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Kap. 9.3.2.10: Hinweise zum Dispositionsjahr: Einen Tag länger — 113 Kommentare

  1. So lang schon her …
    Was war das aufregend, als wir den Begriff „Dispojahr“ als Kurzform prägten für den langen Text „… das Recht den Termin zur Antragstellung zu disponieren…“ oder so ähnlich. Und dann auch noch diesen verknüpften mit den Ausschlüssen zu Sperr- und Ruhezeiten. Dann die vielen verwirrten Mitabeiter der AA’s, die diesen Begriff nicht kannten.
    War für mich eine spannende Zeit neben dem eigenen Erfolg in dieser Sache.
    Beste Grüße an den PRIVATIER.

    • Hallo Mr. Excel,

      wie eingangs im obigen Beitrag erwähnt, hat sich das Konzept des Dispojahres in all den Jahren schon in zahlreichen Fällen bewährt und sehr viele Leser haben von den Vorteilen profitieren können.

      Ich denke im Namen aller an dieser Stelle noch einmal ein großes „Danke schön“ an den Urheber dieser Idee!

      Gruß, Der Privatier

  2. Ich werde mit Wirkung 01.01.2021 meinen Arbeitgeber per Aufhebungsvertrag verlassen.

    Von der begleitenden Personalberatungsfirma wurde mir geraten das Dispositionsjahr (2021 / da werde ich auch 58) im September 2020 bei der

    Agentur für Arbeit bereits anzukündigen (aber nicht arbeitssuchend und auch kein ALG1 Antrag stellen).

    Dieses erst im September 2021 für dann 2022 ff.

    Jetzt wurde mir von Kollegen gesagt (die diesen Aufhebungsvertrag bereits früher unterschrieben hatten), dass sich das etwas schwierig gestaltet weil

    die Agentur bzw. einzelne MitarbeiterInnen damit nicht anfagen können.

    Wie sind hier die Erfahrungswerte und gibt es evtl noch Tipps für das Vorgehen ?

    Danke und Gruß

    • @espe63 (Nachtrag)

      durch Dispojahr (ordentliche Kündigungsfrist bei Dir eingehalten?) … Vermeidung von einer Minderung der ALG1 Anspruchsdauer §148 SGB III (Sperr und Ruhenzeit) ALSO auch eine „Gestaltungsmöglichkeit“ als Argument

      Ob bei Dir (da Du aktiv an der „Auflösung“ Deines Arbeitsvertrages mitgewirkt hast) eine Sperrzeit von 12 Wochen ausgesprochen wird (ab 2022), kann mit Bestimmtheit hier niemand sagen. Einige Kommentatoren haben das berichtet, bei einigen wurde keine Sperrzeit ausgesprochen. Ist aber nicht so schlimm, wenn Du kooperativ in der ALG1 Phase mit dem AfA-SB zusammenarbeitest, sollten keine Probleme/Sanktionen entstehen.

      Gruß
      Lars

      • Hallo Lars,

        vielen Dank für die Antwort.
        Die ordentlichen Kündigungsfrist 6 Monate wurde eingehalten (habe im Mai unterschrieben).

        Gruß,
        Stefan

    • Nunja, mein Dispojahr in 2018 verlief problemlos, bei der persönlichen AL-Meldung 2 Wochen vor Frist gab es keine Probleme bezüglich „3 Monate vorher arbeitssuchend melden“.
      Aber selbst wenn hier weiter Leute ähnliches berichten, wird das deine Zweifel nicht beseitigen.

      Wenn Du auf Nummer Sicher gehen willst, dann melde dich bei der AfA (ruhig sofort) und teile denen deinen Wunsch bezüglich Dispojahr mit. Die haben die Aufgabe mit Dir zu reden und deine Fragen zu beantworten. Voraussichtlich wird dann ein Mitarbeiter der Leistungsabteilung Rücksprache halten und der kann dann sagen, was „seine“ Agentur haben will. Mit etwas Glück kriegst Du sogar eine Art Protokollnotiz, mit einer Anleitung was zu tun ist.

    • Es ist nicht so ungewöhnlich, dass die Mitarbeiter der Agenturen den Begriff Dispojahr nicht kennen.
      Ich empfehle dazu einmal den Beitrag: „Hinweise zum Dispojahr – Grundlegendes“ und für das generelle Vorgehen auch einmal: „Dispojahr – Vorgehensweise

      Eigentlich sollten alle Beiträge aus der Hinweis-Serie gelesen werden. Auch zur Arbeitsuchend- und Arbeitslosmeldung.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Eine vorherige Absprache mit der Agentur ist auf jeden Fall zu empfehlen!

  3. Hallo Privatier,

    erst mal ganz herzlichen Dank für die tolle Seite und den zahlreichen sehr hilfreichen Informationen. Auch ich möchte meinen Plan kurz darlegen und wurde mich über ein Feedback freuen, ob ich was übersehen oder falsch interpretiert habe.
    Zum heutigen Stand werde ich nach 30 Jahren noch diesen Monat einen Aufhebungsvertrag unterschreiben, der dann zum 30.09.2020 wirksam wird. Da ich Anfang Februar 57 Jahre alt werde plane ich ein Dispojahr über 15 Monate einzulegen. Da sich ab 2020 die Rahmenzeit auf 30 Monate verlängert hat wurde ich mich dann nach 15 Monaten Dispojahr zum 15 Februar 2022 Arbeitslos melden, was dann bedeuten wurde, dass sich das ALG1 auf 24 Monate verlängern wurde, da ich dann 58 Jahre alt bin. Das einzige worauf ich mich evtl. Einstellen muss ist, dass ich 1 Jahr den vollen Beitrag an die GKV bezahlen muss aber sämtliche Sperr- und Ruhezeiten entfallen. Stelle mir auch noch die Frage ob ich mich bereits im Oktober 2021 als Arbeitssuchend melden soll oder mich einfach auf 15.02.2022 Arbeitslos melde, da ich nicht suche.
    Wurde auch noch gerne wissen ob während des Dispojahres ein 450€ Minijob erlaubt ist ohne dass irgendwelche Nachteile entstehen.
    Danke & Viele Grüße

    • Hallo Winner,

      bitte zählen Sie nochmals „Ihre 15 Monate“ von Otober 2020 bis Februar 2022 nach. Irgendwie fehlt der eine oder andere Monat …..
      Prinzipiell sollte Ihr Plan trotzdem funktionieren.

      LG FÜR2012

    • War es nicht so, dass man als 58-jähriger nur dann 24 Monate ALG1 bekommt, wenn man in den 5 Jahren vor der Arbeitslosmeldung mind. 48 Monate (4 Jahre) svpfl. beschäftigt war?
      Nach 17 Monaten Dispo-Pause (Oktober 2020 – Februar 2022) reicht das nicht mehr.
      Das war auch im Beitrag „Verlängerte Rahmenfrist“ so erwähnt.
      Bert.

    • Hallo Winner,

      ein Minijob ist möglich und sogar von Vorteil, wenn du bereits vor Bezug von ALG 1 für mind. 12 Monate einen Mini-Job hattest. Der Verdienst wird dir dann in der bisherigen Höhe nicht auf das ALG 1 angerechnet (zusätzlicher Freibetrag – siehe Seite 4 im Informationsblatt)
      Ansonsten sind während des ALG 1-Bezugs nur 165 Euro anrechnungsfrei.
      https://www.arbeitsagentur.de/datei/Merkblatt-Nebeneinkommen_ba015792.pdf
      Achte stets darauf, dass du mit dem Mini-Job während des ALG-Bezugs immer weniger als 15 Stunden in der Woche arbeitest.

      Viele Grüße
      Stephan

      • Stephan, Du hast diesen Irrglauben an anderer Stelle schon einmal verbreitet. Damit es sich nicht in den Köpfen festsetzt, muss ich das heute einmal richtig stellen.
        In dem Papier der Arbeitsagentur heisst es:
        „Ein zusätzlicher Freibetrag kann berücksichtigt werden, wenn Sie in den letzten 18 Monaten vor Beginn des Arbeitslosengeldes neben einem Versicherungspflichtverhältnis mindestens 12 Monate eine Nebenbeschäftigung von unter 15 Stunden wöchentlich ausgeübt haben.“ (Hervorhebung von mir)

        Hier wird also die Bezeichnung „Nebenbeschäftigung“ sehr wörtlich genommen! Den zusätzlichen Freibetrag gibt es nur, wenn die besagte Beschäftigung parallel zu einem Versicherungspflichtverhältnis ausgeübt wurde.
        Das ist aber bei einem Dispojahr in der Regel nicht der Fall.

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo Peter,

          danke für den Hinweis und die Klarstellung.
          Dann hatte ich vermutlich entweder massig Dusel oder einen kulanten Sachbearbeiter in der Leistungsabteilung oder beides. Vielleicht wurde in meinem Fall der Minijob als Nebentätigkeit zum Midi-Job angesehen, den ich zeitweise während des Dispojahres parallel zum Minijob hatte angesehen. Oder es wurde einerseits der Zeitraum 18 Monate betrachtet in den die vorherige Beschäftigung mit 6 Monaten gefallen ist und andererseits der Minijob mit mind. 12 Monaten innerhalb der 18 Monate vor dem ALG1-Bezug, beides war erfüllt und es muss nicht die ganze Zeit parallel laufen. Nun ja, bei mir hat es geklappt, aber eventuell hatte ich einfach nur Glück und eine andere Leistungsabteilung hätte es anders gesehen.

