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Kap. 9.14: Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung (1) — 192 Kommentare

  1. Ganz so richtig ist der Satz „Ein alter Anspruch erlischt nämlich mit dem Entstehen eines neuen Anspruches (§161 Abs.1 S.1 SGB III)“ nicht.

    Zu berücksichtigen ist 147 IV(4): Die Dauer des Anspruchs verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind; sie verlängert sich längstens bis zu der dem Lebensalter der oder des Arbeitslosen zugeordneten Höchstdauer.

    D.h. ein alter Anspruch erlischt nicht mit der Entstehung eines neuen (z.B. nach 12monatiger Beschäftigung), sondern der alte Anspruch verlängert die Bezugsdauer des neuen.

    • Naja… ich habe mir die Formulierung mit dem Erlöschen eines ALG-Anspruches durch das Entstehen eines neuen Anspruches ja nicht ausgedacht, sondern genau so steht es im Gesetz!

      Und auch der von Dir zitierte §147 SGB III enthält den Hinweis von den erloschenen Anspruch gleich zweimal: „…verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind…“

      Es ist schon so: Der alte Anspruch erlischt, wenn ein neuer entsteht. Allerdings kann der bis dahin unverbrauchte Rest auf den neuen Anspruch übertragen werden.

      Für die ALG-Dauer spielt es am Ende keine Rolle, ob es der alte oder der neue Anspruch ist, aber rechtlich macht es einen Unterschied.

      Gruß, Der Privatier

      • Danke für die schnelle und präzise Antwort! So hatte ich es auch eingeschätzt, werde informieren wie es ausgegangen ist mit AG und Arbeitsamt.

        Gruß und Danke für die tolle Homepage TS

  2. Hallo hab mal Fragen zu meinem alten ALG Bescheid:
    Habe einen Bescheid ohne jegliche Sperrfristen bekommen mit insgesamt 15 Monate! Habe davon 2 Monate den Anspruch / Zahlung erhalten! Anschließend eine neue Beschäftigung angetreten. Dieser Job ist nichts für mich, möchte ihn aufgeben.
    Wenn ich ihn kündige bekomme ich eine Sperre für das ALG 1?
    Wenn ich einen Aufhebungsbescheid mache bekomme ich eine Sperre für das ALG 1?
    Muss ich mich kündigen lassen?
    Das neue Arbeitsverhältnis ist höher vergütet!
    Gruß und schönen Abend TS

    • Nach meiner Auffassung müsste jede Mitwirkung am Verlust des Arbeitsplatzes eine Sperre beim ALG1 zur Folge haben. Da spielt es dann erst einmal keine Rolle, ob man selber kündigt oder einen Aufhebungsvertrag unterschreibt.
      Ein Ausnahme gibt es nur dann, wenn man besondere Gründe vorweisen kann. Dann kann die Agentur von einer Sperre absehen. Welche Gründe das sind, habe ich kürzlich in einem Beitrag erläutert: https://der-privatier.com/kap-9-13-3-arbeitsagentur-lockert-regeln-fuer-sperrfristen/

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Wenn der AG kündigt, hat dies keine Sperre zur Folge.

      • Moin,

        habe vom 3.März – 30.Juni mein ALG 1 unterbrochen und eine 850€ stelle angenommen.
        Mein Arbeitsvernmittler hat mir gesagt, dass ich mich mit meinem ALG 1 nicht verschlechtern kann.
        Dazu muss ich nicht mit einer Sperrfrist rechnen, da ich ja schon ALG 1 bekommen habe und diese Beschäftigung eine Unterbrechung ist und das ALG 1 für 4 Monate ruht.

        Also habe ich gekündigt. Da ich noch 3 Monate Anspruch auf ALG 1 habe. Ab 1.10 möchte ich studieren.

        Jetzt habe ich eine Sperrfrist bis zum 27.09.2019 bekommen.

        Ist das alles ´rechtens´? Bzw. habe ich die Möglichkeit einen Widerspruch einzulegen?

        Lieben Dank für die Seite

        • Ich habe meinen Kenntnisstand zum Thema „Zwischenbeschäftigungen“ im obigen Beitrag und meine Bedenken (gerade auch im Hinblick auf weitere Kündigungen) im zweiten Teil dieses Beitrages zusammengestellt.
          Mein Fazit damals war, dass die Fragen für mich nicht alle vollständig geklärt sind. Und das hat sich inzwischen auch nicht verändert. Heisst: Ich kann die Frage nicht wirklich beantworten.
          Vielleicht hat die Frage in einem spezialisierten Forum für Arbeitslose ja mehr Aussicht auf Beantwortung. Dort kennt man sich auch mit Folgen von wechselnden Beschäftigungen oftmals besser aus. Viel Erfolg!

          Gruß, Der Privatier

        • Hallo Robbe,

          die Möglichkeit zum Widerspruch ist wohl gegeben (Frist beachten).
          Wer selbst kündigt, muss mit einer Sperre UND Kürzung des ALG1-Anspruches rechnen. Vermeiden lässt sich dies bei „Kündigung aus wichtigem Grund“ (z.B. auf ärztliches Anraten, familiärer Zusammenzug, …); bitte noch selbst recherchieren!
          Durch Ihre Tätigkeit vom 3.März – 30.Juni haben Sie eigentlich noch keinen zusätzlichen, neuen Anspruch erworben, somit bleibt auch der bisherige ALG1-Tagessatz vom €-Betrag bestehen (sagte so auch Ihr AfA-Berater).
          Ihre zitierten Aussagen vom AfA-Berater werden Sie vermutlich nicht schriftlich vorliegen haben; somit dürfte sich sein „Versprechen“ als für Sie wertlos erweisen.

          LG FÜR2012

  3. Hallo,
    o.g. Ausführungen folgende Fragestellung:

    Bis zum 28.02.2013 wurde gearbeitet (Firma A). Ab 1.3.2013 arbeitslos. ALG.

    Ab 1.7.2014 arbeitet Person X wieder (Firma B, Lohn weniger als Firma A). Ab 1.11.2015 arbeitslos und erhält Arbeitslosengeld nach Bestandsschutz in Höhe von Firma A.

    Die Zahlung des Arbeitslosengeldes I endet am 15.07.2016 (Ende der Anspruchsfrist).

    Ab 15.04.2017 arbeitet Person X wieder (Firma C, Lohn nochmals weniger als Firma B). Ab dem 31.07.2017 wird Person A wieder arbeitslos.

    Ist es in diesem fiktiven Fall ratsam, die Kündigung auf 15.07.2017 vorzulegen damit Person A Bestandsschutz aus Firma A erhält?

    Oder greift bei Person X sowieso keinen Bestandsschutz mehr aus Firma A?

    • Auf den ersten Blick würde ich sagen, dass Person X keinen Bestandsschutz aus Firma A hat und zwar gleich aus zwei Gründen:
      Erstens ist der Anspruch inzwischen vollständig aufgebraucht und zweitens ist die Zeit längst abgelaufen (s. Beitrag oben).

      Aber das Ganze ist auch mehr eine Frage für ein Arbeitslosen-Forum. Solche Konstellationen mit häufigem Wechsel von Beschäftigung und Arbeitslosigkeit sind dort besser aufgehoben und gehören nicht zu den Fragestellungen angehender Privatiers.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Tina Meier,

      aus der letzten Tätigkeit von ca. drei bis vier Monaten ergibt sich noch kein neuer Anspruch auf ALG1; somit erübrigt sich die Frage nach Bestandschutz.
      HÄTTE!!! Person X noch nicht die kompletten „ALG1-Tage verbraucht“, dann könnte Person X die restlichen ALG1-Tage z.B. noch ab 1.8.2017 aufbrauchen.

      LG FÜR2012

  4. Hallo FÜR2012,
    Person X hat die letzte Tätigkeit seit dem 20.04.2017 gearbeitet = 14 Monate. Der Anspruch auf ALG 1 besteht somit.

    Viele Grüße

    • Hallo Tina Meier,

      irgendwie ist dann ein Tippfehler in Ihrem Beitrag vom 24.6.18 (bezüglich der Datumsangaben)! Evtl. im letzten Fragesatz???

      LG FÜR2012

  5. Hallo hab mal fragen zu meiner aktuellen Situation

    Habe letztes Jahr eine Kündigung erhalten unter Einhaltung der Kündigungsfrist mit einer angemessenen Abfindung.
    Der Bescheid für ALG 1 erfolgte problemlos ohne jegliche sperren und erhielt 2 Monate ALG 1.
    Habe eine Beschäftigung am 1 april 18 angetreten und wurde zum 30. Mai 18 gekündigt.
    Habe anschließend wieder ordnungsgemäs meinen Antrag auf ALG 1 gestellt und nach 4 tagen meinen neuen Bescheid bekommen.
    Der neue Bescheid lautete genau über den gleichen Betrag ohne jegliche sperren. Was schon sehr positiv ist!
    Meine Frage / Problem ist jetzt folgendes:
    Da ich mittlerweile 55 Jahre alt wurde mir trotzdem nur eine gesamte bezugsdauer von 15 Monaten bewilligt! Gibt es dafür eine Rechtsgrundlage oder sollte ich einen Wiederspruch machen.
    Habe leider in den verschiedenen Unterlagen / Beiträgen nichts gefunden….

    Diese Homepage ist einfach nur toll und habe schon so viele gute Tips bekommen!

    Mfg thomas

    • Hier geht es um den Unterschied zwischen einem „neuen“ und einem „alten“ Anspruch.

      Wäre ein neuer Anspruch auf ALG entstanden, so würde dieser auch auf Basis der Bedingungen zu dessen Beginn festgestellt, also auch mit dem dann gültigen Alter (55 Jahre). Nach nur 2 Monaten Beschäftigung ist aber noch kein neuer Anspruch entstanden. Dazu wären mindestens 12 Monate erforderlich.

      Es gibt also keinen neuen Anspruch. Somit kann nur der Rest des alten Anspruchs aufgebraucht werden. Insofern erscheint die Tendenz des neuen Bescheides schon in Ordnung. Warum es genau 15 Monate sind, kann ich nicht sagen. Es sollte der Rest vom letzten Mal sein.

      Gruß, Der Privatier

  6. Danke für die schnelle Info! Sowas in diese Richtung habe ich leider schon erwartet!
    Werde mich in Kürze abmelden für den Rest des Jahres (Steuerliche Gründe).

    MFG

  7. Hallo,
    ich wundere mich das überall geschrieben wird,das die Bestandsschutzregelung gemäß § 151 SGB III Abs.4 Bemessungsentgelt

    (4) Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist.

    in der neuen gesetzlichen Fassung auch keine Bedingung steht, z.B, insofern noch mindestens ein Restanspruch auf Arbeitslosengeld von 1. Tag besteht.

    Man stellt sich die Frage, woher die Bedingungen in den gültigen Fassung der nachfolgenden GA entnommen wurden. Historie oder Rechtsprechung oder…

    Die GA-ALG-151 SGB III ist so missverständlich das es nicht klar ist, ob bei konkret erschöpftem Leistungsanspruch mit Aufhebungsbescheid und erneutem erworbenen Leistungsanspruch innerhalb der Zweijahresfrist auch der Bestandschutz im Bemessungsentgelt noch gilt?

    Das Gesetz gibt das nicht her!

    GA 151.4 Bestandsschutz

    (1) Die Frist beginnt am Tag vor der Entstehung des Anspruchs und läuft kalendermäßig ab. Mindestens ein Tag der Frist muss mit tatsächlichem Bezug der Leistung (ohne Aufhebung der Bewilligung nach den §§ 45, 48 SGB X) belegt sein; im Übrigen kommt es nicht auf die Rechtmäßigkeit des Bezuges an.

    Fallbeispiel:

    ALG1 Restanspruch mit Bestandschutz Bemessungsentgelt 181 Tage.Anspruch erschöpft am 14.02.2017.Arbeitsaufnahme am 16.02.2017 bis 15.11.2018. Neuer Anspruch 300 Tage mit geringerem Verdienst innerhalb der Frist. Greift hier nun der Bestandschutz aufgrund des Vergleiches des alten Bemessungsgeldes mit dem neuen innerhalb der Frist von 2 Jahren zurück gerechnet nach § 151 SGB III Abs.4 Bemessungsentgelt.

    Oder wird der Bestandschutz durch die Ausschöpfung ALG 1 2017 ausgehebelt ????

    Wer weiß es sicher? Keine Spekulation! Danke

    Gruß Richard

    • „Wer weiß es sicher? Keine Spekulation!“

      Wenn Sie eine rechtssichere Antwort suchen, sollten Sie sich entweder direkt mit der Agentur für Arbeit in Verbindung setzen oder ggfs. einen fachkundigen Anwalt befragen.

      Alternativ bietet sich auch an, die Frage einmal in einem spezialisierten Forum für Arbeitslose zu stellen (Link unter „Empfehlungen->Blogs und Foren“, ganz am Ende). In solchen Foren sind oftmals auch Fachleute/Mitarbeiter der entsprechenden Ämter/Institutionen vertreten.

      Gruß, Der Privatier

  8. Hallo, ich habe eine wirklich wichtige und aktuelle Frage. Ich habe im März 2015 eine neue Arbeitsstelle angefangen. Mein Bruttogehalt mtl. war 5.300€ (zzgl. Weihnachts-,Urlaubsgeld sowie einer Tantieme von 6900€). Im Januar 2017 wurde ich krank und bekam dann noch 6 Wochen Gehalt und dann Krankengeld. Mein Beschäftigungsverhältnis endete am 31.03.2018 und ich meldete mich rechtzeitig arbeitslos. Am 04.04.2018 habe ich ein neues Arbeitsverhältnis angefangen mit einem mtl. Bruttogehalt von 800€. Dieses Arbeitsverhältnis ging bis zum 17.01.2019. Ich habe mich wieder rechtzeitig arbeitslos gemeldet und warte nun auf den Leistungsbescheid. Nach was wird nun mein Arbeitslosengeld berechnet? Ich habe gelesen es gibt so etwas wie eine Bestandschutzregelung?!!. Wäre toll wenn mir hier jemand helfen könnte. Danke

    • “ Ich habe gelesen es gibt so etwas wie eine Bestandschutzregelung?!!. Wäre toll wenn mir hier jemand helfen könnte.“

      Genau DAS habe ich ja im obigen Beitrag beschrieben!

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo,

    ich (jetzt 61 Jahre) habe im vergangenen Jahr 3 Monate ALG1 bezogen, danach eine um 4 Wochenstunden reduzierte (mehr waren von Seiten des Arbeitgebers nicht möglich) bei entsprechend geringerem Gehalt,Stelle angetreten, die dann während der Probezeit mit der Arbeitgeberkündigung endete. Das Arbeitsverhältnis hat also lediglich knapp 5 Wochen bestanden. Greift hier der s.g. Bestandsschutz oder muss ich aufgrund der ganz kurzfristig, verringerten Stundenzahl, mit Einbussen bei der Berechnung des Leistungsentgeldes, rechnen. Vielen Dank MfG

    • Das ist ein typischer Fall von Bestandsschutz (wie oben beschrieben), da würde ich mir keine Sorgen um die Höhe des ALG machen. Gilt allerdings nur dann, wenn Sie sich weiterhin für Jobangebote in Vollzeit vermitteln lassen wollen.

      Gruß, Der Privatier

  10. Ich war nur 1 Tag arbeitslos. 1.5 Jahre neuen Job mit weniger Lohn. Jetzt wieder arbeitslos. Arbeitsamt will mir jetzt nur für 1halbes Jahr den Bestandsschutz gewähren. Dann nach dem niedrigen Lohn berechnen. Ist das korrekt?

    • Vielleicht liegt ja auch einfach ein Missverständnis bei der Formulierung der Frage bzw. der Antwort vor??
      Denn, nur wenn Sie sich innerhalb des nächsten halben Jahres arbeitslos melden, wird Ihnen der Bestandsschutz gewährt, erfolgt die Meldung danach, wird auf Basis des niedrigeren Lohn berechnet. Oftmals kommt es darauf an, wie man fragt und was der andere versteht…

      Jedenfalls bin ich der Auffassung, wenn Sie sich jetzt arbeitslos melden, muss der Bestandsschutz greifen und dieser Anspruch sollte dann auch weiter gültig bleiben.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Die unten stehende Frage bzw. Hinweis von FÜR2012 wäre daher schon wichtig!

  11. Hallo Birgit Rosbiegalle,

    haben Sie denn schon den aktuellen, neuen Bescheid erhalten? Ggf. den Bescheid abwarten.
    Manchmal sind die mündlichen Aussagen von Arbeitsamtsachbearbeitern falsch und oft stimmt dann der Bescheid trotzdem!

    LG FÜR2012

  12. Hallo,

    ich habe am 03.04.2018 einen bis zum 30.09.2019 befristeten Arbeitsvertrag geschlossen. Es besteht die Möglichkeit einen neuen, dann unbefristeten Arbeitsvertrag zu schließen.Da ich einen höheren Anspruch auf ALG 1 am 02.04.2019 (letzter Tag des Bezugs) hatte als der sich neu ergebende Anspruch aus dem jetzigen Beschäftigungsverhältnis, greift der Bestandsschutz.
    Ich werde den neuen Vertrag zum 07.10.2019 in Übereinstimmung mit dem Arbeitgeber schließen.
    Es besteht ja grundsätzlich Vertragsfreiheit aber ich vermute, die BA wir eine Sperrzeit wegen dieser Unterbrechung verhängen. (Ich hätte ja die Tätigkeit nahtlos antreten können)

    „Rette“ ich auch in der verhängten Sperrzeit meinen erhöhten ALG 1 Anspruch für die nächsten zwei Jahre? Der Anspruch entsteht ja, ruht aber.

    Vielen Dank!

    • Sorry, aber ich habe den Fall nicht wirklich verstanden. Ich habe aber ohnehin den Eindruck, dass es sich hier mehr um eine Frage für ein Arbeitslosenforum handelt. Dort kann man sicher besser weiterhelfen.

      Gruß, Der Privatier

  13. Hallo,
    zu Beginn des Beitrags wurde auch die geringfügige Beschäftigung, also der 450-Euro Minijob, als Jobvariante für eine Zwischenbeschäftigung angeführt. Meine Frage: Kann ein Minijob denn überhaupt einen neuen ALG-Anspruch entstehen lassen, da dabei ja keine Beiträge in die Arbeitslosenversicherung abgeführt werden? M.E. verhält sich der Minijob an dieser Stelle neutral. D.h., selbst wenn ich ihn 3 Jahre ausübe und danach noch innerhalb der 4-Jahresfrist bin, greift mein alter Anspruch auf ALG1. Oder?
    Nette Grüße
    Thomas W.

