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Die hohe Kunst der Steuerplanung (Teil 3) — 44 Kommentare

  1. Guten Morgen,

    hab noch mal eine Frage zur Rückzahlung der Kirchensteuer:

    Gilt das nur, wenn man eine Abfindung bekommen hat, oder gelerell bei
    jeder Einkommensteuererklärung?

    Mein Mann hat ja letztes Jahr eine Abfindung bekommen, da werde ich es auf jeden Fall versuchen. Aber wie gesagt, geht das immer?

    Schöne Grüße und vielen Dank
    Sonja

    • Zunächst einmal handelt es sich hier nicht um eine (komplette) Rückzahlung, sondern nur um einen Teilerlass, nämlich in Höhe von 50%. Und auch auf diesen besteht kein Rechtsanspruch, sondern er kann gewährt werden. Allerdings sind die Aussichten auf einen solchen Teilerlass sehr gut.

      Das Ganze bezieht sich immer nur auf außerordentliche Einkünfte. Das können Vergütungen für mehrere Jahre sein, das können Veräußerungsgewinne oder eben auch Abfindungen sein. Liegen solche Einkünfte vor, kann man immer einen Antrag auf Teilerlass stellen. Hat man solche Einkünfte nicht, gibt es auch nichts zurück.

      Und noch einmal zur Warnung: Wer nun auf die Idee kommt, aus der Kirche auszutreten, der bekommt garantiert nichts zurück. Den Teilerlass gibt es nur für Kirchenmitglieder.

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo,
    habe schon wieder einmal eine Frage.
    Habe bereits meine Einkommensteuererklärung per elster gemacht.
    Bei der Berechnung nun der Schock:
    Wir müssen das erhaltene Kindergeld zurückbezahlen, da der Freibetrag besser als Kindergeld wäre (oder so)
    Gibt es da eine Möglichkeit, das zu umgehen?
    Die Kinder sind 12/14/16 Jahre alt und es geht um mehr als 6000,-€
    Diese werden mit der Steuererstattung verrechnet, und somit bekommen wir kaum etwas zurück.
    Ach ja, zur Erinnerung: Mein Mann bekam im Dezember eine Abfindung wegen Geschäftsaufgabe.

    Schöne Grüße, Sonja

    • Hallo Sonja,
      da ich selber keine Kinder habe, habe ich mit den speziellen Fragen im Zusammenhang mit Kindern (und Steuern) nicht so eingehend befasst. Aber soviel ist mir klar: Die staatliche Förderung von Kindern erfolgt entweder über den Kinderfreibetrag bei der Steuer oder über das Kindergeld. Beides geht nicht (wäre wohl auch zu viel verlangt).
      Welche der beiden Förderungen die günstigere ist, wird im Rahmen der Einkommensteuererklärung geprüft. Auch wenn es sich für Dich wie ein Schock anfühlen mag, im Endeffekt kannst Du Dir aber sicher sein: Es wird für Euch die günstigere Lösung gewählt. Also die, wo für Euch am meisten übrig bleibt. Also – keine Panik!

      Ein – wie ich finde – ganz guter Artikel ist bei Wikipedia zu finden. Dort ist auch eine Grafik enthalten (ein BIld sagt mehr als tausend Worte), wo der Zusammenhang zwischen Freibetrag und Kindergeld noch einmal sehr gut zum Ausdruck kommt.

      Schönen Gruß, Der Privatier

  3. Hallo Sonja (nochmal)!

    Es ist so wie Baldur sagt: Ihr müsst das Kindergeld nicht zurückzahlen!

    Und im Grunde sollte die Erkenntnis (Freibetrag günstiger als Kindergeld) eher ein Grund zur Freude sein, als einen Schock auslösen. Denn: Ihr habt im letzten Jahr (wahrscheinlich) „nur“ 6.696 Euro Kindergeld bekommen.
    Durch die Prüfung im Rahmen der EkSt-Erklärung ergibt sich nun aber, dass die Anwendung der Freibeträge günstiger wäre und ihr dadurch Steuern sparen könnt, die über diesen ca. 6.700 Euro liegen. Ihr werdet also für die Kinder noch eine zusätzliche Steuerrückzahlung bekommen. Ein Grund zur Freude, oder?

    Und diese Rückzahlung hat dann auch mit der Abfindung eigentlich nichts zu tun, oder nur insofern, dass durch die Abfindung das Einkommen höher ist und sich damit die Freibeträge mehr lohnen.

    Und wenn nun trotz alledem die zu erwartende Rückzahlung insgesamt eher spärlich ausfällt, kann das nur an zwei Gründen liegen:
    Entweder der Arbeitgeber hat bei der Abrechnung schon sehr gut gerechnet (dann gäbe es nämlich gar nichts zurück) oder aber die Vorstellung über die Höhe der Rückzahlung war schlichtweg falsch. Aber das Kindergeld bzw. die Freibeträge sollten wirklich kein Grund zur Sorge sein.

