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Kap. 9.7: Erfahrungen mit der Arbeitsvermittlung — 67 Kommentare

  1. Hallo Privatier und Hallo an alle Kommentarleser,
    ich bin nun seit einigen Monaten raus dem „Erwerbsleben“, bin bei der Agentur für Arbeit gemeldet, jedoch im Dispositionsjahr, und bekomme reichlich Mails von dort (Jobbörse) mit Vermittlungsvorschlägen. Ich denke mal, das auch bei allen anderen in dieser Situation, die überaus meisten Angebote von Jobvermittlern und anonym in Bezug auf den jeweiligen Arbeitgeber sind. Dabei ist teilweise auffallend, wie oft der gleiche Jobvermittler in unmittelbarer Umgebung täglich neue Jobs anbietet, immer mit den gleichen Randbedingungen, immer für Führungspositionen. Naja, wenn dem so wirklich ist, soll es sein. Ich habe eher den Eindruck, das diese Unternehmungen lediglich an Adressen kommen wollen. Meinen Arbeitsvermittler habe ich daraufhin angesprochen, inwieweit die Agentur die Seriosität prüft. Die Antwort, Gar nicht… jeder kann darauf einstellen und ich solle mich halt darauf bewerben, wenn ich es möchte. Ich habe daraufhin mal eines dieser Unternehmen im Internet gesucht und im Handelsregister festgestellt, das das Unternehmen in den letzten Jahren mehrmals gelöscht, liquidiert und wieder neu eingetragen wurde, für meine Begriffe eher unseriös. Und so einem soll ich meine Lebensgeschichte mit privatesten Details zur Verfügung stellen? Ich habe dabei ein ungutes Gefühl.
    Nun meine Frage:
    Sollte ich mich wieder arbeitssuchend melden, muss ich mich wirklich auf solch ein Angebot mit einem dahinter stehenden anonymen Arbeitgeber bewerben?
    Kann ich von der Agentur verlangen, das mir mitgeteilt wird, wer der potentielle Arbeitgeber ist, der meine Bewerbung erhält?
    Ich würde mich freuen, wenn jemand aus dem Blog bereits damit Erfahrung gemacht hat und diese mit mir teilt!

    Beste Grüße

    Gustl

    • Vorab möchte ich sagen, dass ich die Situation nicht so ganz verstehe. Da heißt es: „ich bin nun seit einigen Monaten…bei der Agentur für Arbeit gemeldet, jedoch im Dispositionsjahr“ an anderer Stelle: „Sollte ich mich wieder arbeitssuchend melden…“

      Wie ist denn jetzt der Status: Arbeitsuchend? Oder nicht? Wer nicht arbeitsuchend ist, sollte auch keine Mails von der Agenur mit Vorschlägen bekommen.

      • Oops – da war ich doch noch gar nicht fertig!!

        Ansonsten kann ich bestätigen, dass ich auch einige Vorschläge von der Agentur bekommen habe, bei denen es sich um Leiharbeitsfirmen oder Jobvermittler gehandelt hat. Bei zweien habe ich mich sogar vorgestellt. Auch die Online-Jobbörse ist voll mit dieser Art von Anbietern. In der Online-Jobbörse kann man dies allerdings ausfiltern (habe ich immer gemacht).

        Zu den Fragen: Zu einer Bewerbung ist man immer dann verpflichtet, wenn die Agentur einer Aufforderung zur Berwerbung inkl. Rechtsmittelbelehrung verschickt. Im Gegensatz dazu gibt es auch den Vorschlag zur Bewerbung ohne Belehrung. Im Rahmen eines Arbeitsuchend-Status sollte es eigentlich nur Vorschläge geben. Das ändert sich dann bei einer Arbeitslosigkeit.

        Ansonsten hat man wohl keine Möglichkeit, einen Einfluss auf die Angebote der Agentur zu nehmen. Eifrige und nachgewiesene Eigenbemühungen dämpfen ggfs. den Eifer der Agentur (ohne Gewähr 😉 ).

        Gruß, Der Privatier

        • Ich denke, dass Gustl im Dispositionsjahr ist, also den Bezug von Arbeitslosengeld aus steuerlichen Gründen verschoben hat.

          Er kann aber trotzdem arbeitssuchend gemeldet sein. Das hat den Vorteil, dass die Zeit des Dispojahres als Zeit bei der Rente mitzählt.
          Die Folge ist, dass er sich regelmäßig bei der Agentur melden muss und auch Vorschläge für Bewerbungen bekommt.

          Viele Grüße, Hardy

        • Hmm… Hardy: „Das hat den Vorteil, dass die Zeit des Dispojahres als Zeit bei der Rente mitzählt.“ Ich lasse mich ja gerne eines Besseren belehren – aber das halte ich für ein Gerücht!

          Richtig ist, dass die Zeit nach Ablauf eines Anspruches auf ALG1, in der man weiterhin arbeitslos (ohne Leistung) gemeldet ist, für die Rentenzeiten zählt.
          Aber als Arbeitsuchender? Eher nicht.

          Gruß, Der Privatier

          • Ich muss mich korrigieren: In diesem Fall ist der Status während des Dispojahres „Arbeitslos ohne Leistungsbezug“.

            Viele Grüße, Hardy

          • Es tut mir ja leid, wenn ich das noch mal korrigieren muss:

            Es ist zwar richtig, dass beim Status „Arbeitslos ohne Leistungsbezug“ die Zeiten für die Wartezeiten der gesetzl. Rente anerkannt werden. Diesen Status gibt es meiner Meinung aber ausschließlich NACH Ablauf eines ALG1-Bezuges, wenn der Anspruch aufgebraucht ist.

            Vorher ist dies meiner Meinung nicht möglich. Von daher ist die Frage für mich noch nicht beantwortet, welchen Status Gustl denn nun bei der Agentur hat? Arbeitsuchend? Mit welchem Motiv?

