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Kap. 9.3.2.5: Hinweise zum Dispositionsjahr: Arbeitssuchendmeldung — 13 Kommentare

  1. Wenn ich mich nun an den Standardweg halte und 3 Monate vor dem Ausscheiden eine Arbeitssuchend-Meldung abgebe, dann mag das vlt. keinen Sinn machen, wenn ich ein Dispo. Jahr plane, aber ein Nachteil kann mir doch nicht daraus entstehen, oder?

    Entstehen aus der Arbeitssuchend-Meldung Pflichten/Aktivitäten von mir und der Agentur, die lästig und unnütz sind, da ein Dispo. Jahr ansteht?

    Ich werde auf jeden Fall, den von Ihnen empfohlenen Weg wählen und im Vorfeld meines Ausscheidenes einen Gesprächstermin bei der Agenur suchen.

    VG aus der Quadratestadt
    Akim

    • Hallo Akim,
      ich habe eine Bitte an dich: Wenn du das Gespräch bei der Agentur hattest, dann schreib mal kurz, wie es war.
      Vielen Dank, BigMac

    • Nachteile entstehen durch die Arbeitsuchend-Meldung nicht. Zumindest nicht in finanzieller Hinsicht.
      Aber mit einer solchen Meldung setzt man eben auch die Vermittlungsbemühungen der Agentur in Gang, als da sind: Termine/Gespräche bei der Agentur, Vorschläge für Bewerbungen, ggfs. Qualifizierungsmassnahmen, etc.. Dies ist allerdings immer nur sehr eingeschränkt möglich, da der Betreffende ja in der Regel noch beschäftigt ist und daher nicht jederzeit verfügbar ist.

      Ich würde in dem geplanten Beratungs-Gespräch das Thema Dispojahr ansprechen. Ein kompetenter Berater wird danach eine Arbeitsuchendmeldung für unnötig erklären. Ob man allerdings im ersten Versuch auf einen solchen trifft, ist nicht unbedingt gesagt.

      Gruß, Der Privatier

  2. Eine Arbeitsuchendmeldung ist problemlos online möglich und hatte keinerlei Kontakt der Agentur zur Folge. Dem Sachbearbeiter, mit dem ich dann das Dispojahr besprach, war es aber wichtig gewesen, mind 3 Monate suchend gewesen zu sein.
    Noch ein Hinweis zum Artikel auf dieser Seite: falls man gekündigt wurde, muß der Termin der Arbeitslosmeldung nicht exakt ein Jahr nach Dispojahr sein. Er kann auch davor liegen. (für den Fall, das nicht alle Artikel zum Dispojahr gelesen wurden) LG Feli

    • Danke für den Hinweis, dass es nicht immer ein (vollständiges) Dispojahr sein muss. Das hängt eben immer von den Motiven ab, bzw. von dem Effekt, den man damit erreichen will. Zu den wichtigsten Motiven habe ich im Beitrag: „Dispojahr: Vor- und Nachteile“ einige Erläuterungen gegeben.

      Und wer (aus welchem Grund auch immer) keine Sperre und/oder keine Ruhezeit zu befürchten hat, muss natürlich auch kein Dispojahr machen.

      Gruß, Der Privatier

  3. Ich habe bisher nur gute Erfahrungen gemacht mit dem Arbeitsamt und wenn man rechtzeitig der Agentur signalisiert was man vor hat, dann wird das meist auch positiv aufgenommen.

    • Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Ein freundlich/sachliches Auftreten wird in der Regel auch so erwidert. Mehr zum Umgang mit der Agentur in einem der nächsten Beiträge…

      Gruß, Der Privatier

  4. Folgendes Szenario:

    Austritt 06/2019 nach vereinbarter bezahlter Freistellung.
    Neuer Job vom 1.7.2019 bis zum 31.12.2019 (Eigenkündigung zum 31.12.2019)
    Auszahlung Abfindung Januar 2020 aus vorherigem Job

    Berechnen sich jetzt Ruhezeiten ab Austritt alter Job oder neuer Job ?