    Gruß, Der Privatier

  4. Hallo,
    habe soeben meinen Einkommendteuerbescheid 2013 bekommen.
    Will nun den Antrag auf Teilerlass der Kirchensteuer Stellen.

    Muss ich da die Lohnabrechnung aus dem Monat, in dem die Abfindung ausbezahlt wurde, beifügen?
    Auf der Steuererklärung kann ich nämlich keine gesonderte Auflistung für die bezahlte Kirchensteuer auf die Abfindung finden.
    Auch sonst steht nirgens, dass ein Teil des Gehaltes aus einer Abfindung stammt.
    Oder bekommt man 50% auf die gesamte Kirchensteuer, nicht nur auf die Abfindung?
    Schöne Grüße und frohe Ostern
    Sonja

    • Hallo Sonja,
      einen besonderen Hinweis auf die Abfindung findet man in der Steuererklärung wohl auch nur dann, wenn die Fünftelregel angewendet worden ist. In diesem Fall sollte ein Hinweis in der Art „zu versteuern nach §34 EStG“ zu finden sein.
      Ist dies nicht der Fall, würde ich aber ggfs. einen Hinweis in der Erläuterungen erwarten, warum die Fünftelregel nicht angewandt wurde. Dies bitte zunächst einmal prüfen. Evtl. auch einen kurzen Anruf beim FA nicht scheuen.

      Bei der Kirchensteuer heißt das Stichwort „Kirchgeld“. Findet es sich nicht im Steuerbescheid, ist dies entweder ein Hinweis darauf, dass die Abfindung nicht als außerordentliche Einkünfte behandelt worden ist (s.o.: Klärung FA), oder das Kirchgeld wäre niedriger als die „normale“ Kirchensteuer. Dann kommt es nämlich nicht zur Anwendung.

      Ich würde erst einmal klären, ob die Abfindung zu den außerordentlichen Einkünften gerechnet worden ist. Nur dann kann ein Antrag auf Teilerlass der Kirchensteuer gestellt werden. Dafür reicht dann aber der Steuerbescheid. Aber wenn aus diesem nicht klar hervorgeht, dass ein Teil auf die Abfindung entfällt, hat der Antrag wenig Sinn. Also: Erst einmal die Behandlung der Abfindung klären!

      Gruß, Der Privatier

  5. Sehr geehrter Leser,
    auch ich habe für den Verlust meines Arbeitsplatzes im Alter von 62 Jahren eine
    Abfindung erhalten. Als freiwilliges Mitglied der katholischen Kirche hat das
    Kath. Kirchensteueramt in München auch im Jahr 2013 an meinen monatlichen Ein-
    künften partizipiert und aus der Abfindung den vollen Steuersatz kassiert!
    Der angeblich übliche Teilerlass von 50% wurde beantragt, aber umgehend mit der
    Begründung abgelehnt, dass ich nicht erlassbedürftig im Sinne des § 227 der Ab-
    gabenordnung sei. Dann folgte ein Formblatt, wo ich meine Einkünfte und finan-
    ziellen Reserven bekannt geben dürfte. Auch hierzu kam eine Ablehnung mit der
    Begründung, dass keine Bedürftigkeit vorliegt. Im übrigen wie ich meine, ein
    tiefer Eingriff in die Privatsphäre, bei einem freiwilligen Kirchenmitglied.
    Die katholische Kirche gibt sich mit 50% aus der Abfindung nicht zufrieden, sie
    wollen alles, nämlich 100%!!!
    Also Vorsicht, so einfach ist das mit einem Erlass oder einer Rückerstattung
    zumindest in Bayern nicht.
    Besonders nachfolgende, analoge Fälle mit einer Abfindungszahlung möchte ich
    gerne informieren, wie sich die katholische Kirche diesbezüglich verhält und
    was wir als Betroffene von ihr zu erwarten haben.
    Ich bin gerne bereit, mit meinem Vorgang in die Öffentlichkeit zu gehen und
    auch weitere Informationen zu geben.
    Wer kann mir weiterhelfen und die entsprechenden Schritte aufzeigen?
    Wer hat ähnliche Erfahrungen gemacht?
    Ich bin für jede Unterstützung dankbar, da ich nicht bereit bin, kampflos auf-
    zugeben.

    ein Betroffener, der weiterhin um einen 50% Erlass kämpfen muß

    • Vielen Dank für diese Info !

      Ich kann Ihren Ärger sehr gut nachempfinden und ich halte die Vorgehensweise der Kirchen insbesondere im Zusammenhang mit einer Abfindung für völlig inakzeptabel. Immerhin handelt es sich ja bei einer Abfindung um eine Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes. Und dass die Kirche an diesem Verlust verdienen will, das ist schon die Höhe.

