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Kap. 7.2.2: Die Riester-Rente – Meine Bewertung — 60 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    meiner Meinung nach steht und fällt ein Riester-Vertrag mit den Kosten. Wenn man sich einen teuren Vertrag von einem Berater andrehen lässt, der auf Provisionsbasis vergütet wird, kann die staatliche Förderung schnell durch die Kosten aufgefressen werden.
    Ich selbst habe seit fünf Jahren einen Fondssparplan, der nicht über Berater vertrieben wird, weil die Kosten sehr gering sind und daher kein Spielraum für fette Provisionen bleibt.
    Meiner Meinung nach ist ein Fondssparplan bei einer Anlagedauer von mehr als 20 Jahren die beste Lösung. Ich würde nich sagen, Fondssparpläne sind „riskant“, sondern „volatil“. Rentenversicherungen sind riskanter, da diese Schwierigkeiten haben, die einst versprochenen Zinsgarantien einzuhalten und die ersten schon am Straucheln sind. Und Sachwert ist immer sicherer als Geldwert.

    So wie Du Riester lange links liegen ließest, habe ich dies mit Rürup gemacht… daher freue ich mich auch schon auf Deinen nächsten Beitrag!

    Viele Grüße,
    folio

  2. Bei der Wahl eines Riesterfondssparplans wäre ich vorsichtig. Ich habe mich vor einiger Zeit mit dem Produkt aus dem Hause DWS beschäftigt und sehe das größte Problem hier in der Garantiesicherung. Auf der einen Seite mag dies komisch klingen, denn die Garantie der Beiträge klingt zwar schön, aber diese führt meines Erachtens eher dazu, dass der Kunde kaum mehr als genau diese Garantie erhalten wird.

    Wie komme ich darauf? Nun, DWS verwendet als Sicherungsmassnahme den I-CPPI-Ansatz (Individualisierte-Constant Proportion Portfolio Insurance) – wer diesen nicht so genau kennt, findet Details z.B. hier: https://www.fondsvermittlung24.de/i-cppi-modell.html . Kurz gesagt, werden von neuen Beiträgen Aktienanteile gekauft. Wenn die Aktienkurse aber unter den Kaufkurs fallen, erfolgt eine Umschichtung in Rentenfonds, um mithilfe dieser „sicheren“ Rendite sicherzustellen, dass die Einstandskurse zum Laufzeitende wieder erreicht werden. Steigen die Aktienkurse jedoch stark, können die Rentenanteile auch wieder in Aktienanteile umgeschichtet werden. Sprich, hier werden Aktien verkauft, wenn die Kurse gestiegen sind und in Renten umgeschichtet, wenn die Kurse gefallen sind: Buy high, sell low :-(! Das ist natürlich wenig optimal und führt insbesondere in Phasen ohne längere Trends zum ständigen Umschichten und einer bescheidenen Performance.

    Für jemanden wie mich, der gerne eine feste Asset Allocation hat, d.h. ein festes Verhältnis von weniger volatilen Anlagen wie Renten zu volatileren Anlagen wie Aktien, ist diese Umschichterei auch eher unschön.

    Ich kann nicht sagen, ob Riesterfondssparpläne anderer Anbieter eine andere Sicherungsstrategie verwenden, könnte mir aber vorstellen, dass es im Endeffekt auf das gleiche Prinzip hinausläuft – irgendwie muss ja sichergestellt werden, dass am Ende der Laufzeit die Beiträge garantiert werden können.

    Auch ist beim Abschluß eines Riesterfondssparplan oder Riesterbanksparplan die Frage der Verrentung am Laufzeitende noch ein latent problematisches Thema. Im Vergleich zum Abschluß eines Riesterrentenvertrag (den ich aus Kostengründen eher nicht abschließen würde), wird beim Fondssparplan ja erst zum Laufzeitende der Rentenvertrag abgeschlossen. Da können nach z.B. 30 Jahren Laufhzeit ganz andere Sterbetafeln zu Grunde gelegt werden, also noch zum Zeitpunkt des Vertragabschlusses.

    Für mich käme aus vorgenannten Gründen – wenn überhaupt – nur ein Riesterbanksparplan in Frage.

    LG
    Dummerchen

    • Korrektur: Es muss natürlich heißen:
      „Sprich, hier werden Aktien verkauft, wenn die Kurse gefallen sind, und wieder in Aktien umgeschichtet, wenn die Kurse gestiegen sind: Buy high, sell low :-(!“

  3. @folio und @Dummerchen :
    Die Auswahl eines geeigneten Produktes für die Riesterrente kann in der Tat eine Herausforderung sein und ich wäre mir heute auch nicht mehr sicher, welche Variante ich bevorzugen würde.

    Einerseits denke ich wie folio, dass eine (Aktien-)Fonds-Lösung eine sehr gute Idee für die Riesterrente ist. Natürlich nur wenn noch genügend Zeit bis zur Rente verbleibt.
    Andererseits teile ich aber auch die Bedenken von Dummerchen und fürchte, dass am Ende ohnehin nur die Garantiesumme übrig bleibt.

    Für meine Frau haben wir damals ein Modell der DWS gewählt, welches mit fortschreitendem Alter den Aktienanteil immer weiter zu Gunsten eines dann höheren Rentenanteils reduziert. Sicher eine ganz vernünftige Strategie.

    Aber – wie schon im Beitrag erwähnt:
    Wir haben einfach „mal mitgemacht“ – ohne langes Auswählen und Suchen nach der „besten“ Lösung.

    Bei Rürup finde ich ein bisschen schade, dass ich da nicht eher dran gedacht habe. Da hätte ich eine Menge Steuern sparen können! Mehr dazu in den nächsten Beiträgen.

    Gruß, der Privatier

  4. Hallo,

    erstmal Danke für deinen interessanten Blog.

    Zu Riester muss ich jetzt doch mal etwas loswerden 😉
    Das mit dem Kapitalerhalt ist eine der größten Volksverdummungen überhaupt…und ich bin selber damals darauf reingefallen und habe eine Riesterversicherung. Wenn du nach 30 Jahren bei 2% Inflation lediglich dein eingezahltes Geld erhälts, hat sich real die Auszahlung halbiert! Der nominale Erhalt bringt da gar nichts.
    Heute würde ich keinen Riester mehr abschließen. Ausserdem muss man später Steuern zahlen. Ob der Steuersatz dann wirklich günstiger ist, wie einem heute verkauft wird, wird sich zeigen. In 20 Jahren kann der Staat die meisten Steuern nur noch von den Rentnern bekommen. Da wird sich noch einiges zu ungunsten der (Riester)Rentner ändern (müssen).

  5. Hallo,

    es gibt zum Thema Riester etliche Sichtweisen. Jeder muss für sich herausfinden und berechnen ob es sich lohnt oder nicht. Pauschalieren sowohl für oder wider Riester ist falsch. Für meine Frau wurden in den vergangenen Jahren 500 EUR in ein Riester-Depot eingezahlt. Wert inkl. Zulagen und Wertentwicklung mittlerweile 3550 EUR und die Zulage für 2013 von ca. 750 EUR kommt auch noch drauf. Also Wert ca. 4300 EUR. Alles natürlich förderoptimiert. Sonst machen wir das auch nicht weiter und stellen das Ding ruhend. Ich verweise hier mal auf meinen fast drei Jahre alten Gastbeitrag auf mmui, der an Aktualität nichts verloren hat:

    https://www.charttec.de/html/glossar_boersenbrief.php

    Wenn das in unserer Konstellation tatsächlich unterm Strich ein Verlustgeschäft werden soll, müsste quasi schon eine Vollenteignung stattfinden. Hoffen wir das Beste.

