sich der Wert eines Rentenpunktes am Durchschnittsentgeld.

  7. Vielen Dank an Hardy und Uli für die Ergänzungen!

    Insbesondere für die beiden Punkte:

    * Den Ausgleich für den Abschlag bei vorzeitiger Inanspruchnahme der gesetzlichen Altersrente kann man auch in mehreren Teilzahlungen (über mehrere Jahre) leisten. Insofern war der Begriff „Einmalzahlung“ in der Überschrift nicht so ganz wörtlich zu nehmen, sondern als Abgrenzung gegenüber monatlichen Zahlungen, die man z.B. dann zahlt, wenn man Wartezeiten vervollständigen möchte.

    * Eine Aufteilung hat u.U. einen steuerlichen Vorteil, hat aber den Nachteil, dass aufgeschobene Zahlungen in der Regel immer teurer sind, bzw. bei gleichem Betrag weniger Rentenpunkte erworben werden können.

    Ich denke, man kann hier als Faustregel sagen: Wer eine hohe Abfindung steuerlich optimieren will, wird in der Regel mit einer Zahlung in einer Summe besser fahren. Wer den Ausgleich über das normale Gehalt finanzieren will, wird in der Regel mit einer Aufteilung über mehrere Jahre besser bedient sein.

    Gruß, Der Privatier

  8. Für das Thema kann es keine allgemeine Empfehlung geben, weil es sehr individuell ist. Meine Motivation zu freiwilligen Einmalzahlungen ist folgende: Mein Einkommen im Ruhestand wird sich zusammensetzen aus ca 62% lebenslange Leistungen aus Rente etc sowie 38% aus einem Kapitalentnahmeplan. Letzterer ist natürlich endlich! Daher habe ich mich entschlossen, durch Einmalzahlungen in steuerlich sinnvollem Rahmen den Prozentsatz der lebenslangen Leistungen noch etwas nach oben zu drücken.
    Auch wenn Renditerechnungen hier unsinnig sind, da es sich ja eher um eine Versicherung handelt, habe ich für mich mal nachgerechnet (die Details sind recht komplex).
    Beispiel für Einzahlungen in 2016:
    Meine Investition nach Steuerersparnis ca 6.600€
    Dafür bekomme ich ab 63 jeden Monat 33€ mehr Rente (nach Steuer!). Ist das jetzt viel oder wenig?
    Als Gegenrechnung lege ich die 6.600€ mit 2% Nachsteuerrendite bis zum 63 Lebensjahr an und habe dann ca 7.430€
    Mit 63 habe ich noch eine statistische Lebenserwartung von 20 Jahren.
    Bei einem Kapitalentnahmeplan mit 7.430€ Anfangssumme, Entnahme 33€ und 20J Laufzeit müßte ich eine Nachsteuerrendite von 0.65% erzielen. Das ist wenig.
    Verlängere ich die Laufzeit auf 30J (Lebensalter 93), dann muss ich schon ca 3.5% Nachsteuerrendite erzielen. Das ist recht ordentlich, wenn man bedenkt, das man sich im hohen Alter nicht mehr unbedingt dem „Börsenstress“ aussetzen will.
    Fazit: Ich bleibe bei meiner Entscheidung.
    Disclaimer: Für andere Lebenssituationen kann die Rechnung anders aussehen, bei mir z.B. ist die PKV hier von Vorteil.
    LG Günther

    • Ich kann diese Überlegungen sehr gut nachvollziehen, da sie sich teilweise auch mit meinen decken. Auch wenn ich mich seinerzeit für Rürup entschieden habe, so stand doch (neben dem Steueraspekt!) ebenso die Überlegung dahinter, dass ich mein Wertpapier-Depot für recht gut bestückt empfunden habe, aber auf der Renten-Seite noch Nachholbedarf gesehen habe.
      Dies sicher auch durch meinen frühen Ausstieg bedingt – immerhin fehlen dadurch fast 10 Beitrags-Jahre bis zum regulären Rentenbeginn. Und natürlich durch die Abschläge aufgrund des geplanten vorzeitgen Beginns.

      Was allerdings bei den ganzen Zahlenspielen die meisten vergessen, ist die Tatsache, dass sich die Rente in der Regel ja auch jedes Jahr erhöht. Das mag zwar immer nur ein als lächerlich klein empfundener Schritt sein, aber über eine Laufzeit von 20 Jahren kann da schon was zusammen kommen. Und dann sind es eben nach 20 Jahren nicht mehr 33€/Monat, sondern vielleicht 45€. Und schon sieht die Rechnung wieder anders aus.

      Aber am Ende kann man rechnen so viel man will – letztlich hängt es davon ab, wie lange man überhaupt in den Genuss der Rente kommt. Und wer weiß das schon…

      Gruß, Der Privatier

  9. Bedeutet das oben Beschriebene, Einzahlungen vor dem 1.7. bringen mehr Rentenpunkte als Einzahlungen nach dem 1.7. ?
    Ich wollte eigentlich meine Einzahlung im Dezember machen. Sollte ich mich besser beeilen und dies noch im Juni machen?

    LG Brösel

    • Hallo Brösel,

      wenn Du eine Einzahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung machen willst, solltest Du eine entsprechende Anfrage an die DRV richten.
      Man wird Dir dann die Summe mitteilen; in dem Schreiben wird auch stehen, dass der Restbetrag steigen kann.

      Bei mir wurden Anfang 2015 rund 41500,- € ausgerechnet; bis März 2017 hat sich der Ausgleichsbetrag auf rund 42700,- € erhöht.

      Viele Grüße, Hardy

      • Hallo Hardy,
        die Anfrage habe ich schon letztes Jahr gestellt.
        Sollte ich jetzt bis Dezember mit der Einzahlung warten oder noch im Juni einzahlen? Verstehe ich es richtig, dass es bis Juni mehr Rentenpunkte für einen bestimmten Einzahlbetrag gibt als nach dem Juni?
        Gruß Brösel

        • Hallo Brösel,

          lassen wir die Juli-Frage mal außen vor.
          Das, was man Dir letztes Jahr ausgerechnet hat, wird wahrscheinlich nicht mehr stimmen. Stell die Anfrage doch jetzt noch einmal.

          Viele Grüße, Hardy

    • Aus meiner Sicht handelt es sich bei den Fragen zum Juli-Termin um ein Mißverständnis!

      Wenn man sich die Formel zur Berechnung des Ausgleichsbetrages im obigen Beitrag ansieht, sieht man, dass dort das Durchschnittseinkommen und der Beitragssatz die ausschlaggebende Rolle spielen. Diese verändern sich aber im Laufe des Jahres nicht und insofern bleibt sowohl der berechnete Betrag konstant, als auch die Anzahl der davon erworbenen Entgeltpunkte. Es ist also egal, wann man im Laufe eines Jahres einzahlt.

      Richtig ist allerdings, dass sich das Durchschnittseinkommen jedes Jahr ändert (in der Regel erhöht), und somit der zu zahlende Ausgleichsbetrag jedes Jahr höher wird. Und das gilt eben auch dann, wenn man seine Zahlungne auf mehrere Jahre verteilt.

      Gruß, Der Privatier

    • Ich habe nun auch mal über diesen Punkt nachgedacht und bin zu folgendem Ergebnis gekommen:
      Die Rentenversicherung rechnet mit dem aktuellen Rentenwert den Maximalbetrag aus, den Du in den folgenden 3 Monaten einzahlen darfst. Hier wäre eine Berechnung nach dem 1.7. vorteilhaft, weil man dann aufgrund steigendem Rentenwert mehr einzahlen darf.

      Die Entgeltpunkte für die jeweilige Einzahlung hängen nicht vom aktuellen Rentenwert ab sondern lediglich vom Durchschnitts Einkommen des Einzahlungsjahres.

      Kommt jemand zu selben Schlussfolgerung wie ich?

      • Es tut mir leid, aber die erste Aussage habe ich komplett nicht verstanden: Rentenwert? Maximalbetrag? 3 Monate? Nach dem 1.7.?

        Dem zweiten Satz kann ich aber zustimmen und wenn man sich die Formel zur Berechnung des Ausgleichsbeitrages im obigen Beitrag noch einmal ansieht, sieht man, dass man außer der Anzahl der erworbenen Entgeltpunkte und dem Durchschnittsverdienst keine weiteren Angaben benötigt.

        Gruß, Der Privatier

      • Wenn man die Ausgleichszahlung für das Folgejahr optimieren möchte, kann der Antrag z.B. im November des Vorjahres gestellt werden. Die DRV berechnet die Höhe des Ausgleichbetrages mit dem Durchschnittseinkommen und dem Beitragssatz des Antragjahres. Da der Bescheid 3 Monate gültig ist, kann somit auch noch am Anfang des Folgejahres auf Basis der Auskunft eingezahlt werden. Auch wenn das Durchschnittseinkommen und/oder der Beitragssatz am 1.1. dann höher sind, spielt das innerhalb der 3-Monatsfrist keine Rolle.

        • Okay, somit wäre die 3-Monatsfrist erklärt. Diese besagt aber nur, dass die berechneten Zahlen innerhalb dieser Frist gültig sind. Einzahlen kann man durchaus auch über einen längeren Zeitraum, in mehreren Raten. Auch über mehrere Jahre verteilt.
          Aber es ist natürlich richtig, dass sich die zugrunde liegenden Zahlen dabei ändern. In der Regel zum Nachteil des Einzahlenden, da z.B. das Durchschnittseinkommen normalerweise von Jahr zu Jahr steigt. Beim Beitragssatz könnte es auch mal minimal in die andere Richtung gehen.

          Wer es ganz genau wissen will, müsste dann ggfs. die Beträge noch einmal neu berechnen lassen. Ich weiß allerdings nicht, warum man das so genau wissen muss…

          Gruß, Der Privatier

          • > Es tut mir leid, aber die erste Aussage habe ich komplett nicht verstanden: > Rentenwert? Maximalbetrag? 3 Monate? Nach dem 1.7.?

            Ich versuche noch mal meine Gedanken klarer zu fassen:

            Ich hatte meinen Antrag, eine Einmalzahlung leisten zu dürfen
            im Januar gestellt und das Amt hat die Antwort so lange herausgezögert,
            dass ich die Antwort nach der Rentenwerterhöhung am 1.7. bekommen habe.

            Nun habe ich versucht zu verstehen, ob das jetzt ein Nachteil für mich war, also ob es vielleicht sogar Kalkül sein könnte, die Antwort erst nach dem 1.7. zu bekommen.

            Nach meinen Überlegungen, kam zunächst kein Nachteil für mich heraus, weil wie hier inzwischen auch bestätigt wurde, der Rentenwert nicht in die Berechnung der Entgeltpunkte eingeht.

            Als weiteren Aspekt habe ich aber die erlaubte Maximaleinzahlung betrachtet. Als normal Rentenversicherungspflichtiger berechnet sich die maximal mögliche Einzahlung aus der voraussichtlichen Rentenkürzung beim vorgezogenen Renteneintrittalter (bei mir 63 statt 67 Jahre). Und in diese Formel geht der aktuelle (an dem 1.7. erhöhte) Rentenwert ein. Grundsätzlich solle es für den einzahlenden von Interesse sein einen möglichst hohen Betrag einzahlen zu dürfen (weniger geht immer). Somit sollte der nun erhöhte Rentenwert positiv wirken. Da gibt es allerdings noch einen Faktor aus einer massgeblichen Verordnung (die ich nicht kenne/finde). Hat da jemand mehr herausbekommen?

            Beste Grüsse, Bernd

          • „Nach meinen Überlegungen, kam zunächst kein Nachteil für mich heraus, weil…der Rentenwert nicht in die Berechnung der Entgeltpunkte eingeht.“

            Das ist die richtige Erkenntnis! Alles weitere ist weiterhin falsch bzw. unverständlich, so z.B. die Annahme:
            „…berechnet sich die maximal mögliche Einzahlung aus der voraussichtlichen Rentenkürzung… Und in diese Formel geht der aktuelle … Rentenwert ein.“ Nein, der Rentenwert geht nicht in die Formel ein, wie man mit einem kurzen Blick auf die Formel im obigen Beitrag sehr schnell feststellen kann.

            Und wer bitte soll mit einer nebulösen Fomulierung wie „einen Faktor aus einer massgeblichen Verordnung“ etwas anfangen? Noch einmal: Die Formel steht oben. Mehr gibt es nicht. Wenn es dazu Fragen, Kritik oder Anmerkungen gibt, immer gerne.

            Gruß, Der Privatier

  10. Im Schreiebn der DRV steht u.a. das hier:

    „Für je einen geminderten persönlichen Entgeltpunkt ist als Beitrag der
    Betrag zu zahlen, der sich ergibt, wenn der im Zeitpunkt der Beitragszahlung
    geltende Beitragssatz auf das für das Kalenderjahr der Beitragszahlung
    bestimmte vorläufige Durchschnittsentgelt angewendet und durch
    den jeweiligen Zugangsfaktor geteilt wird.“
    … und:
    „Der Beitragsaufwand verändert sich entsprechend der Entwicklung der vorläufigen
    Durchschnittsentgelte und der Höhe des jeweiligen Beitragssatzes.
    Ein Aufschieben der Beitragszahlung kann damit einen höheren Beitragsaufwand
    zur Folge haben, wenn das vorläufige Durchschnittsentgelt
    oder der Beitragssatz steigt.“

    Viele Grüße, Hardy

  11. Kleine Risiko “ Überlegung “ zum ZINS ??? ( besser Armortisation )

    Wenn ich für 2017 , von einen Durchschnittsentgeld von 37103,00 Euro
    ausgehe , bedeutet dieses , 37103,00 Euro mal 18,7% gleich 6938,26 Euro
    an Versicherungsprämie zu zahlen . D.h. für 6938,26 Euro bekomme ich
    in 2017 einen Rentenpunkt , der dann z.Zt. 30,45 Euro Wert ist .
    Also Amortisation nach 6938,26 Euro / 30,45 Euro gleich 227,85 Monaten
    “ NACH “ ersten Rentenbezugstag . Somit würde eine Armortisation nach
    227,85 Mon. / 12 Mon. Jahr , gleich 18,988 Jahren erfolgen .

    Dieses wäre dann eine Voll Armortisation nach 18,988 Jahren OHNE ZINS .

    Ich bekomme ja meinen Betrag NICHT nach 18,988 Jahren zusätzlich zu
    meinen “ ZINSZAHLUNGEN ??? “ RENTE wieder . Wenn ich diese Kapitalanlage
    also mit einer anderen verzinsten Kapitalanlage vergleichen wollte ,
    müsste ich am Ende der Laufzeit , meinen Kapitalstock ( also die
    Einzahlung von 6938,26 Euro ) wiederbekommen . Dieses geschieht aber
    bei Rentenversicherungen nur in den seltensten Fällen .
    Bei der GRV noch seltener .

    Unklar hierbei ist natürlich , wie hoch der Wert eines Rentenpunktes
    zum Tag meines ersten Bezuges der Altersrente sein wird .

    Sollte ich jedoch davon ausgehen , das der Rentenpunkt zu den
    erstmaligen Bezugstermin Rente ( also frühstmöglicher Auszahlpunkt )
    deutlich mehr Wert ist , wird die Amortisationszeit natürlich erheblich
    verkürzt .

    Z.b. Einzahlung 2017 , 6938,26 Euro / 40,00 Euro gleich 173,45 Monate.
    Würde dann bedeuten , das in z.B. 10 Jahren der erste Auszahlpunkt
    also 2027 einen Rentenwert von 40,00 Euro mit einer Armortisationszeit von nur noch 14,45 Jahren berücksichtigt werden müsste .

    Dafür jedoch trägt man 10 Jahre mehr das Emittentenrisiko
    ( Ausfallrisiko ) , sowie auch weiterhin das Risiko nach den
    10 Jahren , noch weitere 14,45 Jahre bis zur Voll Armortisation
    am Leben teilzunehmen . Würde also bedeuten , durch Zusatzeinzahlung
    10 Jahre eher , zwar Armortisationszeit verkürzung “ AB “ Rentenbeginn
    ( hier 2027 ) , jedoch durch zusätzliche Wartezeit ( von 2017 bis 2027 ) “ BIS “ Rentenbeginn , tatsächliche Armortisationszeit stark verlängert .
    ( PLUS 10 Jahre !!!!! Wartezeit )

    Bin ich jedoch eher an dem ersten Auszahlpunkt dran , wird meine
    Wartezeit verkürzt und es kann sich gleich die Zeit der Armortisation
    ( die dann wiederrum länger ist ) anschließen .

    Und diese Verlängerung wiederrum könnte m.M.n. nur durch einen
    starken steuerlichen Vorteil , tatsächlich , abgemildert werden .

    Oder Alternativ durch jemanden VERSICHERTEN , der die evt. anfallende REST-Armortisationszeit dann noch ausnutzen kann .
    ( Zusatzversicherungsbedingungen Witwen und Waisen beachten )

    LG Det

    • PS
      Wenn jetzt von einer gewünschten Rendite ausgegangen werden soll ,
      müsste erstmal die Zeit bis zur Vollarmortisation abgewartet werden .
      Erst nach ERLEBEN der Vollarmortisationszeit , kann überhaupt erst
      von einer Rendite oder Zins gesprochen werden . Davor ist es ein mit
      einem AUSZAHLPLAN ( also reiner Verbrauch ) vergleichbarer Vertrag ,
      mit ZINS NULL , der jedoch das Risiko abdeckt , länger an der Auszahlung
      teilzunehmen ( also ÄLTER zu werden ) wie es von der Versicherung
      erwartet wird . Da jedoch das Risiko für die Versicherung immer weiter
      steigt , ist durch die Anhebung Renteneintrittsalter auf jetzt 67 Jahre
      ( Also hier erstmaliger Bezug ) wieder ein kleiner Ausgleich geschaffen worden .

      Da würde ich mir halt Überlegen , ist der Grundbedarf an
      Versicherungsleistungen Rentenbezug bereits gedeckt ?????

      Hier würde ich 45 Entgeldpunkte annehmen , welches einen Durchschnitsrentner nach 45 Jahren Beitragszeit mit einem
      normalen Durchschnittseinkommen ergibt .

      Somit dann Rentenauskunft einholen , seinen Bedarf prüfen ,
      ggf. dann hier oder dort ( sollten die Möglichkeiten überhaupt
      bestehen diese Versicherung noch im Nachgang aufzufüllen )
      eine Nachbesserung anstreben , oder eben auch nicht .

      Wäre ich jedoch in der Situation wie der Peter , würde ich mir
      bei 64 Entgeldpunkten welche z.Zt. 30,45 Euro West , WERT sind
      Somit Rente Privatier 64* 30,45 Euro , gleich 1948,80 Euro / Mon.
      nicht mehr SOVIELE Sorgen machen .
      Der dafür HEUTE zu entrichtende Kapitalstock wären dann 6938,26 Euro
      mal 64 , gleich 444048,64 Euro . Ob ich jetzt diesen Kapitalstock
      in meiner Restlebenszeit nicht besser selber VERBRAUCHEN könnte ,
      muss halt jeder selber Entscheiden .

      LG Det

      • Für den ersten Teil kann ich Dir zustimmen, insbesondere was die Vorgehensweise angeht: Überlegen, ob Grundbedarf an Rentenbezug ausreichend, dazu Rentenauskunft einholen, Bedarf und Möglichkeit der Aufstockung prüfen, ggfs. Steuer berücksichtigen und dann entscheiden.

        Was meine persönliche Lage angeht, möchte ich aber ein wenig korrigieren bzw. ergänzen: Deine Rentenprognose stimmt, meine letzte Rentenauskunft besagt 1933€/Monat. Aber – erst einmal gehen davon bei mir 9,9% (wg. vorz. Inanspruchnahme) ab, bleiben also Brutto: 1740€. Davon gehen nun die Beiträge für KV/PV ab, ich rechne mal mit 8% und die Steuer. Diesen Satz habe ich noch nicht prognostiziert, der Einfachheit halber nehme ich mal 22% an. Es gehen also noch mal 30% ab – bleiben mir am Ende: 1220€.
        Das klingt dann schon weniger „üppig“, oder?
        Aber ich habe im Beitrag oben ja auch schon gesagt, dass ich für MICH keine Einzahlung mehr vornehmen werde, sondern darüber nachdenke, dies für meine Frau zu machen. Denn ihre eigene Rente ist deutlich(!) geringer und sollte sie einmal Witwenrente beziehen, bleiben ihr von meiner Rente gerade mal 60%.
        Auch davon wird sie nicht verhungern müssen, aber ich sehe da noch ein wenig Nachholbedarf.

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo Peter,

          bei der Steuer vergisst Du den Freibetrag für die Rente.Rechne wohl eher zwischen 1500 und 1600 Nettorente.

        • Nein, nein – vergessen habe ich den steuerfreien Anteil der Rente nicht. Mir war es nur zu umständlich, die exakte Steuerbelastung auszurechnen. 😉

          Denn ich beziehe ja bereits ein (kleine) Rürup-Rente, ebenso eine (ebenso kleine) Riester-Rente, dazu kommen noch sehr wechselhafte Einkünfte aus Kapitalerträgen und auch schwer kalkulierbare Einkünfte aus selbständiger Tätigkeit. Daraus einen voraussichtlichen Steuersatz zu kalkulieren, ist nicht so einfach und zudem auch ziemlich ungenau.
          Und darum habe ich einfach mal einen angenommen – damit man was zum Rechnen hat. Und ob der nun bei 22% liegt, oder eher bei 15%, oder doch bei 30%. Keine Ahnung!

          Gruß, Der Privatier
          P.S.: Und dann kommt auch noch irgendwann eine Riester-Rente meiner Frau dazu und später dann noch die gesetzliche Rente. Kann man sicher alles kalkulieren, aber manchmal bin ich einfach zu faul.

        • Hallo Peter

          Nochmal für die WIR Betrachtung :

          Hier evt. auch mal die SGB (VI ?) Regelung für GROßE
          ( GROßE = 60% ??? oder kleine ??? = 25% ) WITWENRENTE
          beachten , insbesondere 60% ( dann auch Absolut ??? ) .
          Bleiben Ihr dann auch tatsächlich 60% ????? von DEINEN Renten ???

          Bei Anrechnung eigener RP/Rente kann es auch mal schnell zu
          einem ( wegen Anrechnung eigener Rente und Einkommen ) anderen Ergebnis kommen . Wegen Nachholbedarf ????? Noch Spannend ?????
          D.h. im Ergebnis , tatsächlich mit eigenen Zahlen durchrechnen ,
          da Zusatzversicherungsschutz GRV WuW Rente eigene Bedingungen der
          Anrechnung hat . 60% NICHT IMMER . Nur so als Gedanke für WIR .

          LG Det

          • Ein sehr guter Einwand bzw. Hinweis von Dir, Det. Und eigentlich hätte die Witwenrente mit all ihren Regelungen (und Überraschungen) sicher auch einmal einen gesonderten Beitrag verdient. Bin ich bisher noch nicht zu gekommen…

            Aber bei meiner Frau bin ich mir ziemlich sicher, dass sie die große Witwenrente bekommen würde, denn einerseits passen die zeitlichn Voraussetzungen alle und andererseits ist ihre eigene Rente eben so gering, dass keine Anrechnung stattfinden wird.

            Aber dein Einwand ist mehr als berechtigt, denn es wäre schon ziemlich ärgerlich, wenn man erst viel Geld für eine Reduzierung eines Abschlages investiert und gerade der Wegfall dieses Abschlages dann später dazu führt, dass eine Witwenrente gekürzt wird.

            Ich denke, ich sollte mir dieses Thema einmal für einen gesonderten Beitrag vormerken.

            Gruß, Der Privatier

  12. Hallo Peter
    Ist schon ALLES Klar , was ich jedoch meinte , ist :
    30/30/30/10 dieses dann auch richtig sehen .
    Für mich wäre halt 30% Versicherungen
    30% Immos ( Oder Immoähnliche Beteiligungen )
    30% UN Beteiligungen
    10% Sonstiges
    Vernünftig AUFGETEILT .
    Bei Versicherungen 45 Entgeldpunkte mal 2 ( WIR ) gleich 90
    minus 64 gleich Rest 26 ( Mehr oder weniger , gleich Bedarf oder nicht )
    So würde ich es sehen . Ausnahme: Du musst dann nicht der Einfachheit
    halber 30% nehmen , sondern 10% ( Lach ) .
    Oder auf Kapitalstock umgerechnet 90*6938,26 Euro gleich 624443,40 Euro .
    Somit Rund 625k für 2 Personen an Kapitalstock Versicherungen m.M.n.
    völlig Ausreichend .
    Dieses Peter , ist was ich meine . Dieses muss ja auch erstmal geleistet
    werden . Also selbst bei 45 Entgeldpunkten , ja immer noch ca. 312k z.Zt. zu bilden . Muss ja irgendwie auch bewältigt werden .
    Wieweit dann jeder von dem Durchschnittsrentner entfernt ist und evt.
    auch entfernt bleiben will , kann ja Jeder für sich Selbst entscheiden .

    Für mich , ist jedenfalls der DURCHSCHNITTSRENTNER meine Messlatte ,
    auch und INSBESONDERE für den Notwendig aufzubringenden Kapitalstock „Langlebigkeitsrisiko“ , sowie den zu berücksichtigenden Personenkreis .

    ( Bei Peter z.B. (45*2-64 = 26-X , Gleich Bedarf Versicherung) = 30% )
    Du siehst Peter , so einfach ist meine Sichtweise . Man könnte es jetzt
    noch auf den Kapitalstock umrechnen , im Ergebnis jedoch etwa gleich .

