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Kap. 9.3.2.1: Hinweise zum Dispositionsjahr: Grundlegendes — 29 Kommentare

  1. Der Begriff „Dispojahr“ ist wirklich wenig bekannt und nicht jeder Mitarbeiter bei einer Firma kann ihn wissen. Das Thema ist spannend und interessant und es wäre nutzbar auch die nächsten geplanten Beiträge darüber zu lesen.

  2. Hallo,
    der Begriff ist nicht offiziell und somit weder bei Behörden noch bei Firmen gängig.
    Ich hatte ihn damals (zu meiner Planungszeit) geprägt um dem Themenkomplex, der in vielen vielen Sätzen und Bestimmungen ausformuliert ist, mit einem Wort zu umschreiben bzw. zu betiteln. Mehr ist das nicht – nur eine Überschrift.

    Gruß

    • Tja… nun habe ich doch tatsächlich vergessen, den Urheber des Begriffes zu erwähnen. Auch wenn es vielleicht nicht so ganz zweifelsfrei bewiesen ist, wer den Begriff und die Hintergründe ausgetüftelt hat, so ist es aber eindeutig Mr. Excels Verdienst, dass das Thema hier beim Privatier überhaupt Beachtung gefunden hat.

      Und ich denke im Namen aller, die inzwischen von dieser Idee profitieren konnten, möchte ich mich hier einmal bei Mr. Excel ganz herzlich bedanken!!

      Gruß, Der Privatier

  3. Von mir auch noch eine Rückmeldung zum „Dispojahr“. Vielen Dank für die Infos hier, hat mir sehr geholfen. Habe meinen gut bezahlten Job gekündigt (zum 30 September 2015), um ein Jahr ins Ausland zu gehen und auch einfach mal völlig was anderes zu machen. Nach einem Jahr wieder zurück, habe ich knapp einige Tage vor Ablauf des Jahres das Arbeitsamt besucht und ALG1 auf genau 1. Oktober 2016 beantragt, kein Wort über „Dispojahr“. Der Antrag lief anstandslos durch, keine 3-Monatssperre wegen Eigenkündigung, keine Sperre wegen zu später Meldung, keine Nachfragen. Das hat mir den Start hier finanziell sehr erleichtert.

    • Hallo Caro und vielen Dank für die Schilderung Deiner Vorgehensweise.

      Auch wenn ich eigentlich immer empfehle, im Vorfeld das geplante Vorhaben mit der Agentur abzusprechen, zeigt Dein Beispiel, dass es eben auch ganz einfach funktionieren kann: Einfach vorher gar nichts machen oder sagen, keine Meldung, kein nichts. Einfach nach einem Jahr arbeitslos melden. Fertig. Geht auch.

      Es hängt aber auch immer alles ein wenig von der jeweiligen Agentur (oder den Mitarbeitern) ab. Man hat nie die Garantie, dass alles so reibungslos abläuft. Auch wenn man sich ganz sicher im Recht weiß.

      Gruß, Der Privatier

  4. Hallo,
    verstehe ich das richtig? Ich werde zum 01.09.2018 arbeitslos (Aufhebungsvertrag).Wenn ich zum frühst möglichen Termin Alg 1 haben möchte,optimal zum 01.09.2018,droht mir eine maximal 6 monatige Sperre/Ruhezeit.Bekomme also statt 24 Monate (bin 58) nur 18 Monate Alg.Wenn ich aber erst zum 01.09.2019 Leistungen haben möchte kann ich diese Sperre vermeiden (Dispositionsjahr).Könnte ich auch sofort bei meiner Meldung, um keinen Termin zu verpassen,die Leistung erst zum 01.09.2018 beantragen? Einen Vertrag,z.B. über 1 Jahr, kann ich ja auch direkt nach Abschluss schon kündigen damit ich die Kündigungsfrist nicht vergesse und er sich so wieder um 1 Jahr verlängert?
    Gruß Andrea

    • Zunächst einmal haben Sie die Wirkungen von Sperre und Dispojahr richtig verstanden. Genau DAS ist der Effekt eines Dispojahres.

      Ich glaube jedoch nicht, dass Sie Ihren ALG-Antrag bereits ein Jahr im Voraus stellen können. Soweit mir bekannt, ist dies nur einige Wochen vorher möglich.

      Ich würde Ihnen aber (wie immer) empfehlen, dass geplante Vorgehen mit Ihrer zuständigen Agentur abzustimmen. Das gibt Ihnen eine zusätzliche Sicherheit und die genaue Handhabung ist auch immer ein wenig von der jeweiligen Agentur abhängig. Es gibt Agenturen, denen müssen Sie das Konzept des Dispojahres erst erklären, andere dagegen halten vorbereitete Formulare parat, in denen u.a. auch Termine festgelegt werden.