    Gruß
    JustDoIt

  6. Bevor man sich für oder gegen Riester entscheidet, sollten man sich auf jeden Fall klar werden, ob man diesen langfristigen Ansparvertrag durchhalten will und kann sowie bezüglich Vor- und Nachteilen würde ich noch hinzufügen: Möglichkeit der Teilauszahlung zu Beginn der Altersrente (bis 30%), Fondssparplan der nicht der Abgeltungssteuer bei Auszahlung unterliegt, aber Einkommenssteuer, Möglichkeit der Übersparung (mehr als 2100€), zwar ohne Förderung, aber mit Garantie und gleicher steuerlicher Behandlung bei Auszahlung, zum Teil eingeschränkte Übertragungsmöglichkeiten und Problematik Auszahlplan kombiniert mit Rente ab 85. Je nach individueller Situation kann die Entscheidung unterschiedlich ausfallen, tendenziell sehe ich aber bei Wahl eines (Aktien-) Fondsparplanes mehr Vor- als Nachteile.

  7. Vielen Dank für die Meinungen und Erfahrungen zur Riester-Rente bis hierher.
    Inzwischen bin ich wieder im Lande und werde zukünftig hoffentlich wieder mehr Zeit finden, Kommentare auch individuell zu beantworten.

    Auch bei den bisher aufgeführten negativen Aspekten der Riester-Rente würde ich nach wie vor auch heute wieder einen Vertrag abschließen. Allerdings würde ich mir hinsichtlich der Auswahl heute etwas mehr Mühe geben.

    Das hängt aber auch wieder vom Stellenwert ab, den man einer solchen Zusatz-Rente einräumt. Ich habe es zum Zeitpunkt des Abschlusses tatsächlich nur unter dem Gesichtspunkt „einfach ‚mal mitmachen“ und „Förderung mitnehmen“ gesehen.

    Und so wird unsere Riester-Rente auch dann, wenn sie mal ausgezahlt wird, eher ein nettes „Zubrot“ sein. Eine wirkliche tragende Säule unserer Altersvorsorge wird sie nicht sein.

    Aber wie das Beispiel von JustDoIt zeigt können sich ja durchaus attraktive Ergebnisse erzielen lassen und von daher lohnt sich eine Prüfung der Angebote und Förderquoten in jedem Fall.

    Gruß, Der Privatier

  8. Hallo.

    Und wieder ich…
    War zuerst (2006) nicht begeistert vom Riester. Da es mir aufgeschwatzt wurde. Zwar bei einem Fondsvermittler mit guten Konditionen bei DWS.
    Dann mit den Steuererstattungen doch überzeugt. Als ich aber vor ein paar atgen das gelesen habe:

    Stiftung Warentest
    Für alle Riester-Sparverträge, egal ob Rentenversicherung, Fonds- oder Banksparplan, gilt: Spätestens ab dem vollendeten 85. Lebensjahr muss die Auszahlung über eine Rentenversicherung laufen.
    Banken und Fondsgesellschaften zweigen zu Beginn der Auszahlphase 10 bis 20 Prozent des Kapitals für eine Rentenversicherung ab. Das Geld wird für die lebenslange Absicherung verwendet, wenn der Sparer 85 Jahre alt geworden ist. Die Institute können hierfür mit einem Lebensversicherer einen Vertrag zugunsten der Riester-Anleger abschließen („Vertrag zugunsten Dritter“).
    Bei vielen, aber nicht bei allen Banken und Fondsgesellschaften stehen die Vertragspartner schon fest.

    DWS

    Bei der DWS TopRente gliedert sich die Rentenphase in einen Auszahlungsplan bis zum vollendeten 85. Lebensjahr und in eine lebenslange Leibrente ab dem vollendeten 85. Lebensjahr. Mit Beginn der Auszahlungsphase wird für einen Teil des Fondsvermögens eine Leibrente bei einem Versicherungsunternehmen eingekauft.* Der restliche Teil des Geldes steht anschließend für den Auszahlungsplan zur Verfügung. Die mit Beginn der Auszahlungsphase kalkulierte Grundrente wird lebenslang in gleich bleibender Höhe ausgezahlt. Hinzu kommen die möglichen Wertentwicklungen während des Auszahlungsplanes und die Überschüsse des Versicherers ab dem 85. Geburtstag.

    Die garantierte Leibrente, die wir für Sie abschließen, ist genauso hoch wie die gleich bleibende Grundrente unseres Auszahlungsplans (verbleibendes Kapital nach Abzug des Beitrags für die Rentenversicherung bei Auszahlungsbeginn geteilt durch die Anzahl der Monate des Auszahlungsplans, d. h. bis zum 85. Geburtstag). Die Leibrente steigt in der Folge noch an, wenn der Versicherer Überschüsse jenseits der Garantieverzinsung deklariert. Die Rente steigt also im Normalfall jedes Jahr ein wenig oder bleibt im schlechtesten Fall gleich.

  9. Also sichere ICH mich eigentlich selbst ab 85 selbst ab. – Wortwitz. – Und zahle das bei Auszahlungsbeginn.
    Überschüsse usw. bekomme ich dann ab 85. Na toll.
    SO kann man auch eine Lebenslange Rente machen. – Aber da bin ich selbst Schuld.
    Zumindest hab ich die Steuererstattungen schon und die sind gut angelegt.

    • Sorry, aber wer einen RENTEN-Vertrag abschliesst, sichert sich selbstverständlich selbst ab. Das kann entweder kontinuierlich über die jährlichen Zahlungen in den Rentenvertrag während der Ansparphase erfolgen oder wie in diesem Fall von Riester eben am Ende der Ansparphase kurz vor Beginn der Verrentung.
      Sieh’s positiv – das Geld „versackt“ erst relativ spät im Rentenprodukt und hatte zumindest im Vorfeld eine Chance halbwegs rentabel angelegt worden zu sein. (Meine Zweifel daran habe ich ja schon weiter oben geäußert.)

  10. @Kurti:

    Die Kritikpunkte mögen alle berechtigt sein und ich will diese auch gar nicht im Einzelnen betrachten oder beurteilen.

    Ich möchte an dieser Stelle – und zwar unabhängig davon, ob wir hier über Riester, Rürup oder andere Rentenversicherungen reden – lieber noch einmal auf meine Gedanken zu Rentenversicherungen hinweisen.

    Kernaussage darin: Es handelt sich um eine Versicherung – nicht um eine Kapitalanlage!

    Gruß, Der Privatier

    • @Privatier
      Versicherung würde ich es nicht nennen.
      Da die „Versicherung“ null Risiko hat. Und an mir wohl gut verdient.

      Da pflichte ich Dummerchen eher zu, dass es ein Rentenvertrag ist.

      Jedenfalls lohnt es sich nur für Leute mit gutem Einkommen (wie (noch) für mich) und nicht als Ausgleich für die Rentenabsenkung, wie es dargestellt wurde.

      • Es ist ein Rentenversicherungsvertrag! Die Versicherung hat sehr wohl ein Risiko zu tragen, nämlich Dein Langlebigkeitsrisiko. Du wirst mehr Geld von der Versicherungsgesellschaft bekommen als Du eingezählt hast, wenn Du auf Jopi Heesters Spuren wandelst.