          Viele Grüße Stephan

          • Bei einem MIDI-Job liegt ja eine Pflichtversicherungsverhältnis vor und von daher hat der MINI-Job dann auch die Voraussetzungen der Parallelität erfüllt. Und das ist eben für die anderen Lesern wichtig, dass nicht der Eindruck entsteht, eine Nebenbeschäftigung alleine würde ausreichen.

            Was die zeitlichen Komponenten in Deinem Fall angeht, so habe ich eher den Eindruck, dass hier ein wenig Glück im Spiel war. Auch darauf sollte sich niemand verlassen.

            Gruß, Der Privatier

  4. Moin espe63,

    Du hast hier bestimmt einige Kapitel im Blog zum Thema „Dispositionsjahr“ gelesen. Zum Dispositionsrecht gibt es in den AfAs die sogenannten Fachanweisungen. Die AfAs haben auch eine Beratungspflicht hierzu. Du kannst Dir ja die FA §137 SGB III ausdrucken und zum Gespräch mitnehmen. Eine Passage in der FA zum §137 SGB III (unter Punkt 137.2 Seite 5) lautet:

    137.2 Dispositionsrecht

    (1) Arbeitslose können bis zum Zugang des Bewilligungsbescheides auch
    mehrfach bestimmen, dass das Stammrecht später entstehen soll, oder die
    Erklärung widerrufen. Soweit die Wirkung der Arbeitslosmeldung erlischt, ist
    eine erneute persönliche Arbeitslosmeldung erforderlich.

    (2) Bei nahe liegenden bzw. offenkundigen Gestaltungsmöglichkeiten ist der
    Arbeitslose zu informieren. Dies kann der Fall sein, wenn die Ausübung des
    Dispositionsrechtes einen wirtschaftlichen Vorteil bringt, z. B. wenn:

    – bald nach dem Eintritt der Arbeitslosigkeit ein Lebensalter erreicht wird,
    dass eine längere Anspruchsdauer auslöst,
    – die Anspruchsdauerminderung ausgeschlossen wird (§ 148 Abs. 2 Satz 2),
    – sich durch die Verschiebung des Anspruchsbeginns ein höherer AlgAnspruch ergeben würde (befristete Tätigkeit nach Ausbildung).

    Da Du im Dispojahr 58 Jahre jung wirst, liegt bei Dir eine „Gestaltungsmöglichkeit“ vor (d.h. Du erreichst damit eine ALG1 Anspruchsdauer von 24 Monate)

    Gruß
    Lars

    • @espe63 und @Lars:

      Den Hinweis auf das Dispositionsrecht würde ich aufgrund der Erfahrungen aus der letzten Zeit eher nicht verwenden. Es besteht die Gefahr, dass die Agentur dies missversteht und ihre eigene Interpretation von Disposition verwenden möchte.

      Am einfachsten wäre es wohl, wenn man gar nichts von Disposition etc. erwähnt, sondern ganz schlicht das Vorhaben schildert: Ein Jahr Auszeit (für was auch immer) und danach ALG beantragen. Mit der Absicht, keine Minderung durch Sperren zu bekommen (und je nach Lage) einen höheren Anspruch zu erhalten. Mehr nicht.
      Anschliessend die Frage, ob das Vorhaben so in Ordnung ist.

      Gruß, Der Privatier

  5. Vielen Dank für die schnellen Antworten.
    Stimmt natürlich, das wären ja 17 Monate und dann komm ich nicht mehr auf die 48 Monate wie Bert richtig schreibt. In diesem Fall werde ich wohl das Jahr genau einhalten müssen und 18 Monate AGL1 beanspruchen.
    Grüße Winner

    • Es kann aus steuerlichen Gründen durchaus Sinn ergeben, das Dispojahr bis zum Ende des Kalenderjahres auszudehnen.

    • @Winner: Das ist auch nicht so ganz richtig!
      Einerseits wäre die Rechnung mit 15 Monaten auch nicht aufgegangen (zu lang) und jemand, der die vollen 24 Monate ALG beanspruchen will (älter als 58J) muss sich weiterhin an ein möglichst exaktes Jahr (plus 1 Tag) beim Dispojahr halten.

      Wer hingegen noch keine 58Jahre ist, kann sich ruhig etwas mehr Zeit lassen. Hier besteht ein Puffer von ca. 6 Monaten, um den das Dispojahr verlängert werden kann.

      Gruß, Der Privatier

  6. Hallo Privatier,
    Erstmal vielen Dank für all die Infos und dass sie die Seiten nach all den Jahren noch aktuell halten !
    Nun zu meiner Frage, ich bin 53. Ich habe am 30.9.2019 meinen letzten Arbeitstag gehabt und eine Abfindung im Januar 2020 ausgezahlt bekommen. Ich hatte mich nur Arbeitssuchend gemeldet. Um die Sperrfristen zu umgehen möchte ich mich nach einem Dispo- Jahr erst arbeitslos melden.
    Ist das für mich nun der 1.10.2020 oder der 2.10.2020 ? 12 ‚Monate + 1 Tag ? Also gilt die neue Rahmenfrist Regelung für mich ?
    Sorry, der Nachfrage, aber ich möchte sicher gehen ….
    Vielen Dank, Gruß KaterKarlo

    • Die neue Rahmenfrist gilt nicht für Dich (man muß dazu nach dem 31.12.2019 noch versicherungspflichtig beschätigt gewesen sein).
      Trotzdem kann die AL-Meldung auch mit Wirkung zum 02.10.2020 durchgeführt werden. Die nachzuweisenden 12 Monate Beschäftigung sind genaugenommen 12 x 30 Tage, daher hat man auch mit der alten Regelung wenige Tage Spielraum.

    • Völlig korrekte Antwort von eSchorsch!
      Auch die Monatsrechnung ist richtig so und der Grund dafür, warum das Dispojahr auch mit einem zusätzlichen Tag mehr funktioniert.
      Ich werde das aber in einem weiteren Beitrag nächste Woche noch ausführlicher erläutern.

      Gruß, Der Privatier

  7. Hallo Privatier,
    interessante Neuigkeiten! Bin schon sehr gespannt auf das Rechenmodell für Monate der AFA. Mir hat man übrigens noch vor einer Woche bestätigt dass die Vorgehensweise für mich (über 58)die Richtige ist: Ende des Arbeitsverhältnisses am 30.11.2020. Beschäftigungslos ab 01.12.2020. Arbeitslos ab 01.12.2021. Nach der von dir beschriebenen Vorgehensweise wäre dann für mich der richtige Tag für die arbeitslos Meldung der 02.12.2021, Richtig? Wie rechnet das Arbeitsamt??? Übrigens TOP Seite, habe hier so wirklich wertvolle Infos bekommen die mir echt weiter helfen! Viele Dank dafür!

    • Das ganze Tamtam gibt es ja nur, weil ein Einzelfall aufgetreten ist. Die Agentur Nürnberg wollte unbedingt dieses 1 Jahr + 1 Tag haben.
      Wir rätseln immer noch ein bisschen, ob Nürnberg das anders macht als alle anderen Agenturen oder ob das nur der Anfang eines geänderten Prozederes ist.

      Wenn die eigene Agentur ein Dispojahr bis zum 01.12.2021 vorschlägt, dann ist das ein Indiz, dass nur Nürnberg abweichend tickt. Das würde ich dann auch so durchführen. Du kannst ja November 2021 nochmal bei Amt nachfragen ob sich zwischenzeitlich was geändert hat.

      Das AA nimmt für die nachzuweisenden 12 Monate Beschäftigung keine Monate aus dem Kalender sondern 12 x 30 = 360 Tage.

    • Wenn es eine Abklärung (und Zustimmung) mit der eigenen Agentur gibt, kann man natürlich danach vorgehen.

      Der obige Beitrag ist auch mehr eine Vorsichtsmaßnahme, mit der man auf jeden Fall richtig liegt. Egal, welche Agentur dies beurteilt oder welcher Sachbearbeiter am Ende des Jahres u.U. neue Ideen hat…

      Gruß, Der Privatier

  8. Hallo Privatier,

    erst einmal vielen Dank für deine Website; sie hat mir bis jetzt viel geholfen!

    Ich (60) habe zum 30.06.2019 einen Aufhebungsvertrag unterzeichnet, im März 2019 bei der Arbeitsagentur vorgesprochen und mich arbeitsuchend gemeldet. Dort hat man mir zum Dispositionsjahr geraten (!) und dazu, mich wieder abzumelden. Ich habe mich dann dann bereits im Juni 2020 zum 01.07.2020 online arbeitslos gemeldet. Mein ALG1-Antrag wurde innerhalb weniger Tage bearbeitet. Alles völlig problemlos.

    Gruß

  9. Hallo Privatier,
    mit großem Interesse lese ich die Beiträge zum Dispositionsjahr, Jedoch fehlt mir EINE Antwort (hat Winner am 5.August gestellt und wirde nicht beantwortet) auf folgende Frage:
    Würde auch noch gerne wissen ob während des Dispojahres ein 450€ Minijob erlaubt ist ohne dass irgendwelche Nachteile entstehen?
    Und welche Auswirkungen haben Dividentenzahlungen?
    Beste Grüße
    Frank

    • Ich vermute, die Frage bezieht sich auf Nachteile, die im Zusammenhang mit der Agentur für Arbeit entstehen könnten?