      Gruß, Der Privatier

  5. Vielen Dank auch habe mich heute auch noch ein bisschen weiter durch die Thematik gelesen.Werde mich dann auf jeden Fall wieder über meine Erfahrung berichten
    Gruß Andrea

  6. Hallo und danke für diese geniale Seite, die ich spät, aber nicht zu spät entdeckt habe (morgen gehe ich zur Arbeitagentur). Ich möchte dem Thema „Dispositionsjahr“ einen Aspekt hinzufügen, über den ich nichts finden konnte: Einfluß eines Wettbewerbsverbotes mit Karenzzahlung, das sich weitere 2 Jahre nach Beendigung meines Dienstvertrages durch Aufhebungsvertrag anschließt. Wäre diese Kommentarfunktion der richtige Weg, darüber zu diskutieren und die Gemeinde an meinen zu erwartenden Erfahrungen/Lehren teilhaben zu lassen? BG

    • Ja, natürlich – immer gerne!

      Ich muss allerdings gleich einräumen, dass ich selber zu den Themen Wettbewerbsverbot und Karenzzahlung kaum etwas beitragen kann. 🙁
      Vor ein paar Monaten hatten wir hier schon einmal einen Fragesteller, dem ich leider auch nicht weiterhelfen konnte.

      Aber insofern sind hier natürlich erwartende Erfahrungen/Lehren sehr hilfreich. Vielleicht können wir ja auf diese Weise gemeinsam etwas lernen.

      Gruß, Der Privatier

  7. Vielen Dank erstmal für die schnellen Antworten und das Interesse. Eigentlich wollte ich warten, bis Näheres von der AA vorliegt. Aber nun schon mal meine Details: Aufhebung des Dienstvertrages nach Ablauf der zweijährigen Kündigungsfrist zum 31.12.2017. In dem Zeitraum Zahlung meines monatlichen Gehaltes mit allen Sozialversicherungsbestandteilen. Englischer Aufhebungsvertrag enthält für erste 6 Monate „revocable“ Freistellung, danach unwiderruflich (sicher auch interessantes juristisches Detailproblem i.B.a. neue „Dienstanweisung“). Wettbewerbsverbot gilt für zwei Jahre und wird monatlich erstattet durch 50 % Lohnzahlung abzgl. ESt ohne Sozialversicherungsbeiträge. muss mich also selbst krankenversichern. Ich werde in 2018 58 und deshalb wäre die Ausnutzung des Dispositionsjahres richtig. Dann könnte ich ab Jan. 2019 immer noch ALG1 anmelden und direkt abmelden und somit meinen Anspruch auf ALG1 nach 2020 „retten“, da ja sonst wg. der Karenzzahlung sowieso kein Arbeitslosengeld fließt. oder????

    • Eigentlich haben wir es hier dann wohl mit (mindestens) zwei verschiedenen Punkten zu tun:

      * Einmal die Freistellung: Wie lange war diese denn in der Summe?
      Wie sich die Kombination aus teilweise widerruflich und unwiderruflich auswirkt, kann ich auch nicht sagen. Fest steht aber, dass es in Kombination mit einem Dispojahr dazu führen könnte, dass eine fiktive Einstufung vorgenommen wird. Bedeutet: Weniger Anspruch.
      * Und die Karenzzahlung: Hier sehe ich weniger Probleme, denn ein Anspruch auf ALG besteht auch parallel zur Karenzzahlung. Und angerechnet wird (wenn überhaupt) andersherum: Eine Karenzzahlung kann dann reduziert werden, wenn andere (nicht wettbewerbs relevante) Einkünfte erzielt werden. Dies aber nur dann, wenn inkl. der Karenzzahlung mehr als 110% der letzten Einkünfte anfallen. Im Prinziü zählt auch das ALG zu diesen Einkünften, man erreicht jedoch nie die 110% Marke.