    • Ja, völlig richtig. Die im obigen Beitrag erläuterten Randbedingungen gelten immer nur für versicherungspflichtige Arbeitsverhältnisse, also nicht für Mini-Jobs.
      Sorry, wenn die Eingangsfrage da evtl. zu anderen Schlussfolgerungen verleitet hat.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo,

      ich bin 50 Jahre alt (relevant für Dauer des Anspruchs?) und habe ab September 2018 Leistung von der Agentur für Arbeit bezogen, während ich an einer von der Agentur geförderten Aufstiegsweiterbildumg teilgenommen habe. Ende der Weiterbildung 23.04.2019. Bis 14.05.2019 habe ich Arbeitslosengeld bezogen. Ab 15.05. Bis 31.10.2019 habe ich gearbeitet und 490 Euro mehr brutto gehabt als vor der Weiterbildung und ersten Arbeitslosigkeit. Ab 01.11.2019 bin ich arbeitslos gemeldet und bekomme nun weniger ALG1 als zuvor.

      Worauf basiert in so einem Fall die Berechnung der Agentur?

      Wie lange ist der Gesamtanspruch? Mir wurde nach dem vorigen Leistungsbezug noch ALG1 Anspruch für weitere 7 Monate und ein paar Tage bewilligt. Ist es der Anspruch bei über 50 Jährigen nicht bei 24 Monaten?
      8,5 + 7 Monate = 15,5 Monate.

      Mit meinem bisherigen Wissens- und Kenntnisstand stimmt hier einiges nicht, aber leider gibt es meines Wissens keine Beratungs-/Anlaufstelle für solche Fragen außerhalb der Agentur für Arbeit.

      Vielleicht ist es auch fürs andere hilfreich, wenn Sie mir hierzu Informationen geben können.

      Herzliche Grüße

      S. Bircan

      • Das ist so eine Frage, die eigentlich nur ungerne beantworte, denn einerseits handelt es sich hier um ein reines Arbeitslosenproblem. Und „Der-Privater“ ist kein Arbeitslosenforum und soll auch keines werden. Solche Fragen können an anderer Stelle besser beantwortet werden.
        Andererseits fehlen in der Frage eine ganze Reihe von Angaben, so dass ich hier sehr viel raten muss. 🙁

        Aber heute habe ich einmal Lust auf ein Rate-Spielchen und darum versuche ich einmal eine Deutung:

        Wenn Sie heute 50 Jahre alt sind, so waren Sie zu Beginn der ersten Arbeitslosigkeit im Sept.2018 vermutlich noch keine 50 Jahre. 😉
        Wenn ich weiter annehme, dass Sie zuvor mindestens 24 Monate in einem versicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis gearbeitet haben, so hätten Sie zu Beginn im Sept.2018 einen Anspruch auf 12 Monate ALG1 gehabt (s. Beitrag: „Alles im Rahmen“ ).

        Wenn ich nun weiter annehme, dass es seinerzeit keine Sperre gegeben hat, so sind Sie im Sept.2018 mit einem Anspruch von 12 Monaten in die Arbeitslosigkeit gestartet.
        Die nächste Annahme betrifft die Dauer der Weiterbildung: Wenn wir davon ausgehen, dass diese ca. 7 Monate gedauert hat, so sind Ihnen dafür ca. 3,5 Monate von Ihrem ALG1-Anspruch angerechnet worden (immer die Hälfte der Maßnahmendauer).
        Wenn Sie nun im Anschluss an die Maßnahme noch einen weiteren Monat ALG bezogen haben, sind damit dann insgesamt: 3,5 + 1 = 4,5 Monate des ursprünglichen Anspruches verbraucht und es verbleiben noch: 12 – 4,5 = 7,5 Monate. Das würde zu Ihrer Aussage „7 Monate und ein paar Tage“ passen.

        Die dann anschliessende Beschäftigung von 5-6 Monaten war zu kurz, um einen neuen Anspruch zu erwerben, deshalb kann nur der alte Anspruch weiter verbraucht werden. Es wird also keine neue Berechnung des Bemessungsentgelts oder der Dauer durchgeführt. Weder Ihr höheres Alter, noch der zuletzt höhere Verdienst wirken sich aus.
        Wenn Sie aber jetzt trotzdem weniger als vorher bekommen, so gehe ich davon aus, dass sich an Ihren persönlichen Verhältnissen etwas verändert hat. Ich tippe einmal auf einen Wechsel der Steuerklasse. Wenn Sie beim ersten Antrag z.B. in St.Kl.IV gewesen sind und im Laufe der Zeit auf St.Kl.V gewechselt haben, fällt das jetzige ALG niedriger aus.

        Soweit mein Erklärungsversuch. Falls ich richtig gelegen habe, wäre es nett, wenn Sie dies kurz bestätigen könnten. Falls nicht, würde ich Sie bitten, Ihre Fragen doch besser in einem Arbeitslosenforum zu stellen. Wenn Sie dort ein paar mehr Angaben machen, kann man Ihnen dort sicher besser helfen.

        Gruß, Der Privatier

  14. Super hilfreich – lieben Dank! Ich habe eine Frage unabhängig zum Geld (Bestandsschutz), die widersprüchlich beantwortet wird und ich würde mich über eine Antwort freuen: Wenn ich aus der Arbeitslosigkeit eine Projektanstellung für 3 Monate annehmen, verlängert sich dann der Bestandsschutz um 1,5 Monate (also jeweils immer um die Hälfte der Zwischenbeschäftigung)? Sämtliche Beispiele berechnen das so aber immer auf 12 Monate (also 6 Monate Verlängerung) bezogen und ich bin mir nicht sicher, ob es ggf. eine Regelung gibt, dass die Verlängerung erst bei 12 Monaten Zwischenbeschäftigung greift. Ich hoffe das war verständlich ausgedrückt!? Nettonachricht: Ich möchte wissen, ob die die Anspruchszeit (analog zu Weiterbildungen) unabhängig von der Dauer stets um die Hälfte der Zeit verlängert. Danke für die Hilfe!!!

  15. Hallo Stefanie W.,

    erst nach min. 12 Monaten sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung innerhalb von 24 Monaten erfolgt bei erneuter Arbeitslosmeldung eine Neuberechnung des ALG1.

    Annahme: Projektanstellung ist für mich keine AfA-Qualifikation!

    LG FÜR2012

  16. Herzlichen Dank für die Antwort, d.h. nur noch mal zur Sicherheit: Sowohl Betrag als auch Ende der Laufzeit bleibt unverändert? Hatte gedacht, dass ich die drei Monate, die ich im Projekt angestellt bin und somit auch einzahle, zur Hälfte geltend machen kann. Vor allem der Zeitaspekt ist mir dabei wichtig, denn ich möchte danach gerne gründen … Dankeschön!

    • „Wenn ich aus der Arbeitslosigkeit eine Projektanstellung für 3 Monate annehme…“

      Für ist diese Formulierung etwas merkwürdig oder anders gesagt: Mir ist nicht klar, was damit zum Ausdruck gebracht werden soll!
      Was ist eine Projektanstellung? Und was heisst „aus der Arbeitslosigkeit“?

      Sollte es sich dabei um eine Maßnahme der Arbeitsagentur handeln, die unter dem Überbegriff „Weiterbildung / Eingliederung“ läuft, so gilt man weiterhin als arbeitslos, es wird aber nur die Hälfte der Zeit auf den bestehenden Anspruch angerechnet.

      Handelt es sich aber um eine „normale“ befristete Beschäftigung, so ist ja der Status der Arbeitslosigkeit damit erst einmal beendet. Der ALG-Anspruch wird in dieser Zeit nicht verbraucht und nicht verändert. Allerdings wird auch in nur 3 Monaten kein neuer Anspruch erworben. Weder in der Höhe, noch in der Zeit.
      Wenn anschliessend wieder ALG beantragt wird, wird also der alte Anspruch unverändert fortgeführt. Unverändert immer nur dann, wenn sich die persönl. Verhältnisse nicht verändert haben.

      Gruß, Der Privatier

  17. “….es wird aber nur die Hälfte der Zeit auf den bestehenden Anspruch angerechnet.“

    Das habe ich nicht ganz verstanden. Wie ist das gemeint?

    VG
    Togo

    • Das ergibt sich aus §148 Abs.1 Nr.7 SGB III :
      „Die Dauer des Anspruchs auf Arbeitslosengeld mindert sich um jeweils einen Tag für jeweils zwei Tage, für die ein Anspruch auf Arbeitslosengeld bei beruflicher Weiterbildung nach diesem Buch erfüllt worden ist.“

      Beispiel: Für ein vierwöchiges Seminar (z.B. Bewerber-Seminar), das die Agentur im Verlaufe einer Arbeitslosigkeit anordnet, vermindert sich der ALG-Anspruch nur um 2 Wochen.

      Gruß, Der Privatier

  18. Hallo,
    habe im März 2018 einen Arbeitslosengeldbescheid erhalten mit Sperrfrist auf Grund außerordentlicher Kündigung. Klage zum Arbeitsgericht. Ordentliche Kündigung mit Beendigung AV Juli 2018. Ab 01.08. bis 31.08.18 erstmaliger Bezug von Arbeitslosengeld. Es erging ein Änderungsbescheid Aufhebung Sperrfrist und Zahlung Arbeitslosengeld Monat August. Ab 01.09.2018 neue Arbeit mit geringerem Arbeitsentgelt – Kündigung nicht ausgeschlossen. Meine Frage: Wann endet mein Anspruch auf das höhere Arbeitslosengeld aus meinem ersten AV? (31.07.2020 oder?)
    Danke K.

    • Im Beitrag oben steht: „Der Bestandsschutz gilt aber nur innerhalb von zwei Jahren und zwar nach dem letzten Tag, an dem Leistungen von der Agentur bezogen worden sind.“
      Wenn also der letzte Tag des Leistungsbezuges der 31.08.2018 war, so gilt der Bestandsschutz bis maximal zum 31.08.2020.

      Gruß, Der Privatier

  19. Hallo zusammen,

    mein Name ist Stanislaw Uljanow. Ein Russe, werden nun Einige sagen.
    Nein, bin ein „echter“ Deutscher.
    Mein Problem:
    Im April 2017 bin ich mit 57 Jahren zum ersten Mal, nach 35 Jahren, arbeitslos geworden.
    War dann bis 31.12.17(8,25 Monate)ohne Anstellung.
    Ab dem 1.1.2018 dann wieder eine neue Anstellung für 10 Monate.
    Vom 01.11.2018 bis 28.02.2019 (vier ganze Monate)wieder arbeitslos.
    Mein Bescheid vom AA ist für 18 Monate ALG1.
    Somit müsste ich noch ein „Guthaben“ von 5,75 Monaten besitzen.
    Seit dem 01.03.2019 bin ich seit knapp 13 Monaten ohne Unterbrechung angestellt.
    Leider werde ich wohl im Mai/Juni 2020(dann nach 15 oder 16 Monaten Arbeit) wiederholt meine Stelle verlieren.(wieder wegen Auftragsmangel!)
    Wie lange kann ich dann ALG 1 beziehen ?
    18 Monate ? Oder 18 + 5,75 Monate ?
    Ich habe so meine Zweifel.

    Über eine Antwort freue ich mich sehr.
    Schöne Grüße von Stanislaw

    • Die Zweifel sind berechtigt!

      Es wird keine 18 Monate ALG1 geben, da hierfür 36 Monate Beschäftigung vorausgehen muß. https://www.lohnsteuer-kompakt.de/fag/0/677/wie_lange_wird_arbeitslosengeld_gezahlt
      Sieh also zu, dass wenigstens die 16 Monate Beschäftigung erreicht werden, damit es 8 und nicht nur 6 Monate ALG1 werden.
      Das Restguthaben dürft dazu kommen, da noch keine 2 Jahre seit dem letzten ALG1-Bezug liegen.

      PS: Verlasse dich nicht auf die Auskunft eines anonymen Ratgebers im Internet. Nur das Arbeitsamt kann da verbindliche Auskunft geben und letzte Zweifel beseitigen. Frage dort an, die sind verpflichtet deine gestellten Fragen zu beantworten! Du bist dort auch kein Bittsteller, sondern ein Versicherter der jahrzehntelang brav seine Beiträge geleistet hat und nun eine Frage zu seinen Leistungen hat.

      • Hallo an eSchorsch, an den Privatier und alle anderen Interessierten,

        zunächst bedanke ich mich für die guten Ratschläge.

        Ja, ich werde auf alle Fälle eine schriftliche Anfrage an das AA stellen, wie das mit der Bezugsdauer wird.
        Nun hat mir ein Bekannter noch einen Tip gegeben:
        Das AA ist verpflichtet, bei Arbeitnehmern über 50 Jahre, die letzten 60 Monate
        zu berücksichtigen. Denn dann hätte ich in den vergangenen fünf Jahren,
        47,75 Monate gearbeitet.
        Der Bekannte sagte mir aber gleich, das „vergisst“ das AA sehr oft und gerne.
        Wisst Ihr etwas darüber ?
        Sollte ich in meiner Anfrage an das AA dies gleich so (vor)formulieren ?
        Was meint Ihr ?
        Ehrlich liebe Leute, ich gehe lieber schaffen, als mich mit denen vom AA
        herum zu schlagen. Von Denen hatte ich nie wirkliche Hilfe bekommen !
        Selbst wenn für mich im Arbeitsleben die Arbeitsbedingungen immer schlechter und die Luft immer dünner wird.
        Obwohl ich sehr gut im Maschinenbau ausgebildet und weiterqualifiziert bin.
        Das interessiert aber keinen Personaler mehr. Die wollen nur noch junge, dümmliche Jasager mit wenig Ansprüchen einstellen.
        So meine Erfahrungen, bei über 80(!) Bewerbungen.

        Danke und Schöne Grüße
        Ich freue mich über weitere Rückantworten sehr.
        Aber nun wünsche ich uns allen ein erholsames Wochenende.
        LG Stanislaw

        • „Das AA ist verpflichtet, bei Arbeitnehmern über 50 Jahre, die letzten 60 Monate zu berücksichtigen.“

          Das hat der Bekannte etwas missverständlich ausgedrückt.
          Arbeitnehmern über 50 erhalten länger als 12 Monate ALG1, sofern sie in den 60 Monaten vor Beschäftigungsende eine Mindestanzahl an versicherten Monaten erreicht haben, siehe https://der-privatier.com/arbeitslosengeld-alles-im-rahmen/ Diese erreichten Monate nennt man im Amtsdeutsch Anwartschaftszeiten.
          Paragraph 143 (2) SGB III verfügt dass diese Anwartschaftszeiten sich nicht überschneiden, sondern die neue AWZ nur soweit zeitlich zurückreicht, bis man auf eine alte AWZ stößt.

          Man kann es ganz platt so ausdrücken, nach ALG1 wird die Uhr Anwartschaftszeit auf Null zurückgesetzt. Man muß nach ALG1 wieder neue 36 Monate arbeiten, bevor man 18 neue Monate ALG1 erhält.

          Zum AA anfragen: Ich würde das ähnlich wie in deinem ersten Beitrag fragen, aber keine Antwortmöglichkeit vorgeben. Und im Nachsatz fragen, wie es mit dem Restanspruch aus dem „2017er“ ALG1 ist. Also sich möglichst dumm stellen, aber präzise Fragen stellen.
          PS: Kundennummer vom alten Bescheid nicht vergessen. Die sollen ihre Energie in die Beantwortung deiner Fragen stecken und nicht in die Suche „wer ist das eigentlich“

          • Hallo zusammen,

            gerne würde ich nun über Neuigkeiten berichten.

            Leider habe immer noch keine Antwort, bzüglich auf meine Anfrage beim AA erhalten.

            Die AA’ter sind wohl zur Zeit völlig überlastet.

            Garantiert werde ich, bei neuen Rückmeldungen vom AA,
            Euch die Info’s weiter geben.
            Versprochen !

            LG
            Stani

    • Ich kann eSchorsch da zustimmen: Je nach Dauer der aktuellen Beschäftigung wird sich der neue Anspruch auf 6 oder 8 Monate belaufen. Der Rest des alten Anspruches sollte dann dazu gerechnet werden.

      Gruß, Der Privatier

  20. Folgende Konstellation (und nachfolgend die Fragebn 1) bis 3):
    ALGI-Bezug für 2 Jahre bewilligt (>58 Jahre)
    Job angetreten nach 2 Monaten Bezug, d.h. Restanspruch 1 Jahr und 10 Monate bleibt
    neuer Job:
    – statt 40 nur 30 Stunden pro Woche und damit auch weniger Gehalt
    (da weiter Arbeitsweg von >2 Stunden pro Richtung, nicht anders möglich)
    – Dauer knapp unter 2 Jahre (im gegenseitigem Einvernehmen, um nicht die Frist für den Bestandschutz zu gefährden)
    1) Kann der Bestandsschutz bei Befristung, die knapp unter 2 Jahre liegt, und damit ganz offensichtlich im Einvernehmen so zustande kam, mit Sperrfrist bestraft werden?
    2) Ist der lange Arbeitsweg Grund genug, anzuerkennen, dass hier gar keine Vollzeitarbeit von 40 Stunden leistbar wäre, wenn sie allerdings bei der Arbeitssuche momentan und auch nach dieser befristeten Tätigkeit von knapp 2 Jahren sehr wohl wieder angestrebt wird?
    3) Hätte generell eine Befristung von 2 Jahren (so wie allgemein oft üblich)zur Folge, dass die Frist für den Bestandschutz überschritten wird? Ich wollte da lieber auf Nummer Sicher gehen. Zumal mit dann 61 Jahren meine Chance auf einen neuen Job doch nicht mehr ganz so hoch wäre…

    • Zu 1: Befristete Arbeitsverträge können bei Ablauf nicht mit einer Sperre belegt werden. Die Länge spielt dabei keine Rolle.

      Zu 2: Kann ich nicht beantworten. Ich nehme aber an, wenn zukünftig weiterhin in Vollzeit gearbeitet werden soll, sollten sich daraus keine Nachteile ergeben.