    Dieses ist auch die eigentliche Frage bei der KV Pflicht . Macht es Sinn
    einen Kapitalstock in eine monatliche Rente mit dazugehörigen KV , PV ,
    Sonstigen Abgabe-Pflichten umzuwandeln , oder diesen dann doch eher
    frei Verfügbar , Vererbbar , Liquide und damit VERBRAUCHBAR zu
    halten ????? Unabhängig von den Erträgen daraus . Selbst wenn ich Zins
    Null annehme ( z.B. Gurkenglas , also keine Erträge daraus ) könnte es dennoch die bessere Möglichkeit sein .

    Gerade im Alter , würde ich hier halt auch wegen der Chancen
    ( s.a. Münzwurf incl. 2 ten Antwort ) bei ALLES was über den Durchschnittsrentner ( also 45 Entgeldpunkte oder 312k Kap. Stock )
    liegt , nicht eine weitere Füllung GRV planen , sondern eher den
    Kap. Stock in Eigenregie verwalten wollen . Entnahme / Verbrauch ,
    dann auch ggf. ( wenn nicht Steuerpflichtig belegt ) Abgabenfrei .

    LG Det

    • PS , Gleiches gilt natürlich auch für PRV ( Hier dann Kapitalstock
      sowie NUR Garantierte Leistungen sehen ) . Nicht Prognosen Vertrauen ,
      sondern lediglich NUR die Garantierten Leistungen der Versicherung sehen .
      Also bei Vertragsabschluss NICHT auf Prognosen achten , sondern NUR
      die Vertraglich garantierten Leistungen sehen .
      Alles was on Top dazu kommt ist Nett , aber m.M.n. NICHT planbar .
      LG Det

    • Ja, Danke Det für Deine Überlegungen. Sie können sicher helfen, das Bild ein wenig abzurunden, so dass sich jeder über seine eigenen Vorstellungen klar werden kann.

      Mir war mit dem Beitrag wichtig, die Möglichkeiten und die Konsequenzen aufzuzeigen, da beides nur selten in die Überlegungen einbezogen wird.

      Gruß, Der Privatier

  13. Könnte man eigentlich die Ost-West-Ungerechtigkeit ausnutzen?
    Also vor der Einmalzahlung den Hauptwohnsitz in den Osten verlagern und billige Ost-Punkte für 18,7% vom Ost-Durchschnittseinkommen kaufen und dann vor Rentenbeginn wieder in den Westen zurückkehren, um West-Punkte zu erhalten?

    LG Markus

    • Ja, schöne Idee 🙂
      Funktioniert aber wohl leider nicht. Ich habe die ganzen Detail-Regelungen bei wechselnden und gemischten Wohn- und Arbeitsstätten nicht so parat, aber es gilt wohl die Grundregel, dass sich sowohl der Preis, als auch der Wert der Entgeltpunkte immer danach richten, wo sie erworben worden sind.

      D.h. Rentenpunkte, die im Osten erworben worden sind, behalten auch später bei der Rentenberechnung ihren Ost-Wert, selbt wenn man inzwischen im Westen lebt.

      Gruß, Der Privatier

  14. Bitte Peter
    Wenn jetzt noch ein paar Leser Interesse haben , könnten evt.
    auch paar Gedanken Privatier-Dasein , in Bezug auf Kapitalstock
    oder auch Entnahmen daraus doch EINFACHER gesehen werden .
    Insbesondere die Versicherungseigenschaft und der m.M.n. doch hohe
    Kapitalstock der hier gebildet werden muss , kann dann evt. auf das
    eingegangene Risiko ( Hier vorzeitiges Ableben ) besser gesehen werden .

    Extra für WIR , habe ich meine Betrachtung “ Umgebenden Personenkreis “
    ( 2* 45 = 90 , 90 – 64 = 26 +-X gleich Rest-Füllung ) mit angefügt .

    Und JA , Peter , wenn sich jetzt Einige , ein paar Gedanken machen ,
    kann sich jeder selber Entscheiden , ob dieses Sinnvoll für Ihn ist , oder eben auch nicht . Aber ein Gefühl , für ein aufzubringenden
    Kapitalstock , Langlebigkeitsschutz , müsste damit schon mal zu
    bekommen sein .

    LG Det

  15. Liebe Mitbetroffene,

    ich habe zur Minderung der Steuer auf meine Abfindung ca 38000 € in die Ausgleichszahlung geleitet. Soweit schon mal gut, weil diese nur zur Hälfte besteuert wird und damit auch die Progression in Verbindung mit Fünftelregelung mindert.

    Meine Fragen jetzt zur Behandlung in der Steuererkläung bei den Altersvorsorgebeiträgen :
    – Verteilt sich dieser Betrag auf Zeile 4 und 8, wird also ein Arbeitgeberzuschuß angenommen oder ist das sicher Zeile 6 (eigener Beitrag, auch wenn vom AG ja überwiesen)
    – Es gibt ja ein Maximum anrechenbarer Altersvorsorgebeiträge. Sehe ich das richtig, dass die Ausleichszahlung auf dieses Maximum angerechnet wird?

    Hintergrund: ich habe in 2017 keinerlei rentenversicherungspflichtige Einkünfte und überlege, den freiwilligen Rentenversicherungsbeitrag zu bezahlen. Das macht aber steuerlich keinen Sinn, wenn es bei den Altersvorsorgebeiträgen nicht angerechnet wird, weil ich das Maximum schon mit der Ausgleichszahlung erreicht habe.

    Für diesen Fall wäre meine Alternative eine nachträgliche freiwillige Zahlung in die Deutsche Rentenversicherung für 2017 im nächsten Jahr. Das sollte bis März möglich sein.
    Ist Euch bekannt, ob diese Zahlung dann in der Einkommensteuererklärung für 2018 ansetzbar ist, d.h. gilt das Zuflußprinzip oder ordnet das Finanzamt dies dem Jahr 2017 zu?

    Gruß und Dank von Joachim

    • Hallo Joachim,

      eine Nachfrage zu „… (eigener Beitrag, auch wenn vom AG ja überwiesen) …“: bedeutet das, dass Sie den Betrag (ca. 38000 €) nicht selbst nach Erhalt Ihrer Abfindung (auf Ihrem Konto) zur DRV überwiesen haben?
      Womöglich gefällt dies dem FA bei Anwendung der 1/5-Regelung nicht so ganz (meine private Meinung); hier evtl. „Splittung der Abfindung“. Ich lasse mich aber dazu gerne belehren, dass Ihre Vorgehensweise o.k. ist!
      Zu Ihren eigenen Fragen möchte ich (derzeit) keinen Kommentar abgeben.

      LG FÜR2012

    • Auch mir ist es unklar, wie der AG eine Zahlung zum Ausgleich der Rentenabschläge vorgenommen hat? Ich kenne sicher auch nicht alles, was es so gibt auf der Welt – ist aber aus meiner Sicht eher ungewöhnlich. Für die Bewertung dieser Zahlung wäre sicher einmal die genaue Formulierung des Aufhebungsvertrages interessant.

      Sollte es ein Teil der Abfindung sein, den der AG da eingezahlt hat, ist diese Aufteilung nur dann schädlich, wenn die beiden Teile in unterschiedlichen Jahren geflossen sind.

      In welche Zeilen das nun einzutragen ist, kann ich nicht sagen. Ich habe seit gefühlten 15 Jahren nichts mehr „in Zeilen“ eingetragen. Diese Denkweise ist mir inzwischen völlig abhanden gekommen. Sorry.

      Dafür kann ich aber eindeutig bestätigen, dass alles, was in die Rentenversicherung eingezahlt wird zu einer Summe bis zu dem jährlichen Maximum steuerlich wirksam werden kann. D.h. wenn dieses Maximum bereits durch eine Ausgleichszahlung ausgeschöpft ist, macht es (aus steuerlicher Sicht) keinen Sinn, weitere Monatsbeiträge zu zahlen.
      Werden diese erst in 2018 nachgezahlt, zählen sie aus Steuersicht auch für 2018.

      Gruß, Der Privatier

  16. Genau, vom AG aus der Abfindung. Dies wird an anderer Stelle empfohlen als steuersparend (50 Prozent steuerfrei). Bedingung ist gradezu, dass es aus der Abfindung erfolgt. Neben Umleitungen z.B. in die Direktversicherung.

    • Eine pauschale Aussage von „50% steuerfrei“ halte ich schon für sehr abenteuerlich. Von daher wäre einmal eine Quellen-Angabe interessant!

      Gruß, Der Privatier

  17. Die Sekundärlinks referenzieren §3 Nr. 28 EStG, z.B.
    https://www.lohnsteuer-kompakt.de/steuerwissen/vorzeitiger-ruhestand-wie-die-rentenminderung-ausgeglichen-werden/
    „Übernimmt der Arbeitgeber bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses die Zahlung zum Ausgleich der Rentenminderung aus einer Abfindung oder Tantieme, bleibt diese Zahlung zur Hälfte steuerfrei (§ 3 Nr. 28 EStG).“
    https://www.haufe.de/personal/personal-office-premium/lohnsteuer-und-beitraege-von-abfindungen-8-steuerbefreiung-fuer-rentenbeitraege-nach-187a-sgb-vi_idesk_PI10413_HI2090976.html
    „Leistet ein Arbeitgeber im Zusammenhang mit einer von ihm veranlassten Auflösung des Dienstverhältnisses zusätzliche Rentenversicherungsbeiträge nach § 187a SGB VI, sind diese Zukunftssicherungsleistungen als Entlassungsentschädigung zu behandeln. Die Beiträge sind deshalb nach der Vorschrift des § 3 Nr. 28 EStG steuerfrei. “
    https://www.humanresourcesmanager.de/news/rentenbeitrag-statt-abfindung.html
    „Die Übernahme von Rentenversicherungsbeiträgen durch den Arbeitgeber stellt eine Form der Abfindung dar und ist sozialversicherungsrechtlich daher nach Paragraf 3 Nr.28 des Einkommenssteuergesetzes (EStG) steuerfrei. Die Freistellung ist allerdings auf die Hälfte der insgesamt geleisteten zusätzlichen Rentenversicherungsbeiträge begrenzt. Für den verbleibenden steuerpflichtigen Teil der Rentenversicherung gilt Paragraf 3 Nr. 9 EStG. Die vom Arbeitgeber zusätzlich geleisteten Beiträge nach Paragraf 187a SGB VI sind als Teil der Entschädigung im Sinne des Paragrafen 24 Nr.1 EStG zu behandeln und entsprechend begünstigt zu besteuern.“

    Ich bekomme die Abfindung für arbeitgeberseitig aufgelöstes Arbeitsverhältnis in Raten, aber alle in diesem Kalenderjahr 2017. Dazu wurde ein Auszahlungsplan vereinbart (z.B. Mai aufs Konto, April und Mai in die Direktversicherung, Juni und Juli als Ausgleichszahlung nach 187a SGB VI zur DRV…

    Habe ich da was falsch verstanden?

    Gruß Joachim

    • Ganz herzlichen Dank für die ausführlichen Quellenangaben!

      Ich habe noch nicht alles vollständig gelesen, sonden mich erst einmal auf den zugrunde liegenden Gesetzestext beschränkt. Und in der Tat gibt es hier offensichtlich eine weitere Gestaltungsmöglichkeit, die mir bisher verborgen geblieben ist.

      Insofern kann ich aber leider auch nichts zu weiteren Details sagen. Auch nicht zu den steuerlichen Folgen und der korrekten Einordnung der Zahlungen durch den Arbeitgeber. Es tut mir leid, wenn ich hier nicht helfen kann, ich würde auf jeden Fall einen Steuerberater zu Rate ziehen. Auch um die weiteren Fragen hinsichtlich weiterer Einzahlungsmöglichkeiten in die RV zu klären.

      Falls andere Leser hier bereits Erfahrungen mit dieser Vorgehensweise haben, würde ich mich natürlich freuen, wenn diese hier weitergegeben würden. Vielen Dank.

      Gruß, Der Privatier

  18. Interessante Info, vielen Dank. Das kannte auch ich bislang noch nicht und wirft für (m)eine Bewertung ein paar Fragen auf, vorausgesetzt, das ist so wirklich machbar. Gilt für den steuerlich ansetzbaren Höchstbetrag (23.362,- / 46.724,-) die komplette Einmalzahlung oder nur die zu versteuernden 50%? Wieviel von den zu versteuernden 50% sind steuerlich wirksam: Alles oder nur 84%? Vielleicht kann Thomas Schulze hier etwas Licht ins Dunkle bringen, ich würde mich freuen.
    Gruß, BigMac

  19. Ich kann inzwischen noch hinzufügen, dass mein ex-Arbeitgeber in einer erneuten Gehaltsabrechnung (ich bekomme monatlich die Abfindungsraten) die Ausgleichszahlung mit dem Hinweis „Steuerreduktion (NEF) von 50%“ versehen hat.
    Die Posten „Steuerbrutto, Einkommen aus mehreren Jahren“ und „Lohnsteuer Einkommen mehrere Jahre“, wohinter sich die Abfindungsraten verbergen, wurden entsprechend reduziert.

  20. Die Einzahlungsoption ab 01.07.2017 ab 50 Jahren ist interessant. Bei einem z.v.E ab 80000 € greift ein Grenzsteuersatz von 42 % .In der Niedrigzinssphase eine echte Alternative.Für Privatversicherte doppelt spannend , da der Beitragszuschuss steigt. Im Internet findet mann eine Arbeitsrechtskanzelei in Mannheim, die sich mit der Thematik Abfindung und Freikaufen von Rentenabschlägen beschäft. Eine ordentliche Zusammenfassung wie ich meine.Darüber hinaus gibt es eine Studie von einem Finanzmathematiker Names Rainer Siepe, der Renditevergleiche zu alternativen Anlageformen in Augenschein genommen hat. Kurz um, eine spannende Alternative, die altersunabhängig angeboten werden sollte…

  21. Wenn ich das richtig verstehe, werden ja durch die Einzahlung einfach die Rentenpunkte erhöht.

    Wie ist das denn, wenn dann zwischenzeitlich eine Erwerbsminderungsrente bezogen wird?

    Werden die Rentenpunkte erst mit dem vorgezogenen Renteneintritt hinzugerechnet oder mit dem Zeitpunkt der Einzahlung und somit Auswirkungen auf die Höhe einer Erwerbsminderungsrente?

    • Interessante Frage! Die ich auch nur mit meinen Vorstellungen (also kein Wissen) beantworten kann.
      Demnach ist es richtig, wie Du schon gesagt hast, dass man mit der Einzahlung Rentenpunkte erwirbt. Und die Anzahl der insgesamt erworbenen Rentenpunkte bis zum Eintritt der Erwerbsminderung ergibt ja zusammen mit der Anzahl der Jahre, in denen eingezahlt worden ist, einen Druchschnitt. Dieser wird dann hochgerechnet für die noch fehlenden Jahre.

      Also: Meiner Meinung nach sollte sich die Einzahlung auch auf eine Erwerbsminderungsrente auswirken. Aber zur Sicherheit wäre diese Frage besser bei einer Rentenberatung aufgehoben. Oder aber in einem spezialisierten Forum (s. Empfehlungen->Blogs und Foren, ganz am Ende).

      Gruß, Der Privatier

  22. Habe nun die Info der RV auch bezüglich der Erwerbsminderungsrente.

    Der Zeitpunkt der Einzahlung entscheidet:
    …“nur die Beträge angerechnet werden, die vor dem Eintritt der für die Rente maßgebenden Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt worden sind.“

    Imho also auch beachtenswert.

    Entscheidend ist ja steuerlich nur das Jahr, denke ich?

    Also, wenn ich meine Abfindung am 31.01.19 bekomme, kann ich dennoch am 02.01.19 die Einzahlung steuersparend vornehmen?

    Ich überlege nun wieviel ich von den ausgerechneten 69k€ einzahlen werde.
    Elster wird mir helfen, das durchzuspielen…..

    • „Entscheidend ist ja steuerlich nur das Jahr, denke ich?“

      Erst einmal Danke für die Info bzw. für die Aussage der Rentenversicherung.

      Ich bin mir allerdings nicht sicher, ob ich die obige Frage richtig verstanden habe.

      Für die steuerliche Betrachtung gilt in der Regel das Ablussprinzip, d.h. die Zahlungen sind in dem Jahr relevant, in dem sie bezahlt werden. Was also in 2019 bezahlt wird, kann auch in 2019 für die Steuern geltend gemacht werden.

      Was ich nun nicht verstehe, ist die „Eile“, mit der die Zahlung bereits am 2.1.2019 erfolgen soll? Welche Überlegung steckt dahinter?

      Gruß, Der Privatier

      • Beziehe seit kurzem eine kleine BU-Rente.

        Evtl. werde ich auch im nächsten Jahr eine EU- Rente beantragen.
        Falls ich gesundheitlich anspruchsberechtigt bin, wäre die dann höher!

        Gesundheit wäre mir natürlich lieber…..

      • Okay, die Eile hat also weniger was mit der Steuer zu tun, sondern mit der rechtzeitigen Einzahlung vor dem Start der EU-Rente.

        „Evtl. werde ich auch im nächsten Jahr eine EU- Rente beantragen.“

        Aber dann hätte es wohl oben richtiger Weise 2018 heißen müssen, statt 2019. Richtig?

        Gruß, Der Privatier

  23. Ja richtig, 2018.

    Schreibfehler von mir.

    Theoretisch kann ich ja dann auch am 01.01.18 überweisen.

    Ist der Betrag für 2018 schon bekannt?
    Die 86% habe ich gefunden, aber nicht den dann aktuellen Wert für 2018.

    Mit Elster habe ich ja nur den 2016 durchspielen können, da kam mein BreakEven auf 38.850€ die ich einzahlen könnte bei meinen Annahmen.
    Danach gibt es in meinem Fall keine Minderung der Steuer mehr.

  24. Hallo Privatier, hallo Robben,

    ich habe einen ähnlichen Gedanken und wollte hier schon dieselbe Frage stellen zur Erwerbsunfähigkeitsrente. Die Information von Robben
    …“nur die Beträge angerechnet werden, die vor dem Eintritt der für die Rente maßgebenden Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt worden sind.“
    verstehe ich leider nicht ganz.

    Ich habe am 31.01.17, also dieses Jahr, meine Abfindung mit der 5-Jahres Aufteilung erhalten. Nun bin ich seit Ende 2016 (2 Monate vor Abfindungszahlung wegen PTBS) krank und hatte eine Reha jetzt im Oktober. Derzeit beantrage ich eine Anerkennung zur Schwerbehinderung und es ist nicht ausgeschlossen bis sogar eher wahrscheinlich, dass mein Arzt nächstes Jahr nach der Aussteuerung der Krankenkasse mir rät eine EU-Rente zu beantragen.

    Wenn ich nun 2017 noch eine höchstmögliche Einzahlung in die Rentenkasse vornehme, würde ich im ersten Schritt einen Teil Steuern auf die Abfindung sparen. Würde ich zusätzlich auch meine EU-Rente, die ich „evtl.“ bekomme dann erhöhen?

    Es wäre prima, wenn mir da jemand etwas zu sagen könnte.

    • Entscheidend ist der Beginn der EU-Rente.

      Zahlt die DRV z.B. ab 05.06.18 EU-Rente und Du hast vor diesem Datum die Einzahlung zur Abschlagsminderung vorgenommen, so erhöht sich auch Deine EU-Rente.

      Im Kern ist das ja nichts anderes als eine Erhöhung der Rentenpunkte zum Zeitpunkt x.

      Bitte aber bedenken, dass die DRV auch manchmal den Beginn einer EU-Rente rückwirkend bewilligt.

      Schwerbehinderung ist für eine EU-Rente erstmal irrelevant.
      Viel Glück beim EU- Rentenantrag.

      • Leider konnte ich meinen Beitrag nicht mehr ändern:

        EM-Rente ist der richtige Begriff heutzutage.

        Erwerbsminderungsrente

    • Spontan hätte ich die Frage so ähnlich wie Robben beantwortet. Beim näheren Hinsehen (und überlegen) kommen mir da aber Bedenken.

      Denn schauen wir uns doch einmal die Formulierung an: „…die vor dem Eintritt der für die Rente maßgebenden Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt worden sind.“

      Die Frage lautet also: Wann ist die Minderung der Erwerbsfähigkeit eingetreten?

      Um es gleich zu sagen: Ich kann die Frage nicht beantworten. Aber man kann sich leicht denken, dass es verschiedene Antworten geben kann. Die schlechteste davon wäre: Mit dem ersten Tag der Krankschreibung. Die beste wäre: Mit Vorliegen des Bescheides über eine genehmigte EM-Rente. Und selbst da könnten (wie von Robben schon erwähnt) ein zurückliegendes Datum eingetragen sein.

      Ich würde diese Frage auf jeden Fall im Rahmen der Rentenberatung versuchen zu klären!

      Gruß, Der Privatier

  25. Guten Morgen Robben,

    das ist aber eine schnelle Antwort und eine sehr hilfreiche zugleich. Vielen Dank dafür!!!
    Ich gehe jetzt mal zur Rentenberatung und kläre mal wie das mit der Einzahlung überhaupt geht.

    Gibt es auch einen Rechner im Internet, der mir die Steuerersparnis anzeigt, nach Eingabe von ein paar Eckdaten? Oder muss ich das mit mit einer Steuer-CD simulieren?

    Viele Grüße und einen schönen Tag!
    Petra C.

    • Hallo Petra,

      bei meiner Frau ist eine sehr vergleichbare Frage aufgekommen.

      Vorgeschichte: Meine Frau ist seit April 2016 krank geschrieben. Seit Oktober 2017 ist sie aus der Krankengeldzahlung gefallen. Die Agentur für Arbeit ist jetzt zuständig und hat meine Frau zur DRV geschickt. Von der DRV wird jetzt geprüft, ob sie eine EU-Rente bekommt, nachdem der Antrag im November gestellt wurde. Bisher hat meine Frau noch keinen Bescheid von der DRV bekommen.

      Um die Rente meiner Frau aufzubessern, wollen wir noch in diesem Dezember im Rahmen der FlexiRente auch eine Sonderzahlung leisten.

      Wir haben ebenfalls über den Passus „… Eintritt der für die Rente maßgebenden Minderung …“ diskutiert und sind nicht zu einem Ergebnis gekommen. Bedeutet der Zeitpunkt „Eintritt“ entweder
      a) Tag der ersten Krankschreibung,
      b) Tag des EU-Rentenantrags,
      c) Tag der Bewilligung des EU-Rentenantrags,
      d) Tag der ersten Zahlung oder
      e) Tag des Beginns der Zahlung, falls die EU-Rente rückwirkend bewilligt wird.

      Hast Du bei Deinem Termin bei der DRV evtl darüber gesprochen, was der Zeitpunkt „Eintritt“ bedeutet ?

      Viele Grüsse,
      Achim

      • Hallo Achim,

        ich habe mir jetzt den entsprechenden Gesetzestext einmal angesehen. Ich nehme an, das Zitat entstammt dem §75 SGB VI. Dort heißt es im Abs.2, Satz 2:
        „Bei Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit werden für…
        2. freiwillige Beiträge, die nach Eintritt der hierfür maßgebenden Minderung der Erwerbsfähigkeit gezahlt worden sind…Entgeltpunkte nicht ermittelt.“

        Das hilft jetzt für die Deine obige Fragestellung noch nicht viel, wenn man sich aber einmal ansieht, was dieser §75 eigentlich regeln soll, so steht in der Überschrift:
        „§ 75 SGB VI Entgeltpunkte für Zeiten nach Rentenbeginn“

        Es geht daher um den Beginn der Rente. Und dieser wird im Bescheid festgestellt und kann evtl. auch rückwirkend sein. Das hängt dann aber wohl wieder davon ab, was beantragt wurde. Im vorliegenden Fall wahrscheinlich das Datum, zu dem die Krankengeldzahlung eingestellt worden ist.

        Auch für die Einzahlung in die Rentenversicherung muss übrigens ein Antrag gestellt werden! Ich würde daher (schnellstens!) eine Rentenberatung aufsuchen, um das Thema zu klären bzw. in die Wege zu leiten.

        Ich gehe aber davon aus, dass es für eine Einzahlung zu spät ist. Zumindest dann, wenn die EU-Rente genehmigt wird. Und vor diesem Bescheid wird wohl auch der Antrag auf Zuzahlung nicht bearbeitet werden.

        Gruß, Der Privatier

  26. „Im Feststellungsverfahren für eine Erwerbsminderungsrente kommt es darauf an, ein konkretes Datum für den Eintritt einer leistungsrelevanten Einschränkung im Erwerbsleben (Eintritt der Erwerbsminderung) zu bestimmen.

    Bei der sozialmedizinischen gutachtlichen Bewertung kann dieses Datum z. B.

    ein akutes Ereignis (apoplektischer Insult, Herzinfarkt, Unfall)
    eine akute Verschlechterung des Krankheitsbildes
    sein.

    Schwieriger ist die Festlegung eines Datums für den Eintritt der Erwerbsminderung, wenn die vorliegenden Daten keine sichere Einschätzung der medizinischen Konstellation zulassen, z. B. bei chronischen oder schleichend progredient verlaufenden Erkrankungen.

    Ein Gutachter muss dann hilfsweise auf andere Ereignisse zurückgreifen, z. B.:

    Beginn der letzten Arbeitsunfähigkeit, wenn das Ausmaß der jetzigen Erkrankung bereits zu diesem Zeitpunkt vorgelegen hat;
    Datum der Berufs-/Arbeitsaufgabe aus Krankheitsgründen;
    Datum einer stationären Krankenhausaufnahme.
    Das Datum des Reha-/Rentenantrages kommt höchstens dann in Betracht, wenn –gegebenenfalls nach weiteren Ermittlungen- keinerlei andere Anhaltspunkte festzustellen sind und angenommen werden muss, dass der/die Versicherte sich selbst spätestens im Antragszeitpunkt in relevantem Umfang als erwerbsgemindert eingeschätzt hat.“

    http://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/3_Infos_fuer_Experten/01_sozialmedizin_forschung/01_sozialmedizin/08_sozmed_glossar/Functions/Glossar.html?cms_lv2=238972&cms_lv3=216464

    In der Praxis wird dennoch sehr häufig der Zeitpunkt des Reha-Antrags genommen, zu der in der Regel die Krankenkasse auffordert.
    Dann wird der Rehaantrag ungedeutet in einen Rentenantrag.

