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Kap. 9.8: Weitere Bewerbungen — 6 Kommentare

  1. Diese Erfahrungen habe ich auch gemacht. Via Jobbörse beworben und dann nichts gehört, weder Eingang noch Absage. Ich habe dann die Löschung der Stelle in der Jobbörse als Absage angesehen, man ist ja lernfähig, auch ohne entsprechende „Maßnahme“….

    • Von einen eher kuriosen Fall kann ich auch noch berichten:

      Meine Bewerbung hatte ich per EMail verschickt, als PDF-Anhang jeweils das Anschreiben, Lebenslauf und letztes Zeugnis. Einige Zeit später habe ich dann die Absage bekommen. Schriftlich per Brief mit der Post, inkl. meiner ausgedruckten Unterlagen (Lebenslauf u. Zeugnis).

  2. Ich habe recht ähnliche Erfahrungen gemacht. Befinde mich jetzt nach 15 Monaten im letzten Monat des Leistungsbezugs und hatte genau einen Termin bei meinem Arbeitsvermittler.

    Dort habe ich eine Wiedereingliederungsvereinbarung für 6 Monate unterschrieben. Als diese 6 Monate vorbei waren, habe ich einfach so weiterverfahren wie zuvor vereinbart und gut war’s.

    Da mir von Anfang an klar war, dass der Arbeitsvermittler ja auch Zielvorgaben hat, habe ich gleich bei diesem ersten und einzigen Gespräch mein Interesse an einem Existenzgründerseminar bekundet und diese 3 Stunden ein paar Wochen später investiert. Damit hatte der Arbeitsvermittler was für die Statistik und ich meine Ruhe.

    Vermittlungsvorschläge habe ich übrigens nicht einen erhalten. Man sagte mir auch gleich, dass man mir keine adäquate Position anbieten kann und ich doch auf spezialisierte Personalberater zurückgreifen solle.

    Insgesamt also ein eher schwaches Bild der ARGE, womit ich aber gut leben kann.

    • Zur Aussage „schwaches Bild der ARGE“ fällt mir noch eine Erläuterung der netten, jungen Dame ein, die meine Daten aufgenommen hat. Und die möchte ich doch zur Vervollständigung des Bildes noch anfügen.

      Sie hat mir nämlich erläutert, dass sie mich zwar auf verschiedene Jobbörsen im Internet hinweisen darf und dass sie selber dort natürlich auch einen Einblick nehmen kann, mir aber keine Jobs von dort vorschlagen darf. Ihre Tätigkeit sei ausschließlich auf die Angebote beschränkt, die der ARGE gemeldet werden.

      Und ich habe mir beides angesehen. Und kann nur sagen: Das Angebot der „freien“ Börsen ist deutlich umfangreicher, aktueller und besser.
      Und warum sollte heute ein Arbeitgeber seine freie Stelle auch noch der Arbeitsagentur melden? Früher (ohne Internet) gab es kaum eine Alternative, außer der Zeitungsanzeige und die war teuer. Heute meldet man seine freie Stelle mal eben bei ein paar Internetbörsen oder veröffentlich sie gleich auf der eigenen Homepage. Und so erreicht sie dann auch ALLE und nicht nur die Kunden der ARGE.

      Wie ich schon an anderer Stelle gesagt habe: Die Vermittler der Agentur sind um ihren Job wahrlich nicht zu beneiden! Nicht nur, dass die Kunden oft nicht einfach zu vermitteln sind oder in ihrem persönlichen Auftreten „schwierig“ sind, auch das Angebot an Stellen entspricht keinesfalls dem, was auf dem Arbeitsmarkt zu Verfügung steht.

      Gruß, Der Privatier

  3. Das ist wohl wahr, dass die Mitarbeiter der ARGE keinen einfachen Job haben.

    Bei besagtem Seminar für Existenzgründer konnte ich aus ein paar Nebensätzen recht interessante Schlussfolgerungen ziehen:

    Bei „meiner“ ARGE hat ein Vermittler ca. 800 Klienten zu betreuen. Von Ihm wird erwartet, dass er 6 Stunden täglich vermittelnd tätig ist. Die restliche Zeit ist dann wohl für Internes wie Reporting reserviert.

    Daraus kann man leicht ableiten, dass der Vermittler gar keine Zeit hat sich intensiver mit einem einzelnen Klienten zu beschäftigen. Also wird er „da wo es läuft“ keine Zeit investieren und diese für seine Problemfälle aufwenden.

    Damit hat man es also in der Hand von der ARGE weitgehend unbehelligt agieren zu können.

    Viele Grüße

    H.

    • Ja – ähnliche Zahlen habe ich von meiner Gesprächspartnerin auch gehört.
      Und von daher finde ich es auch völlig okay, wenn sich die Vermittler vordringlich um Fälle kümmern, die es a) nötiger haben als unsereins oder b) bessere Aussichten auf Erfolg haben.

      Gruß, Der Privatier

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