      Zu 3: Ja, mit einer auf exakt zwei Jahre befristeten Anstellung verliert man den Bestandschutz.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Renate Münznerich,

      zu 2)
      Nach einer „Zwischenbeschäftigung“ mit z.B. nur 15 Wochenstunden habe ich mich wieder arbeitslos gemeldet.
      Bei länger als 12 Monaten Beschäftigung erfolgt eine Neuberechnug für die Anspruchsdauer. Restanspruch und neuer Anspruch werden addiert und ggf. begrenzt (Alter). Dann erfolgt noch der Vergleich „alter Tagessatz“ zu „neuem Tagessatz“; der höhere Wert wird übernommen (2-Jahres-Regel).
      Ausschlaggebend bei der Arbeitslosmeldung ist die „gesuchte Arbeitzeit“. Vollzeit bedeutet voller ALG1-Satz; Teilzeit nur anteilig.
      Bitte unbedingt selbst in den Gesetzen und Bestimmungen nachlesen. Es kommen immer noch einige weitere Bedingungen hinzu. Diese dürften/ können Sie vermutlich auch erfüllen. Es müssen dann meist immer ALLE Bedingungen erfüllt werden.

      LG FÜR2012

  21. Hallo. Ich habe 6 Monate bei Job 1 gearbeitet wurde dann arbeitslos habe ein Monat Arbeitslosengeld bekommen da ich einen neuen Job angenommen habe, wo ich weniger verdient habe.und nach 6 Monaten kam wieder eine Kündigung:(
    Habe ich das Recht von Job 1 das Arbeitslosengeld zu bekommen? Oder wird das von Job 2 berechnet?

  22. Ja Anspruch schon aber bekomme ich das Geld von Job 1 die 60% oder wird das neu berechnet und ich bekomme von Job 2 wo ich weniger verdient habe die 60% das habe ich nicht verstanden
    Sorry und danke für die Antworten

    • Ebenfalls sorry ? du hast es schriftlich, in diesem Beitrag erklärt und einen Link oben. UND stehst in regem Kontakt mit dem Amt, welches nicht nur Geld überweist, sondern auch per Telefon oder E-Mail antworten wird. Bedeutet, du hast informiert und erhälst Post (und Geld) zu deinem Anspruch, der gemäß deinen Angaben und der Rechtslage aus deinem erstgenannten Arbeitsverhältnis entstanden ist. Also alles gut.

  23. Hallo! Ich freue mich, diese Seite hier gefunden zu haben.
    Ich habe da auch ein Problem. dass ich hier versuche kurz darzulegen.

    Ich bin 48, habe 22 Jahre in einer firma gearbeitet, dabei in den letzten 7 Jahren durchgängig etwa 2800 Euro brutto verident, bis ich den den Arbeitsplatz verlor. Dann war ich einen Monat Arbeitslos und habe auch Alg bekommen. Dann gab es direkt eine neue Stelle und ich habe sogar mehr verdient. 3000 Euro. Den Arbeitsplatz verlor ich ebenfalls aufgrund einer Pleite zum Ende der Probezeit nach 6 Monaten. Es folgten erneut drei Monate mit AlG in selber Höhe wie zuvor. Anschließend habe ich nun 9 Monate geabteitet für 2650 Euro Brutto, bis auch diese Firma (bdingt durch Corona)zur Aufgabe gezwungen war.

    Jetzt wurde für die Berechnung des ALG nur die letzte Stelle mit den 2650 Euro berücksichtigt und dementsprechend fällt nun auch das Alg gering aus. Wenn ich lese, was hier so steht, scheint hier doch etwas nicht zu stimmen, oder? Wäre es möglich, mich hier im kurzen zu erleuchten? Lässt sich mit den Angaben auch ermitteln, wie lange der Anspruch nun bestehen dürfte? Mir wurden nun 6 Monate bewilligt.

    • Wenn ich das alles richtig verstanden habe, habe ich auch Zweifel, inwieweit hier alle richtig berechnet wurde.
      Sind Sie sicher, dass Sie im ALG-Antrag die oben erwähnten Zeiten von Beschäftigungen und ALG-Bezug lückenlos angegeben haben?
      Sie müssten eigentlich einen neuen Anspruch erworben haben, da Sie in der Rahmenfrist von 30 Monate mehr als 12 Monate an versicherungspfl. Zeiten haben. Daher: Neuer Anspruch=12 Monate.
      Auch ein Bestandsschutz sollte noch greifen, da der letzte ALG-Bezug weniger als zwei Jahre zurückliegt.

      Ich würde einmal versuchen, mir den aktuellen Bescheid erläutern zu lassen und dabei natürlich die Bedenken vorbringen. Je nach Ergebnis wäre dann u.U. ein Widerspruch angebracht. Insbesondere, was die Dauer angeht. Bei der Höhe wird sich aber kein großer Unterschied ergeben. Die 6 Monate mit den höheren Einkünften finden keine Berücksichtung, da immer nur die letzten 12 Monate berechnet werden.

      Gruß, Der Privatier

  24. Szenario: ich habe ALG 1 Entgelt erhalten auf Basis von Vollzeit während der Zeit in der ich Anspruch erarbeitet habe.
    Dann war ich zwischenzeitlich weniger als 2 Jahre Teilzeit(!) beschäftigt (Befristeter Vertrag >1 Jahr, < 2 Jahre). Damit geniesse ich Bestandsschutz.
    Wie wird jetzt das neue ALG Entgelt berechnet? Ich möchte jetzt wieder Vollzeit arbeiten, habe aber in der Zwischenzeit wie gesagt nur teilzeit gearbeitet. Wird damit das alte, bestandsgeschützte ALG Entgelt gemäß der Teilzeitvereinbarung gekürzt?

    • Sofern die im Beitrag oben aufgeführten Bedingungen für die Teilzeitbeschäftigung alle erfüllt sind, sollten diese Zeiten nicht berücksichtigt werden und daher ALG in alter Höhe gezahlt werden.
      Auch eine Kürzung aufgrund der Teilzeittätigkeit sollte nicht erfolgen, wenn man deutlich machen kann, dass dies zukünftig nicht mehr gewünscht ist.

      Gruß, Der Privatier

  25. Ich verstehe die Beiträge oben so, dass eine Zwischenbeschäftigung nur dann genauer zu prüfen ist, wenn Versicherungspflicht bei der Arbeitslosenversicherung besteht. Das sehe ich nicht bei freiberuflicher Tätigkeit, selbstständiger Tätigkeit (z.B. Gewerbe), Minijob (z.B. auch im Privathaushalt) bis 450,- €.

    Wie verhält sich das bei einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung im europäischen oder nichteuropäischen Ausland ( z.B. CH) ?

  26. Ich war ab 16.09.19 arbeitslos und bekam eine ALG-Bescheinigung zu dieser Zeit über 24 Monate.
    Zwischenzeitlich war ich vom 01.01. – 31.07.20 wieder in Vollzeit beschäftigt und sogar mit einem höheren Gehalt wie vor dem 16.09.19.
    Meine neue ALG-Bescheinigung ab dem 01.08.20 hat denselben Betrag wie die vor der letzten Beschäftigung, obwohl mein Verdienst bei der letzten Beschäftigung höher war.
    Bedeutet das, daß dieser höhere Verdienst keine Auswirkung auf das neue ALG hat?
    Und die neue Anspruchsdauer sind auch keine 24 Monate mehr, sondern nur 615 Kalendertage.
    Wurde dabei die erste Inanspruchnahme des ALG vom 16.09. bis 31.12.19 mit angerechnet?

    • Vorab: Ich habe Ihren Namen etwas abgeändert. Bitte nutzen Sie diesen Namen bei evtl. weiteren Kommentaren. Danke.

      Zur Frage: Der (neue) Bescheid der Agentur ist korrekt. Sie haben mit Ihrer zwischenzeitlichen Beschäftigung von 7 Monaten keinen neuen Anspruch auf ALG erworben. Dafür wären mindestens 12 Monate erforderlich gewesen.
      Insofern bleibt nur der alte Anspruch, sowohl hinsichtlich der Höhe des Anspruches, als auch von der verbliebenen Restdauer.

      Gruß, Der Privatier

  27. Ich habe ALG I Anspruch bis 30.12.20, durch Corona habe ich eine Verlängerung bis 30.03.2021 bekommen. Ab 01.02.21 nehme ich ein Arbeitsverhältnis auf. Bleiben mir dann
    die 2 Restmonate erhalten, sollte ich wieder arbeitslos werden.

    Viele Grüße

    • Mir ist nicht bekannt, ob es zu den Corona-Sonderregeln irgendwelche Abweichungen zu den normalen Vorgehensweisen gibt. Die Frage könnte sicher in einem Arbeitslosenforum besser beantwortet werden.

      Gruß, Der Privatier

  28. Bei mir ist es inzwischen entschieden:
    Ende des Arbeitsverhältnisses zum 30.06.2021, kurz darauf werde ich 55
    Abfindung im Januar 2022
    Arbeitslosmeldung zum 1. oder 2. Januar 2023 geplant, ALG bis Mitte 2024

    Nun stellt sich die Frage, ob ich die freiwilligen Beiträge zur GKV (nur gut 200 Euro, da nicht gleich die Abfindung fließt; Familienversicherung in GKV leider nicht möglich, da Ehepartnerin Beihilfe/PKV) via Minijob (garantiert unschädlich für späteren ALG-Anspruch aus vorheriger Beschäftigung bis 30.06.2021) oder Midijob (ermäßigt Krankenkassenbeitrag mächtig) „erwirtschafte“, wäre zumindest eine Überlegung wert.
    Der Midijob ist ja nicht so ganz ungefährlich.
    Nun meine Frage: Bleibe ich bei unter 15 Wochenstunden, so gelte ich ja sogar mit Midijob als arbeitslos. Könnte diesen Job auch in der Arbeitslosigkeit fortführen (ich weiß, dass das, wenn mehr als aktuell erlaubte 165 € monatlich fließen, viel verschenktes Geld bedeutet und der Minijob < 15 Wochenstunden während ALG-Bezug viel sinnvoller wäre, es ihn in der Zeit grundsätzlich auch überhaupt nicht braucht, vielleicht bietet sich ja Verhandlungsspielraum mit AG für Minijob in der Zeit).
    Es geht darum, ob der Midijob < 15 Wochenstunden in der Dispositionszeit von anderthalb Jahren gefahrlos ausgeübt werden könnte und/oder ob er befristet (Ende vor ALG-Bezug) werden sollte. Oder eben besser gar nicht.
    Den – ins Auge gefassten – Job auch während ALG-Bezug weiterlaufen zu lassen, würde die Chancen verbessern, auch danach noch einige Zeit bei diesem AG (sozialer Bereich, würde mir Spaß machen und noch ein bisschen Sinn geben) verbleiben zu können…
    Natürlich fließt bis dahin noch viel Wasser die Donau herunter, wer weiß, was sich noch ergibt 😉

    • Die Regeln, die bei Ausübung einer Zwischenbeschäftigung zu beachten sind, sowie die möglichen Folgen, habe ich ja in den beiden obigen Beiträgen erläutert. Welche Auswirkungen eine solche Beschäftigung hat, wenn sie parallel zum ALG-Bezug ausgeübt wird, ist in der Frage richtig dargestellt und somit offenbar bekannt.

      Zum Midijob hat hier ein Kommentator ein zusätzliches Risiko aufgezeigt, bei dem ich aber unsicher bin, ob dies ein generelles Problem ist. Siehe hier:
      https://der-privatier.com/kap-9-14-arbeitslosengeld-nach-einer-zwischenbeschaeftigung-2/#comment-29243

      Ob man nun einen Mini-/Midi-Job ausüben möchte oder nicht, hat sicher auch noch andere Aspekte und von daher muss das jeder für sich entscheiden. Für mich selber käme das jedenfalls nicht in Frage.

      Gruß, Der Privatier

  29. Hallo lieber Privatier, liebe Gemeinde,

    zunächst wünsche ich allen ein frohes neues Jahr!

    es besteht ein Anspruch auf ALG I aus 2020 (Bescheid liegt vor). Nun möchte ich mich nach Zwischenbeschäftigung (8 Monate, also kein neuer Anspruch entstanden) erneut arbeitslos melden. Ich habe Infos gefunden, dass ein Antrag auf Wiederbewilligung des bestehenden Bescheides gestellt werden muss. Leider finde ich dazu keine Informationen, wie ich vorgehen muss. Wie stelle ich diesen Wiederbewilligungs-Antrag? Oder muss ich online „ganz normal“ nochmals einen neuen Antrag auf Arbeitslosengeld I ausfüllen? Macht ja eigentlich keinen Sinn, weil ja gar kein neuer Anspruch entstanden ist….Vielleicht hat jemand dazu eine Info?

    Vielen herzlichen Dank im Voraus!

    • Ja, es muss „ganz normal“ ein neuer Antrag auf ALG1 gestellt werden. Dort gibt es ein Frage, bei der nach einem vorherigen Bezug von ALG gefragt wird. Bitte unbedingt darauf achten, dass diese Angaben ausgefüllt werden (Zeitraum und Kundennummer)!
      Über diese Angaben stellt die Agentur die Verbindung zu dem alten Anspruch her, so dass keine erneute Überprüfung der alten Voraussetzungen erforderlich ist.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Vielleicht schauen Sie einmal in Ihren alten Antrag, ob Sie das Feld dort finden.

      • In dem aktuellen Online-Formular gibt es keine Frage/Feld zum vorherigen Bezug von ALG mehr. Es gibt nur folgende Erläuterung: „Zu Frage 3a: Lückenlose Angaben sind in der Regel für die letzten 5 Jahre erforderlich. Sollten Sie in den letzten fünf Jahren bereits Arbeitslosengeld bezogen haben, sind Angaben nur für die Zeit seit dem letzten Bezug von Arbeitslosengeld erforderlich.“ Anscheinend gleicht die AA das automatisch mit den hinterlegten Datenbestand ab.

        • Okay. Danke für die Info.
          Früher war es genau die Frage 3a, bei der ein früherer ALG-Bezug nebst Kunden-Nr. einzugeben war. Die Angaben zu den zurückgelegten Zeiten (inkl. ALG-Bezug) waren dann in Frage 3b zu beantworten.
          Dann schauen wir mal, ob da jetzt heute tatsächlich ein automatischer Abgleich der Daten erfolgt…

          Gruß, Der Privater

          • Mich würde an dieser Stelle interessieren, ob der jetzige Arbeitgeber bei einem neuerlichen Antrag bzw Wiederbelebung von ALG-1-Anspruch einen Antrag mitausfüllen muss oder meine Angaben ausreichend sind? Eigentlich habe ich ja noch Bestandsschutz. Vielen Dank für die Rückmeldung

          • @Ilo: Bei einer Neubeantragung eines bereits bestehenden älteren ALG-Anspruches werden keine Angaben der früheren AG mehr benötigt. Das Bemessungsentgelt wird auch nicht noch einmal neu berechnet. Ggfs. werden nur geänderte persönliche Daten berücksichtigt.

            Gruß, Der Privatier

          • Leider ist es doch so, dass der jetzige Arbeitgeber bei einem neuerlichen Antrag bzw Wiederbelebung von ALG-1-Anspruch einen Antrag mitausfüllen muss und meine Angaben eben nicht ausreichend sind. Trotz Bestandsschutz. Beide Arbeitgeber müssen nun eine mehrseitige Arbeitsbescheinigung ausfüllen mit Angabe Gehalt etc.

          • @Ilo: Wenn seit der Feststellung des „alten“ ALG-Bescheids in der Zwischenzeit weitere Beschäftigungen ausgeführt wurden, ist für diese auch eine Verdienstbescheinigung des AGs erforderlich. Das ist korrekt.
            Das war mir aber aus der ersten Fragestellung nicht klar geworden.

            Ich sehe aber auch nicht, wo das Problem liegt, wenn der AG eine Bescheinung ausfüllen muss?

            Gruß, Der Privatier

          • Naja, vielleicht möchte man einfach keinen Kontakt mehr haben zu gewissen Menschen und ist froh, das Kapitel hinter sich gelassen zu haben… Leider ist das Arbeitsamt da auch wenig hilfreich. Die könnten sich die Daten ja auch selbst holen. Im Prinzip braucht es die Daten ja gar nicht, da die Zwischenbeschäftigung unter einem Jahr lag. Auch über die Steuerbehörde könnten Daten abgerufen werden. Sonst gehen die Behörden auch ziemlich freizügig mit den Daten um, wenn es darum geht, Geld einzutreiben…

          • @Ilo: Okay, aber ein kurzes Telefonat oder auch ein Brief/eMail wird ja noch möglich sein, oder?

            Im Übrigen ist eine Arbeits-/Verdienst-Bescheinigung keine „nette Freundlichkeit“ des Arbeitsgebers, um die man betteln müsste, sondern es ist eine Verpflichtung des AGs!
            Anfordern können übrigens sowohl der Arbeitnehmer als auch die Agentur für Arbeit. Kommt der AG der Aufforderung nicht nach oder macht er unvollständige oder falsche Angaben, kann ihm sowohl ein Bußgeld als auch Schadensersatzanspruch drohen. Mehr dazu hier: https://www.anwalt.de/rechtstipps/arbeitsbescheinigung

            Gruß, Der Privatier

  30. Hallo,
    ich habe mir einen Plan zurechtgelegt und würde mich sehr über Rückmeldungen freuen. Fragen vorwiegend zum Arbeitslosengeld, nicht während eines Dispojahres, aber während einer Phase, in der man sich vorrübergehend aus dem Bezug von ALG abgemeldet hat, deshalb an dieser Stelle 🙂

    Aufhebungsvertrag 2019, Beschäftigungsende 31.12.2020, zum 1.1.21 arbeitslos gemeldet, noch kein ALG1 beantragt, Abfindung in diesem Monat, ü55, verheiratet.
    Plan: ALG1 zum Februar beantragen, um Anspruch schriftlich feststellen zu lassen. Habe die letzten Jahre Teilzeit gearbeitet, möchte dem Arbeitsmarkt die gleiche Zeit zur Verfügung stehen. Dann wird ALG1 nicht gekürzt?

    Mache mich im kreativen Bereich selbstständig, AVGS für Gründer-Coaching in Aussicht, Einkommen anfangs gering.
    Plan: Vom ALG1-Bezug ab- und wieder anmelden – je nachdem, ob ich in einem Zeitraum selbstständig tätig bin (sprich: Aufträge habe) oder nicht. Die Mindeststundenzahl von 15 gilt dabei bei Selbstständigen offenbar nicht.

    Merkblatt der AfA: Kann Leistungsbezug bis zu 6 Wochen unterbrechen und danach ohne erneute Arbeitslosmeldung und Antragstellung die Leistung weitergezahlt bekommen. Beginn und Dauer der Beschäftigung müssen unverzüglich mitgeteilt werden.
    Weiß jemand, ob das so mehrfach innerhalb des Anspruchszeitraums von 4 Jahren durchführbar ist, ohne Probleme mit der AfA zu bekommen?

