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Flexirente, Hinzuverdienst, Ungenutzte Rentenpunkte (Teil 1) — 21 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    ich bin jetzt schon gespannt auf die Antwort in der nächsten Woche.
    Ich bin im Januar mit 61 Jahren in Vollrente gegangen und versuche derzeit, den Gewinn aus meinem Gewerbe unter 6300,- € zu halten.
    Vielleicht ergeben sich ja neue Ansätze…

    Viele Grüße, Hardy

    • Danke für das Interesse. Ich muss aber noch um ein wenig Geduld bitten…
      Ich werde für ein paar Tage lang nicht dazu kommen, den bereits angefangenen Blog-Beitrag fertig zu stellen. Es wird wohl Ende der nächsten Woche werden.

      Bis dahin, Gruß
      Der Privatier

  2. Ich rate mal: die gesparten EP/12 werden im Monat nach Erreichen des Regelalters abschlagfrei wirksam, ähnlich wie freiwillig selbstgekaufte via V0060 (das ist nämlich mein Plan, um das zvE im Jahr der Abfindung zu minimieren, und dazu habe ich mich beraten lassen)

    • Aber die freiwillig selbst gekauften Rentenpunkte werden nicht anders behandelt als die anderen. Also: Bei vorzeitiger Inanspruchnahme ebenfalls mit Abschlag. Bei Hinzuverdienst genau so. Es gibt da keinen Unterschied zwischen freiwilligen und „unfreiwilligen“ 😉 .

      Gruß, Der Privatier

      • „Erhalten Sie eine volle Altersrente vor Erreichen der Regelaltersgrenze oder eine Altersteilrente, können Sie sich ebenfalls freiwillig versichern. Die Beiträge werden allerdings erst nach Erreichen der Regelaltersgrenze berücksichtigt.“
        https://www.deutsche-rentenversicherung.de/Allgemein/de/Inhalt/5_Services/03_broschueren_und_mehr/01_broschueren/01_national/freiwillig_rentenversichert_ihre_vorteile.html Seite 5

        Dann aber wohl auch abschlagfrei.

        • Richtig, diese Auskunft habe ich auch von der DRV bekommen.
          Ich habe aktuell einen solchen Antrag gestellt (V0060).

          Viele Grüße, Hardy

        • Okay, suchenwi – da hast Du Recht.

          Die Variante, dass man auch als Rentner noch weitere Beiträge zur Rentenversicherung beisteuern kann, hatte ich nicht berücksichtigt.

          Gruß, Der Privatier

      • Es gibt den Unterschied zwischen freiwilligen Beiträgen über V0210 (Abschlagsminderung) und V0060. Erstere sind sofort (oder, wenn schon in Rente, ab nächstem Rentenmonat) wirksam, letztere erst ab Regelaltersgrenze.
        Ich diversifiziere, und nutze beide…. ;^)

        • Obergrenze ist immer die für Sonderausgaben Altersvorsorge, also der Höchstbeitrag Knappschaft. Ich plane, V0210 dafür bis 2020 voll auszuschöpfen, und dann mit V0060 nachzulegen (bis Ende März 2020 auch rückwirkend für 2019), so dass ich in 1 Jahr 17 RV-max.Monatsbeiträge freiwillig einzahle.
          Das sollte das zvE 2020 wohl recht nahe an 0 bringen.. (gut für Fünftelregelung).

  3. Passt gerade gut hierher, bzgl. „Rentenakrobatik“:
    Bitte auch immer die leichte Einschränkung lt. & 187 a SGB, Abs. 1, Satz 3 beachten.
    Falls man beabsichtigt, die Ausgleichszahlungen nach V0210 “ haeppchenweise“ (ueber mehrere Jahre)einzusetzen….
    V0060 geht natürlich immer und auch parallel zu Ausgleich RM,bzw. darüberhinaus.
    Die Entscheidung, welche Altersrente man waehlt, kann sich bei geänderten Rahmenbedingungen (persönlichen, gesetzlichen) ja auch noch aendern.
    Manchmal ist er eben doch ganz „geschickt“, unser Gesetzgeber-sonst koennte man ja mit etwas Planung alle 3 Rentenarten nacheinander abklappern.

