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Kap. 9.7: Die erste Bewerbung — 6 Kommentare

  1. Hallo, es gibt verschiedene Gründe für die „personliche Abmeldung vom Bezug ALG“.
    Wird der Bezug von ALG unterbrochen, so endet Kraft Gesetz die Mitgliedschaft in der GKV. Der Versicherungsschutz wirkt einen Monat nach. Mit erneutem Bezug von ALG beginnt erneut die Versicherungspflicht verbunden mit einem Wahlrecht der Krankenkasse. Dieser Mechanismus setzt sich schon bei einem Tag der Unterbrechung von ALG ein.
    Allerdings wird das GKV-Mitglied weder von der AfA noch von der GKV über diesen Mechanismus informiert, obwohl eine Auskunfts- und Beratungspflicht sowohl seitens der AfA als auch der GKV gesetzlich verankert ist.
    Der steuerliche Aspekt der Unterbrechung ist ohne Abfindung o.ä. nicht relevant, jedoch der Beitrag zur GKV!!
    Übrigens habe ich bislang von „meiner“ AfA mit meinen 60 Jahren noch keine Bewerbungsauflagen erhalten und auch eine verbindliche, von mir unterzeichnete Eingliederungsvereinbarung hat es noch nicht gegeben.

    • Danke für diesen Hinweis. Ich würde ihn jedoch gerne noch etwas präzisieren, denn der sog. „nachgehende Leistungsanspruch“ nach §19 Abs.1 SGB V ergibt sich nur für Pflichtversicherte!
      Für freiwillig Krankenversicherte (also alle, die schon länger über der Beitragsbemessungsgrenze liegen), gibt es diesen Anspruch nicht!

      Im Ergebnis zahlt daher der zuvor freiwillig KV-Versicherte, der wg. eines Aufhebungsvertrages von der Arbeitsagentur eines Sperre bekommt, den ersten Monat aus eigener Tasche. Denn:
      a) Die Arbeitsagentur zahlt nicht wg. des nachgehenden Leistungsanspruches
      b) Die Krankenkasse erfüllt diesen aber nicht wg. der freiwilligen Versicherung.

      Paradox – ist aber so.

      Ach ja: Was die Eingliederungsvereinbarung inkl. Bewerbungsauflagen angeht, ist es natürlich so, dass jede Agentur auch ihren eigenen Spielraum hat und für den Einzelfall entscheidet. Es wäre jedoch schon außergewöhnlich, wenn sich da nicht noch etwas ändern würde.

      Gruß, Der Privatier

  2. Elena,

    Hallo…ich habe eine frage…ich habe eine kündigung zum 31.12. Bekommen mit abfindung die nächstes jahr ausbezahlt wird….wenn ich nächstes jahr einen minijob 480,-euro mache damit ich automatisch versichert bin spare ich doch auch ganz schon viel steuer oder? Wieviel weniger arbeitslosengeld würde ich dann das jahr drauf bekommen?danke

    • Mit einem versicherungspflichtigen Job muss man sich um die Sozialversicherungen nicht mehr kümmern. Das ist richtig.
      ABER: Ein „MINI-Job“ (bis 450€/Monat) gehört nicht dazu. Das müsste dann mindestens ein MIDI-Job sein (>450€/Monat).
      Und Steuern spart man dann am meisten, wenn man gar nichts verdient. 😉

      Ansonsten gibt es gerade im Bezug auf das Arbeitslosengeld noch einige Dinge mehr zu bedenken, die ich in den Beiträgen „Arbeitslosengeld nach Zwischenbeschäftigung“ (Teil 1 u.2) zusammengefasst habe. Ergänzend dazu evtl. auch noch den Beitrag „Alles im Rahmen“ lesen.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Konkrete Zahlen für ALG und Steuern kann ich hier nicht ausrechnen.

  3. Hallo herr privatier,
    Jetzt ist es so weit bei mir…habe meine kündigung zum 31.12.2019 bekommen..bin jetzt 57 jahre alt..meine abfindung bekomme ich im januar…möchte das dispojahr in anspruch nehmen..also ich werde mich in den nächsten tagen arbeitssuchend melden..im september dann mich zum 1.1.2020 arbeitslos melden und der agentur dann schriftlich wegen dem dispojahr bis 1.1.2021 bescheid geben….am 2.1.2020 dann wieder die arbeitslsenosenmeldung rückgängig machen…im september nächstes jahr werde ich mich dann zum 1.1.2021 wieder arbeitslos melden…richtig so?ausserdem möchte ich nächstes jahr die letzen 7 jahre meiner direktversicherung auf einmal zahlen…sollte ich damit steuer sparen..stimmt es?ich werde nächstes jahr nicht arbeiten und selber meine krankenversicherung zahlen…stimmt es so? Danke

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