            Gruß, Der Privatier

  2. Entschuldigung für die unklare Ausdrucksweise, aber es ist genau so, wie Hardy es kommentiert hat.

    Viele Grüße, Gustl

  3. Also hier noch mal der Gustl zur Erklärung meines Status bei der Agentur:
    Als bekannt war, das ich mit Auflösungsvertrag aus dem Berufsleben ausscheiden werde, habe ich mich arbeitssuchend gemeldet. Als dann der Tag x kam, habe ich mich nicht arbeitslos gemeldet, sondern das Dispositionsjahr angemeldet. Lt. Auskunft der Agentur bin ich somit nicht arbeitslos, bekomme jedoch immer noch Informationen über offene Stellen in der Jobbörse.

    Meine Frage ist jedoch davon unabhängig gewesen und bezog sich darauf, ob ich mich auf ein anonymes Arbeitsangebot von einem Jobvermittler bewerben muss, wenn ich mich irgendwann mal arbeitslos melde.

    VG Gustl

    • Danke, Gustl für die Ergänzung. So macht es nun auch (halbwegs) Sinn. Der Status ist also „arbeitsuchend“. Dieser Status ist aber meines Wissens mit keinerlei Vorteilen verbunden (es sei denn, man möchte die Vermittlungen der Agentur und evtl. Maßnahmen gerne in Anspruch nehmen).

      Die eigentliche Frage zu den Verpflichtungen habe ich ja weiter oben bereits beantwortet.

      Gruß, Der Privatier

  4. Guten Abend.
    Hat man Erfahrung ob einem das Arbeitsamt in Ruhe lässt, wenn man eh einen Abfindungs Vertrag unterschrieben hat und gar nicht mehr arbeiten möchte?

    • Hallo Heidi,

      um ALG 1 zu erhalten hast du auch Pflichten und das AA unterstützt dich bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle, sonst währst du weder arbeitssuchend noch arbeitslos und hättest damit auch keinen Anspruch auf ALG 1.

      Nur weil du mit Abfindung ein Unternehmen verlässt, weil du dort nicht mehr arbeiten kannst oder willst, heißt ja nicht, dass du grundsätzlich nicht mehr arbeiten willst/kannst. Das AA lässt dich gerne in Ruhe, wenn du das möchtest und es mitteilst (nicht(mehr) arbeitslos meldest), aber dann gibt es aber auch kein ALG.

      Grüße Stephan

    • Die wichtigste Erkenntnis ist die, dass man Erfahrungen nicht verallgemeinern kann. Es gibt die ganze Bandbreite: Von völligem In-Ruhe-gelassen-werden bis hin zu sehr intensiven Bemühungen inkl. Eingliederungsmaßnahmen usw.

      Was ich aber auf jeden Fall machen würde (selbst wenn die Agentur es nicht explizit fordern sollte – was allerdings unwahrscheinlich ist), sind regelmässige Bewerbungen inkl. einer ordentlichen Dokumentation. Eigenbemühungen sind schon per Gesetz vorgeschriebene Voraussetzungen für den Bezug von ALG1. Art und Umfang werden in der Regel durch die sog. Eingliederungsvereinbarung festgelegt.

      Gruß, Der Privatier

  5. Hallo Privatier und auch an aale andere Wissenden,

    nachdem ich Ihre Seite seit einige Zeit verfolge und gemerkt habe, dass auch Sie Erfahrungen mit dem Arbeitsamt besitzen, möchte ich eine Frage stellen, mit der ich mich gerade beschäftige. Nach meiner Abfindungszahlung in 2017 bin ich drzeit in ALG1 und zwar noch für eine Restzeit mit Leistungsanspruch bis Juni. Im Rahmen der Eigenbewerbung , hatte ich vor einigen Tagen ein Vorstellungsgespräch bei einer Firma, in der ich zum Juli entweder in Vollzeit oder Teilzeit wahrscheinlich einsteigen kann. Meine Frage: Kann ich das Arbeitsamt informieren, dasss ich ab Juni einen Job in Teilzeit antrete, ohne mein Arbeitslosengeld in voller Höhe bis zum Juni zu gefährden?

    • Du solltest sogar das AA darüber informieren, dass Du ab 1.7. eine Stelle in Aussicht hast. Der Anspruch auf ALG I bis Ende Juni ist davon unberührt.
      Im Gegenteil – der Bearbeiter im AA wird sogar erfreut sein und Dich in den nächsten 3,5 Monaten wohl auch nicht mehr „belästigen“.

      VG,
      WobiInvest

    • Ja, habe ich gerade eben noch an anderer Stelle geschrieben:
      Es ist hier keine Frage der Abwägung, ob eine solche Mitteilung erfolgen soll oder nicht, sondern es besteht eine gesetzlich verankerte Mitwirkungspflicht (§60 SGB I). Und die verpflichtet zur umgehenden Mitteilungen sämtlicher Veränderungen.

      Dies betrifft allerdings nur Tatsachen, keine Vermutungen („… bei einer Firma, in der ich…wahrscheinlich einsteigen kann.“). Das ist uninteressant. Interessant ist erst ein von beiden Seiten unterschriebener Arbeitsvertrag.

      Ob es danach zu einer Kürzung des ALG kommt, kann ich nicht beurteilen. Es mag so sein, wie WobiInvest sagt, mag aber auch sein, dass der Mitarbeiter der Agentur meint, dass damit die volle Verfügbarkeit nicht mehr gegeben ist. Das wäre dann mal wieder ein Frage, die sich besser für ein spezielles Arbeitslosenforum eignet.

      Gruß, Der Privatier

  6. Danke für die Infos! Bekommt ein AG, welche Ü50jährige einstellt nur einen Zuschuss, wenn noch ALG fließt oder spielt dies keine Rolle. Beispielsweise ich unterschreibe als Privatier einen Angestelltenvertrag?