    Befristete Renten werden erst ab dem 7. Kalendermonat gezahlt.

  27. Hallo Privatier und Robben,

    vielen Dank für Eure mega-schnelle Reaktion. Toll!!

    Nachdem die Agentur für Arbeit meine Frau im Oktober zur DRV geschickt hat, hatten wir unseren Termin mit der DRV im November. Der Antrag für EU-Rente wurde bei diesem Termin von ihr gestellt und ist derzeit von der DRV in Bearbeitung.

    Parallel dazu haben wir einen Antrag auf „Auskunft zum Ausgleich einer Rentenminderung“ gestellt. Dieser kam vorgestern. Die ursprüngliche Intention war und ist, die früher in Rente zu gehen oder die Altersrente meiner Frau aufzubessern. Den möglichen Zusammenhang zwischen Höhe der EU-Rente und Sonderzahlung kam mir erst nach dem Termin / Antragstellung bei der DRV im November.

    @Privatier: Den Passus habe ich der „Auskunft zum Ausgleich einer Rentenminderung“ entnommen. §75 SGB VI wird dort nicht explizit referenziert, allerdings ist das wohl die Grundlage.

    @Robben: Ich habe mir auch noch einmal den Rentenantrag, den meine Frau gestellt hat, angeschaut. Im Anhang wird nach der Ursache und nach einem Datum gefragt, seit wann man sich selbst für erwerbsgemindert hält. Dort wurde April 2016 eingetragen, d.h. Tag der ersten Krankmeldung / AU. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Datum dann als „Eintritt“ angesehen wird. Evtl. könnte Deine Anmerkung bzgl des „Ausmasses der Erkrankung“ noch von einer gewissen Bedeutung sein, da dieses Ausmass im April 2016 noch nicht feststand und auch heute noch einige Variablen offen sind.

    Nach den Hinweisen und Erklärungen von Euch beiden scheint aufgrund des gesamten Timings es wohl eher ausgeschlossen zu sein, dass eine Sonderzahlung auch die EU-Rente erhöhen könnte. – Bleibt noch die eigentliche Intention, früher in Altersrente zu gehen oder die Rente aufzustocken und das ganze dieses Jahr steuerlich geltend zu machen …

    Nochmals ganz vielen Dank für Eure Unterstützung … Das war sehr hilfreich.

    Noch einen schönen (Rest-) Sonntag,
    Achim

    • Hallo Achim,
      leider lese ich erst jetzt Deine Frage und die bereits erfolgten Antworten.
      Bei mir ist dieses Thema insofern auch im Sande verlaufen, da ich zum Rentenberatungstermin so schlecht dran war, dass ich ihn absagen musste. Vorher las ich bereits über diese erforderliche Antragstellung zur Sonderzahlung, Da es mir auch um die Steuerlastsenkung in 2017 ging (aufgrund Abfindungszahlung) wäre mein Antrag mit Sicherheit dieses Jahr nicht mehr bearbeitet worden und die Steuer dieses Jahr nicht mehr abzuwenden gewesen.
      Darüber hinaus hatte ich ebenfalls den Gedanken, dass, falls eine EU-Rente im kommenden überhaupt Jahr bewilligt würde, diese möglicherweise rückwirkend und zeitlich vor meinen Sonderzahlungstermin festgelegt werden könnte.
      Damit hätte ich dann gar nichts gewonnen. Im angenommenen ungünstigen Fall würde die Sonderzahlung auf meine normale Altersrente angerechnet und wer weiss wie hoch bis dahin die Versteuerung und die Sozialabgaben darauf ausfallen – den Erlebensfall erstmal vorausgesetzt.

      Ich hatte eigentlich das ganze Jahr schon dran gedacht (unabhängig von einer zu erwartenden EU-Rente) und die Sonderzahlung als Möglichkeit auch bis zum Ende des Jahres herausgeschossen. Leider war ich nicht tief genug im Thema und wusste daher nicht, dass man einen Antrag dafür stellen muss….

      Ich will mich mal anstrengen, den nicht eingezahlten Betrag auf andere Weise lukrativ anzulegen. Wobei ich dazu noch keine tolle Idee habe. Bin aber an Hinweisen in diese Richtung immer interessiert 🙂

      Schöne Weihnachtstage für alle!!!
      Petra

  28. Interessante Überlegungen und Kommentare, die ich mit Spannung lese.Habe einmal nachgerechnet, nachem mir nach gut 3 Monaten nunmehr die besondere Auskunft der DRV Bund vorliegt.

    Abfindung auf 2 Jahre verteilen / Auszahlungsmodi in die DRV ebenfalls auf 1 & 2 Kalenderjahre verteilen /Einzahlung max Basisversorgung der Jahre 2018 / 2019 beachten alles bitte nur in Abstimmung mit dem Steuerberater/ aus der Abfindung finanzieren/Rentenantrag zum frühestmöglichen Zeitpunkt stellen / Alterseinküntegesetz optimal gestalterisch nutzen / Hinzuverdienstgerenze ab 63 von max 6300,– € im Kalenderjahr vollumfänglich ausschöpfen / Nach meiner ersten Inaugenscheinnahme müsste sich meine Investition unter der Berücksichtigung der Steuervorteile bereits nach 15,6 Jahren ( 63,0 + 15,6 = 78,6 Jahre)gerechnet haben. Wenn Liquidität nicht im Focus steht, man seine Ehefrau versorgt haben möchte und das Zinsniveau unverändert bleibt, eine allemal interessante Variante …..

    • „Abfindung auf 2 Jahre verteilen“

      Warnung: für die Fünftelregelung, die die Amortisation enorm verbessert, gelten zwei Bedingungen:
      – Einmalzahlung
      – „Zusammenballung“ (Abfindung > bisheriges Jahresbrutto)

  29. Wer den Spitzensteuersatz bei der Einkommensteuer zahlen muss, für den ergibt sich aus der Abfindung mit Fünftelungregelung kein Vorteil.

    • Klar – der „Hebel“ bei der Fünftelregelung ist ja die Progression. Bei beliebig hoher Abfindung und sonstigem zVE ist sie egal.

      Umgekehrt wäre 2018 eine Abfindung von 45000€ optimal, da 45000/5=9000 gerade der Grundfreibetrag ist. Dann nur noch das sonstige zvE auf 0 bringen (durch freiwillige RV-Beiträge), und schon sind ESt = Soli = KiSt = 0.
      Die Finanzbeamten werden dann aber noch mal sehr genau drüberschauen…

  30. Gestern ist ein ausführlicher FAZ-Artikel zu „Steuern sparen mit höherer Rente“ erschienen:
    http://plus.faz.net/finanzen/2018-01-06/b9da7fba422ab1e268a5e9a9d44e468f?GEPC=s9
    Wichtige Auszüge daraus:
    „In Zeiten niedriger Zinsen haben Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung an Attraktivität gewonnen. „Die gesetzliche Rentenversicherung ist derzeit oft lukrativer als viele private Renten“, sagt Finanzmathematiker und Buchautor Werner Siepe. Dies wird sich – sofern die Zinsen in der Eurozone auf niedrigem Niveau verharren – so schnell auch nicht ändern. Und für die gesetzliche Rentenversicherung stehen die Prognosen für die kommenden Jahre gut. Bis 2023 können Anleger mit stabilen Beitragssätzen und Rentenzahlungen rechnen.“

    „Es gilt, diese guten Jahre zu nutzen“, rät Siepe. Denn von 2024 an sind die guten Jahre in der Rentenversicherung vorbei. Die Beitragssätze werden – wenn sich die Babyboomer in den Ruhestand verabschieden – steigen, das Rentenniveau wird sinken. Einzahlungen in die gesetzliche Rente werden dann unattraktiver.“

    „Arbeitnehmer können von ihrem 50. Lebensjahr an zusätzliche Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen und so eine Rentenminderung bei einem möglichen früheren Renteneintritt, etwa mit 63 Jahren, ausgleichen. Wer vom Arbeitsleben mit 63 Jahren nicht genug hat und bis zur Regelaltersgrenze weiterarbeitet, erhöht mit den zusätzlichen Zahlungen seine endgültige Rente. Ermöglicht wird dies durch das Flexirentengesetz, das zum 1. Juli 2017 in Kraft getreten ist.

    Ein Urteil des Bundesfinanzhofs hat nun das Augenmerk auf eine schon seit 1998 bestehende Möglichkeit gelenkt, wie Arbeitnehmer, die eine Sonderzahlung erhalten, mit Ausgleichszahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung Steuern sparen können. Bedingung ist allerdings, dass sie früher in Rente gehen wollen. Das oberste deutsche Finanzgericht stellte am 17. Mai 2017 (Az. X R 10/15) klar, dass gemäß Paragraph 3 Nummer 28 EStG Zahlungen zur Hälfte steuerfrei sind, die vom Arbeitgeber in die gesetzliche Rentenversicherung eingezahlt werden.“

    • Einen kleinen Hinweis möchte ich dazu noch geben: Es empfiehlt sich, die Rechnung, ob sich einer Einzahlung „lohnt“, nicht nur im Hinblick auf eingezahlten/zurückbekommenen Brutto-Beträge durchzuführen, sondern dies auch einmal nach Steuern und Abgaben auszurechnen.

      Dies ist naturgemäß sehr stark von der persönlichen Situation abhängig, oftmals auch nicht leicht zu prognostizieren, aber je nach Situation kann das Ergebnis ziemlich ernüchternd sein.

      Gruß, Der Privatier

      • Stimmt, das hatte ich mir auch schon überlegt – „Überversicherung“ kann auch ungeschickt sein.

        Nehmen wir an, man hat gute Spargelder aus versteuertem und SV-versichertem Netto zurückgelegt.

        Dann zahlt man daraus freiwillige RV-Beiträge und steigert so die spätere
        Rente, von der natürlich mit höherem Brutto mehr KV, PV, ESt, Soli, KiSt (Steuern sogar progressiv) abgehen, bis sie echt netto da ist.

        Während man sich angewöhnt hat, mit 1200€ „echt netto“ gut leben zu können, bekommt man durch o.g. Tuning beispielsweise 1400€ „echt netto“.

        Der Überschuss geht dann wieder ins Spargeld, wo er schon mal war…

        • …was wiederum dadurch kompliziert wird, dass bei der ESt-Erklärung im Jahr drauf die erhöhten KV, PV, KiSt wiederum als Sonderausgaben vom zvE absetzbar sind und ESt, Soli, KiSt ein wenig senken…

        • Hallo suchenwi . Das mit dem “ ÜBERSCHUSS “ ist eine “ SEHR RICHTIGE “ Betrachtungsweise .
          Hoffentlich haben das alle Anderen auch so betrachtet . Daher würde ich persönlich ,
          auch den “ echt netto “ Vergleichsrentner mit 45RP wählen , bei einer Ehegemeinschaft
          dann wohl 2 mal 45RP = 90RP “ echt netto “ . Muss ja m.M.n. auch erstmal geleistet
          werden können . Derzeit wäre dafür ein Kapitalstock von ca. 315/630k aufzubringen .
          ( Also bei Neuaufbau , plus ggf. 0,3%/mon. für den VORZEITIGEN Bezug )
          Daher wäre meine Betrachtungsweise , auch 315/45 Jahre = 7k p.a. oder 14k p.a.
          GEMEINSAM jedes Jahr wieder . Sollte ich das verpasst haben , müsste ich dann ggf.
          nochmal nachkorrigieren , wenn die Möglichkeit dazu besteht . Für einen FRÜHEREN Bezug ,
          dann halt dementsprechend MEHR . Bei untenstehender Betrachtung , habe ich dann mal
          ein max. benötigtes verfügbares EK ( Eheleute ) mit ca. 60 bis 70k p.a. vermutet um
          daraus jedes Jahr , noch netto/netto ein paar fehlende RP “ in der Basisrente “ zu machen .

          LG Det

          • Hallo Det,
            mit „Überschuss“ meinte ich die Überversicherung.
            Wenn man „echt netto“ mehr Rente bekommt, als man braucht, ist man überversichert (solange man alternativ bei besonderem Bedarf auch Ersparnisse verbrauchen kann, ohne noch mal KV, PV, Steuern darauf zu zahlen).
            „Echt netto“ ist einfach für abhängig Beschäftigte: nämlich der Überweisungsbetrag zum Monatsende.
            Renten werden dagegen „netto vor Steuern“ überwiesen, das „echt netto“ kennt man also erst 3..15 Monate später, nach dem ESt-Bescheid. (Steht mir in 2 Jahren bevor, solange mache ich noch Theoriestunden…)
            Ich plane, bis Juli 2019 45 persönliche Entgeltpunkte (pEP) anzusparen, soweit nicht schon vorhanden. Durch Nutzung der Sonderausgaben Altersvorsorge bis zum Limit.

    • @ suchenwi
      Nun , für mich wäre die umgedrehte Rechnung passender .

      A) Was ca. bekommt der DS-Rentner mit 45RP im Monat z.Zt. Netto
      aufs Konto gezahlt . Entgeltpunkt z.Zt. 31,03 Euro mal 45 = 1396,35 Euro/mon.
      Somit wäre das erstmal meine Vergleichsgröße . Ein wenig KV/PV runter ,
      damit dann etwa bei 1200,00 – 1300,00 z.Zt. Euro/mon. netto an Rente ,
      für einen Vergleichsrentner 45 RP OHNE Abschlag anzusetzen .

      B) Was muss ich dafür im Moment bezahlen ??? 1RP = ca. 7000,00 Euro .

      C) Wie kann ich die am besten zahlen ??? M.M.n. dann , wenn ich sonst
      das Geld für den Aufbau nicht an die GRV ( oder andere Basis V. ) sondern
      ans FA überweisen müsste . Die können ja dann später , sich auch noch was von
      den Renten ( sollte ich doch mal Zuviel Rente haben , was ich pers. eher
      bezweifele , da mein Rahmen eigentlich relativ genau geplant ist ) absteuern .

      D) Wann am besten zu bezahlen ??? M.M.n. dann , wenn es einem am wenigsten
      belastet . Abfindung / Versicherungsauslauf / Erbschaft / Lottogewinn , oder
      einfach jedes Jahr , den Freibetrag ausnutzen um schon mal einen Kapitalstock
      zu bilden . Somit kann ich jedes Jahr , mein zvE ( Im best. Rahmen ) senken .
      ( Evt. sollten da auch mal Deine Girlies darüber nachdenken ??? , da wäre
      es m.M.n. aber sinnvoller , wenn das “ GUTE , bereits verst. Geld “ zum
      VERBRAUCH genommen wird , das NEU verdiente , an den Einzahlungen teilnimmt )

      E) Macht es Sinn , die Rente ÜBER den Vergleichsrentner 45/90RP zu erhöhen ???
      M.M.n. nicht , es sei denn , 1) Ausgleich für vorzeitige Inanspruchnahme
      2) Aufwand würde nicht an GRV ( Basis V. ) sondern FA geleitet werden müsen .

      F) Auch nach dem Meinungswechsel mit Smartinvestor , bleibe ich bei meiner
      Meinung , das ich die “ Basis “ RV als relativ “ Gleich “ sehen würde , aber
      n.w.v. , kann natürlich die GRV / BVw erste “ Anlaufstelle “ sein , alles was
      darüber NICHT abgeleitet werden kann , kann aber m.M.n. , n.w.v. genausogut
      über Rürup abgeleitet werden , allemal besser wie ans FA abgeleitet . Auch
      eine ZUKÜNFTIGE Entwicklung der Rentensysteme ist m.M.n. in ermangelung der
      Glaskugel , von mir , in keinster Weise abzusehen . Bei der Vergangenheits-
      betrachtung , ist selbstverständlich die GRV besonders “ Ausfallsicher “
      gewesen . Ob das auch in der Zukunft so bleiben wird = Glaskugel .

      Bei der Aussage von Hr. Siepe ( Den ich ansonsten schätze ) , ist leider
      ein “ Fehler “ drin , hier wird sich unter gegebenen Umständen
      ( Niedrigzinsumfeld ) auf die Zukunft bezogen ( GRV vs Rürup ) .
      Ob DIESES jedoch , das ganze Leben so bleibt , kann ich
      wiederum in ermangelung der Glaskugel NICHT abschätzen .
      ( Vermutlich werden deshalb durch Hr. Siepe , Einschränkungen bereits
      nachgeliefert , s.o. Smartinvestor ) Daher ist m.M.n. der “ Fehler “
      von Hr. Siepe , AKTUELL zwar KEIN “ Fehler “ , jedoch ist
      m.M.n. auch die ANNAHME , das Dieses “ IMMER “ so bleiben wird , bereits
      ein Fehler . Also : M.M.n. , kann eintreffen , muss aber nicht eintreffen .
      Es wäre ( auch wenn es im Moment NICHT so aussieht ) auch möglich ,
      das in 10 Jahren , die Zinsen/Fonderträge in der Rürup Vers. die GRV
      deutlich schlägt . Daher würde ich mich , weder auf die eine , noch auf
      die andere Seite festlegen wollen , sondern SOWOHL die eine , wie AUCH die
      andere Seite berücksichtigen . Also m.M.n. IMMER besser , sowohl als auch ,
      wie einfach NUR das oder NUR das ( Also wie Immer , nicht alle Eier in einen
      Korb ) . Insbesonder in Hinsicht auf das Altersvermögen . Selbst da , würde
      ich noch für jeden Ehepartner “ EINZELN “ sowohl als auch wählen wollen .
      Ein weiterer VORTEIL m.M.n. der Rürup Versicherung v.s. GRV / BVw ist der
      Vertraglich “ FESTGELEGTE “ erstmalige Bezug ( Also Amortisationsbeginn ),
      bei “ Altverträgen “ 60 Jahre bei “ Neuverträgen “ 62 Jahre . Aber auch
      DIESES ist NUR eine MOMENTAUFNAHME .
      ( PS. Die neueste Untersuchung Ruhruni , lt. der Welt , geht von 85% des
      letzten Nettos aus , welches als verfügbares Alterseinkommen vorhanden sein
      sollte , und gibt eine Sparquote von 20% bei einen “ 40 Jährigen “ somit noch
      27 Jahre vor “ AMORTISATIONBEGINN “ , an . evt. wäre es da ja auch einfacher
      gleich ab 20 Jahren mit ca. 10% ZUSÄTZLICH für Altersvermögensaufbau zu beginnen )
      Aber trotzdem wie Immer , Time will tell .

      LG Det

      • Hallo Det,
        bei mir ist das einfacher: zum Ende Altersteilzeit Juli 2019 werde ich ca. 46 EP gesammelt haben. Mit 10.2% Abschlag bleiben aber 42.2 „persönliche Entgeltpunkte“ (pEP), an die 3.1 EP muss ich also zum Ziel 45 pEP nachzahlen, eben bis Maximum Sonderausgaben Altersvorsorge in 2018 und 2019. Bei der Abfindung 2020 kommen noch ein paar dazu (dann aber zu ca. 80% vom Finanzamt refinanziert, wenn ich richtig gerechnet habe).
        Auskunftantrag an die DRV ist gestellt, mal sehen, wie lange die Antwort braucht…

      • Eigentlich wollte ich mich aus dieser Diskussion ja mal heraushalten…

        Aber irgendwie kann ich in dem Vorhaben „45 Rentenpunkte erreichen“ so gar keinen Sinn erkennen! Natürlich ist mir klar, dass sich diese ergeben, wenn man 45 Jahre ein Durchschnittseinkommen hatte. Aber das als Ausgangspunkt für weitere Detailplanungen zu erklären, verstehe ich nicht. Warum sollten gerade diese 45 Punkte ein sinnvolles Ziel sein?

        Es macht doch viel mehr Sinn, sich einmal über eine voraussichtliche Rentenlücke Gedanken zu machen. Das ist je nach Situtation nicht so ganz einfach (speziell in jungen Jahren), aber nur dann kann ich doch entscheiden, ob und wieviel da noch zu ergänzen ist. Und dann anschließend überlegen, womit diese Lücke gefüllt werden soll: Ob mit GRV, priv. RV, eigener oder vermieteter Immobilie, Aktien, ETFs, usw.

        Und als Endergebnis könnte dann ggfs. ein Ziel für die GRV stehen. Aber doch nicht am Anfang der Überlegungen.

        Gruß, Der Privatier

        • Ach, die 45 EP sind halt als „Standardrente“ (auch „Eckrente“) definiert. Man kann sie auch in 23 Jahren schaffen, immer an der Bemessungsgrenze… 🙂
          Meine „Rentenlücke“ gehe ich seit 10 Jahren (Scheidung, Versorgungsausgleich) proaktiv an, indem ich meinen Konsum auf 43% vom Netto einschränke. Klappt schon ganz gut.
          Das Wertpapierdepot habe ich als „Sondervermögen“ beiseite gestellt – sein einziger Verwendungszweck, ausser Erlernen des finanzwirtschaftlichen Handwerks, ist als (möglichst große) Erbmasse für meine Töchter. Eventuelle „Entsparpläne“ überlasse ich dann ihnen.

          • @ suchenwi
            Das Du DEINEN Konsum , auf 43% vom Netto einschränkst , finde ich
            persönlich , eine “ Hammerharte “ Leistung . RESPEKT !!!!
            Aber “ ÜBUNG MACHT JA DEN MEISTER “ . Das Du etwas “ Finanzbildung “ noch
            bekommen möchtest , finde ich persönlich , in dem “ ALTER “ zwar GUT ,
            aber auch etwas zweifelhaft , ob lohnend . Wenn es Dir Spass macht ,
            völlig i.O. , aber Du solltest auch das “ RISIKO “ des “ LEHRGELDES “
            berücksichtigen . Lehrgeld und Risiko ( aber natürlich auch Rendite )
            bei Deiner DAVOR bevorzugten Kapitalanlage , m.M.n. deutlich geringer .
            ( Trotzdem , ein Inflationsverlust , wenn vorher bei Null , rentierlich ) .
            Ich wünsche Dir jedenfalls viel Erfolg und auch viel Spass dabei , aber
            auch “ GENÜGEND ANGST “ , nicht “ ALLES “ mehr wie die Inflationsrate im
            Wert zu mindern ( Also beim Blick in den Rückspiegel nicht mehr Verlust
            gemacht zu haben , wie das die Inflationsrate bei Null ausgemacht hätte ).

            LG Det

        • Tja Peter , ich sehe es irgendwie auch ein wenig anders .
          Asset Allokation = 30/30/30/10
          30% Teil , Versicherungen Langlebigkeitsschutz . Grundlage für “ REBALANCING “
          A) Für eine Person , RECHTEANSPRUCH = Vergleichswert 45RP
          Kapitalstock der z.Zt. dafür benötigt wird , ca. 315k
          B) Für eine Person , Rechteanspruch = Vergleichswert 45RP , HEUTE 315k ,
          Früher z.B. 200k , Dif. 115k um wieder einen Vergleichsrentner
          ca. 1200,00 Euro / Netto-mon. abbilden zu können . Da aber z.Zt.
          „Sofort beginnende Renten “ , in der Anlageform nicht mehr passend
          interessant sind ( Niedrigzinsumfeld ) , Verlagerung auf Rürup/GRV .
          Benötigete 115k dann da zuzuführen ( Bereits erledigt , plus ggf. auch
          noch einen für die Zukunft wieder zuzuführenden Teil ) .
          Um aber einen Vergleichsrentner abbilden zu können oder auch ggf. ein
          Rentnerehepaar = 630k = 30% Grundlage für das “ REBALANCING “ z.Zt. .
          D.h. , ich versuche mich JEDES JAHR , ein wenig “ ANZUGLEICHEN “ .
          Ziel “ IMMER VERGLEICHSRENTNER “ = 45 RP , oder 90 RP Ehepaar .
          D.h. erst dann wieder ein wenig “ UMSCHICHTUNG oder auch REBALANCING “
          wenn eine Anlageklasse ( in dem Fall Versicherung Langlebigkeitsschutz )
          zu weit aus dem “ VORGEGEBENEN “ Rahmen gelaufen ist . Für mich halt
          45/90 RP = 315/630k , abzüglich bereits erworbener Ansprüche , gleich
          derzeitige “ Rebalancing-Masse “ die dann einer “ Aufstockung “ ggf.
          bedürfen . Ich vermute NICHT , das ich eine “ Versorgungslücke “ habe ,
          oder ggf. haben werde , da DIESES zu MEINER “ ASSET ALLOKATION “ gehört .
          Dieses ist für mich KEIN einmaliger Prozess , sondern ein fortlaufend
          ewiger Prozess des “ Anpassen oder auch REBALANCING “ .

          LG Det

          • PS , und je nachdem , in welcher der Asset Klassen 30/30/30/10
            ZUVIEL Zulauf war , wird dann das “ Rebalancing “ versucht ,
            möglichst “ KOSTENNEUTRAL “ durchzuführen . Insbesondere auf
            EK-Steuer Sicht .
            LG Det

        • Okay – ich danke euch für die Erklärungsversuche. Vielleicht sollten wir es damit belassen und dies nicht in eine endlose Diskussion enden lassen, die am Ende doch die meisten Leser nur langweilen wird und vom eigentlichen Thema hier wegführt.

          Insofern sind aber die unterschiedlichen Ansätze einmal ganz hilfreich, um andere Leser bei ihren eigenen Überlegungen ein paar Inputs zu geben.