      Und beim Staat gibt es ja zumindest die Fünftelregel, die das Ganze etwas abmildert. Das gibt es bei der Kirche nicht – da ist sie gnadenlos. Und dass die Kirche Ihnen jetzt auch noch den Teilerlass verwehrt – das würde mich auch maßlos ärgern. Bedürftigkeit hin oder her. Wer bitte prüft die Bedürftigkeit der Kirche?

      Ich habe erst im Zusammenhang mit dem Protz-Bischof von Limburg erfahren, dass sämtliche deutschen Bischöfe (kat. + ev.) aus Steuergeldern bezahlt werden.
      Nein – nicht aus der Kirchensteuer! Die werden vom Staat bezahlt! Ich kann es bis heute nicht glauben. Was bitte hat der Staat mit den Bischöfen zu tun?

      Das Ganze wird noch dadurch getoppt, dass die Kirchen angeblich auch von der Kapitalertragsteuer von der Erträgen ihrer zahlreichen , angehäuften Besitztümer befreit ist.

      Ich habe Zeit meines Lebens die Meinung vertreten, aus der Kirche auszutreten, nur um die paar Euro Kirchensteuer zu sparen, sei eine kleinkrämerische Haltung und habe das daher auch nie gemacht. Aber inzwischen habe ich doch arge Bedenken, ob ich einem Verein angehören möchte, der ein solches Verhalten an den Tag legt.

      Ich könnte mich schon wieder aufregen!! Wer sich gerne einmal mit aufregen möchte, kann sich dazu einmal Gernot Hassknecht ansehen.

      Aber zurück zu Ihrem Problem. Ganz ehrlich: Die ganze Aufregung und evtl. weitere Anstrengungen sind wohl vergeudete Energie. Denn der Teilerlass ist und bleibt „Freiwillig“. Es gibt keinen Anspruch darauf.

      Das einzig Sinnvolle ist daher wohl, solche Zustände öffentlich zu machen! Damit Betroffene wissen, was sie erwartet. Und damit jeder nachdenken kann, ob er sich weiterhin in einer solchen Gemeinschaft wohl fühlt.

      Gruß, Der Privatier

  6. Hallo.

    Ich habe im Januar 2015 meine Abfindung bekommen und in 2015 das „Dispositionsjahr“ in Anspruch genommen. Ansonsten habe ich meine Einkünfte 2015 möglichst minimiert. (Hinweise gibt es ja genug in diesem Blog)
    Die letzte Aktion ist der Antrag auf teilweise Erstattung der Kirchensteuer, in meinem Fall beim Erzbistum Köln.
    Hierfür muss die Einkommensteuererklärung 2015 vorgelegt werden. Auf dieser Basis gibt es dann wohl eine Rückerstattung in Höhe von 50%.
    Insofern profitiert auch die Kirche von den Optimierungsmaßnahmen.

    Viele Grüße, Hardy

    • Kleine Ergänzung/Korrektur:
      Ich denke, es ist der Steuer-Bescheid, der vorgelegt werden muss. Nicht die Steuer-Erklärung. Denn nur aufgrund des Bescheides können ja dann die 50% festgelegt werden.
      Richtig ist die Annahme „…gibt es wohl eine Rückerstattung“. Denn sicher ist dies keineswegs. Wie der Kommentar hier vom 8.Juli 2014 zeigt!

      Inwiefern allerdings die Kirche von den Optimierungsmaßnahmen profitiert, ist mir nicht einleuchtend.
      Optimierung = weniger Steuern = weniger für die Kirche. Oder?

      Gruß, Der Privatier

      • Genau; es ist natürlich der Einkommensteuerbescheid.
        Mit dem Hinweis auf die Optimierung wollte ich nur herausstellen, dass die Rückerstattung nicht aufgrund der Steuerabführung von der Abfindung berechnet wird.
        Optimierung = weniger Kirchensteuer = weniger Rückerstattung.

        Viele Grüße, Hardy

  7. Dass der Erlass auf die Abfindung mit Verweis auf die AO abgelehnt wurde, halte ich für schräg, es sei denn, die Erlassordnung dieser Kirche verweist auf die AO. Aber machen kann man da nichts, der (Teil-)erlass steht im Belieben der Kirche. – Ansonsten kann ich nur jedem, der das besondere Kirchgeld zahlen darf, raten, sich mal die Seite http://kirchgeld-klage.info/ anzusehen. Dort wird sauber dargelegt, dass das besondere Kirchgeld bei eigenem Einkommen des kirchenangehörigen Ehegatten (also bei Doppelverdienern) nicht zulässg ist, so zuletzt der BFH am 8.10.2013 im Beschluss I B 109/12 als „eindeutige Rechtslage“.

