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Lehren aus der Zypern-Krise ? — 7 Kommentare

  1. @Markos: Ich habe auch vor vielen Jahren mit ausschliesslich amerikanischen Aktien angefangen. Auch wenn ich damals mehr auf die Kursgewinne aus war und eigentlich gar nicht an den Dividenden interessiert war, ist das sicher ein guter Ansatz.
    Ausserdem hast Du mit Aktien generell schon mal einen gewissen Inflationsschutz und Du bist durch deine Auswahl auch vor Euro-Problemen schon mal sicher. Eine zu einseitige Ausrichtung kann sich aber natürlich auch negativ bemerkbar machen, wenn es z.B. eine Dollar-Schwäche geben sollte.
    Und vor dem Zugriff des Staates (oder besser: der Staaten) in Form von Steuern jedweder Art bist Du natürlich auch nicht geschützt.
    Aber eine vollkommene Absicherung wird es wohl auch nicht geben…

    Gruß, Der Privatier

  2. Ich habe seit Jahren in Zinsanlagen bei Banken investiert. Es gibt verschiedene Namen dafür, bei einer Bank heißt es Zinswachstum.
    Die haben alle gemeinsam, dass die Zinsen mit der Zeit steigen und man an bis zu 2.000 EUR/Monat rankommt.
    Hat man z.B. 10.000 EUR muss man halt 4 mal den Mindestbetrag von 2.500 EUR anlegen 🙂
    Ich kann durch diese Gestaltung kurzfristig auf neue Bedingungen reagieren und habe anders als bei Anleihen kein Kursrisiko.

    Ansonsten ist meine Aufteilung (ohne kurzfristige Rücklagen)
    70% oben genannte Zinsanlagen / 30% Aktien, im Wesentlichen Dividenden-ETF und vor allem weltweit; während ich mich von Einzelaktien fast komplett getrennt habe

    Im Moment denke ich über 50% bis 60% Aktien-ETF nach, aber es sieht schon wieder zu sehr nach Spekulationsblase aus..
    Immobilien sind für mich kein Thema, Stichwort Klumpenrisiko.

    Für Aktien spricht aus meiner Sicht deren Status als Sondervermögen und dass eine zu starke Besteuerung oder gar eine Zwangsabgabe massenhafte Verkäufe und in der Konsequenz Börsencrashs und Weltwitschaftskrise auslösen könnten. An der Schraube traut sich die Politik daher so schnell nicht zu drehen. Letztes habe ich in einem Statement von „Mr. Dax“ gelesen klang für mich aber ausgesprochen überzeugend.

  3. Ach Baldur…

    Zunächst einmal freue ich mich wirklich, dass Du auch den Weg hier zu mir gefunden hast. Ein herzliches Willkommen!

    Aber – was Du so schreibst… das gefällt mir ja gar nicht.
    * Zinsanlagen sind genau die Produkte, die von Banken-Problemen als aller erstes betroffen sein werden. Alles andere (erst mal) nicht, wie Aktien, Fonds, Anleihen, ETFs, Immobilien, etc.
    * Zinsanlagen sind keine Sachwerte, also von der Inflation betroffen.
    * Zinsanlagen (auch Zinswachstum) bringen kaum Rendite. Beispiel bei einer Bank: 2,5% nach 5 Jahren. Da zahlt man selbst bei der momentanen geringen Inflation drauf!
    * Das einzig Gute ist die Flexibilität, die durch deine Konstruktion bekommst.
    * Sind die Zinsanlagen wenigstens auf verschiedene Banken verteilt ?

    Viel besser gefällt mir schon Deine Idee der Neuausrichtung mit 60% Aktien-ETFs (Sondervermögen!). Und ich gebe Dir auch Recht: Bei nahezu Höchständen bei DAX und DowJones einzusteigen würde mir auch schwerfallen.
    Dazu hätte ich zwei Tipps:
    a) Langsames Umschichten mit festen monatlichen Raten unter Ausnutzen des Cost-Averaging Effektes (Bei fallenden Kursen werden automatisch mehr Anteile gekauft und umgekehrt).
    b) Wie wäre es mit EuroStoxx Anteilen ? Der EuroStoxx ist im Vergleich zu DAX und DowJones noch deutlich zurückgeblieben. Nur so als Idee…

    Aber das ist eigentlich alles ein anderes Thema. Wir waren ja bei der Zypern-Krise und den Lehren.
    Für mich wäre es auf jeden Fall eine Lehre, den Anteil der Zinsanlagen deutlich zu reduzieren.