  7. Hallo zusammen,

    ich bin nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum 31.12.2017 derzeit noch im Krankengeldbezug, da ich einige Wochen vor Beendigung erkrankte.
    Nun werde ich wahrscheinlich in absehbarer Zeit wieder arbeitsfähig sein.
    Diesen Monat werde ich 57, d.h. das Arbeitslosengeld wird auf 18 Monate gewährt.

    Was passiert nun, wenn ich z.B. nach 6 monatigem Bezug ALG 1 wieder einen job annehme und den für
    6 Monate ausübe (mit entsprechend hohem Gehalt wie zuletzt im Beschäftigungsverhältnis)?
    Wird das ALG 1 dann neu berechnet und für welche Dauer wird es dann gewährt, da ich dann 58 Jahre als wäre und einen Anspruch auf 24 Monate ALG 1 hätte?
    Wäre dann der Restanpruch 18 Monate – 6 Monate = 12 Monate oder 24 Monate – 6 Monate = 18 Monate?

    Gruß

    Georg

    • Robben hat ja hier schon auf den entscheidenden Paragraphen verwiesen, der besagt, dass mit einer Tätigkeit von 6 Monaten noch kein neuer Anspruch auf ALG1 entsteht (es sei denn, man erfüllt die besonderen Bedingungen für eine kurze Anwartschaftszeit).

      Was es sonst noch zu beachten gibt (z.B. Stichwort: Bestandsschutz) habe ich in zwei gesonderten Beiträgen erläutert:
      Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung“ (Teil 1 und 2).

      Gruß, Der Privatier

  8. Hallo zusammen,

    kurze Frage zur Dokumentation von Bewerbungsbemühungen.
    Wie habt Ihr das gemacht und prüft das Arbeitsamt nach bei den Firmen wie der Status ist ?

    Mit freundlichen Grüßen
    Kurt

    • Ich habe eine selbst entworfende Excel-Tabelle mit allen relevanten Daten zu den einzelnen Bewerbungen geführt und den aktuellen Stand (letzte 2-3 Monate) immer regelmäßig und unaufgefordert als PDF per Mail an meinen Betreuer geschickt.

      Zur Frage, ob die Agentur da irgendwelche Überprüfungen durchführt, liegen mir keine Informationen vor. Ich halte diese Frage aber für unerheblich, denn selbstverständlich sollten sich in der Dokumentation nur Angaben finden, die einer Überprüfung auch standhalten! Und wenn dem so ist, dann ist es eben egal, was die Agentur damit macht.

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo zusammen,

    ich bin auf der Suche nach einem ordentlichen „Arbeitslos-Forum“. Hat vielleicht jemand einen guten Vorschlag?

    Besten Dank im voraus!

    Gruss
    Reiner

    • Wenn es um ein Forum geht, dass bei „unserer“ Fragestellung halbwegs hilfreich ist: Ich habe öfters schon dazu im Web geforscht und keines gefunden. Auch im Elo-Forum finden sich zum Thema der („selbstgewählten“) Arbeitslosigkeit im Alter und einem möglichst stressfreien Umgang mit den konkurrierenden Anforderungen von nicht-Jobsuchenden ALG1-Bezieher und vermittlungsbetrebten AfA nur ganz wenige Beiträge von (k)einer Handvoll Leute und deshalb quasi keine Tipps. Da finden sich hier beim Privatier mehr Erfahrungsberichte.

  10. Hallo, ich beziehe seit Mitte Juni Alg1 und bin bislang ganz zufrieden mit dem Verlauf.
    Meine frage: Kann die SB Einsicht in die Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Sendebestätigung der Bewerbung ….) verlangen oder nur in den Nachweis (Excelliste)?
    Muss man eine Art Beweis (Arbeitsvertrag) vorlegen, falls man z.B. in 9 Monaten einen Job in Aussicht hat und daher weitere Bewerbungen aus meiner Sicht nicht notwendig sind
    Schönen Abend noch.

    • Es gibt eine ganze Reihe von Verpflichtungen für einen Arbeitlosen. Dazu gehören u.a. Eigenbemühungen, Verfügbarkeit, Mitwirkungspflicht.
      Nachzulesen ist dies im Detail im §138 SGB III.

      Für einen angehenden Privatier kann ich nur empfehlen, sich ganz einfach an diese Spielregeln zu halten. Und dazu gehört es dann auch, von der Agentur angeforderte Unterlagen zur Verfügung zu stellen.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo, klar gibt es gewisse Spielregeln, die ich auch mitspielen…..
        Aber welche Unterlagen darf die Dame vom Amt verlangen bzw. welche muss ich auf Verlangen vorweisen?
        Kann Sie meine Aktivitäten bei der JOBBÖRSE einsehen?
        Alg1 läuft von Juni 2020 bis Mai 2021, habe ab 01.07.2021 einen neuen Job in Aussicht…
        Kann die Dame den Vertrag sehen wollen (den gibt es noch nicht)??? Sie ist natürlich darüber informiert, dass ich spätestens mit Ende Alg1 wieder raus aus ihrer Statistik bin…. Und auch nicht in Hartz IV gehe.

  11. Hallo,
    jetzt geht es bei mir so langsam in die entscheidende Phase und da hätte ich auch einige Fragen an die alten Hasen, die das Dispojahr bereits abgeschlossen haben.
    Ich werde mich im Lauf der nächsten Woche zum 01.02.2021 arbeitslos melden. Suchend bin ich schon ne Weile, hatte bis jetzt aber komplett meine Ruhe. Termin 01.02 wurde mir vor einiger Zeit telefonisch bestätigt (Thema +1 Tag). Werde aber an den Antrag noch ein Formular mit einigen Anmerkungen anfügen (z.B. zur Vermeidung von Sperr -und Ruhenszeiten, Plan zur Rente ab 01.03.2023, etc.).