    Plan: Freiwillige AL-Pflichtversicherung als Selbstständige, sobald möglich, beantragen (die immer aktiv wird, wenn ich mich vom ALG1 abmelde). Hat eine selbstständige Tätigkeit mit AL-Pflichtversicherung, die ich zwischen den Bezügen von ALG1 ausübe, keinen Einfluss auf den festgestellten ALG-Anspruch – egal wie hoch Verdienst und Stundenzahl sind?

    Nach 12 Monaten AL-Pflichtversicherung (innerhalb 30 Monaten) würde ein neuer Anspruch auf ALG1 (nach Selbstständigen-Tabelle) entstehen. Restanspruch und neuer Anspruch würden addiert, auf Höchstdauer begrenzt, der höhere ALG-Anspruch würde gezahlt, richtig?

    Plan: Möchte mit meiner Selbstständigkeit „in die Hufe kommen“ (werde nicht jünger 😉 Steuerliche Belastung 2021 hoch durch Abfindung, ALG1 und Selbstständigkeit, sehe keine Steuersparmöglichkeit außer Verschieben der Einkünfte – oder hat jemand doch eine Idee? Einzahlung in RV nicht geplant, hoffe, die Abfindung selbst gewinnbringender anlegen zu können 🙂

    Entschuldigung für diesen langen Text, vielleicht hat trotzdem jemand Lust, sich damit zu beschäftigen…

    Vielen Dank und Grüße, Johanna

    • Ich möchte einmal raten, sich noch einmal genaue Gedanken über die freiwillige Arbeitslosenversicherung zu machen!
      Ich will nicht sagen, dass diese generell sinnlos wäre, aber es kommt eben auf die weiteren Vorstellungen zur Lebensplanung und zu den selbstständigen Tätigkeiten an.

      Als problematisch könnte sich u.U. erweisen, dass nach einer gewissen Zeit (mind. 12 Monate) über die freiw. ALV ein neuer Anspruch auf ALG entsteht. Wenn nun ALG beantragt wird, wirkt innerhalb der ersten zwei Jahre noch der Bestandsschutz, d.h. die Höhe wird auf Basis eines alten Anspruches berechnet. Dies gilt aber eben nur für zwei Jahre, danach wird das ALG fiktiv bemessen! Das ist in der Regel nachteilig.

      Abzuwägen ist also ein zweijähriger Bestandsschutz und ein Anspruch, der bis zu vier Jahre geltend gemacht werden kann. Wie gesagt: Es kommt auf die weiteren Planungen an…

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,
        vielen Dank, den zweijährigen Bestandsschutz hatte ich nicht auf dem Zettel! Mein Plan ist, vorzusorgen, falls meine Selbstständigkeit nicht erfolgreich ist (denke ich nicht, gehe aber lieber auf Nummer Sicher), denn bis zur frühestmöglichen Rente ab 63 habe ich noch ein paar Jahre. Wegen des zweijährigen Bestandsschutzes muss ich also darauf achten, dass der neue Anspruch nicht zu früh aufgebaut ist und den höheren alten Anspruch verdrängt…

        Sind meine weiteren Überlegungen richtig?
        – Um sicher zu gehen, lasse ich zum Februar meinen Anspruch schriftlich feststellen, eventuell melde ich mich danach gleich wieder ab.
        – Die Selbstständigkeit ohne freiwillige Arbeitslosenversicherung zwischen dem eventuell notwendigen An- und Abmelden vom ALG1 ist unschädlich für meinen festgestellten Anspruch?
        – Und das ALG1 wird nicht gekürzt, wenn ich mich für die gleiche (Teil-)Zeit zur Verfügung stelle, die ich in den letzten Jahren auch gearbeitet habe?

        Vielen Dank für eine kurze Bestätigung, wenn es so sein sollte 🙂
        Viele Grüße, Johanna

        • Ihre weiteren Überlegungen sind korrekt.

          Ich muss aber meine Aussage zum zweijährigen Bestandsschutz noch einmal etwas klarer formulieren (war oben etwas undeutlich):
          Der zweijährige Bestandsschutz besagt, dass Sie zwei Jahre nach der letzten ALG-Zahlung einen Anspruch darauf haben, dass bei einem neu entstehenden Anspruch mindestens das Bemessungsentgelt des alten Anspruchs verwendet wird.
          Wichtig ist dabei, dass die zwei Jahre ab der letzten ALG-Zahlung zählen. Das kann also bei zwischenzeitlichen Abmeldungen auch mehrere Jahre nach dem Beschäftungsende sein.
          Das nur noch einmal zur Klarstellung.

          Gruß, Der Privatier

          • Dann bin ich erleichtert. Und jetzt ist auch der zweijährige Bestandsschutz ganz klar – eine sehr gute Regelung.

            Vielen Dank für die Unterstützung und den tollen Blog, Johanna

  31. Ich will auch mal einen Rat zurückgeben (auch wenn es nur um einen Nebenaspekt geht), sonst habe ich hier immer nur wertvolle Informationen empfangen.
    Ich lese bei Dir:
    „Einzahlung in RV nicht geplant, hoffe, die Abfindung selbst gewinnbringender anlegen zu können.“
    Selbst hatte ich während einer langen Freistellung viel Zeit, mich mit dem Thema Rente zu beschäftigen. Und klares Ergebnis: momentan ist die gesetzliche Rentenversicherung klarer Favorit, um sein Geld sicher und effizient anzulegen, wenn man die Altersvorsorge absichern möchte. Da ich darin sonst kein Profi bin, könntest Du Dir dafür doch einfach mal noch neutralen Rat holen. Genutzt habe ich z.B. die persönliche Beratung bei der Verbraucherzentrale und parallel die ebenso unabhängigen Informationen der Stiftung Finanztest. Das ist keine Werbung, sondern tatsächlich das Ergebnis eigener Recherchen.

    • Vielen Dank für diese Rückmeldung! Ich werde mich daraufhin noch einmal bei den genannten Quellen schlau machen – und eine persönliche, neutrale Beratung ist definitiv ein guter Rat.
      Viele Grüße, Johanna

  32. Hallo,
    ich hätte da auch mal eine Frage und hoffe sehr , dass jemand eine korrekte Antwort hat.
    Wenn man durch eine Massnahme also einen Lehrgang sein ALG 1 verlängert bekommt, entsteht logischerweise ein späterer Zeitdpunkt des ALG1 Zahlungsende.
    Normales Ende zb. 15.04.2021 durch Verlängerung 01.06.2021 . Wenn man also in der Verlängerung zb.am 05.05.2021 eine schlechter bezahlte Arbeit aufnimmt und zwischen 1 und 2 Jahren dort arbeitet und seinen Job wieder verliert, erfolgt welche Berechnung für den Neubezug des ALG 1 ?
    1. Zählt dann die Zwischenbeschäftigung,obwohl in der Verlängerungsphase Arbeit aufgenommen?
    2. Wenn man dann zb. älter als 58 Jahre ist greift dann der erhöhte Anspruch?
    Also nochmal 6 Monate zum Altanspruch + zb.für 18 Monate arbeitet die 9 Monate Neuanspruch
    dazu?
    3.Oder gibt es dann den Restanspruch + die halbe Zeit der Zwischenbeschäftigung?
    4. Oder gar nix , weil in der Verlängerungsphase Arbeit aufgenommen wurde und so nur Neuanspruch mit Geringverdienstberechnung erfolgt?
    Ich hoffe sehr Ihr konnten meine Wissenslücke begreifen und hoffe noch mehr auf eine korrekte Antwort.

    Vielen Dank schon mal im voraus.
    Bernd

    • Vorab: Ich musste Ihren Namen ändern. Bitte nutzen Sie zukünftig nur diesen.“

      Die Frage würde sicher besser in einem Arbeitslosenforum gestellt, ich will aber trotzdem meine Einschätzung dazu abgeben:

      Ich sehe keinen besonderen Einfluss der durch die Maßnahme verlängerten Bezugszeit. Daher dürften auch in diesem Fall die „normalen“ Regeln gelten:
      * Bei mehr als 12 Monaten Zwischenbeschäftigung entsteht ein neuer Anspruch.
      * Bei weniger als 24 Monaten gilt der Bestandsschutz, d.h. das Bemessungsentgelt wird mindestens in alter Höhe zugrunde gelegt.
      * Die Dauer des neuen Anspruches wird nach dem neuen Alter bemessen. Details dazu im Beitrag: https://der-privatier.com/arbeitslosengeld-alles-im-rahmen
      * Sind noch Reste von alten Anspruch vorhanden, so werden diese zum neuen hinzuaddiert, jedoch nur bis zur max. für das Alter möglichen Dauer.

      Gruß, Der Privatier

  33. Lieber Privatier,

    vielen vielen Dank für die Information.
    Das läßt mich ruhiger schlafen.
    Da kann ich auch einen schlecht bezahlten Job annehmen und im laufe der Zeit mich
    etwas höher arbeiten.
    Wenn es nicht klappt bin ich trozdem abgesichert.

    Nochmals besten Dank dafür ,das es solche Menschen wie Sie gibt!!!!

    Mit freundlichsten Grüßen
    Bernd-O

  34. Hallo Privatier,
    bin gerade im Dispojahr und werde ab 01.01.2022 ALG1 beziehen. Vermutlich wird meine Krankenkasse daher die in 2021 geleisteten freiwilligen Beiträge (für 36 Monate) in 2022 zum Teil wieder zurückerstatten (Guthabenkonto geht nicht). Ich bin gesetzlich versichert.
    Frage: Muss ich diese Rückerstattung in 2022 der Agentur für Arbeit mitteilen und erfolgt dadurch eine Neuberechnung des Arbeitslosengeldes? Danke für deine Antwort.

  35. @eSchorsch: Danke dir. War nicht sicher, ob solche Rückzahlungen Einfluss haben auf ALG1. Wäre ärgerlich gewesen, wenn ja.

  36. Hallo,
    erstmal vielen Dank für diese sehr informative Seite.
    Ich bin 59 Jahre alt und habe zum 30.6. einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung unterschrieben.
    Ich habe jetzt die Möglichkeit einen befristeten Arbeit bis zum 31.12. anzunehmen und will mich dann zum 1.1.2022 arbeitslos melden.
    Muss ich mit einer Sperrfrist rechnen, obwohl der 2. Arbeitsvertrag ausläuft?
    Vielen Dank im Vorraus

    • https://anwaltauskunft.de/magazin/leben/soziales/sperre-beim-arbeitslosengeld-nach-befristeter-beschaeftigung

      … siehe FA §159 SGB III … „wichtiger Grund“

      o) ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis zu Gunsten eines befristeten aufgegeben wird und bei der Auflösung des alten Beschäftigungsverhältnisses die konkrete Aussicht bestand, dass die neue Beschäftigung in ein dauerhaftes Beschäftigungsverhältnis umgewandelt wird,

      p) ein unbefristetes Beschäftigungsverhältnis zu Gunsten eines auf mindestens zwei Monate befristeten Beschäftigungsverhältnisses aufgegeben wird und zeitnah (nicht abwendbare maximal 1 Monat andauernde Unterbrechung) in die befristete Beschäftigung gewechselt wird und
      – eine Tätigkeit in einem anderem Berufsfeld ausgeübt wird, in dem zusätzliche berufliche Fertigkeiten erlangt werden; die Höhe der Bezahlung ist unerheblich oder
      – die befristete Beschäftigung der früher erworbenen höheren beruflichen Qualifikation entspricht oder
      – in der befristeten Beschäftigung ein erheblich höheres Arbeitsentgelt erzielt wird; hiervon ist bei einer Steigerung von mindestens 10 % auszugehen, oder
      – die unbefristete Beschäftigung in einem Leiharbeitsverhältnis war und zugunsten einer regulären günstigeren befristeten Beschäftigung aufgegeben wird

      Gruß
      Lars

    • Ich würde den Link von Lars und den Auszug aus den fachlichen Weisungen einmal auf einen kurzen Nenner bringen: Wenn man einen wichtigen Grund für die Aufgabe des unbefristeten Arbeitsverhältnisses hat und dies plausibel begründen kann, stehen die Chancen gut, keine Sperre zu bekommen.

      Ansonsten gilt die Grundregel: Eine Sperrzeit wg. Arbeitsaufgabe wird u.a. dann ausgesprochen, wenn eine unbefristete Beschäftigung zugunsten einer befristeten Beschäftigung aufgegeben wurde und nach der Aufgabe Arbeitslosigkeit eintritt, es sei denn, seit dem Ende des ersten Beschäftigungsverhältnisses ist mehr als ein Jahr vergangen. (Ebenfalls ein Zitat aus den Fachlichen Weisungen zum §159 SGB III).

      Gruß, Der Privatier

  37. Hallo Zusammen,
    Sind die folgenden Szenarien möglich oder gibt es Gedanke Fehler meinerseits?

    Ausgangslage: Bescheid 18 Monate ALG1 vorhanden, Alter 55
    Ziel: die 8 Jahre bis zur (63)Rente optimal zu überbrücken, und die Privatier/Hausfrau Jahren zu verkürzen, da vorhanden Privatvermögen begrenzt ist.

    Option A
    1-6 Monaten ALG1 beziehen
    Maximal 11 Monaten arbeiten und dann kündigen
    Da kein neuer Anspruch auf ALG1 entsteht, kann auch keine neue Sperrzeit verhängt werden (Meine These)
    Restanspruch ALG1 beziehen oder Teil davon und einschließlich wieder 11 Monaten arbeiten.
    Zeithorizont maximal 4 Jahren ist gewährleistet: 18 Monaten ALG1 + 22 Monaten Arbeit

    Option B
    6 Monaten ALG1 beziehen

    23 Monaten arbeiten und dann kündigen => Neuer 10 monatigen ALG1 Anspruch entsteht aber wegen Kündigung wird auf ¾ gekürzt daher nur 7,5 Monaten ALG1 (2.Bescheid).
    Rest Bestand früherer ALG1 Anspruch 12 Monaten + 7,5 Monaten neuer ALG1 Anspruch => 18 Monaten ALG1 basierend auf Leistungsentgelt 1. Bescheid!
    Das setzt aber voraus, dass nur der 2. Bescheid von der Sperre betroffen ist.

    Option C (Dispojahr reloaded :0))
    6 Monaten ALG1 beziehen

    24 Monaten arbeiten + Dispojahr => 12 Monaten neuer Anspruch ALG1 (keine Sperre wegen Dispo)
    Rest Bestand früherer ALG1 Anspruch 12 Monaten + 12 Monaten neuer ALG1 Anspruch => 24 Monaten ALG1 (inzwischen 58 Jahren alt) basierend auf Leistungsentgelt 2. Bescheid

    Leider ist mir noch nicht klar wie die Berechnung des Leistungsentgeltes ab 2024 sich ändert.

    Für jegliche Hinweise oder Tipps über die Durchführbarkeit und Korrektheit der oberen Optionen bin ich dankbar.
    Liebe Grüße
    Die Tante

    • Inzwischen fündig geworden, leider sind meine Optionen fehlerhaft!

      https://www.haufe.de/sozialwesen/sgb-office-professional/sperrzeit-rechtsfolgen-21-minderung-der-anspruchsdauer_idesk_PI434_HI1806311.html

      Eine Sperrzeit wegen Arbeitsaufgabe beeinträchtigt die gesamte Anspruchsdauer: Restanspruch + eventuell neu entstandener Anspruch.

      Option A
      Kürzung Restanspruch 4,25 – 3 Monaten

      Option B
      Kürzung 4,5 Monaten
      10+12 => 18 Monaten max Anspruch, der um 1/4 gekürzt wird

      Option C sollte ok sein wegen Dispositionsjahr.

    • Ich habe die verschiedenen Varianten gerade erst gelesen, aber offenbar ist die Antwort ja bereits gefunden. Diese erscheint mir auch soweit plausibel, obwohl ich mich bei diesen mehrfachen Wechseln auch nicht sonderlich gut auskenne. Ich denke, solche Überlegungen könnten in einem Arbeitslosenforum besser beantwortet werden.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Tante,

      eine Optimierungsmöglichkeit wäre eine befristetes Beschäftigungsverhältnis.
      Keine Kündigung = keine Sperre

      Weitere Optionen:
      ALG 1 voll beziehen.
      Anschließend befristete Beschäftigung für 2 Jahre mit neuem ALG 1 Anspruch für 1 Jahr
      Da viele Arbeitgeber gerne Verträge zunächst befristen auf 2 Jahre ergibt sich dies eventuell sogar fast von selbst.

      Die Herausforderung dürfte sein, überhaupt einen neuen (guten) Job zu finden.

      Viele Grüße Stephan

      • Hallo Stephan,

        Ich bin absolut deine Meinung, befristete Stelle sind am geschickteste.
        …und wenn ein späteres Übernahme Angebot ohne Bedenken abgelehnt werden „darf“, dann sind sie für mich ideal.

        • Anbei meine Zwischenbilanz

          – Das Dispositionsjahr + 3 Tagen (2020-2021) hat was Sperre angeht voll funktioniert => keine Sperre und Kürzung der ALG Bezugsdauer.
          – Im Jahr 2021 bin ich 55 geworden und somit ist mein ALG1 Bescheid für 18 Monate anstatt 11 Monate (15-1/4*15).
          – Da ich drei Monate in 2020 noch arbeiten musste, um die Kündigungsfristen einhalten zu können, war die Steuerersparnis in 2020 nicht so hoch wie ich gehofft habe, aber es hat gereicht um die gesetzliche Krankenkasse zu zahlen (Leider keine Familie Versicherung möglich da Ehemann privat versichert ist).
          – Da die Kündigungsfrist eingehalten wurde, blieb die Abfindung von der GKK unangetastet….sie haben trotzdem monatlich viel kassiert.
          – Während des Dispojahres hatte ich einen Minijob, ohne Wirkung auf ALG Bescheid oder Abfindung Besteuerung.
          – Nach 5 Monaten ALG1, habe ich jetzt für 21 Monate eine befristete Stelle gefunden.

          – Da ich über 52 bin UND mehr als 4 Monate ALG1 bezogen habe, kann der Vertrag ohne Vorliegen eines sachlichen Grundes auf bis zu 5 Jahre verlängert werden.

          – Es ist klar, dass eine eventuelle Verlängerung auf 5 Jahre das Erlöschen meines altes ALG1 Anspruch mit sich bringt, und jegliche Bestandsschutz (Höhe ALG1 24 Monate ab letzten Tag der Arbeitslosigkeit & Restbezugsdauer 5 Jahre ab Entstehung des ALG1 Anspruches) verloren geht aber dann wäre ich 60 und der neue Anspruch ALG1 wäre für 24 Monate.