      Da kann ich beruhigen: Ein Minijob hat keinen Einfluss innerhalb eines Dispojahres. Das gilt in gleicher Weise auch für andere Einkünfte, die keiner Versicherungspflicht unterliegen.
      Etwas aufpassen muss man u.U. nur, wenn neue Ansprüche auf ALG entstehen könnten, wie z.B. bei einem MIDI-Job. Mehr dazu im Beitrag:
      https://der-privatier.com/kap-9-14-arbeitslosengeld-nach-einer-zwischenbeschaeftigung-1/

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier. Danke für die Auskunft. Bei mir verhält es sich genau wie bei Danthada.Aufhebungsvertrag zum 31.12.20, Abfindungszahlung im Januar 2021, anschließend das Dispositionsjahr (evtl. mit 450,-€ Job).
        Bezüglich des richtigen Zeitpunkts der Arbeitslosmeldung beim Arbeitsamt sehe ich das zur Zeit so. Da der 1.Januar immer ein Feiertag ist und der 1.Januar 2021 ein Freitag ist und der 1.Januar 2022 ein Samstag, werde ich mich Mitte Dezember 2020 beim AA melden und das Dispositionsjahr beantragen. Der erste Werktag ist in 2022 der 3.Januar und somit ist der 1Jahreszeitraum, bzw. 1Jahr und ein Tag auf jeden Fall erfüllt.

  10. Hallo Privatier,
    habe mein Arbeitsverhältnis mit einen Aufhebungsvertrag zum 31.01.20 beendet.Habe mich vorher arbeitsuchend gemeldet und wieder abgemeldet.Mündlich habe ich mitgeteilt, daß ich ein Dispositionsjahr in Anspruch nehme.Mann wies mich auf die Einhaltung dieses Jahres auf den Tag genau hin, konnte mir aber nicht das genaue Datum sagen. War Beratung durch Rückruf von AA.
    Bin im April 58 Jahre geworden.
    Meine Fragen 1. reicht die mündliche Mitteilung an die AA fürs Dispojahr?
    2.Um die Ansprüche nicht zu verlieren muß ich mich dann am 1.2.21 oder am 2.2.21 arbeitslos melden?3.Kann ich mich jetzt Arbeitslos melden und wieder abmelden um die Ansprüche für 4 Jahre zu sichern?
    Vielen Dank für die Bemühung

    Viele Grüße von Johannes

    • 1. Man braucht das AA vorher gar nicht zu konsuliteren
      2. Aktuelle Empfehlung ist der 02.02.2021, siehe Beitrag und Kommentare oben
      3. Man kann sich bis zu 3 Monate vorher arbeitslos melden (in deinem Fall wäre das Anfang November). Eine Arbeitslosmeldung (mit Wirkung zu sofort) ist möglich, hat aber nichts mehr mit Dispojahr zu tun und würde voraussichtlich zu einer Verkürzung der Anspruchsdauer um 25% führen. Das wieder abmelden ändert dann auch nichts mehr an den gekürzten 6 Monaten.

  11. Hallo Privatier,

    ich habe heute dein Buch (Per Abfindung in den Ruhestand) über Amazon erhalten. Großes Kompliment, geniale Zusammenstellung, gut geschrieben, einfach perfekt.
    Ich habe es innerhalb von 2h mit dezentem Textmarker Einsatz 🙂 „verschlungen“.

    Ich hätte 1 Frage zum Dispositionsjahr:

    Kurzes Szenario:
    —Ausstieg 31.12.2020 per AH-Vertrag
    —Auszahlung Abfindung ca. Mitte Januar 2021
    —kein Bezug von ALG1 in 2021

    Die freundliche und kompetente Dame bei der AfA (0800 Nummer) konnte sofort etwas mit dem Begriff Dispositionsjahr anfangen.

    Nach Schilderung meines aktuell noch fiktiven Vorhabens, sagte sie mir, dass es u.A. wegen Corona sehr viel einfacher läuft.
    —ich soll mich einfach 3 Monate vor dem Zeitpunkt der Arbeitslosigkeit melden (vorher macht keinen Sinn) und mitteilen, dass ich ab 01.01.2021 arbeitslos bin und von meinem Dispositionsrecht gebrauch machen möchte. Der Rest wird von der AfA erledigt, fertig.
    —dies kann alles per Telefon gemacht werden, persönliches Erscheinen nicht nötig.
    —z.B. Mitte Dezember 2020!reicht auch, im Notfall auch z.B. am 02.01.2021, was sie aber nicht empfehlen würde, da aus Erfahrungen zu Beginn des Jahres die Hölle los ist.

    Kann ich nun auf diesen vereinfachten Prozess vertrauen?
    Hast Du, bzw. habt ihr hier evtl. schon „Corona bedingte“ Erfahrungswerte?

    LG

    • Ein bisschen erinnert mich das an das Schreiben der AfA Nürnberg an Gad https://der-privatier.com/kap-9-3-2-5-hinweise-zum-dispositionsjahr-arbeitssuchendmeldung/#comment-28991

      Bis vor ein paar Wochen hätte ich geschrieben, melde dich Mitte Dezember 2021 zum 1.1.2022 arbeitslos und gut. Ein kleines bisschen habe ich die Befürchtung, dass die „Variante Nürnberg“ bundesweit Schule machen könnte und alle anderen Ämter das bald ähnlich handhaben. Dass also das Dispojahr besser nur in enger Absprache mit der AfA durchgeführt werden sollte.

      Wenn jetzt die AfA sagt, melde dich Herbst/Dezember 2020 bei uns, wir nehmen die Daten auf und ab Januar 2022 beziehst du automatisch ALG1, dann würde ich das auch so machen.

      Offene Fragen:
      muss dennoch ein schriftlicher Antrag (Onlineantrag) auf ALG1 gestellt werden?
      Wie kriegst Du eine Kopie wenn das alles telefonisch aufgenommen wird?
      Antrag mit Wirkung zum 01.01.2021 oder zum 01.01.2022 oder gar 02.01.2022 (was sagt die AfA)
      Muss man Q4/2021 arbeitssuchend sein? (Du willst da doch längere Zeit den alten Onkel in xyz besuchen, bist also ortsabwesend)

      Selbst dran denken:
      bei der telefonischen AL-Meldung alle unklaren Dinge fragen
      in 12/2021 bei der AfA nachfragen, ob das auch alles so funktionert ab Januar 22 (selbst wenn es heuer heisst „alles ok, brauchst dich nicht zu melden“

      Vereinfachten Prozess kenne ich nur soweit, dass die persönliche Vorsprache mit Passvorzeigen im Amt ist coronabedingt nicht mehr nötig, die AfA macht das mittlerweile per Internet.

      Und auf jeden Fall hier beim Privatier darüber berichten wie es weitergeht!

      • Also ich bin jetzt seit 01.02.20 Privatier! Nach 12 Monaten möchte ich ALG 1 in Anspruch nehmen. Ich denke ich werde mich weiterhin an meinen ursprünglichen Plan halten und im Oktober oder November mit der AfA Kontakt aufnehmen und dann mitteilen, dass ich ab dem 01.02.2021 bis maximal (voraussichtlich wenn keine Abmeldungen notwendig sind. Weiss, dass dies 25 Monate sind) 28.02.23 dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehe. Im Anschluss würde ich die Rente für langjährig Vericherte beantragen.
        Ich sehe keine Veranlassung hier unruhig zu werden, bei der Kontaktaufnahme werde ich dann schon abklären, ab wann ich mich offiziell arbeitslos melden muss, ob 01.02.21 oder 02.02.21. Die müssten mir dann ja eine eindeutige Auskunft geben. Arbeitssuchend bin ich zuvor auch nicht, denn ich muss mich 12 Monate regenerieren!
        Corona 2. welle sehe ich hier noch als grösstes Risiko.

        B

        • So nachdem hier die Stimmen nach frühzeitiger Abstimmung mit der AfA immer lauter wurden, habe ich mich vor einigen Wochen doch online registriert und über das Portal meine Anfrage gestellt: Austritt 31.01.2020, Plan arbeitslosmeldung zum 01.02.2021.

          Recht schnell bekam ich Post mit dem Merkblatt für Arbeitslose ohne weiteren Kommentar. Es war ein Vordruck dabei mit der Erklärung zum Anspruchsbeginn, das ich unterzeichnen und das Datum eintragen sollte. Es steht auch drauf, dass ich umfassend beraten wurde.

          Da das nicht der Fall war habe ich zunächst nichts weiter unternommen.

          Heute kam ein Anruf von der Leistungsabteilung bei dem die Beratung stattfand.

          Die freundliche Dame empfahl mir mich zum 01.02.2021 (wäre ein Montag) arbeitslos zu melden. Weiterhin sagte sie mir, dass ich mich 3 Monate zuvor arbeitssuchend melden soll (würde auch im Oktober schon gehen) um die 1-wöchige Sperrfrist zu vermeiden.

          Sie wies mich auch auf das Risiko der Erkrankung zum Stichtag hin und das bei späterer Meldung (wenige Tage wären schadlos) der Anspruch sich verringern würde.

          Also im Ergebnis waren die Aussagen wie erwartet und von dem +1 Tag war ihr nichts bekannt. Schriftlich würde es dazu nichts geben.

          B

          • Okay, der eine zusätzliche Tag ist anscheinend keine generelle neue Sichtweise und es funktioniert weiterhin auch mit dem exakten einen Jahr.
            Die Arbeitsuchendmeldung wäre meiner Meinung nach nicht erforderlich, aber es ist fraglich, ob man sich mit der Agentur darüber streiten sollte. Dazu habe ich mehrere Alternativen im Beitrag über die Arbeitsuchendmeldung beim Dispojahr vorgeschlagen.

            Weiterhin gutes Gelingen!
            Gruß, Der Privatier

    • Wie eSchorsch schon sehr richtig bemerkt hat, handelt es sich bei der von der Agentur vorgeschlagenen Vorgehensweise NICHT um das hier auf der Seite beschriebene Dispojahr!!