    Jetzt zu meinen aktuellen Fragen:

    1. Jobbörse, muss ich meine Daten dort hinterlegen?
    2. Formular PKV, muss ich das von der PKV ausfüllen lassen und dann hinsenden oder reicht die AG-Bescheinigung, die bis Mitte Dezember wohl kommt (allerdings muss ich das Krankentagegeld zum 01.02.21 wieder aktivieren).
    3. Bei pflichtversichert in der Rentenversicherung unmittelbar vor Beginn hab ich nein angekreuzt, müsste passen oder?
    4. Bescheid kommt dann wohl deutlich vor Beginn des ALG-Bezugs, was ja auch angenehm wäre. Und ob persönliches Erscheinen notwendig ist wird sich zeigen, oder gibt es hier aktuelle Erfahrungen?

    Sonstige Ratschläge, Infos werden auch noch gerne angenommen.

    Grüße

    B

    • Zu 2. Ich habe das Formular meiner PKV (Generali) geschickt. Wegen Beitragserhöhung in 2021 bekomme ich es allerdings erst im Dezember, wenn die Beiträge verbindlich festliegen, zurück.
      3. Ist richtig, Auf dem „Zusatzblatt Sozialversicherung“ dann unter Punkt 3 die Frage, ob die Agentur für Arbeit die Beiträge zur Altersvorsorge übernehmen bzw. erstatten soll, verneinen. Bei „nein“ werden sie dann in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert.

      • Dankeschön!
        Werde morgen bei meiner anrufen, weil ich eh einige Änderungen machen möchte. Bei mir kam der neue Bescheid für 2021 gestern

          • Ja, muss man, siehe auch hier Punkt 2.1:
            https://www.arbeitsagentur.de/datei/dok_ba015906.pdf

            Auch wenn man sich grds. an jede GKV wenden kann ist es sinnvoll erstmal die GKV zu kontaktieren, an die der Arbeitgeber zuletzt die Renten- und Arbeitslosenversicherungsbeiträge abgeführt hat. Welche das ist, steht auf der Gehaltsabrechnung (auch bei privat Versicherten müsste für die Beiträge eine GKV angegeben sein), oder auf der SV-Meldebescheinigung des Arbeitgebers.

          • Vielen Dank Swantje,

            @“B“, ist für Dich nicht relevant (Versicherungspflichtbefreiung), da Du Ü55 bist.

            Gruß
            Lars

    • Ergänzung zu Punkt 1 (und zum Thema des obigen Beitrages):

      Bei mir war seinerzeit die Nutzung der Jobbörse der Agentur Bestandteil der Eingliederungvereinbarung. Zwar nicht so ganz als harte Forderung formuliert, aber doch als eine klare Empfehlung. Wie im Übrigen so ähnlich auch bei anderen Internet-Plattformen mit Jobvermittlungen.
      Die Jobbörse der Agentur habe ich dabei sehr intensiv mit allen Funktionen genutzt und habe dies als ernorme Arbeitserleichterung empfunden: Bewerbungen mit (fast) nur einem Klick und mit automatischem Nachweis der Eigenbemühungen.

      Gruß, Der Privatier

  12. Hallo zusammen,
    in meiner Eingliederungsvereinbarung(wg. Corona nur online und nicht unterschrieben)stehen drei Bewerbungen pro Monat und zeitnahe Bewerbungen auf Vermittlungsvorschläge der Jobbörse.Nun werde ich „zugeballert“ mit Annoncen von Zeitfirmen und Personalvermittlungen. Muss ich da dann doch auf alle reagieren? Ich bewerbe mich natürlich auch in Eigenregie und auch gern mehr als dreimal im Monat, möchte aber nicht in diesen Datensammlerpools landen.Wie „darf“ ich mich verhalten?

    • Eine Verpflichtung besteht nur dann, wenn es sich um offizielle Vermittlungsvorschläge der Arbeitsagentur handelt (mit Rechtshilfebelehrung). Irgendwelche direkte Nachrichten von Zeitfirmen o.ä. kann man getrost ignorieren.
      Die Vereinbarungen der Eingliederungsvereinbarung sollte man jedoch auf jeden Fall einhalten.

      Gruß, Der Privatier

    • Gibt es nicht auch irgendwo im System der AfA ein An/Ausschaltfeld, wodurch man sich als Arbeitsloser quasi „sichtbar für Arbeitgeber“ schaltet?

  13. Heißt also, ich muss doch alle Vermittlungsvorschläge abarbeiten? Von wegen „nur drei Bewerbungen im Monat“.Da ja momentan alles nur online läuft,habe ich tatsächlich noch in keinem VV eine Rechtshilfebelehrung gesehen, aber auf stur schalten ist ja auch nicht hilfreich.

  14. Mal eine allgemeine Frage: Wie reagiere ich auf Jobangebote ohne Rechtshilfebelehrung? Es gibt KEINE Eingliederungsvereinbarung!

    Ciao Rennmaus4444

  15. @eSchorch und SASA,

    unter „Mein Stellengesuch – Veröffentllichungen“ kann man die Sichtbarkeit des Stellengesuchs auswählen, entweder anonyme oder vollständige Anzeige.

    VG eLegal

  16. Hallo zusammen.
    Ich möchte euch hier mal schildern wie (schlecht) es laufen kann.Bitte um Ratschlag.

    Ich war im Jahr 2021 Privatier da ich zum 31.12.2020 einen Aufhebungsvertrag mit meinem Ex-Arbeitgeber geschlossen hatte. Die Abfindungszahlung fand in 2021 statt. Nun habe ich mich am 30.12.2021 zum 01.01.2022 arbeitslos/arbeitssuchend gemeldet. Da ich einen GdB von 70 habe wurde ich einer speziell dafür vorgesehenen Mitarbeiterin der Agentur für Arbeit (Bad Homburg) zugeteilt. Diese war und ist auch sehr in Ordnung. Ein Dispositionsjahr war ihr bekannt.
    Nun ist die Leistungsabteilung in Gießen. Diese Mitarbeiter sind von besonderer Güte. Von Anfang an waren alle Briefe von dort mit einer Drohung verbunden:
    21.Januar 22:…werde ich die Geldleistung bis zur Nachholung Ihrer Mitwirkung ganz versagen.
    01.Februar 22:… §60.Die Leistung kann ganz versagt werden, wenn Sie nicht mitwirken.
    09.Februar 22:…wenn Sie dem genannten Termin nicht nachkommen, muss ich die Versagung des Arbeitslosengeldes prüfen.