          Gruß, Der Privatier

          • Dir würde ich natürlich auch als Rentner/Privatier , das “ Rebalancing “
            empfehlen , aber wenn ich alles bisher richtig mitbekommen habe ,
            machst Du das ja eh , 90 RP ( Ehepaar ) plus etwas Rürup / Riester .
            Evt. dann ca. 100RP ??? = 700k benötigter Kapitalstock , z.Zt. oder
            dann ggf. nach Eintritt Rente Ehefrau , 2,5-3k/mon. Rente zum Verbrauch .
            Zusätzlich Immo Lastenfrei , mit Immo Fremd Invest , ca. 30% ???
            Plus UN Beteiligungen ca. 30% / 700k ??? , gleich m.M.n. “ NORMALER “
            Privatier Haushalt ??? So wäre meine Sicht , auf einen Kapitalstock ,
            der für ein relativ “ Sorgenfreies “ Privatierleben benötigt wird ,
            OHNE noch über eine “ Versorgungslücke “ nachdenken zu müssen .
            ( Wenn dann davon ca. 70 bis 80% Vererbt werden könnten / für DICH/WIR
            ja NICHT ZUTREFFEND / würde mich das auch nicht beunruhigen )
            LG Det

  31. Vielen Dank für die tollen Tipps.
    Mein Arbeitsverhältnis endete am 31.12.2017 und die Abfindung wurde am 15.1.2018 gezahlt und ich habe mich im Alter von 65 Jahren arbeitslos gemeldet.
    Ich möchte einen Tipp meines Steuerberaters weitergeben. Als Leihe kann kann mittels moderner Steuersoftware eigene Simulationen durchführen um zu optimieren. Diese Software berücksichtig alle Regeln inkl. „Steuerermäßigung nach § 34 Abs. 1 EStG (Fünftelregelung)“.
    Ich verwende die SoftwareSoftware WISO 2018 Steuer-Sparbuch. Das Arbeitslosengeld, die Abfindung und die Ausgleichszahlung für Rentenabschläge müssen korrekt eingegeben werden und mittels einer Simulation wird die Erstattung ermittelt. Man kann dann verschiedene Optionen z.B. bei der Ausgleichszahlung für Rentenabschläge durchrechnen. In meinem Fall wird die Ausgleichszahlung komplett durch die Steuererstattung bis zu einem Betrag von 21.000.- EUR erstattet. Das ist besser als Rürup und andere Geldanlagen.

    So habe ich es in die Software gemäß nachfolgender Beschreibung eingetragen.
    Zunächst ist das Arbeitslosengeld wie folgt einzutragen im Programm unter „Daten erfassen > Arbeitnehmer, Betriebsrentner und Pensionäre > Lohnsteuerbescheinigungen“
    – Abfindung: Dieser Betrag erscheint auf Anlage N in Zeile 10 . Die einbehaltene Lohnsteuer in Zeile 11 und der einbehaltene Solidaritätszuschlag in Zeile 12
    – Ausgleichszahlung für Rentenabschläge: Dieser Betrag erscheint auf Anlage N in Zeile 10.

    Dann ist das Arbeitslosengeld wie folgt einzutragen im Programm unter „Daten erfassen > Weitere Einkünfte, Bezüge und Ersatzleistungen“
    – Arbeitslosengeld ALG1: Dieser Betrag erscheint auf dem Mantelbogen in Zeile 96.

    Die einzutragen Felder findet man alternativ auch im Programm oben rechts mit der Suchfunktion .

    Viele Grüße Smarter

    • „Ich möchte einen Tipp meines Steuerberaters weitergeben.“

      Okay… der Tipp ist jetzt zwar nicht sooo spektakulär. Sage ich fast in jedem dritten Kommentar zum Thema Steuern, dass man sich dass alles selber einmal durchrechnen sollte. Mehrere Varianten ausprobieren. Und das geht sogar kostenlos mit der Elster-Software.

      Trotzdem: Danke für den Hinweis. Man kann es nicht oft genug wiederholen.

      Gruß, Der Privatier

  32. Danke für die sehr informative Seite, auf die ich erst jetzt gestoßen bin.

    Eine Frage zum Rechenbeispiel: der Rechengang (mathematisch) ist mir klar. Aber warum bezieht sich der Abschlag auf die bis heute (=aktuell) erreichten Entgeltpunkte? Die habe ich doch bereits durch Beiträge erreicht. Ich bin bis dato immer davon ausgegangen, dass sich der Ausgleichsbetrag auf die fehlenden Entgeltpunkte bis zur Regelaltersrente bezieht. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass der Regelbetrag gar nicht erreicht werden kann? Also zweimal „bestraft“, einmal vorzeitiger Rentenbezug und dann fehlende Beitragsmonate?! Besten Dank für eine kurze Rückmeldung.

    • Sie haben das im letzten Satz schon richtig erkannt: Wer die vorzeitige Rente in Anspruch nimmt, muss im Prinzip mit zwei Faktoren rechnen, die die Rente kürzen:

      Einmal fehlen für die Jahre zwischen 63J und 65J+X die Beitragsmonate und andrerseits hat man diesen Anspruch eben erst mit Erreichen der Regelaltergrenze. Nimmt man ihn vorzeitig in Anspruch, so erfolgt die bekannte Kürzung um 0,3%/Monat.

      Gruß, Der Privatier

  33. Man gibt in dem entsprechenden Antrag den gewünschten Zeitpunkt der Rentenzahlung an. Bei der Berechnung, wie hoch der Rentenabschlag zum beabsichtigten Rentenbeginn voraussichtlich sein wird, werden dann auch weitere (fiktive) Beitragszeiten für die künftigen Monate bis zum beabsichtigten Rentenbeginn prognostisch mit einbezogen. Voraussetzung ist aber, dass im Monat, in dem der Antrag auf die besondere Rentenauskunft gestellt wird, für den Versicherten entweder Pflichtbeiträge (zum Beispiel aufgrund einer abhängigen Beschäftigung, einer selbständigen Tätigkeit oder wegen des Bezugs von Sozialleistungen) oder freiwillige Beiträge gezahlt werden.
    Bei versicherungspflichtigen Arbeitnehmern wird dabei das vom Arbeitgeber im Antrag bescheinigte derzeitige beitragspflichtige Arbeitsentgelt bis zum vorgesehenen Rentenbeginn berücksichtigt. Liegen dazu keine Angaben vor, wird von den durchschnittlichen monatlichen Entgeltpunkten der Beitragszeiten des Kalenderjahres ausgegangen, für das zuletzt Entgeltpunkte, zum Beispiel auch für freiwillige Beiträge, ermittelt werden können.

  34. Habe mich 2017 zu einer Ausgleichszahlung wegen vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente entschlossen.Hauptgrund war der Zufluss einer Abfindung,sowie der Abzug von 14,4% bei meinem Jahrgang.
    Was ich mich jetzt Frage ist ob die Ausgleichszahlung ebenfalls wie meine übrigen Renteneinzahlungen mit 14,4% Abzug auf die Rente sanktioniert wird oder davon unberührt bleibt?
    Oder ist der Abschlag in die Höhe des zu zahlenden Betrages bereits einkalkuliert? Ein vollständiger Ausgleich hätte mich über 40k gekostet.Bei der Hälfte davon ergiebt sich bei meiner Steuererklärung 2017 eine vollständige Refinanzierung durchs Finanzamt!

    • Hallo Martin,

      durch die Ausgleichszahlung hast Du zusätzliche Rentenpunkte erworben; das wirkt sich auf die Höhe der Rente aus. Der Abzug wegen vorgezogenem Rentenbeginn wird dadurch nicht verändert.
      Du müsstest eigentlich eine Bescheinigung über die Einzahlung bekommen haben. darin sollte etwas stehen wie:

      „Entsprechend der obigen Formel ergeben sich aus den gezahlten Beiträgen X,XXXX Entgeltpunkte.
      Hieraus sind persönliche Entgeltpunkte zu errechnen, indem die Entgeltpunkte mit dem maßgebenden geminderten Zugangsfaktor vervielfältigt werden:
      X,XXXX Entgeltpunkte multipliziert mit Y,YYY (Zugangsfaktor) ergeben Z,ZZZZ persönliche Entgeltpunkte.“

      Der Zugangsfaktor ist in Deinem Fall 0,856; das sind die 14,4% Abzug.

      Viele Grüße, Hardy

      • Ja Danke für die Antwort.Das Schreiben habe ich bekommen.Allerdings erst nach fast drei Monaten und nach mehrmaligen Anrufen bei der LVA!In der LVA Aussenstelle in meiner Nähe konnte man mir bei einem Vorgespräch zu Zahlung nichts über die Steuerliche Behandlung sagen und verwies mich zum Steuerberater.Diese wuste überhaupt nichts über Abfindungen/Renteneinzahlungen und ich musste alles erst mal erklären.Das Ergebnis überraschte die Beraterin selbst zwischendurch hat sie mehrmals in den entsprechenden Steuergesetzen nachgesehen!Zur Absicherung war ich noch beim Finanzamt dort wollte man meine Unterlagen nicht einmal anschauen.Einzig der Tip wenn sich das Ergebnis des Steuerberaters und des Wiso Steuerprogramms decken könne es ja nicht falsch sein!

        • Kleiner Hinweis: LVAs gibt es schon seit über 13 Jahren nicht mehr. Insofern verständlich, dass die Bearbeitung dort lange dauert… 😀 😀

          Okay, mal im Ernst: Die Bearbeitungszeiten der DRV sind tatsächlich manchmal extrem lang und ich empfinde das als einen unhaltbaren Zustand! Mir hat mal eine Beraterin telefonisch gesagt, Anträge würden 6-8 Monate Zeit in Anspruch nehmen. Unglaublich!!

          Aber natürlich dürfen die Mitarbeiter der DRV und auch die des Finanzamtes keine Steuerberatung durchführen. Das ist schon korrekt und völlig in Ordnung. Dazu gibt es ja Steuerberater. Wenn die dann unfähig sind, hilft wohl nur, sich einen anderen zu suchen.

          Aber ich schließe mich dann mal der Aussage des FAs an: „Wenn sich das Ergebnis des Steuerberaters und des Wiso Steuerprogramms decken kann es ja nicht so falsch sein!“

          Gruß, Der Privatier

    • Hardy hat das zwar schon richtig gesagt, aber hier noch einmal etwas deutlicher:
      Ja, auch die zusätzlich erworbenen Rentenpunkte unterliegen (natürlich!) dem Abschlag für die vorgezogene Rente.
      Aber wenn das ohnehin durchs Finanzamt finanziert wird, würde ich mir über solche Feinheiten keine Gedanken machen.

      Gruß, Der Privatier

      • Mit dem Zugangsfaktor wird der Abzug für den vorgezogenen Rentenbeginn ja bereits in den Betrag der Ausgleichszahlung eingerechnet. Solange der im Antrag genannte Rentenbeginn nicht verschoben wird, erfolgt somit keine weitere Kürzung der zusätzlichen Rente.

  35. Peter , folgender kleiner Gedankengang , durch suchenwi und Haralds Frage bzgl. Rürup inspiriert .
    Ein Ehepaar , die ZUSAMMEN versteuern , ( Eigentümer des Blumentopfes lassen wir mal weg ) ,
    könnten ja eigentlich eine max. Förderquote von ca. 23k*2*0,84 = ca. 38k erreichen .
    Wenn es total egal ist , WER dann WO einzahlt ,( Also Rechteinhaber ist ) könnte ja dann ,
    ein Bruttoeinkommen von ca. 60k-70k ( Gemeinsam ) dazu genutzt werden , mit den anderen Vorsorgeaufwendungen , auf zvE ca. nahe Null zu drücken . D.h. NUR durch den Gang zum
    Standesamt , könnte der Steuervorteil , bei einer 3/4 Verteilung , z.B. einer 48k Brutto
    ( 1/2 Teilzeitjob ) der andere 12k Brutto ( 3/4 Teilzeitjob ) quasi gegen einen
    Versorgungsanspruch GRV/Rürup/Berufständisches Versorgungswerk ( vergisst Du immer ,
    für Basis aber GLEICHGESTELLT ) eingetauscht werden .

    Im Grunde , könnte damit ja dann der eine ( mit 12k ) noch einen eigenen Renten-Anspruch
    GRV / Rürup , NUR , durch die gesparten Steuern des ANDEREN aufbauen . Wäre ja auch eine
    Variante der Verlagerung dieser unpassenden Einkünfte . Quasi von JETZT auf später ?????
    Also erst Berufständisches Versorgungswerk mit AG Anteil weiterfüllen lassen , dann die
    Möglichkeiten im Angestelltenverhältnis ( Teilzeit ) in der GRV mit den möglichen ( Flexi )
    Zusatzfüllungen ausschöpfen , alles was darüber nicht abgefrühstückt werden kann , über
    Rürup wegzubügeln . Bedeutet im Grunde , Teilzeitstelle mal 2 , Beide Pflichtversichert ,
    EK von JETZT auf SPÄTER , Keine Steuerbelastung , Rürup mit 60 Teil 1 , GRV mit 67 Teil 2
    Plus die VORHER bereits ankommenden Renten , Plus die von dem , der NIEMALS in Rente gehen
    WILL , auch weiterhin dort zuordbaren Einkünfte für GKV Betrachtung auf den Kapitalstock
    bei den Berufsständisch Pflichtversichten auch vermutlich in der GKVdR ???
    ( muss ich nochmal den wechsel betr. 9/10 Regel hinsichtlich Zusatzeinkommen dort ,
    genauer prüfen lassen , haben ja manchmal ganz eigene Regeln betr. Beitragspflicht ) .

    Wäre ja auch eine Variante , um die kleine EIGENE Rente noch ein wenig aufzubessern ?????
    Da wäre ich ja auch gleich wieder bei meinen Traumziel von 1k/mon. Einkommen angekommen .
    ( Evt. geht ja auch noch etwas weniger ????? für “ ÜBERWIEGEND “ Hmmmmmm mal sehn ????? )
    Da dann die GKV-Pflichbeiträge 14,4%/2 mit son bischen Rest , bleiben ja wieder so
    800,00 Euro über , dann ( Zusatz – ) Renten , jedoch nicht in der Beitrags-Pflicht GKV ,
    da ja dann im Angestelltenverhältnis Pflichtversichert ( ME und Bar Div. DA ja auch nicht
    PFLICHTIG ). Oder wie würdest Du das sehen ??? Nachher dann ja eh wieder GEMEINSAM gegen Null
    bei den kleinen “ Gemeinsamen “ zvE zu versteuern . Ich glaube das könnte ja auch ein Weg
    sein , um nochmal voller Tatendrang , in das Berufsleben mit ca. 1k/mon. Brutto einzusteigen .
    Dann müsste ich ja auch als Hauptberuflich “ Angestellt “ gelten , der Teil-Privatier Status
    könnte dann zum Glück komplett entfallen und alle “ Pflichten “ insbesondere GKV wieder da .
    Das könnte doch eine Möglichkeit sein , oder ????? Insbesondere wegen der Hochzeitsreise !!!!!
    ( wäre dann nach ca. 30 Jahren , zwar etwas verspätet , aber eigentlich ja auch mal eine
    Möglichkeit , passend zum ( Wieder ) Berufseinstieg , wie bei anderen JUNGEN LEUTEN auch )

    LG Det

    • „..folgender kleiner Gedankengang“

      Naja… ich würde das mal eher einen Rundumschlag nennen. 😉

      Ich habe am Ende völlig den Faden verloren und mich gefragt: „Und was war jetzt die Frage?“ Oder möchtest Du wissen, ob das ALLES so in Ordnung ist?

      Ehrlich gesagt, habe ich maximal die Hälfte verstanden. Und einige Zweifel.
      Es wäre vielleicht einfacher, wenn Du nicht alles zusammen betrachten würdest und die Punkte einzeln klären würdest.

      Da wir uns hier beim Thema „Einzahlung in der GRV“ befinden (kommt das überhaupt vor bei Dir?), hier ein paar generelle Anmerkungen dazu:

      * Dass der Steuervorteil in einen Versorgungsanspruch umgewandelt wird, ist sicher einer der Argumente FÜR eine freiwillige Einzahlung. Richtig. Aus meiner Sicht sollte es nicht das einzige Argument sein, aber ohne dem würde ich es auch nicht machen.
      * Bei der steuerlichen Absetzbarkeit im Rahmen der Höchstbeträge bitte immer daran denken, dass evtl. Beiträge eines Arbeitgebers mit in diesen Maximalbetrag einfliessen.
      * Eine freiwillige Einzahlung in die GRV ist an bestimmte Bedingungen gebunden, z.B.: „Freiwillig“ geht nur dann, wenn man nicht „Pflicht“-Versichert ist.

      Alles andere sind (soweit ich überhaupt folgen konnte) wohl eher andere Fragestellungen.

      Gruß, Der Privatier

      • Nagut , nochmale kleine Einzelüberlegungen .

        A) Wenn es doch Egal ist , ob GRV/Rürup/BVw eine Einzahlung ermöglichen , bei
        “ Höchstmöglichen “ Förder-BEITRAG von z.Zt. ca. 23,X k pro Person , und bei
        Eheleuten halt das doppelte , würde halt eine Höchst-Förderquote von ca. 47k , p.a.
        dabei herrauskommen .
        B) Wenn es weiterhin Egal ist , ob von den beiden Eheleuten , einer Geld verdient , der
        andere eben lieber nicht , für die Berücksichtigung aber beide “ Gemeinsam “ gesehen werden ,
        ist es doch “ Unerheblich “ ( Blumentopf außen vor ) wer von den beiden der Vertragsinhaber
        somit VN und VS Person ist .
        C) Wenn es also Egal ist , ob eine Einzahlung in GRV/Rürup/oder BVw ( Basisversicherungen )
        in Hinsicht auf den “ Einzahler “ und damit auf den Vertragsinhaber , innerhalb einer Ehe ,
        durch die “ Gemeinsame “ Versteuerung , ein Höchst-Förderbeitrag anerkannt wird , kann ja
        auch NUR EINER diesen Höchst-Förderbetrag ( in Summe dann ca. ??k p.a.) für sich in Anspruch
        nehmen ( Ja der andere hat ja evt. auch ein paar eigene Zahlungen abzuführen , ist klar ) .
        D) Damit müsste es jedoch auch total Egal sein , wie die an den einzelnen gebundene
        Basis Versicherung auf VN / VS insbesondere auf die dann jeweils zugrunde liegenden
        Bedingungen der einzelnen Versicherung und VSP auswirkt ……. IST ES ABER NICHT ………
        Der Vertrag , hängt an jeden einzelnen . Auch der Vertrag mit der GRV .
        Wenn man da dann mal länger darüber nachdenkt , könnte sich halt die Förderquote , ggf.
        noch viel besser , auf den jeweiligen Vertragsinhaber , verteilen lassen . Da könnten
        ja dann ganz merkwürdige Konstellationen entstehen ( Nicht einzeln geprüft , aber m.M.n.
        trotzdem möglich ) . Z.B. der eine hat nur noch ein paar Jährchen , evt. 2 oder 3 und
        füllt dann da bis max. MÖGLICHEN auf . Hier dann Vorteil des schnelleren BEZUGES .
        Oder der andere ist bereits in Rente , hat aber noch zusätzlich soviel Einnahmen , das
        die Steuer auch die Einzahlung des Ehepartners mitsubventionieren würde , oder , oder ,
        oder ……….. ( Ein weites Feld tut sich auf !!! )

        Und mit deiner Aussage “ Freiwillig geht nur wenn man nicht Pflicht-Versichert ist “
        liegst Du wohl auch etwas daneben . Z.B. Beide Pflichtversicher , dann kann , wie es
        z.B. oben , suchenwi mitgeteilt hat , es durchaus AUSNAHMEN dieser Regel geben . Z.B.
        um einen vorzeitigen Leistungsbezug ( Abschlag der Rente ) auszugleichen , oder auch ab
        50 , neues Flexirentengesetz , oder vor 45 Irgendwas ??? , u.s.w. , u.s.f. ….
        Sollte das alles NICHT reichen , um den max. MÖGLICHEN Förderbeitrag in Anspruch zu
        nehmen , wäre ja eine Rürup Versicherung , die in der Basis “ GLEICHBEHANDELT “ ist ,
        eine weitere Möglichkeit , die nicht anderweitig unterzubringende Fördermöglichkeit
        da noch abfließen zu lassen . Insbesondere auch auf die da bisher NICHT vorgenommene
        Anrechnung der GRV bei der WuW Rente . ( Also eigener Leistungsbezug aus Versicherung
        ohne eigenen Rechtsanspruch bei gleichzeitigen Vorliegen eigener Ansprüche aus Rürup )
        Wird zumindest m.M.n. zur Zeit durch GRV WuW Rente noch nicht gemacht ????? Oder hast
        Du da andere Kenntnisse ????? Das wäre “ Überlegung “ Teil 1 , zu der “ VERTEILUNG “ des
        Höchstmöglichen Förderanspruchs bei Eheleuten ( s.o. 2018 , 47616*0,86 = 40948 Euro p.a. )

        Oder sind da deiner Meinung nach , irgendwelche Gedankenfehler ?????
        Also insbesondere in den “ Auswirkungen “ bei der “ VERTEILUNG “ .
        Rürup , GRV , BVw in der Basis “ GLEICHBEHANDELT “ , Rürup hat jedenfalls
        KEINE Annahmenverweigerungen der Höchstförderquotenbeiträge ( Incl. Berücksichtigungen ) .
        LG Det

        • Naja, das geht ja schon was besser… ich versuche mal ein paar Antworten:

          Zu A) Richtig, für 2018 können maximal 47.424€ an Altersvorsorgebeiträgen für ein Ehepaar berücksichtigt werden. Steuerlich wirksam sind 2018 davon 86%.

          Zu B) Richtig, es ist unerheblich, wie die Einkommensverteilung der Ehepartner ist und für wen die AV-Beiträge eingezahlt werden. Es zählen nur die Summen.

          Zu C) Richtig, siehe Antwort B)

          Zu D1) Richtig, man kann sich unterschiedliche Szenarien und Verteilungen überlegen.

          Zu D2) Dein Einwand ist richtig. Mit „freiwillig geht nicht bei Pflichtversicherung“ hatte ich nur die freiwilligen Monatsbeiträge gemeint. Ausgleichszahlungen für Rentenabschläge kann man auch als Pflichtversicherter leisten.

          ZU D3) Richtig: Alles was als Basisversicherung zählt, ist steuerlich gleichberechtigt. Auch gemischt.

          Zu D4) Das Thema Witwen- bzw. Witwerrente wäre mehr als ein eigenes Kapitel wert (steht bei mir auf der ToDo-Liste). Würde hier aber wohl den Rahmen sprengen.

          Zu D5) Eine Annahmeverweigerung im Hinblick auf die steuerlichen Maximalsätze gibt es auch bei der GRV nicht. Meine im obigen Beitrag ausgerechneten Summe von ca. 48.800€ hätte ich durchaus einzahlen können, auch wenn es deutlich mehr ist, als die steuerliche Maximalsumme. Allerdings hätte ich wohl nicht mehr einzahlen können. In einer Rürup-Versicherung hingegen könnte man auch 60.000€ einzahlen.

          So, ich hoffe, ich habe nichts übersehen…?

          Gruß, Der Privatier

          • Na geht doch Peter ( lach )
            So , da Wir nun Teil 1) abgeschlossen haben , nun Teil 2)

            Wie hoch sollte das zu berücksichtigende Einkommen sein , um an einer
            maximalen Fördermöglichkeit teilzunehmen , wie bereits unter A) geklärt ,
            mit den möglichen Verteiltöpfen “ Basis “ ???
            Bei Eheleuten , bin ich da so auf etwa 60 bis 70k p.a. Brutto gekommen ,
            um den maximalen Förderbetrag bei ca. Null EK-Steuer von der vorgelagerten
            in die nachgelagerte Verst. zu bringen ??? Oder würdest Du das anders sehen ???
            Sind ja neben “ Basis “ auch noch 1 ( oder 2 mal wenn keine Fam. Vers. ) mal
            KV/PV und son paar andere Sachen zu berücksichtigen .

            PS , NUR für Dich Peter ( zu D4 ) , zum einlesen , worüber Du ja nochmal
            nachdenken wolltest , findest Du unter ( SGB VI ab § 87 ff. ) . Aber
            evt. muss ich mich ja da dann auch nochmal einlesen ??? , wenn ich doch noch
            die Rentenerhöhung MIT GKV Pflichtprogramm über o.g. Vorgehensweise wähle ???
            Und um da dann so ca. 1k/mon. “ Pflichtversichert “ hinzuverdienen , bei
            einer 3/4 Stelle wegen dem “ Überwiegend “ Anspruch der GKV , wäre
            doch eine LOHNGRÖßE von ca. 60 bis 70k fürs “ Gesamteinkommen “ recht passend ,
            so für 2 bis 3 Jahre Hinzuverdienst , oder wie würdest Du das sehen ???
            Time will tell .

            LG Det

          • Also dann – Teil 2 (wieviel kommen denn da noch?? 🙁 ):

            Mit der Größenordnung von 60-70k p.a. Einkommen könnte es in etwa passen, wenn es Dein Ziel ist, keine Steuern zu zahlen. Bedenke aber: Je weiter Du Deinen Steuersatz Richtung Null bewegst, desto weniger effektiv ist die Einsparung. Am effektivsten in der Einsatz am oberen Ende. Also ggfs. mal über eine Verteilung über mehrere Jahre nachdenken.

            Und ich will noch einmal erwähnen, dass die Beiträge zur RV, die für einen pflichtversicherten Angestellten gezahlt werden, die maximale (sinnvolle) Einzahlung reduzieren. Wer 70k an Brutto-Einkommen hat, hat bereits ca. 13.000€ (AG+AN) eingezahlt.