      Die Vorgehensweise der Agentur weicht in einigen Punkten von der hier vorgeschlagenen Variante ab. Das will aber nicht heißen, dass der Vorschlag der Agentur nicht funktionieren könnte oder das er schlecht sei. Es existieren nur bisher keinerlei Erfahrungen damit. Und alles, was hier über das Dispojahr geschrieben steht, in nicht unbedingt anwendbar.

      Zu der Frageliste, die eSchorsch schon oben begonnen hat, würde ich gerne noch einen für mich entscheidenden Punkt ergänzen:
      * Welche Pflichten bestehen ab Arbeitslosmeldung hinsichtlich: Eigenbemühungen zur Vermittlung, Verfügbarkeit, Bewerbungen, ggfs. Eingliederungsmaßnahmen (Kurse), regelmäßige Meldungen bei der Agentur usw.?

      Dies in aller Kürze. Es hat den Anschein, dass die Agenturen ihre eigene Interpretation des Disporechtes verstärkt praktizieren möchten. Ich denke, ich werde die unterschiedlichen Sichtweisen noch einmal ausführlicher erläutern müssen.

      Bis dahin würde ich bei Gesprächen mit der Agentur immer die weiter oben beschriebene Vorgehensweise empfehlen: https://der-privatier.com/kap-9-3-2-10-hinweise-zum-dispositionsjahr-einen-tag-laenger/#comment-30046

      Gruß, Der Privatier

      • Vor allem, dass die Auskunft von der allgemeinen AfA-Hotline kommt, lässt stutzen. Es ist unwahrscheinlich (aber nicht unmöglich), dass DanthaDa auf einen Mitarbeiter aus Nürnberg getroffen ist. Und trotzdem kam prompt der Hinweis auf das „Nürnberger Dispojahr“.

        Es wäre interessant, da an interne Informationen zu kommen. Ich meine jetzt keine Geheimnisse, sondern die Regularien die aktuell scheinbar verstärkt angewendet werden. Wir brauchen eine Swantje vom Arbeitsamt 🙂

  12. Hallo Privatier, hallo fleißige Kommentatoren/innen,

    erst mal ein ganz herzliches Dankeschön für die beiden tollen Bücher, diesen Webauftritt und das Engagement vieler Gleichgesinnter mit ihren Kommentaren.
    Ich habe dabei viel gelernt und auch für meinen Fall adaptiert.

    Meine Situation ist wie folgt:
    – Ausstieg zum 30.11.2020 per Aufhebungsvertrag mit Abfindung
    – Auszahlung der Abfindung im Januar 2021
    – Der Aufhebungsvertrag wurde rechtzeitig unterschrieben, um die sieben Monate Kündigungsfrist einzuhalten
    – Beim Ausscheiden bin ich 58 Jahre alt (oder jung – je nach Sichtweise)

    Jetzt müsste ich mich bis spätestens 30.8.2020 bei der Agentur für Arbeit arbeitssuchend melden (drei Monate bevor ich beschäftigungslos bin).

    Ich habe mir heute nochmal in Ruhe die beiden für mich in Frage kommenden Szenarien „An- und Abmelden“ sowie „Dispojahr“ angeschaut.

    Um die mir drohende Sperrfrist von 12 Wochen entgegenzuwirken, wäre die Variante „Dispojahr“ für mich die Richtige. Somit startet für mich das Dispojahr am 1.12.2020 und endet am 30.11.2021. Nachdem ich in diesem Jahr für die Agentur für Arbeit ja noch „unsichtbar“ bin (siehe auch Kap. 6.8.6 im Buch „Per Abfindung in den Ruhestand“), muss ich mich im August 2020 noch nicht arbeitssuchend melden, sondern erst ein Jahr später. D.h. Beim Dispojahr meldet man sich erst drei Monate vor dem Ende des Dispojahres arbeitssuchend.

    Sieht also wie folgt bei mir aus:
    – 1.12.2020 Beschäftigungslos und Start des Dispojahres
    – 30.9.2021 Meldung als arbeitssuchend
    – 1.12.2021 Meldung als arbeitslos

    Ist meine Sichtweise richtig?

    Ich wäre Ihnen/Euch sehr dankbar über die ein oder andere Rückmeldung.

    Herzlichen Dank im Voraus!

    Viele Grüße

    • Moin doubleUGee,

      schau bitte einmal auf die „arbeitssuchend Meldung“ 30.09.2021, wäre das nicht der 30.08. oder 31.08.2021 (3 Monate) – falls Du Dich arbeitssuchend im Dispojahr melden möchtest … siehe Kapitel 6.8.6 Unterpunkt „Arbeitssuchendmeldung in der Praxis“. Zu der Arbeitslosmeldung — nach Dispojahr — 01.12.2021 oder doch 02.12.2021 bitte abwarten, der Privatier wird noch eine Information/Hinweis einstellen. Ansonsten sehe ich da keine Probleme.
      Absprache mit AfA, wäre evt. vor dem Dispojahr zu empfehlen.

      Gruß
      Lars

      • Hallo Lars,

        vielen Dank für den Hinweis. Die Meldung als Arbeitssuchend muss am 30.8.2021 erfolgen.
        Ich denke ich werde demnächst bei der AfA „aufschlagen“ um meine Situation zu besprechen.

        Eine Frage noch zu dem Hinweis „… – falls Du Dich arbeitssuchend im Dispojahr melden möchtest …“. Ich denke ich muss mich drei Monate vor der Arbeitslosmeldung als arbeitssuchend melden?

        Viele Grüße

  13. Drohende Sperrzeit 6 Monate 1/4 der Anspruchsdauer. Also noch besser. Arbeitssuchendmeldung aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich. Ich werde mich 2-3 Monate vor der Arbeitslosmeldung (bei mir zum 01.02.2021). mit der AfA in Verbindung setzen um das weiter Vorgehen => Meldung arbeitslos zum 01.02.2021 abzustimmen. Einhalten der Kündigungsfrist hilft vermutlich bei der gesetzl. Krankenversicherug. Betrifft mich allerdings nicht, deshalb bin ich da nicht so informiert.

    B

    • Hallo B,

      die Aussage „…Arbeitssuchendmeldung aus meiner Sicht nicht zwingend erforderlich…“ verstehe ich nicht. Ich dachte man muss sich bevor man sich arbeitslos meldet auch arbeitssuchend melden?!? (Siehe auch meine Rückfrage zu „Lars“ im Kommentar vorher)

      Viele Grüße

      • Die (bisherige) Ansicht des Privatier zur Arbeitsuchendmeldung im Dispojahr https://der-privatier.com/kap-9-3-2-5-hinweise-zum-dispositionsjahr-arbeitssuchendmeldung/

        In jüngster Vergangenheit gab es Hinweise auf eine geänderte Vorgehensweise bei (einigen?) AfA’s, daher die Empfehlung sich vor dem Dispojahr mit der jeweils zuständigen Agentur abzusprechen. Sprich Hotline anrufen, Ansinnen mitteilen, Fragen zu den Konditionen stellen und sich von einem Mitarbeiter der zuständigen Leistungsabteilung zurückrufen lassen.

        • Hallo eSchorsch,

          Ok. Danke für die Hinweise. Ich greife zum Äußersten und rede mit der AfA 😉

          Viele Grüße

          • Sieh es mal so, Du hast mit deinen Beiträgen jahrzehntelang dafür gesorgt, dass sich die Brüder und Schwestern aufm Amt keinen Bruch heben mussten 🙂
            Jetzt können sie Dir als Ausgleich wenigstens eine umfassende Beratung angedeihen lassen und dafür sorgen, dass es mit dem Dispojahr reibungslos funktioniert.

          • Hallo allerseits,

            kurz nochmal zu meiner Situation:
            – ab 1.12.2020 beschäftigungslos (Alter: 58); Auszahlung der Abfindung im Januar 2021
            – danach Dispojahr

            Ich habe heute mit der Arbeitsagentur in Fürth telefoniert:
            – die sehr nette, kompetente Dame hat meine Daten erfasst
            – ich habe ihr gesagt, dass ich erst nach einem Jahr Beschäftigungslosigkeit mich arbeitslos melden will, um mögliche Sperrzeiten aus dem Weg zu gehen
            – daraufhin sagte sie, dass ich mich zum 1.12.2021 arbeitslos melden und dann ein Tag später am 2.12.2021 wieder abmelden soll
            – ich soll mich im August 2021 arbeitssuchend melden
            – sie wird mir die Antragsunterlagen zusenden; diese soll ich überprüfen aber jetzt nicht zurücksenden

            Hört sich gut an. Läuft also.

            Herzlichen Dank an den Privatier und allen fleißigen Kommentatoren.

            Viele Grüße
            doubleUGee

          • Es ist immer ein sehr beruhigendes Gefühl, wenn man sich mit der Agentur über das weitere Vorgehen einig ist. Sehr schön!

            Gruß, Der Privatier

  14. Hallo,
    Das Thema Dispositionsrecht/Jahr holt mich auch aktuell ein.
    Nach dem ich angefangen habe mich mit dem Thema auseinander zu setzen würde mich eure Meinung (Vorschläge) zu den anstehenden Fristen/Termine interessieren.

    Randbedingungen:
    Aufhebungsvertrag mit Abfindung unterzeichnet am 10.8.2020 (arbeitsuchend gemeldet online); Letzter Arbeitstag 31.8.2020
    Alter 58
    Auszahlung Abfindung in 2021. In 2021 werde ich kein weiteres Einkommen neben der Abfindung haben.