      Gruß, Der Privatier

      • So, da bin ich wieder mit viel Klärung durch eine nette und kompetente Dame von der „Leistungsabteilung“. Grundsätzlich bestätigte sie die Strategie mit „Dispojahr“ und „an-/abmelden“, um die Arbeitslosigkeit bis nach der Karenzzahlung zu schieben. Ich gab ihr auch noch die Info, dass mein Aufhebungsvertrag für die ersten 6 Monate widerruflich war. Quintessenz: Bei Arbeitslosmeldung genau 1 Jahr nach dem Termin „beschäftigungslos“ (bei mir der 01.01.18) soll ich mich zum 01.01.19 arbeitslos melden. Das geht auch vorher mit genauer Terminierung beim Amt (also zB im November hin und für den 01.01. melden). Am/für den 02.01.19 kann ich mich wieder abmelden und voila die 4 Jahresfrist läuft. Nur bei Arbeitslosmeldung an dem genauen Tag (01.01.19; das geht ja wegen Feiertag also nur vorher!) erfolgt keine Sperrzeitprüfung. Wenn ich mich vorher AL melde, muss ich mit einer Reduzierung meiner Ansprüche um 25 % rechnen. Was genau dazu meine 6-monatige Widerrufsfrist beiträgt kann ich nur vermuten: es war wichtig. Nach Angabe der Dame wird sie alles protokolliert hinterlegen, will mir diese Einschätzung aber nicht schriftlich geben.

        Beim Thema Karenzzahlung war sie nicht 100 % sicher, aber ich hatte Ihren (Privatier) Hinweis auf Nicht-Berücksichtigung im Internet bestätigt gefunden. Die Anrechnungsmöglichkeit vice versa gegen die Karenzzahlung ist nicht relevant wegen der hohen Zuverdienstmöglichkeit (110 % vom letzten Brutto). Auch beim Thema fiktive Einstufung habe ich die Dame nicht weiter gelöchert, weil dazu ja wohl alle Details der Leistungsabteilung vorliegen müssen. Aber ist das wirklich eine relevante Gefahr für mein ALG? Meine Bezüge liegen deutlich über BBG und für das ALG würde doch sowieso bei der BBG gedeckelt? Dass für einen fiktiven Verdienst dann noch darunter geschätzt wird, kann ich mir eigentlich nicht vorstellen. Da mir die 6 Monate mehr Leistungszeitraum unter Ausnutzung des Dispojahres als höhere Priorität gelten, werde ich dann in 2019 sehen, was die Leistungsabteilung ausrechnet; da gibt es dann ja eh keinen Gestaltungsspielraum mehr. Ich lege mir das auf Wiedervorlage und werde dann in gut einem Jahr hier berichten.

        Vielen Dank nochmal für Ihre super Internetseite. Fast wäre es schief gegangen! Trotz meiner beruflichen Prägung (Ingenieur und GF) bin ich etwas zu unbedarft mit meinen eigenen Ansprüchen umgegangen. Ich glaube, die von Ihnen thematisierte moralische Frage hat hiermit zu tun. Man fühlt sich nicht „bedürftig“ und hat auch sowieso finanziell nicht das schlechte Ende der Wurst. Aber es geht eben nicht um Bedürftigkeit sondern um erworbenen (Versicherungs-) Anspruch. Ich fand es übrigens positiv, dass die MA der AA, mit denen ich Kontakt hatte, das auch so sehen. Also für alle die noch zögern: Hin zum „Arbeitsamt“!

        Beste Grüße

      • Das hört sich ja erst mal alles recht gut an. Dennoch ein paar Anmerkungen dazu:

        * „…die Info, dass mein Aufhebungsvertrag für die ersten 6 Monate widerruflich war“ Hmmm… wirklich? Zu Beginn hieß es, die Freistellung sei widerruflich gewesen. Das ist nun schon ein Unterschied!

        * „…muss ich mit einer Reduzierung meiner Ansprüche um 25 % rechnen. Was genau dazu meine 6-monatige Widerrufsfrist beiträgt kann ich nur vermuten.“
        Nein. Eine Reduzierung um 25% erfolgt immer, wenn eine Sperrfrist wg. Aufgabe des Arbeitsplatzes verhängt wird.

        * „… wegen der hohen Zuverdienstmöglichkeit (110 % vom letzten Brutto)“ .
        Nur zur Klarstellung: Man kann nicht 110% hinzuverdienen! Die Summe aus Karenzzahlung und Hinzuverdienst dürfen nicht mehr als 110% betragen.

        * Fiktive Einstufung: Die BBG spielt dabei keine Rolle. Eine fiktive Einstufung erfolgt immer dann, wenn in den letzten zwei Jahren vor ALG-Antrag keine 150 Tage versicherungspflichtige Tätigkeit vorzuweisen sind. Das Gehalt spielt dann überhaupt keine Rolle mehr, sondern es zählt nur die Ausbildung in verschiedenen Stufen. Aber selbst die höchste Ausbildung (Universitätsabschluss) führt in der Regel zu einer bedeutend niedrigeren Einstufung als „übliche“ Gehälter.

