Kommentare

Steuerplanung, Episode IV: Mittel zur Planung — 10 Kommentare

  1. Achtung: Wenn die Konten auf den Namen der Kinder laufen, gibt es zwar für deren Einkünfte einen Grundfreibetrag mehr, aber Vermögen von Kindern kann ihr Bafög verhindern. Das kann dann teurer sein als die Steuerersparnis.

    • Danke für diesen sehr wichtigen Hinweis!

      Bei den ganzen Steueroptimierungen darf man nie die evtl. Auswirkungen auf andere Bereiche aus den Augen verlieren! Im Beitrag oben hatte ich die Krankenkasse bereits erwähnt. An Ausbildungsförderung habe ich in der Tat nicht gedacht (ist zu weit entfernt…). Daher noch einmal: Guter Hinweis!

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo, wenn ich Depotwerte in das Depot meiner Frau übertrage, werden doch immer auch die jeweiligen Einstandskurse korrekt mit übertragen oder? Und das sollte doch auch unabhängig davon klappen, ob es sich bei den übertragenden Werten um Aktien,Renten oder Fonds handelt? Und wenn es sich dabei um „Altfälle“, also Kauf vor Einführung der Abgeltungssteuer handelt, wird doch dieser Status auch „mit übertragen“ und bleibt somit erhalten? Die Einstandskurse bleiben doch bei Ehegattenübertrag (hier von Einzel-/ in Einzeldepot) auch im Empfängerdepot immer erhalten, unabhängig von Altfall/Neufall; ein fiktiver Verkauf und somit Versteuerung von in Wirklichkeit durch den Übertrag gar nicht realisierter Gewinne kommt dadurch dich nicht zustande, richtig?
    Gruß, Nick

    • Solange es sich um Übertragungen zwischen deutschen Banken handelt, sollten die Daten alle korrekt übertragen werden. Vereinzelt hört man aber auch da schon einmal von Problemen. Ist aber eher die Ausnahme. Sind jedoch ausländischen Banken/Broker beteiligt funktioniert das häufig nicht, da diese die Anschaffungsdaten nicht bzw. nicht in dem Maße ausbewahren müssen.

      Übertragungen zwischen Ehegatten müssen im Antrag als „Schenkung zwischen Ehegatten“ gekennzeichnet werden, damit kein fiktiver Verkauf vorgenommen wird. Solche Schenkungen werden aber dem FA mitgeteilt, was dann ggfs. später eimal Schenkungssteuer haben möchte. Aber nur bei entsprechend hohen Summen.

      Gruß, Der Privatier

  3. PS/Nachtrag: Wie ist es bei geschildertem Übertrag, mit womöglich bei mir noch vorhandenen, nicht verrechneten Inhalten im Verlusttopf. Wie kann der bei o.g. Umstand weiter genutzt werden, ohne das er verfällt?

    • Verlusttöpfe können mit übertragen werden, jedoch nur bei vollständiger Schließung des Ausgangsdepots.

      Alternativ kann man den Verlusttopf einfach für spätere Jahre stehen lassen. Die Bank verrechnet ihn dann mit zukünftigen Gewinnen.

      Oder man beantragt bis spätestens 15.12. eine Verlustbescheinigung. Diese reicht man zusammen mit der Steuererklärung beim FA ein. Eine Verrechnung mit Gewinnen von anderen Banken erfolgt dann auf der Ebene des FAs. Auch hier werden nicht genutzte Verluste in Folgejahre vorgetragen.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier
        und besten Dank für deine erneut hilfreichen Antworten.
        Kann ein Verlusttopf auch vom einen auf den anderen Ehepartner übertragen werden (Einzeldepots) und funktioniert das sowohl auf Bankenebene als auch Ebene des Finanzamtes oder ist das personengebunden?
        Gruß, Nick

        • Verlusttöpfe können auf Bankenebene nur übertragen werden, wenn beim Übertrag KEIN Gläubigerwechsel stattfindet. Ein Übertrag zwischen Ehepartnern gilt aber dann als Gläubigerwechsel, wenn von einem Einzeldepot in ein Gemeinsschaftsdepot (oder umgekehrt) oder zwischen zwei Einzeldepots übertragen wird.

          Auf der Ebene des FAs verbleiben die Verluste zwar zunächst personengebunden, im Rahmen einer Steuererklärung findet dann aber einer sog. Verlustausgleich zwischen den Ehegatten statt. Natürlich nur, wenn sie gemeinsam veranlagt sind.

          Gruß, Der Privatier

  4. Hallo zusammen,

    auch von mir vorab ein riesiges Lob an den Privatier – äußerst hilfreiche Webseiten. Nun habe ich nach vielem Lesen auch eine Frage.

    Hintergrund:
    Aufhebungsvertrag 2017, Auszahlung Abfindung JAN 2018, netto ca. 250 kEUR. Möchte damit und meinen übrigen Ersparnissen zukünftig Kapitalerträge von min. 30 kEUR p.a. erzielen (hoffen wir’s) und in das Leben als Privatier starten.
    Meine Frau ist verbeamtete Lehrerin, bekommt dementsprechend Beihilfe + ist privat krankenversichert. Da würde ich gern mitversichert werden, darf aber bekanntlich kein (oder nur wenig) Einkommen erzielen.
    –> Frage: Was passiert nun, wenn ich mein Vermögen in das Depot meiner Frau, das es noch zu eröffnen gilt, einzahle und sie die KapErträge erzielt? Ist das steuerlich nicht irgendwie kritisch? Was sagt das FA dazu? (In diesem Jahr werden wir eine getrennte Veranlagung machen, anschließend gemeinsame Einkommensteuerveranlagung.)

    Vielen Dank für die Hilfe im Voraus und Grüße
    JB

    • Zunächst einmal möchte ich darauf hinweisen, dass ich zu den Bedingungen, die es bei Beamten hinsichtlich Beihilfe/private KV und einer evtl. „Mitversicherung“ gibt, nichts sagen kann. Ich hatte bisher eigentlich immer den Eindruck, dass es eine Familienversicherung nur in der gesetzlichen Krankenversicherung gibt.

      Zur anderen Frage des Vermögenstransefers zu Ihrer Ehefrau ist zu sagen, dass ein Depotübertrag von einem Gemeinschaftskonto in ein Einzelkonto dem Finanzamt mitgeteilt wird. Es handelt sich dabei um eine Schenkung, die dann ab 500.000€ in 10 Jahren steuerpflichtig wird. Überweisungen werden aber meines Wissens nach mitgeteilt (das wäre wohl auch ein bisschen übertrieben…).

      Nach der Übertragung ist es für das FA ziemlich egal, ob die Einkünfte gemeinsam oder nur für einen Ehegatten anfallen. Die Steuern sind im Wesentlichen dieselben. Da wird es keine Probleme geben.

      Gruß, Der Privatier

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.