    Gruß, Der Privatier

  4. Meine Lehren aus Zypern sind:
    – und sie machen es doch – das Guthaben der Sparer zu enteignen
    – also Kohle aus dem System ziehen / nicht auf der Bank lassen
    – Bargeld unters Kopfkissen
    – Papiergeld in Edelmetalle wechseln
    – Werkzeuge für das eigene Produzieren zulegen

    Aktien & Immobilien spielen bei meiner finanziellen Lage keinerlei Rolle.
    Wer jedoch über entsprechende Finanzmittel verfügt, sollte auch darin investieren.

    Alles läuft gerade in Zeitlupe ab. Wer also seine Kapital hin- und herjonglieren kann/muss, hat Zeit. Allerdings muss man am Puls der Zeit bleiben. Beim Finale – wird es plötzlich blitzschnell gehen.

    Auch bin ich felsenfest überzeugt davon, dass Immobilienbesitzer mit einer Zwangssteuer beauflagt werden. Also Betongold sollte man sich auch gut überlegen.

    Wie liest man so schön, in den einschlägigen Foren, Vermögen verlieren wir alle, Gewinner ist – wer am wenigsten verliert. So oder so ähnlich – dem kann ich leider nicht widersprechen, auch hat dies nix aber auch gar nix mit Schwarzmalerei oder ähnlichem zu tun. Die Realität muss benannt werden, nur dann kann entsprechend darauf reagiert werden.

    Gruß
    L.

  5. @Privatier: Danke für das herzliche Willkommen.

    Ich persönlich glaube trotz aller Widrigkeiten, dass Einlagen bis 100 TEUR ebenso wie Aktien vor Enteignung sicher sind.
    Anleihen sehe ich sehr kritsch. Auch weil das Diversifizieren hier so schwer fällt.
    Meine Anlagen in Zinswachstum liegen derzeit alle über 2% Tendenz naturgemäß steigend. Da muss schon ein besonderes Ereignis kommen, das ich die Auflöse.
    Und ja, das bieten mehrere Banken an 🙂
    Die beste, leider im Sommer auslaufende Anlage wird derzeit mit 6,25% verzinst.

    Was die Empfehlung mit Europa angeht; ich diversifiziere weltweit, muss aber recht geben, dass europäische Aktien (außer Dax) derzeit recht günstig sind.
    Die weltweite Diversifizierung i.W. über Dividenden-ETF war wie folgt geplant:
    25% Nord-Amerika
    25% Emerging Markets
    25% Europa
    25% Asia Pacifik

    Amerika ist jetzt bei mir jetzt aber unter 25%, weil hier selbst Dividenden-ETF eine Dividende unter 3% bieten. Aus meiner Sicht ist der Markt überhitzt.

    Ansonsten denke ich, dass ich ganz gut verteilt bin und das Depot befindet sich auch in relativ ruhigem Fahrwasser. Dividendentitel bewegen sich eher nicht so hektisch…

    @Lernender
    Geld unters Kopfkissen halte ich eher nicht für sinnvoll. Im Falle einer Währungsreform wird es schwierig das umzutauschen.
    Edelmetalle finde ich an sich gut, aber mehr als 5% braucht glaub ich ein normaler Sparer nicht; wäre ich allerdings Millionär würde ich aber ganz sicher 15 bis 20% in Edelmetallen halten.

    Es gibt da übrigens auch verschiedene webseiten mit Verschörungstheorhetikern, die haben ganz lustige Ansätze..
    Einer bunkert angeblich Zigaretten, weil diese auf dem Schwarzmarkt in Krisenzeiten immer was Wert waren (ahat sein Opa gesagt ) und tauscht die regelmäßig um, wenn das Verfallsdatum näher kommt.
    Ein anderer hat den Rat gegeben Konserven zu bunkern und sich mit Equipment aus dem Baumarkt zu bewaffenen, weil man der Familie im Zweifelsfall den von einer Kalaschnikov zerfetzten Körper im Hauseingang nicht erklären kann…

    Mich persönlich beunruhigt es sehr zu wissen, dass es Leute gibt die mit einem angeschliffenen Spaten Dosennudeln bewachen.

    Hmm, habe ich jetzt eigentlich das Thema verfehlt?

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