        Gruß, Der Privatier

  8. Hallo Privatier,
    seit meinem letzten Kommentar vom 14.11.2017 ist einige Zeit vergangen. Aber jetzt ist es schon soweit, ab dem 01.09.2018 bin ich „Beschäftigungslos“ Ich war wie empfohlen also jetzt beim Arbeitsamt und habe mein Vorhaben mit dem Dispositionsjahr erläutert. Man war dort gar nicht besonders erstaunt und wusste Bescheid. Es gibt dort sogar einen Vordruck zur Unterschrift auf dem auch die Nachteile noch einmal erläutert werden. Es wurden bereits die wichtigsten Daten von mir aufgenommen, außerdem hat der Sachbearbeiter ein Vermerk zum Dispositionsjahr eingetragen. Auf meine Frage warum die erstaunliche Antwort: Damit wir Sie rechtzeitig Informieren können. Auf meine Frage wann ich mich denn frühestens Arbeitslos melden muss lautete die Antwort: 14 Tage vorher reicht ich kann aber auch schon 3 Monate vorher meine Ansprüche anmelden damit nichts schiefgeht.
    Also es läuft.
    Gruß Andrea

    • “ Man war dort gar nicht besonders erstaunt und wusste Bescheid.“

      Es gibt eben durchaus gravierende Unterschiede zwischen den Agenturen (und Mitarbeitern). In Ihrem Fall habe ich den Eindruck, dass das sehr gut abgewickelt wird, denn auch die Aussagen zu den Meldefristen sind völlig korrekt. Von daher: Alles bestens!

      Vielen Dank für die Rückmeldung und die Schilderung der Erfahrungen. Weiterhin alles Gute.

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo an alle,
    es ist noch nicht soweit bei mir, aber ein wenig Licht am Ende des Tunnels ist zu sehen.
    Bei all den Kommentaren zum Dispojahr (zugegeben nicht alles gelesen) taucht bei mir immer wieder die Frage auf: was macht Mann/Frau in diesem Jahr ?
    Bin gespannt auf Ihre/Eure Rückmeldungen.
    Viele Grüsse
    Kim

  10. Ich verstehe die Frage nicht. Was unterscheidet die freie Zeit im „Dispojahr“ von der gesamten Zeit „ohne Arbeitsverhältnis“, also von der gesamten Zeit zwischen dem Ende des Arbeitslebens und dem Ableben?

    • Sehr gute Antwort!
      Genau das habe ich einigen meiner EX-Arbeitskollegen auch gesagt, die mich verständnislos gefragt haben, was ich denn die ganze Zeit machen wolle…?

      Ich denke, die Antwort ist einfach: Das, was man schon immer einmal machen wollte.

      Was das im Einzelnen ist, ist natürlich individuell verschieden:
      Der eine möchte gerne ein (weiteres) Studium beginnen, der andere sich in einer gemeinnützigen Organisation oder in der kommunalen Politik betätigen. Verhinderte Künstler werden zu Malern, Bildhauern, Schriftstellern oder ziehen als Mitglied einer Rockband durch die Lande. Oder kaufen sich ein Wohnmobil oder eine Harley und segeln um die Welt…

      Wer in dieser Richtung aber fragen muss, der sollte sich die Entscheidung noch einmal überlegen. Und dabei noch einmal über die Frage von BigMac nachdenken!

      Gruß, Der Privatier

  11. Hallo,
    ich habe hier schon ein paarmal reingeschaut und interessiert gelesen.
    Ich bin seit August 2017 krankgeschrieben, habe selbst gekündigt im September 2017.
    Da mein Krankengeldbezug im Juli 2018 endet, müsste ich mich nun bei der Arbeitsagentur melden. Eine Sperrfrist werde ich nicht erhalten, da ein Attest vom Arzt vorhanden ist. Ich bin 56 Jahre alt, will nach Beendigung der Krankschreibung vorerst nicht mehr arbeiten, möchte meinen ALG Anspruch aber nicht verfallen lassen.
    Kann mir jemand sagen, bis wann ich mich spätestens beim Amt melden muss, zwecks Dispositionsjahr. Oder wäre es besser einen Anspruch anzumelden um mich gleich wieder abzumelden? Versichert bin ich über eine Witwenrente.

    Vielen Dank im Voraus

    Evelin

    • Fangen wir einmal mit der letzten Frage an: Dispojahr oder An-/Abmelden?

      Wenn Sie sich einmal den Beitrag über die Vor- und Nachteile eines Dispojahres ansehen, so sind dort drei Motive aufgeführt, die für ein Dispojahr sprechen. Keines dieser drei Motive sehe ich bei Ihnen gegeben und von daher sehe ich auch keinen Sinn in einem Dispojahr.