    An konktete Terminzeitpunke würden mich interessieren:
    1. Wann ist der 1. Tag (mit Datum) und der letzte Tag (mit Datum) für die „ein Jahresspanne“ nach §148 (2)2, die benötigt wird um die Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe zu „umgehen“?
    2. zu welchem Tag muss die Arbeitslosenmeldung erfolgen um den Anspruch auf ALG1 (für 24 Monate)zu erhalten bzw. zu sichern?
    3. Beginn der Rahmenfrist (1. Tag in der Frist mit Datum)?
    4. Ende der Rahmenfrist (letzter Tag in der Frist mit Datum)?
    5. Beginn der erweiterten Rahmenfrist (1. Tag in der Frist mit Datum)?
    6. Ende der erweiterten Rahmenfrist (letzter Tag in der Frist mit Datum)?

    Freue mich auf eure Vorschläge.

    Viele Grüße

    • Ich möchte zunächst einmal um Verständnis bitten, wenn ich hier keine individuellen Datumsberechnungen anstellen möchte. Das ist mir einerseits zu aufwändig und ich bin da auch nicht sonderlich gut darin. 😉

      Von daher gibt es von mir allgemeine Antworten auf die Fragen:
      1. Eine Sperre wird nicht mehr verhängt, wenn das Ereignis welches sie begründet mehr als ein Jahr zurückliegt, daher die Empfehlung: 1Jahr + 1Tag. Ab Beginn der Beschäftigungslosigkeit.

      2. Empfehlung wie bei Pkt.1: 1Jahr+ 1Tag.

      3. Die Rahmenfrist wird immer rückwärts gerechnet. Sie beginnt am Tag vor dem Beginn der Arbeitslosigkeit und reicht dann 30 Monate zurück.

      4. Siehe Pkt.3

      5. Wie bei Pkt.3, jetzt allerdings um 30 Monate erweitert, also insgesamt 60 Monate zurück.

      6. Siehe Pkt.3-5

      Gruß, Der Privatier

  15. … mal eine dumme Frage; Melde ich mich (> 58 J.) an dem Tag nach dem Beschäftigungsende arbeitslos und beantrage das ALG1 für in einem Jahr + 1 Tag ODER melde ich mich erst Jahr + 1 Tag nach arbeitslos und beantrage somit auch sofort das ALG1?

  16. Hallo,
    danke nochmals an Stephan & Privatier für die Info bezüglich Minijob während Dispojahr. Wenn ich richtig verstanden habe kann man einen Minijob problemlos ohne Nachteile parallel ausüben. Des Weiteren ist der Aufhebungsvertrag unterschrieben und Beendigungszeitpunkt ist der 30.11.2020. Eventuell ziehe ich diesen vor auf 31.10.20 oder sogar auf 30.09.2020. Da ich im Februar 57 Jahre alt werde plane ich vom jeweiligen Beendigungszeitpunkt bis 31.12.2021 ein Dispojahr und melde mich dann zum 03.01.2022 Arbeitslos. Die AfA werde ich zeitnah kontaktieren um mein Vorhaben mitzuteilen. Hoffe auf dem richtigen Weg zu sein.
    Viele Grüße

  17. Wenn das Dispositionsjahr ein Jahr und ein Tag dauern soll, hiesse das für jemanden, der jünger als 58 ist und der 31.12.19 bei seinem Arbeitgeber ausgeschieden ist, dass er sich erst zum 2. Januar 2021 Arbeitslos melden sollte. Dann fiele er aber aus der Rahmenfrist und hätte überhaupt keinen Anspruch mehr auf Arbeitslosengeld. Liege ich mit diese Einschätzung richtig?

      • Stimmt. Habe den Wechsel von 2019 nach 2020 ignoriert.
        ALG I gibt es aber trotzdem, da sind wir uns einig, oder? Wenn die AfA uns folgt, ist alles Ok. 😉
        Bert.

        • Ja.
          Der verlinkte Artikel erklärt den Berechnungsmodus für die Rahmenfrist, bzw warum das mit dem 1 Jahr und bis zu 5 Tagen funktioniert.

          Als Ausnahme fällt mir nur die AfA Nürnberg ein, die das Dispojahr so auslegt, dass man sich zu Anfang des Dispojahres arbeitslos meldet und dann mittels seinem Dispositionsrecht den Bezug auf ein Jahr später legt. M.W. ist der Kommentator Gad der einzige, dem das passiert ist (bzw. der darüber berichtet).
          Deshalb lautet die aktuelle Empfehlung erst die Afa kontaktieren und absprechen wie das Dispojahr gehandhabt werden soll.

  18. Ich bin mir nicht sicher. Wenn ich Privatier richtig verstanden habe, ist die Arbeitslosenmeldung in diesem Fall (jünger als 58, Rahmenfrist 24 Monate) einen Tag zu spät. Was meint Privatier?

    • eSchorsch hat schon die richtige Antwort gegeben: Es gilt zwar in diesem Fall noch die alte Rahmenfrist von 2 Jahren, dennoch gibt es für das Dispojahr hier einen Puffer von ein paar Tagen. Die Erläuterung dazu findet sich im Beitrag: „Hinweise zum Dispositionsjahr: Fristen für über 58-jährige“ .

      Das entscheidende Zitat aus dem Beitrag:
      „Mit der bis 2019 geltenden Rahmenfrist von 2 Jahren wird dies sehr deutlich: Hier musste man innerhalb von 2 Jahren eine Beschäftigung von 12 Monaten (also 360 Tagen) vorweisen. Somit hätte man auch nach einem exkaten Dispojahr von genau einem Jahr noch bis zu 5 Tage Zeit gehabt, um diese 360 Tage noch zusammen zu bekommen.“

      Aber auch wenn die Sachlage klar ist, ist es immer ratsam, sich den genauen Termin von der zuständigen Agentur bestätigen zu lassen.

      Gruß, Der Privatier

  19. Guten Tag, wirklich toll, das es diese Seite gibt. Danke. Ich habe auch eine Frage: Zum 31.01.2021 habe ich einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und möchte von dem Dispositionsrecht Gebrauch machen. Zur Info: Werde 2021 57J alt (also 18Monate Bezüge). Aber wie gehe ich denn im Hinblick aufs Arbeitsamt exakt vor? Ist es verkehrt sich jetzt schon dort zu melden, bzw. wäre es ratsam gewesen, sich erst 2021 zu rühren, um sich dann beispielsweise zum 31.02.2021 arbeitslos zu melden? Ich bin total verunsichert ob das richtig war, habe nämlich bereits beim Arbeitsamt angerufen, eigentlich zu Beratungszwecken und es wurden direkt alle meine Daten aufgenommen. Obwohl ich vom Dispositionsrecht gesprochen habe, hat man mir empfohlen, mich im November arbeitslos zu melden, wegen einer 3Monatsfrist bis Januar, und mir auch bereits Unterlagen zugesendet, für die Arbeitssuchendmeldung, ein Formular für meinen Arbeitgeber usw. Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar, viele Grüße, Sandra.

    • Es ist ein bisschen unklug (ich hätte fast geschrieben gefährlich) das Wort „Dispo…“ beim Arbeitsamt in den Mund zu nehmen, weil man darunter verschiedene Dinge verstehen kann https://der-privatier.com/kap-9-3-2-12-hinweise-zum-dispositionsjahr-dispojahr-und-disporecht/
      Besser ist es wohl, wenn man nur seine Absicht umschreibt, etwa dass man Sperr- und Ruhezeiten vermeiden möchte und daher ein Jahr aussetzt / kein ALG beziehen möchte und eine Beratung erbittet wie das am besten umzusetzen ist.
      Wenn dies das Wissen des Hotlinemenschen übersteigt, erhält man den Rückrufe eines (hoffentlich kompetenten) Mitarbeiters der Leistungsabteilung.

      Das Formular für den Arbeitgeber ist sicher die Arbeitsbescheinigung. Die sollte man vom Arbeitgeber ausfüllen lassen.

      Was tun?
      Ich würde dem AG mitteilen, dass ich eine Arbeitsbescheinigung benötige, dass der AG auch für die Auszahlung der Abfindung noch Hauptarbeitgeber sein soll und dass ich in 2021 keine weiteren Einkünfte erzielen werde. Größere Arbeitgeber haben oft spezielle Formulare dafür.
      Dann würde ich Mitte Oktober nochmal das Arbeitsamt kontaktieren und um Beratung bitten, wie man die drohende Sperr- und Ruhezeiten mittels einem Jahr „Ausszeit“ verhindern kann.

      • Erst einmal ganz lieben Dank eSchorsch, für deine rasche Antwort. Du wirst lachen, ich habe die Empfehlung von meinem AG erhalten, bei der Arbeitsagentur beim Erstgespräch darauf hinzuweisen, dass ich von dem Dispositionsrecht gebrauch machen will.
        Nach der jetzigen Erfahrung werde ich es so machen, wie du vorgeschlagen hast. Ich melde mich dort erneut und werde umformulieren.
        Bei dem Formblatt für den AG handelt es sich in der Tat um eine Arbeitsbescheinigung. Ich hatte angenommen, dass das Teil dazu dient, mein ALG zu berechnen und frage mich nun, ob dieses Formblatt nicht auch erst eingereicht werden muss, wenn das Jahr herum ist. Also erst, wenn ich tatsächlich ALG beantrage. Ich muss mich da wirklich noch besser einarbeiten und werde mir jetzt als erstes mal deinen link zu Gemüte führen. Dank und liebe Grüße.

    • Vorab: Ich habe Ihren Namen etwas modifiziert, um ihn von anderen ähnlichen Namen unterscheiden zu können.