    Ich kam immer sofort, spätestens am nächsten Tag den Wünschen der Arbeitsagentur nach. Sei es die Arbeitsbescheinigung des Ex-Arbeitgebers oder die Lohnersatzleistung der Krankenkasse ( hier habe ich sogar die Finanzamts-Bescheinigungen mitgeschickt) oder Bewerbungsschreiben.
    Deshalb schickte ich ein Beschwerdeschreiben nach Gießen mit folgendem Inhalt:

    “ Warum sind Sie so unfreundlich?… ich bin umgehend, spätestens am nächsten Tag Ihren Wünschen nachgekommen….jetzt wäre es an der Zeit ein paar entschuldigende Worte zu finden. Natürlich können wir auf dem von Ihnen geführten Niveau korrespondieren, dann teile ich Ihnen jetzt mit: jegliche Korrespondenz von Ihnen wird an den VDK oder einen Anwalt für Arbeitsrecht weitergeleitet. Sie erhalten dann die Antwort von dort. Diese Massnahme können wir uns sparen indem wir in Zukunft respektvoll korrespondieren. Was meinen Sie?“

    Daraufhin habe ich von der Beschwerdestelle (so etwas gibt es wirklich bei der AA) ein Brief mit relativ leeren Phrasen bekommen wie: „…Sie beschweren sich über die Art und Weise der Kommunikation,das muss ich erst prüfen…. möchte Ihnen gerne erklären, blablabla…. Ich räume ein, dass diese Formulierungen sehr formal gewählt sind…Leider lässt sich der automatische Prozeß bei Online-Anträgen nicht beeinflussen. Ihre Rückmeldung gibt jedoch wichtige Hinweise, wie wir Verbesserungen vornehmen können…usw.,usw.

    Doch jetzt kommt der Clou! Achtung!

    23.Februar 2022, Eingang heute am 02.März 2022:

    ANHÖRUNG ZU EINER SPERRZEIT.

    „Hierin wird mir vorgeworfen das ich mich nach §38 Abs. 1 SGB III verspätet arbeitslos gemeldet habe und ich verpflichtet gewesen wäre, mich 3 Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses, arbeitslos zu melden. Ich kann mich bis zum 05. März 2022 (heute ist der 02.03.22, also, 2,5 Tage bis Sonntag???) zum Sachverhalt äußern.“
    Hier spricht doch ganz klar §142 SGB III (Anwartschaftszeit) in Verbindung mit §143 SGB III (Rahmenfrist) und §137 SGB III (Anspruchsvoraussetzungen dagegen, oder irre ich mich?
    Ich habe nun vor, dieses Schreiben dem VDK oder über den VDK einem Arbeitsrechtler zu übergeben. Die Widerspruchsfrist möchte ich insofern wahren, dass ich der Androhung von Sperrzeit widerspreche und die Begründung nachreichen lasse.
    Ist das zu empfehlen? Kann man das so machen?

    Ich danke euch schon mal, leider eilt die Antwort etwas.

    • Um etwas zu beruhigen: es geht nur um eine Woche Sperrzeit.
      Die Argumentationshilfe des Privatiers kannst Du hier nachlesen https://der-privatier.com/kap-9-5-5-hinweise-zum-dispositionsjahr-arbeitssuchendmeldung/

      Ich bin damals auch von Gießen verarztet worden und bei mir gab es nach dem Dispojahr keine Sperre wegen Meldeverzuges. Das nützt Dir aber leider nix und hilft auch nicht bei der Entscheidungsfindung ob Du jetzt Geld in einen Rechtsanwalt investierst. Zumindest kann das Klima nicht mehr groß verschlechtert werden 🙁

    • „Hierin wird mir vorgeworfen das ich mich nach §38 Abs. 1 SGB III verspätet arbeitslos gemeldet habe und ich verpflichtet gewesen wäre, mich 3 Monate vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses, arbeitslos zu melden.“

      Falls das wirklich sinngemäß der Wortlaut ist, so ist der Vorwurf (mindestens) doppelt falsch!!
      Denn erstens gibt es kein Gesetz, welches einen bestimmten Termin für eine Arbeitlosmeldung vorschreibt. Das liegt im Ermessen des Arbeitslosen. Er muss sich nur spätestens am ersten Tag der Arbeitslosigkeit melden. Der zitierte §38 SGB III behandelt die Arbeitsuchendmeldung!
      Und zweitens ist eine Arbeitsuchendmeldung nur dann erforderlich, wenn ein Arbeitsverhältnis endet UND eine Arbeit gesucht wird. Mehr dazu im Beitrag: https://der-privatier.com/kap-9-5-5-hinweise-zum-dispositionsjahr-arbeitssuchendmeldung/
      Und drittens liegt das Ereignis, welches eine Sperre begründen könnte, mehr als ein Jahr zurück.