    Könnte man jetzt mittels des Dispojahr Sperr- (wegen Eigenkündigung neuer Job) und Ruhezeiten (wegen Abfindung) vermeiden und ab 2021 ALG1 beantragen ?

    Wenn man sich dann nach Beantragung wieder abmeldet, wann müsste man spätestens ALG1 in Anspruch nehmen (+ 4 Jahre) ?

    • Ruhe- und Sperrzeiten starten immer ab dem Zeitpunkt des Ereignisses, welches Anlass für diese Zeiten war.
      Bei der Prüfung eines ALG-Antrages werden alle Ereignisse, die ein Jahr (oder länger) zurück liegen, nicht mehr hinsichtlich Ruhe- und Sperrzeiten geprüft. Das ist genau der Hintergrund des Dispojahres!

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier

        Hab ihre Seite leider erst heute Abend im Internet entdeckt. Daher bitte ich höflichst vorab um baldige Beantwortung da meine Arge nur vormittags auf hat.
        Frage:,
        Heißt das dass keine Sperrzeit erteilt wird wenn man sich exakt an dem darauf folgenden Werktag nach genau einem Jahr Erwerbslosigkeit ( bei Selbstkündigung und letzter Arbeitstag am 31.05.18 und wegen dem jetzt vergangenen Wochenende also genau am 03.06.19, also morgen ) Arbeitslos melden muss um dadurch eine Sperrzeit verhindern zu können ?

        Ich hab mich am 31.05 also vorgestern Arbeitslos gemeldet. Kann ich den Antrag noch abändern lassen ? Muss das genau morgen sein, oder geht das auch 1 – 2 Tage später ?

        • Auch wenn die Mitarbeiter der Agentur wenig Begeisterung für solche Aktionen zeigen werden, sollte eine Änderung der Meldung m.M.n. dennoch möglich sein. Ich würde dabei aber keine Zeit verlieren und mich unverzüglich auf den Weg machen!

          Gruß, Der Privatier

          • Hallo Privatier

            Vielen Dank für die schnelle Rückantwort !
            Ich bin gleich heute morgen zur Arge gegangen und habe dort meinen Wunsch auf Änderung des Datums auf den 03.06.19 vorgetragen. Die erste Dame sagte mir dass das nicht geht. Ein einmal gestellter Antrag kann nachher nicht mehr zeitlich geändert werden.Ich konterte mit § 137 SGB III Abs.2, und sagte dass über den Arbeitslosen – Antrag ja noch nicht entschieden ist. Wurde darauf hin an eine andere Dame verwiesen. Diese fragte warum ich das denn machen wolle ? Somit erklärte ich dass genau an diesem Tag meine vielleicht 3 Monate dauernde Sperrzeit verjährt wäre. „ So was hab ich ja noch nie gehört, Moment mal.“ Sie verließ für ca. 10min das Zimmer. Als sie wieder kam sagte sie mit einem lächelnden und jovialen Gesichtsausdruck. „ Stimmt ! Wir ändern das also ab auf den
            01.06.19 „( Ich wusste bis dahin noch nicht dass Samstage bei der Arge auch als Arbeitstage gellten ). So hab ich wohl mit diesem Zieltag die Sperrzeit aus dem Verfahren gekegelt,und die Dame freut sich was dazu gelernt zu haben….Toll!
            Gruß, Karl

          • @Karl: Das ist ja mal wieder so eine Geschichte ganz nach meinem Geschmack! 😀

            Wenn auch erst in letzter Sekunde, so aber doch gut vorbereitet in das Gespräch gegangen, sich nicht abwimmeln lassen und den Mitarbeitern der Agentur die Regeln erklären. So ist es richtig! Super. Alles richtig gemacht.
            Und ich bin überzeugt, dass das Ergebnis dementsprechend positiv ausfällt.

            Gruß, Der Privatier

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