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Kap. 9.11: Zahlung und Abmeldung — 11 Kommentare

  1. Hallo,
    ich kann das gesagte aus anderer Sicht bestätigen.
    Bei mir gab es dank Dispositionsjahr (Details in andern Beiträgen) keinerlei Fragen, die ich nicht selber beantworten konnte, eigentlich keinerlei Fragen. So stand am Ende meines Termins in der Leistungsabteilung (Betreuung und Leistung ist bei großen Ämtern gestrennt, ich brauchte sogar einen getrennten Termin) alles fest, bis zum centgenauen Betrag. Der Bescheid wurde am gleichen Tag gedruckt und verschickt. Ich hatte ihn am übernächsten Tag in Briefkasten und auch der erste Zahlungstermin wurde eingehalten.
    Also : Wer die Trennung (Bescheid unf Zahlung) beabsichtigt, sollte dies auch sofort sagen, sonst läuft die Maschinerie „unbarmherzig“ an.
    Gruß

  2. hallo,

    d.h. es ist auch ohne weiteres möglich den alg-bezug auf diese weise jederzeit zu unterbrechen…?

    gruß
    a.

    • Auf welche Weise auch immer: Ja – man kann den ALG-Bezug jederzeit unterbrechen. Bis zu einer Spanne von (ich glaube) einem Monat geht dies sogar ohne neuen Antrag. Wenn es länger dauert, muss man den Antrag komplett neu stellen.

      Gruß, Der Privatier

    • Grundsätzlich handelt es sich schon um zwei verschiedene Dinge. Allerdings haben sie durchaus ein paar Gemeinsamkeiten.

      Der wichtigste Unterschied ist sicher der, dass beim Dispositionsjahr der Anspruch zu Beginn gar nicht festgelegt wird. Und somit erst geprüft wird, wenn das Jahr vorbei ist. Nur damit ist es möglich, eine Altersgrenze zu überschreiten und evtl. einen höheren Anspruch zu erwerben.

      Aber auch nach dem Dispositionsjahr kann ich später dann den Bezug auch wieder unterbrechen. Dies kann (oder muss!) letztlich jeder machen, der dem Arbeitsmarkt (auch vorübergehend) nicht zur Verfügung steht. Das kann sein, weil er/sie eine Arbeit gefunden hat, weil sich kurzfristig Nebeneinkünfte ergeben haben oder auch weil er/sie z.B. für 2 Monate auf Weltreise gehen möchte.

      Gruß, Der Privatier

  3. Hier hätte ich jetzt mal noch die Frage, ob Bescheid und Bezug wirklich trennbar sind und wie das von statten gehen soll?#
    Sie haben ja offenbar einen Monat lang ALG bezogen, was ja eigentlich vermieden werden sollte. Ich würde diesen Bezug dann eher auf wenige Tage runtersetzen, wenn die taggenaue An- und Abmeldung möglich ist. Oder aber es ist wirklich machbar, sich nur pro forma zu einem Stichtag arbeitslos zu melden, und dann wenn der Bescheid (vor Stichtag) erstellt wurde, und sich dann zum selben Stichtag wieder abzumelden.
    Dann liegt ja auch ein festgesetzter Anspruch vor und die Gefahr des Dispositionsjahres, dass man nicht genügend Arbeitstage in der Anwartschaftszeit vorweisen kann, ist gebannt.

    • Also – von der Theorie her reicht es, sich nur für einen Tag arbeitslos zu melden. Danach kann man sich wieder abmelden. Soweit die Theorie.
      Ich wollte es einfach nicht darauf ankommen lassen und lieber den Bescheid abwarten. Und das hat leider länger als erwartet gedauert…

      Und eine taggenaue An- und Abmeldung funktioniert! Man kann sich auch auf jeden Fall immer für einen zukünftigen Termin arbeitslos melden (rückwirkend ist eher schlecht). Bei der Abmeldung müsste das genau so gehen. Ich habe mich bei einem persönlichen Besuch mit sofortiger Wirkung abgemeldet.

      Bei der Stichtag-Idee habe ich Zweifel, ob ein Bescheid überhaupt vorher erstellt wird. Ich denke, die Bearbeitung startet auch erst mit dem Datum der Arbeitslosigkeit. Da bin ich mir allerdings nicht ganz sicher. Das hängt dann wohl auch eher an den Amtsinternen Arbeitsabläufen. Da würde ich mich mal nicht drauf verlassen.
      Aber – wie immer – der Tipp: Man kann diese ganzen Vorhaben auch ruhig mit dem Amt besprechen. Sagen, was man vorhat. Und sich die Richtigkeit bestätigen lassen. Dann wissen beide Seiten, woran sie sind und es gibt weniger Überraschungen.

      Viel Erfolg!
      Der Privatier

  4. Hallo, mein Anstellungsverhältnis endet zum 31.12.17.
    Heute habe ich bereits den Bewilligungsbescheid für mein ALG1 ab nächstem Jahr bekommen.
    Was mich dabei irritiert, ist der folgende Satz: „Sie erhalten die Zahlungen als Vorschuss auf der Grundlage des Par.42 des 1. Buches Sozialgesetzbuch. Sollten Sie nach der endgültigen Entscheidung einen geringeren Anspruch haben, sind Sie zur Rückzahlung verpflichtet.“

    Kann mir das bitte jemand erklären? Ist das normal und steht das da immer drin, also ich meine in jedem Bescheid?

    Gruß, Nick

    • Ich kann jetzt gerade nicht sagen, ob das immer so drin steht. Aber ich würde mir da keinerlei Gedanken machen. Das dient nur der Absicherung gegen evtl. bisher nicht berücksichtigter Details.

      Und so richtig „endgültig“ wird die Entscheidung der Agentur ohnehin nicht. Denn immerhin enthält der Bescheid ja sowohl die Höhe des ALGs als auch die Bezugsdauer. Mit einem festen Datum. Das hat aber spätestens dann keine Gültigkeit mehr, wenn ich mich wieder abmelde. Dann muss die Agentur diesen Bescheid wieder aufheben bzw. rückgängig machen und neu erstellen.

      Also: Alles okay. Kein Grund zur Beunruhigung.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,
        besten Dank für die schnelle Antwort!
        Um das Ganze abzurunden, habe ich gerade doch noch eben bei der AA angerufen, um mir den Passus erklären zu lassen.
        Ich gebe das hier mal weiter für alle anderen, die möglicherweise dieselbe Frage haben.
        Mir wurde erläutert, dass das deshalb drin steht, weil die neuen Leistungstabellen für 2018 noch nicht raus sind. Voraussichtlich ca. Mitte Januar soll dann der endgültige Bescheid kommen.
        Gruß, Nick

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