        Dass die Versicherungsgesellschaft über alle Kunden gesehen immer noch einen Gewinn erwirtschaften wird, ist unbestritten. Dies trifft aber auf alle Versicherungen zu.

        Der Kerngedanke einer Versicherung ist nunmal, dass der Versichertenpool gemeinschaftlich für diejenigen aufkommen, die höhere Leistungen benötigen. Da im Vorfeld nicht bekannt ist, wer derjenige mit dem höchsten Bedarf an Versicherungsleistungenn ist, ist dieses Vorgehen auch durchaus sinnvoll. Und dass derjenige, der die Beiträge einsammelt, dann auch noch ein Stück vom Kuchen bekommen möchte, halte ich für legitim. (Und ich bin wahrlich kein Freund von Versicherungen – insbesondere im Finanzbereich.)

  11. Hallo Privatier,
    vielen Dank für die Auflistung. Ich persönliche finde es immer gut, wenn Versicherungsformen im Vermögensaufbau nicht einfach rundheraus abgelehnt werden. Der Weg muss sein, sich mit Vor- und Nachteilen auseinanderzusetzen und eine individuelle Lösung zu finden. Stichwort individuell: Ist das der Grund, warum Du nicht auf die betriebliche Altersvorsorge eingehst? Die steuerliche Behandlung ist ähnlich wie bei Riester, daher denke ich schon, dass sie in Überlegungen ein Rolle spielen sollte. Den Blog: Vergleich Riester oder BAV? (https://klarplus.com/riester-oder-bav-oder-sogar-beides/) habe ich zu dem Thema geschrieben. In der Hoffnung, dass es individuell weiterhilft.
    Gruß
    Alexander

    • Ich habe nichts gegen eine betriebliche Altersvorsorge. Im Gegenteil. Ich habe ja sogar selber eine (minimal). Ich habe mich nur zu wenig damit befasst, als dass ich hier in der Lage wäre, einen Überblick oder eine Bewertung dazu abzugeben. Zumal die Vielfalt der Varianten hier sicher auch eine allgemeine Betrachtung schwierig machen wird.
      Ich werde mir Deinen Beitrag auf jeden Fall einmal ansehen (auch wenn es für selber ja schon zu spät ist).

      Gruß, Der Privatier

  12. Kleine Korrektur zum Artikel: Hartz war kein Minister, sondern ein gewöhnlicher Krimineller mit 2 Jahren Knast auf Bewährung in der Vita.

    • Danke für die Korrektur. Auch wenn es für den obigen Beitrag keine Bedeutung hat, hier der Hintergrund (Quelle: Wikipedia):

      Peter Hartz war bis Juli 2005 der Personalvorstand und Mitglied des Vorstands der Volkswagen AG. Nach ihm wurden die als Hartz-Konzept bekannten Arbeitsmarktreformen der frühen 2000er Jahre benannt.

      Anfang 2002 wurde Peter Hartz von der Bundesregierung beauftragt, als Leiter einer nach ihm benannten Kommission ein Konzept und Pläne für die später nach ihm benannten „Hartz-Reformen“ bzw. das Hartz-Konzept zu entwickeln.

      Am 15. November 2006 wurde gegen Peter Hartz in Braunschweig ein Strafverfahren wegen Untreue als VW-Vorstand in 44 Fällen eröffnet.

      Am 17. Januar 2007 gestand Hartz in der auf zwei Verhandlungstage angesetzten Gerichtsverhandlung alle 44 Anklagepunkte ein. Der Gesamtschaden dieser Affäre beträgt 2,6 Millionen Euro. Das Landgericht Braunschweig verhängte am 25. Januar 2007 wegen Untreue und Begünstigung des VW-Betriebsratsvorsitzenden eine Freiheitsstrafe von zwei Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt wurde, sowie eine Geldstrafe von 360 Tagessätzen à 1600 € (insgesamt also 576.000 €).

      Mehr Details bei Wikipedia

      Gruß, Der Privatier

  13. Noch ein sehr interessanter Aspekt zur Riesterrente ist die sogenannte Kleinrentenauszahlungsregelung.
    Diese besagt, wenn die monatlichen
    Rentenzahlungen aus einem Riestervertrag etwa dem Wert eines Rentenpunkt der gesetzlichen Rente betragen, also zur Zeit etwa 31€ (der Wert wird jährlich angepasst), lässt sich das Kapital wahlweise zu 100 % auszahlen, für die Auszahlung gilt dann steuerlich die fünftel Regelung.
    Riester Verträge beim gleichen Anbieter werden zusammengefasst, bei verschiedenen Anbietern kann man die Regelung einzeln und auch zeitlich gestaffelt nutzen. Dadurch erhält man auch bei Riester eine wesentlich höhere Flexibilität für die Auszahlung. Ob das auch für Rürup gilt, habe ich noch nicht rausbekommen. Beim Einzahlung des Höchstbetrages von ca. 2100 pro Jahr muss man dann alle 5 Jahre den alten Vertrag ruhen lassen und bei einem anderen Anbieter einen neuen besparen.

    • Danke für den Hinweis. So viel ich weiß, ist dies eine der Neuerungen, die ab 2018 im Rahmen des Betriebsrentenstärkungsgesetzes einführt worden ist.

      Für mich kommt das ja ohnehin nicht mehr in Frage, ich bin mir aber auch nicht sicher, ob das eine Lösung wäre, die mir gefallen würde? Der Vorteil der höheren Flexibilität ist unbestritten, andererseits erfordert es aber einen höheren Verwaltungsaufwand beim Versicherten selber und höchstwahrscheinlich auch bei den Versicherungsgesellschaften, was sich dann wieder in höheren Kosten und einer niedrigeren Rendite bemerkbar machen wird. Aber das ist jetzt eher eine Vermutung und müsste bei Bedarf ggfs. geklärt werden.

      Für Rürup-Renten wird das aber wohl kaum gelten, denn eine der wesentlichen Voraussetzungen der sog. Basis-Versicherungen ist ja, dass sie ausschließlich als Leibrente ausgezahlt werden dürfen. Also keine Kapitalauszahlung.

      Gruß, Der Privatier

  14. Den staatlichen Zulagen verdanke ich auch den Verlust in Summe mehrerer Tage Lebenszeit für die Recherche von Riester-Möglichkeiten.
    Mein Eindruck war schlußendlich, dass am Ende die Zulage im wesentlichen in Gebühren und Minderrenditen fließt. Für den Anleger bleibt am Ende wenig übrig.
    Wiederum ergibt die Betrachtung als Versicherung ggf. ein anderes Ergebnis, aber man sollte wirklich überlegen, inwieweit man die Versicherung braucht, oder ob man das Risiko nicht mit „Selbstversicherung“ besser bewältigen kann. Mir persönlich widerstrebt es, im wesentlichen die Finanzindustrie zu füttern und am Ende sehr wahrscheinlich nur das bare Minimum aus der Bandbreite des Versprochenen heraus zu bekommen.

    • „Wiederum ergibt die Betrachtung als Versicherung ggf. ein anderes Ergebnis“

      Als was sollte man eine Versicherung denn sonst betrachten??

      Aber natürlich steht es jedem frei, sich seine eigene Absicherung für den Ruhestand zu konstruieren. Für einen großen Teil der Bevölkerung wäre es allerdings schon wünschenswert, wenn sie denn überhaupt mal irgendetwas machen würden!