          Somit eröffnen sich neue Gestaltungsmöglichkeiten für die Zukunft

          Sollte der Vertrag nicht verlängert werden, dann bleibt immer der ALG1 Bestandsschutz für die weitere Planung.

          Danke Herr Peter Ranning und danke allen anderen Forum-Fachexperten.
          @ Herr Ranning ich hoffe euch geht es gut!

          • Super, dass es so gut geklappt hat bei dir. Ich habe da 2 Fragen, da mir sowas auch bevorsteht.

            – Du meintest du hättest dennoch mehr als den Mindestsatz bei der Kk bezahlen müssen ? Wäre ja nicht rechtens bzw. kann man wiederum von der Steuer absetzen.

            – Wie hattest du die Agentur für Arbeit über das Dispojahr informiert und wie haben sie es aufgenommen bzw. wie bestätigt ?

          • @Rainer-B
            Die Antwort Funktion ist deaktiviert daher hänge ich meine Antwort hier.

            Da ich freiwillig GKK versichert war und mein Mann privat versichert ist, wird der GKK Beitrag auf Basis der Familie Einkommen berechnet.
            Die Krankenkasse Beiträge kann man von Steuer absetzen und das mindert das zu besteuern Einkommen
            aber wenn in Dispo Jahr die Einkommen niedrig sind (Limit -> 0) dann ist die Steuer Ersparnisse nicht so groß.
            Steuer Progression.

            Ich habe mich Arbeitsuchend gemeldet 3 Monaten vor Ende meines Arbeitsverhältnisses und bei Treffen mit meinem Betreuer ihm mitgeteilt, dass ich vor hatte ein Jahr Auszeit zu nehmen, weil …
            Er hat es in der Eingliederungsvereinbarung festgehalten.
            Somit war alles offiziell dokumentiert und in mein Profil online gespeichert.
            Er meinte, ich soll mich 3 Monaten vor Beantragung der ALG1 wieder Arbeitsuchend melden.
            Meine Meinung nach ist gesetzlich nicht nötig und das Risiko ist „nur“ eine Woche Sperre…egal es kostet nichts, ich habe es getan.

            Bei 2. Arbeitssuchende Meldung habe ich mich telefonisch über die Hotline vergewissert, dass die Arbeitslosenmeldung erst zum „Datum“ gemacht wird, da ich den Anspruch erst später entstehen lassen möchte: wegen Corona wurden Arbeitsuchend und Arbeitslosenmeldung zusammen gemacht. Danach habe ich Id-Identity Verfahren gemacht und Arbeitslosengeld online beantragt.

  38. Hallo Privatier,

    ich habe 18 Monate + 1,5 Monate durch Bildungsgutscheinmaßnahme ( Lehrgang)
    Bewilligung auf ALG 1.
    Letzter Tag der bewilligten Zahlung von ALG 1 ist der 01.06.2021
    Habe relativ hohes ALG 1 ,durch eben hohen Verdienst im Vorfeld.
    Möchte nun Ende Mai einen neuen , natürlich richtig schlecht bezahlten Job annehmen.
    Somit wäre ich in einer Zwischenbeschäftigung.
    Will mindesten 12 Monate aber auf jeden Fall unter 24 Monaten arbeiten.

    Ich hatte im letzten Job die 35 h Woche somit ca 155 h im Monat.
    (Daraus das jetztige ALG1 berrechnet.

    1 Frage: muß ich nun in der Zwischenbeschäftigung auch die 155 h arbeiten, um wieder
    das ALG1 in jetztiger Höhe zu erhalten?

    Ich würde gern einen Job annehmen mit nur 80 h im Monat!
    Würde das bedeuten, bei rund halber Arbeitsstundenleistung in der Zwischenbeschäftigung,
    dann auch nur die Hälfte vom jetzigen ALG1?

    Bin mit 56,5 Jahren in die ALG 1 rein. Somit 18 Monate+ 1,5 Monate Bewilligung erhalten.
    Werde wie oben beschrieben die 19,5 Monate ALG1 beziehen und werde 4 Tage als Rest
    vom Anspruch stehen lassen. (zwecks Zwischenbeschäftigung)

    Wenn ich nach der Zwischenbeschäftigung wieder ALG 1 beantrage bin ich
    59,5 Jahre alt.

    Bei 12 Monaten in Zwischenbeschäftigung würde ich nochmal 6 Monate + die 4 Tage Restanspruch erhalten.
    Frage: Bekomme ich weil ich dann über 58 Jahre alt bin Berrechnungsgrundlage 24 Monate ALG1?
    Das heißt wie oben beschrieben: Neuanspruch durch Zwischenbeschäftigung 6 Monate + 4
    Tage Rest + 6 Monate wegen des Alters?

    Vielen Dank schon im voraus und freundlichste Grüße

    • Zur ersten Frage sind mir die detaillierten Regeln nicht bekannt. Solche Fragen haben größere Aussicht auf eine Beantwortung in einem speziellen Arbeitslosenforum.

      Das gilt im Prinzip auch die zweite Frage. Hier bin ich mir aber sehr sicher, dass der neue Anspruch (nach 12 Monate Beschäftigung) 6 Monate beträgt und die restlichen 4 Tage dazu addiert werden. Also in der Summe 6 Monate + 4 Tage. Mehr wird es nicht!

      Gruß, Der Privatier

    • @Bernd-O

      ich habe das gleiche vor.

      Wenn Sie aus anderer Quelle eine Antwort auf Ihre Frage 1 finden sollten, wäre es nett, wenn Sie dies hier online stellen.

      Gruß

      Bruno

  39. Hallo Privatier,

    bedanke mich erst mal herzlich für die Antwort.

    Hätte jedoch noch zwei Fragen.

    1.Wenn ich den Job aufnehme und nur zb. 1 Monate dort arbeite ,danach zb. 2 Monate keinen Job habe und danach wieder einen finde,für 11 Monate,wird das wenn ich keinen ALG1 Antrag , als ein Jahr Gesamtarbeitszeit akzeptiert?
    Also Zwischenbeschäftigung mit Unterbrechung!

    2.Habe z.Z. ein kleines gesundheitliches Problem ,was hoffentlich nicht größer wird.
    Wenns größer würde und ich wäre z.B. eine Woche vor Ablauf des ALG1 Anspruch krank,
    würde ich nach Ablauf von ALG 1 dann nahtlos weiter Krankengeld von der Krankenkasse beziehen?
    Oder muß ich zwingend erst 6 Wochen bei ALG1 krank gewesen sein?

    Besten Dank Der Bernd

    • Beide Fragen sollten aus meiner Sicht kein Problem darstellen:
      Für den ALG-Anspruch ist es nur erforderlich, innerhalb der Rahmenfrist von 30 Monaten insgesamt mindestens 12 Monate mit Beschäftigung vorweisen zu können. Unterbrechungen sind unerheblich. Und nach Ablauf des ALG-Anspruches besteht Anspruch auf Krankengeld, sofern die Arbeitsunfähigkeit bereits während des ALG-Bezuges begonnen hat.

      Ich möchte aber noch einmal empfehlen, Fragen dieser Art besser in einem Arbeitslosenforum zu stellen, da man dort mehr Erfahrung mit derartigen Fallkonstellationen hat.

      Gruß, Der Privatier

  40. Vielen Dank an den Privatier,

    An Bruno !

    habe auf einer offiziellen Seite der Agentur für Arbeit , folgendes gefunden.

    Wenn man zB. nur die Hälfte der Stunden in der Zwischenbeschäftigung arbeit, wie vor Bezug von ALG1 , auch nur die Hälfte der Höhe vom Erst ALG1 sein.
    Natürlich nach 12 Monaten Arbeit 6 Monate ALG1 Anspruch.

    Bedanke mich nochmals ist echt super nett!!!

    Freundlichste Grüße an unseren Privatier

    • @Bernd-O

      Können Sie bitte die Quelle für diese Info (… auch nur die Hälfte …) hier posten. Ich habe nämlich in einem ALO-Forum genau das Gengenteil gefunden.

      Vielen Dank

      Gruß

      Bruno

  41. Man muss sich bei der erneuten Arbeitslosmeldung als Vollzeit arbeitssuchend melden, dann bekommt man Arbeitslosengeld wie zuvor, wenn seit dem Bezug des letzten Arbeitslosengeldes noch keine 2 Jahre vergangen sind.
    Auch wenn die Zwischenbeschäftigung in Teilzeit war, ist es wichtig, dass man einen Vollzeitjob sucht.

  42. Hallo an Alle,

    habe folgendes über die Suchanfrage:
    https://www.finanztip.de/bestandsschutz-arbeitslosengeld/#ixzz4UMYGj6UG
    gefunden

    Dr. Britta Beate Schön Stand: 25. Januar 2018
    Die Agentur für Arbeit kann das Bestandsschutzentgelt kürzen (§ 151 Abs. 5 SGB III). Falls das frühere Bemessungsentgelt mit einer Beschäftigung von zum Beispiel 38,5 Wochenstunden ermittelt war und für den aktuellen Anspruch ein Bemessungsentgelt nach 25 Wochenstunden zu berechnen ist, kann die Agentur das frühere Bemessungsentgelt von 38,5 Wochenstunden nicht heranziehen. Die Agentur kürzt den Anspruch:

    Ob das nun stimmt weiß und verstehe ich auch langsam nicht mehr.
    Desto länger ich suche desto verwirrter bin ich.

    Alles ohne Garantie!

    Findet Jemand etwas definitifes?
    Brauch auf jeden Fall selber Hilfe und Gewissheit!

    Gruß an Alle

  43. Hallo Josef,

    hoffe Sie haben Recht!
    Wo steht , dass es so ist wie Sie schreiben?

    Ich finde es nicht!

    Vielleicht stehts bei Anwälten mal so und mal so? Keine Ahnung

    Gruß Bernd

  44. Hallo Bruno,

    bitte informiere über das Gegenteil.
    Würde viel lieber 12 Monate in Zwischenbeschäftigung nur 80 h arbeiten
    und trotzdem altes volles ALG1 für 6 Monate beziehen.

    Schick den Link für Alle.
    Danke und Gruß Bernd

  45. Hallo ,

    gefunden unter den Link

    https://www.elo-forum.org/threads/weiterzahlung-alg1-nach-schlechter-bezahlter-zwischenbeschaeftigung-in-teilzeit-bestandsschutz-durch-verzicht-auf-bestandsschutzregelung-verlaengerbar.211523/

    Hallo BerndB,
    Hallo Topas,

    Vielen Dank für eure Hinweise!(y)

    Ich hatte inzwischen Kontakt mit der Service Hotline der Bundesagentur für Arbeit.
    Der Mitarbeiter war nicht sicher und musste mehrfach intern zurückfragen.
    Ergebnis:
    Bestandschutz gilt < 2 Jahre, 2 Jahre Zwischenbeschäftigung ist wie auch Topas meint ein Tag zu viel.
    Bestandschutz greift für reduziertes Einkommen aber auch für reduzierte Arbeitszeit.
    Bei der Wiederbeantragung muss natürlich eine Vollzeitstelle gesucht werden.
    Durch das entstehen eines neuen Anspruchs erlischt der alte Anspruch.
    Der neue Anspruch wird aber dann, solange Bestandschutz gilt, mit dem alten Bemessungsentgeld und verlängerter Anspruchsdauer wie von mir unter Punkt 1. vermutet festgestellt.
    Es gibt kein Dispositionsrecht d.h. Verzicht auf den neuen (verlängerten) Anspruch zugunsten des unverbrauchten Restes des ersten Anspruchs.
    D.h. das von mir unter Punkt 2. skizierte Szenario ist nicht möglich.

    Ich werde daher die mir zunächst auf 1 Jahr angebotene Zwischenbeschäftigung annehmen und maximal auf weniger als 2 Jahre verlängern.
    In meinem Fall kann ich mich dann mit anschließendem ALG1 bis zum vorgezogenen Renteneintritt (mit Abschlägen) "durchhangeln"
    Hoffentlich klappt das so!

    In der Zwischenzeit bin ich in diesem Forum auch auf folgenden Beitrag zum Thema Bestandschutz gestoßen.

    -Bestandsschutz von ALG1 bei Teilzeitarbeit-
    von Endorphin 30.12.2016

    Gruß Badeschwamm
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    Das Fazit nach meiner Lesart hier:
    mindestens 12 Monate aber weniger als 24 Monate arbeiten
    Bezugsdauer davon die Hälfte, bei gleicher Zahlungshöhe vom Erst ALG1 .

    Egal wie hoch der Verdienst war und auch unabhängig wieviel Stunden pro Monat in der Zwischenbeschäftigung gearbeitet wurde.

    Also einmal so und einmal anders.

    Bin genau soweit wie zuvor und habe keine Ahnung über die Vorgehensweise der Arbeits Agentur!

    Ich denke ich war jetzt fleißig und hoffe auf Eure hoffentlich finalen Funde!

    Danke und Grüße
    Der Bernd

    • @Bernd-O
      Danke für das Teilen deine Informationen. Sie decken sich mit meinen.
      Sollte aber der Arbeitgeber nach der Befristung eine unbefristete Stelle anbieten wollen,
      könnte meiner Meinung nach problematisch werden, siehe auch Punkt 5.2 der Arbeitsbescheinigung .
      Der Punkt muss ich noch klären.

      • Hallo Bernd-O,

        lt. Ziffer 5.2 der Arbeitsbescheinigung nach § 312 SGB III hat der Arbeitsgeber unter dem letzten Punkt (nur) dann ein „ja“ anzugegeben, wenn – Zitat:

        „Die befristete Beschäftigung war für mindestens 2 Monate vorgesehen und eine Möglichkeit der Weiterbeschäftigung wurde durch den Arbeitgeber bei Abschluss des Vertrags in Aussicht gestellt.“

        Für ein späteres Angebot trifft der Punkt nicht zu („… bei Abschluss …“)

        D.h. bietet er erst später eine unbefristet Stelle an, so ist dieses (einseitige) Angebot für die Beantwortung der Frage unerheblich. Die Frage wäre dann folglich „nein“ zu beantworten.

        Ein Entfristungsangebot kann vom AN angenommen werden, muss es aber nicht. Eine Verlängerung kommt nicht einseitig zustande.

        Viele Grüße Stephan

    • @Bernd-O

      ja, genau diesen Post hatte ich auch gefunden.

      Aber nochmal meine Bitte: wo „auf einer offiziellen Seite der Agentur für Arbeit“ hatten Sie vorher das Gegenteil gelesen?

      Gruß

      Bruno

  46. Bruno,

    habe es nochmal gesucht aber nicht gefunden.
    Wenn ich es finde , stelle ich es rein.

    Habs auf jeden Fall gelesen und somit widerspricht sich die Aussage.
    Das gibt es aber öfters im Netz.
    Auch nur so können Anwälte ihren Job behalten.
    Das Arbeitsamt hat bestimmt auch nicht da große Interesse , dass wir alles wissen!
    Wenn ich da anrufe beraten die mich zu meinen Gunsten????
    Fazit : ich weiß momentan nix!

    Gruß der
    Bernd

  47. Lieber Privatier,

    ich war ab dem 25.04.2018 – Mitte Oktober 2019 erkrankt. ( 18 Monate )
    Ab den 30.04.2018 war mein Arbeitsverhälnis per Eigenkündigung beendet.

    Ich beziehe seit mitte Oktober 2019 ALG 1.
    Letzter Bezugstag durch Lehrgang ist der 01.06.2021. 19,5 Monate )

    Wenn ich ab Ende Mai 2021 in eine Zwischenbeschäftigung gehe und darin 12 Monate arbeite
    sind mehr als 4 Jahre der letzten Tätigkeit vergangen.

    Frage: Ab wann zählt die 4 Jahresfrist um nach der Zwischbeschäftigung
    altes und somit hohes ALG1 für 6 Monate zu beziehen?

    Ab Erstbezug vom ALG1 10/2019 ?
    oder bereits mit der Erkrankung von 04/2018 ?

    Muß ich Ende 04/2021 Arbeit aufnehmen um nach 12 Monaten Arbeit in den zweiten ALG1
    Anspruch zu kommen ?

    Oder zählt das Krankengeld ,wie gearbeitet ?

    Hoffe sehr, dass Sie mir helfen können.

    Freundliche Grüße
    Der Bernd

    • Vorsicht! Wir reden hier über zwei unterschiedliche Dinge. Es ist zu unterscheiden:

      1. Die 4-Jahresfrist (s. gesetzl. Grundlage im Beitrag): Diese beginnt mit dem ersten Tag des ALG-Bescheides und innerhalb dieses Zeitraumes kann der Anspruch geltend gemacht werden.
      2. Der Bestandsschutz (s. gesetzl. Grundlage im Beitrag): Dieser schützt die Höhe des ALG bei zwischenzeitlich niedrigeren Einkünften. Der Bestandsschutz gilt nur 2 Jahre nach dem letzten Bezug von ALG.

      Gruß, Der Privatier

  48. Hallo zusammen, in einem anderen Beitrag hatte ich schon berichtet, dass ich die Steuerklasse 3 nach einem versehentlichen Wechsel wieder zugesprochen bekommen habe.
    Nun ist es so, dass ich mich eventuell auf eine Stelle bewerben möchte mit 1000€ weniger als mein ALG 1 Bezug ab.01.04.
    Mit welchen Folgen habe ich zu rechnen, wenn ich in einem Jahr wieder arbeitslos werden sollte?
    Zwei Jahre Bestandsschutz sind mir bekannt aber welche Folgen hat ein Steuerklassenwechsel von 3 zu 5.
    Sollte ich den neuen Job bekommen, werde ich zu Steuerklasse 5 wechseln, weil meine Frau die 3 erhalten sollte. Nun habe ich aber gelesen, dass auch beim Bestandsschutz die neue Steuerklasse 5 als Berechnungsgrundlage dient. Bei mir wäre es ca.700 Euro weniger.
    Kann ich es irgendwie vermeiden?
    Vorher Steuerklasse wechseln?
    Grüße
    Ramon

    • Es ist richtig erkannt: Bestandsschutz geniesst nur das Bemessungsentgelt! Dieses wird dann noch weiter mit den persönlichen Daten wie Anzahl Kinder und Steuerklasse in das letztlich auszuzahlende Arbeitslosengeld umgerechnet. Die Auszahlung kann sich also aufgrund einer inzwischen geänderten Steuerklasse (in beide Richtungen) ändern.

      Auch für diesen Fall gilt: Entweder die Steuerklasse rechtzeitig vor dem ALG-Beginn wieder auf eine günstige Konstellation wechseln. Oder sich das ganze Hin und Her ersparen und alles so lassen, wie es aktuell ist. Denn: Steuerklassen bringen nur einen kurzfristigen (ca. ein Jahr) Vorteil. Mit der Steuererklärung gleicht sich alles wieder aus.

