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Kap. 9.3.2.3: Hinweise zum Dispositionsjahr: Vorgehensweise — 43 Kommentare

  1. Ich befinde mich aktuell seit 4 Monaten im Dispositionsjahr und werde mich zum 01.01. 2018 arbeitslos und arbeitssuchend melden.
    Welche Auswirkungen hat ein 450 Euro Job bis zum 31.12.2017? Berücksichtigt den das Arbeitsamt bei der Berechnung des ALG 1 ? Ich war vor Aufhebungsvertrag zum 31.12.2016 mit Abfindung durchgängig abhängig beschäftigt.
    Vielen Dank für Ihre Antwort

  2. Hallo,
    erstmal großes Lob für diese Seite.
    Ich befinde mich zur Zeit im sogenannten Dispojahr bis Ende September 2019.
    Nun meine Frage: Ich plane z.Zt. mir eine Photovoltaik Anlage installieren zu lassen und würde dann ja auch als Unternehmer gelten, da ich ja Einnahmen generiere. Hätte dies Auswirkungen auf mein AL1 oder wird das letzte Gehalt vor dem Dispojahr herangezogen????
    Gruß

    • Zunächst einmal wird die Höhe des ALG definitiv immer nur auf Basis der Einkünfte aus sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungen berechnet. Oder, um es mal anders zu sagen: Es zählen nur die Einkünfte, von denen auch Beiträge zur Arbeitslosenversicherung bezahlt wurden.
      Somit zählen alle anderen Einkünfte, egal ob Kapitaleinkünfte, Vermietung oder auch selbständige Tätigkeiten grundsätzlich nicht mit dazu. Demnach: Die Photovoltaik-Anlage hat keinen Einfluss auf die Berechnung des ALG-Anspruches.

      Allerdings ist es auf der anderen Seite so, dass Einkünfte aus einer selbständigen nebenberuflichen Tätigkeit auf das ALG angerechnet werden (bis auf einen Freibetrag von 165€/Monat). Dies dürfte meiner Meinung nach allerdings nur dann der Fall sein, wenn die Einkünfte aus einer Arbeitsleistung entstanden sind. Dies sollte zwar in der Mehrzahl der selbständigen Tätigkeit der Fall sein, bei einer Photovoltaik-Anlage hingegen nicht! Demnach: Meiner Meinung nach auch hier kein Einfluss.

      Gruß, Der Privatier

  3. Hallo zusammen,
    ich hoffe, jemand ist so nett und beantwortet mir eine Frage:
    Ich habe ca. 1 Jahr ALG 1 bezogen. Der Anspruch entstammte einer 13 Jahre andauernden Vollzeitbeschäftigung. Der Betrieb wurde geschlossen. Dann meine Arbeitslosigkeit für 12 Monate mit einer Teilzeitstelle unterbrochen, so dass ich einen Restanspruch von 7 Monaten plus 6 Monate neuen Anspruch aus der Teilzeitstelle erworben hatte. Grundlage für die Zahlung des ALG ! blieb die ursprüngliche Vollzeittätigkeit. Dieser Restanspruch endet nun am 28.02.2019. Voraussichtlich kann ich ab 1. März 2019 wieder eine Teilzeitstelle annehmen. Nun zu meiner Frage: wenn ich mich zum 20.02.2019 bei der Agentur für Arbeit abmelde und einen Restanspruch von 8 Tagen bestehen lasse, so würde doch bei erneuter Arbeitslosigkeit innerhalb der folgenden Monate (weniger als 12) meine alte Arbeitslosengeldhöhe gelten? In anderen Worten: ich würde mir im Notfall den Bestandschutz erhalten? Hingegen: wenn ich das ALG bis 28.02.2019 verbrauche, dann müsste ich zumindest wieder 12 Monate arbeiten, um einen neuen Anspruch zu erwirken und dieser würde dann auf das letzte Gehalt berechnet? Ist das so richtig? Selbstverständlich müsste ich für die Zeit vom 20.02. – 28.02.2019 mich freiwillig gesetzlich versichern und selber bezahlen.
    Vielen Dank für eine Antwort im Voraus.