    • Recht herzlichen Dank für diesen sehr guten Hinweis!!

      Ich werde mir die Seite auch einmal etwas genauer ansehen, denn erstens haben meine Frau und ich auch eine sog. „glaubensverschiedene Ehe“ und ich hatte in der Zeit, als ich noch gearbeitet habe (meine Frau aber nicht), immer den Eindruck, dass die Berechnung des Kirchgeldes irgendwie „merkwürdig“ ist und zumindest nicht meinem Rechtsempfinden entspricht.
      Aber ich habe nie die Muße gehabt, mich da einmal näher mit zu befassen. Ich werde das jetzt mal nachholen!

      Danke und Gruß,
      Der Privatier

  8. Hallo, mein Vater hat letztes Jahr seine Arbeit verloren und eine Abfindung bekommen. Er möchte gerne einen Teilerlass der Kirchensteuer beantragen.
    Könnten Sie mir einen Beispielantrag schicken, weil mein Vater nicht weiß wie man genau so einen Antrag formuliert?
    Ich würde mich über eine Antwort freuen.
    Danke.

      • Hallo,

        am 28.05. habe ich den Antrag beim Erzbistum Köln gestellt; am 2.06. kam die Antwort:
        „Erstattung von 50% der Kirchensteuer auf die außerordentlichen Einkünfte nach § 34 EStG. Das Finanzamt erhält über die Erstattung eine Mitteilung.“

        Die Erstattung muss also im Folgejahr angegeben werden.
        Viele Grüße, Hardy

        P.S.:Es läuft noch immer alles nach Plan

      • So soll es sein! Prima.

        Und ja: Erstattung muss man selbstverständlich im Folgejahr angeben. Aber das ist ja wohl auch in Ordnung so. Habe bzw. hatte ich kein Problem mit.

        Gruß, Der Privatier

    • Der Antrag wird „formlos“ gestellt (z.B.: „Sehr geehrte Damen und Herren,
      hiermit beantrage ich den Teilerlass des besonderen Kirchgeldes für 201x, welches per beiliegenden Steuerbescheid in Höhe von x.xxx Euro festgelegt wurde.“
      )
      Der Antrag sollte allerdings auch eine Begründung enthalten. Dies überlasse ich gerne einmal der Phantasie und Kreativität des Antragstellers. 😉 Schließlich wird er ja (hoffentlich) dafür bezahlt.
      Das dies keineswegs immer der Fall ist (insbesondere die kathol. Kirche in Bayern hat hier einen schlechten Ruf!), kann man aus einem Kommentar hier auf meiner Seite und den Kommentaren zum oben stehenden Link von Hardy entnehmen.

      Gruß, Der Privatier

  9. Dass man den Antrag bei der Kirche stellen kann hab ich verstanden und werde das auch machen.
    Parallel bin ich gerade dabei meine Steuererklärung bei Elster-Online einzugeben.
    Hat ein evtl. Teilerlass Einfluss auf meine Angaben bei Elster ??
    Mfg
    Mario

    • Wer z.B. in 2015 eine Abfindung bekommen hat, kann diese jetzt (2016) in der Steuererklärung angeben. Dabei spielt ein evtl. Teilerlass der KiSt. noch keine Rolle.
      Ist der Steuerbescheid dann da (inkl. KiSt. Bescheid), reicht man diesen zusammen mit dem Antrag auf Teilerlass bei der Kirche ein.
      Wird der Antrag genehmigt und man erhält einen Teil der KiSt. zurück, so muss man die Erstattung dann bei der EkSt.-Erklärung für 2016 (also im Jahr 2017) mit angeben.
      Alle Klarheiten beseitigt?

      Gruß, Der Privatier

  10. Ich bin seit jeher kein Mitglied einer Kirche, habe aber 2015 einen recht großes Betrag für unsere freie Gemeinde gespendet. Jetzt stelle ich mit Erschrecken fest, dass im Steuerprogramm der Höchstbetrag von 1.200 (RPF) berechnet wird. Meine Frau ist/war katholisch, ohne Einkommen aber nie von Kirchensteuer oder Kirchgeld betroffen.
    Wieso wird mein Einkommen jetzt für das Kirchgeld meiner Frau herangezogen, ist das überhaupt rechtens?
    Ich habe jetzt behelfsweise meine Frau auf Sonstiges bei der Religion gesetzt, denn im Grunde ist sie auch nicht mehr katholisch, sondern gehört einer freien christlichen Glaubensgemeinschaft an. Aber ob das standhält wage ich zu bezweifeln.