      Fazit: Das Ganze ist Unfug. Inwieweit man den allerdings in eigener Regie in Ordnung bringen kann oder ob dies besser mit externer Unterstützung versucht werden sollte, möchte ich nicht beurteilen. Zu berücksichtigen ist dabei auch, dass es sich vermutlich um eine Sperre von einer Woche handelt.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Frank,

      die Formulierungen (und damit der Ton) der AfA sind Standardformulierungen und vorgefertigte Texte und kommen von schlechten Erfahrungen der AfA mit unwilligen Kunden. – Also nichts daraus machen. –

      Zu:
      „Doch jetzt kommt der Clou! Achtung!
      23.Februar 2022, Eingang heute am 02.März 2022“

      Hier kann der AfA ein Hinweis helfen. Die AfA muss Postdienstleistungen aufschreiben und im Wettbewerb vergeben. Wenn sie von einer Schlechtleistung keine Kenntnis erhält, hat sie keine Handhabe einen Anbieter auszuschließen. In einem ähnlichen Fall habe ich die Amtsleitung wie folgt direkt angeschrieben:

      „Sehr geehrte Frau xy, das oben genannte Schreiben vom 23.11.20xx ging bei mir erst am 04.12.20xx ein. Ich informiere Sie hierüber, weil mir bekannt ist, dass Behörden und Gerichte allgemein davon ausgehen, dass Schreiben spätestens nach 3 Werktagen zugestellt sind und damit Sie entsprechende Maßnahmen hinsichtlich Ihres Zustelldienstes ergreifen können. Bitte haben Sie Verständnis, dass Ihre o.g. Nachfragen vom 23.11.20xx (eingegangen am 04.12.20xx) …“

      Das Amt hat beim nächsten Schreiben sinngemäß wie folgt reagiert: „… aufgrund Ihres Hinweises auf längere Zustellungszeiten haben wir die Frist verlängert.“

      In solchen Fällen notiere ich auf dem Schreiben das Eingangsdatum und zeichne es ab, wenn es einen Zeugen gibt lasse ich auch diesen mit abzeichnen und hebe ich den Umschlag auf.

      Grüße
      Stephan

  17. Hallo eSchosch und Leidensgenosse der AA Gießen,
    hallo Privatier,
    da bin ich erst mal beruhigt. Vielen, vielen Dank für die rasche Information.
    Ich werde dann mal auf den Anwalt etc verzichten und selbst die Begründung schreiben.
    Vielen, vielen Dank.
    Bleibt virenfrei.
    Beste Grüße
    Frank

  18. Guten Tag liebe Experten in diesem Forum,

    ich habe mich vor einigen Tagen arbeitslos gemeldet und hatte auch schon ein Gespräch mit meinem Arbeitsvermittler. Wir hatten besprochen, dass ich mich auf Stellen bewerben werde (ohne allerdings eine konkrete Anzahl zu vereinbaren) und dieses auch dokumentiere. Auch in der Eingliederungsvereinbarung, die ich heute erhielt, fehlt eine konkrete Zahl. Stutzig macht mich allerdings der folgende Satz über meine Aktivitäten:

    „Ich nutze zur Stellensuche mindestens zweimal pro Woche das Internet, die Jobbörse der Arbeitsagentur, andere Jobbörsen (…) und dokumentiere meine Aktivitäten übersichtlich“.

    Ich interpretiere das so, dass ich zweimal pro Woche in den Portalen prüfe, ob etwas in Frage kommt oder bedeutet es, mindestens zwei Bewerbungen pro Woche schreiben zu müssen? Ich denke doch nicht. Wie sehen Eingliederungsvereinbarungen sonst aus? Vielen Dank. Petra

    • Guten Tag Luna!
      Gegenfrage, hast du deinem Arbeitsvermittler denn dein zukünftiges Privatiersdasein angedeutet? Wie du sicherlich hier im Blog gelesen hast, gibt es große Unterschiede von Amt zu Amt und von AV zu AV. Ob und welche Bemühungen notwendig sind ist somit offen und auch nicht in einem Gesetz geregelt. Und kann sich im Verlauf des ALG1-Bezugs auch noch ändern, da die Zumutbarkeit größer wird. Ich würde im Gespräch mit dem AV/Amt versuchen zu klären…
      MbG
      Joerg

  19. Hallo Jörg,

    danke für deine Ausführungen. Ich habe dem Vermittler nichts von einem geplanten Privatiersdasein gesagt. Allerdings habe ich durchblicken lassen, dass ich mit 63 (in knapp 3 Jahren) Rente beantragen werde. Ich hatte in unserem Telefonat auch nicht den Eindruck, dass er mich jetzt unbedingt vermitteln und entsprechend Druck machen will. Wir hatten ein nettes Gespräch. Ich will aber auch nicht zu wenig machen und denke, drei Bewerbungen pro Monat werde ich schreiben. Wenn es mehr sein sollten, hätte es doch eigentlich in der Eingliederungsvereinbarung stehen müssen, oder?

  20. Hallo ihr Lieben Mitstreiter,
    heute habe ich mal eine Frage zum Verfahren mit der Arbeitsagentur.
    Vorneweg noch die Info, dass ich mich nach meinem Sabbatical in 2021 zum 01.01.2022 wieder arbeitslos gemeldet habe. Nach meinem Gespräch im Januar 22 habe ich eine Eingliederungsvereinbarung unterschrieben: 5 Bewerbungen jeden Monat mit Nachweis über Liste.
    Mein ALG1-Anspruch geht noch bis Mitte Dezember und ich habe ein Jobangebot ab 01.11. oder evtl. auch erst 01.12.2022. Macht die Agentur das mit und lässt mich die nächsten 5, 6 Monate in Ruhe? Rufen die beim neue AG an?
    Wäre schön, wenn ihr mir eure Erfahrungen/Einschätzungen mitteilen könntet!
    Ach ja: und noch einen schönen Ostermontag und bleibt alle gesund!

    P.S.: vielen, vielen Dank an den ersten Privatier!!!

    • Rein formal stehst Du noch über ein halbes Jahr dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, also wird dein Vermittler zukünftig den Fokus auf Leih- und Zeitarbeit legen. Nicht daß ich das weiß, sondern rein theoretisch ist das möglich.
      Wie das dein Vermittler tatsächlich handhabt, kann nur dein Vermittler sagen.
      Ich fürchte, dass Du hier beim Privatier wenig Berichte über sowas finden wirst.