    Gruesse
    ratatosk

    • § 187a SGB VI Abs.1 Satz 3 ist wohl dieser:
      „Eine Ausgleichszahlung auf Grundlage einer entsprechenden Auskunft ist ab dem Zeitpunkt nicht mehr zulässig, ab dem Versicherte die Rente wegen Alters, für die die Auskunft erteilt worden ist, nicht beansprucht haben oder ab dem eine Rente wegen Alters ohne Rentenminderungen bezogen werden kann.“
      https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_6/__187a.html

      Merkwürdige Sprache… der Zeitpunkt, ab dem man die Rente nicht
      beansprucht hat…
      Ich versuche das mal mit meinen Falldaten zu veranschaulichen:
      Im V0210 habe ich angegeben, dass ich zum 1.8.2019 (63 geworden) die Rente für langjährig Versicherte beantragen will.
      Das ist nicht bindend, aber: wenn ich das doch nicht tue, ist ab diesem Zeitpunkt keine (Rest-)Ausgleichszahlung mehr zulässig.
      Guter Hinweis, danke! Ein weiterer Grund gegen die erwogene Verschiebung des Anfangstermins auf 1.9., denn bei voller Nutzung des Deckels für Sonderaufwand Altersvorsorge in 2018 und 2019 bleiben mir noch ca. 3k€ „Rest“, die ich 2020 einzahlen will. Hätte halt früher anfangen sollen… 🙂

  4. @ suchenwi
    Genau, solche „Frickeligkeiten“ waren gemeint.
    Ich hatte mich zuerst auch,-rein vom (Un-)Verständnis her- an:
    „..oder ab dem eine Rente wegen Alters ohne Rentenminderungen bezogen werden KANN.“ festgebissen.
    Weil, wenn die Rente mit Abschlaegen in Anspruch genommen WIRD, kann ja anschließend weder die abschlagsfreie Rente für bes. langjhrg. Vers., noch die Regelaltersrente beansprucht werden.
    Wozu also dieser Halbsatz ?
    Nun ja, aus welchen Gruenden auch immer, könnte man ja den Renteneintritt, für den die „besondere Rentenauskunft“ beantragt wird, ZWISCHEN den beiden Terminen für die Renten ohne Abschlag platzieren.
    Und DA soll dann eben auch bei der ersten abschlagsfreien Rente Schluss sein mit V0210…
    Obwohl…wenn man die abschlagsfreie Rente für bes. langjhr. Versicherte gar nicht erreichen KANN (wg. Alg1-Bezug, oder rechtzeitig aufgehoert mit V0060) geht’s wieder.
    Behufs welchen Zweckes, keine Ahnung!
    Jedenfalls hat sich bei der Ausformulierung des Satzes jemand richtig Gedanken gemacht…

    Gruesse
    ratatosk

  5. Sehr gut erklärt. Das wusste ich noch nicht. Das gibt mir ganz neue Möglichkeiten für meine Planung als Privatier 😉

    Allerdings verstehe ich nie, wieso man nie jemaden in den Ämtern erreicht, der/die einem das mal vernünftig erklären kann. Denn irgendjemand MUSS es doch geben. Irgendjemand MUSS doch diese Formel programmiert haben, so dass diese Beträge auf dem Rentenbescheid erscheinen. Jedoch scheint sonst keiner in den Stuben den Aufbau der Formeln zu kennen.

    • Ist leider eine Erfahrung, die man auch in anderen Bereichen immer wieder machen muss. Allerdings muss man im obigen Fall auch einräumen, dass es sich dabei sicher um ein Randthema handelt, was nicht viele betrifft und oftmals auch nur minimale Auswirkungen hat. Von daher wird eine detaillierte Kenntnis der Materie womöglich als überflüssig erachtet.

      Gruß, Der Privatier

  6. Hallo Privatier,
    tolle Seiten hier mit super Informationen.
    Ich habe eine Frage zur Flexirente.
    Habe schon das Internet danach über Tage durchsucht aber nichts richtiges gefunden.
    Dann kam ich auf diese Seite hier.
    Vielleicht steht es hier auch schon irgendwo und ich habe es in der Fülle noch nicht
    gesehen.

    Frage: Kann ich die Flexirente auch in Anspruch nehmen ohne jeglichen Hinzuverdienst.
    Und wie ist es dann mit den Sozialbeiträgen wie AV, KV und RV.
    Solange ich meine Eltern noch Pflege habe ich keine Meinung mir noch eine andere Arbeit
    nebenbei zu suchen.
    Schließlich bekomme ich durch die Pflegekasse meiner Eltern ja auch noch Einzahlungen in die Rentenkasse und Beiträge zur ALV werden auch noch gezahlt.
    Dadurch kann ich immer mal wieder eine gewisse Zeit ALG 1 nehmen. (Nahtlosigkeitsregelung)

    Allerdings muss ich mich derzeit (ohne ALG 1) selbst in der Krankenversicherung versichern.
    Ansonsten lebe ich vom Verkaufserlös meiner ETW.

    Eigentlich müßte die Pflegekasse vom Verständnis her auch noch die Beiträge zur KV übernehmen, wenn diese schon die Pflegepersonen sozial absichert, somit fehlt die KV eigentlich als Beitrag zur sozialen Absicherung.