            Gruß, Der Privatier

          • Peter , es kommt kein Teil 3) mehr . Relaxxxxx

            Aber NOCHMAL , damit es für “ ANDERE “ evt. “ VERSTÄNDLICH “ wird .
            Es besteht die “ MÖGLICHKEIT “ ein Brutto Lohn eines Ehepaares , in
            etwa der Höhe von ca. 60 bis 70k / p.a. “ Gemeinsame Versteuerung “
            in eine Rentenversicherung ( Egal wie DIESE innerhalb der 3 “ BASIS “
            Versicherungen GRV/Rürup/BVw “ VERTEILT “ werden ) von der “ VORGELAGERTEN “
            ( Also gleich durchs FA eingezogen ) in die “ NACHGELAGERTE “ Versteuerung zu
            bringen . Damit müssten “ GENUG “ Möglichkeiten , gegeben sein , um einen
            passenden Kapitalstock für die “ RENTE “ ( Da auch wieder Egal welche von
            den 3 gewählt wurden ) NICHT ans FA abzugeben , sondern lieber in
            RENTENANSPRÜCHE ( Wieder bei den 3 Basisvers. bestehend ) umzuwandeln .
            DIESES wollte ich DIR und ggf. den ANDEREN Mitlesern damit mitteilen .

            Daher verstehe ich auch immer nicht so recht , die Fragen in den Finanzblogs ,
            wie am besten Geld für die Altersvorsorge angelegt werden kann . M.M.n. ,
            stehen doch bereits bei den 3 Basisversicherungen , GENUG Möglichkeiten offen ,
            für ein “ Auskömmliches “ Alterseinkommen zu sorgen . Aber selbstverständlich
            ist auch HIERBEI zu beachten , A) Langlebigkeitsrisiko , B) Vererbbarkeit der
            Ansprüche , C) Bildung des Kapitalstocks HEUTE mit etwas Steuerfreiheit , da
            dann später wiederum die Kapitaleinkünfte “ RENTE “ in der Zukunft
            ( Dann aber vermutlich mit einen kleineren zvE ) mit den Beiträgen
            für KV/PV und Steuer belastet ist . Und somit hat doch m.M.n. jeder selber die
            Möglichkeit , über die lange “ Ansparphase “ seines Lebens , einen passenden
            Kapitalstock Altersvermögen für das RISIKO “ Langlebigkeit “ aufzubauen .
            Somit kann doch praktisch jeder selber überlegen , ob es für Ihn sinnvoller ist ,
            einen “ ungeförderten “ Kapitalstock in z.B. ETF Vermögen , oder einen “ geförderten “
            Kapitalstock “ Basisrente “ für seine Bedürfnisse passend aufzubauen .
            So wäre zumindest meine Meinung , sowohl zu der GRV , wie auch zu Rürup oder
            auch BVw . Das sind einfach “ Basisversicherungen “ für das Langlebigkeitsrisiko .
            Die Förderquote ist jedenfalls m.M.n. EXTREM , und muss ja auch erstmal geleistet
            werden können ( Also nach Zahlung von z.B. 46k noch genügend zum Leben über zu haben ).
            Somit Abschluss TEIL 1) und Teil 2)

            LG Det

  36. Aus einem Artikel in der Zeitung habe ich entnommen,dass man aus Einmalzahlungen / Bruttoeinspeisung 50 % steuerfrei über den Arbeitgeber direkt UG / WG / Tantieme Einzahlungen vornehmen lassen kann, wenn der Arbeitbeber sich hierzu bereit erklärt….

    Habe mit meinem Arbeitgeber gesprochen und ihn gebeten mein Urlaubsgeld / Weihnachtsgeld mit dem Verwendungszweck RM (Rentenminderung )direkt aus dem Brutto an die DRV zu überweisen.

    Meine Überlegung hierzu ist die analoge Versteuerung zur Abfindung.Möchte ab 50 Jahren 26 Einzahlungen bis 63 Jahre ausschließlich aus Sonderzahlungen vornehmen.

    Beispiel : Urlaubsgeld & Weihnachtsgeld im Jahr / Arbeitgeber zahlt aus

    meinem Brutto direkt ein / Fazit 50 % steuerfrei analog Abfindung, die anderen 50 % werden bei mir im Lohnabzugsverfahren versteuert.

    Dies Möglichkeit scheint in der SAP / Welt / Entgeltabrechnung noch nicht durchgedrungen zu sein.

    Mein Arbeitgeber prüft derzeit.Eine Anrufungsauskunft bei Finanzamtist in Arbeit.Kann mir jemand hierzu sachdienliche Hinweise geben? Ansonsten werde ich die bisherige steuerliche Absetzbarkeit vollumpfänglich bei meiner Steuererklärung nutzen.

    Vielen Dank vorab.

    • In der Tat eine recht interessante (aber weitgehend unbekannte) Möglichkeit, steuerfreie Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung vorzunehmen.
      Basis ist hier §3 Nr.28 EStG, in dem die Förderung des vorzeitigen Ausscheidens aus dem Berufsleben geregelt ist. Im ersten Teil werden die Aufstockungszahlungen des AGs im Rahmen einer Altersteilzeit geregelt und dabei geht dann der Nachsatz ein wenig unter. nämlich:

      „Steuerfrei sind… die Zahlungen des Arbeitgebers zur Übernahme der Beiträge im Sinne des § 187a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch, soweit sie 50 Prozent der Beiträge nicht übersteigen“
      Und das sind eben genau die Beiträge zum Ausgleich der Abschläge für eine vorzeitige Rente (also genau das Thema, das im obigen Beitrag behandelt wird).

      Von daher meine Einschätzung: Prinzipiell möglich, ob man dies mit dem Arbeitgeber vereinbart bekommt, dürfte eine andere Frage sein und aufgrund der wohl sehr seltenen Anwendung u.U. auf Widerstand stoßen. Wie dies im Einzelnen vom AG durchzuführen ist, kann ich leider nicht beantworten.
      Ich gehe aber davon aus, dass natürlich erst einmal die Voraussetzungen des §187a vorliegen müssen. also ein Mindestalter von 50 Jahren vorliegen muss. Weiterhin sollte ein Antrag (und Bescheid) über die Höhe des Ausgleiches für die Abschläge vorliegen. Wenn dann der AG das organisatorisch auf die Reihe bekommt, wäre das aus meiner Sicht eine Vorgehensweise, die ich auf jeden Fall wahrgenommen hätte, wenn es mir seinerzeit bewusst gewesen wäre.

      Es wäre sicher interessant, hier einmal von den weiteren Erfahrungen eine kurze Rückmeldung zu lesen!

      Gruß, Der Privatier

  37. Danke für Ihre erste Einschätzung,die mich in meinem Tun und Handeln ermuntert hat.Ihrer Bitte komme ich gerne nach und werde meine Erfahrungen in diesem Forum fortschreiben,sofern es von allgemeinem Interesse ist.

    Warten wir einmal die Anrufungsauskunft beim Finanzamt ab.

    • Meine Frau bekommt dieses Jahr wegen einer Betriebsschließung eine Abfindung. Ich versuche durch den Steuerdschungel durchzusteigen.. Also prinzipiell ist der AG bereit §187a in Verbindung §3 Nr28 EStG anzuwenden. Ich möchte nun gerne in einem Steuerprogramm die Daten erfassen und verschiedene Szenarien durchspielen und vergleichen. Ich gebe hier mal fiktive Werte an:
      Abfindung 30000€
      Bruttoverdienst im Jahr der Abfindung 20000€
      Der AG würde die 30000€ komplett in die RV einzahlen (V210 ist gestellt und akzeptiert).
      Also nach §3 Nr28 EStG wären 15000€ steuerfrei und würden dann auch nicht Richtung Finanzamt auftauchen.
      Nur ich weiss nicht in welche Spalte der AG die anderen 15000€ eintragen wird.
      Meine Annahme ist:
      1. Bruttoverdienst in Zeile 3
      2. 15000€ in Zeile 10
      3. und nochmal diese 15000€ in Zeile 22a ?
      4. den aus 1 resultierenden RV Betrag in Zeile 23a (ca 3000€) ?
      Müssen noch mehr Eintragungen dazu gemacht werden?
      Vielen Dank im voraus
      P.s. habe per Suche leider keine konkreten Angaben dazu finden können

      • Tja, wie ich oben schon geschrieben habe: „Wie dies im Einzelnen vom AG durchzuführen ist, kann ich leider nicht beantworten.“

        Es ist ja schon schön, wenn sich der Arbeitgeber überhaupt dazu bereit erklärt, denn ich gehe einmal davon aus, dass dort eine ähnliche Unkenntnis herrscht. Und selbst mit einer Auskunft des FAs wird man in der Lohnbuchhaltung nicht viel weiter kommen, da ja die Abrechnungssoftware mit den entsprechenden Vorgaben versorgt werden muss.
        Wenn die Software (und der Bediener) diese Regelung korrekt berücksichtigen, wird am Ende auch das Ergebnis herauskommen, das dem FA gefällt.

        Nur hilft das jetzt alles bei der Simulation nicht viel…

        Ich denke, ich würde für eine Simulation zur Vereinfachung so tun, als wenn es sich um „normale“ Beiträge zur Rentenversicherung handeln würde. Denn auch dort zahlt ja der AG steuerfrei die Hälfte, die andere Hälfte der AN aus seinem Einkommen. Soweit ich das gerade überblicke, müsste für die Betrachtung der Steuer dasselbe Ergebnis herauskommen.

        Oder vielleicht doch einmal ein paar Euros investieren und diese Aufgabe einmal an einen Steuerberater weiterreichen? (In der Hoffnung, dass der eine Antwort hat 😉 )

        Gruß, Der Privatier

  38. Meine Einschätzung ist, das die restlichen 50 % auf der elektronischen Lohnsteuerbescheinigung unter Nr.3 Bruttoarbeitslohn dokumentiert werden und man diesen Betrag aus dem versteuerten Netto bei der Steuer in Abzug bringen kann.

    Eine Anfrage bei Finanzamt erscheint hier geboten.In diesem Fall empfehle ist ein Antrag auf Erteilung einer verbindlichen Auskunft gem.§ 89 Abs.2 AO .Ist allerdings nicht kostenlos.

    Er gibt im Internet eine Anwaltsrechtskanzlei in Mannheim,die sich mit der Themaa befasst hat.

  39. Bei mir ist es bald soweit.
    Anfang Februar habe ich den „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“ (kurz: V0210 🙂 ) gestellt, letzte Woche kam die Auskunft.
    Durch vorgezogenen Rentenantritt Aug. 2019 fehlen mir 4.8190 EP. Die notieren dieses Jahr bei 7044.3780 €.
    Da noch durch den Zugangsfaktor 0.898 dividiert wird, kann ich also max. 37802.74 € freiwillig nachzahlen.
    Steuerlich ist die Höchstgrenze für anerkannte Sonderaufwände Altersvorsorge dieses Jahr bei 23712 € (= Höchstbeitrag Knappschaft). Davon gehen zunächst die RV-Pflichtbeiträge AG+AN ab, hochgerechnet 7786 €, bleiben 15926 € freiwilliger Beitrag für 2018 – bringt 2.03 pEP mehr.
    Als „Dividende“ daraus kann ich 2019 mit mindestens 780€ zusätzlicher Bruttorente/Jahr rechnen (aktueller Rentenwert 32.03 ab 1.7.2018 zugrundegelegt), jährliche Erhöhungen sind zu erwarten. „Dividendenrendite“ 4.9%.
    „Brutto“ heißt natürlich: KV+PV gehen erstmal ab, am Ende auch ESt+Soli+KiSt.
    Andererseits senkt die frw. Einzahlung ESt+Soli+KiSt für 2018 um über 30% der Beiträge, könnte man „Disagio“ nennen.
    Ich warte noch einen Monat auf die Gehaltsabrechnung April (IG Metall-Tariferhöhung), um reale Zahlen für die dann fälligen RV-Pflichtbeiträge zu haben, rechne damit noch mal „spitz“… und zahle dann passend ein.
    Amortisationszeit wg. Abschlag knapp 253 Monate, aber es ist halt eine „Wette auf Langlebigkeit“. Sollte ich die nicht erleben, hat die DRV eben einen Spekulationsgewinn gemacht, den ich ihr (und den Versicherten) von Herzen gönne 😀

    • Hallo suchenwi,
      die Einzahlung 2018 kann man auch erst im
      Dezember machen, keine Eile, dann hat
      man auch die exakten Zahlen. Man darf
      aber max. nur in zwei Raten pro Kalenderjahr einzahlen.
      Eventuell (je nach Steuerprogression)
      ist auch noch eine kleine Einzahlung im Frühjahr 2019 sinnvoll,geht aber nicht mehr wenn man schon in Rente ist.

      • Hallo Ulrich,
        in der „Auskunft“ steht: „Diese Rentenminderung kann bis zum 31.07.2019* durch Zahlung von Beiträgen ausgeglichen werden.“
        *: letzter ATZ-„Arbeits“tag, ab Tag drauf vorgez. Rente

        „Sollten Sie nach dem 31.07.2019 Beiträge zahlen wollen, müssen Sie eine neue Auskunft beantragen. Eine Ausgleichszahlung ist jedoch nicht mehr möglich, sobald Sie eine abschlagsfreie Altersrente beziehen können.“

        Aber wie oben vorgerechnet, will ich 2018/19/20.. jeweils soviele frw. Beiträge zahlen, dass die Obergrenze Sonderaufwände Altersvorsorge genau erreicht wird. Das kommt mir steuerlich am sinnvollsten vor.
        Wenn diese Ausgleichszahlung erfüllt ist, ist der nächste Schritt frw. Beiträge mit V0060. Vor allem 2020, da kommt eine ganz gute Abfindung, dass es rechnerisch besonders gut ist, ein sonstiges vzE unter 0 (Rente – frw. Beitr.) zu haben…

      • Ach, noch zu den „exakten Zahlen“ der RV-Pflichtbeiträge: die sehe ich monatlich auf der Gehaltsabrechnung. Im April steigen die wg. Tariferhöhung.
        RV-Pflichtbeiträge auf Einmalzahlungen fallen nicht an, weil nach ATZ-Vertrag der AG die Pflichtbeiträge „freiwillig“ auf Höchstbeiträge aufstockt.
        Insofern kann ich den AN-Beitrag von April * 9 (Monate) * 2 (AG+AN) rechnen, dazu die Summe der Jan-März-Beiträge * 2, das wird dann die Jahressumme.
        Unter der Voraussetzung, dass ich das RV-Beitragssystem richtig verstanden habe… 😉

    • Noch ein kleiner Hinweis von mir: Ist vielleicht vielen längst klar, aber es schadet ja nicht, noch einmal daran zu erinnern:

      Die Vorgehensweise zur Berechnung der steuerlichen Wirksamkeit der eingezahlten Beiträge ist nämlich etwas anders als womöglich angenommen. Diese funktioniert wie folgt:

      * Die Summe aller Einzahlungen (AG+AN+freiw. Einzahlungen) wird gebildet.
      * Diese wird ggfs. auf das Maximum des jeweiligen Jahres begrenzt (Bsp.: Ledige in 2018: 23.712 €).
      * Auf den so ermittelten Betrag wird der steuerl. Prozentsatz des Jahres angewandt, also für 2018: 86%. Bei maximaler Ausnutzung bleiben also: 20.392€
      * Von dieser Summe wird der vom AG steuerfei gezahlte Anteil der RV-Beiträge abgezogen.
      * Der verbleibende Rest ist der vom AN gezahlte und steuerlich zu berücksichtigende Anteil.
      * Zieht man nun noch den im laufenden Jahr über das Gehalt einbehaltenen Anteil des AN ab, so verbleibt der steuerlich wirksame Anteil, der über die freiwillige Einzahlung erreicht werden kann.

      Und das ist man manchmal doch etwas weniger, als man sich zunächst erhofft hatte.

      Gruß, Der Privatier

      • So hatte ich auch gerechnet. Konkret:
        (1) ohne frw.B. 7786(AG+AN)*0.86 – 3893(AG) = 2803
        (2) mit frw.B. (7786+15926)*0.86 – 3893 = 13696

        Delta: 13696 – 2803 = 10893 (Senkung zvE durch frw. B.)
        10893/15926 = 68.4% der frw.B. vom zvE absetzbar

        Hinzu kommt, das kann ich nicht mehr rechnen, dass der Steuersatz aus reduziertem zvE auch die Versteuerung der ATZ-Aufstockung unter Progressionsvorbehalt beeinflusst. (Wird im Steuerbescheid leider nicht aufgeschlüsselt).

        • Ja, richtig gerechnet! Und das zeigt eben, dass von der Einzahlung nicht (wie oft angenommen) 86% steuerlich wirksam werden, sondern in deinem Beispiel nur 68%. Update: Das ist falsch (siehe folgende Kommentare!)

          Gruß, Der Privatier

        • Ich komme im Fall (2) auf 16499 EUR. Aus (2) – (1) = 13.696 EUR ergibt sich der Abzugsbetrag dann eben doch aus 86% der zusätzlichen Einzahlung. Zur Sicherheit noch Mal mit meinem Steuerprogramm gegengeprüft. Zu Beachten ist, dass bei dem möglichen Höchstbetrag der AG- und AN-Anteil zur GRV berücksichtigt werden.

          • Das würde mich allerdings schon sehr wundern! Komme allerdings nicht so schnell dazu, das mal per Programm zu prüfen.

            Gruß, Der Privatier

          • Das passt so, vom AG+AN Anteil lassen sich insgesamt 86% absetzen, der AG Anteil gilt da steuerfrei schon zu 100% abgesetzt, daher ist für den AN Anteil die Absetzquote
            entsprechend geringer, genau 2803/3893=0,72.
            Für freiwillige Zusatzzahlung en gibt es keinen steuerfreien AG Teil und damit ist die Quote bei 86%,
            also noch besser als von suchenwi berechnet.

          • Okay, sorry – ich muss mich korrigieren! Frei_2020 und Ulrich haben Recht.

            Ich habe es gerade einmal nachgerechnet – und dazu braucht man nicht einmal ein Steuerprogramm. Denn Suchenwi hat oben ganz einfach falsch gerechnet!

            Und wenn ich zuerst bestätigt habe, er habe richtig gerechnet, so habe ich den Rechenweg gemeint. Der ist korrekt. Ich habe das nicht wirklich nachgerechnet. UNd ist bei Pkt.(2) ist ganz einfach falsch gerechnet worden.

            Von daher noch einmal: Frei_2020 und Ulrich haben Recht. Ich muss allerdings sagen, dass mich das Ergebnis immer noch erstaunt. Ich hätte wetten können, dadurch, dass der AG-Anteil zu 100% abgezogen wird, würde der freiwillige Beitrag weniger wirksam. Mal wieder was dazu gelernt.

            Danke für das aufmerksame Mitlesen!

            Gruß, Der Privatier

          • Ich bitte um Entschuldigung für die Verwirrung, die in der Tat durch meinen Rechenfehler entstand. Ich hatte Zwischenergebnisse von Hand notiert und beim Kommentieren ein falsches übernommen. Hier der „vollelektronische“ Rechenweg, bei dem ich modulo Rundung auch auf 86% komme:
            > 23712-7786
            15926
            > (7786)*0.86-3893
            2802.96
            > (7786+15926)*0.86-3893
            16499.32
            > 16499-2803
            13696
            > 13696/15926*100
            85.99773954539747

            Sorry nochmal! :-}

  40. Hallo zusammen,

    da ich im Moment nicht ebenfalls in einer Abfindungsphase befinde, bin ich auf diese Seite gestoßen und bislang schlichtweg begeistert.

    Jetzt drängt sich mir hier aber eine Frage. Mir wird ein Aufhebungsvertrag von 250.000€ angeboten. Der Arbeitgeber bietet von sich aus an, einen Teil der auszuzahlenden Abfindung gleich an die deutsche Rentenversicherung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger in Anspruch Name einer Rente von Alters wegen abzuführen. Hier habe ich nun eine Frage. Was ist denn nun die sinnvollere Möglichkeit, speziell auch in steuerlicher Hinsicht.

    Dieses Angebot annehmen, und einen bestimmten Betrag X an die Deutsche Rentenversicherung ab zu führen, oder den steuerfreien Höchstbetrag von circa 40.000 € in eine neue Rente einzuzahlen, oder aber in meinen bestehenden Riester Renten Vertrag ein zu zahlen.

    Ich freue mich schon auf eure Antworten und Ratschläge.

    Viele Grüße Robert

      • Vielen Dank schon mal für eure Einschätzungen mein kleines Problem betrffend.

        Ich habe jetzt zunächst für nächste Woche einen Termin bei der Deutschen Rentenversicherung vereinbart, um hier mal ein paar Szenarien durchspielen zu können. Ich bin 51 Jahre alt, und zur Erfüllung der Regel Wartezeit von 35 Jahren, fehlen mir noch fehlen mir noch drei oder vier Jährchen. Also ein überschaubarer Zeitraum, und somit auch eine überschaubare Summe. Daher werde ich mal bei der Deutschen Rentenversicherung anfragen, wie ist denn aussehen würde, wenn ich diese 35 Jahre jetzt einfach voll machen würde, und ob das im Rahmen einer Einmalzahlung passieren könnte, um hier auch die oben schon erwähnte Steuerfreiheit für einmal im Jahr gezahlte Beiträge zur Altersvorsorge in Anspruch zu nehmen.

        Danach führt mich mein Weg dann noch zum Rechtsanwalt und Steuerberater, dann sollte ich klarer sehen, und ein entsprechendes Bauchgfühl bekommen haben. Ich werde dann hier weiter berichten.

        Danke nochmals und viele Grüße Robert

        • Hallo Robert,
          der steuerliche Aspekt ist relativ kompliziert. Man muß die progressionsdämpfende Wirkung der Rentenbeiträge insbesondere unter Anwendung der 5-tel Regelung für die komplette bzw. verminderte Abfindung (vermindert um die vom AG geleisteten Sonderzahlungen zur RV) betrachten.
          Am effektivsten wäre eine direkte AG Zahlung in die RV im Jahr 2018 (bis zum steuerlichen Höchstbetrag ca. 40k bei Verheirateten)
          und die Auszahlung der Restabfindung 2019, dann könnte man 2x die 40TDM ausnutzen.
          Zur genauen Betrachtung benötigt man dann das sonstige zu versteuernde Einkommen für die beiden Jahre, die Steuerklasse und die durch die Erwerbstätigkeit oder die Arbeitsagentur Beiträge zur RV.

          • Danke Ulrich für deine Erklärung. Für mich ist das jetzt alles ein sehr weites und übersichtliches Feld. Ich habe mich in den letzten Tagen und Wochen mit gefährlichem Halbwissen belesen. Diese einzelnen Punkte, welche ich jetzt für mich als wichtig erachte, werde ich jetzt mit Rentenversicherung, Steuerberater und Rechtsanwalt besprechen. Falls da etwas völlig konträres zu dem hier beschriebenen sich ergeben sollte, werde ich auch das sicherlich nochmals hinterfragen.

        • „…wie ist denn aussehen würde, wenn ich diese 35 Jahre jetzt einfach voll machen würde, und ob das im Rahmen einer Einmalzahlung passieren könnte…“

          Nein, das geht so einfach nicht.
          Es gibt zwei Möglichkeiten der freiwilligen Einzahlung:
          a) Monatsbeiträge: Zur Aufstockung der Wartezeiten. Auf Antrag. Begrenzt auf max. Höhe gemäß Beitragsbemessungsgrenze. Kann auch als Einmalzahlung gegen Ende eines Jahres bis in den März des Folgejahres gezahlt werden.
          b) Ausgleich für Rentenabschlag: Keine Wirkung auf die Wartezeiten. Ebenfalls auf Antrag. Begrenzt nur durch die Höhe des ausgerechneten Betrages. Kann in Teilbeiträgen über mehrere Jahre gezahlt werden.

          Gruß, Der Privatier

    • Wie immer sind Fragen, ob die eine oder andere Vorgehensweise hinsichtlich der Steuer sinnvoller ist, nur anhand konkreter Zahlen zu beantworten. Sprich: Man muss es ausrechnen. Entweder per Steuerprogramm oder über einen Steuerberater.

      Ich würde hier auf jeden Fall einen Steuerberater empfehlen, denn die vorgeschlagene Vorgehensweise ist bislang eine eher selten gewählte Variante, so dass es kaum Erfahrungswerte gibt.

      Ich habe den Eindruck, dass die teilweise Einzahlung in die GRV durch den AG zumindest keine Nachteile mit sich bringt. Ob sich ein Vorteil ergibt, müsste man dann einmal berechnen.
      Ich hätte nur insofern ein wenig Bedenken, weil diese Variante eine Abhängigkeit von unterschiedlichen Stellen mit sich bringt: Deutsche Rentenversicherung (Antrag und Genehmigung), Arbeitgeber (korrekte Durchführung) und Finanzamt (Anerkennung). Die „einfache“ Auszahlung einer Abfindung ist da wesentlich einfacher.

      Von daher noch einmal der Hinweis: Ich würde einen Steuerberater befragen.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Eine Riester-Rente ist definitiv für solche Vorhaben ungeeignet. Sinnvoll sind nur sog. Basis-Versicherungen, also: GRV, Rürup oder berufliche Versorgungswerke.

    • Hallo Robert
      Von den Riesterrenten , Keine Ahnung !!!

      Aber : Evt. mal Kap. 6.8.2 lesen , incl.
      Kommentaren , hier ggf. Kommentar von Joachim vom 12.09.17
      einer weiteren überprüfung unterziehen , ob dieses evt. eine
      Möglichkeit der “ Minderung “ hergibt .
      Betr. Einzahlungen vom AG an die GRV

      LG Det

      • Hallo Det,

        vielen Dank für die interessante Stelle. Habe ich gleich verschlungen und versucht zu verstehen ;-))

        Jetzt kann ich bei meinen Gesprächen sogar schon Referenzstellen und Gesetzestexte anführen. Was will man eigentlich mehr?

        Viele Grüße Robert

    • Vielen Dank an alle Kommentatoren, die hier einige Tipps gegeben haben.
      Det hat schon darauf hingewiesen, dass wir das Thema schon einmal in einigen Kommentaren angesprochen haben.
      Ich habe daher die ganze Diskussion hierhin verschoben, da die ganze Thematik eigentlich nichts mit der Riesterrente zu tun hat und hier bei der Einmalzahlung sehr viel besser aufgehoben ist.