      Gruß, Der Privatier

      • Nachdem ich eine schriftliche Anfrage an das Arbeitsamt geschickt habe, hat mich heute eine Mitarbeiterin angerufen.
        Bei Zwischenbeschäftigung wird immer eine Günstigerprüfung der Steuerklasse vorgenommen. Also vorher prüfen, ob es möglich ist. Bei Antragstellung Anfang des Jahres, 01.01. entfällt die Günstigerprüfung.
        Bei Teilzeitbeschäftigung angeblich auch gleiches Verfahren,auch wenn man mehr als 12 Monate beschäftigt war. Hauptsache man hat die 2 Jahre Bestandsschutz beachtet und steht dem Arbeitsamt als Vollzeit Beschäftigter zur Verfügung.
        Richtige Aussagen?
        Eigentlich hatte ich es hier, insbesondere bei Teilzeitbeschäftigung, anders verstanden.

          • Stimmt,habe nochmal gelesen.Alles richtig von dir beschrieben.
            Deine Anmerkungen beziehen sich auf das Dispositionsjahr.

          • Okay, dann wäre das geklärt.

            Aber nur zur Sicherheit/Klarstellung: Was die Mitarbeiterin der Agentur hier mit „Günstigerprüfung“ bezeichnet, ist nichts anderes, als was ich im Beitrag über den Steuerklassenwechsel zur Erhöhung des ALG-Anspruches mit „Prüfung auf Zweckmäßigkeit“ erläutert habe. Heisst: Ist der Wechsel der Steuerklasse nicht zweckmäßig, wird die Agentur den Wechsel nicht akzeptieren.

            Dies nur als Hinweis – nicht dass bei dem Wort „Günstigerprüfung“ ein falscher Eindruck entsteht…

            Gruß, Der Privatier

  49. Ja, so ist es gemeint.
    Vor einem Wechsel der Steuerklasse sollte man schriftlich beim Arbeitsamt die Prüfung der Zweckmäßigkeit ausrechnen lassen!
    Eine andere Variante wäre es, ab dem 01.01. mit Steuerklasse 3 den Antrag zu stellen.

  50. @ an der Privatier oder ggf. an einer kompetenten Person.

    Ich, Brigitte, habe eine Frage zu „Der Bestandsschutz gilt aber nur innerhalb von zwei Jahren und zwar nach dem letzten Tag, an dem Leistungen von der Agentur bezogen worden sind“

    Ich hatte am 15.02.2019 einen 2 Jahresvertrag, Vollzeitjob im Callcenter angenommen. Mein letzter Tag war der 14.02.2021. Lt Agentur wurde mir gesagt, ich hätte einen Tag zu lange gearbeitet. Kann das sein? Hängt es mit dem 2020 Schaltjahr zusammen? Ich kann es ehrlich Gesagt kaum glauben.

    Vorab schon einmal einen dickes Dankeschön Brigitte

    • Könnte (siehe FW §151 SGB III Bemessungsentgelt Punkt 151.4 „Bestandsschutz“) darauf hinauslaufen:

      151.4 Bestandsschutz
      (1) Die Frist beginnt am Tag vor der Entstehung des Anspruchs und läuft kalendermäßig ab.

      Gruß
      Lars

    • Nein – mit dem Schaltjahr hängt das nicht zusammen.

      Es ist ganz einfach: Damit der Bestandsschutz zum Tragen kommen kann, müssten Sie innerhalb der zwei Jahre vor dem Beginn der neuen Arbeitslosigkeit mindestens einen Tag ALG in der alten Höhe bezogen haben. Sie waren aber exakt zwei Jahre in einem Beschäftigungsverhältnis und haben daher in diesen beiden Jahren ganz sicher kein ALG bezogen.
      Es ist so, wie die Agentur gesagt hat: Hätte das Arbeitsverhältnis nur einen Tag früher geendet, hätte der Bestandsschutz noch wirken können. So leider nicht mehr.

      Gruß, Der Privatier

      • Ja, der weitere Wortlaut Punkt 151.4 „Bestandsschutz“ aus der FW zum §151 SGB III lautet:

        151.4 Bestandsschutz
        (1) Die Frist beginnt am Tag vor der Entstehung des Anspruchs und läuft kalendermäßig ab. Ein vorheriges höheres Bemessungsentgelt ist bestandsgeschützt, wenn innerhalb der Frist nur für einen Tag Alg nach §§ 137, 144 bezogen wurde. Als Bezug gilt auch ein ruhender Anspruch auf Alg (BSG-Urteil vom
        07.05.2019 – B 11 AL 18/18 R).

        Gruß
        Lars

  51. Auch die 5 Monate Kurzarbeitergeld werden wohl auch nichts ändern oder?

    Nun, dann ist es wohl so und ich hoffe nur, dass mein Antrag auf Erwerbsunfähigkeit dann durch geht. Alle Voraussetzungen sind Gott sei Dank vorhanden. Mit dem Bestandsschutz hätte ich sonst noch etwas Zeit gehabt.

    Doch vielen Dank noch einmal

    LG
    Brigitte

  52. Wenn man nun ein Dispojahr macht, so meldet man sich ja nicht arbeitssuchend und muss sogar gar nicht die AFA informieren über das Vorhaben.

    Nun die Frage dazu: Was ist, wenn man sich trotz Dispojahr arbeitssuchend meldet und ALG1 beantragt, sobald der Bescheid da ist, meldet man sich wieder ab. ( Nun weiß ich nicht, wenn es zu einer Sperre kommt, ob man dann überhaupt einen Bescheid bekommt ? ).

    Nun hat man theoretisch den Bescheid über die Höhe und Bezugsdauer des ALG1, danach macht man 1 Dispojahr, Sperren und Ruhezeiten verjähren.

    Da man schon weiß, wie viel ALG 1 man bekommt, könnte man doch in dem Dispojahr dann einen 450,01 Euro Midijob annehmen und wäre somit krankenversichert und müsste das nicht selbst bezahlen in dem Dispojahr ( bis zu 10.000 Euro ), würde aber dennoch kein niedrigeres ALG 1 bekommen bzw. wäre doch sowieso ein Bestandsschutz vorhanden für die Zeit. Zu schön um wahr zu sein ?

    • Hmmm, also Sie machen ein Dispojahr um Sperren usw zu vermeiden und machen dann doch keines, indem Sie sich arbeitslos melden. Und ohne jetzt nach Abfindung zu fragen soll der Minijob die KV zahlen. Gut, dass es hier im Blog und in den Büchern genau dazu viel Information gibt. Zu schön, um wahr zu sein 😁

    • „Was ist, wenn man sich trotz Dispojahr arbeitssuchend meldet und ALG1 beantragt, sobald der Bescheid da ist, meldet man sich wieder ab.“
      Dann wurde das Dispojahr vorzeitig abgebrochen und man darf die Sanktionen der AfA erwarten.

      „Nun weiß ich nicht, wenn es zu einer Sperre kommt, ob man dann überhaupt einen Bescheid bekommt?“
      Natürlich kriegst Du einen Bescheid auf den u.A. steht, dass Du eine Sperr/Ruhezeit und eine Kürzung der Anspruchsdauer erhälst.

      „Nun hat man theoretisch den Bescheid über die Höhe und Bezugsdauer des ALG1, danach macht man 1 Dispojahr, Sperren und Ruhezeiten verjähren.“
      Auch wenn die Sperr/Ruhezeit abgelaufen ist bleibt immer noch die Kürzung der Anspruchsdauer. Wenn die erstmal im Bescheid steht, dann ist sie in Beton gegossen. So bleiben dann schlimmstenfalls von ehemals 24 Monaten ALG1 nur noch 18 Monate.
      Aber das ist deine Entscheidung.

      Ich sehe noch viele Fragezeichen bei deiner Argumentation und würde Dir raten, vor einer Entscheidung die FAQ genau durchzulesen https://der-privatier.com/haeufige-fragen-faq/

    • Wie eSchorsch bereits geschrieben hat: Wenn man innerhalb eines Jahres einen ALG-Antrag stellt, so werden die Bedingungen für eine Sperre geprüft und die Folgen (Reduzierung des Anspruches um 1/4) bleiben dauerhaft bestehen. Ein Abmelden und anschliessendes Abwarten hilft da nichts!

      Gruß, Der Privatier

  53. Midijob, also über 450 Euro, sonst bezahlt man keine KK-Beiträge. Ja, als Konstrukt, ob das geht. So könnte man die geringe Steuerlast der Abfindung bekommen, ohne die KK-Beiträge selbst zu bezahlen aber wahrscheinlich ist das zu Durcheinander und geht nicht.

    • Also ich rate mal was Du willst

      Du bist Betriebsrat, daher eigentlich unkündbar, sodass die AfA eine K-Frist von 18 Monaten unterstellen wird.
      Dein Gedanke ist nun, sofort nach Beschäftingsende ALG1 zu beantragen, nimmst eine Kürzung der Anspruchsdauer um 25% in Kauf. Nach Erhalt des entsprechenden Bescheides meldest Du dich wieder ab und nimmst einen auf ein Jahr befristeten sv-pflichtigen Midijob an. Nach dem Midijob willst Du den alten Anspruch einlösen.

      Ich sehe da einen Pferdefuß: (aus Beitrag oben)
      „Aber genau an dieser Stelle greift jetzt der sog. Bestandsschutz (siehe § 151 Abs. 4 SGB III ). Dieser besagt, dass sich die Höhe des Arbeitslosengelds nicht ändert, wenn man zwischenzeitlich weniger verdient hat. Der Bestandsschutz gilt aber nur innerhalb von zwei Jahren und zwar nach dem letzten Tag, an dem Leistungen von der Agentur bezogen worden sind.“
      Du hast aber noch keine Leistung von der Agentur bezogen (Ruhezeit), also dürfte für dich der Bestandsschutz nicht gelten

  54. Ok, dachte auch nicht, dass es klappen würde, wäre ja zu schön gewesen. Dann wieder zu dem ursprünglichen Plan.

    – Aufhebungsvertrag unterschrieben zum 31.12.2021, 6 Monate Kündigungsfrist ab 01.07.2021 bis zum 31.12.2021 eingehalten, nach Betriebszugehörigkeit und Tarifvertrag.

    – Nun würde ich max. eine Ruhezeit von 12 Monaten ( unkündbar ) ab der Meldung zur Arbeitslosigkeit bekommen ( kommt auf das Kreuzchen des Arbeitgebers bei der Bescheinigung drauf an; unkündbar ), da ich aber auch die Steuerersparnis von der Abfindung mitnehmen möchte für 2022 würde sich das anbieten.

    – Somit wären meine Vorteile: Keine mögliche Sperre, keine Ruhezeit, Steuerersparnis und vollen ALG 1 Anspruch am 02.01.2023 basierend auf den Bruttoentgeld von 2021, da ich außer der Abfindung im Jahr 2022 nichts einnehmen werde. Sofern möglich, könnte man dann 12 Monate ALG1 beziehen ( Je nachdem, wie viel Druck gemacht wird ).

    – Der Nachteil wäre die freiwillige Selbstversicherung bei der KK mit im schlimmsten Fall über 10.000 Euro in 2022, was man aber anhand der Steuerersparnis im Jahr 2023 wieder rein bekommen würde. Mit meiner KK habe ich schon telefoniert, ob das alles so korrekt ist und es wurde mir bestätigt. Die Rentenbeiträge würde ich dann selbst bezahlen für 2022, damit man auch auf 35 Jahre kommt bzw. jeden Monat mit nimmt.

    – Nun muss ich noch das ganze Konstrukt durch den Steuerberater absegnen lassen und danach würde ich mich dann mit der AFA in Verbindung setzen, dass ich eine Auszeit für 2022 nehmen werde zur beruflichen Neuorientierung, Steuerersparnis und ich mich erst ( wenn überhaupt 2023 Arbeitslos melden würde ) da frage ich dann explizit nach dem Datum z.B. 01.01.2022 bis 08.01.2023 das wäre dann 1 Jahr und 1 Woche, dass es auch deutlich ist und ob sie das so bestätigen können evtl. vielleicht sogar schriftlich.

    – Am 02.01.2023 würde ich mich dann arbeitslos melden und Ihnen die Arbeitsgeberbescheinigung aus dem Jahr Dez. 2021 übergeben, um mein ALG1 zu berechnen, evtl. Sperren oder Ruhezeiten wären verjährt.

    Natürlich weiß man nie, was in über 1 1/2 Jahren passieren kann und sein wird aber so wäre der Plan. Wäre das eurer Meinung nach so durchführbar ?

    • Entweder biste schwanger oder nicht.
      Entweder biste unkündbar oder es existieren 6 Monate K-Frist.

      Bevor nicht geklärt ist was wirklich ist / was in der Arbeitsbescheinigung stehen wird, würde ich keine Pferde bei der KK scheu machen.

      Da Du nach der genauen Dauer des Dispojahres fragst: bist Du Ü58 (bzw. wirst Du es dann sein)?
      Denn wer keinen Anspruch auf 24 Monate hat, der darf sein Dispojahr auch auf anderthalb Jahre ausweiten, Stichwort: auf 30 Monate erweitere Rahmenfrist.

      Plan so durchführbar?
      Ja.
      Zwei Anmerkungen:
      – Wenn Du in 2022 keinen Antrag auf ALG1 stellst, wird auch keine Ruhezeit verhängt.
      – Du must dich nicht vorab bei der AfA melden. Wenn Du es tust, reicht der Grund „Vermeidung von Sanktionen“ für die Auszeit. Eine Begründung „berufliche Neuorientierung“ würde ich nur abgeben, wenn ich wirklich von denen dabei unterstützt werden will.

      • Hallo,

        nein noch keine 58 Jahre, das man theoretisch auf 18 Monate Auszeit gehen kann ja, das kenne ich aber da es mir nur darum geht, Sanktionen zu entgehen und Steuern zu sparen, würde ich es auch nicht länger machen als die 12 Monate Auszeit.

        Ich habe halt gedacht, ich informiere die AFA über alles, damit ich von denen die Fristen bekommen, ab wann man sich dann melden muss, um den Anspruch zu haben. Ob die das auch so sehen, wie es sein sollte. Ich weiß nicht, ob die nicht etwas ungehalten reagieren, wenn ich denen sage, ja wegen möglicher Sanktionen ? Da klingt doch berufliche Neuorientierung und steuern sparen nicht besser ?

        Mit der KK ist es doch so, wenn man den Antrag auf freiwillige gesetzliche Versicherung stellt, gibt es im Antrag einen Bereich, wo man z.B. Abfindungen eintragen muss. Und daraus errechnet sich dann doch anhand der Betriebszugehörigkeit und Alter der Prozentsatz, wieviel von der Abfindung herangezogen wird, um die Monate zu berechnen, wo man den vollen KK-Beitrag bezahlen muss. Die Abfindung wird dann durch das letzte Brutto im Dezember 2021 geteilt, ergibt X Monate, was dann basierend auf dem letzten Lohn an KK-Beitrag zu entrichten ist. Grob sind das bei mir 9 bis 10 Monate, danach kann ich dann basierend auf dem fiktiven Einkommen, mich für knapp 209 versichern, wobei das im nächsten Jahr wohl ein paar Euro mehr sein werden.

        Und ab 2023 würde dann die AFA die Beiträge für die KK übernehmen. Die normale Kündigungsfrist, also tarifliche wird erfüllt aber die unkündbare auf Grund von Betriebsratsmitglied eben nicht, da würde dann ja eine Ruhezeit von max. 12 Monate eintreten, wenn ich mich schon im Januar 2022 bei der AFA Arbeitslos melde bzw. 3 Monate vor der Beendigung meiner normalen Kündigungsfrist. Ich habe mein Betriebsratsamt aber zum Juni niedergelegt.

        Sofern ich das alles richtig gelesen habe.

        • https://www.fachanwalt.de/magazin/arbeitsrecht/kuendigungsschutz-betriebsrat
          So wie ich es sehe, gilt die Nachwirkung des Kündigungsschutzes nur 1 Jahr nach Amtsniederlegung (vielleicht kommen da deine 12 Monate her). Also würde deine K-Frist Juni 2022 enden und auch nur maximal so lange darf dann die KK den alten, hohen Beitrag fordern.
          Wenn es noch Unklarheiten bezüglich der 3 verschiedenen Berechnungsmodi für die Ruhezeit gibt, drücke auf die Lupe und gibt Ruhezeit in die Suchmaske ein. Der Privatier hat dazu mindestens 2 Beiträge geschrieben.

          Zur Vermeidung von Sanktionen: vor geraumer Zeit wurde hier irgendwo eine dienstliche Anweisung für das Arbeitsamt verlinkt, woraus klar ersichtlich ist dass das Amt ihren Kunden darüber Auskunft zu geben hat, wie man eventuelle Santionen rechtkonform vermeidet. Wenn dir das Wort Sanktionen nicht gefällt, dann nimm dafür Sperr/Ruhezeit. Wenn Du willst, dass die dir das sagen, musst Du ihnen auch die Chance dafür geben. Woher sollen die das sonst wissen, normalerweise wollen die Arbeitslose möglichst schnell Kohle haben und nicht erst ein Jahr darauf warten.

          • Wieso hat das was mit der Kündigungsfrist zu tun bei den Krankenkassenbeiträge ? Laut denen ( Telefonat ) und dem Artikel hier: https://www.finanztip.de/krankenkassenbeitrag-auf-abfindungen/

            kommt die Zahlung auf Grund der Abfindung, die im Januar 2022 ausbezahlt wird. Die Krankenkasse fragt nach meinem Stand nichts ab, wegen Kündigungsfristen.

            Da ich mich ja selbst versichern möchte, wird die Abfindung und das letzte Brutto als Berechnung herangezogen. Nun bin ich verwirrt^^

            Die wissen ja nichts von einer Unkündbarkeit und das wird in den 4 Seiten auch nicht abgefragt oder sonstige Kündigungsfristen.

          • Dann will sich deine KK nicht an die verbindlichen Regularien ihres eigenen Spitzenverbandes halten: https://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/kv_grundprinzipien/finanzierung/beitragsbemessung/beitragsbemessung.jsp
            Dort die erste .pdf unter dem Text, weiter zu §5 Absatz 5.
            Der Verweis auf 158SGB3 zielt auf die Ruhezeit. Nur so lange eine Ruhezeit ausgesprochen würde, darf die KK die Abfindung verbeitragen. Die Ruhezeit endet spätestens mit Ablauf der Kündigungsfrist, in deinem Fall Juni 2022.