      Zur Frage selbst hat eSchorsch hier bereits gute Hinweise gegeben und Vorschläge gemacht. Ergänzend zum dem dort bereits empfohlenen Link zum Thema „Dispojahr und Disporecht“ hier noch zwei weitere grundsätzliche Erläuterungen zur Arbeitslos- und Arbeitsuchendmeldung beim Dispojahr:
      * Arbeitslosmeldung
      * Arbeitsuchendmeldung

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier, auch Ihnen lieben Dank für die weiterführenden Hinweise. Ich hatte mir das alles irgendwie unkomplizierter vorgestellt, aber ich habe auch keinerlei Erfahrungswerte in diesen Dingen. Werde recherchieren. Viele Grüße.

  20. Hallo Privatier, hallo Mitleser,

    ich habe lange gezögert, diesen Beitrag zu schreiben; teils aus Faulheit, teils aus der Überlegung heraus, dass es nicht sooo wichtig sei.
    Es wird ja inzwischen empfohlen, das „Privatier-Dispositionsjahr“ auf ein Jahr plus einen Tag auszudehnen.

    Ich bin der Meinung, dass der zusätzliche Tag gar nicht notwendig ist. Wenn man genügend Zeitpuffer hat, kann man ihn nutzen (z.B. Arbeitsende 30.12., arbeitslos ab 1.1.), es ist aber nicht nötig.

    Der Privatier schreibt, „Laut §148 Abs.2 S.2 SGB III entfällt die Minderung für Sperrzeiten (sinngemäß), wenn das Ereignis, welches sie begründet, mehr als ein Jahr zurückliegt.
    Beispiel: Jemand, der einen Aufhebungsvertrag zum 30.Sept. eines Jahres abschliesst, ist ab 1.Okt. beschäftigungslos.“

    Das Ereignis, welches die Sperrzeit begründet, findet hier am 30.9. statt (letzter Arbeitstag)! Die Sperrzeit beginnt immer am Folgetag, also hier am 1.10.
    Im anderen Fall würde die Sperrzeit am 2.10. beginnen, sodass man am 1.10. noch alle Ansprüche hätte. Welch Konfusion…

    Weiter heißt es beim Privatier:
    „Bei einer Arbeitslosmeldung, die nun exakt ein Jahr später wieder zum 1.Okt. erfolgt (wie bisher in den Beiträgen zum Dispojahr beschrieben), kann man sich nun darüber streiten, inwieweit das Ereignis „mehr als ein Jahr“ zurückliegt. Wenn man nur die Tage betrachtet (jeweils der 1.Okt.), so läge das Ereignis genau ein Jahr zurück. Und daher nicht „mehr als ein Jahr“. Die Bedingung wäre also nicht erfüllt!“

    Er schreibt hier, dass vom 1. Tag der Sperrzeit bzw. des „Privatier-Dispositionsjahres“ gerechnet würde, legt also das ‚Ereignis‘ und den Beginn der Sperrzeit / des Dispojahrs zusammen.
    Das halte ich für den Fehler in der Argumentation, denn Ereignis und Beginn der Auswirkung liegen immer einen Tag auseinander!
    Ereignis am 30.9., Beginn Sperrzeit oder Dispojahr am 1.10.

    Eine Arbeitslosmeldung zum 1.10. des Folgejahres ist aber länger als ein Jahr entfernt vom ‚Ereignis, dass die Sperrzeit begründet‘, nämlich dem 30.9. des Vorjahres.
    Der zusätzlich Tag ist redundant.
    q.e.d.

    Bert.

    • Das Problem ist nicht, den Privatier (oder einen seiner Leser) zu überzeugen.
      Die „Jahr + Tag Sache“ ist nur eine Vorsichtsmaßnahme um alle Eventualitäten abzudecken. Die Wahrscheinlichkeit, dass eine Agentur argumentiert wie die von Gad https://der-privatier.com/kap-9-3-2-5-hinweise-zum-dispositionsjahr-arbeitssuchendmeldung/#comment-29027 mag gering erscheinen. Falls das wider Erwarten doch passiert, muß man gegen störrische Amtsschimmel ankämpfen. Weshalb ein Risiko eingehen, wenn man es so einfach vermeiden kann?

    • Hallo Bert, Du hast vollkommen Recht mit Deiner Darstellung!

      Und ich glaube ebenfalls weiterhin, dass das exakte Jahr ausreichend ist, um ein Dispojahr erfolgreich durchzuführen.
      Die oben beschriebene Vorgehensweise ist daher nur eine Verfeinerung, um evtl. möglichen anderen Sichtweisen einzelner Agenturen von Beginn an den Wind aus den Segeln zu nehmen oder eben gegen solche (meiner Meinung nach falschen Gesetzesdeutungen) gewappnet zu sein. Ein Nachteil ergibt sich durch den einen Tag mehr hingegen nicht.

      Um sämtliche Unklarheiten zu beseitigen, wäre es aber immer empfehlenswert, die eigene Agentur vorab über das geplante Vorhaben zu inforieren und sich nach Möglichkeit die erwünschten Vorteile bestätigen zu lassen.

      Gruß, Der Privatier

  21. Hallo Privatier,

    ich hatte heute ein erstaunliches Gespräch mit dem Jobcenter und das dürfte auch für den Chat interessant sein.

    Zur Historie: Ich (55) bin am 31. Dezember 2019 nach 30 Jahren bei meinem Arbeitgeber mit Aufhebungsvertrag und Abfindung ausgeschieden. Ich hatte mich vorsichtshalber schon im Sept. 19 arbeitssuchend gemeldet und hatte im Dezember einen Beratungstermin wegen des „Dispojahrs“ beim Jobcenter Berlin (den Begriff habe ich beim Amt nicht erwähnt). Dort war man überfordert, versprach aber, dass sich die Leistungsabteilung meldet. Der Dame habe ich dann telefonisch erklärt, dass ich mich 2020 erst einmal nicht arbeitslos melden möchte, sondern mich beruflich neu orientieren und vielleicht freischaffend arbeiten möchte. Ich habe gefragt, ob das mit Nachteilen verbunden sei und wann ich spätestens meinen Leistungsanspruch verlieren würde. Antwort: Keine Nachteile (nur Krankenversicherung selber tragen) und spätestens zum 1. Januar 2021 arbeitslos melden.

    Das Jahr geht bald zu Ende und um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich heute beim Jobcenter angerufen, um zu klären, ob die mögliche Sperrzeit mit Meldung zum 1. Januar auf jeden Fall hinfällig ist. Darauf gab es keine Antwort, aber die MitarbeiterIn erklärte, ich hätte schon jetzt keinen Anspruch mehr auf 18 Monate Arbeitslosengeld und die monatliche Summe sei natürlich auch niedriger, weil ich ja schon neun Monate keine Sozialversicherungsbeiträge bezahlt hätte, mich nicht arbeitslos gemeldet und mein Dispositionsrecht nicht schriftlich erklärt hätte.
    Ihrer Meinung nach hätte ich mich zum 1. Januar arbeitslos melden müssen. Dann hätte ich vier Jahre lang Zeit gehabt, meinen Anspruch geltend zu machen.
    Ich bin jetzt verwundert und ein wenig verzweifelt. Habe ich einen Fehler gemacht oder erzählt die Dame Quatsch. Verringern sich wirklich Dauer des Arbeitslosengeldes und Höhe? Wie sollte ich am besten vorgehen?
    Beste Grüße, Hanjo

    • Ich vermute mal, die Dame kennt nur das (vom Privatier so bezeichnete) Disporecht und nicht das Dispojahr https://der-privatier.com/kap-9-3-2-12-hinweise-zum-dispositionsjahr-dispojahr-und-disporecht/

      Es gibt jetzt zwei Möglichkeiten.
      – spätestens am 1.10.20 arbeitssuchend melden und ab 1.1.21 arbeitslos melden
      – sich ohne vorherige AL-Meldung gegen Ende Dezember zum 1.1.21 arbeitslos melden
      Das Risiko bei ersterem ist, dass man ab Oktober mit Vermittlungsvorschlägen belästigt werden kann.
      Das Risiko bei letzterm ist, dass man eine Woche Sperre wegen zu später Meldung erhalten kann.
      Am Ende meines Dispojahres (Ende 2018) habe ich mich für die letzte Variante entschieden, aber trotzdem keine Woche Sperre erhalten.

      Die Aussage, dass sich Höhe und Dauer des ALG1-Bezuges ändern, führe ich auf persönliche Wissensdefizite der Hotlinemitarbeiterin zurück.

      Möglichkeit 3 wäre, nochmal bei der Hotline anrufen und um eine Beratung von der Leistungabteilung bitten. Ob das dann besser klappt -schulterzuck-

    • Die Aussage vom Dezember 2019 erscheint mir korrekt. Dagegen enthält die aktuelle Auskunft einige gravierende Fehler oder vielleicht auch nur Missverständnisse? Das ist aus der Ferne immer etwas schwer zu beurteilen.
      Dazu vielleicht noch ein Hinweis: Wer tatsächlich beim „Jobcenter“ anruft, redet mit Mitarbeitern, die sich in erster Linie mit Fragen zum ALG2, also Hartz4 befassen. Dort gibt es gänzlich andere Regeln und man darf nicht unbedingt erwarten, dass man hier vernünftige Aussagen über ALG1 bekommt.
      Aber wahrscheinlich war das gar nicht so gemeint… 😉

      Ansonsten schliesse ich mich den Vorschlägen von eSchorsch an.

      Gruß, Der Privatier

  22. Bei meinem gestrigen Telefonat mit der AfA (allerdings BW) wurde mir empfohlen mich 3 Monate vorher arbeitssuchend zu melden. Wäre bei dir also morgen oder übermorgen.

