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Ach was? – Progressionsvorbehalt — 7 Kommentare

  1. Ein weiterer Anwendungsfall für Progressionsvorbehalt ist die Aufstockung in Altersteilzeit. Das war bei mir letztes Jahr 10811€, wodurch ich 1402€ (13%) nachzahlen musste.
    Nicht besteuert wurde die Aufstockung der AG-RV-Beiträge. Auch auf Altersvorsorgeaufwendungen wurde die nicht angerechnet (aber natürlich die AG-Pflichtbeiträge).

    • Ja, richtig: Die Liste der unter Progressionsbehalt zu versteuernden Einkünfte im §32b EStG ist erstaunlich lang. Und die Aufstockungsbeträge in der Altersteilzeit gehören auch dazu.

      Gruß, Der Privatier

  2. Lieber Privatier,

    erst mal vielen Dank für die Möglichkeit an Deinen Erfahrungen teilhaben zu dürfen. Ich verfolge deinen Blog nun schon seit ein paar Jahren und finde immer wieder (wie anscheinend viele andere auch) Parallelen in meinem Werdegang zu dem was Du schilderst.

    Aus aktuellem Anlass fiebere ich deinem nächsten Beitrag entgegen, da ich Anfang dieser Woche eine Abfindung angeboten bekommen habe und nun überlege ob ich sie zum Januar 2019 annehme. Die steuerlichen Belastungen der Kombination einer einjährigen „Probe-Privatierzeit“ (ALG1/Gründerzuschuss in 2019) mit der Abfindung (unter Anwendung der Fünftelregelung) ist genau der Baustein den ich brauche, um die Entscheidungsfindung zu verbessern. Je nachdem wie hoch der Progressionsvorbehalt sich auf die Abfindung und ALG1 auswirkt, bin ich 3 bis 5 Jahre „sorgenfrei“.

    Nur zur Gewissensberuhigung… Selbstbewohnte Immobilie ist abbezahlt, meine Frau kann unsere Kosten notfalls alleine tragen, die Abfindung erlaubt es mir (zusätzlich zu dem einen Jahr ALG1/Gründerzuschuss) bereits jetzt weitere 3 Jahre alle Kosten der Familie zu decken. Ich bin derzeit auch noch ein paar Jahre von der magischen 50 entfernt (anscheinend soll es ab diesem Zeitpunkt schwieriger werden einen adäquaten Job zu finden) – sollte also auch hoffentlich nach ein-zwei Jahren wieder einen Job finden können, falls das mit dem Leben als Privatier doch nicht so gut läuft :).

    Vielen Dank – und lass uns bitte nicht zu lange zappeln.

    Beste Grüße,
    Michael-at-home

    • Der Beitrag wird ganz sicher kommen. Und wenn nichts dazwischen kommt, wird es voraussichtlich auch der nächste Beitrag werden. Vor Ende nächster Woche werde ich allerdings nicht dazu kommen. Aber dann…

      Gruß, Der Privatier

  3. Lieber Privatier, liebe „Mitstreiter“

    Habe unterschrieben…. meine Vertrag läuft im Nov. aus, Abfindung wird im Januar ausbezahlt, Sperre ALG 1 beträgt 1 Monat
    Ich habe jetzt die Entscheidung zu treffen, ob ich Dispojahr oder ALG1 nehme und /oder auch direkt die Betriebsrente in Anspruch nehme.

    Aus dem Studium der vielen Beiträge hab ich entnommen, dass die Betriebsrente für ALG1 unschädlich ist.
    Aber unterliegt sie der Steuerpflicht oder dem Progressionsvorbehalt? Dann verpufft ja der Effekt der Fünftelregelung?
    Dass ALG dem Progressionsvorbehalt unterliegt, berücksichtige ich bereits bei meinen Überlegungen.

    Kann mir bitte jemand einen Tip geben ?
    Danke! HL

    • Wenn die Abfindung hoch genug ist, in 2020 davon leben, entweder Dispojahr oder nach
      Arbeitslosmeldung wieder abmelden und dann ab 2021 ALG 1 und evtl parallel Betriebrente.
      Erhöht auf jeden Fall auch den gesetzlichen Rentenanspruch, den der Betriebsrente eventuell auch.

      Am besten mit einem Steuerprogramm durchspielen.

    • Bei Betriebsrenten gibt es eine ziemliche Vielfalt von Varianten, die auch alle steuerlich unterschiedlich behandelt werden. Hängt immer davon, wer eingezahlt hat und in welchem Maße es Förderungen bereits in der Einzahlphase gegeben hat.

      Wenn es um eine möglichst exakte Einschätzung geht, würde ich da einen Steuerberater hinzuziehen, ansonsten als grobe Näherung damit kalkulieren, dass der volle Betrag zu versteuern ist (es ist meistens weniger…).

      Gruß, Der Privatier

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