            PS: lies bitte die beiden Beiträge über die Ruhezeit

          • eSchorsch suchte nach einer Erklärung bezüglich der Frage:
            6 Monate Kündigungsschutz oder 12 Monate Kündigungsschutz und … in Richtung Einhaltung der „ordentlichen“ Kündigungsfrist, denn bei Einhaltung der „ordentlichen“ Kündigungsfrist verbeitragt die KK keine Abfindungszahlung.

            und ja, es gibt den „Nachwirkenden Kündigungsschutzes“ bei Niederlegung eines Betriebsratsmandates (§15 Abs.1 Satz 2 KSchG).

            https://www.kluge-seminare.de/br-portal/wissen/betriebsratsmitglieder/kuendigungsschutz-betriebsrat/

            Noch ein kleiner Hinweis in Hinblick auf die steuerliche Optimierung der Abfindungszahlung in 01/2022: (siehe Kommentar 29.06.2021 20:50)

            „Die Rentenbeiträge würde ich dann selbst bezahlen für 2022, damit man auch auf 35 Jahre kommt bzw. jeden Monat mit nimmt.“

            Freiwillige DRV-Einzahlung (mit RV-Formular V0060):
            12 x 1320,60€ (West) = ~15847€ (Wert bezogen auf 2021). Die max. Altersvorsorgesumme in 2021 beträgt für Ledige 25786€, für Verheiratete das Doppelte 51572€. Hiervon werden 2021 92% steuerlich anerkannt, in 2022 dann 94% … die max. Altersvorsorgesumme für 2022 steht jedoch noch nicht fest.

            Es wäre mit dem RV-Formular V0210 noch zusätzlich möglich, die max. Altersvorsorgesumme in 2022 voll auszuschöpfen, also eine Kombination aus V0060 + V0210. Eine Vergleichsrechnung kann man einmal mit dem Abfindungsrechner vom Privatier simulieren, ob das steuerlich vorteilhafter wäre.

            Zu der (den) Einzahlung(en) empfehle ich ein Beratungstermin bei der DRV zu buchen.

            Gruß
            Lars

  55. Ok, danke euch allen. Auch ein paar meiner Kollegen, die sozusagen das gleiche Schicksal teilen, möchten auch diesen Plan ausführen.

  56. Ok, so gesehen steht das so drin.

    Also vielleicht zur Info: Ich bin vom 28.06.2021 bis zum 31.12.2021 freigestellt bei vollem Lohnausgleich. Den Aufhebungsvertrag den ich unterschrieben habe, sieht eine Kündigungsfrist von 6 Monaten vor, die ich regulär basierend auf meiner Betriebszugehörigkeit und nach Tarifvertrag habe ( wird also eingehalten ).

    Mein Betriebsratsamt habe ich Mitte Juni 2021 offiziell niedergelegt. Somit wäre, wie schon geschrieben wurde meine Ruhezeit bis Mitte 2022.

    Woher weiß aber die Krankenkasse, von einer möglichen Ruhezeit bzw. des Betriebsratsamtes ? Soll man denen das dann sagen, um nur 6 Monate den vollen Satz zahlen zu müssen ?

    • Die Krankenkasse kann (entweder vom AN oder vom AG) eine Verdienst- bzw. Arbeitsbescheinigung anfordern. Dort ist neben den versicherungspflichtigen Bezügen auch eine Frage zur ordentlichen Kündbarkeit enthalten (ja/nein, Dauer). Außerdem kann die Krankenkasse auch Angaben zur Abfindung (z.B. Aufhebungsvertrag) erfragen. Darüberhinaus ist der Versicherte verpflichtet, vollständige und korrekte Angaben zu machen.

      Die Frage der Kündigungsfrist sollte doch nun inzwischen geklärt sein:
      Der AG kann in den ersten 12 Monaten keine ordentliche Kündigung aussprechen wg. der ehemaligen Betriebsratszugehörigkeit. Anschließend hätte er mit 6 Monaten Frist kündigen können. Insgesamt also 18 Monate bis zu einer möglichen ordentlichen Kündigung durch den AG. Und diese 18 Monate (ab Aufhebungsvertrag) stellen dann auch ein mögliches Ende einer Ruhezeit dar. Maximal darf eine Ruhezeit aber nur 1 Jahre lang dauern.
      Und wenn sich aufgrund der Berechnung nach Alter/Betriebszugehörigkeit (Tabelle) eine kürzere Ruhezeit ergibt, so wird diese dann verwendet. Krankenkasse und Agentur wenden dabei denselben Paragraphen an oder sollten es zumindest. 😉

      Gruß, Der Privatier

      • Ok, danke jetzt verstehe ich, wenn die das auch anfordern. Das würde ja dann heißen, so wie eSchorsch es beschrieben hat, dass ich auf Grund meiner Niederlegung des Betriebsratsamtes im Juni 2021, dann nur die vollen Krankenkassen Beiträge für 6 Monate ab 2022 bezahlen muss.

        Wahrscheinlich muss man zwar mit der Krankenkasse rumstreiten aber ist ja öfters so.

        • „die vollen Krankenkassen Beiträge für 6 Monate ab 2022 bezahlen“

          Das kommt drauf an… Aber bitte nicht Kündigungsfrist und Ruhezeit verwechseln!

          Meiner Meinung nach besteht die Möglichkeit zu einer ordentlichen Kündigung erst zum Jahresende 2022 (18 Monate). Das wäre dann auch gleichzeitig unter zwei Aspekten das Maximum der Ruhezeit (nämlich: Ende der Kündigungsfrist und max. ein Jahr nach Arbeitsende).
          Wenn sich nach Tabelle eine kürzere Zeit ergibt, dann zählt diese.

          Gruß, Der Privatier

        • Ich bin kein Experte für Arbeitsrecht, aber so sehe ich den Kündigungsschutz für ehemalige Betriebsräte: Innerhalb der Schutzzeit darf keine Kündigung ausgesprochen werden. Egal zu welchem Termin.
          Also erst anschließend. Und dann mit den normalen Fristen.

          Gruß, Der Privatier

          • Nun gut, ich bin ja sowieso davon ausgegangen, dass ich für im schlimmsten Fall dem gesamten Jahr 2022 die Krankenkassen-Beiträge selbst bezahlen muss und das sich nach der Tabelle errechnet und zwischen 700 und 900 Euro für bis zu 12 Monate ausmachen kann.

            Hauptsache das mit der Auszeit 2022 geht und alle Sperren, Ruhezeiten wegen Unkündbarkeit sind dann verjährt und man kann im Januar 2023 dann ALG 1 betragen und das wird basierend auf dem Einkommen aus 2021 errechnet.

            Eine Frage hätte ich da noch, es wird als bei älteren Beiträgen geschrieben, dass man exakt 1 Jahr einhalten muss, was die Auszeit angeht, bevor man ALG 1 beantragt. Das es nicht unter einem Jahr sein soll, ist mir klar, da sonst die negativen Aspekte nicht verjähren aber wenn ich nun ein paar Tage mehr nehme zu Sicherheit, dürfte das doch nichts ausmachen, oder ? Also von 01.01.2022 bis 10.01.2023 und dann ALG1 Antrag.

  57. Hallo
    Eine Frage zum Bestandsschutz
    Hat man den auch wenn man
    Nach der Anerkennung des ALG1.
    20 Monate einen Angehörigen pflegt.
    Wo Beiträge zum Arbeitsengeld gezahlt werden von der Pflegekasse?

  58. Ich habe 160 Tage Arbeitlosengeld nach einer 10 Jährigen Dauerbeschäftigung in einer 100% Stelle bezogen und dann am 01. 10.2019 eine 50% Stelle angenommen. Mein Arbeitsverhältnis werde ich aufgrund fachärztlicher Meinung fristgerecht kündigen zum 30.09.2021. Wenn ich mich dann am 1.10.2021 arbeitslos melde, gilt dann der Bestandschutz noch, oder muss ich eher aus dem Vertrag raus? Es sind dann ja genau 1 Tag mehr als 24 Monate…

    • Moin Tanja,

      ich persönlich würde etwas früher aus der „Zwischenbeschäftigung“ aussteigen, der Bestandschutz wirkt nur für die nächsten zwei Jahre nach dem letzten!!! Tag, an dem Du Leistungen von der Agentur für Arbeit bezogen hast. Ok, der letzte ALG1-Bezugstag war der 30.09.2017, man könnte jetzt argumentieren … genau 2 Jahre … das wäre dann der 01.10.2021 … (einen ähnlichen Fall hatten wir hier vor einigen Wochen, hätte die Dame nur 1 Tag vorher gekündigt, wäre der Jahreszeitraum von 2 Jahren noch erfüllt gewesen. Hast du noch die Telefonnummer des SB von der AfA? Frage dort vorsichtshalber noch einmal nach damit nichts schief geht.

      §151 Abs.4 SGB III „Bemessungsentgelt“

      https://www.gesetze-im-internet.de/sgb_3/__151.html

      Gruß
      Lars

  59. Hallo Lars,
    danke für deine schnelle Antwort. Soweit ich jetzt verstanden habe, ist das festgelegte Arbeitslosengeld bei einer Abmeldung auf jeden Fall für die nächsten 2 Jahre gesichert und es ist möglich während dieser Zeit einen Minijob bis 450€ auszuüben?! Wenn ich ab dem 1.Oktober 2021 entsprechendes Arbeitslosengeld bekomme und mich z.B. zum 6 Oktober 2021 direkt wieder abmelde, wann muss ich mich spätestens 2023 bei der Arbeitsagentur melden ?
    Ich habe im Dispojahr einen Minijob ausgeübt. Muss ich diesen im Oktober, wo ich ein paar Tage Arbeitslosengeld beziehe, aussetzen , reduzieren oder kann ich diesen einfach weiter laufen lassen ? Danke für deine Hilfe
    Gruss
    Frank

    • Moin Frank,

      „ist das festgelegte Arbeitslosengeld bei einer Abmeldung auf jeden Fall für die nächsten 2 Jahre gesichert und es ist möglich während dieser Zeit einen Minijob bis 450€ auszuüben?!“

      Das festgestellte Arbeitslosengeld (siehe ALG1-Bescheid) hat bis zu 4 Jahre!!! Bestand. (solange kein neuer Anspruch … siehe gestriger Link … erworben wird, dito Steuerklassenwechsel etc.pp)

      „Wenn ich ab dem 1.Oktober 2021 entsprechendes Arbeitslosengeld bekomme und mich z.B. zum 6 Oktober 2021 direkt wieder abmelde, wann muss ich mich spätestens 2023 bei der Arbeitsagentur melden ?“

      siehe oben … Einleitung vom Privatier:
      „Der Bestandsschutz gilt aber nur innerhalb von zwei Jahren und zwar nach dem letzten Tag, an dem Leistungen von der Agentur bezogen worden sind.“

      (mit einem Minijob erwirbst du jedoch keinen neuen ALG1 Anspruch!)

      Bei Aufnahme eines versicherungspflichtgen Job: (>450€/Monat)

      Aufpassen, nicht genau 2 Jahre ausnutzen, (versicherungspflichtige Jobs … z.B. „Midi“job) … wir hatten hier einen Fall, wo die Zwischenbeschäftigung genau 2 Jahre lief, damit war der Bestandsschutz futsch … (leider die Zwischenbeschäftigung um 1 Tag überzogen).

      „Ich habe im Dispojahr einen Minijob ausgeübt. Muss ich diesen im Oktober, wo ich ein paar Tage Arbeitslosengeld beziehe, aussetzen , reduzieren oder kann ich diesen einfach weiter laufen lassen ?“

      Du kannst den Minijob weiterlaufen lassen (siehe deine Angabe 6 Tage 1.10.2021 … 06.10.2021 = ALG1 Abmeldung), aber bei gleichzeitigem Bezug von ALG1 sind Nebeneinkünfte meldepflichtig. ALG1-Bezug und Nebeneinkünfte sind möglich, jedoch bei 165€/Monat gedeckelt. (165€/Monat = Freibetrag)

      Also: Minijob angeben!

      Etwas Literatur vom Privatier hierzu findest du im nachfolgenden Link.

      https://der-privatier.com/arbeitslosengeld-und-nebeneinkuenfte/

      Gruß
      Lars

      • Hallo Lars,
        sorry ich habs noch nicht verstanden und will noch mal auf Nummer sicher gehen.
        Darf ich nun meine gerinfügige Beschäftigung mit 450€ nach der Abmeldung bei der Arbeitsargentur die 2 Jahre weiterführen, ohne dass das AGL1 damit beeinflusst wird ?
        Kann ich mich auch online bei der Arbeitsargentur abmelden ? Ich habe nur die Möglichkeit einer Abmeldung über eine Meldung gefunden :“Aufnahme einer Tätigkeit“.
        Gruss
        Frank

        • Hallo Lars,
          sorry hier noch ein Nachtrag,
          hab gerade noch nachgeschaut. Ich habe einen Midijob und verdiene genau 450€. So wie ich gerade nachgeforscht habe kann man im Gegensatz zum Minijob der nur bis 450€ geht mit dem Midijob auch mehr verdienen. Eigentlich wäre mein Job eher ein Minijob.
          Soll ich meinen Job besser in einen Minijob (bis 450€) umwandeln lassen ?
          Gruss
          Frank

        • Moin Frank,

          zuerst bitte abklären welche Beschäftigungsart genau vorliegt:

          1. „MINI“job = 450,01€/Monat … (450,01€/Monat bis 1300€/Monat = Übergangsbereich)

          „Darf ich nun meine geringfügige Beschäftigung mit 450€ nach der Abmeldung bei der Arbeitsagentur die 2 Jahre weiterführen, ohne dass das AGL1 damit beeinflusst wird?“

          Ja, eine „MINI“job bleibt bei der Berücksichtigung des „Bestandsschutzes“ außen vor, da er keine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung darstellt.

          „Ich habe einen Midijob und verdiene genau 450€.“

          Bitte überprüfen, genau 450€ ist noch ein „MINI“job.

          „Soll ich meinen Job besser in einen Minijob (bis 450€) umwandeln lassen?“

          Dazu im zweiten Teil vom Blog „Arbeitslosengeld nach einer Zwischenbeschäftigung (2) folgendes vom Privatier:

          „Wer nun innerhalb des Dispojahres irgendeinen anderen Job ausgeübt hat, egal ob es sich dabei um eine reguläre Beschäftigung oder einen Midi-Job gehandelt hat, wird diesen oftmals zum Ende des Dispojahres wieder kündigen müssen (oder wollen), wenn er sich nach Ablauf des Dispojahres arbeitslos melden möchte. Diese Eigenkündigung könnte nun aber eine weitere Sperre von 12 Wochen auslösen.“

          Stichwort „Zwischenbeschäftigung“ (nach der ALG-1 Abmeldung)

          „MIDI“job
          Das ist bei der Betrachtung des „Bestandschutzes“ wichtig. Ein „MIDI“job ist sozialversicherungspflichtig (RV, ALV, KK+PV Beiträge werden abgeführt). Bei einem „MIDI“job wirst du bei der KK als gesetzlich pflichtversichertes Mitglied geführt. Bei dieser Art von Jobs darf die Zwischenbeschäftigung NIE!!! länger als 2 Jahre dauern, weil nach 2 Jahren der „Bestandsschutz“ (Anspruch auf das höheres ALG1) wegfällt.

          „MINI“job
          Mit einem „MINI“job erwirbst du KEINEN! neuen ALG1 Anspruch, du kannst dich ab 06.10.2021 aus dem ALG1 Bezug abmelden, der zwischenzeitliche Minijob wirkt sich nicht auf die spätere ALG1-Höhe aus (… Wiederaufleben der AGL1 Restdauer).

          Gruß
          Lars

  60. Hallo Frank,

    bei deiner Frage: „… Ich habe einen Midijob und verdiene genau 450€. So wie ich gerade nachgeforscht habe kann man im Gegensatz zum Minijob der nur bis 450€ geht mit dem Midijob auch mehr verdienen. Eigentlich wäre mein Job eher ein Minijob.
    Soll ich meinen Job besser in einen Minijob (bis 450€) umwandeln lassen ?“

    solltest du folgendes bedenken: Bei einem MidiJob bist du i.d.R. gesetzlich krankenversichert.
    Die ist die günstigste Versicherungsmöglichkeit fürdie Zeit in der du kein ALG1 beziehst und als Privatier wenn du dich nicht als Familienmitglied über die KV deines Ehepartners versichern lassen kannst.

    Viele Grüße Stephan

  61. Hallo, hier wurde mal geschrieben (ich finde es leider nicht mehr), dass sich bei einer Abmeldung mit Zwischenbeschäftigung während der Abmeldung, die maximal 12 Monate dauern darf, die Restanspruchsdauer (also die im Bewilligungsbescheid vor der Abmeldung zugestandene Dauer abzüglich der bereits verbrauchten Tage) um 180 Tage verlängert.

    Hat jemand eine Ahnung wo das im Gesetz geregelt bzw. verklausuliert ist.

    • Nein – die Aussage ist falsch.

      Bei einer Zwischenbeschäftigung, die weniger als 12 Monate andauert, entsteht kein neuer Anspruch. Daher ergibt sich keine Auswirkung auf den alten Anspruch: Weder verfällt dieser, noch wird er verlängert.

      Anders ist die Sachlage, wenn die Beschäftigung mehr als 12 Monate andauert. Dann entsteht ein neuer Anspruch von 6 Monaten. Hier kommt dann u.U. der Bestandschutz zum Tragen und eine Verrechnung von alten und neuem Anspruch (s. Kommentar von Die Tante).

      Gruß, Der Privatier

  62. Die Dauer des Anspruchs verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind; sie verlängert sich längstens bis zu der dem Lebensalter der oder des Arbeitslosen zugeordneten …

    (§ 147 Abs. 4 SGB III )

    Die Zwischenbeschäftigung muss nicht unbedingt < 12 Monaten
    Wenn der “alte” ALG1 Bemessungsgrundlage wider „belebt“ werden soll, dann muss die Zwischenbeschäftigung < 24 Monaten
    Stichwort Bestandsschutz

  63. Habe keine Ahnung, warum mein Text oben Sorry, oben nur zerstückelt ankommt, vielleicht weger dem “ 55 Jahre alt) mit gleichem Gehalt wie vorher.

  64. @ctrader: Lasse bitte einmal alle grösser- und kleiner-Zeichen weg und verwende stattdessen den Text „grösser“ bzw. „kleiner“.

    Und dann bitte den ganzen Text nochmal. Ansonsten ist das nicht verständlich.
    Die anderen Versionen lösche ich danach.