      • Hallo eSchorsch,
        vielen Dank für Deine Einschätzung.
        Und ja, Berichte hab ich nicht gefunden – im Buch steht auch nichts. Deswegen hab ich gedacht ich frage einfach mal und vielleicht hat jemand schon Erfahrungen oder gibt mir eine Einschätzung. Und das hast Du ja gemacht ;-))

        • Die wichtigste Erkenntnis, die man aus allen Berichten über Erfahrungen mit den Vermittlungsaktivitäten der Agentur entnehmen kann, ist die Tatsache, dass es immer wieder sehr unterschiedliche Vorgehensweisen, Reaktionen und eben Erfahrungen gibt. Und es ist nicht einmal klar, wovon diese Unterschiede abhängen können: Liegt es an der Region bzw. der jeweils zuständigen Agentur, oder an dem jeweiligen Mitarbeiter, an der momentanen Arbeitsbelastung oder an Merkmalen, die der Arbeitslose mit sich bringt? Wie z.B. Alter, Gesundheitszustand, Aussichten auf einen Job, persönliches Auftreten, usw.?
          Alles Faktoren, die zu extrem unterschiedlichen Reaktionen führen können.

          Fazit: Es gibt keine sichere Einschätzung über Art und Weise der Vermittlungsbemühungen.

          Gruß, Der Privatier
          P.S.: Dennoch eine kurze persönliche Meinung: Ich halte es für höchst unwahrscheinlich, dass ein Agenturmitarbeiter sich durch die „Aussicht auf ein Jobangebot“ von seinen Vermittlungsbemühungen abhalten lässt. Ich könnte mir sogar den gegenteiligen Effekt vorstellen, wenn der Mitarbeiter nämlich den Eindruck gewinnen sollte, es könne sich um einen strategischen Trick handeln…

  21. Nach etwas über einem halben Jahr Arbeitslosigkeit, habe ich nun von der Agentur ein 12-wöchiges Coaching verordnet bekommen. Hat jemand Erfahrungswerte bzw. Verhaltenstipps ?
    Danke und Gruß

    • Aus meiner Sicht gibt es da nur zwei Alternativen:
      * Man nimmt an der Maßnahme teil. Vielleicht ergeben sich ja sogar unerwartet positive Ergebnisse…
      * Man meldet sich vor Beginn der Maßnahme vollständig aus dem ALG-Bezug ab. Hier besteht allerdings latent immer die Gefahr, dass der Sachbearbeiter sich beim nächsten Anmelden wieder daran erinnert und man die Maßnahme erneut verordnet bekommt.

      Es gäbe natürlich noch die Möglichkeit, die Maßnahme abzulehnen. Dafür gibt es aber eine Sperre. Die Dauer müsste ich selber erst mal nachsehen. Auch hier besteht die Gefahr, dass der Betreuer sich etwas anderes ausdenkt.

      Es ist allerdings auch etwas ungewöhnlich, dass eine solche Maßnahme quasi „vom Himmel fällt“. In der Regel sollte so etwas vorher besprochen oder zumindest einmal angedeuetet worden sein. In einer frühen Phase besteht da oftmals noch die Möglichkeit, eine ungewollte Maßnahme abzuwenden. Ich selber habe zwei solcher Vorhaben im Vorfeld ohne grosse Probleme vermeiden können.

      Gruß, Der Privatier

  22. Hallo espe63, hallo Privatier,

    ich habe gerade den Beginn einer solchen Coaching-Maßnahme „versemmelt“ – mir drohen 3 Wochen Sperre….

    Gruß an alle ;-))

    • Ja, richtig. Ich habe es inzwischen auch noch einmal nachgesehen: Beim ersten Mal zieht die Ablehnung bzw. Abbruch einer Maßnahme eine Sperre von 3 Wochen nach sich. Bei einer Wiederholung dann 6 und dann 9 Wochen. Da besteht dann (je nach Vorgeschichte) leicht die Gefahr, den ALG-Anspruch vollständig zu verlieren!

      Gruß, Der Privatier

  23. Hallo zusammen!

    Ich bin zum 30.06.2021 bei meinem langjährigen Arbeitgeber mit Abfindungsvereinbarung ausgestiegen. Die Abfindung wurde im Januar 2022 ausbezahlt. Anschließend hatte ich noch kurzzeitig eine Anstellung, die aber nach Vertragsbeginn umgehend (14 Tage) im Rahmen der Probezeit mit einer ordentlichen Kündigung zum 15.07.2021 wieder beendet wurde (-> Corona).

    Ich habe jetzt das Dispojahr beendet und mich zum 01.08.2022 bei der AfA arbeitssuchend und arbeitslos gemeldet. Gerade bin ich dabei online, den Antrag auf ALG zu stellen, um so die Ansprüche feststellen zu lassen. Interessanterweise werden im System nur Fragen zur letzten (bei mir sehr kurzfristigen) Beschäftigung gestellt. Die Beschäftigung mit Abfindung, wegen der ich dann das Dispojahr gemacht habe, wird bisher nicht abgefragt…

    Zum Antrag zwei kleine formale Fragen:
    – Im Bereich „Verspätete Arbeitssuchendmeldung“ werde ich vom System aufgefordert (= Pflichtfeld), eine Begründung für die späte Suchendmeldung einzugeben. Da bei mir ja bereits über 12 Monate vergangen sind, sollte das eigentlich nicht relevant sein. Aber sollte man hier auf etwas achten bzw. welche Angabe wäre „unschädlich“?
    – im Bereich „Ansprüche gegen ehemalige Arbeitgeber“ wird gefragt, ob ich noch Zahlungen von ehemaligen Arbeitgebern für Zeiten nach dem Ausscheiden erhalte. Ich gehe davon aus, dass hier (bezahlte) Freistellungen und nicht einmalige, später ausgezahlte Abfindungen gemeint sind und ich hier korrekt mit nein antworten kann.