      Gruß, Der Privatier

  15. Ob Riester Sinn macht dürfte von der monetären Ausgangssituation abhängen. Wer wenig hat und Gefahr läuft, dass die Riestereinkünfte gegen die Grundsicherung aufgerechnet werden, legt das Geld vielleicht doch besser unter das Kissen.
    Ich hatte eine Riester Rente bei der Unon Investment abgeschlossen (war damals Finanztest Sieger/Empfehlung). Leider hatte ich zu spät nachgerechnet. Mit einem Gehalt oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze, hatte ich mit den 4% Pflichtbeiträgen eine prozentuale relativ niedrige Förderquote (trotz 3er Kinder). Mit der Förderung hatte ich keine weiteren steuerlichen Absetzmöglichkeiten (was in der Verkaufsberatung allerdings so dargestellt wurde). Trotz dass ich die Beiträge aus schon versteuertem Einkommen und auch krankenversicherten Einkomnen bezahlt hatte, muss ich nun die Riesterauszahlungen voll versteuern UND die vollen KV und PV Beiträge abführen. Das rentiert sich bei mir nicht und ich lasse meinen Riesterrentenvertrag schon seit Jahren ruhen. Bei Kündigung würde ich ja die gesetzlich garantierte Auszahlung (Einzahlungen + Förderung) verlieren.

    Aber du hast anfangs einen anderen Hinweis gegeben, dass du aus der Abfindung hier Geld reingeschoben hast. Das muss ich für mich noch einmal durchleuchten ob das Sinn macht (meine Abfindung steht in diesem Jahr an). Vielleicht war dann der Riesterabschluss nicht um sonst.

    • „hatte ich mit den 4% Pflichtbeiträgen eine prozentuale relativ niedrige Förderquote (trotz 3er Kinder).“

      Ich verstehe nicht so ganz, wie man zu einer solchen Einschätzung kommen kann. Ich habe mir gerade noch einmal die aktuellen Konditionen mit dem Riester-Rechner auf dem DRV-Portal „Ihre Vorsorge“ angesehen: https://www.ihre-vorsorge.de/rechner/riester-rechner.html
      Selbst wenn alle drei Kinder vor 2008 geboren sind (ist hier wahrscheinlich der Fall), so ergibt sich bei einem maximalen Beitrag eine Förderquote von ca. 35%.
      „Förderquote“ bedeutet dabei der Anteil der Zulagen am gesamten Anlagebetrag (ohne Berücksichtigung eines Ehepartners).
      Sollten die Kinder noch jünger sein, also alle nach 2008 geboren sein, wo ergibt sich sogar eine Förderquote von über 50%.

      Nun kann man solche Quoten natürlich als „relativ niedrig“ empfinden. Das kommt dann wohl immer auf die persönliche Sichtweise an. Meine Meinung habe ich ja bereits im obigen Beitrag geschrieben: Ich sehe als verschenktes Geld an, wenn man eine solche Förderung nicht in Anspruch nimmt.

      Ansonsten sind die kritischen Anmerkungen z.B. hinsichtlich Grundsicherung durchaus berechtigt (das ist allerdings auch nicht wirklich die Ziel-Leserschaft dieser Seite).

      Es ist übrigens schon korrekt, wenn gesagt wird, dass die Riesterbeiträge auch als Sonderausgaben berücksichtigt werden können. Das FA führt dann eine Günstigerprüfung durch und prüft, ob die Förderung oder die Steuerersparnis günstiger ist (beides zusammen gibt es natürlich nicht 😉 ).

      Gruß, Der Privatier

  16. Habe es gerade im nächsten Kapitel realisiert – du hast die 30000€ in einen Rürupp Vertrag gesteckt und nicht in einen Riester. Damit fällt meine Riesterversicherung wohl endgültig in die Kategorie: Griff ins Klo.

    • Hallo Privatier,
      Ich kann nicht ausschließen, dass ich irgendwo einen grundsätzlichen Denkfehler habe: Ich bin Gott sei Dank mit einer ordentlichen Betriebsrente gesegnet (wenn ich mal so alt bin). Zusammen mit der staatlichen Rente ist man doch schnell bei 35% in der oberen Steuerprogression. Da landet dann die Riester Rente. D.h. Ich muss dann 35% Steuer auf diesen Geldanteil bezahlen, oder? Dann kommen noch grob 17% KV/PV on top. Also sind wir bei über 50% Abgaben. Zusätzlich nagt die Inflation an der Kaufkraft der garantierten Auszahlung. Und die prognostizierten Beträge unterscheiden sich fast nicht von den gesetzlich garantierten. Macht für mich nicht unbedingt Sinn. Aber natürlich trifft das nicht für jeden zu. Es gibt bestimmt Konstellationen wo es passt.
      In der Anfangsphase hatte man mit guten Verzinsungen gerechnet. Da hatte man aufgrund der Förderung ein deutlich höheres Wachstum als beim Anlegen eines kleineren ungeförderten Betrags erreichen sollen. Aber aufgrund der seit Jahren quasi 0-Rendite gibt es halt fast nur den angesparten Betrag zurück. Und wenn davon 50% abgehen passt das bei mir halt nicht.

      Viele Grüße

      • „Und wenn davon 50% abgehen passt das bei mir halt nicht“

        Ich will ja hier auch niemand zu einer Riester-Rente überreden. Jeder, wie er mag.

        Nur das Argument mit den 50% Abgaben könnte man natürlich in gleicher Weise auf sehr viele zusätzliche Einkünfte anwenden, egal wo sie herkommen. Der Unterschied: Die anderen Einkunftsquellen sind (in der Regel) nicht gefördert bzw. nicht teilweise vom Staat finanziert.

        Gruß, Der Privatier

  17. Nur zur Ergänzung: wenn ich über Steuersatz und obere Progression schreibe meine ich damit Kirchensteuer und Soli eingeschlossen (entspricht meinen Rahmenbedingungen). Die erwähnten 35% entsprechen dann ca. 31% reiner Lonsteuer (um die richtige Relation zum Spitzensteuersatz zu haben).

  18. Ich denke, hier ist mal ein Update angebracht.
    Mag sein, dass ein fondsbasierter Riester-Vertrag mit eingebauter „Sicherheit“ (`= Beitragsgarantie) und staatlicher Förderung damals bei Einführung noch eine passable Möglichkeit war für eine Zusatzrente. Heute bei dauerhaften Nullzinsen definitiv nicht mehr. Allenfalls für kinderreiche Geringverdiener, um die Förderung abzugreifen, dann aber nur mit Mindesteinsatz. Aber diese verringern damit auch ihren Rentenanspruch aus der GKV weil sie unterhalb der Beitragsbemessungsgrenze liegen.
    Hier im Blog kennen sich die meisten gut aus und finden etwas besseres – auch ohne Förderung. Aber was ist mit den Anderen ? Wer sich nicht selbst kümmern will oder kann, der sollte wenigstens ein gutes Angebot vom „Vater Staat“ bekommen. Das klappt z.B. in Schweden (AP7), aber wieder mal nicht bei uns.
    Wie funktioniert die eingebaute Sicherheit bei Riester-Renten eigentlich genau ? Hat mich bisher nicht interessiert, weil ich nichts Gutes erwartet hatte und deshalb so was nicht habe. Aber dass der Absicherungsmechanismus derartig schlecht implementiert wurde, das hatte ich zwar befürchtet, aber näheres wusste ich nicht. Dann neulich im „Ersten“: „Keine Zinsen – Miese Renten“. Ab Minute 40:30 wird es an einem Beispiel erklärt. https://youtu.be/mPNoIG18fqc?t=2430

    Auch bei fairriester, wo man Varianten wählen konnte, die bis zu 100% in Aktien-ETFs investieren, ist im Corona Crash die Reißleine für die „Sicherheit“ gezogen worden:
    „Daher sei die Entscheidung getroffen worden, „dass in der derzeitigen Phase mit großen Marktschwankungen im Rahmen des aufsichtsrechtlich vorgeschriebenen Risikomanagements das Risiko minimiert wird. Im Sinne der Risikosteuerung wurde deshalb zunächst aus den Aktienmärkten in Cash umgeschichtet, bis besser kalkulierbare Parameter wieder eine tragfähige Risikomodellierung ermöglichen.“ Der Verkauf der Aktien-ETFs erfolgte am 12. März.