    Diese Beiträge zur KV möchte ich nämlich einsparen sobald ich eine Flexi bzw. Teilrente
    in Anspruch nehmen kann, was ab dem 1.7.21 der Fall sein wird.
    Wäre schön, wenn du mir hier weiter helfen könntest.
    Vielen Dank im Voraus uns liebe Grüße
    Eckhard

    • Zum Thema „Rentenbeiträge für Pflegepersonen“ gäbe es sicher eine ganze Reihe von Punkten zu beachten und zu bedenken. Ich emfehle dazu einmal eine Broschüre der DRV: „Rentenbeiträge für Pflegepersonen“ .

      Einer dieser Punkte besagt, dass die Pflegekasse bei Bezug einer Vollrente grundsätzlich nur bis zum Erreichen der Regelaltersgrenze Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung für Personen zahlt, die nicht erwerbsmäßig häuslich pflegen. Wenn dies absehbar ist, kann statt der Vollrente aber eine Teilrente von z.B. 99% beantragt werden.
      In diesem Falle werden die Beiträge weiter bezahlt und die Verringerung um 1% macht sich dagegen kaum bemerkbar.

      Wenn Sie eine Teil-(oder Voll-)Rente beziehen, sind ja ohnehin krankenversichert und müssen sich dann über die Krankenversicherung keine Gedanken mehr machen.

      Gruß, Der Privatier

    • Moin Eckhard,

      Deine Frage läuft auch auf die KV bei „Pflegende Angehörige“ hinaus.
      Zur RV hat unser Privatier einen wichtigen Hinweis gegeben. Im nachfolgenden Link sind weitere Punkte aufgeschlüsselt RV, ALV, KV und Unfallversicherung. Für KV dann im nachfolgenden Link unter Punkt Nr.4 nachlesen.

      https://www.betanet.de/pflegende-angehoerige-sozialversicherung.html

      Falls Du wie geschrieben, frw. gesetzlich in der KK bist (und kein ALG1 z.Zt. beziehst), könnte evt. der §44a des SGB XI angewendet werden, dann hättest Du evt. Anspruch auf einen Zuschuss zur frw. KV + PV. (Abs. (1) im zweiter Satz kurz beschrieben).

      https://www.sozialgesetzbuch-sgb.de/sgbxi/44a.html

      Das musst Du mit der PV Deiner Eltern besprechen. Wäre super, wenn Du uns ein Feedback dazu geben könntest.

      Viele Grüße
      Lars

      • Kleiner Übersetzungsservice Amtsdeutsch—Deutsch: Die Pflegekasse zahlt nur dann einen Zuschuss zu den KV-Beiträgen, wenn die Pflege während einer „Pflegezeit“ nach Maßgabe des dem Pflegezeitgesetzes durchgeführt wird. Aus dem Pflegezeitgesetz wiederum ergibt sich unter anderem, dass eine „Pflegezeit“ [nur] eine Zeit ist, in der eine laufende Beschäftigung für maximal sechs Monate unterbrochen wird, um nahe Angehörige zu pflegen. Man muss also grundsätzlich weiter „Arbeitnehmer/Beschäftiger“ sein. Daher ist nicht jede Zeit, in der man pflegt, auch eine Pflegezeit, und daher regelt § 44a SGB XI auch: „Beschäftigte […] erhalten […] Zuschüsse […].“ Und „beschäftigt“ ist auch nicht jeder, der „sich mit etwas beschäftigt“ oder der „mit etwas (z. B. Pflege) beschäftigt ist“, sondern “ Beschäftigung ist die nichtselbständige Arbeit, insbesondere in einem Arbeitsverhältnis.“ (§ 7 SGB IV).

        • ja, das ist richtig, siehe Benennung des §44a SGB XI

          §44a SGB XI Zusätzliche Leistungen bei „Pflegezeit“ und „kurzzeitiger Arbeitsverhinderung“

    • Hallo Eckhard
      Ich würde mir evt. mal die Frage des “ Plfegegrades “ stellen .
      Diese nicht ganz unwichtige “ Einstufung “ ( über den MDK ) führt
      dann i.d.R. seit 2017 u.a. zu den “ Pflegestärkungsgesetz II “
      Evt. was zu lesen : https://www.test.de/Rente-fuer-pflegende-Angehoerige-Hoehere-Rentenansprueche-seit-2017-5137884-0/

      Da ist auch u.a. eine Tabelle , betr. “ Einstufung MDK “ Pflegegrad vs
      “ Leistungsanspruch “ RV des privat Pflegenden vs “ Misch-Leistungen-Pflege “ enthalten . Nicht zu vergleichen mit den ( wesentlich höheren ) Bezug an
      Leistungen aus der PPV eines betrieblichen “ Pflegedienstes “ . Die dort
      “ Pflegenden “ sind dann i.d.R. auch GKV ( Pflicht ) versichert .

      Gesund bleiben
      LG Det

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