    • Hallo Markus, das sind jetzt gleich viele Fragen/Probleme auf einmal. Und ich bin bestimmt kein Fachmann für Kirchensteuer, aber ich will gerne einmal meinen Kenntnisstand weiter geben:

      * Generell kannst Du sicher nur Spenden an solche religiöse Gemeinschaften steuerlich ansetzen, wenn diese einer Kirche (ev./kath.) gleichgestellt sind. Das düfte aber wohl das geringere Problem sein. Das ist wohl bei den meisten freien Gemeinden der Fall. Das soll halt nur verhindern, dass wir beide eine religöse Gemeinschaft gründen und unserem Verein dann etwas spenden, um so die Steuer zu reduzieren.

      * Die Grenze von 1.200€ erscheint mir sehr fragwürdig! Kann es sein, dass Du mit einem älteren Steuerprogramm arbeitest? Es gab mal bis 2006(?) eine Grenze von je nach Empänger von 5% oder 10% der Einkünfte. Inzwischen gilt aber eine generelle Grenze von 20% (von allen Einkünften) als Obergrenze für Spenden.

      * Wenn Du mehr gespendet hast, als die Obergrenze erlaubt, kannst Du das „Mehr“ ins Folgejahr übertragen. Das hilft Dir dann aber wohl wenig… (dazu gleich noch eine andere Idee).

      * Den Status „im Grunde nicht mehr katholisch“ gibt es nicht. Entweder Deine Frau ist katholisch oder nicht. Und dabei kommt es dann nicht auf die religiösen Ansichten, sondern auf den offiziellen Status an. Nicht mehr katholisch ist man nur, wenn man aus der Kirche austritt.

      * Ich gehe also der Einfachheit halber einmal davon aus, dass ihr eine sog. glaubensverschiedene Ehe führt. Und dabei ist es tatsächlich so, dass zur Berechnung des Kirchgeldes auch das Einkommen des Ehepartners berücksichtigt wird. Damit soll verhindert werden, dass der Gutverdiener aus der Kirche austritt, der Wenig- oder Nichtsverdiener aber weiter die „Vorteile“(?) der Kirche geniesst, ohne einen Beitrag zu leisten.

      * Das ganze Sytem der Kirchensteuer, die Erhebung durch den Staat und manche fragewürdige Verwendung halte ich für falsch und teilweise ungerecht. Aber „rechtens“ ist es wohl… 🙁

      * Nun aber zu der weiteren angekündigten Idee: Es gibt die Möglichkeit (per Antrag) eine Spende an eine freie Gemeinde steuerlich wie eine Kirchensteuer berechnen zu lassen. Damit wäre u.U. die Frage der Kirchensteuer/Kirchgeld erledigt und außerdem die Möglichkeit eröffnet, nur die darüberhinausgehenden Beträge als Spenden zu deklarieren. Die entsprechende Richtinie zum §10 EStG findest Du z.B. hier: http://datenbank.nwb.de/Dokument/Anzeigen/443548_10___7/

      Soweit mein Kenntnisstand. Ich hoffe, das bringt Dich ein wenig weiter…

      Gruß, Der Privatier

  11. Hallo zusammen,

    also verstehe ich das jetzt richtig und sind das gesicherte und aktuelle Erkenntnisse, dass:

    1) Bei Abfindungen ein neuer Begriff ins Spiel (den Steuerbescheid) kommt, nämlich das in drei Stufen je nach Einkommen unterschiedlich hohe „Kirchgeld “ und u.U. nicht mehr die Kirchensteuer ? Dass allerdings, wenn die auf die Abfindung errechnete Kirchensteuer, höher ist als das pauschale Kirchgeld (Höhe je nach Einkommensstufe) trotzdem wieder die Kirchensteuer und nicht das Kirchgeld „in Rechnung gestellt wird “ ?

    2) Dass bei gemeinsamer Veranlagung trotzdem die Kirchensteuer bei dem in der Kirche weiterhin vertretenen Ehepartner, der nicht die Abfindung erhält, berechnet wird und zwar auch (teilweise?) auf die Abfindungssumme, obwohl/wenn der Ehepartner mit der Abfindung rechtzeitig aus der Kirche ausgetreten ist ? Und wenn das so ist, wie wird das berechnet, also was ist Basis und geht das dann einfach irgendwie geteilt durch zwei ?
    Wenn man die Kirche also gar nicht „beteiligen möchte“, müssten beide austreten ?

    Gruß, Nick

        • Hallo Robben,

          erneut besten Dank für deine schnelle Antwort. Sehr nett !

          Dazu noch folgende Rückfragen:

          1) In dem 3. Beispiel deines o.a. Links spricht man bezüglich der Berechnungsbasis für die Kirche von „dem der Ehefrau zuzurechnenden Einkommensteueranteil“. Bedeutet das, dass man tatsächlich nur auf den Ek.-Steuerteil rechnet, der aus dem Einkommen der Ehefrau resultiert und somit die Abfindung dafür außen vor bliebe oder wie läuft das ?

          2) Wie werden Kinder im Rahmen dieser Berechnung berücksichtigt/“aufgeteilt“ ?

