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Kap. 9.3: Der richtige Zeitpunkt — 9 Kommentare

  1. Hallo,
    An dieser Stelle möchte ich gleich etwas einbinden:
    Spätestens 3 Monate vor der Arbeitslosigkeit muss die Arbeitssuchend-Meldung erfolgen, sonst verhängt das Arbeitsamt später eine Sanktion. Innerhalb der 3 Monate muss sie dann unverzüglich nach der Kenntniserlangung (mir fiel kein besseres Wort ein) erfolgen.
    Zum Thema KV&PV in der Phase ohne ALG möchte ich an die Familienversicherung erinnern falls der Ehepartner gesetzlich versichert ist.
    Gruß

  2. Hallo,
    ich habe einen Aufhebungsvertrag zum 31.12.2017 unterschrieben und bin privat Krankenversichert. Ich bin 56 Jahre alt (57 in 2018). Meine Frau ist freiwillig in einer gesetzlichen Krankenversicherung. Weiss jemand ob mich die gesetzliche Krankenversicherung meiner Frau (sie ist freiwillig versichert da selbstständig) aufnehmen/versichern muss wenn ich in 2018 kein ALG beziehe also wegen der Abfindung in 2018 ab 1.1.18 ein Dispositionsjahr einlege ? Kann ich dann bei Bezug von ALG ab 1.1.2019 automatisch in dieser gesetzlichen Krankenversicherung bleiben ? Gruss und Danke für Eure Antworten.

    • Für mich ist der Kern der Frage darin zu sehen, ob ein Wechsel von der PKV in die Familienversicherung der GKV möglich ist, für jemand der älter als 55 Jahre ist?
      Nun habe ich schon beinahe alle Fragen, die sich mit dem Wechsel von PKV zur GKV befassen, damit beantwortet, dass ich von Thema zu wenig verstehe, als dass ich eine Auskunft geben könnte. Ich möchte aber an dieser Stelle einmal auf einen Kommentar von Swantje B. verweisen, die hier also exzellente Expertin für alle Fragen zur Krankenversicherung bekannt ist.
      Es handelt sich dort zwar ursprünglich um eine leicht andere Fragestellung, dennoch interpretiere ich die Antwort von Swantje so, dass eine Aufnahme in die Familienversicherung möglich wäre.

      Gruß, Der Privatier

  3. Hallo,
    ich habe im Jan 2018 meine letztes Gehalt und die Abfindung erhalten und bin seit dem 1.2.2018 arbeitssuchend. Mein Bewilligungsbescheid sieht nach einer Sperre von 12 Wochen (1.2.18-25.4.18) ALG ab dem 26.4.18 vor. Was bedeutet den „Anmelden und sofort wieder abmelden“? Sofort nach dem Erhalt des Bescheids (jetzt) oder erst zum 25.4.18 (wenn die Sperre abgelaufen ist? Wenn ich mich gleich abmelde (und zum 1.1.19 wieder anmelde) verschiebt sich sich die Sperre dann auch auf den 1.1.2019? Oder warte ich die Sperre ab und erhalten dann ab dem 1.1.2019 ALG?
    Gruss und vielen Dank für eure Antworten

    • Letztlich können Sie die Zeitpunkte für das Ab- und Anmelden frei bestimmen.
      Sie können sich jetzt sofort abmelden oder auch noch warten. Und Sie können sich im Luafe dieses Jahres wieder anmelden oder erst im nächsten Jahr.
      Zu Bedenken sind dabei in erster Linie die Verpflichtungen gegenüber der Agentur (Verfügbarkeit, etc.) und auch die Leistungen der Agentur (nicht nur ALG, sondern auch KV/PV und RV). Evtl. spielt auch die Steuer noch eine Rolle.

      Die Sperrzeit hingegen läuft exakt so ob, wie in Ihrem Bescheid vermerkt. Egal, ob Sie an- oder abgemeldet sind. Und deshalb verschiebt sich da auch nichts. Wenn das Enddatum vorbei ist, ist auch die Sperre vorbei.

      Gruß, Der Privatier

  4. Guten Tag liebe Privatier-Gemeinde,

    nach einiger Zeit des Mitlesens in diesem sehr informativen und wahrscheinlich einzigartigen Blog habe ich eine Menge nützlicher Informationen sammeln können. Dafür bereits jetzt meinen ausdrücklichen Dank nicht nur an den „Privatier“ sondern auch an die vielen Mitstreiter, welche mit vielen eigenen teils sehr speziellen Beiträge für die „stumme“ und grosse Gemeinde der Mitleser dazu beitragen!

    Einige der regelmässigen Foristen kommen mir dabei fast so bekannt vor als hätte man sich schon mal persönlich getroffen 😉

    Nun zu meinem Anliegen und hoffentlich habe ich auch das richtige Kapitel dafür getroffen:

    Nach mehr als 20 Jahren in einem grossen Unternehmen (Jahresgehalt deutlich über der Beitragsbemessungsgrenze) mit Wirkung zum 30.09.18 einen Aufhebungsvertrag mit ansehnlicher Abfindung (ca. 1,5faches Jahresgehalt -> Fünftelregelung) unterschrieben (keine Freistellung). In der PKV versichert. Zahlung der Abfindung im Januar 2019. Im Juni 2019 58 Jahre jung werdend. Geplant Dispo-Jahr vom 01.10.18 bis 30.09.19. Bisher bei bester Gesundheit, toi toi toi…