    Eigentlich kaum zu fassen. „Vater Staat“ veralbert seine Staatsbürger und schickt viele wissentlich in die Altersarmut. Jeder weiß es, aber es passiert immer noch nichts. Bin selbst nicht betroffen, aber mich ärgert so was maßlos.

    • Ich halte die Kritik für sehr einseitig und unberechtigt.

      Denn zunächst besteht die Idee einer zusätzlichen Rentenversicherung ja in einer gesicherten Zahlung im Alter. Die Betonung liegt dabei auf der „Versicherung“ und nicht etwa auf einer Rendite. Es begreifen nur leider die Wenigsten, dass eine Versicherung einen anderen Zweck erfüllt als eine Kapitalanlage. Eine Versicherung muss gar keine Rendite bringen. Sie muss nur im Schadensfall die vereinbarten Summen zahlen. Diese Aufgabe erfüllen beispielsweise auf Banksparplänen beruhende Riester-Verträge. Damals noch mit Zinsen versehen. Heute eher nicht mehr.

      Wem das nicht ausreicht, der kann dann eben Fonds-basierte Verträge abschliessen, die aber (sofern es sich um Aktien-Fonds handelt) immer ein unkalkulierbares Risiko beinhalten. Um dieses zu minimieren, gibt es im Wesentlichen zwei Konzepte:
      1. Es wird nur ein (sehr) kleiner Anteil in Aktien-Fonds investiert, der große Rest bleibt in sicheren Anleihen angelegt. Der Effekt: Die Mehrrendite hält sich im überschaubaren Rahmen.
      2. Es wird in Abhängigkeit von der Restlaufzeit (bis zur Rente) kontinuierlich von einem zunächst hohen Aktien-Anteil immer mehr in sichere kurzlaufende Anleihen höchste Bonität umgeschichtet. Resultat: Bei langer Laufzeit und guter Börse kann das positiv sein. Verursacht jedoch Kosten durch die Umschichtung.

      Wie Produkte, die zu 100% in Aktien-ETFs investieren, überhaupt eine Zulassung als Riester-Vertrag erhalten können, ist mir schleierhaft. Die bisher geltende Auszahlungsgarantie kann man damit meiner Meinung nach nicht gewährleisten.

      Natürlich kann man die Auszahlungsgarantie generell kritisieren, denn sie kostet „unnötig“ Rendite. Aber wie schon eingangs gesagt: Das ist auch nicht das Ziel einer Versicherung. Wer eine Kapitalanlage mit Rendite sucht, darf keine Versicherung abschliessen. Das ist eigentlich ganz einfach…
      Und wer eine Kapitalanlage mit einer „ordentlichen Rendite“ sucht, der darf sich dann im Alter nicht wundern, wenn das Kapital nur noch zur Hälfte vorhanden ist. Rendite und Sicherheit sind nun mal zwei Gegensätze, die man nicht gleichzeitig bekommen kann.

      Gruß, Der Privatier

      • In meinem kleinen Beitrag geht es doch um Versicherungen und gerade NICHT um Kapitalanlagen. Und richtig bemerkt: Das Ziel einer Versicherung ist nicht Rendite. Genau deswegen kommen die von dir ins Spiel gebrachten Begriffe wie „Rendite“ oder gar „ordentliche Rendite“ oder auch „Kapitalanlage“ überhaupt nicht vor. Macht aber nichts. Alle aufmerksamen Leser kennen Kap.6.16. und ähnliche Beiträge rund um das Thema Versicherungen versus Kapitalanlage. Es ist ja nicht mein Ziel, den Privatier umzustimmen. Mein kleiner Hinweis sollte lediglich andere Leser ausnahmsweise davor warnen, diese Einschätzung zur Riesterrente zu teilen und sich zu einer derartig schlechten Versicherung verleiten zu lassen. Und zum Glück ist die Warnung ja kaum noch notwendig, denn die Riester-Rente hat fast keinen Zulauf mehr.

        Warum also nicht mal genauer hinsehen, was es woanders gibt.
        Die Altersvorsorge in Schweden ist sehr ähnlich zu der in Deutschland. Der größte Teil der der Beiträge geht in die umlagefinanzierte staatliche Rente. Nur 2,5 Prozent geht in die „staatliche Jahrgangsverwaltungsalternative“, die AP7 (verpflichtend), während es bei Riester idealerweise vier Prozent sind, um die Förderung auszuschöpfen. Der AP7, den die allermeisten wählen, ist eine Alternative zu den Privatanbietern. Die Schweden haben also 1,5% mehr Spielraum für die gesetzliche Rente der Alternativen. Die AP7 beinhaltet zur Risikominimierung die altersabhängige Umschichtung (Lebenszyklusfonds), also etwa dein erwähntes Konzept Nr. 2. Und die Kosten sind sehr gering, nur ein Bruchteil verglichen mit Riester. Natürlich, das Aktienrisiko bleibt prinzipiell unkalkulierbar, aber auch der bisher maximale Drawdown von 27% (2002) kann bei bei 30 Jahren Laufzeit sogar mehrfach verkraftet werden.
        Jetzt kann man einwerfen: Was hab ich davon, was es in Schweden gibt ? Wir müssen halt mit dem leben, was in Deutschland angeboten wird. Ja, leider. Aber die Beitragsgarantien bei Riester, also von privaten Versicherern, können nicht funktionieren. Dennoch gibt so was ähnliches bei der gesetzlichen Rentenversicherung, die der Staat übernimmt, nämlich die Rentenwertstabilität. Die ist garantiert u.a. durch den Bundeszuschuss (80 -100 Mrd, je nach Berechnung mit steigender Tendenz) und unabhängig von den Launen der Finanzmärkte. Rentenwerte steigen immer ( oder stagnieren im worst case).
        Wenn man also eine ZusatzVERSICHERUNG haben will (keine Kapitalanlage), dann sollte man hier einzahlen, so früh wie möglich (ab 50). Man kann davon ausgehen, dass durch Rentenanpassungen in der Zukunft zumindest zukünftige Preissteigerungen weitgehend ausgeglichen werden – und dieses unabhängig davon, wie lange man tatsächlich leben sollte. Die durchschnittliche Rentenanpassung im Zeitraum von 1990 – 2017 lag bei jährlich 1,66 %. Und wir reden ja wie gesagt über eine Versicherung und nicht über Renditen. Siehe z.B.
        http://www.rentenfuchs.info/rentenabschlaege-ausgleichen/
        oder auch die ganz hervorragenden Beiträge zum Thema hier vom Privatier.
        Wer jünger ist als 50 kann diese Zusatzversicherung nicht nutzen, aber Jüngere haben ja dafür noch Zeit und können auch mit kleinem Geld in Aktien investieren (Ältere auch..?.) und Krisen aussitzen, sollten aber besser keine Riesterverträge abschließen. Das ist eigentlich ganz einfach…?

