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Kap. 10.6.1: Abfindung – Jetzt die Abrechnung abstimmen! — 9 Kommentare

  1. Sehr guter Beitrag, vielen Dank. Was passiert eigentlich wenn die Abfindung fliest und ich aber dann schon bereits in Deutschland abgemeldet bin, bzw. Nur noch beschränkt steuerpflichtig ? Ich bin aber nirgends anders gemeldet und wenn dann in Asien. Wo versteuere ich die Abfindung ? Trotzdem komplett in Deutschland ? Wäre klasse, wenn ich hierzu was erfahren könnte, GOOGLE hilft hier nicht viel weiter, aber vielleicht kann mir hier jemand helfen ? Danke im Voraus.

  2. Hallo,
    ich habe im Januar18 meine Abfindung erhalten und ein einmaliges Monatsgehalt.
    Ich war sehr überrascht , dass mein Unternehmen als Steuerbrutto nicht dieses Monatsgehalt zugrunde gelegt hat, sondern ein
    fiktives Gehalt von zusätzlich 11x mein Monatsgehalt.
    Die Abfindung wurde zwar mit der Fünftelregelung gerechnet, aber das wirkt sich aufgrund des hohen Steuerbruttos nicht mehr aus.
    Ist das eine gängige Praxis.
    Viele Grüsse
    Doris

    • „Ist das eine gängige Praxis?“

      Auch wenn man diese Vorgehensweise leider immer wieder einmal hört (was wohl am Einsatz gewisser Software liegen mag), so ändert es nichts an der Tatsache, dass es falsch ist.

      Und von daher gilt auch in diesem Falle (wenn auch ziemlich verspätet): Es ist einen Versuch wert, die Personalabteilung anzusprechen und um Änderung der Abrechnung zu bitten. Erfahrungsgemäß stösst man dort aber selten auf große Begeisterung…
      Ich habe hier mal noch einen Link von einem ähnlichen Fall herausgesucht.

      Gruß, Der Privatier

    • Das ist schade.
      Es bleibt der Trost, dass die Steuererklärung bzw. -bescheid das wieder korrigieren wird. Dauert nur leider „ein bisschen“.

      Gruß, Der Privatier

  3. „fiktives Gehalt von zusätzlich 11x mein Monatsgehalt.“

    Ehrlich gesagt verstehe ich nicht ganz was da gemacht wird. Könnte man das mal etwas ausführlicher erläutern an einem beispiel.

    Ich verstehe es so.

    Monatsgehalt sagen wir: 5.000,- € -> Lohnsteuer basierend auf bosheriger Lohnsteuer, z.B. 3.
    Abfindung: 50.000,- € -> Lohnsteuer basierend auf Fünftelregelung.
    beides ausgezahlt im Januar 2018.

    Wo passt da jetzt ein fiktives 11-faches Monatsgehalt rein ?

    Kann man dem nicht durch geeignete Formulierung im Aufhebungsvertrag vorbeugen ?

    • Das „fiktive Gehalt“ ist wohl wie folgt zu verstehen:

      Wenn wir die Abfindung erst einmal unberücksichtigt lassen, so ergeben sich schon bei der Versteuerung von nur einem (Januar-)Gehalt mind. zwei Möglichkeiten:

      a) Man nimmt an, dies sei das vollständige Jahresgehalt und versteuert es nach der Jahreslohnsteuer-Tabelle. Die Steuer dürfte dann in vielen Fällen entfallen.
      b) Man nimmt an, der AN werde in den folgenden Monaten etwa ein ähnliches Einkommen haben und versteuert das eine Gehalt (wie üblich) nach der Monatslohnsteuer-Tabelle. Diese ist aber eben so ausgelegt, dass ein gleichmäßiges Einkommen über das ganze Jahr bereits eingerechnet ist. Somit wird ein „fiktives Gehalt“ von zusätzl. 11 Monaten angenommen. Die Steuer ist entsprechend höher.

      Wenn man nun diese beiden Varianten noch mit einer Abfindung kombiniert, ergeben sich weitere Möglichkeiten. Aber selbst mit Anwendung der Fünftelregel wäre die obige Variante b) ziemlich nachteilig. Zumindest dann, wenn kein weiteres Einkommen im laufenden Jahr geplant ist.

      Wie im obigen Beitrag bereits erwähnt, kann der AG aber diese Faktoren nicht zwingend erkennen und er muss darauf hingewiesen werden. Notfalls auch mit schriftlichen Bestätigungen.

      Ob man dies gesondert klärt oder direkt im Zusammenhang mit dem Aufhebungsvertrag ist dann eher Nebensache.

      Gruß, Der Privatier

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