    Soweit alles gut und schön. Nun ist mir allerdings beim Zusammensuchen der notwendigen Unterlagen ein kleiner Schönheitsfehler aufgefallen, den ich mir nach dem Durchlesen der einschlägigen Paragraphen des SGB selbst nicht schlüssig beantworten kann (nach Arbeitssuchendmeldung im Juni 18 werde ich dieses Thema bei der AfA auf jeden Fall ansprechen). Aber evtl. findet sich mal ein ähnlich gelagerter Fall und ist von allgemeinem Interesse…

    Und zwar habe ich innerhalb der 5 Jahresfrist (beginnend zurückrechnend vom 30.09.19) ein sogenannten Mini-Sabbatical (2 Monate, April und Mai 2015) durchgeführt. Für den April wurden noch durch den AG SV-Beiträge geleistet (auch das Arbeitsverhältnis bestand in den beiden Monaten natürlich weiter und es wurde sogar für die beiden Monate ein respektabler Anteil des normalen Monatsgehalt bezahlt). Aber für Mai 2015 wurden eben keine SV Beiträge geleistet (in der Jahresbescheinigung 2015 ein (1) Monat mit „U“ ausgewiesen).

    Das würde nach meiner ersten Einschätzung bedeuten, dass ich nur 47 anstelle der benötigten 48 Monate SV-pflichtigen Anrechnungszeit der letzten 5 Jahre voll bekomme? Damit nicht eine Dauer von 24 Monaten ALG1 (da über 58) sondern evtl. nur 18 Monate? Ein herber Verlust (ja ich weiss, jammern auf hohem Niveau).

    Ich habe an diese doch recht lange zurückliegende Phase mich vor der (sehr kurzfristig zu erfolgenden) Unterschrift einfach nicht mehr erinnert, schade und mein eigener dummer Fehler.

    Nun eine wenn auch mehr als unschöne Lösung wäre, noch drei weitere Monate bis Ende Dezember 2018 mit einem Gehalt über der Beitragsbemessungsrenze (BBG) irgendwo zu arbeiten und im Anschluss einen Midijob oder ähnlich (> 450,01 Euro) von 6 Monaten bis einschliessl. Juni 2019 in Teilzeit auszuüben um damit den Beginn des Dispo-Jahres und der Rahmenfrist entsprechend zu verschieben (Dispo-Jahr: 01.07.19 bis 30.06.20). Dann würden die Voraussetzungen passen (in den letzten 2 Jahre min. 150 Tage mit Beiträgen über der BBG UND in den letzten 5 Jahren 48 Monate SV-pflichtig beschäftigt).

    Mehr ist mir nicht dazu eingefallen und so wirklich möchte ich die vorstehende Lösung auch nicht umsetzen wollen.

    Wenn meine Problematik hier von Interesse ist, wäre ich für Ratschläge oder Tipps sehr dankbar.
    Vielleicht sehe ich das alles auch nur zu eng…

    Grüsse, der Problematiker

    • Ein interessanter Fall! Man könnte auch sagen: Kleine Ursache mit großer Wirkung. 🙁

      Und ich will auch nicht lange herum reden: Ich teile Ihre Einschätzung, dass Ihnen genau dieser eine Monat fehlen wird, um einen Anspruch von 24 Monaten ALG zu erreichen.

      Man könnte natürlich auf das Dispojahr verzichten – dann wäre der eine Monat kein Problem. Aber dann gäbe es eine Sperre, verbunden mit einer 6monatigen Kürzung des ALG. Womit wir dann wieder beim selben Ergebnis wären. Hilft also auch nichts.

      Ihre Überlegungen mit den weiteren Jobs habe ich nicht nachgerechnet. Ich gehe einmal davon aus, dass Sie richtig gerechnet haben. Tatsache ist jedenfalls, dass Sie damit irgendwann wieder auf die erforderlichen 48 Monate kommen können.

      Für mich selber wäre das keine Lösung, aber das muss natürlich jeder für sich entscheiden. Und leider habe ich auch keine bessere Idee… 🙁

      Gruß, Der Privatier

  5. Guten Morgen,
    danke für Ihre schnelle Antwort und die Einschätzung des Falles! Dann habe ich ja nicht so falsch gedacht.

    Wg. der (korrekten) Berechnung der Anspruchs- und Rahmenfrist, würde sicherlich auch ein Monat Verdienst über BBG reichen (Oktober). Es dürften ja max. 7 Monate Teilzeit sein um auf die 150 Tage (5 Monate á 30 Tage in den letzten 24 Monaten) zu kommen. Damit wären beide Bedingungen erfüllt. Aber wie Sie richtig schreiben, ein Ritt auf der Rasierklinge! Und es darf absolut nichts dazwischenkommen.

    Ein anderer Punkt ist bei mir noch ab 2024 der Eintritt der vorgezogenen Altersrente (mit 63). Falls es bis dahin keine Gesetzesänderungen gibt, reicht der Vierjahreszeitraum der Inanspruchnahme des ALGs dann sogar bis zu diesem Zeitpunkt (bei An- und Abmelden). Ein komfortabler Anspruch…

    Ich werde gerne hier berichten was das AfA zum Thema sagen wird.

    Grüße und Danke für die Diskussion

    • „Ich werde gerne hier berichten was das AfA zum Thema sagen wird.“

      Ja, immer gerne. Aber ich denke schon, dass unsere Einschätzung korrekt ist.
      Wie auch immer: Viel Erfolg.

      Gruß, Der Privatier

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