      Gruß, Der Privatier

  41. Hallo,
    ich bin mit 61 Jahren seit Januar 2018 in der vorgezogenen Rente als Schwerbehinderter. Die Minderung wegen der vorgezogenen Altersrente habe ich bereits ausgeglichen.
    Nebenbei bin ich im Rahmen der Flexi-Rente selbständig tätig und suche nach Möglichkeiten, meine Steuerzahlungen zu optimieren, z. B. durch Vorsorgeaufwendungen.

    Dabei bin ich auf folgende Aussage auf den Seiten der DRV gestoßen: „Die Rente kann auch durch freiwillige Beiträge erhöht werden. Wer eine vorgezogene Altersrente erhält, kann bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze freiwillige Beiträge zahlen. Die Regelung galt bisher nur für Altersteilrentner und Erwerbsminderungsrentner. Seit 1. Januar 2017 dürfen sich nun auch Altersvollrentner freiwillig versichern. Für wen sich die Beitragszahlung lohnen kann, erfahren Sie bei Ihrem Rentenversicherungsträger.“ Bei einer telefonischen Nachfrage wurde das für meinen Fall bestätigt.

    Die freiwilligen Einzahlungen in die gesetzliche Rente werden hier zwar verschieden bewertet, vielleicht passt es aber für den Einen oder Anderen.

    Viele Grüße, Hardy

  42. Ich bin bezüglich Recherche freiwilliger Einzahlungen in die gesetzliche Rentenversicherung über dieses interessante Forum gestoplert. Ich spiele mit dem Gedanken eventuell 2 Jahre früher in Rente zu gehen, also mit 63 Jahren +6 Monaten anstatt mit 65 Jahren + 6 Monaten. Als „besonders langjahriger Versicherter“ (45 Jahren Beitragszahlungen) würde ich diese Rente mit 65 Jahren + 6 Monaten erreichen.
    Die Frage die ich habe, bezieht sich auf die Höhe der steuerlichen Absetzbarkeit der Beiträge.

    Beispiel:
    Ich liege über der Beitragsbemessungsgrenze (5800€/Monat), mein Arbeitgeber und ich zahlen zusammen im Jahr rund 12390€ in die RV ein. Die max. Höhe der anrechenbaren Vorsorgebeiträge liegt 2018 bei ca.24000,-€ (für Ledige).

    Frage? Rechne ich hier fogendermaßen richtig:
    Sind für 2018 86% von 24000,-€, d.h. ca.20640,-€ absetzbar? Dabei Rentenbeiträge AG+AN 12390€, hiervon 86%, also 10655€ anzüglich AG-Anteil von 6195€ = 4460€

    Diese 4460€ ziehe ich von den max.absetzbaren Vorsorgeaufwendungen 2018 (ca.20640,-€) ab, so dass steuerlich für 2018 ca.16180,-€ zum tragen kommen?
    Überschläglich komme ich für die 2 Jahre, welche ich früher in Rente gehen will auf eine freiwillige Einzahlung von ca.30500,-€. Wenn ich diese Einzahlungen auf 2 bzw. besser 3 Jahre verteile und bei meinen Steuersatz würde ich eine Steuerrückerstattung von insgesamt ca.10900,-€ erhalten.
    Ich werde aber erst einmal eine verbindliche Auskunft beim Rententräger in den nächsten Tagen einholen. Wenn ich die entsprechende Höhe der Einzahlung kennen, lasse ich von meinem Steuerberater alles mit „spitzen“ Bleistift durchrechnen.

    • Ich habe in einem anderen Kommentar einmal die offizielle Berechnungsvorschrift erläutert.
      Da die Zahlen dort ebenfalls für Ledige und für das Jahr 2018 verwendet wurden, sollte das genau passen.

      Im Anschluss an den Kommentar gab es zwar noch eine kleine Verwirrung, ausgelöst durch einen Rechenfehler. Aber ist als Beispiel vielleicht auch einmal interessant.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Privatier,

      vielen Dank für den Hinweis. Habe mit meinem Steuerprogramm Eure Berechnung nachvollzogen und komme auf Eure Ergebnisse.

      Gruß Lars

  43. In Focus Money online gibt es hierzu aktuell noch einen Artikel mit dem Titel

    Besser als jede Privat-Police

    und auf der Webside Rentenbescheid 24.de kann man fundiertes Wissen zum Thema Freikaufen von Rentenabschlägen abrufen.

    Zahle seit 2 Jahren aus meinem Netto ein.Steuererstattung kommt wie berechnet. Möchte aktuell noch ein drittes Mal bis 31.12.2018 aus einem laufenden und ungekündigtem Arbeitsverhältniss ( Keine Abfindung ) meinen Arbeitgeber dazu gewinnen, dass dieser 50 % Brutto direkt an die DRV aus meinem laufenden Entgelt überweist und ich nur noch die anderen 50 % versteuern muss.Natürlich kann ich dann nur noch diesen hälftigen Betrag von der Steuer absetzen.

    SAP scheint sich nach Rücksprache meines Arbeitgebers dieser Thematik / Neudefinition einer Lohnart anzunähern.

    Hat jemand hierzu sachdienliche Hinweise?

  44. Hallo Privatier,

    vielleicht ist diese Frage schon mal diskutiert worden, ich finde sie jedoch nicht und deshalb möchte ich sie doch stellen:

    Im Januar 2018 habe ich eine relativ hohe Abfindung erhalten, im Februar habe ich mich arbeitslos gemeldet und sofort wieder abgemeldet, und von März bis Dezember zahle ich freiwillig den Höchstbetrag in die RV ein, habe keine Beschäftigung, bin also Privatier. Von Januar 2019 bis Juli 2020 möchte ich mich arbeitslos melden, ab August 2020 erhalte ich die volle Rente.
    Jetzt habe ich von der Flexirente erfahren. Ich könnte also der RV sagen, ich wolle z.B. ab Juli 2019 in Rente gehen, dann noch in diesem Jahr einen Einmalbetrag einzahlen, um die Abschläge zu kompensieren. Das würde sich ja steuerlich günstig auswirken (Abfindung!). Theoretisch könnte ich dann aber Anfang 2019 der RV mitteilen, dass ich nun doch nicht vorzeitig in Rente gehen will und das AA weiter meine Beiträge zahlen lassen. Damit würde ich die niedrigen Beiträge des AA weitgehend kompensieren, zudem käme die Einmalzahlung ja quasi vom Finanzamt.
    Ich weiß nur nicht, ob ich hierbei nicht einen Denkfehler mache.

    Vielleicht kann mir ja jemand, der sich mit der Thematik besser auskennt als ich, seine Meinung dazu sagen.

    Danke und Gruß
    Karl

    • Die Überlegung ist zwar grundsätzlich nicht falsch, aber einige Anmerkungen möchte ich trotzdem machen:

      * Die freiwilligen Einzahlungen zur Kompensation der Abschläge haben nichts mit der Flexirente zu tun. Es ist nur so, dass gemeinsam mit der Einführung der Flexirente auch das Alter für diese Kompensationszahlungen herab gesetzt worden ist (früher 55 Jahre, jetzt 50 Jahre).
      * Wenn bereits (monatliche) Höchstbeiträge gezahlt wurde, müsste man vorher einmal ausrechnen, wieviel denn bis zum max. steuerl. wirksamen Betrag überhaupt noch machbar ist. Hängt auch davon ab, ob verh./ledig und ob Ehefrau ggfs. auch Beiträge gezahlt hat.
      * Eine Zahlung kann nur nach Antrag bei der DRV erfolgen. Dafür dürfte es für dieses Jahr zu spät sein! Die Bearbeitungszeiten sind zwar unterschiedlich, aber meistens lang. Eine Möglichkeit wäre ggfs. noch die sofortige persönliche Vorsprache bei einer Rentenberatung. Evtl. gibt es die Möglichkeit, auch ohne schriftliche Genehmigung etwas einzuzahlen.

      Gruß, Der Privatier

      • Aus teils theoretischem Wissen, teils praktischer Erfahrung:

        – Man kann freiwillige RV-Beiträge zum Abschlagausgleich zahlen (Vordruck V0210)
        – allerdings nur bis zum Monat des 63. Lebensjahrs, nach dem die Abschläge anfallen
        – auch wenn man dann die Rente noch nicht antritt
        – dann werden die gekauften Entgeltpunkte mehr wert (minus Abschlag)
        – ab vorgezogenem Rentenantritt (Ende Versicherungspflicht) kann man über V0060 freiwillige monatliche Beiträge einzahlen
        – diese werden aber erst ab Regeleintrittsalter wirksam (dann ohne Abschläge)
        – beides ist steuerlich sehr entlastend, nach meiner Schätzung werden 25..75% der frw. Beiträge vom Finanzamt gegenfinanziert
        – bis zur Obergrenze Sonderaufwand Altersvorsorge (2018: 23712€, 2019 wohl 24305€) inkl.Pflichtbeiträge AG+AN
        – vor allem bei Abfindungen (Fünftelregel) ist es sehr zu empfehlen, das sonstige zu versteuernde Einkommen gegen 0 zu bringen
        – mit Flexirente 99% kann man auch nach der Regelaltersgrenze weiter über V0060 einzahlen und Steuern sparen (gefährdet aber evtl. Betriebsrenten, die gesetzliche Vollrente voraussetzen)

        Alle Angaben nach bestem Wissen und Gewissen, aber ohne Gewähr 🙂

      • Zu „Wenn bereits (monatliche) Höchstbeiträge gezahlt wurde, müsste man vorher einmal ausrechnen, wieviel denn bis zum max. steuerl. wirksamen Betrag überhaupt noch machbar ist.“

        Da gilt zum Glück die Regel, dass maximal steuerlich wirksam der Höchstbeitrag Knappschaft ist: 24.7% von BBG.
        Wer kein Knappe (Bergarbeiter unter Tage) ist, hat max. 18.6% BBG eingezahlt (AG+AN), also 6.1% BBG Luft… und mindestens die kann man mit freiwilligen Beiträgen steuerlich absetzen.

          • Korrekt.
            Was ich übersehen hatte, ist, dass auch die Beitragsbemessungsgrenzen für Allgemeine und Knappschaftl. RV unterschiedlich sind:
            Höchstbeiträge 2018:
            allgemein 78000 * 0.186 = 14508
            knappsch. 96000 * 0.247 = 23712

            Die „Luft“ zwischen allgemeiner und knappsch. RV ist also dieses Jahr 9204 €. Soviel kann man noch freiwillig steuerwirksam einzahlen, wenn man (maximale) Pflichtbeiträge an der BBG zahlt.

            https://de.wikipedia.org/wiki/Beitragsbemessungsgrenze

  45. Hallo Privatier, hallo suchenwi,

    zur Klarstellung:
    Ich habe natürlich alle wichtigen Ratschläge aus dem Privatier-Buch befolgt. Also kein Einkommen im Jahr der Abfindungszahlung, auch kein Arbeitslosengeld (nur EIN Tag). Und ich zahle von der Abfindung jetzt die Höchstbeiträge weiter in die RV (wie vor der Abfindung, nur jetzt inkl. Arbeitgeberanteil). Das kann ich als Altersvorsorge schon mal steuerlich geltend machen.

    Meine Überlegung im Zusammenhang mit der Flexirente ist nun, weitere Aufwendungen zur Altersvorsorge geltend zu machen. Die 23.712 Euro sind bei weitem noch nicht ausgeschöpft. Ich MUSS ja dann nicht vorzeitig in Rente gehen, ich habe noch Anspruch auf Arbeitslosengeld. Aber ich könnte damit meine Rente erhöhen.

    Ich hoffe, meine Gedanken sind nun ein wenig klarer geworden.

    Gruß
    Karl

  46. Guten Abend, Karl
    „, habe keine Beschäftigung, bin also Privatier.“
    Nun zumindest DAS lässt sich aendern…

    Zunächst teile ich die Befürchtung des Privatiers, dass es für die „besondere Rentenauskunft“ reichlich spät, vielleicht auch schon zu spaet sein konnte. Zumindest wenn es Dir darum geht, die Dir in DIESEM Jahr noch „fehlenden“ ca. 11,62 K€ Vorsorgeaufwendungen darüber abzuwickeln.
    Schließlich muss die DRV dazu zunächst einmal feststellen,wieviele Rentenpunkte Du bis zu dem von Dir genannten Zeitpunkt der VORGEZOGENEN Altersrente VORRAUSSICHTLICH noch erwirbst.
    Das erfordert ebenfalls die Pruefung, wieviele Rentenpunkte Du BIS JETZT erworben hast.
    Das bedingt in der Regel eine sog. „Kontenklaerung“ in deren Verlauf unter Umständen mehrmals weitere Unterlagen/Nachweise von Dir angefordert werden können.
    Erst wenn so ermittelt worden ist, wie hoch Dein Punktekonto zum Zeitpunkt Deiner vorgezogenen Rente voraussichtlich sein wird,kann aus dem zeitlichen Abstand zum Zeitpunkt deiner REGELALTERSRENTE die Rentenminderung errechnet werden (3,6 % pro Jahr),d.h. die Anzahl der geminderten Rentenpunkte, bzw. der Betrag den Du berechtigt bist zum Ausgleich zu zahlen.
    Die DRV nimmt es hier nach meinen Erfahrungen wirklich sehr genau und fragt lieber einmal mehr nach z.B. Kindererziehungszeiten oder Ausbildungszeiten, auch wenn oder gerade weil im bisherigen Versicherungsverlauf nie davon die Rede war.
    Trotz EDV kann sich das ganze Verfahren bis zum Bescheid also etliche Wochen/Monate hinziehen.
    Versuchen kann man das natürlich, ich wuerde aber nicht darauf wetten, dass Du noch in diesem Jahr den Bescheid erhaelst.
    Inwieweit du später noch Verwendung dafür hast, haengt von deiner persönlichen Einkommenssituation ab, verpflichtet bist Du zu nichts.
    Ich halte eine kurzfristige Rentenberatung, abgesehen von einer moeglichen Beschleunigung des Verfahrens, auch noch aus weiteren Gründen für angeraten.
    Mir ist nämlich nicht klar geworden, was die „volle Rente“ in Deinem Fall heißt.
    Mit der Ausgleichszahlung ist es, wie du hier ja bereits erfahren hast nämlich ab dann vorbei, wenn Du die vorgezogene Rente dann doch nicht beanspruchst.
    Ebenso endet Dein Recht auf Ausgleichszahlung ab dem Zeitpunkt,ab dem Du eine andere abschlagsfreie Rente beanspruchen KOENNTEST.
    Die Auswirkungen eines Alg1-Bezuges im 2-Jahres Zeitraum vor der Altersrente für besonders langjährige Versicherte hast Du, sofern fuer Dich relevant, ja sicherlich bereits abgeklärt.
    Im Uebrigen konnte man natürlich die Dir fehlenden Vorsorgeaufwendungen für 2018 auch mit einer für Dich „passenden“ Ruerup-Versicherung generieren.
    Wie attraktiv das für DICH ist, kannst aber nur Du selbst beurteilen.

    Gruesse
    ratatosk

  47. Guten Abend, ratatosk,

    vielen Dank für deinen ausführlichen Kommentar!

    Ja, wahrscheinlich ist es zu spät. Trotzdem habe ich für morgen noch einen Termin bei der KBS vereinbaren können, vielleicht ergibt sich ja noch eine Möglichkeit. Die Kontenklärung ist bereits erfolgt.

    Ich verstehe allerdings deinen Satz mit den „Auswirkungen eines Alg1-Bezuges im 2-Jahres Zeitraum vor der Altersrente für besonders langjährige Versicherte“ nicht. Wahrscheinlich fehlt mir hier eine Information. Ich hatte eigentlich vor, wie auch im Privatier-Buch beschrieben, noch anderthalb Jahre ALG1 zu beziehen, bevor ich im August 2020 65 Jahre plus 8 Monate alt werde. Ich gehöre nicht zu den Leuten, die 45 Jahre oder mehr eingezahlt haben.

    Mache ich hier einen Denkfehler?

    Danke und Gruß
    Karl

    • Guten Morgen, Karl
      Das hört sich ja schon mal gut an, hoffentlich triffst du auf die richtigen „Experten“.
      Zu “ Kontenklaerung bereits erfolgt“-tja, DAS hatte ich in meinem Fall auch gedacht… war meiner Außenstelle der DRV aber nicht aktuell genug.
      Hinsichtlich ALG-Bezug innerhalb der 2 Jahre unmittelbar vor Rente hast Du mich schon richtig verstanden, dieser zaehlt dann eben nicht zur Erfüllung der Wartezeit von 45 Jahren, aber das ist fuer dich ja nicht von Bedeutung.

      Gruesse
      ratatosk

    • Moin Karl
      Also FRÜHER , habe ich einfach mal SOOOOOOO ( DUMM WIE ICH WAR ) ,
      Geld an die GRV überwiesen . Quasi so DUMM , wie der Privatier
      das wohl auch zum Jahresende machen wird , wenn Er keine
      Zahlungsmitteilung ( Wegen Bearbeitungszeit ) bekommt .
      Mögen DIE zwar NICHT GERNE , das man so DUMM ist , aber manchmal
      war mir das auch EGAL .

      Damals habe ich einen verärgerten Anruf bekommen , was SIE mit
      dem Geld machen sollen , da habe ich dann geantwortet , naja ,
      die Vers. Nr. und der Verwendungszweck steht doch drauf ,
      einfach meinen Rentenkonto GUTSCHREIBEN .
      Ob das HEUTE natürlich noch SOOOOO funktioniert ,
      KEINE Ahnung . Bei MIR , ist das jedenfalls DAMALS , MEINEN
      Rentenkonto GUTGESCHRIEBEN worden und der Fall war damit für
      MICH , erledigt .

      Also Gefahr , DAS , wenn man die Zahlungsmitteilung , NICHT
      abwartet und SOOOOOO Dumm ist , das Geld einfach zu überweisen ,
      DIESES GELD , einfach DUMMERWEISE Zurücküberwiesen wird , ist
      m.M.n. natürlich gegeben .

      Bei meiner Rürup Versicherung , war die “ Annahme “ deutlich
      schneller , da habe ich auch schon mal “ EXTREM “ verspätet
      am 18.12. überwiesen , obwohl letzte “ Annahme “ eigentlich
      der 15.12. war . In einem Jahr , musste ich da mal , da SIE
      den Jahresbeitrag Händisch nachbuchen mussten damit der noch
      für das passende Veranlagungsjahr berücksichtigt wird , eine
      kleine Sonderbearbeitungsgebühr bezahlen . Aber war auch
      tragbar . Der “ Vorteil “ der “ BERÜCKSICHTIGUNG “ hat lt. STB
      die Höhe der Sonderbearbeitungsgebühr , deutlich Übertroffen .

      Sooo Karl , das mal so als KLEINEN Schwank aus meinen
      Zahlungsleben , für verschiedene Renten Versicherungen .
      Ob das für ANDERE natürlich auch SOOOO passt , keine Ahnung .
      Sicherlich auch GRENZWERTIG und mit einigen Gefahren verbunden ,
      aber BISHER trotzdem Zielführend .

      Evt. hast Du ja Freude an der kleinen Geschichte von Zahlungen
      an die BASIS Renten Versicherungen . A) GRV , B) Rürup .

      LG Det

      • Hallo Det,

        wenn man ganz DUMM ist, kann man den Betrag ja auch am 29.12. des alten Jahres überweisen. Für das Finanzamt hat dann der Geldfluss stattgefunden.
        Wenn dann im neuen Jahr zurücküberwiesen wird, wird es bestimmt ganz lustig.

        (Nicht ganz ernst gemeint, aber wenn es anders nicht geht …)

        Viele Grüße, Hardy

        • Hallo Hardy
          Ja , hatte ich auch schon mal , aber fand mein STB , NICHT
          wirklich LUSTIG . Insbesondere wegen der Teilweisen UMRECHNUNG
          best. Abgrenzungsposten in der Bilanz . Hat Er mir auch ALLES
          GENAU erklärt , aber habe ich dann beim rausgehen aus der Tür
          schon wieder vergessen . Im Ergebnis wohl , EHER NICHT MEHR .
          ( Zumal das auch nicht auf dem Kontoauszug passend drauf stand ,
          sondern ERST auf Kontoauszug vom Folgejahr , war nicht einfach ! )

          Mag aber im “ Privatier “ Bereich , schon wieder ganz anders
          Aussehen , KEINE AHNUNG , da bei MIR ( Hier Rürup ), am Ende
          doch noch “ ANGERECHNET “ wurde . Quasi wieder Glück gehabt .
          Einfach geht aber glaube ich ANDERS ( War auch TEUER beim STB
          da Quasi mehrmals von VAJ ins VAJ gewechselt werden musste ) .
          Auch RELATIV GRENZWERTIG , aber mit son paar Kulanzregelungen
          und ein paar Kuchenpaketen und EINIGEN Zusatzrechnungen , war
          DAS dann auch wieder abgearbeitet . Schlau aber eher NICHT .

          LG Det

    • Ich habe auch einen Betrag “ einfach so“ überwiesen und es gab keine Probleme.
      Es ist hilfreich als Betreff im Überweisungsträger noch den Nachnamen und das Stichwort „Rentenminderung“ einzutragen.

      • Und woran haben Sie festgestellt, dass es „keine Probleme“ gab?
        Wurde die Rente (wie lt.Betreff gewünscht) gemindert? 😉 😉

        Scherz beiseite und die Frage noch mal im Ernst:
        Welche Art von Feedback haben Sie denn bekommen, welches Sie zu den Annahme veranlasst, es habe keine Probleme gegeben?

        Gruß, Der Privatier

        • Ich habe es daran gemerkt, dass ich eine Bestätigung über die Einzahlung (formlos)bekommen habe und im Anschluss eine ausführliche Berechnung der Rentenpunkte, die dem eingezahlten Betrag entsprechen und wieviel noch auszugleichen wäre.

          • Das hört sich gut an!
            Gerade dann, wenn man von einer Standardvorgehensweise abweicht, ist es besonders wichtig, darauf zu achten, dass der gewünschte Erfolg auch eingetreten ist. Und in diesem Fall ist das offenbar der Fall. Sehr gut.

            Gruß, Der Privatier

    • Ich habe keine Ahnung, wie autark die KBS (Knappschaft-Bahn-See) arbeitet, aber vielleicht herrschen ja dort ganz andere Verhältnisse? Keine Ahnung.
      Bei der DRV wäre es jedenfalls schon äusserst sportlich, einen Termin für den nächsten Tag zu vereinbaren. 😉

      Viel Erfolg und Gruß,
      Der Privatier

  48. Moin Det,

    na ja, sooo dumm war das doch gar nicht von dir, wenn sie die Zahlung akzeptiert haben!

    Also ich werde es mir einfach machen: Ich nehme heute einen Beratungstermin wahr, und wenn man mir dort sagt, es sei zu spät, dann vergesse ich die Sache und wende mich dem Thema Rürup zu. Da muss ich allerdings von Null anfangen, habe absolut keine Ahnung davon.

    Danke und Gruß
    Karl

    • Hallo Karl
      Wenn DU doch heute eh einen Beratungstermin hast , frag doch gleich
      mal , was SIE denn machen würden , wenn DU auch einfach SOOOOOOO
      mal GELD überweisen würdest . Nur mal so als Idee !!!
      Für eine rein HYPOTHETISCHE Fragestellung……………………
      Da könntest Du ja immer noch überlegen ob es ZU SPÄT ist .

      Und für Rürup ist ja auch noch ein wenig Zeit , aber wird schon
      etwas knapp für Vertrag u.s.w. , u.s.f. ……………………
      Also ganz weit wechhhhh , solltest Du das jetzt evt. auch nicht
      mehr schieben , wenn das dieses Jahr noch erledigt werden soll .

      LG Det

  49. Hallo Privatier,

    Gibt es in diesem Zusammenhang einen Vergleich zu einem Basisrentenvertrag?
    Aus meiner Sicht sollten die Vorteile identisch sein:
    – Steuerminderung in den Jahren, in denen noch gut verdient wird einschießlich des Jahres, in dem die Abfindung fließt
    – Aufbesserung der Rente
    – die Berechnung bezüglich Steuerermäßigungen und Fünftelregelung sind m.E. auch identisch.

    Habe ich hier etwas übersehen?
    Gibt es Vor oder Nachteile für die beiden Varianten?

    Viele Grüße
    Andreas

    Bei dieser Variante

    • Hallo Andreas
      Auch wenn ich nicht angesprochen wurde , erlaube ich mir mal
      eine Antwort . Peter wird dann schon seine Gegenmeinung mitteilen ,
      am Ende sind wir uns meistens wieder einig .

      Vorteil Rürup
      * Früherer Regel-Bezugstermin
      Altverträge mit 60 . Neuere erst mit 62 .
      * Relativ schnelle Möglichkeiten , ohne GRV Apparat
      in Gang setzen zu müssen .
      * Auf Höchstgrenze Zahlungsberücksichtigung , besser
      zu planen / Zuzahlmöglichkeiten Optimierung auf
      Jahressicht , am Ende des Jahres , wenn mit GRV
      ggf. Zeitkritisch .
      * Eigene Regeln auf einen Kapitalgedeckten AV Stock
      ( Dort ist auch eine Anlage in ETFs “ IM “
      Versicherungsmantel möglich )

      Vorteil GRV
      * Solidarisches Gemeinwohlprinzip im Umlageverfahren
      ( Kann ggf. auch nochmal ein Nachteil werden ??? )
      * Ausfallsicherheit des Deutschen Staates
      * Zusätzlich eingeschlossene Versicherungsleistungen
      die bei Rürup , auch ZUSÄTZLICH bezahlt werden müssten .