        • Okay, Robert – dann lasse ich die ausführliche Schilderung Deiner Gedankengänge einfach mal so stehen. Die Leser mögen sich da selber einen Reim drauf machen…

          Ich möchte aber trotzdem noch ergänzen, dass ich diese Gedanken in wesentlichen Punkten nicht teile, ohne dies jedoch im Detail erläutern zu wollen.
          Zumal ich nicht den Eindruck erwecken möchte, dass ich ein Verfechter der Riester-Rente wäre. Das bin ich nämlich gar nicht.

          Es gelten weiterhin die oben im Beitrag gemachten Aussagen:
          „Auch wenn ich den Riester Verträgen positiv gegenüber stehe, so habe ich das Ganze doch auch immer mit relativ wenig Interesse einfach so mitlaufen lassen. Vielleicht hätte ich irgendwo was besser machen können, oder einfach anders. Ich weiß es nicht. Ich habe einfach mal mitgemacht.“

          Gruß, Der Privatier

          • Hallo zusammen, möchte mein Dws Riester Toprente kündigen.
            Läuft schon 20 Jahre und nur 1% Ausgabeaufschlag und keine Depotgebühren, Laufzeit bis 60.
            Aktuelle Guthaben 48372€
            Beitragsgarantie 31984€.

            Wie kann ich den Rückkaufswert berechnen?
            Steuervorteile ca.12.000
            Kann ich also mit ca.36372€ rechnen?

            Hintergrund: Ich halte nichts von Riester. Nicht flexibel genug. Außerdem finde ich, dass es der richtige Zeitpunkt zum Ausstieg ist. Die Aktienmärkte sind sehr gut gelaufen. Mit einer Beitragsfreistellung würde
            ich nur riskieren, dass meine theoretischen Gewinne geschmälert werden.
            Viele Grüße
            Ramon

          • @Ramon: „Wie kann ich den Rückkaufswert berechnen?“

            Ich denke, eine verlässliche Aussage dazu kann nur der Anbieter liefern.

            Und ich kann zwar den Grundgedanken gut nachvollziehen, dennoch habe ich Zweifel, ob eine Kündigung wirklich eine gute Idee ist. Aber das wird man wohl erst richtig beurteilen können, wenn man einmal den konkreten Rückkaufwert kennt. Es könnte aber sein, dass zusätzliche Steuereffekte darin noch nicht berücksichtigt sind!

            Gruß, Der Privatier

          • Hallo Ramon,

            Statt zu kündigen könnte der Vertrag auch auf einen anderen Anbieter/anderes Riester-Produkt übertragen werden. Die Förderung bliebe erhalten, aber auch die nachgelagerte Besteuerung.

            Viele Grüße Stephan

          • Hier die tolle Antwort von DWS:
            „Die Berechnung der Rückforderungen obliegt rein der Zentralen Zulagenstelle für Altersvermögen (ZfA), daher können wir Ihnen keinen Auszahlungsbetrag nennen.“

            Muss ich mich damit zufrieden geben oder ist DWS zur Auskunft verpflichtet?
            Grüße
            Ramon

  19. @Ramon,

    Riester hin oder her … du bist jetzt fast 20 Jahre dabei, ich würde den Riestervertrag „NICHT“ kündigen, da neben der vollständigen Rückzahlung aller gewährten Zulagen und Steuervorteile auch die Erträge in vollem Umfang versteuert werden müssen.

    Eine Variante wäre eventuell noch ein Anbieterwechsel, da ziehst du mit dem kompletten Guthaben zu einem anderen Anbieter mit anderem Tarifvertrag um. Es findet dann keine „schädliche“ Verwendung statt. Jedoch sind Wechselgebühren 50€ … 150€ fällig und entsprechend neue Abschlussgebühren (auf 5 Jahre verteilt?). Das wäre aber eventuell immer noch besser als alle Steuervorteile und Zulagen zurückzuzahlen und die angesammelten Erträge außerdem noch zu versteuern. (Eine Auszahlung als Rente wäre dann frühestens ab dem 62.Lebensjahr möglich, da der neue Abschluss nach 2012 erfolgt, Vertragsabschluss vor 2012 … früheste Auszahlungsbeginn … ab dem 60. Lebensjahr)

    Etwas Literatur: (Link ist keine Werbung für „Weltsparen“)

    https://www.weltsparen.de/altersvorsorge/riester-rente/kuendigen/

    Gruß
    Lars

    PS: Lass dir den Rückkaufswert berechnen und hole dir unverbindliche Angebote bei diversen Versicherungen ein, dann kannst du vergleichen was für dich die bessere Variante wäre.

    In den jährlichen Informationen zu unseren Riesterverträgen steht:

    „Die erhaltenen Zulagen und gegebenenfalls zusätzlich entstandenen Steuervergünstigungen sind nicht zurückzuzahlen, wenn bei Kündigung ein unmittelbarer Wechsel zu einen anderen auf Ihren Namen lautenden zertifizierten Altersvorsorgevertrag erfolgt. Weitere Informationen dazu finden Sie im Steuermerkblatt.“

    • Genau diese Intransparenz gefällt mir nicht.
      Wenn also alles gut geht, werde ich eine monatliche Rente von der DWS erhalten. Die DWS möchte mir aber nicht sagen, wie hoch die monatliche Rente sein wird.
      Ich weiß inzwischen auch weshalb,
      weil zunächst meine garantierten Beträge bis ich 85 Jahre alt bin verteilt werden. Ab 85 wäre ich dann faktisch in der Gewinnzone, falls ich dann noch lebe.
      Auch wenn ich alle Zulagen und Steuervorteile abziehe sollte ich eigentlich einen kleinen Gewinn haben. Die genaue Berechnung habe ich angefordert.
      Nicht vergessen, die Rückzahlung der Steuervorteile ist nicht als Verlust zu verbuchen sondern eher als zinsloser Kredit.
      Es geht mir aber nicht um den kleinen Gewinn sondern um alternative Anlagen und Flexibilität. Es sind noch ca.16 Jahre bis zur Auszahlung und mehr als 160€ erwarte ich nicht.
      Alternative:
      Immobilie im Ausland (in Deutschland schwierig )
      Monatlicher Sparplan mit einem Robo Advisor
      Gold Sparplan

      Viele Grüße
      Ramon

  20. Top Rente hab ich auch. Und die ist doch bis jetzt sehr gut gelaufen.
    Hab irgendwann mal gerechnet, waren so 7% p.a.
    Bei mir Beginn 2006 aktuell 47000. Auf die 47000 kommt es mir jedoch nicht an.
    Je näher die Rente rückt, desto weniger wird eh ( automatisch) in Aktien angelegt bzw. Umgeschichtet.
    Die Vorteile zurück zahlen. Das muss man erst mal wieder verdienen. Je mehr verschiedene Standbeine man hat, desto besser.
    Natürlich kann man nicht genau sagen, was an Rente gezahlt wird. Wer kann Dir den DAX Stand vom nächstem Monat sagen…
    Es läuft ja so:
    Es sind so 10-20% welche „abgezweigt“ werden und sozusagen eine Leibrente gekauft wird.
    Weil der eigentliche Partner (DWS) nur bis 85 zahlt.
    Aber garantiert wird, dass man (mindestens) die gleiche Rente (ab 85) bis zum Lebensende bekommt.
    Also kann man (grob) mal so rechnen, Summe Rentenzahlungsanfang -15% Rest auf die Zeit bis 85 verteilen.

