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Top oder Flop – Folge 27: Fonds-Fusion — 9 Kommentare

  1. Danke! Danke für Deine Webseite! Es bestätigt meine Ahnung: Banken und Staat machen bei Fonds , Aktien und sonstigen Anlagen gemeinsame Sache um den Anleger abzuzocken.
    Deshalb nur noch Tagesgeld. Ich habe die Schnauze voll von der Brokerei die den Staat bereichert und den Anleger verarscht.
    Stell Dir nur mal vor ich bin voll in Fonds investiert und werde von Staatsarzt als dement deklariert?
    Und bin ich halt enteignet, kommt der Strick – falls der Infarkt zu langsam ist.
    Halt die Ohren steif, Kumpel!

    • Auch wenn ich mich manchmal ärgere – aber ganz so schwarz sehe ich das Ganze nicht! Aber trotzdem Danke für Aufmunterung: Ich werde die Ohren steif halten!

      Gruß, Der Privatier

  2. Ich habe vor 15 – 16 Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht, daher kaufe ich keine Fonds mehr. Aus, vorbei. Nicht mal einen ETF, wer weiß, was da noch alles kommt.

    Aber so schwarz wie Erich Müller sollte man das alles doch nicht sehen. Mit meinen Einzelaktien fahr ich ganz gut. Wobei, bei einer Fusion oder SpinOff muss man auch nachrechnen. Da passieren ganz gerne Fehler.

  3. Das bestärkt mich in meiner Strategie alles in Dividenden ausschüttende deutsche Titel zu investieren. Das ist zumindest simpel. Man muss nicht seitenweise Kleingedrucktes, Gesetze und Verordnungen durchsuchen und Klärungsbedarf gibt es eher wenig. Gut – 10% p.a. sind hier natürlich nicht drin, es ist halt ein Kompromiss.

    Gruß Alfred

  4. Ich kann die Skepsis gegen Fonds oder ETFs gut verstehen. Allerdings gibt es auch einige Vorteile, die man mit Einzelwerten als Privatanleger kaum vernünftig hinbekommt:
    a) Diversifikation: So viele Einzelwerte möchte ich mir dann nämlich auch nicht ins Depot holen. Da blicke ich dann irgendwann nicht mehr durch.
    b) Unbekannte Märkte: Ich fühle mich einfach nicht in der Lage, z.B. einzelne Rentenwerte von den Emerging Markets auszuwählen und zu kaufen. Und davon gibt es genug andere Beispiele.

    Achja – bevor ich es vergesse: Ich wollte ja noch „Ross und Reiter“ nennen, die mir das Vergnügen des oben beschriebenen Vorfalls bereitet haben:
    * Die Fondsgesellschaft, die die Fusion beschlossen hat, war Julius Bär.
    * Die Bank, die diese nicht zwingend nötige Abrechnung veranlasst hat, war Comdirect.

    Soll natürlich nicht heißen, dass es anderswo besser zugeht oder dass es bei diesen beiden immer so enden muss. Einfach nur der Vollständigkeit halber.

    Gruß, Der Privatier

  5. So ein Mist passiert nicht nur bei Fonds und ETFs sondern auch bei Aktiensplits. So bei mir geschehen bei der Spaltung von Hewlett Packard in HP Enterprise und HP Inc. Obwohl das steuerneutral geplant war, musste ich einen fetten vierstelligen Betrag vorstrecken, weil ich ja Aktien eines wertvollen Unternehmens „geschenkt“ bekommen habe. Natürlich waren die anderen Aktien danach auch nur noch die Hälfte Wert. Wenn ich die mal verkaufe, bekomme ich die Steuern gut geschrieben – toll! Die Bank, die dies veranlasst hat, war in diesem Fall die DKB. Ich frage mich, was gewesen wäre, wenn ich die Aktien schon vor 2009 besessen hätte. Womöglich könnte ich dann nicht einmal den Kursverlust steuerlich geltend machen.

    Ist das nun off-topic? Nein! Ich will nur sagen, dass Mist nicht nur mit Fonds (und ETF) passiert sondern auch mit (wahrscheinlich besonders mit ausländischen) Aktien. Aber: Ich glaube auch, dass bei Fonds und ETFs mehr Mist passiert.

    Was kann man tun? Wenn man genug Kohle hat, sein Aktienportfolio selbst zu diversifizieren, kann man bei inländischen Werten und ausländischen Blue Chips, die leicht und günstig handelbar sind, ETFs in seinem Depot zurückdrängen. Aber bei Emerging Markets o.ä. sind wir weiter auf sie angewiesen. Wer mal versucht hat, in Italien die Quellensteuer zurückzuerhalten, wird auch in nah gelegenen Märkten den Service von Fonds schätzen.

    Gruß
    os

    • Da gebe ich Dir vollkommen Recht: „Mist“ kann nicht nur mit Fonds und ETFs passieren!

      Aktiensplits habe ich selber schon seit geraumer Zeit nicht mehr erlebt, oder kann mich zumindest nicht an negative Folgen erinnern.

      Sehr schön aber noch einmal Dein Beispiel von der italienischen Quellensteuer! Ein unglaublicher Formalismus, verbunden mit andauernden Hin- und Herschicken von Briefen/Formularen/Kopien – und am Ende passiert: Gar nichts! (außer man hat ca. 8-10 Jahre Geduld…).

      Für mich sind die im Beitrag beschriebenen Fusionsfolgen jetzt auch kein Grund, generell auf Fonds oder ETFs zu verzichten – aber ausländisch thesaurierende werden es garantiert nie mehr werden! Und sobald ich eine sinnvolle Gelegenheit sehe, einen Verkauf meiner noch bestehenden Positionen auch steuerlich sinnvoll unterzubringen, dann fliegen sie auch mit höchster Priorität aus den Depots heraus. Das steht fest.

      Gruß, Der Privatier

    • Das ist richtig. „Shit happens“ 😉
      Und eine Fonds-Fusion ist allemal erträglicher als der Ausfall einer Anleihe.

      Aber um die mit einer Geldanlage verbundenen Risiken einzuschätzen zu können und ggfs. zu akzeptieren, muss man sie erst einmal kennen. Und ich würde mal darauf wetten, dass die wenigsten, die in die allseits gepriesenen ETFs investieren, sich vorher mit den möglichen Folgen auseinander gesetzt haben (mich eingeschlossen).

      Und genau aus diesen Grund schreibe ich meine Erfahrungen hier auf.

      Gruß, Der Privatier

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