      * NEUTRAL
      In Ermangelung der Glaskugel , kann nicht
      abgesehen werden , was sich besser entwickeln wird .
      Ob eine GRV oder eine Rürup oder ein BVw als Basis
      ( Steuerrechtlich “ Gleichgestellt “ ) Versicherung
      am Ende die bessere Entscheidung ist , wird sich
      aber erst SPÄTER zeigen . M.M.n. , am besten BEIDES .
      Einfach JEDES JAHR , wenn ZUVIEL Einkommen , erstmal
      Abgabe an “ BASISVERSICHERUNG “ , vor “ ABGABE AN FA “
      Und m.M.n. BESSER im Versicherungsmantel in ETF Vermögen
      mit FA Beteiligung gespart , wie NACH ABGABE an FA den
      schon geschmälerten Teil in ETF Vermögen gespart .

      Einzahlmöglichkeiten in die GRV , sind aber NICHT
      IMMER gegeben , da könnte eine Rürup Versicherung
      also noch eine Möglichkeit der Einzahlung von der
      “ VORGELAGERTEN “ in die “ NACHGELAGERTE “
      Versteuerung zu bringen , ergeben .

      Soweit von meiner Seite , mal sehen was Peter noch Zufügen kann .

      LG Det

    • Det hat die wichtigsten Punkte schon aufgezählt (ich hoffe, es wurde auch verstanden 😉 ).

      Und es gibt auch keine Gegenmeinung von mir! 😉
      Aber noch eine Ergänzung, die ich für nicht ganz unwichtig halte:

      Ein KVdR-Rentner zahlt als Pflichtversicherter bei seiner Krankenkasse keine Beiträge auf die Rürup-Rentenbezüge. Auf seine gesetzlichen Renten aber natürlich doch.
      Ein kleiner, aber feiner Unterschied…

      Gruß, Der Privatier

      • Gut zu wissen… also ungefähr 11% mehr „netto vor Steuern“! (auf Betriebsrente sind ja 2*KV+RV unabwendbar)
        Steuerlich (Sonderaufwand Altersvorsorge) sind Rürup und frw.GRV gleich absetzbar. Rentenfreibetrag auch.
        Andererseits: die Transaktionskosten…
        Ich hatte 2019 vor, 19725€ frw.GRV einzuzahlen. Jetzt bin ich verunsichert:
        – Emittentenrisiko (bei GRV wohl 0, Rürup: ?)
        – Steigerungserwartung (bei GRV nach Gesetzeslage Rentenanpassung, bei Rürup min. 0.9%?)
        – Diversifikation: vielleicht(?) rentiert „mein“ Rürup mehr als die DRV?
        Fragen über Fragen. Mit etwas Rotwein im Blut setze ich meine Recherchen wohl besser morgen früh fort (dann mit Koffein).
        Aber vorab: Kennt jemand eine Vergleichsrechnung frw.GRV/Rürup für einen gegebenen Einmalbeitrag?

        • Na suchenwi , das wär doch mal eine Aufgabe für Dich .
          Ich vermute aber das es EXTREM Viel Hirnschmalz kosten
          würde , son Vergleichsrechner mal zusammenzubasteln und
          ins WWW zu stellen .
          Also leider kenne ich keinen Vergleichsrechner .

          Bei “ Zinsen-berechnen .de “ , gibt es aber verschiedene
          Rechner , die wohl auch die Möglichkeit des Ausdrucks
          bieten .

          Ich würde vermuten , das auch eine Anlage in Rürup IM
          Versicherungsmantel ETF , eine Wandlung von zvE vs
          Sondervermögen Girlies , eine Möglichkeit sein könnte .
          Also dann bei Dir , SOFORT BEGINNEND , RÜRUP ETF FOND
          bei Auflösung diesen Teils des Sondervermögens Girlies .

          Quasi Wandlung / Rebalancing von Vorgelagert in
          Nachgelagert , aber da Vorhanden , sofort Verfügbar .

          Der Preis des Vorteils , müsste den Gebühren Vers.
          mal Gegenübergestellt werden ??? = Recherchearbeit !!!

          Ich habe mich jedoch noch nicht GENAU mit den Rürup
          Vers. beschäfftigt betr. ETF Lösungen , ob die ETF
          Lösung NUR für die “ Ansparzeit “ gilt . Sollte es
          dann NACHHER ( Bei Dir dann SOFORT ) doch wieder ein
          “ Wandel “ bei dem “ Amortisationsbeginn – Kapitalstock “
          geben ??? ggf. doch GRV Versicherung die bessere Wahl .

          Also , was würde ich machen ???
          A) Wie behandelt Rürup Versicherung MEINE Einzahlung ???
          B) In welchen Kapitalstock ???
          C) Wie ist der Emittent gesichert ???
          D) Habe ich die Chance , bei dem gewählten Emittent ,
          meinen Kapitalstock pöh a pöh wiederzubekommen ???
          E) Welche “ Sonstigen “ Bedingungen sind zu erfüllen ???

          Wäre bei der Fragestellung A) bis E) etwas dabei , was mir
          nicht richtig passt , würde ich z.Zt. im Zuge des Null Zins
          Umfeldes , wohl die Emittentensicherheit des deutschen Staates
          wählen . Zumindest mal bis 45 RP .

          DIE SICHERHEIT GRV , würde ich bis 45 RP , als NORMAl
          ARBEITNEHMER übrigens IMMER nehmen wollen , nicht wegen
          Renditebetrachtungen , sondern wegen SICHERHEIT in der
          Grundsätzlichen SICHERUNGSFRAGE ALTERSVERMÖGEN in der
          Solidargemeinschaft des deutschen Staates .

          PS , evt. sollten sich deine Girlies auch mal solche Fragen
          stellen , da wäre ggf. ein FÜLLEN des Sondervermögens Vers.
          bis 45 RP , ja auch eine Möglichkeit ???

          So , jetzt hoffe ich das Du schon genug Koffein hast ,
          um Dir Gedanken zu machen . Ich glaube groß wird der
          Unterschied bei Dir eh nicht ausfallen . Bei den
          Girlies , über den Zeitverlauf , könnte das schon
          anders aussehen . Denk an DEINE Fürsorgepflicht ,
          Hinsichtlich “ Beraterfunktion “ . Ggf . auch mit
          Griechischen Kredit ??? Für die Girlies ???

          LG Det

          • Hallo Det,
            ich habe mal eine Vergleichskalkulation gemacht auf https://www.europa.de/produkte/renten-versicherung/basis-rente/tarifrechner-basis-rente/
            Daten nah an GRV:
            Europa E-BR: Einmalzahlung 19725, Rentenbeginn sofort, keine Garantiefrist – 60€/mo (Beginn Alter 65: 66€/mo)
            GRV freiwillig: ca. 2.4 pEP * 33€ = 79€/mo brutto
            -11% KV+PV: 71€/mo

            Also ist die GRV auch nach KV+PV etwas günstiger. Mindesterhöhung bei Europa ist wohl 0.9% Jahr, bei GRV erfahrungsgemäß um/über 2%.
            Also bleibe ich dabei 🙂

          • Hallo suchenwi
            Im Moment würde ich auch ( wenn MÖGLICH , wie bei Dir ) auf
            jeden Fall die GRV nehmen . Insbesondere wenn da bei Rürup
            so schlechte Zahlen bei raus kommen .

            Ob das in der Zukunft aber alles mal so bleibt ( Zinsniveau )
            ist jedoch noch eine ganz andere Frage ( = Glaskugel )
            Bei mir z.B. , hat die Versicherung , auch gegen mich , auf
            einen MINDEST-MARKT-ZINS von 4% gewettet , und wie man im
            Moment sieht , verloren .
            ( Allerdings meinten Sie die Wette auch in einem 8% Marktzins
            Umfeld abschließen zu können und eine Glaskugel für 80 Jahre
            zu haben , FEHLER VERSICHERUNG Amortisationslauf )

            Genauso kann aber eine Wette durch die GKV auf immer steigende ,
            zumindest Konstante Einnahmen im Umlageverfahren , noch bei
            allen Versicherten , verloren werden ( = Glaskugel ) .
            Ggf. dann Anpassung des ERSTEN Auszahl-Termins ( wie bereits
            von 65 auf 67 Jahren geschehen ) als Risikominderung durch
            Solidargemeinschaft GRV , möglich ( als einfachste Massnahme ) .
            Den Rückwirkenden , ersten Bezugstermin , werden Sie wohl
            nicht mehr hinbekommen ( Da wärst Du dann also Safe ) .

            LG Det

          • Hallo Timo
            Einzahlungen aus dem Netto Einkommen ?????
            KEINE VORSORGEAUFWENDUNGEN ?????
            Verstehe ich wohl nicht .
            LG Det

  50. Moin, verfolge nun seid längerem diese Diskussionen, jeder hat einen anderen Lebenslauf und doch viele gemeinsamkeiten.
    Ein Frage, die mich sehr interessiert, ich bin seid einigen Jahren selbständig, um meine Versicherungsjahre für die GRV zu erreichen, zahle ich freiwillige Beiträge ein.
    Nun die Frage, Einzahlungen / private Weiterführungen von Direktversicherungen, Pensionkassen werden später, bei der Auszahlung für die KV-Beiträge nicht Berücksichtigt.
    Müssten freiwillige Einzahlungen (aus dem Netto-Einkommen) in die GRV nicht auch genauso behandelt werden, gibt es hierfür ein Urteil oder hat jemand diesbzgl. ein Wissen?
    oder sehe ich das Falsch?
    LG timo

    • Ich finde, die Frage ist durchaus berechtigt. Mir ist allerdings diesbzgl. weder ein Urteil, noch sonst irgendetwas bekannt, was sich dieser Frage schon einmal gewidmet hätte. Aber falls jemand etwas dazu beitragen kann, wäre das sicher interessant.

      Gruß, Der Privatier

  51. Liebe Privatier-Gemeinde,

    nachdem ich nun bereits mehr als 2 Jahre hier und im Buch intensiv (mit)lese und
    dadurch viele wichtige Tips und Warnungen erhalten habe merke ich, nachdem es jetzt
    für mich in die Endrunde (Trennung von der Firma nach Freistellung und kommende
    Abfindung) geht, dass mir doch konkret noch einge grundlegende Informationen zu
    meinen kommenden Entscheidungen fehlen :-(.
    Dazu im folgenden ein paar Fragen, zu denen ich hoffe Antworten von Wissenden oder
    zumindest von Betroffenen zu erhalten, die das bereits erlebt haben. Zur
    einfacheren Beantwortung versuche ich es mit Nummern ;-).

    1.) Nach EStg $3 Nr 28 kann der Arbeitgeber aus der Abfindung eine Summe direkt an
    die Rentenversicherung zahlen. Der entsprechende Satz im Gesetz lautet wörtlich:
    §3 steuerfrei sind …
    Nr. 28 … sowie die Zahlungen des Arbeitgebers zur Übernahme der Beiträge im
    Sinne des § 187a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch, soweit sie 50 Prozent
    der Beiträge nicht übersteigen;

    § 187a bezieht sich dabei auf: Zahlung von Beiträgen bei vorzeitiger
    Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters

    Meine Frage, ist mein Verständnis dazu richtig, dass hier 50% der Summe der für
    mich von der Rentenversicherung errechneten Summe steuerfrei ist? Oder doch nur
    der von der Firma Überwiesene Betrag wie verschiedentlich im Web – leider sehr
    unklar – zu lesen ist?

    2.) Was, ausser der 50%-igen Steuerfreiheit, könnte ein Vorteil sein Teile der
    Abfindung vom AG direkt in die RV einzahlen zu lassen? Immerhin kann ich ja auch
    als Vorsorgeaufwand eine Summe einzahlen von der 2018 86% – 2019 89% auf die Steuer
    anrechenbar sind. Ist es nicht sinnvoller über den Vorsorgeaufwand das Einkommen
    gegen 0 zu bringen, wie hier im Blog oft zu lesen? Macht das überhaupt einen
    Unterschied am Ende des Tages, sprich nach der Einkommenssteuererklärung?

    3.) Wird die Einzahlung des AG aus der Abfindung nach EStG§3 von der Summe, die ich
    selber im gleichen Jahr als Vorsorgeaufwand an die Rentenversicherung zahlen darf
    abgezogen? Kann ich eventuell sogar beide Einzahlungsformen im selben Jahr nutzen
    um so noch mehr Steuern zu sparen?

    Konkret, wäre es denn möglich 50% der für mich von der Rentenversicherung errechneten Summe steuerfrei von meiner Firma direkt aus der Ablöse zahlen zu
    lassen und dann im selben Jahr noch mein Einkommen mittels Einzahlung der zweiten
    Hälfte der Summe in die Rente über Vorsorgeaufwendungen steuerlich begünstigt zu
    vermindern?

    4.) In vielen Beiträgen hier im Forum habe ich gelesen, dass über
    Vorsorgeaufwendung das Einkommen im Jahr der Abfindungsauszahlung möglichst auf
    0 gebracht werden soll um Steuern zu sparen. Macht es denn darüber hinaus
    steuerlich noch Sinn auch die Abfindung zu verringern? Ich meine gelesen zu haben,
    dass das steuerlich nicht mehr viel bringt, auch wenn ich mir nicht vorstellen
    kann warum. Ich bin mir aber auch nicht sicher, ob ich hier jetzt den
    richtigen Zusammenhang herstelle …

    Vielen Dank für Antworten im Voraus …

    • Diese Möglichkeit wird wohl nicht sehr häufig praktiziert (gibt es auch noch nicht so lange) und von daher gibt es auch wenig Erfahrungen damit. Ich selber habe das nie im Detail untersucht, habe aber sehr ähnliche Zweifel hinsichtlich der Frage, ob das überhaupt einen Sinn macht, oder ob eine eigene Einzahlung in die GRV nicht am Ende denselben Effekt hat?
      Um es klar zu sagen: Ich weiß es nicht! Das beste wäre wohl, die verschiedenen Varianten einmal mit einem Steuerprogramm zu simulieren und zu sehen, ob es unterschiedliche Ergebnisse gibt. Auch was die Höhe der möglichen Einzahlungen angeht.

      Ansonsten möchte ich gerne auf eine Diskussion weiter oben verweisen, wo wir das Thema schon einmal angesprochen haben.

      Gruß, Der Privatier

  52. Den Hauptvorteil sehe ich darin, dass die 50 % vom Arbeitgeber überwiesen Deine Abfindung oben an der Progression reduziert. Zusammen mit der Fünftelregeling hat das bei mir einen bemerkenswerten Effekt gehabt, es wirkt, vereinfacht gesagt, fünffach.

    Die anderen 50 % setzt Du dann bei Deinen Altersvorsorgebeiträgen an. Das wirkt natürlich dann am besten, wenn Du hier sonst wenig hast und nicht den Maximalbetrag „reißt“.

  53. Bin kein Steuerberater, befasse mich mit der legalen Optimierung und Steuerung meiner Steuerprogression—-

    Habe zwei Steuersimulation für mich gerechnet / Abfindung / Anwendung Fünftelregelung / Austritt am 02.01. des neues Kalenderjahres …….

    Schließe mich der Auffassung von Joachim an,in der Tat sehe ich auch einen Vorteil,indem man die Abfindung splittet (fifty/fifty)/ den Rest über die Steuerveranlagung / Mit einem kleinen Gruß ans Finanzamt / Der Teufel steckt im Detail!

    Im Internet gibt es Rechner, die für eine erste Orientierung recht ordentlich sind.
    Ansonsten Lohnsteuerhilfeverein oder Steuerberater….

    Idealerweise den rechtlichen Austritt mit dem AG auf den 02.01.eines neuen Kalenderjahres vereinbaren.

    Habe übrigens meinen Arbeitgeber dafür gewinnen können,sich mit SAP ins Benehmen zu setzen. Neue Lohnart ist nun eingericht siehe hierzu Kommentar vom Privatier……

    Man muss sich nur bücken, das Geld liegt auf der Straße.

    • Ich antworte einmal an dieser Stelle noch einmal zur Frage der Sinnhaftigkeit einer Einzahlung in die Altersvorsorge durch den AG:

      * Es besteht auch aus meiner Sicht kein Zweifel, dass eine Einzahlung in die Altervorsorge einen erheblichen Steuervorteil bringen kann. Dies zunächst einmal unabhängig davon, wer diese Zahlungen durchführt.
      * Eine genrelle Aussage, ob eine Einzahlung durch den AG von Vorteil ist, möchte ich nicht treffen. Ich habe Fälle (im Kopf) durchgespielt, bei denen ich keinen Vorteil erkennen kann und andere, bei denen ich sogar eher einen Nachteil befürchte!
      * Da aber auch eine grobe Kopfrechnung fehlerhaft sein kann, sollte man immer eine Simulation per Steuerprogramm machen (oder machen lassen).
      * Und nicht zu vergessen: Die möglichen Effekte hängen auch immer von den anderen Randbedingungen ab: Höhe der Abfindung, der Einzahlung, der weiteren Einkünfte, verheiratet/ledig, Einzel- oder gemeinsame Veranlagung, usw.

      Gruß, Der Privatier

  54. Hallo,

    ich habe folgende Frage zur Erfüllung „Rente für besonders langjährige Versicherte“ also 45 Jahre Beitagszeiten:
    Ist es richtig, dass freiwillige Beiträge bei der Wartezeit von 45 Jahren für besonders langjährige Versicherte angerechnet werden?
    Voraussetzung hierfür: mindestens 18 Jahre Pflichtbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung.

    Zu den Bearbeitungszeiten bei mir bezüglich „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“

    Terminabsprache: 25.09.
    Termin bei Rentenversicherung: 07.11.
    Post Deutsche Rentenversicherung Bund Berlin mit Info zum Ausgleichsbetrag: 30.11.

    Gruß
    Lars

    • Vielen Dank für diese sehr interessante Fragestellung, denn die Antwort darauf beinhaltet wichtige Hinweise, die nicht allgemein bekannt sein dürften!

      Generell zählen nämlich zwar die Zeiten von freiwilligen Beiträgen zur Rentenversicherung ebenfalls mit bei der Berechnung der erforderlichen 45 Beitragsjahren, aber es gibt zwei Ausnahmen bzw. Einschränkungen:

      1. Es müssen mindestens 18 Jahre mit Pflichtbeiträgen vorhanden sein.
      2. Freiwillige Beitragszahlungen in den letzten zwei Jahren vor Rentenbeginn werden nicht berücksichtigt, wenn gleichzeitig Anrechnungszeiten wegen Arbeitslosigkeit vorliegen.

      Geregelt ist dies alles im §51 Absatz 3a SGB VI und gerade der zweite Punkt dürfte manche ggfs. überraschen! Dazu ein Beispiel:

      Wer mit Ende 50 seinen Job aufgibt und zunächst einmal für 24 Monate ALG1 bezieht, so werden diese Zeiten bei der 45-jährigen Wartezeit berücksichtigt. Manch einer bleibt danach aber weiter bei der Agentur als arbeitslos gemeldet. Durch die Arbeitslosmeldung zählt diese Zeit dann als Anrechnungszeit – was gem. §51 Absatz 3a Nr.4 SGB VI die Anerkennung der Zeit einer gleichzeitigen freiwilligen Versicherung verhindert!
      Und die letzten beiden Jahre einer Arbeitslosigkeit zählen bekanntlich nicht mit (nur in Ausnahmefällen, die aber in dem beschriebenen Fall nicht zutreffen). Um diesen Effekt zu verhindern, sollte man sich daher bei der Arbeitsagentur abmelden.

      Gruß, Der Privatier

  55. Vielen Dank für die vielen wertvollen Informationen zu meinem Beitrag oben.

    Nach einem Telefonat mit einem Steuerberater kann ich nun auch für alle
    Interessierten die Punkt 1 und 3 klären.

    Der Beitrag, den der Arbeitgeber aus der Abfindung direkt an die Rentenversicherung
    einzahlt besteht immer aus 50% AG Anteil und 50% AN Anteil (wie bei Lohnzahlung).
    Der AG Anteil ist hier nach $3 Nr.28 EStG steuerfrei, der AN Anteil unterliegt
    der normalen Arbeitnehmer Besteuerung – diese bestimmt sich wie eine Zahlung
    des Arbeitnehmers an die Rentenversicherung und kann dadurch zusätzlich – in
    den bekannten Grenzen – steuerlich genutzt werden.

    Daraus ergibt sich auch, dass eben 50% aus der Arbeitgebereinzahlung auf die
    Vorsorgeaufwendungen des Arbeitnehmers angerechnte werden und ein doppeltes
    nutzen, wie in meinem Beitrag oben beschrieben, durch die Höhe der maximal
    anrechbaren Vorsorgeaufwendungen begrenzt wird.

    Grüße, mcs

    • Hat der Steuerberater denn auch eine Aussage zu der Frage gemacht, ob die Einzahlung durch den AG einen Vorteil/Nachteil gegenüber einer vollständig eigenen Einzahlung darstellt? Nach Möglichkeit mit Begründung?

      Gruß, Der Privatier

      • Pauschal meinte er es gibt nur ein steuerfrei und das ist mittels Einzahlung
        durch den AG – auch wenn nur 50% steuerfrei sind. Dazu wirkt auf die AG
        Einzahlung auch die 1/5-tel Regelung noch als Hebel. Die Einzahlung durch
        mich selbst ist nur mit ca. 33% (bei mir zumindest) steuerbegünstigt.
        Allerdings meinte er auch (wie auch schon in Antworten zu meiner Frage
        anklang), dass die Einzahlungen am besten 50/50 gesplittet würden um sowohl
        die Progression als auch die Einkünfte zu reduzieren.

        Grüsse, mcs

      • Habe inzwischen nochmal mit dem StB gesprochen, weil mir die Aussage
        letztendlich doch nicht schlüssig vorkam und muss mich in diesem Punkt
        korrigieren. Der Sachverhalt ist offenbar so komplex, dass auch von
        Experten die Fakten in mehreren Iterationen erfolgen – zumindest bei
        Anfrage per Telefon ;-).
        Letzter Stand ist jetzt, dass die Einzahlung über den Arbeitgeber nach
        §33 Nr.28 EStG der beste Weg sein sollte die Abfindung in Verbindung mit
        einer Einzahlung in die Rentenkasse steuerlich zu nutzen. Wie ich aber
        gerade weiter oben geschrieben habe wird diese Einzahlung steuerlich
        durch die individuelle Summe des Vorsorgeaufwandes nach oben begrenzt.

        Grüsse, mcs

        • „weil mir die Aussage letztendlich doch nicht schlüssig vorkam“

          Na, dann lassen wir diese Erkenntnisse einfach mal so stehen. Aber bitte als mögliches Ergebnis einer individuellen Prüfung und nicht als generelle Regel. Das kommt mir dann nämlich auch nicht schlüssig vor. 😉

          Aber im vorliegenden Fall mag es durchaus richtig sein!

          Gruß, Der Privatier

    • Beim nochmaligen lesen des Beitrags fällt mir gerade auf, dass noch nicht klar
      herauskommt, dass beide Teile der Einzahlung durch den AG – also sowohl der
      AG (steuerfreie) Teil als auch der AN (steuerbegünstige) Teil vom steuerlich
      anrechenbaren Vorsorgebeitrag des jeweiligen Jahres abgehen. Die Summe des
      Vorsorgebeitrages ist steuerlich gesehen die absolute Grenze – davon abgesehen
      kann natürlich so viel eingezahlt werden wie man kann/will :-).

      Grüsse, mcs

  56. MCS,
    Kurze Frage, Abfindungen bei Aufhebungsvertrag und Freistellung sind normalerweise nicht sozialversicherungspflichtig, also keine RV und KV/PV.
    Dies müsste bei dir doch auch so sein, dann stellt sich doch die Frage überhaupt nicht.

    • AKK,
      das muss ein Misverständnis sein, oder ich verstehe die Frage nicht richtig.
      Ich spreche nur von steuerlichen Aspekten und nicht von RV/KV/PV.
      Ich kann dadurch auch nicht folgen, welche Frage sich dann nicht stellt?

      Grüsse, mcs

  57. OK war ein Missverständnis von mir, weil du 50% AG-Anteil und 50% An-Anteil schreibst, dachte ich an dIe RV, aber wieso sollte dein AG 50% bei deiner Abfindung übernehmen oder wäre dies ein Bestandteil deiner Abfindung.

  58. Hallo Mcs,

    da ich vielleicht im Januar 2019 auch einen Teil meiner Abfindung in die Rentenkasse bzw. BaV einzahlen möchte hier noch einmal ein kurzes Beispiel, ob ich dies richtig verstanden habe, da du schon tiefer in der Materie bist.

    Beispiel:
    100 k€ Abfindung, 30k€ Zahlung in die Rentenkasse,

    50% / 15k€ der Abfindung überweist der AG direkt an die Rentenkasse steuerfrei. (falls AG damit einverstanden ist)
    Abfindung reduziert sich auf 85 k€
    15 k€ werden vom Lohn/Abfindung direkt als AN Beitag an die Rentenkasse gezahlt. (Ist dies richtig und wie erfolgt die Besteuerung dieser 15k€ ?)
    Rest 70k€ werden mit 1/5 Regelung versteuert falls Voraussetzungen (Zusammenballung der Einkünfte etc.) erfüllt sind bzw. unterliegen der normalen Lohnbesteuerung.

    Zahlung in eine BAV (betriebliche Altersvorsoge) ist ebenfalls nach meinem Kenntnisstand bis zum Höchstbetrag verheiratet
    ( Jahr 2018: 40,7 k€ – normale Beiträge RV ) 100 % steuerfrei ?

    Danke und mfg

    • Hallo AKK,

      die Einzahlung in die RV folgt eigentlich demselben Schema beim normalen
      Gehalt. Der AG zahlt 30k an die RV – davon ist der AG-Anteil (50%)
      steuerfrei und die restlichen 50% werden abhängig von Höhe, Freibetrag
      und Jahresgesamtgehalt versteuert. Wenn noch Teile des Vorsorgefreibetrages
      nicht genutzt sind auch steuergemindert.