          Gruß, Nick

    • Hallo Nick, ich würde mir da gar nicht so detaillierte Gedanken machen.
      Beeinflussen oder optimieren kannst Du da sowieso nichts. Außer durch einen vorzeitigen(!) Kirchenaustritt. Und zwar beide Partner. Sonst kommt nämlich genau die Regelung mit dem besonderen Kirchgeld zum Tragen.

      Wenn ein Kirchenaustritt nicht geplant ist, würde ich mir einfach zwei Merker setzen:
      * Nach Erhalt des Steuerbescheides den Teilerlass beantragen.
      * Vorab einmal nach der Möglichkeit der Kappung recherchieren. Das wäre noch eine Idee, doch noch etwas zu beeinflussen. Ich habe da nie weiter nachgeforscht, weil dies erst bei höheren Einkünften in Frage kommt.

      Bei allen Fragen zur Kirchsteuer immer beachten, dass dies je nach Bundesland und Kirche leicht unterschiedlich gehandhabt wird. Daher am besten bei der zuständigen Diözese(rk) oder Landeskirchenamt(ev) informieren.

      Gruß, Der Privatier

  12. Guten Tag,
    folgender Fall: Ehepartner, z.Zt. beide Kirchenmitglieder in konfessionsverschiedener Ehe (Frau=rk, Mann=ev) in Niedersachsen. Erwartete Abfindung Mann im Januar 2018. Mann möchte es sich nicht leisten, darauf Kirchensteuer oder -geld in voller Höhe zu zahlen, da es sich hier um eine erwartete Zahlung als Entschädigung für den Verlust des Arbeitsplatzes handelt, wovon aus meiner Sicht insbesondere die Kirche nicht profitieren sollte, wenn möglich gar nicht. Möglich wäre der komplette rechtzeitige Kirchenaustritt, aber Frau tut sich damit schwer. Wenn nur Mann vor 2018 austritt und bei Frau alles beim Alten bleibt, wie/worauf und was würden dann die o.g. Kirchen berechnen und wie könnte man das Ganze optimieren? Frau ist selber in 2018 berufstätig und hat eigene Einkünfte daraus, Mann nur noch bis Ende 2017 berufstätig und für 2018 nicht vorgesehen, aber eben Abfindung im Jan. 18.
    Es gab ja im Frühjahr d.J. schon ein paar Kommentare dazu. Da das Jahresende nun aber naht, komme ich noch einmal darauf zurück. Ehrlich gesagt möchte ich dabei gerne die Fäden soweit möglich selber in der Hand behalten, insbesondere nachdem ich hier den Erfahrungsbericht von Wilfried Boggusch vom 8. Juli 2014 gelesen habe. Denn demnach ist man eben leider nicht auf der sicheren Seite, zumindest einen Teilerlass von 50% zu erreichen. Wenn ich das bisher richtig verstanden habe, insbesondere die o.a. Kommentare von Robben dazu, würde es in meinem oben geschilderten Fall dazu so laufen, dass ich ja keine Kirchensteuer/-geld zahlen muss und bei meiner Frau im Vergleich zwischen Kirchensteuer auf ihren deutlich geringeren Einkommensanteil und dem in der von Robben oben über Link angehängten Tabelle ausgewiesenen Betrag des besonderen Kirchgeldes würde dann wohl der Tabellenwert, weil höher im Rahmen des Mindestkirchensteuercharakters heran gezogen werden. Könnte ich bzw. meine Frau dann zusätzlich den 50%-Erlass beantragen? Und: Wenn ich mir unter dem ersten Link von Robben aber das Beispiel unter Punkt 3 ansehe, allerdings scheinbar unter Anrechnung der von ihr ohnehin auf ihre Einkünfte über den Lohn schon gezahlte KiSteuer im Laufe des Jahres?
    Außerdem: Gibt es hier Unterschiede in der Handhabe zwischen den Bundesländern? Die Links von Robben beziehen sich ja schon auf zwei verschiedene Bundesländer und wir wohnen weder im Rheinland noch in Bayern sondern in Niedersachsen.

    Ich hoffe, dass ich mich verständlich ausgedrückt habe. Weiß das jemand? Kann mir jemand Tipps geben? Ich würde mich hier sonst nicht so reinknien, sondern das einfach laufen lassen, aber es geht hier schon um einige tausend Euro zu erwartende KiSteuer oder KiGeld wie auch immer und wie oben schon erwähnt, habe ich so viele Jahre ohne mit der Wimper zu zucken gezahlt, aber nun muss ich an meine Familie und mich denken und da hat die Kirche nicht die Hand auf zu halten. Ist meine Meinung. Ich freue mich über jede Anregung und jeden Tipp oder sogar Erfahrungswerte.