    • Nun ist dies ja nicht wirklich eine Frage, die etwas mit einem Dispositionsjahr zu tun hat und ich würde stattdessen einmal meinen Beitrag über eine „Arbeitslosengeld nach Zwischenbeschäftigung“ empfehlen. Dort sind zumindest ein paar Grundzüge zum Thema „Bestandsschutz“ erwähnt.

      Für die konkrete Frage habe ich allerdings auch keine Antwort. Dafür ist mir der Fall zu speziell bzw. zu sehr auf Gestaltung von Arbeitslosigkeit ausgerichtet. Für solche Fragen eignen sich spezielle Foren für Arbeitlose in der Regel sehr viel besser. Dort kennt man sich teilweise sehr gut aus.

      Auf einen Gedankenfehler möchte ich aber schon einmal hinweisen:
      Mit einem Restanspruch von z.B. 8 Tagen hat man Anspruch auf genau diese 8 Tage. Wer dann im Anschluss weniger als 12 Monate wieder in einer Beschäftigung ist, erwirbt in dieser (zu) kurzen Zeit keinen neuen Anspruch und kann dann anschliessend exakt diese 8 Tage noch in Anspruch nehmen. Mehr nicht.
      Ein weiteres Problem könnte durch die dann über viele Monate (Jahre) hinweg ausgeübte Teilzeittätigkeit entstehen: Wer offenbar nur Teilzeittätigkeiten ausüben möchte, hat keinen Anspruch auf ein Arbeitslosengeld, welches auf einer Vollzeitstelle basiert.

      Aber, wie gesagt – solche Fragen bitte in einem Arbeitslosenforum stellen. Links dazu finden sich hier unter Empfehlungen->Blogs und Foren (ganz Ende).

      Gruß, Der Privatier

  4. Hallo Herr Privatier,

    aufgrund der Kommentare hier habe ich einen Sachbearbeiter bei der Agentur für Arbeit befragt. Weniger als 12 Monate bringen keinen Anspruch, da ich jedoch bereits 1x die 12 Monate zwischenzeitlich erreicht habe, verlängert sich mein Anspruch schon, falls ich nun noch einmal eine befristete Tätigkeit unter 12 Monaten aufnehmen würde. Der Sachbearbeiter hat mir bestätigt, dass ich demnach aktuell lediglich 1 Anspruchstag durch freiwillige Abmeldung aufrecht erhalten muss, um meinen Anspruch der Höhe nach nicht zu verwirken, sollte ich bei der nächsten Beschäftigung keine 12 Monate voll bekommen. Die Teilzeittätigkeit ist kein Problem, so lange ich bereit und in der Lage bin, Vollzeit zu arbeiten. Somit habe ich die Antwort gefunden und hoffe, sie hilft auch anderen Lesern.

    • Danke für die Rückmeldung. Ich fürchte aber, dass hier irgendjemand etwas missverstanden hat (Sie oder ich oder der Sachbearbeiter)…

      Was meinen Sie denn, wenn Sie jetzt z.B. eine befristete Stelle als Aushilfe für einen Monat annehmen und anschliessend wieder arbeitslos werden, wie dann Ihr Anspruch auf ALG (Dauer) aussehen würde?