      Der Freibetrag für 2018 ist für ledige 23.712€/verheiratet das doppelte.

      Wie das für die Abfindung gerechnet wird kann ich nur vermuten, denn ich
      versuche auch nur mir das ganze anzulesen ;-). Meine Vermutung ist, dass
      wie auf dem Gehaltszettel der AG Anteil nicht erscheint, also 100k-15k=85K
      als Grundlage für die Abfindung erscheint und mit der 1/5 Regelung versteuert
      wird und dann im 2. Schritt die Steuerminderung berechnte wird. Wenn jemand
      mitliest, bitte korrigieren, wenn ich hier komplett falsch liege.
      Zu BAV kann ich leider gar nichts sagen …

      Grüsse, mcs

      • Hallo mcs,
        der AG Anteil bei Einzahlungen in die RV ist noch nicht steuerfrei, er wird genauso wie der AN Anteil gegen den Vorsorgefreibetrag mit zur Zeit 86% gegengerechnet. Er erscheint bei der Abrechnung zuerst als steuerfrei, mindert dann aber den anzurechnenden AN Anteil, so das in Summe wieder die 86% zusammenkommen. Daher ist es egal, ob der Rentenbeitrag komplett versteuert vom AN getragen wird und zu 86% bis zum Höchstbetrag steuerlich absetzbar ist oder der halbe Beitrag erstmal „steuerfrei“ vom AG gezahlt wird, dann aber mit 100% gegen die 86% gegen gerechnet wird.
        Das ist genau so ein Mythos wie, dass der AG Anteil der RV vom AG bezahlt wird, der ist nur ein Teil des Lohnes welcher der AN aus politischen und psychologischen Gründen nie zu sehen bekommt.

        • Noch als Zusatz zu Anwendung der fünftel Regelung, diese ist am effektivsten, wenn das Grundeinkommen verringert wird, nicht das der fünftel Regelung auf das Grundeinkommen aufaddierte Sondereinkommen.
          Eine Verringerung um beispielsweise 40k durch zusätzliche Altersvorsorge wirkt auf das Grundeinkommen stärker auf die Progression als die Verringerung der Abfindung um 40k,wegen der Fünftelung.
          Bei Einkommen >> 500k bei Verheirateten ist es dann aber egal.

        • Mit dem ersten Teil der Aussage, dass es steuerlich egal ist, ob der AG erst einzahlt oder der AN dies macht, bin ich nicht so ganz einverstanden. Aber nur im Detail – von daher lassen wir das mal so stehen.

          Viel wichtiger finde ich die zweite Aussage, das es bei Anwendung der Fünftelregel am effektivsten ist, wenn das Grundeinkommen verringert wird (verglichen mit einer Reduzierung der Abfindung). Diese Aussage sollte auch meiner Meinung nach in den meisten Fällen zutreffen.

          Und genau darum habe ich auch Zweifel, ob die hier diskutierte 50%-Einzahlung durch den AG wirklich eine sinnvollel Maßnahme ist. Denn: Dadurch wird die Abfindung reduziert, nicht aber das Grundeinkommen. Zahlt der AN selber ein, ist es umgekehrt: Das Grundeinkommen wird reduziert, nicht aber die Abfindung. Dies müsste eigentlich der bessere Weg sein…

          Gruß, Der Privatier

          • Je länger ich darüber nachdenke um so mehr wundere ich mich auch …
            Wenn ich die ‚Formel‘ aus
            https://der-privatier.com/kap-6-8-2-freiwillige-einmalzahlungen-in-die-rentenversicherung/#comment-15668
            richtig verstehe und etwas erweitere komme ich zu
            1.)AG Beitrag aus Gehalt + AG Einzahlung nach §3Nr28 (50% AG-Anteil)+ AN Beitrag aus Gehalt + AN Einzahlung (50% der AG Einzahlung nach §3Nr28)
            2.)Begrenzung auf max. Wert (2018: ledige 23.712€/verheiratet das doppelte) – für 2019 wahrscheinlich etwas mehr …
            3.)Anrechenbarer Prozentsatz (88% für 2019)
            4.)Von dieser Summe AG Beitrag aus Gehalt (steuerfrei) + AG Einzahlung nach §3Nr28 (50% AG-Anteil – steuerfrei) abziehen. Die verbleibene Summe ist der steuerlich anrechenbare AN-Anteil und wird dann vom Grundeinkommen abgezogen um dieses zu minimieren.

            Wenn ich das mit Zahlen durchrechne bleibt bei mir immer 1/4 bis 1/3 vom
            Grundeinkommen übrig und das ist schlecht. Ist denn der Rechenweg so
            richtig verstanden? Ich denke ich muss das nochmal mit dem Steuerberater durchgehen.

            Danke, mcs

          • Gut aufgepasst! Der Rechenweg ist richtig so.

            Und daraus ergeben sich aus meiner Sicht eben die Nachteile:
            * Der steuerlich wirksame Anteil des ANs liegt dabei meist unterhalb von 50%
            * Egal ob 50% oder weniger: Nur dieser AN-Anteil reduziert das Grundeinkommen (und auch das z.v.E.).
            * Würde der AN „alles“ selber einzahlen, wäre die Reduzierung deutlich größer.
            * Und mein Bauchgefühl sagt mir, dass die volle Einzahlung durch den AN der bessere Weg ist. Vielleicht kann sich ja mal jemand aufraffen, und das mal ausrechnen? Vielleicht der Steuerberater?

            Gruß, Der Privatier

          • Die Antwort:
            Vom Grundeinkommen gehen auch der Grundfreibetrag (2019 Ledig: 9168.- €
            verheiratete das doppelte) und die gezahlte Krankenversicherung ab.
            Damit stimmt die Aussage (s.o.) für mich, denn damit ist mein Grundeinkommen,
            auch wenn ich alles über den AG nach §3 Nr.28 auszahlen lasse, bereits negativ und mehr negatives Einkommen nutzt mir nicht mehr, oder?

            Grüsse, mcs

    • Ich teile hier der Vermutung vom „mcs“. Das wäre aus meiner Sicht der richtige Weg.
      Ergänzend wäre evtl. noch zu erwähnen, dass die vom AG gezahlten Ausgleichsbeträge für die RV (ebenso wie die „normalen“ RV-Beiträge) in der jährlichen Steuerbescheinigung des Arbeitgebers erscheinen werden (früher: Lohnsteuerkarte).
      Somit können die steuerlichen Maximalbeträge durch das FA überprüft werden.

      Gruß, Der Privatier

  59. Ich habe das mal genau nachgerechnet (Alles ohne Gewähr). Die Vermutung von Privatier und anderen stimmt, meiner Meinung nach.
    Es sind dabei 2 Fälle zu unterscheiden:
    (1) Es ist kein weiteres Einkommen zu versteuern,
    (2) weiteres Einkommen ist zu versteuern.

    Zu (1): Beide Fälle sind auf den Cent exakt gleich, außer in dem extremen Fall, bei dem die Arbeitgeber Anteile aus der Abfindung den Höchstbeträg der Altervorsorge so stark übersteigen (über rund 40000 Euro), dass der Steuerabzugsbetrag negativ wird, und deshalb wohl auf null begrenzt wird.

    In beiden Fällen erzeugt der steuerliche Abzug der Renteneinzahlungen ohne weiteres Gehalt negatives „verbleibendes zu versteuerndes Einkommen“. Die fünftel-Regel ist dann 5 * Steuern auf (Abfindung – Vorsorgeaufwand)/5. Im Fall der Renteinzahlung aus der Abfindung reduziert sich die steuerrelevante Abfindung auf Abf1 = Abfindung -Arbeitgeberanteil, gleichzeitig reduziert sich auch der steuerliche Abzugsbetrag in gleicher Höhe auf VA1 = Vorsorgeaufwand – Arbeitgeberanteil, folglich wird die fünftel-Regel 5* Steuern von (Abf1 – VA1) = Abfindung – Arbeitgeberanteil – (Vorsorgeaufwand – Arbeitgeberanteil) = Abfindung – Arbeitgeberanteil. Also, bei Rentenbeitrag aus Abfindung ohne Gehalt sinkt zwar die steuerrelevante Abfindung, gleichzeitig sinkt aber auch der Abzugsbetrag. Beides gleicht sich exakt aus.

    Der Abzugsbetrag ist in 2018 gegeben durch 0,86*min(AG_Anteil + AN_Anteil, Höchstbetrag) – AG_Anteil. Wird also die Summe bzw der Gesamtbeitrag zur Rente begrenzt (auf gut 47000 in 2018 für verheiratete), so führt eine weitere Steigerung der Einzahlung zu immer weiteren Abzügen des AG_Anteils. Also steigt zunächst der Abzugsbetrag mit den Einzahlungen und sinkt dann aber wieder.

    Zu (2): Hier stimmt die Vermutung, dass der erhöhte Abzugsbetrag (Selbstzahler), sich auf das Gehalt stärker günstig auswirkt, als das Absinken des Abfindungsbetrages bewirken könnte.

    In Zahlen, unter Berücksichtigung der Steuereinflüsse für den Fall Abfindung 200.000, Gehalt 50.000 und Zusatz-Rentenbeitrag (AN+AG) von 40.000.

    Steuer auf Gehalt und Abfindung
    – ohne Zusatzbeitrag: 75657 Euro
    – mit Zusatzbeitrag aus Abfindung: 59025 Euro
    – mit Zusatzbeitrag (Selbstzahler): 46607 Euro

    In dieser Konstellation erhält man also von den 40.000 Euro Zusatzbeitrag aus der Steuer fast 30.000 Euro zurück, wenn man Selbstzahler ist. Ich kann keinen Vorteil für Zusatzbeitrag aus Abfindung erkennen.
    Im Gegenteil, wenn bei der Anerkennung der fünftel-Regel etwas schief geht, ist man als Selbstzahler auf der besseren Seite, wegen des höheren Abzugsbetrages.

    Gruß, Heribertos

    (Alles ohne Gewähr)

    • Vielen Dank an Heribertos für die Überlegungen und Berechnungen!

      Ich habe zwar die Ergebnisse und die Zahlen im Einzelnen nicht nachgerechnet, das Fazit deckt sich aber exakt mit meinen Vermutungen, die ich bereits im Vorfeld hier erläuert habe (s. Kommentar: https://der-privatier.com/kap-6-8-2-freiwillige-einmalzahlungen-in-die-rentenversicherung/#comment-19014 ).
      Dort hatte ich geschrieben:
      „Eine genrelle Aussage, ob eine Einzahlung durch den AG von Vorteil ist, möchte ich nicht treffen. Ich habe Fälle (im Kopf) durchgespielt, bei denen ich keinen Vorteil erkennen kann und andere, bei denen ich sogar eher einen Nachteil befürchte!

      Und genau das hat nun die Berechnung von Heribertos bestätigt:
      * Wenn das „verbleibendes zu versteuerndes Einkommen“ durch die Sonderausgaben negativ wird, wird die vereinfachte Fünftelregel angewandt. In diesen Fällen ist es egal, wer die Einzahlung (AG oder AN) vornimmt. Das Ergebnis ist gleich.
      * Bleibt jedoch auch nach Berücksichtigung der Sonderausgaben noch weiteres positives zu verst. Einkommen übrig, erweist sich die Einzahlung durch den AG als negativ.

      Gruß, Der Privatier

      • Für die Fünftelregelung verstanden.
        Aus logischen Überlegungen müsste sich aber doch auch für negatives zu
        versteuerndes Einkommen aus dem vermuteten Fehlen des AG-Anteils der
        AG-Einzahlung (steuerfreie 50% der Summe) auf der Lohnsteuerkarte (siehe
        vorherigen Beitrag) auch eine Reduktion des Abfindungsbetrages um diesen
        Anteil ergeben oder? Wenn diese Annahme richtig ist, wäre das doch ein
        Vorteil für die AG-Einzahlung weil die Summe auf die sich die Fünftelregelung
        bezieht gemindert wird?

        Grüsse, mcs

        • Ich fürchte, jetzt wird es kompliziert. 🙁
          Denn ich habe jetzt nicht verstanden, was DU nicht verstanden hast…

          Die Aussage: „Für die Fünftelregelung verstanden.“ ist für mich etwas verwirrend, insbesondere dann, wenn dann in der Frage im letzten Satz die Fünftelregel wieder auftaucht?

          Ich gehe daher einmal davon aus, dass die Auswirkungen bei der vereinfachten Fünftelregel (verbleibendes zu versteuernde Einkommen ist negativ) nicht verstanden wurde?

          Die Rechnung ist in diesem Fall aber sehr einfach, da die sich die Steuerlast ganz einfach aus dem fünffachen Wert der Steuer auf ein Fünftel des zu verst. Einkommens ergibt.
          Da dieses aber vereinfacht die Differenz aus Abfindung abzgl. des AN-Anteils zur Altersvorsorge beträgt, so sieht man leicht, dass eine Einzahlung des AG in die Altersvorsorge diese Differenz nicht beeinflusst: Eine Reduzierung der Abfindung steht eine gleich hohe Reduzierung des AN-Anteils gegenüber. Die Differenz (und damit die Steuer) bleibt gleich. Es ergeben sich u.U. kleine Abweichungen durch die Tatsache, dass nicht die vollständige Zahlung in die Altersvorsorge steuerlich wirksam ist, sondern in diesem Jahr z.B. nur 86%.

          Anmerkung: Die in diesem Zusammenhang weiter oben von Heribertos zusammengestellten Formeln erscheinen mir entweder unpräzise, erklärungsbedürftig oder womöglich auch einfach falsch.

          Gruß, Der Privatier

          • Nein nein, wie geschrieben, die Fünftelregelung habe ich verstanden. Meine Frage bezieht sich auf die Basis der Fünftelregelung, die Angesetzte Abfindung. Wie wir weiter oben (https://der-privatier.com/kap-6-8-2-freiwillige-einmalzahlungen-in-die-rentenversicherung/#comment-19057) übereinstimmend vermutet haben ist der AG-Anteil der AG-Einzahlung, der ja steuerfrei sein soll, nicht auf dem Lohnzettel. Nachdem er aber bereits
            aus der Abfindung bezahlt wurde sollte er die Summe der Abfindung reduzieren, oder?
            Beispiel: 100k Abfindung, AG zahlt 20k aus der Abfindung in RV ein –
            50% der 20k sind steuerfrei und erscheinen nicht auf dem Lohnzettel.
            Dann sollte die Abfindung auf dem Lohnzettel doch nur noch 90k betragen?

            Grüsse, mcs

          • Okay, nehmen wir das Beispiel. Und vernachlässigen zunächst einmal die 86%, die nur steuerlich zum Tragen kommen. Dann ergibt sich:

            Fall 1: AG und AN zahlen jeweils 50%, also 10k in die Altersvorsorge.
            Abfindung: 90K, AN-Anteil AV: 10K ergibt zu verst.EK: 80K

            Fall 2: AG zahlt nur die Abfindung, AN zahlt AV selber in Höhe von 20K.
            Abfindung: 100K, AN-Anteíl AV: 20K ergibt zu verst. EK: 80K

            In beiden Fällen dieselbe Basis für die Fünftelregel. Wie gesagt: Leichte Abweichungen durch die Anwendung der 86% können sich ergeben.

            Gruß, Der Privatier

          • Ich sehe schon, das war ein Denkfehler von mir. Der 50% AG-Betrag kann ja
            nicht vor und nach Füntelung abgezogen werden – wäre ja zu schön um wahr zu sein :-).
            Danke mcs

  60. Ich möchte noch einen Punkt zu meinen obigen Ausführungen ergänzen.
    Stellt man die Steuer auf Gehalt und Abfindung grafisch dar, so sieht man einen Knick, ab dem die Steuer erheblich schneller fällt. Dieser Punkt ist erreicht, wenn die Differenz aus Gehalt und steuerlicher Abzugsbetrag den Grundfreibetrag erreicht.
    Denn in den Formeln tauchen Ausdrücke der Form „Steuer von (Gehalt-Vorsorgeaufwand)“ auf. Gehalt ist hier Synonym für „verbleibendes zu versteuerndes Einkommen“.
    In obigem Beispiel ist dies bei 32.000 Euro beim Ehegattensplitting, da 50.000-32.000=18.000 ist.
    Bei freiwilligen Einzahlungen in GRV oder Rürup unterhalb dieses Wertes von 32.000 beträgt der Steuerabfall durchschnittlich -0,85, oberhalb jedoch -1.6. D.h. ich spare mehr Steuern als ich weiter einzahle! Eine Steigerung der Einzahlung um 1000 Euro spart 1600 Euro Steuern!
    Dies ist meiner Meinung nach eine gute Motivation, selber Analysen zu versuchen und nicht pauschalen Aussagen von Stb Glauben zu schenken, es sei denn die können und machen mathematische Analysen.
    In diesem Kontext müsste man die allgemeine Empfehlung, Abfindungen in Zeiten ohne Einkünfte zu verschieben, nochmal überdenken, falls jemand freiwillige Einzahlungen in eine Alterversorgung machen will oder muss.
    Der erwähnte Knickpunkt wird bei Selbstzahlern früher erreicht als bei Zahlungen des AG aus einer Abfindung. Ab diesem Knickpunkt des Selbstzahlers klaffen die Steuerkurven der beiden Fälle weit auseinander.

    Viele Grüße, Heribertos

    p.s. Alle meine Berechnungen sind für Splitting Tabelle ohne Kinder mit Soli gerechnet

    • Hallo Heribertos
      Ich hatte das Oben , am 21.02.2018 , schon mal ein wenig aufgedrösselt .
      Incl. auch noch evt. “ Interessanter NEBENBEDINGUNGEN AVV “ !!!
      ( Also WER , könnte Empfänger der Leistungen beim Ehepaar werden ,
      bzgl. ersten Bezugstermin / Amortisationslauf-Beginn )
      Ich komme aber so auf ein Einkommen , von ca. 60 bis 70k , das auf
      Sicht Basisversicherungen , etwa gegen Null laufen könnte ( ungeprüft ! ) .
      Ein paar weitere Versicherungen KV/PPV u.s.w. , müssen ja auch noch
      bezahlt werden . D.h. ca. 18 plus 2*0,8 plus X = ca. 60 bis 70K beim
      Ehepaar ( Blumentopf / also Eigentümer des Kap. Stocks / aber Außen vor ) .

      LG Det

    • Es tut mir leid, aber ich habe schon beim ersten Satz:
      „Stellt man die Steuer auf Gehalt und Abfindung grafisch dar, so sieht man einen Knick, ab dem die Steuer erheblich schneller fällt.“

      nicht verstanden, was hier eigentlich gemeint ist! Wie stellt man denn die Steuer auf Gehalt und Abfindung grafisch dar? In einer dreidimensionalen Grafik? Oder in einer Kurvenschar? Oder wie ist das „und“ zu verstehen?
      Und was heisst „erheblich schneller fällt“? Dazu müsste man wahrscheinlich von rechts nach links gucken, oder?

      Ich denke, um grafische Darstellungen zu diskutieren, müsste man entweder die Grafik selber sehen oder man sollte den Aufbau deutlich präziser beschreiben. Ich kann übrigens gerne eine Grafik hier einbinden – würde es vielleicht etwas besser veranschaulichen.

      Auch die weiteren Ausführungen („Einzahlung um 1000 Euro spart 1600 Euro Steuern“) halte ich für zumindest fragwürdig. Es ist zwar bekannt, dass es Konstellationen gibt, in denen die Steuereinsparungen höher sind als die Ausgaben, die dazu geführt haben, mich verwundert jedoch sowohl der hohe Faktor von 1,6 als auch die (beinahe) Bedingungslosigkeit, mit der dies hier verkündet wird.

      Gruß, Der Privatier

  61. Hallo, tut mit Leid, wenn ich mich unklar ausgedrückt habe. Ich will es gerne besser machen, da ich die Ergebnisse nach wie vor für richtig halte.

    Der steuerlich absetzbare Altersvorsorge-Betrag lautet für 2018
    0,86 * min(AG+AN,Höchstbetrag) – AG

    Die Formel bedeutet, dass die Summe aus Arbeitgeberanteil (AG) und mir (AN) gebildet wird, dann wird diese Summe gegebenenfalls auf den Höchstbetrag begrenzt (min = Minimum) und davon 86% ermittelt, davon wird dann der AG Anteil abgezogen. Es ist plausibel, dass ich steuerfreie Zahlungen des AG nicht von der Steuer abziehen kann. Wichtig ist, der AG Anteil unterliegt nicht den 86%!

    Fall a) Der AG zahlt aus Abfindung
    Dann muss ich nach der vereinfachten Fünftel-Regel steuern auf ein fünftel des Betrages
    (Abfindung – AG) – (0,86*min(AG+AN,Höchstbetrag) – AG)
    bezahlen. Dies umgeformt ergibt Steuern auf ein fünftel von
    Abfindung – 0,86*min(AG+AN,Höchstbetrag)

    Fall b) Ich bin Selbstzahler, d.h. ich zahle auch den AG Anteil. Ich zahle Steuern auf ein fünftel des Betrages
    Abfindung – 0,86*min(2*AN,Höchstbetrag)

    Da AG + AN = 2*AN ist, sind in beiden Fällen Steuern auf den exakt gleichen Betrag fällig.
    Ich hoffe es ist jetzt klarer.
    —————-
    Zu den Grafiken hätte ich mich sicher klarer ausdrücken sollen. Wir diskutieren hier den Einfluss freiwilliger zusätzlicher Zahlungen in die Rentenversicherung (oder Rürup) und ihren Einfluss auf die Steuer.

    Dass meine Ergebnisse zur Steuerersparnis wie Schwachsinn aussehen, glaube ich gerne, sind sie aber nicht. Denn wir dürfen nicht vergessen, dass es in der fünftel-Regel einen Faktor fünf gibt. Steuersätze können dadurch 5-fach (eben auch über 100%) wirken, was auch für das Steuersparen gilt.
    Ich möchte das an einem einfachen Beispiel klar machen. Zunächst nochmal die fünftel-Regel für ein Gehalt „G“ (genauer verbleibendes zu versteuerndes Einkommen) und eine Abfindung „Abf“, wobei est(x) die Einkommensteuer zu einem zu versteuerndem Einkommen x ist
    Steuer auf Abfindung = 5*(est(G+Abf/5) – est(G))
    Im ersten Schritt betrachten wir ein Gehalt von G=0 und eine Abfindung in Höhe von 200.000 Euro. Dann müssen wir nach der Splitting Tabelle die fünfachen Steuern auf 40.000 Euro bezahlen, das sind mit Soli
    Steuern von Abfindung = 5*5205.37 = 26.026,86 Euro

    Wir erhöhen nun das Gehalt auf 10.000 Euro, das ist unter dem Grundfreibetrag für Verheiratete, es ist also est(10.000)=0. Wir müssen also nun die fünffachen Steuern auf 50000 Euro bezahlen, wieder mit Soli sind das
    Steuern auf Abfindung = 5*8129,20 = 40645,98 Euro.

    Wir sehen, ein Anstieg des Gehaltes um 10.000 Euro erhöht die Steuer um 14.600, macht einen Grenzsteuersatz von 146%, das ist der fünfache Grenzsteuersatz von 29,2%, wie er bei rund 50.000 Euro Splittingtabelle gilt.

    Das gilt auch umgekehrt, wenn wir nun die 10.000 Euro Gehalt durch steuerabzugswirksame Einzahlungen in die GRV reduzieren, sagen wir auf null, dann Fallen dadurch die Steuern von gut 40.000 Euro wieder auf gut 26.000 Euro. Dafür benötigt man 10.000/0,86 = 11600 Euro in 2018. Also, 11.600 Euro Einzahlung in GRV reduziert Steuern um gut 14.000 Euro

    Betrachten wir nun zusätzlich die Steuern auf das Gehalt, so sind die gesamten Steuern gegeben durch

    Gesamtsteuer = est(G) + 5*(est(G+Abf/5) – est(G)),
    wir können dies umformen zu

    Gesamtsteuer = 5*est(G+Abf/5) – 4*est(G)

    Dies kann man so interpretieren, dass die Gesamtsteuer sich aus 2 Anteilen als Funktion des Gehaltes G darstellt: der erste Term sinkt mit fallendem Gehalt G, der zweite Term steigt mit fallendem Gehalt G, da er negativ ist. In der Summe fällt zum Glück die Steuer in Abhängigkeit von G bei fallendem G. Der zweite Term bremst allerdings den starken (verfünffachten) Abfall des ersten Terms. Wird nun G kleiner als der Grundfreibetrag, wird der zweite Term schlagartig null und der starke (5-fache) Abfall des ersten Terms verbleibt. Daher der „Knick“, den man sich sicherlich ohne die Grafik nur schwer vorstellen kann.

    Ich hoffe, die Phänomene sind nun klarer. Wenn ich was falsch denke, bitte Rückmeldung.

    Gruß, Heribertos

    • Sehr schön, Heribertos!
      So ist das Ganze präzise formuliert, Funktionen und Formeln sind korrekt und auch der Rest ist verständlich.

      Eine Ergänzung bzw. Verdeutlichung dazu noch vom meiner Seite:
      Du hast zwar in einem füheren Kommentar bereits darauf hingewiesen, dass Du in Deinen Formeln/Funktionen den Begriff „Gehalt(G)“ als Synonym für „verbleibendes zu versteuerndes Einkommen“ verwendest. Kann man aus Gründen der Vereinfachung auch gerne machen.
      Ich möchte aber noch einmal betonen, dass die obigen Erkenntnisse im gleichen Maße ebenso für andere Einkünfte (z.B. aus selbständigen Tätigkeiten, Vermietung und Verpachtung, Versorgungsbezüge, etc.) gelten und dass sich das „verbleibendes zu versteuerndes Einkommen“ erst nach Abzug von Werbungskosten, Sonderausgaben usw. ergibt.

      Gruß, Der Privatier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.