    PS: Ich habe heute schon mal mit meinem zuständigen Kirchenkreisamt telefoniert, in der Hoffnung ein paar „Vorabinfos“ zu bekommen. Da war man aber eben doch nicht zuständig. Ich muss mich direkt an Hannover wenden. Nun, das muss ich dann wohl tun, aber da möchte ich möglichst gut vorbereitet sein.

    Gruß, Nick

    • Hallo Nick,

      soweit ich gelesen habe, hast Du die Situation schon richtig erfasst. Zu deiner Frage nach der unterschiedlichen Handhabung in den verschiedenen Bundesländern kann ich noch ergänzen, dass wohl alle Bundesländer das besondere Kirchgeld in ihren Kirchensteuergesetzen verankert haben, aber wohl nicht alle Landeskirchen davon Gebrauch machen. Während einige katholische Bistümer wohl auf das Kirchgeld verzichten, ist es aber wohl in der evangelischen Kirche flächendeckend „normal“. Eine genaue Übersicht dazu findest zu auf der Seite Kirchenaustritt.

      Eine sehr ausführliche Darstellung der rechlichen Situation findet man z.B. bei Kirchgeld-Klage.

      Ich denke, es bleiben am Ende nicht viele Möglichkeiten:
      a) beide treten rechtzeitig aus der Kirche aus und das Thema ist für immer beendet.
      b) Der Mann tritt aus, das besondere Kirchgeld wird fällig und es besteht die Chance auf einen Teilerlass (auf die Differenz zur Kirchensteuer!).
      c) Der Mann tritt aus und ihr prüft eine Einzelveranlagung. Das sollte man gerade im Zusammenhang mit Abfindung und einem weiteren Gehalt ohnehin auf jeden Fall prüfen. Das Ergebnis ist kaum zu prognostizieren – einfach mal durchrechnen (lassen).

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier, hallo FÜR2012, hallo alle anderen Forumteilnehmer,

        danke für die bisherigen Antworten.

        Zwischenzeitlich war ich auch nicht untätig, sondern habe sowohl mit dem zuständigen Finanzamt als auch dem Landeskirchenamt bzw. Bistum telefoniert und bin dort ausnahmslos auf freundliche und kompetente Mitarbeiter gestoßen – zum Glück. So bin ich auch von der Seite etwas schlauer. Außerdem ist die auch vom Privatier o.g. Seite http://www.kirchenaustritt.de/kirchgeld hier wirklich sehr hilfreich. Danke!

        Was ich mich noch frage ist, ob es, wie von https://kirchgeld-klage.info/, wenn ich das richtig verstanden habe, geschrieben, wirklich Aussicht auf Erfolg hätte, das in entsprechendem Fall von Kirche bzw. Finanzamt angewandte „besondere Kirchgeld“ zurück zu fordern bzw. eine Reduzierung/Beschränkung auf die Kirchensteuer des in der Kirche verbliebenen Ehepartners zu verlangen, wenn die über den Lohnsteuerabzug über das Jahr hinweg gezahlte Kirchensteuer, wie dann wahrscheinlich häufig, niedriger ist.

        So wie mir der Herr beim Bistum heute am Telefon erläuterte, würde man dort auf Antrag nach entsprechendem Erlass und Vorlage des Steuerbescheides nur die Hälfte der Abfindung zzgl. dem sonstigen zu verst. Ek als Grundlage für den Blick in die Tabelle wegen „besonderem Kirchgeld“ nehmen. Ich hoffe, dass ich das richtig verstanden habe bzw. dass das so stimmt. Das ist dann aber nicht die Differenz zwischen gezahlter Kirchensteuer und Tabellenwert laut Staffel, wie z.B. in der angehängten Tabelle oben von Robben. Kann aber daran liegen, dass es sich bei einer Abfindung nicht um ordentliche sondern außerordentliche Einkünfte handelt, die deshalb hier anders zu behandeln sind? Gezahlte Kirchensteuer würde aber angerechnet, also praktisch abgezogen.

        Das unter c) oben angesprochene Thema der Einzelveranlagung habe ich, glaube ich mich zu erinnern, bereits einmal im Frühjahr d.J. mit Zusammenveranlagung verglichen. Wenn man sich dafür entscheidet fiele natürlich auch die Versteuerung nach Splittingtabelle weg, oder? Das war dann, meine ich, immer noch zugunsten der Zusammenveranlagung, auch wenn man durch die Einzelveranlagung nicht in die o.g. Kirchensteuerproblematik des „bes.Kirchg.“ kommen würde oder irgendeinen Antrag auf Erstattung stellen müsste, wo man die Fäden im Zweifel nicht selber in der Hand behält. Aber der Splittingtarif zum Einzeltarif ist in seiner Wirkung nicht zu unterschätzen.
        Trotzdem werde ich den Vergleich nochmals anstellen. Danke für den Hinweis Privatier!