  21. Wieso muss man da in die Glaskugel schauen? Sinn ist doch die Absicherung der eingezahlten Beiträge. Ich erwarte nicht, dass man die Gewinne berücksichtigt.
    Mit meinem aktuellen Stand:

    Aktuelle Guthaben 48372€
    Beitragsgarantie 31984€.

    kann nicht die DWS berechnen,welche Rente ich monatlich mindestens erhalten werde und wie die eventuellen Gewinne angelegt werden? Ist das zuviel verlangt?
    Kein Wunder das soviele kundigen oder mit dem Gedanken spielen.

    PS: was nützt mir die theoretische Vorteil in 36 Jahren, wenn ich es nicht überleben werde.

    • Du hast ja jetzt schon einige Alternativen zur Kündigung von meinen Vorkommentatoren gehört, die ich alle zu 100 % unterstütze und rein wirtschaftlich , evtl. auch im Rahmen deiner Gesamtvermögenssituation und der derzeitigen und zukünftigen Kapitalmarktsituation (musst du entscheiden, da keine weiteren Infos vorliegen) für sinnvoll halte.
      -Anbieterwechsel
      -Beitragsfreistellung
      -anderer Fonds im jetzigen Vertrag?
      -Teilentnahme bei Verrentungsbeginn
      Wenn deine Kündigungsabsicht nicht zur Diskussion steht, dann mach das Ding platt und warte was am Schluß auf dem Konto landet.

      • Naja , wenn man sich die 14 Seiten

        https://www.bundderversicherten.de/files/stellungnahme/pdf/de/2021-03-31-bdv-stellungnahme-hochstrechnungszins.pdf

        mal anschaut , ergibt sich für mich eigentlich eine ganz andere Frage :
        Hat Sparbuch Olaf schon einen Weitblick für neu ankommende 10% Zinsen ???
        —–> Wir wissen es nicht ……………………………………….

        Evt. sollen ja auch Rürup und Riester so unmöglich gemacht werden , dass
        nur noch die DRV als Staatliches Versicherungsunternehmen einen Sinn ergibt .
        Da werden dann gerne Staatlich auch mal XXX Mrd. an Steuergeldern zugeführt .
        Und wenn die Zuführung der Steuersubventionen wieder nicht reicht , einfach
        mal das Zugangsalter von 65 auf 67 ……auf 69 …..auf 71 ??? erhöht .

        Alles kein Problem bei der DRV , solange noch genug junge Beitragszahler ,
        die Masse der alten Rentenempfänger schultern kann . Fraglich ist aber m.M.n.
        wie lange DIESES noch so gehen kann/wird .

        LG Det

  22. Danke, werde es mir gut überlegen. Habe jetzt eine Berechnung von der ZFA angefordert.
    Bin selbst gespannt, weil der Vertrag ca.20 Jahre läuft.
    Berichte dann später.
    Grüße

    • Hallo Ramon,

      in der aktuellen Ausgabe (5/2021) von FinanzTest der Stiftung Warentest gibt es einen Artikel mit der Berechnung dazu, welche Abzüge bei einer Kündigung der Riester-Rentenversicherung vorgenommen werden und wo du die Angaben findest.
      Seite 36 ff „Geld oder Rente“ Auszahlung der Riesterrente

      Vertragsguthaben
      minus Steuervergünstigungen (stehen in deinen Steuerbescheiden der letzten Jahre)
      Minus Zulagen insgesamt (steht in der letzten Mitteilung des Versicherers)
      Minus Kosten für die Auflösung (z.B. 100 €)
      = Auszahlungsbetrag
      Minus Steuer auf die Erträge (bei Vertragsabschluss vor 2005 i.d.R. Steuerfrei)
      = Kapital nach Steuern

      Ob es sich für dich rechnet oder doch die Renten günstiger ist, dazu gibt es auch Berechnungen im oben genannten Helft von FinanzTest (auch online unter test.de)

      Viele Grüße
      Stephan

    • Roobärt, nu sach doch ma was nettes, ich werd sonst ganz komprimiert.
      ???
      Oh, ich will weder riestern/rüruppen noch habe ich das! Also tangiert es mich nur periphär. Gut, dann espare ich mir die Spekulation über die Kumpels vom Sparbuch-Olaf und ich werde auch keine Parolen der Rotfrontler skandieren.

      • Ok, eSchorsch, ich sag mal was Nettes zur Riesterrente.
        Riestern ist familienfreundlich und hat sogar eine eingebaute Limitierung der Fehlinvestitionen. Mit zwei Kindern ist der maximale Eigenanteil auf 1.325 € begrenzt, also 110 € im Monat,
        Ganz Vorsichtige sind schon mit 5€/Monat dabei und können dann im Alter mit dieser „dritten Säule“ in Deutschland „gut und gerne leben“. Oder auch (seit 2010) in der EU, das ist doch generös, Nur wer die EU verlassen will, dem werden von der Rente 15% abgezogen, bis die Förderung zurückgezahlt ist. Aber das macht ja eh keiner.

        Noch was Nettes: Gemäß Rentenversicherungsbericht erhielten Riester-Rentner, die im Jahr 2020 in Rente gingen, eine Auszahlung in Höhe von durchschnittlich 113 Euro im Monat. Damit kann man schon fast die Stromrechnung bezahlen. Und es wird immer besser: In 2030 soll die Summe bereits 267 Euro pro Monat betragen. Ob das dann noch für die Stromrechnung reicht, ist wieder eine andere Geschichte.

  23. Riesterrente habe ich auch gehabt.

    Abgeschlossen Ende 2004, bespart mit förderfähigen Höchstbeträgen bis Ende 2017, dann stillgelegt, und nun im Frühjahr 2021 förderschädlich gekündigt und ausgezahlt.

    Folgende Gründe sprachen seinerzeit für den Abschluss:
    Übriges Geld, dauerhafte Aussicht auf 42 % Grenzsteuersatz + Soli … und damit Steuerstundungseffekt, staatliche Förderung, Diversifikation, einfaches Modell ausgesucht (schlichte Rentenversicherung), im Netz abgeschlossen.

    Folgende Gründe sprachen jetzt für die Kündigung:
    Konstellation aus glücklichen Umständen, Aussicht erst nach weit über 20 Jahren Rentenbezug in die „Gewinnphase“ zu kommen, Beginn der nachgelagerten Besteuerung, zunehmend sinkende Verzinsung, keine Ansammlung mehr von Überschussbeteiligungen.

    Ich hab Anfang März gekündigt, nach Einreichung weiterer Unterlagen war das Geld nach knapp 3 Wochen da, kann man nicht meckern.