      Wenn Sie daher momentan nicht arbeiten wollen, wäre es sinnvoll, der Anspruch auf ALG feststellen zu lassen und sich anschließend wieder abzumelden. Und das kann man mit der Vorgeschichte auch plausibel begründen.
      Es könnte allerdings sein, dass Sie trotzdem eine Sperrfirst wg. verspäteter Meldung bekommen (1 Woche). Eine Arbeitsuchendmeldung hat nämlich bereits 3 Monate vor dem voraussichtlichen Termin der Arbeitslosigkeit zu erfolgen. Die eigentliche Arbeitslosmeldung selber kann dann mit dem ersten Tag der Arbeitslosigkeit gemacht werden (aber auch schon früher).
      Ob diese Fristen auch im Anschluss an einen Krankengeldbezug so gehandhabt wird, kann ich leider nicht sagen. Wird man dann sehen. Eine Sperre von einer Woche ist zu verschmerzen (finde ich).

      Gruß, Der Privatier

      • Nachtrag: Bei einer Vorgeschichte mit einer langen Krankheit sollte man immer auch den Anspruch auf eine evtl. Erwerbsminderungsrente im Auge behalten. Was oftmals dabei übersehen wird: Wenn man ansonsten die Bedinungen erfüllt, muß man außerdem noch in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung mindestens 36 Monate mit Pflichtbeiträgen nachweisen!

        Wer sich hier für längere Zeit eine „Auszeit“ gönnt, könnte mit dieser Regel ein Problem bekommen.

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo Privatier,

          vielen Dank für die schnelle Antwort!
          Ich werde nun wohl meinen Anspruch auf ALG feststellen lassen und mich dann abmelden. Muss ich da eigentlich auf den Bescheid warten, oder geht das schon vorher? Dieser Bescheid gilt dann 4 Jahre, heißt das ich muss in dieser Zeit
          den Anspruch voll geltend machen, oder reicht der Beginn des ALG innerhalb der 4 Jahre aus?
          Auf den ersten Blick sieht alles ganz einfach aus, aber wenn man sich näher damit befasst tauchen doch einige Fragen auf.

          Viele Grüße
          Evelin

          • Um die 4-Jahresfrist einzuhalten, reicht es aus, vor Ablauf der Frist den Anspruch wieder anzumelden. Er kann dann noch vollständig aufgebraucht werden. Nur Abmelden darf man sich dann nicht mehr. Dann ist es vorbei.

            Und den obigen Hinweis zur Erwerbsminderungsrente beachten! Wer die 4-Jahresfrist vollständig ausnutzt, hat seinen Anspruch auf die EM-Rente definitiv verloren.

            Gruß, Der Privatier

  12. Hallo Herr Privatier, Liebe Experten Commmunity,

    Hier meinen Fall:

    1) Zum 28.02.18 mit Abfindung freiwillig aus dem AN Verhätltniss ausgeschieben
    2) Dispojahr bis zum 28.02.19 und ALG1 beginn zum 01.03.2019 – Meldung plane ich dann ca. 3 Monate Vorher in Dezember dieses Jahres – Habe mich nach den Hinweisen in diesem Blog weder AL noch zum ALG1 gemeldet – Ich hatte mich auch vor dem Beginn des Dispojahres mit der AfA unterhalten was schädlich für das Dispojahr wäre und die Antwort war nur wenn ich ein neue AN Tätigkeit aufnehmen würde.
    3) Ich habe nach dem Ausscheiden einen Anspruch auf Outplacement Beratung (in dem Aufhebungsvertrag enthalten) in Anspruch genommen im Wesentlichen um eine Freiberufliche Tätigkeit vorzubereiten was ich nach einem möglichen Existenzgründungszuschuss beabischtige oder sollte das nicht klappen würde ich das ALG1 als Lückenfüller (Zeiten ohne Projekte) für die Zeiten nach ALG1 Meldung nutzen.

    Nun stelle ich mich die Frage können Stellenbewerbungen für ein neues Arbeitnehmer-Beschäftigung im Dispojahr schädlich für das Dispojahr angesehen werden?

    Ich freue mich die Gedanken,

    Beste Grüße,
    Entrepreneur2Privatier

    • „können Stellenbewerbungen…im Dispojahr schädlich für das Dispojahr angesehen werden?“

      Ernsthafte Frage?? Nein – Stellenbewerbungen sind nicht schädlich für das Dispojahr.

      Gruß, Der Privatier

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