      Gruß, Der Privatier

  5. Hallo an die Dispojahr-Experten,
    ich werde vermutlich Ende 2019 nach langjähriger Tätigkeit „mein“ Unternehmen mit Aufhebungsvertrag und Abfindung verlassen (Zahlung derselben dann im Januar 2020).
    Sonderzahlungen (Bonus, Arbeitszeitkonto sowie Resturlaub) werden vermutlich im Monat nach Ausscheiden gezahlt. Wenn ich Ende November aufhören würde und die Sonderzahlungen im Dezember fällig werden, wäre das sicher aus steuerlicher Sicht optimal.
    Die Frage ist allerdings, ob das angehängte Dispojahr dann auch von Anfang Dezember bis Ende November 2020 auch funktionieren würde (zur Vermeidung von Sperr- und Ruhezeit)?
    Um keine bzw. wenige Lohnersatzleistungen in 2020 zu beziehen, könnte man ALG beantragen und sich gleich wieder abmelden für den Dezember?
    Danke und Gruss, peter

  6. Ja (das Dispojahr muss kein „Kalender“jahr sein)
    Ja, es ist aber fraglich, ob das überhaupt notwendig ist. Vielleicht reichen die KV-Beiträge (Jan – Nov) aus um das ALG zu „kompensieren“.
    Wenn nicht => Vorauszahlung von 2,5 Jahresbeiträgen, Einzahlung in RV, ….

    • Richtig, ein Dispojahr kann zu jedem beliebigen Zeitpunkt gestartet werden. Wichtig ist normalerweise nur, dass es exakt ein Jahr später enden muss. Wenn die Voraussetzungen gegeben sind (trifft aber hier wohl nicht zu), kann man es ggfs. auch um einige Monate verlängern, siehe: „Rahmenfrist und Dispojahr“ .

      Das angedachte An- und Abmelden ist dann natürlich nur NACH dem Dispojahr möglich. Keinesfalls zu Beginn!! Ob sich dies allerdings bei nur einem Monat lohnt, ist fraglich.

      Gruß, Der Privatier

      • „…zu jedem beliebigen Zeitpunkt…“

        Das war vielleicht etwas missverständlich!
        Natürlich muss ein Dispojahr immer mit dem ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit starten. Gemeint war, dass es dabei nicht darauf ankommt, ob dieser Tag auf den Anfang eines Jahres oder Monats fällt. Das kann jeder beliebige Tag im Jahr sein.

        Gruß, Der Privatier

  7. Hallo Privatier,
    Mein Beschäftigungsverhältnis ist zum 5..1.2020 beendet. Plan war: Dispojahr bis Mai 2021, dann Beantragung ALG. Jetzt bietet sich überraschend ein 450€! Job an. Frage:, Hat dieser 450€ Job (inkl. Sozialabgaben) irgend einen Einfluss auf die Berechnung der Höhe des ALG‘s. Einkommen vorher (bis Dez 2019) 8.500€ pro Monat. Oder wird das ALG dann in 5/2021 auf Basis des Gehalts in 2019 berechnet. (Hatte seit > 15 Jahren ein Gehalt über 100.000 pa) Ich möchte vermeiden, daß in die Kalkulation irgendwie im Durchschnitt der letzten sozialversicherungspflichtigen Jahre dann die 450€ mit in die Durchschnittsberechnung fließen, da ich ja nicht Sozialabgaben darauf zahle (Rente) Danke vielmals für einen Tipp in der Sache

  8. Hallo Privatier,
    ich (Alter 55) habe im April 2020 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und verlasse zum 30.11.20 die Firma. Die Abfindung wird im Januar 2021 ausgezahlt.
    Ich will nun das ALG I mit dem Dispositionsjahr optimieren. Wenn ich alles richtig verstanden habe müsste ich mich nur ab Dezember 2021 (ggf. sogar bis zu ca. 5 MOnate später-„Rahmenzeit“ 30 Monate ab 2020) arbeistlos melden. Dann würde ich Einkmommensversteurung im Abfindungsjahr sowie Sperrzeiten/Ruhephase umgehen?
    Gruß Bernd

    • Du solltest schon jetzt mit der Krankenkasse über den Beitrag sprechen. Wenn die arbeitgeberseitige Kündigungsfrist nicht eingehalten wurde, dann sind ggfs ein paar Monate mit Maximalbeitrag fällig. Ansonsten geht es nur nach den Einkünften, die noch bleiben (Kapitalerträge, VuV…). Manche KK haben da auch absonderliche Auffassungen dazu. Wenn man das früh genug abklärt, kann man noch rechtzeitig die Pferde wechseln.
      Ansonsten, ja ist korrekt so. Alles richtig gemacht 🙂