    Gibt es sonst noch spontane Hinweise, die ich jetzt beachten sollte?
    Danke!

    • Ich beantworte nur ungern auf Fragen, die in die Richtung gehen „wie fülle ich ein Formular aus?“. Ich will dennoch kurz zwei Anmerkungen dazu machen:
      * Bei der Frage nach der Arbeitsuchendmeldung würde ich sinngemäß schreiben, dass eine Meldefrist für die Arbeitsuchendmeldung nur vor dem absehbaren Ende eines Arbeitsverhältnisses erforderlich ist. (Gesetzestext bitte einmal im Beitrag über die Arbeitsuchendmeldung nachlesen).
      * Wenn aktuell keine Zahlungen eines AGs mehr fliessen und auch nicht zu erwarten sind, würde ich die Frage mit „Nein“ beantworten.

      Interessant wäre in dieser Konstellation noch die Frage, wer in der Probezeit gekündigt hat? Wenn es der AG war, sehe ich keine Probleme. Ansonsten doch.

      Gruß, Der Privatier

      • Danke für den Hinweis. Ich habe zwischenzeitlich auch den Beitrag gefunden, den ich ursprünglich gesucht hatte (Kap. 9.5.5: Hinweise zum Dispositionsjahr: Arbeitssuchendmeldung).
        Ich habe den Antrag jetzt abgeschickt. Mal sehen, welche Rechtsauffassung der Bearbeiter vertreten wird.

        Zur Frage der Kündigung: diese ging vom AG aus.

  24. Hallo,
    ich hatte mich wie von der Agentur verlangt 3 Monate vor Ende des Dispositionszeitraumes (12 Monate) Arbeitssuchende gemeldet. Daraufhin hatte ich von der Agentur einen Anruf erhalten um meine Daten und Tätigkeiten abzugleichen.
    Nach einigen Wochen bekam ich per email und per Post eine Stelle angeboten auf die ich mich bewerben sollte.
    Diese Stelle passte nicht zu meinem Profil und zu der Tätigkeit, die ich die letzten 23 Jahre gemacht hatte. War zwar Beremich Luftfahrt, aber außerhalb meiner Kentnisse/Ausbildung.
    Im Online Tool habe ich angegeben, dass ich mich auf diese Stelle nicht beworben hatte mit Begründung.
    Wird einem so etwas negativ ausgelegt? Ich frage weil am Montag werde ich ein erstes Gespräch mit der Sachbearbeiterin haben.
    Anmerkung: Die Angaben, die ich für mein Profil gemacht hatte am Telefon sind lückenhaft und teilweise sogar falsch. Beispiel Führungserfahrung. Ich war seit 2010 in verschiedenen Führungspositionen eingesetzt, aber davon wurde nichts im Tool der Agentur vermerkt. Korrigieren kann ich das im Tool selbst nicht.
    Des Weiteren hatte ich den Sachverhalt zum Thema Arbeitssuchend im Dispojahr angesprochen und das Thema wurde komplett übergangen.

    Eigentlich kein guter Start, aber mal sehen was nächste Woche herauskommt.

    Trotzdem muss ich wegen der Nichtbewerbung auf das erste Angebot mit negativen Folgen rechnen?

    Gruß
    DFa

    • „Wird einem so etwas negativ ausgelegt?“

      Niemand kann ausschließen, dass dein Vermittler dich deswegen für einen Armleuchter hält. Auch wenn ich das für äußert unwahrscheinlich halte.
      Rein formal kann man dir nur einen Strick daraus drehen, wenn am Vermittlungsvorschlag eine Rechtshilfsbelehrung dran hing (ist normalerweise nicht dran). Aber auch da „rettet“ einen eine entsprechende Begründung.

      Zu „kein guter Start“: das würde ich nicht so negativ sehen.
      Ich hatte bei der persönlichen AL-Meldung gleich im Anschluß ein Gespräch, das ich in die Schublade „Schocktherapie; Leute einnorden“ schiebe. Die später folgenden Gespräche mit meinem persönlichen Vermittler liefen viel entspannter.

  25. Hallo,

    danke für die schnelle Antwort. Dann bin ich mal gespannt wie man mit mir verfahren wird. Ist ja auch irgendwie spannend und sorgt vielleicht auch für einen gewissen Unterhaltungseffekt.

    Ich werde von meinen Erfahrungen dann berichten.

    Gruß
    DFa

  26. Hallo,

    das erste Gespräch mit der zuständigen Sachbearbeiterin lief sehr positiv mit dem Hinweis dass sie mir aufgrund Alter und meiner Tätigkeit wohl keine Jobs anbieten werden können. Mir wurde die Frage gestellt, ob ich das letzte Jahr vor der Rente selbst finanzieren könnte was ich mit Ja beantwortet hatte. Ein nächstes Treffen mit der Sachbearbeiterin ist in 5 Monaten geplant.
    Ich habe eine Eingliederungsvereinbarung erhalten und gemäß dieser Vereinbarung werde ich mich auch selbst umsehen und mich bewerben müssen. Eigentlich recht einfach heutzutage über das Internet und die bekannten Jobbörsen. Hab bereits auch 2 Bewerbungen getätigt und mal sehen was daraus wird.
    Arbeitslos habe ich mich fristgerecht zum 01.10.2022 gemeldet und auch ALG1 beantragt. Alles im Online Tool. Der Antrag läuft also und das kann ja bis zu 6 Wochen dauern so wurde mir gesagt.

    Sicher ob mein Plan aufgegangen ist bin ich ja erst, wenn der Bewilligungsbescheid vorliegt. Da ich alle Tips mit Sorgfalt gelesen hatte und es ja auch einige positive Erfahrungsberichte gibt, bin ich vorsichtig optimistisch gestimmt.

    Gruss
    DFa

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