    Und dann gilt bei dir die verlängerte Rahmenfrist nicht, also sollte die Arbeitslosmeldung zwingend zum 01.01.21 erfolgen. Dann sollte das klappen.

    Grüße

    B

  23. Heute bekam ich einen Anruf von der Leistungsabteilung der Agentur für Arbeit. Fazit: So wie es im Forum dargestellt wird, ist es richtig. Ich soll mich am besten im Oktober oder November zum 1. Januar arbeitslos melden, eine Meldung zur Arbeitssuche sei nicht notwendig, mögliche Sperrzeit zum 1. Januar auf jeden Fall aufgehoben, Höhe und Dauer des Arbeitslosengeldes unverändert, wichtig aber zur Arbeitslosmeldung arbeitsfähig und nicht krank zu sein. Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin die Dinge völlig anders dargestellt hat, war die Antwort, die Kollegen vom Jobcenter kennen sich oft nicht aus und sollten bei solchen Fragen die Experten einschalten.

    • Prima!

      „Auf meinen Hinweis, dass eine Kollegin die Dinge völlig anders dargestellt hat, war die Antwort, die Kollegen vom Jobcenter kennen sich oft nicht aus und sollten bei solchen Fragen die Experten einschalten.“

      Das ist ein Satz, den der Privatier in die FAQ aufnehmen sollte 🙂

  24. Hallo Privatier, ich hatte auf Ihren Rat hin bei der augenscheinlich nicht korrekten und unvollständigen ersten Antwort des Amtes auf meine Anfrage um eine korrekte Antwort gebeten. Ich bin 58 Jahre und erfülle soweit alle Anforderungen, um ein Dispositionsjahr durchführen zu können. Ende der Beschäftigung 31.12.2020, Arbeitslos-Meldung geplant 2.1.2022. Die zweite Antwort des Amtes lautete zu diesem Punkt:“… die Höchstanspruchsdauer wird nach Vollendung des 58. Lebensjahres erreicht, wenn Sie innerhalb von 5 Jahren vor Anspruchsbeginn 4 Jahre in einem Versicherungspflichtverhältnis standen ..“ Also volle Jahre und keine Monate? Wie interpretieren Sie diese Antwort?

  25. Hallo Privatier und Kommentatoren/-innen,

    gerade arbeite ich mich durch das Buch „Per Abfindung in den Ruhestand“, obwohl meine Situation eine etwas andere ist. Da ich „erst“ 51 Jahre alt bin, habe ich vor, mich spätestens nach dem Bezug von ALG1 selbständig zu machen. Da Peter Rannings Buch eigentlich alle Aspekte zum Thema Abfindung berücksichtigt, eignet es sich m.E. auch sehr gut für Personen, die noch nicht in den Ruhestand gehen können.

    Leider kann ich nicht – wie erhofft – zum Ende des Jahres 2021 das Unternehmen verlassen, sondern müsste bereits am 30.06.2021 ausscheiden.

    Mein Zeitplan dazu sieht folgendermaßen aus:

    1.) Ausscheiden aus dem Unternehemen zum 30.06.2021

    2.) 01.07.2021-31.12.2021: Dispomonate: 6

    3.) 01.2022: Auszahlen der Abfindung

    4.) 01.01.2022-31.12.2022: Dispomonate: 12

    5.) 01.01.2023-31.03.2024: ALG 1

    Anhand des Buches habe ich dann geprüft, ob ich am 01.01.2023 überhaupt (noch) ALG 1 berechtigt bin:

    1.) Anwartschaft ALG 1: In der Rahmenfrist von den 30 Monaten (also von Beginng des ALG-1-Bezugs am 01.01.2023) muss ich 12 Monate versicherungspflichtig gearbeitet haben. Das wäre m.E. erfüllt, da ich ja vom 01.07.2020 bis 30.06.2021 versicherungpflichtig gearbeitet habe.

    2.) Dauer von ALG 1: 30 Monate (bei mir nicht 48 Monate, da ich 51 Jahre alt bin) versichungspflichtig beschäftigt in den letzten 5 Jahren vor ALG-1-Bezug ab 01.01.2023 wäre ich. Exakt 42 Monate vom 01.01.2018 bis zum 30.06.2021.

    3.) Höhe von ALG 1: 150 Tage versichungspflichtig gearbeitet hätte ich in den letzten 2 Jahren von ALG-1-Bezug auch, nämlich genau 181 Tage (01.01.2021-30.06.2021).

    Meine beiden Fragen dazu:

    a.) Ich komme zu dem Schluss, dass ich am 01.01.2023 gerade noch so ALG-1-berechtigt bin. Und zwar für die vollen 15 Monate, die man maximal als unter 55 jähriger bekommt. Oder habe ich hier einen Fehler gemacht?

    b.) Welcher Betrag wird zur Bemessung von ALG 1 herangezogen? Da ich ja nur 181 Tage von 365 Tagen in 2021 versicherungspflichtig gearbeitet habe, wird mein Einkommen dann aufs Gesamtjahr gerechnet und einfach durch 2 geteilt und als Bemessungsgrundlage genommen oder wird das Einkommen des ersten Halbjahres zu Grunde gelegt?

    Vielen Dank für die Unterstützung.

    Der Maschinist

    • Die Frage a) zur ALG-Berechtigung kann man eigentlich generell für alle, die jünger als 58 Jahre sind und vor dem Beschäftigungsende durchgängig beschäftigt waren, positiv beantworten: Ja, der ALG-Anspruch besteht bis zum Ende der 30-monatigen Rahmenfrist. Um die Vorteile eines Dispojahres zu erzielen, besteht daher ein Zeitfenster von einem Jahr bis 18 Monate.

      Die Höhe des ALG (Frage b) richtet sich nach dem Durchschnitt des beitragspflichtigen Entgelts für die Monate mit vers.pfl. Beschäftigung. Im Beispiel also der Durchschnitt der 6 Monate. Es spielt also keine Rolle, ob man im Bemessungszeitraum 6, 9, oder 12 Monate Beiträge bezahlt hat. Die Monate ohne Beschäftigung werden einfach nicht mitgerechnet.
      Aber (natürlich): Berechnung immer nur bis zur Beitragsbemessungsgrenze!

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,

        vielen Dank für die schnelle Beantwortung. Das beruhigt mich schon mal, da es sich m.E. generell schwieriger zur Jahresmitte aus dem Unternehmen auszuscheiden gestaltet als zum Jahresende.

        Viele Grüße vom Maschinisten

  26. hallo
    erst mal vielen dank an privatier und alle forum user für das super informative forum
    aber je mehr ich lese umso unsicherer werde ich was ich machen soll
    darum hier meine frage und sachverhalt
    ich bin 60jahre alt und will zum 31.04.2021 ein aufhebungsvetrag mit abfindung annehmen
    nun meine rechnung

    28 monate bis zur rente mit 63 jahren davon

    6 monate eigenfinanzierun wegen ruhezeit laut arbeitsamt dann +
    18 monate alg und dann nochmal +
    4 monate eigenfinazierung bis zum renteneintritt == 28MONATE

    wenn ich jetzt aber ein dispojahr einschiebe bekomme ich ja alle 24 monate alg
    und würde in der gesamt finanzrechnung besser dastehen plus nebeneffekt 8 mal 0,3%=2,4% weniger rentenabzug weil ich 8 monate später in rente gehe
    habe ich das alles so richtig verstanden oder gibt es irgendwelche sachen die ich komplett verpeilt habe

    ich hoffe auf eure expertenhilfe und danke erst mal
    mfg ralf

    • Moin Ralf,

      einmal mit einem Steuerprogramm/Abfindungsrechner alles simulieren, … (das Dispojahr zur evt. Steueroptimierung der Abfindung nutzen).
      Ja, dass passt und in vielen Fällen ist das ALG1 höher als die Rente, also die 8 Monate mitnehmen, gleichzeitig 2,4% weniger Rentenabschlag und die 8 Monate mehr ALG1-Bezug erhöht auch noch die Rente.

      @“B“, der war gut 🙂

      @Ralf, der April hat wieviel Tage? 🙂

      Gruß
      Lars

    • hallo
      danke b für deine schnelle antwort
      auf meinen aufhebungsvertrag steht austrittsdatum 30.04.2021
      was passt nicht mit meiner rechnung

      • hallo ihr lieben
        wie ich schon schrieb ihr seit ein super forum und auch zu spässen aufgelegt-speziell b und vielen dank lars für die aufklärung
        und allen danke für die infos
        mfg ralf

  27. wie lars schreibt das sieht gut aus und für das Feintuning ist dann Zeit nach Vertragsabschluss. Meine hier Steueroptimierung, Krankenkasse, etc.
    Ich bin grad im Dispojahr bis Februar noch. Wenn dann mit der AfA alles läuft und ich z.b. wegen Urlaub oder so unterbrechen muss/will, dann würde bei mir auch was hinten rangehängt.

    Bei mir hat es sich so ergeben, dass bei optimalem Verlauf Dispjahr=> 24 Monate ALG=> sich fast nahtloser Übergang in die Rente ergeben würde (1 Monat Zeitverzug).

    Um die Feinheiten habe ich mich auch erst nach dm Austritt gekümmert bzw. bin noch dabei (ALG-Meldung etc.), aber schon mit dem Wissen wo die Stellschrauben sind.