  9. Danke für die scnellen Antoworten, besonders der Hinweis auf die KK.
    Einkommensversteuerung:
    JEDES Einkommen im Abfindungsjahr (auch ALG 1) würde sich ungünstig auf die Versteuerung der ABfindung auswirken, was ich so vermeiden kann. Das ergab zumindest die Recherche mit einem Abfindungsrechner.

    Gruß
    Bernd

    • Ja, natürlich. Alle zusätzlichen Einkünfte neben der Abfindung sollten nach Möglichkeit verhindert oder minimiert werden. Korrekt.

      Aber auch die Abfindung zählt ja zum Einkommen und der Einkommensversteuerung entgeht man nicht.

      Gruß, Der Privatier

      • Mit Fünftelregelrechner spielen ist gut und motiviert!

        Wenn man die zusätzlichen Einkünfte weder verhindern noch minimieren kann, dann sollte man sie zumindest mit anderweitigen, negativen Einkünften kompensieren.
        Neben Beiträgen zur KK (ggfs 3 Jahre im voraus zahlen) sind Beiträge zur Rentenversicherung (privat / gesetzlich) gerne genutzte Vehikel.

      • Lieber Privatier,
        eine kurze Nachfrage zu „alle zusätzlichen Einkünfte sollen nach Möglichkeit vermieden werden“ um im Jahr der Abfindungszahlung nur die Abfindung selbst zu versteuern:
        Wie verhält es sich mit Dividenden und Kursgewinnen, welche ja schon über die Abgeltungssteuer versteuert werden? Werden diese auch zur Berechnung des Steuersatzes auf die Abfindung (Progression) herangezogen? Wenn dies so ist, also am besten im Jahr vor der Abfindungszahlung alle ETFs verkaufen und im Jahr der Abfindungszahlung keine Wertpapieranlagen tätigen.
        Vielen Dank für einen kurzen Hinweis diesbezüglich.
        Gruß, Tom

        • Die Antwort hängt davon ab, ob die Kapitaleinkünfte per Anlage KAP erklärt werden (müssen) oder nicht. Dazu gibt es mehr Details im Beitrag über die Anlage KAP.
          Kurz gefasst kann man sagen: Die Günstigerprüfung, die bei Abgabe der Anlage KAP durchgeführt wird, ermittelt auf jeden Fall, ob die Abgeltungssteuer oder der persönliche Steuersatz die bessere Variante ist. Wenn als Ergebnis der persönliche Steuersatz als günstige Variante festgestellt wurde, so wurden dabei die Kapitaleinkünfte als „normale“ Einkünfte berücksichtigt (was in der Regel nicht gut ist im Zusammenhang mit einer Abfindung).
          Es könnte sich dann also folgende Rangfolge ergeben: Platz 3: Versteuerung mit Abgeltungssteuer (25%+x), Platz 2: Versteuerung mit persönlichem Steuersatz (kleiner 25%), Platz 1: Versteuerung ohne Kapitaleinkünfte (kleiner als Platz 2).

          Ob es zur Erreichung dieses Ziel sinnvoll ist, ein existierendes Depot zu verkaufen und es nachher wieder aufzubauen, möchte ich nicht beurteilen.

          Gruß, Der Privatier

          • Herzlichen Dank für die Antwort. Das gibt mir schon eine gute Struktur, weiter in die Tiefe zu gehen bei meinen Recherchen.
            Viele Grüße
            Tom

  10. Genau!
    Neben den genannten Vorteilen des Dispojahres (Ruhezeit, Sperrfrist) ist für mich auch noch günstiger im Abfindungsjahr (Abfindung wird mit Fünftelregelung versteuert) kein weiteres Einkommen zu haben UND erst im Folgejahr das ALG 1 in Anspruch zu nehmen.

