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Kap. 6: Gesetzliche Renten – Fragen, Kritik und Anregungen — 6 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    das Kapitel gesetzliche Rente ist sehr gut gelungen. Aber es wäre noch besser, wenn Du die Grundzüge der Rentenformel mit aufgenommen hättest (Rente = Entgeltpunkte * Zugangsfaktor * Aktueller Rentenwert * Rentenartfaktor) und kurz erläutern würdest. Die Betrachtung der Abschläge ist wichtig und defakto der Zugangsfaktor, der Rentenartfaktor ist 1, weil Altersrente. Für die meisten angehenden Privatiers ist es dann aber ein wichtiger Schritt die Entgeltpunkte zum Tag X hochzurechnen, da sie noch Angestellte und in der Ansparphase sind. Das geht ja auch eigentlich ganz leicht, wenn man auf seine letzten 3 Renteninformationen schaut und diese Steigerungen errechnet bzw. versteht, dass es max. 2.1 Punkte geben kann und der Durchschnittsverdienst genau 1 Pkt. ergibt. Bleibt der Punkt „aktueller Rentenwert“ vs. „Rentenwert bei Rentenbeginn“. Welche Annahmen für die Rente mit 63, 65 oder wann auch immer packst Du nun in Deinen Finanzplan? Leider fehlt diese Angabe, oder habe ich sie überlesen? Die momentan erreichte Altersrente lt. Renteninformation ist eigentlich eine zu niedrige Zahl, die Rente bei Beiträgen in der Höhe der letzten 5 Jahre ist zu hoch, weil man in der Überbrückung nichst mehr einzahlt. Der Rentenwert in 8 oder gar 15 Jahren wird sicher höher liegen als der derzeitige und so macht man im Finanzplan u.U. zu negative Eingaben. In der Neuauflage Deines Bestsellers 🙂 könnte man hierzu etwas schreiben bzw. Vorschläge unterbreiten. Auf Wikipedia habe ich zum Rentenwert nachgeschaut: von 1995-2013 stieg der Rentenwert West mit ca.1% p.a., Ost mit 2% p.a.(trotz einiger Pausen). Fazit: für den Finanzplan rechne ich die Entgeltpunkte zum Tag X aus und multipliziere sie mit dem Rentenwert (der um 1% p.a. konservativ aufgezinst wurde) und dem Abschlag lt. momentan gültigen Recht (also max. 14,4% bei Eintritt 63 Jahre statt 67).

    Grüße
    Covacoro

  2. Hallo Covacoro,

    Deine Kritik ist berechtigt. Ich hätte sicher mehr auf die Noch-Angestellten und die Hochrechnung der Rente zum Ausstiegszeitpunkt eingehen sollen.
    Ich habe es mir da für meinen eigenen Fall sehr einfach gemacht und einfach den „aktuellen Rentenwert“ der letzten Renteninformation verwendet. War in meinem Fall auch sicher ganz zutreffend, da kaum noch weitere Entgeltpunkte angesammelt worden sind und auch keine weiteren mehr gesammelt werden.

    Was ich allerdings in meinen Plan (siehe auch „Mein eigener Finanzplan“) eingerechnet habe, ist eine jährliche Anpassung der Rente in Höhe von 0,5%.

    In der Summe sind meine Annahmen sicher eher etwas zu negativ, denn meine tatsächliche Rentenhöhe wird (hoffentlich) etwas höher ausfallen, als die zuletzt ausgewiesene und vielleicht sind ja auch die Rentensteigerungen insgesamt höher. Aber auch hier gilt für mich die generelle Regel: Lieber mit schlechteren Zahlen rechnen, als zu optimistisch sein.

    Ich werde Deine Anregung aber in jedem Fall mit aufnehmen – Vielen Dank dafür!

    Gruß, Der Privatier

  3. Peter, das war doch keine Kritik 🙂 nur ein Rat von Ingenieur zu Ingenieur. 😉 Aber schon mal als Vorwarnung: wenn ich in meinen Beiträgen mal zu forsch rüberkomme, bitte ignorieren, dass ist so eingeübte Praxis eines lei(dt)enden Angestellten, wie es so schön Neudeutsch heißt. Im übrigen fand ich das 1.Kapitel Klasse, alles was Du zu Personalgesprächen etc. schreibst, würde ich so unterschreiben. Zurück zum Thema: 0.5% Steigerung des Rentenwerts p.a. erscheint mir ein sinnvoller Kompromiß.

    • Ich freue mich über jeden konstruktiven Beitrag. Und dabei bin ich nicht wählerisch, ob es nun ein Rat oder eine Kritik ist. Und ich habe auch nichts gegen klare Worte. Also immer nur „forsch voran“ !

      Gruß, Der Privatier

  4. Ich habe eine andere Frage an den Privatier.

    Ich bin mittlerweile Rentner und beziehe neben einer kleinen Rente zwei weitere Direktversicherungen von zwei verschiedenen Arbeitgebern. Eine der Versicherungen wird nicht besteuert und die zweite mit Steuerklasse 6 und entsprechenden Abzügen. Bei der jährlichen Steuererklärung war ich nun der Auffassung, dass die gesamten Einnahmen nach Steuerklasse 1 besteuert werden und die bereits auf Steuerklasse 6 abgeführten Steuern angerechnet bzw. gut geschrieben werden. Mein Steuerprogramm hat dies auch so ausgewiesen, mein Finanzbeamter scheint anderer Meinung zu sein

    Vielen Dank für Ihre Antwort

    • Zunächst eine Korrektur: Bei der jährlichen Steuererklärung spielen Steuerklassen keine Rolle mehr. Die werden nur für die Abzüge während des laufenden Jahres verwendet.

      Aber ansonsten ist Ihre Annahme schon richtig: Das Einkommen wird als Ganzes besteuert und sofern bereits Steuerabzüge im laufenden Jahr vorgenommen wurden, werden diese mit der Steuerschuld verrechnet.

      Aus Ihrer Frage ist aber nicht ersichtlich, was genau das Finanzamt bei Ihnen abweichend beurteilt? Das müsste ja anhand eines Vergleichs von Steuerprogramm und Steuerbescheid eigentlich deutlich werden (wenn es nicht ohnehin in den Erläuterungen zum Bescheid einen Hinweis gibt).

      Natürlich müssen aber z.B. Steuerabzüge, die im laufenden Jahr vorgenommen wurden, entsprechend nachgewiesen und der Steuererklärung beigefügt werden.

      Was auch immer der Grund sein mag – wenn Sie meinen, der Bescheid sei falsch, sollten Sie rechtzeitig Einspruch einlegen. Manchmal macht ja auch das FA einen Fehler…

      Gruß, Der Privatier

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