    Gruß, Der Privatier

  65. Hier ein neuer Versuch, kurz und knackig.

    Variante1:
    Dauer der versicherungspflichtigen Zwischenbeschäftigung erreicht keine 12 Monate.
    Fazit: Der Anspruch aus dem urspünglichen Bewilligungsbescheid bleibt bis zu 4 Jahre bestehen, egal wie viele solcher Zwischenbeschäftigungen es gibt.
    Passt das ?

    Variante2:
    Dauer der versicherungspflichtigen Zwischenbeschäftigung erreicht keine 24 Monate.
    Fazit: Der Anspruch aus dem urspünglichen Bewilligungsbescheid bleibt bestehen, solange der neue Anspruch in Hinblick auf Bezugsdauer und/oder Höhe des ALG1 ungünstiger ist.
    Passt das ?

    Zwischenfrage:
    Wie verhält es sich hier, wenn die neue Anspruchsdauer höher ist als der Restanspruch aus dem ursprünglichen Bewilligungsbescheid, die Höhe des ALG1 aber geringer. Kann man jetzt wählen ? Habe dazu nix im Gesetz gefunden.

    Variante 3: Ab 24 Monate einer neuen versicherungspflichtigen Beschäftigung verliert der ursprüngliche Bewilligungsbescheid seinen Bestand und der neue kann besser oder schlechter ausfallen. Ok so ?

    Zwischenfrage:
    Angenommen man hat aus dem ursprünglichen Bewilligungsbescheid noch Anspruch auf 8 Monate ALG1, arbeitet dann mehr als 24 Monate in einer neuen versicherungspflichtigen Beschäftigung bei geringerem Gehalt als vorher (Alter über 55 Jahre).

    Nun hätte man laut § 147 SGB III einen neuen Anspruch von 12 Monaten, aber ein geringeres ALG1. Ab 30 Monaten hätte man einen neuen Anspruch von 15 Monaten.

    Ist das so korrekt verstanden ?

    Bei nicht versicherungspflichtigen Zwischenbeschäftigungen spielt das oben gesagte keine Rolle. Allerdings verliert man nach 4 Jahren seinen Anspruch.

    Gibt es nor irgendwelche Möglichkeriten im Rahmen der 4 Jahre seinen Anspruch aus dem ersten Bewilligungsbescheid zu verbessern oder zu erweitern. Ich meine in § 147(4) SGB III so etwas zu lesen, verstehe es aber offen gestanden nicht.

    • Eigentlich sind die Regeln ganz einfach. Man muss sie nur anwenden. z.B.:

      Variante 1: „…egal wie viele solcher Zwischenbeschäftigungen es gibt.“
      Nicht so ganz! Wenn in der Rahmenfrist von 30 Monaten mind. 12 Monate Beschäftigung vorliegen, entsteht damit ein neuer Anspruch. Das können also z.B. auch 3 mal 5 Monate sein.

      Variante 2: Auch nicht ganz richtig. Der Bestandschutz, der bei weniger als 24 Monaten greift, bezieht sich nur auf die Höhe des ALG, nicht auf die Dauer.
      Zwischenfrage: Die Dauer von altem und neuem Anspruch werden addiert (bis zum max. Anspruch gemäß Alter).

      Variante 3: Richtig, was die Höhe des alten Anspruches angeht. Nicht aber bzgl. der Dauer. s. Variante 2
      Zwischenfrage: Wie unter 2 geschrieben: Alter und neuer Anspruch werden bzgl. der Dauer addiert.

      §147 Abs.4 SGB III ist die gesetzliche Grundlage für meine oben etwas einfacher formulierte Aussage: „Die Dauer von altem und neuem Anspruch werden addiert (bis zum max. Anspruch gemäß Alter)“.

      Gruß, Der Privatier

    • ein Beispiel wie ich es interpretiere:

      Anton A. ist 55 Jahre und 6 Monate alt. Da die 55-iger Schwelle erreicht wurde, beträgt seine ALG1-Anspruchsdauer 18 Monate. Nach 6 Monaten ALG1-Bezug (Anton ist zu diesem Zeitpunkt 56 Jahre alt) nimmt er für 20 Monate eine versicherungspflichtige aber schlechter bezahlte Zwischenbeschäftigung auf.

      1. Der Bestandsschutz (alten ALG1-Höhe) greift, da die „Zwischenbeschäftigung“ < 24 Monate betrug und Anton A. vorher ALG1 bezog
      2. Da 20 Monate versicherungspflichtige Zwischenbeschäftigung vorliegt, erlangt Anton A. einen neuen ALG1-Anspruch von 10 Monaten
      3. Vom ersten ALG1-Anspruch hat Anton A. 6 Monate verbraucht = 12 Monate Restanspruch
      4. Da Anton A. nach der Zwischenbeschäftigung die 58-iger Schwelle nicht erreicht hat, setzt sich seine jetzige ALG1-Anspruchsdauer wie folgt zusammen:

      Neu erworbene ALG1 Anspruchsdauer: 10 Monate
      Nichtverbrauchte ALG1 Anspruchsdauer: 12 Monate
      Jetzige ALG1-Anspruchsdauer: 10 Monate + 12 Monate – 4 Monate = 18 Monate (Begrenzung aufgrund des Lebensalters … und die Zusammensetzung … neuer Anspruch + Restanspruch und anschließend evt. Kürzung)

      Gruß
      Lars

      • Hallo,

        1.was wäre wenn Anton A. nur noch eine Monat Restanspruch, (da er 17 Monate ALG1 bezogen
        hat) hätte?
        2.wenn er jetzt nach der Zwischenbeschäftigung bereits 58 Jahre alt wäre?
        Mein Fazit: 1.Ein Monat Restanspruch
        2.Zehn Monate Neuanspruch (durch 20 Monate Zwischenbeschäftigung)
        3.Gesamterhöhung auf 24 Monate ALG1 Anspruch da 58 Jahre alt????
        Will damit fragen , ob sich der Anspruch um 6 Monate ,da 58 Jahre alt
        erhöht? Somit 17 Monate Anspruch?
        4. oder bekäme Anton A. nur die 11 Monate ALG 1 und das höhere Alter spielt
        keine Rolle ?
        5.Kann er einfach seine Zwischenbeschäftigung(nach den 20 Monaten) ohne
        Grund kündigen,ohne Nachteite, sprich eine Sperre des ALG1 zu erhalten?
        Wenn eine Sperre erfolgt , wie lang wäre die?
        6.Wie sieht das Arbeitsamt die Eigenkündigung bei einer eigentlich nicht
        zumutbaren und auch viel schlechter bezahlte Tätigkeit ?

        Mit freundlichsten Grüßen
        Bernd

        • Moin Bernd-O,

          Meine Interpretation: (Zwischenbeschäftigung/keine Teilzeitvereinbarung)

          Punkt Nr.1
          – siehe dein Beispiel

          Punkt Nr.2
          – ja, 1 Monat Restanspruch, 17 Monate wurden vor der Zwischenbeschäftigung schon verbraucht

          Punkt Nr.(2)
          – 20 Monate Zwischenbeschäftigung = 10 Monate Neuanspruch

          Punkt Nr.3
          – nein

          Punkt Nr.4
          – nur 11 Monate (10 Monate neuer Anspruch + 1 Monat Restanspruch)

          Punkt Nr.5
          – eine Sperre wird verhängt, wenn ein versicherungswidriges Verhalten vorliegt (Aufhebungsvertrag, Kündigung durch den AN etc.pp.). Wer eine Zwischenbeschäftigung anstrebt und hierbei auch den Bestandschutz = die ALG1-Höhe sichern möchte, sollte eine Zwischenbeschäftigung befristet ausüben (also schon im AV vermerken). Beim Auslaufen der Zwischenbeschäftigung oder auch Kündigung durch AG (außer verhaltensbedingt) wird keine Sperrzeit verhängt. Näheres dazu in der FW (Fachliche Weisungen Arbeitslosengeld) §159 SGB III „Ruhen bei Sperrzeit“.
          Wenn Sperre, dann = 3 Monate

          Punkt Nr.6
          – Die AfA achtet eigentlich bei ihren Vorschlägen darauf, dass keine „Unzumutbarkeit“ bei der Vermittlung vorliegt. (Angebote/Vorschläge sollte man trotzdem penibel überprüfen). Wenn du von dich aus eine unzumutbare Beschäftigung aufnimmst, ist das deine persönliche Entscheidung.

          Was ist Zumutbar oder Nichtzumutbar?
          – siehe hierzu §140 SGB III, detaillierte Auskünfte entsprechend in der FW (Fachliche Weisungen Arbeitslosengeld) §140 SGB III „Zumutbare Beschäftigung“

          Gruß
          Lars

      • Angenommen der liebe Anton ist aktuell 54 Jahre, und meldet sich mit einem Restanspruch von 11 Monaten ab vom ALG1-Bezzug (bewilligt wurden ihm 15 Monate).

        Während der Abmeldung wird er 55 und er nimmt eine Zwischenbeschäftigung an.

        Er nimmt eine schlecht bezahlte Zwischenbeschäftigung von 23 Monaten an, d.h. nach § 147 (2) stehen ihm 10 Monate ALG1 erneut zu.

        Jetzt meldet er sich wieder arbeitslos und bezieht sich auf den ursprünglichen Bewilligungsbescheid mit 11 Monaten Restanspruch und dem höheren ALG1 aus der vorhergehenden Beschäftigung.

        Er erhält nun:

        Wegen Bestandsschutz die ursprüngliche ALG1-Höhe, nicht die aus der schlechter bezahlten Beschäftigung.

        Die neue ALG1-Dauer beträgt: 11 Monate Rest + 10 Monate neu = 21 Monate.

        Da er noch keine 58 ist, wird diese reduziert auf: 11 Monate Rest + 7 Monate neu = 18 Monate, weil er zwischenzeitlich über 55 wurde.

        Wäre er 58, so hätte er 21 Monate.

        Passt das ?

        Ist das so richtig, dass der Restanspruch (vor 55) zum neuen Anspruch (nach 55) addiert wird mnach § 147 (4) ?

        • Moin ctraider,

          „Er erhält nun:“

          „Wegen Bestandsschutz die ursprüngliche ALG1-Höhe, nicht die aus der schlechter bezahlten Beschäftigung.“

          Ja. (da Zwischenbeschäftigung <24 Monate und er muss vorher ALG1 bezogen haben)

          "Die neue ALG1-Dauer … (ANSPRUCHSDAUER!) … beträgt: 11 Monate Rest + 10 Monate neu = 21 Monate."

          Ja.

          "Da er noch keine 58 ist, wird diese reduziert auf: 11 Monate Rest + 7 Monate neu = 18 Monate, weil er zwischenzeitlich über 55 wurde."

          Ja. Reihenfolge = 1.neuer Anspruch + 2.Restanspruch (- evt.Kürzung))

          "Wäre er 58, so hätte er 21 Monate."

          Ja.

          Gruß
          Lars

          • @ Lars

            „…. und er muss vorher ALG1 bezogen haben“

            Aber dies muß doch nicht angrenzend sein, oder?

            Dies gilt doch auch, wenn er z.B. 3 Wochen vor der Zwischenbeschäftigung vom ALG-1 abgemeldet war, er aber noch Restanspruch hat. Oder liege ich da falsch?

            Gruß

            Bruno

          • Moin Bruno,

            nein, muss nicht angrenzend sein.

            Bezüglich Bestandsschutz siehe ganz oben im Eingangskommentar der Querverweis vom Privatier zum §151 Abs.4 SGB III:

            4) Haben Arbeitslose innerhalb der letzten zwei Jahre vor der Entstehung des Anspruchs Arbeitslosengeld bezogen, ist Bemessungsentgelt mindestens das Entgelt, nach dem das Arbeitslosengeld zuletzt bemessen worden ist.

            aber, siehe Abs.4: … vor der Entstehung des Anspruchs ARBEITSLOSENGELD BEZOGEN …

            „Dies gilt doch auch, wenn er z.B. 3 Wochen vor der Zwischenbeschäftigung vom ALG-1 abgemeldet war, er aber noch Restanspruch hat.“

            Ja, ist richtig.

            Gruß
            Lars

  66. Hallo lieber Privatier ,Lars und alle Mitlesenden,

    nun habe ich vom Lars bereits in meiner Post die Info , dass sich das ALG1 doch nach einer Zwischenbeschäftigung , bedingt durch das Alter erhöht.

    Ich gebe jetzt mal ein konkretes Beispiel.

    Mit über 55 Jahren in das ALG1 gegangen.
    Bewilligung von 18 Monaten erhalten.
    Fortbildungslehrgang im Home Office von 3 Monaten absolviert.
    Dadurch ALG1 Verlängerung um 1,5 Monaten erhalten.
    Durch die Fortbildung einen neuen Job gefunden.
    Er ist weit unter der Stellung von Job vorm ALG1 ,sowie natürlich auch der Verdinst.
    Job wurde freiwillig angenommen ohne Druck vom Arbeitsamt.
    Restanspruch auf ALG1 noch genau ein Tag.

    Wenn Zwischenbeschäftigung beendet wird,zb. aus gesundheitlichen Gründen,weil es einfach körperlich nicht mehr geschafft wird,man deshalb nach 18 Monaten kündigt oder auch gekündigt wird oder der Vertrag ausläuft, geschieht nun nach meiner Vorstellung folgendes.

    Zwei Möglichkeiten( Vorraussetzung ohne Sperre da wie beschrieben gesundheitsbedingt gekündigt)

    Möglichkeit 1
    1. Ein Tag Rest
    2. Neun Monate Neuanspruch durch die 18 Monate Zwischenbeschäftigung
    3. Macht Anspruch auf der Höhe des Erstarbeitslosengeldes von 9 Monaten und einen Tag.

    Möglichkeit 2

    wie Punkte 1 bis 3 aus Möglichkeit 1 +
    Da nun ein Alter von über 58 Jahren vorliegt ist die Bemessungsgrenze auf 24 Monate gestiegen
    Wieviel bekäme man den in dem Fall.

    Lars schreibt in seinem beschriebenen Fall etwas von 21 Monaten.(natürlich mit anderer Ausgangssituation) jedoch beschreibt er eine Erhöhung bedingt durch das Alter!

    Ich wäre schon froh wenn Möglichkeit 1 korrekt wäre.

    Bitte nur Antworten , wenn die Antwort auch zu 100 % korrekt ist.

    Vielleicht kann sich auch der Privatier melden und mich klüger machen.
    Sie wissen das bestimmt!!

    Freue mich auf eine Antwort und vielen Dank im vorraus.

    Mit freundlichen Grüßen
    Bernd

    • Moin Bernd-O,

      es sind hier 2 Fehlinterpretationen vorhanden:

      1. „dass sich das ALG1 doch nach einer Zwischenbeschäftigung , bedingt durch das Alter erhöht.“

      Das ALG1 erhöht sich nicht durch eine „schlechter“ bezahlte Zwischenbeschäftigung. Wenn eine schlechter bezahlte Zwischenbeschäftigung (<24 Monate) angenommen wird und es lag vor der Zwischenbeschäftigung ein ALG1 Bezug vor, greift der Bestandsschutz = ALG1 Höhe ist die gleiche Höhe wie vor der schlechter bezahlten Zwischenbeschäftigung.

      "jedoch beschreibt er eine Erhöhung bedingt durch das Alter!"

      Ich habe von keiner Erhöhung geschrieben, bei der Überschreitung der 58-iger Schwelle (siehe Frage von ctrader und Kommentar von mir) kommt es im beschriebenen Fall nicht zu einer Kürzung der ALG1-Bezugsdauer auf 18 Monate. (im Beispiel Kürzung auf 18 Monate, weil die 58-iger Schwelle nicht überschritten wurde)

      Der Absatz 4 aus dem §147 SGB III lautet:

      (4) Die Dauer des Anspruchs verlängert sich um die Restdauer des wegen Entstehung eines neuen Anspruchs erloschenen Anspruchs, wenn nach der Entstehung des erloschenen Anspruchs noch nicht fünf Jahre verstrichen sind; sie verlängert sich längstens bis zu der dem Lebensalter der oder des Arbeitslosen zugeordneten Höchstdauer."

      Der letzte Nebensatz ist das entscheidende Kriterium. … 55 Schwelle oder 58 Schwelle

      Gruß
      Lars

  67. Hallo Lars,

    jetzt habe ich es hoffentlich verstanden.

    Das heißt wer noch viel Restanspruch hat(Bsp.17 Monate) ,vor der Zwischenbeschäftigung und danach eine 22 monatige Zwischenbeschäftigung absolviert,hätte theoretisch 28 Monate Anspruch.

    Bekommt jedoch max. bei 55 Jahren 18 Monate und bei 58 Jahren 24 Monate ALG 1

    Ich denke das ist so korrekt?

    Gruß Bernd

    • Moin Bernd-O,

      ja, so interpretiere ich den §147 Abs.4 SGB III.

      Vielleicht noch ein Beispiel hierzu: (weil in vielen Fällen eine Zwischenbeschäftigung schlechter vergütet wird, sollte man immer wegen dem „Bestandsschutz“ auf die 24 Monate achten und im Vorfeld eine „Befristung“ des AV vereinbaren.

      Anton A. ist 57 Jahre alt, wird jetzt arbeitslos, seine ALG1-Anspruchsdauer beträgt 18 Monaten. Nach 6 Monaten ALG1 Bezug nimmt er eine schlechter bezahlte Zwischenbeschäftigung von 20 Monaten auf. In der Zeit der Zwischenbeschäftigung überschreitet er die 58-iger Schwelle. Die 20 Monate Zwischenbeschäftigung ergeben eine neue ALG1-Anspruchsdauer von 10 Monaten.

      Daraus ergibt sich:

      1. Neuer Anspruch = 10 Monate
      2. Alte ALG1 Anspruchsdauer war 18 Monate – 6 Monate Verbrauch ALG1 Anspruchsdauer vor der Zwischenbeschäftigung = Restanspruch 12 Monate
      3. Jetzige Anspruchsdauer nach der Zwischenbeschäftigung = 10 Monate (neu) + 12 Monate (Restanspruch) = 22 Monate ALG1 Anspruchsdauer.

      Beispiel geht auch wenn Anton A. 56 Jahre alt ist (ALG1 Anspruchsdauer 18 Monate) Zwischen 56 und 57 legt Anton A. das Dispositionsjahr ein und danach Ablauf siehe oben.

      „Fortbildungslehrgang im Home Office von 3 Monaten absolviert.
      Dadurch ALG1 Verlängerung um 1,5 Monaten erhalten.“

      Genau … das ist dann „ALG-W“ (W=Weiterbildung)

      Gruß
      Lars

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