    MfG
    Bernd

  11. Hallo,
    hier nochmal meine Post vom Juni:
    Ich (Alter 55) habe im April 2020 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben und verlasse zum 30.11.20 die Firma. Die Abfindung wird im Januar 2021 ausgezahlt.
    Ich will nun das ALG I mit dem Dispositionsjahr optimieren. Wenn ich alles richtig verstanden habe müsste ich mich nur ab Dezember 2021 (ggf. sogar bis zu ca. 5 MOnate später-„Rahmenzeit“ 30 Monate ab 2020) arbeistlos melden. Dann würde ich Einkmommensversteurung im Abfindungsjahr sowie Sperrzeiten/Ruhephase umgehen?

    @AG:
    Ich hatte mit jemanden von der Arbeistagnetur (leider) nur kurz gesprochen. Er erzählte was „Anrechung der Abfindung“ auf ALG I. Wenn ich es richtig verstanden habe, geht es aber nur um eine ev. Verkützung der Ruhezeit (wie hier auch gut beschreiben) und NICHT un weniger ALG I bzw. Verkürzung der Bezugsdauer? Bin etwas unsicher, deswegen die Frage.
    @KK:
    Wie hier auch schon angedeutet: DIe KK hat andere Vorstellungen und will 16 Monate(!) ab der Auszahlungsabfindung(Jan 2021!) den Höchstsatz (>800€) als Beitrag haben. Ich habe verstanden, daß 12 Monate die obere Grenze sind UND das ab Unterschrift Abfindungsvertag (APril 20-> regulär wäre 1 Jahr Kündigungsfrist, habe darauf verzichtet) dies dann max. bis April 2021 einforderbar ist? Nun werde ich zwar im Januar 2021 ALG I beantrgen, glaube abder das ist trotzdem zweifelhaft?
    Bernd

    • Die Kündigungsfrist in der GKV beträgt 2 Monate zum Monatswechsel. Ab 1.10.2020 könntest Du bei der Techniker KK versichert sein, die machen keine solchen Sperenzien, da wäre der Maximalbeitrag nur bis 04/2021 zu zahlen. Schick der TK ruhig eine Mail und frage nach wie sie deinen Fall beurteilen, nicht dass ein anonymer Elektroschorsch hier Seemannsgarn spinnt. (tut er nicht, ist in 2017 in ähnlicher Situation zur TK gewechselt)

      Ab Januar 2021 ALG1 beantragen beißt sich mit Dispojahr. Der letzte Satz bezieht sich auf 01/2022?

      Ich vermute auch, dass der Arbeitsamtler auf die Ruhezeit abgezielt hat. Das ALG1 wird nicht gekürzt weil man Abfindung erhalten hat.

      • Danke für die schnellen Antworten!

        JA, natürlich beantrage ich ALG I erst Jan 2022 (Tippfehler).
        Ich habe hier schon alles gelesen (und glaube auch verstanden). Leider fühle ich mich immer leicht verunsichert, wenn man-wie bei der KK- abweichende Antworten erhält. Der AG Berater war ein „First level“ Support ohne grosse Ahnung. Es folgt noch ein echte Beratung.

        Noch mal beste Grüsse und Danke
        Bernd

        • Ich hatte damals vergeblich mit meiner alten KK diskutiert und micht dann mit den Kerndaten an die Techniker gewendet. Die haben mir am übernächsten Tag die gewünschte Antwort gegeben und ich hab gewechselt. Du hast noch eine Woche um die Kündigung zu veranlassen.

          Das mit dem verunsichern ist auf der einen Seite verständlich, auf der anderen Seite sind die Dinge bei uns Privatiers alles andere als alltäglich. Mancher einfache Sachbearbeiter auf irgendeinem Amt ist mit unseren speziellen Sachlagen auch noch nie in Berührung gekommen und hat dann weniger Kenntnisse wie jemand der sich durch den Blog durchgekämpft hat.