    Alle gewährten Förderungen und Steuererstattungen werden nach Meldung von der Versicherung von der Zulagenstelle berechnet und sofort vor Auszahlung abgezogen. Zwischen Abzug und meinen Berechnungen klafft eine Lücke von 4 EUR, also Haken.
    Da die Versicherung vor dem 31.12.2004 abgeschlossen und über 12 Jahre bespart wurde, erfolgt die Auszahlung steuerfrei, d.h. die Differenz Nominal-Einzahlungskapital zu Auszahlungsbetrag, die üblicherweise zu versteuern ist (und ich meine über 60. Lebensjahr nur zur Hälfte) fällt nicht an.

    Was ist rausgekommen?
    Unter Berücksichtigung des Steuerstundungseffektes (ich habe jetzt nominal erst die Steuern gezahlt, die ich von 2005 bis 2018 zu zahlen gehabt hätte), komme ich auf eine Netto-Rendite, also nach Steuern, von auf gut 5 %.
    Da müssen sich ETF-Sparpläne schon sehr strecken, damals gab’s die eh nicht.

    • Ja, zugegeben, vor 2004 waren die steuerlichen Bedingungen besser, das galt auch für Lebensversicherungen. Aber die Besteuerung für das Aktiensparen, egal ob Aktien, Fonds oder ab 2006 ETFs, waren eben auch besser, sogar sehr viel besser bis 2008. 5% Nettorendite war eher unterdurchschnittlich.

      • Nee Nee , nicht die steuerlichen Bedingungen waren besser , sondern der
        Marktzins war deutlich besser .

        https://versicherung.bildungsbibel.de/lebensversicherung-garantiezins-hoechstrechnungszins-entwicklung-deutschland

        Nur mal so aus der Rückspiegelbetrachtung .
        Und Wer sich 1994 bis 2000 diesen Zins gesichert hat ( 4% ) , kann sich
        auch 2020 , 2030 , 2040 , ggf. auch noch 2050 und weitere Jahre , ggf.
        über “ Rentenpapiere “ mit echten Zinszahlungen freuen . Garantie ist
        halt Garantie . N.w.v. ist jedoch auch WICHTIG , das die Amortisationszeit
        überstanden wird , bei einer Wette auf ein langes Leben .
        ( Ein langes Leben / oder Alternativ eine lange Zahlung / ist halt n.w.v.
        ein relativ wichtiger Bestandteil einer Wette , bei der man gegen den
        Stillhalter / die Versicherungsunternehmen / wettet ) .
        Ob jetzt eine Opportunitätswette in den ETF Markt , Erfolgsversprechender
        war , kann man natürlich auch erst in der Rückspiegelbetrachtung feststellen .

        LG Det

        • „Und Wer sich 1994 bis 2000 diesen Zins gesichert hat ( 4% ) , kann sich
          auch 2020 , 2030 , 2040 , ggf. auch noch 2050“

          Es gab vor wenigen Jahren mal Aufruhr, weil alte Bausparverträge mit hoher Guthabenverzinsung von den Anbietern gekündigt wurden.
          Wo ein Wille ist, ist auch ein Gebüsch …

          • Vermutlich wirst Du da nicht so falsch liegen . Aber was schon mal zurück
            ist , kann ja dann immer noch an anderen Risiken teilnehmen .

            Ob da natürlich die Breitmarktverteilung mit der automatischen
            Durchsortierfunktion in der Rückspiegelbetrachtung die bessere Wahl
            war , zeigt sich ja leider auch erst noch in der Zukunft .

            LG Det

        • „Garantie ist halt Garantie“. Mag ja sein, dass du dir damals irgendeine spezielle lebenslange garantierte Leibrente oder so was Ähnliches gesichert hast. Chapeau!
          Ich bin aber ganz sicher, dass es so was heute nicht mehr gibt. Schon lange nicht mehr. Garantiert!. Es nutzt also keinem Leser mehr. Falls es so was noch gibt, dann bitte mal den Versicherer nennen.

          Und sorry, Det. Ich wollte ja nett sein, aber auch der neuerliche Hinweis auf das Langlebigkeitsrisiko passt hier nicht rein, denn wir sind uns ja alle auch mit dem Privatier einig(siehe die Kommentare oben), dass man Versicherung und Kapitalanlagen nicht bzgl. Rendite vergleichen kann.
          Ein Renditevergleich ist aber dann und nur dann möglich und sinnvoll, wenn man wie KaBa den Riestervertrag gekündigt hat und auszahlen lässt.

          • Hallo Robert
            Betr. Rendite
            https://de.wikipedia.org/wiki/Rendite#Rendite_einer_Geldanlage

            unter 3.3.1 ist auch die Periodenberechnung via t mit aufgeführt .
            Daher mag zwar die endgültige Rendite wie bei KaBa erst im Fall des
            Verkaufs / der Auszahlung feststehen . Ob man jedoch bereits den Break
            Even erreicht hat = Entfall des Amortisationsrisikos , kann auch über
            eine Periodenberechnung geschehen = Gewinn der Wette reicht mir aber
            i.d.R. schon , insbesondere bei einer Langlebigkeitswette .

            Zusätzlich nehme ich auch gerne die Versteuerung der Versicherungsleistung
            mit bb) . https://www.gesetze-im-internet.de/estg/__22.html

            Nennt sich Erstragsanteilsversteuerung , bei mir mit fast 50% .
            Für einen gewissen Teil , werde ich aber wohl dann später auch mal aa)
            nehmen müssen . Traurig zwar , aber die Bedingungen ändern sich halt .
            Dann kommen halt evt. 20% aus bb ) Zahlungen und evt. 10% aus aa) Zahlungen
            mehrerer Langlebigkeitswetten . Bei 20% habe ich die Wetten gewonnen , bei
            10% muss man mal sehen , ob Sie die Renditen der 20% nicht noch runterziehen
            werden , was selbstverständlich auch noch eine Möglichkeit ist .

            LG Det

    • Ich habe es auch damals wegen dem positiven Steuereffekt abgeschlossen.
      Bin aber auch nicht bereit ca.40 Jahre zu hoffen bis eventuell Gewinne ausgezahlt werden.
      Hinzu kommt das ich eventuell Pläne für eine Auswanderung habe.
      Also wenn ich nur 30.000€ förderschädlich erhalten sollte und es 14 Jahre mit 4% anlege, kann ich ab 60 mit einer Rente von 216€ bis 80 rechnen. Bis 80€ wäre n es 173€. Interessant wäre natürlich jetzt zu wissen, welche Rente mir die DWS bei einer Beitragsfreistellung zusagen kann.
      So eine Rechnung sollte doch möglich sein? Natürlich ohne die zukünftigen Gewinne zu berücksichtigen.

        • Hallo Ramon,

          da noch niemand geantwortet hat:

          Schau mal in deine Vertragsunterlagen, ob dort der Rentenfaktor angeben ist, dann kannst du es dir selbst ausrechnen.

          I.d.R. ist ein Rentenbetrag pro 10.000 € Versicherungsguthaben in Abhängigkeit vom Rentenbeginn genannt.
          Je nach Vertragsabschluss, Rentenbeginn, enthaltene Garantien/Zusatzleistungen wie zB. Hinterbliebenenrente kann der Rentenfaktor zwischen ca. 25 und 45 liegen.
          Überschussbeteiligungen etc. erhöhen nicht den Rentenfaktor sondern das Versicherungsguthaben.

          Beispiel:
          Ihre garantierte Rente bei Rentenbeginn 1.5.2032: 32,27 € je 10.000 €

          Viele Grüße
          Stephan

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