  28. hallo b
    danke für die infos
    nochne frage
    muss ich das dispo jahr beim amt anmelden und bestätigen lassen oder was muss ich machen wenn ich das jahr in anspruch nehmen will
    mfg ralf

  29. Hallo Ralf,

    ich hab lang gar nichts gemacht. Dann wurde es hier im Forum bissel unruhig bezüglich der verlängerten Rahmenfrist und mit der Meldung Dispojahr plus 1 Tag. Deshalb ich mich im August registriert bei der AfA (online). Kam ein Anruf wo die Daten nochmal abgeglichen wurden, mit der Post kam die Registrierungsnummer (beides innerhalb 2 Wochen, dann ne weile nichts. Daraufhin hab ich im AfA portal per mail meine Fragen nochmal geschickt, dann kam Ende September ein Anruf der Leistungsabteilung.

    Ergebnis war exakt ein Jahr, wenige Tage Karrenzzeit nach hinten sind möglich, würde sie mir aber nicht empfehlen und ich sollte mich im Oktober arbeitssuchend melden. Das ist meine Aufgabe im Lauf der nächsten Woche.

    Schriftlich wollte man mir zunächst nichts geben. Mal sehen was nach der Arbeitssuchendmeldung passiert.

  30. danke b für die schnelle antwort
    mit jeder frage-antwort öffnen sich bei mir neue überlegungen
    am dienstag kommt bei mir mein steuerberater
    mit dem werde ich auch mal paar varianten durchrechnen
    neue überlegung wäre bei jetziger konstellation mit dispojahr den austritt auf 31.12.2020
    vorzuziehen
    mfg ralf

    • Hinweis zu dieser Idee:
      Grundsätzlich sicher soweit okay, aber bitte bedenken, dass dadurch evtl. die ordentliche Kündigungsfrist nicht eingehalten wird. Die daraus folgende Ruhezeit bei der Agentur für Arbeit kann zwar durch ein Dispojahr vermieden werden, nicht jedoch die Folgen für die Krankenkasse (sofern gesetzl. versichert). Hier wären u.U. für einige Zeit höhere Beiträge zu zahlen.
      Ist nicht unbedingt ein Problem, man sollte es nur wissen und entsprechend kalkulieren und ggfs. mit dem AG verhandeln.

      Gruß, Der Privatier

  31. hallo privatier

    danke für die namensänderung und den hinweis kv
    bei meinem aufhebungsvetrag-angebot wird immer die kündigungsfrist nicht eingehalten
    wenn der steuerberater da war werde ich mal die bkk anrufen
    infos folgen diese woche

    mfg ralf

  32. Hallo Privatier, hallo zusammen,
    zuerst… vielen Dank an Privatier für diese ausgezeichneten Seiten und die Arbeit die da drin steckt.
    Leider verwirren mich die Artikel bzgl. geänderte Rahmenbedingung und der korrekten Dispojahr Länge.

    Kurz zu meinem Fall:
    Nach 20 J. habe ich eine Vertragsauflösung unterschrieben.
    Letzter Arbeitstag 30.12.2019, mit Auszahlung der Abfindung Jan 2020.
    Seit dem 31.12.2019 bin ich im Dispojahr und werde im Nov 50 Jahre.

    Nun zu meiner Frage:
    Lt. der alten Reglung müsste ich mich zum 31.12.2020 arbeitslos melden.
    Nun.. der Hinweis auf die „Verlängerung der Rahmenfrist“ verschafft einem 6 zusätzliche Monate Zeit, aber die Regeln gelten nur dann, wenn man nach dem 31.12.2019 noch versicherungspflichtig beschäftigt war (war ich aber nicht). Dann noch der Artikel bzgl.: Dispojahr mindestens die Dauer von einem Jahr plus einem Tag.

    Zu wann soll ich mich denn nun Arbeitslos melden?

    Ich präferiere den 31.12.2020, lt. Arbeitsamt hätte ich angeblich sogar Zeit bis zum 5.1.21, kann das stimmen!?

    Vielen Dank im Voraus…
    VG
    PS: Bitte verzeiht mir, falls ich etwas überlesen habe…

    • „Ich präferiere den 31.12.2020, lt. Arbeitsamt hätte ich angeblich sogar Zeit bis zum 5.1.21, kann das stimmen!?“

      Ja, das ist so.
      Der letzte Link im Text (Fristen für Ü58) führt zur Begründung weshalb das Dispojahr ein paar Tage länger sein darf. Das gilt nicht nur für Ü58.

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort.

        Aber welches Datum ist nun empfehlenswert?
        Ist der 31.12.2020 zu früh (1Jahr plus 1Tag)?
        Ist der 01.01.2021 ggf. besser oder vllt doch zu spät?

        • der 2.1.21

          warum? Dann geht der ALG1-Bezug bis incl. 1.4.22 und der April zählt als ganzer Monat für die 35 Jahre (Rente mit 63).
          Haste die 35 Jahre schon voll, dann vergisses

    • Durch die Art und Weise, wie die Agentur für Arbeit die Monate berechnet, ergibt sich eine Zeitzone von 5 Tagen, innerhalb der man sich nach einem Dispojahr arbeitslos melden kann. Die 5 Tage ergeben sich aus der Differenz von einem ganzen Jahr (365 Tage) und der erforderlichen 12 Monaten (=360 Tage) mit Beschäftigunszeiten.
      Das entspricht dann auch der Aussage, die offenbar direkt durch die Beratung bei der Agentur erfolgt ist.
      Innerhalb dieser Zeitspanne spielt es also keine Rolle.

      Man kann sich das nun entweder selber aussuchen oder noch einmal ganz konkret bei der Agentur darum bitten, ein verbindliches Datum zu erfahren, wann der richtige Termin aus Sicht der Agentur ist. Wichtig dabei: Auch die beabsichtigten Folgen (keine Sperr-/Ruhezeit, ggfs. höhere Anspruchsdauer) erwähnen!

      Die Idee von eSchorsch finde ich recht schlau ausgedacht. 😉 Aber leider falsch. 😀
      Denn ein 15-monatiger Bezug dauert eben nicht vom 2.1.21 bis 1.4.22, sondern nur 15*30Tage= 450Tage. Bitte selber einmal ausrechnen, das dürfte aber irgendwann im März sein.

      Gruß, Der Privatier

      • Hab gerade mal nachgeschaut, meine „15 Monate“ waren vom 31.12.18 – 29.03.20.

        Was mich etwas nachdenklich macht, Anspruchsdauer waren 450 Tage (steht so im Bescheid). Wenn ich aber nachzähle komme ich auf 455 Tage. Weiss der Deibel wie das gerechnet wurde. Ah, guugel. Fachliche Weisungen Arbeitslosengeld … $154 SGB III gibt Auskunft:
        „Für volle Kalendermonate besteht, unabhängig von der Zahl der tatsächlichen Kalendertage, Anspruch stets für 30 Tage. Die Ermittlung des 30 Tageszeitraums beginnt mit dem Ersten des Monats, Änderungen im Laufe des Mo-nats werden ab dem Zeitpunkt der Änderungen berücksichtigt“

        Jetz wird es klar, ich habe 1 x einen einzelnen Tag, 14 mal einen ganzen Monat a 30 Tage und einmal einen „angebrochenen“ Monat mit einem Tag weniger (als 30) erhalten.
        Ich tippe mal, es würde mit dem 2. Januar bis in den April reichen. Letztendlich ist es aber ziemlich egal, der minimale Monatsbeitrag bei der Rentenkasse beträgt rund 83€, das macht keinen Kohl fett. Wenn es aber nur ein Eintrag auf dem Antrag ist, dann kann man es ja mitnehmen.
        Und außerdem ist es Knoff-Hoff 🙂

      • Mir fehlen tatsächlich noch ein paar Jahre für die 35Jahre (Rente mit 63). 🙂
        Auch habe ich einen bestätigten Anspruch von 450 Tage ALG1.
        Wenn man die Tage addiert kommt man definitiv nicht in den April.
        @eSchorsch, finde deine Idee toll, doch verstehe ich deine Berechnung nicht ganz.

        Durch die aktuelle Corona Situation bekommt man idR aber auch nur telefonisch Auskunft. Doch kann man dieser trauen?
        Daher bleibt die Frage weiterhin offen, ob ich vom 31.12. in den Januar verschieben soll, welcher Vorteil sich daraus ergibt und/oder ob ich damit ein Risiko eingehe!?

        • Nunja, die Berechnung ist einfach. Ein ganzer Monat wird immer mit 30 Tage veranschlagt, egal ob der Januar 31 oder der Februar 28 Kalendertage hat, immer 30 Tage ALG1. Wer sich bei 15 Monaten ALG1-Anspruch zum Monatsanfang AL-meldet, der erhält ALG bis zum Monatsende (15 Monate später).
          Nur bei angebrochenen Monaten wird überhaupt gerechnet und bei der Frage 31.12. oder 1.1. oder 2.1. kann man das an den Fingern abzählen.

          „… telefonisch Auskunft. Doch kann man dieser trauen?“
          Du kannst doch oben verlinkt nachlesen, warum das Telefon die Wahrheit gesagt hat.

          Vorteil/Risiko: Ich kann am Montag zum Arbeitsamt gehen und werde vom LKW überfahren, der Laster kann mich aber genausogut am Dienstag oder Mittwoch überrollen. Da Du eh noch ein paar Jahre Rente selbst kleben musst, kommt es auf einen Monat nicht an. Bring es so schnell wie möglich hinter dich, 31.12

      • Hab gerade noch mal „Kap. 9.3.2.10: Hinweise zum Dispositionsjahr: Einen Tag länger“ gelesen. Demnach müsste ich meine AL-Meldung sicherheitshalber auf den 1.1.21 verschieben. :/ Ich bin wirklich verunsichert…

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