          • Danke, ich nehme morgen Kontakt mit der Techniker auf.
            Wahrscheinlich werde ich ohnehin wechels, da die Leistungen besser als bei der Barmer sind.

            Gruß
            Bernd

          • Ich hätte da eine Idee :
            1. Den Blog zur Pflichtlektüre der Ausbildung machen und als Prüfungsstoff verwenden.
            2. Noch besser – Den Privatier als Dozent „Privatier-Dozent“ gewinnen. Mit entsprechendem Gehalt oder Verdoppelung der Endgelgpunkte.

          • Danke für die Lorbeeren. 🙂

            Ich stimme da gerne zu: Eine Finanzbildung in Schule/Uni oder Ausbildung wäre dringend erforderlich. Es ist ein Unding, dass junge Leben in den Beruf starten, ohne auch nur den geringsten Schimmer von Fragen zu Steuern, Kranken-/Renten-Versicherung oder auch zu Banken, Geldanlage, Börse usw. zu haben.

            Mein Blog oder Buch vermittelt da schon eher ein Spezialwissen. Das muss nicht zwingend jeder wissen. Das wissen ja teilweise nicht einmal die Fachleute (Steuerberater, Behördenmitarbeiter). Aber eine gewisse Grundausstattung wäre schon sehr hilfreich. Daran mangelt es leider auch bei Vielen.

            Gruß, Der Privatier

  12. Hallo,

    ich habe mit der Agentur für Arbeit (Beratung) gesprochen:
    Mir wurde gesagt ich MUSS mich bereits im Dezember 2020 arbeitslos melden.
    Mache ich das erst im Januar 2022 verliere ich meinen Anspruch auf ALG 1. Ich soll einen Hinweis geben, daß ich das das ALG 1 erst ab dem 1.1.2022 erhalten will.
    Ausserdem wurde mir gesagt, daß die Sperrzeiten dann auch trotzdem gelten. Es ist zum Verzweifeln.
    Bernd

    • Es kommt leider (selten) auch schon einmal vor, dass man bei der Agentur auf jemanden trifft, der die Rechtslage nicht vollständig beherrscht.
      In solchen Fällen (und generell) ist es unabdingbar, dass man selber sehr gut vorbereitet ist, die Regelungen kennt, die Zusammenhänge verstanden hat und notfalls auch mal ein paar Paragraphen zitieren kann. Oder auch einmal nachfragen kann, auf welcher Rechtsgrundlage denn die Aussagen des Beraters basieren.

      Wenn einem dies nicht gelingt, so hat man vielleicht noch einmal eine zweite Chance, indem man um ein zweites Gespräch bittet, in dem dann die speziell die fraglichen Punkte noch einmal geklärt werden können (vielleicht).

      Ansonsten: Wenn das alles nicht gelingt und man irgendwann dann auch die Energie für die Durchsetzung verliert, so kann man notfalls auch einmal auf eine optimale Gestaltung verzichten. Man muss ja nicht zwingend ein Dispojahr machen… (ich habe übrigens auch keines gemacht).

      Das andere Extrem wäre dann, sich anwaltliche Hilfe zu holen. Dann besteht aber die Gefahr, dass der erkämpfte Vorteil für das Honorar des Anwalts draufgeht.

      Ich kann hier nicht mehr machen, als die Rechtsgrundlagen zu erklären (im Buch auch durchgehend mit den entsprechenden Gesetzen, hier im Blog oftmals ebenso). Mehr kann ich nicht machen. Der Rest liegt in der Regie jedes einzelnen.

      Wie auch immer: Viel Erfolg.

