Kommentare

Top oder Flop – Folge 4: Rohöl-Zertifikat — 5 Kommentare

  1. Moin,

    ich weiß ja nicht wann Du genau das Ding verkauft hast. Aber seit Anfang September hat es um etwa 6% nachgegeben. Insofern war die „Entscheidung“ doch goldrichtig. Du schreibst das Du das Zertifikat 2008 gekauft hast. Warum eigentlich hast Du z. B. die bis zum Frühjahr 2012 aufgelaufenen Gewinne nicht mit einem Stopp/loss abgesichert? Von Frühjahr 2012 bis zum Sommer 2012 hast Du einen Kursverlust von ca. 30% hingenommen! Auch vor dem Hintergrund der steuerlichen Besonderheit finde ich das schon arg viel. Ich sichere alle Positionen mit hohem Volatilitätspotential durch S/L ab und rücke diese regelmäßig nach. Das sichert Gewinne. Vor ein paar Monaten wurde ein S/L ausgelöst und ein (wenn auch kleiner) Gewinn realisiert . Der fragliche Punkt wurde nur für kurze Zeit unterschritten. Ich habe das Wertpapier weiterhin beobachtet und bin wieder eingestiegen, was sich bis jetzt auch gelohnt hat (Natürlich wieder S/L mit Nachrückung).

    Gruß
    JustDoIt

    • Hallo JustDoIt,

      tja – die „Entscheidung“ 😉 war schon richtig. Zumindest finanziell. Das war ja auch nicht das Problem. Und es war auch nur noch ein kleiner Restposten. Einen grösseren Teil hatte ich schon früher verkauft.

      Und mal abgesehen davon, dass ich das mit dem S/L-Limit bei diesem Mal völlig vermurkst habe, habe ich aber auch sonst meine Probleme damit.
      Entweder ich bin zu nah am Kurs und bei der kleinsten Bewegung wird verkauft (was ich eigentlich gar nicht will) oder ich bin zu weit weg vom Kurs und das Limit kommt nie zum Tragen (dann kann ich mir es auch sparen).
      Wähle ich ein Mittelding, sagen wir bei 10-15% unter dem aktuellen Kurs, ist mir eigentlich der Verlust schon zu gross. Ich verkaufe in solchen Fällen lieber einen Teil meiner Position. Damit ist ein Gewinn gesichert, aber auch eine weitere Chance noch erhalten.
      Hinzu kommt, dass ich ja oft Werte habe (hatte), die nicht viel Umsatz haben. Wird hier ein S/L-Limit verletzt, rauscht der Kurs mangels Ordervolumen gleich ganz in den Keller. Das ist mir einfach zu riskant.

      Aber wie das obige Beispiel ja zeigt, nutze ich die S/L-Limits ja hin und wieder auch. Und manchmal gelingt es mir sogar!

      Gruß, Der Privatier

  2. Moin Privatier,

    natürlich läuft man „Gefahr“, die letzten paar Prozente nicht mitzubekommen. Aber wie heißt es so schön: Wer den letzten Tropfen aus der Kaffeekanne haben will, dem fällt der Deckel in die Tasse. Ich habe mich schon öfters in der Psychofalle befunden, in der sich besonders Anfänger wahrscheinlich häufiger befinden: Hoffen und Bangen. „Wird schon wieder werden“. Und so habe ich Gewinne, die ich hätte realisieren können nicht realisiert und es wurde ein schlechtes Geschäft oder gar keines mehr, weil der Titel nicht mehr in den Quark kam – um einen Verlust etwas freundlicher zu umschreiben. Um „mich selber zu schützen“ setze ich daher einen S/L so ca. 10% unter Kurs und rücke diesen auch regelmäßig nach. Von den Kosten her sind die nicht ausgelösten und gestrichenen S/L Orders übrigens neutral. Ich komme mit diesem selbstauferlegten Regularium gut zurecht, weil es mich vor Herumgeeier und Bauchentscheidungen schützt. So muss wahrscheinlich jeder sein Ding finden.

    Gruß
    JustDoIt

    • Deine Denk- und Vorgehensweise mit dem Einrichten von S/L-Limits entspricht einem professionellen Risikomanagement und vermeidet emotionale Fehlentscheidungen.
      Genau so ist es richtig und von daher solltest Du unbedingt dabei bleiben!
      Ich bin halt nicht ganz so konsequent – was manchmal Nachteile hat, aber auch manchmal Vorteile. Im Falle des im Beitrag genannten Rohöl-Zertifikats wäre es allerdings wohl in der Tat besser gewesen, von Anfang an die Kurse mit einem S/L-Limit abzusichern. Gar keine Frage.
      Aber im Nachhinein ist man immer schlauer.

      Gruß, Der Privatier

  3. Der Artikel ist wirklich sehr interessant. Ich habe mit in jüngster Vergangenheit ebenfalls mit dieser Thematik, vor allem mit den Zertifkaten beschäftigt. Aufgrund ihrer Beschaffenheit, können Zertifikate eine günstige und renditestärke Alternative zu den herkömmlichen Möglichkeiten der Geldanlage darstellen. Je nach Risikotyp kann auf unterschiedliche Zertifikatarten zurück greifen. Dieser Vorteil macht sie vor allem im Bereich der Retail-Produkte sehr beliebt. Im Gegensatz zu anderen Produkten, hier vor allem Fonds, darf man jedoch auf gewisse Risiken nicht vergessen. Die grundsätzlichen Risiken sind maßgeblich vom Zertifikatetyp abhängig. Ein Risiko betrifft jedoch alle – das Emittentenrisiko. Wenn man sich dessen Risiko bewusst ist, können Zertifikate als sehr gutes sowie auch renditestarkes Anlageinstrument dienen.

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