      Gruß, Der Privatier

      • Wir hatten doch vor ein paar Tagen schon einen Fall wo die Leistungsabteilung auf einer sofortigen Arbeitslosmeldung bestand und den Bezug dann um 1 Jahr und ein Tag verschoben haben wollte.
        Ich find nur den Beitrag nimmer 🙁
        Entweder Bernd ist beim gleichen Amt gelandet oder die Sache breitet sich aus…

      • Ob man den Fall von Bernd mit anderen Erfahrungen vergleichen kann, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen.

        Was ich aber beurteilen kann ist, dass zwei Aussagen im letzten Kommentar von Bernd schlichtweg falsch sind:
        * Es gibt nirgendwo eine Verpflichtung, dass sich jemand arbeitslos melden MUSS! (es sei denn, der Satz enthält noch eine Ergänzung wie z.B.: „wenn er im Folgemonat ALG beziehen will“).
        * Wer sich erst 12 Monate nach Beschäftigungsende arbeitlos meldet, verliert NICHT seinen Anspruch auf ALG!

        Diese beiden Aussagen deuten ganz klar darauf hin, dass entweder der Mitarbeiter der Agentur seinen Job nicht beherrscht oder dass Bernd die Aussagen falsch verstanden hat.
        Was hier konkret der Fall ist, ist wiederum nicht zu erkennen. Daher mein Vorschlag, noch einmal gut vorbereitet ein zweites Gespräch zu versuchen, um diese Unklarheiten zu beseitigen.

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo,
          zunächst Danke an alle für die Hinweise.
          Mein Fall ist in Berlin und der Sacharbeiter wirkte auf mich lustlos und inkompetent. Er hat sehr genuschelt, glaube aber ihn korrekt verstanden zu haben.
          Ich werde als nächstes doch einen Anwalt zur Beratung konsoltieren.
          (Der Fall von GAD hört sich tatsächlich fast genauso an wie mein Fall).
          Gruß
          Bernd

          • Moin Bernd,

            bevor Du einen Anwalt einschaltest, würde ich noch einmal einen Anlauf in der „Leistungsabteilung“ Deiner AfA versuchen. Das war hier schon öfters ein Thema, dass einige SB (corona bedingt) nicht so tief in der Materie „Dispositionsjahr“ eingearbeitet sind. In vielen Fällen kann mit einem zweiten Gespräch (evt. sogar persönlich) die Unklarheiten ausgeräumt werden. Eventuell bekommst Du sogar einen „Fahrplan“ wie bei User GAD.

            Falls das nicht hilft, kannst Du ja immer noch den Weg über einen Anwalt bestreiten. Ist alles ärgerlich, aber einen weiteren Versuch würde ich auf jeden Fall starten.

            Gruß
            Lars

          • Hallo Bernd,

            ich kann mich da Lars nur anschließen: Bei der Arbeitsagentur herrscht Arbeitsteilung. Die Vermittler und die Leistungsabteilung sind komplett getrennte Bereiche. Verlange die Leistungsabteilung sprechen zu wollen, die rufen Dich dann in der Regel zurück. Zu einem solchen Beratungsgespräch legen die in der Regel eine Aktennotiz an. Bitte doch darum, dass man Dir diese Aktennotiz per Mail zusendet, dann hast Du was Schriftliches.

            Gruß Holger

  13. Hallo,
    kurzer Zwischenstand zu meinem Fall:
    Anwaltliche Beratung hat alles bestätigt, was hier im Forum bereits von Euch aufbereitet wurde-Nochmal Dank an Alle! Werde jetzt (gestärkt) Kontakt mit der AG aufnehmen:)!

    @eSchorsch:
    Besonderer Dank an DIch! Ich bin inzwischen (also ab dem 1.10) zur TK gewechselt. Tatsächlich haben die eine andere Auffassung, d.h. ich muß nur den Höchstsatz bis zum Ende der tatsächlichen Kündigungdfrist zahlen-hier 5 Monate bis April 2021-nix mit 16 Monate wie bei der Barma)
    Gruß
    Bernd (ich halte Euch auf dem Laufenden)

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