        @Privatier: Ich glaube, das eilt nicht und man entscheidet sich doch nur mit dem Kreuz in der Steuererklärung für das eine oder andere oder muss man das termingebunden vorher irgendwo beantragen? Entscheidung dann auch im nächsten oder sogar übernächsten Jahr (für 2018) möglich, oder? Obwohl man sich vermutlich besser früher als später entscheiden sollte, um weitere Überlegungen und Strategien darauf sinnvoll abstellen zu können, richtig?

        Gruß, Nick

        • Zur Frage, ob es Aussicht auf Erfolg hat, gegen das Kirchgeld Widerspruch oder Klage einzureichren, kann ich nur zwei Dinge sagen:

          * Ich würde das nicht machen. Ich würde entweder vorher klare Verhältnisse schaffen oder im anderen Fall die Vorgehensweise akzeptieren. Alles andere wäre mir viel zu aufwändig.
          * Es gibt aber durchaus andere Auffassungen, die den Standpunkt vertreten, dass das Kirchgeld verfassungswidrig ist. Besonders aktiv ist hier eine Rechtsanwältin aus Köln.

          Und noch einmal zur Einzelveranlagung:
          Es ist schon richtig, dass sie sich im „Normalfall“ nicht lohnt. Aber das ist sehr schwer vorhersehbar und daher nur durch Ausrechnen zu ermitteln. Aber es ist schon richtig: Eile ist für diese Entscheidung nicht geboten. Höchstens indirekt, denn für einen Kirchenaustritt bleibt in diesem Jahr nicht mehr allzu viel Zeit. Und wohlmöglich liefert ja das Ergebnis der Einzelveranlagungs-Überprüfung eine Entscheidungsgrundlage für oder gegen einen Austritt?
          Und natürlich – wie Du selber richtig erkannt hast – hat man damit eine bessere Basis für weitere Überlegungen.

          Gruß, Der Privatier

  13. Hallo Nick,

    JA Sie haben Recht. Unterschiedliche Gesetze, %-Sätze, „Durchführungsbestimmungen“ … von Bundesland zu Bundesland.
    Bei Kirchenaustritt und späterem Wiedereintritt stehen ggf. Nachforderungen an.
    Mann und Frau komplett aus den Kirchen austreten und „damit sich Frau nicht so schwer tut“ freiwillige Spenden an die Kirche leisten könnte vielleicht eine Möglichkeit sein.

    LG FÜR2012

  14. Hallo, bei mir naht die Abfindungszahlung, damit verbunden Kirchensteuer/Kirchgeld. Wird bei glaubensgleicher Ehe (beide evangelisch/NRW) das besondere Kirchgeld einbehalten oder normale Kirchensteuer? Bisher habe ich außerhalb dieses Forums keinen Hinweis auf besonderes Kirchgeld bei glaubensgleicher Ehe gefunden.
    Vielen Dank

    • Danke für die Frage bzw. den Hinweis. Ich müsste den Beitrag wohl mal ein wenig überarbeiten…

      Es ist richtig, dass das besondere Kirchgeld nur bei glaubensverschiedenen Ehen erhoben wird. Ansonsten bleibt es bei der Kirchensteuer. Die gute Nachricht ist aber, dass es auch bei der „normalen“ Kirchensteuer die Möglichkeit gibt, einen Teilerlass zu beantragen, wenn außerordentliche Einkünfte (also z.B. eine Abfindung) vorliegen.

      Nähere Infos der evangelischen Kirche im Rheinland gibt es im Beitrag über den Teilerlass der Kirchensteuer. Dort gibt es auch direkt ein Antragsformular.

      Gruß, Der Privatier

  15. Sehr interessantes Forum…..
    Meine Frage: Ist es richtig, dass die zusätzlich erstattete Kirchensteuer bei der Berechnung der Einkommensteuer im Folgejahr als „Erstattungsüberhang Kirchensteuer“
    das zu versteuernde Einkommen erhöht.
    D. h. man bezahlt auf den kulanterweise erstatteten Kirchenstuerbetrag nochmals Einkommensteuer.
    Vielen Dank im Voraus

    • So isses (leider), im übrigen, wenn man die 1/5 Regelung nicht schon bei der Auszahlung einer Abfindung anwenden konnte, sondern erst in der Ekst-Erklärung bekommt man dann ja auch eine Menge Kirchensteuer zurück die dann auch umgehend dem Einkommen zugeschlagen wird.

    • Grundsätzlich ist das korrekt:
      Gezahlte Kirchensteuern verringern als Sonderausgaben das zu versteuernde Einkommen.
      Evtl. aus einem Vorjahr erstattete Kirchensteuern mindern diesen Betrag.

      Empfinde ich allerdings nicht ungerecht, sondern als logische Konsequenz.

      Gruß, Der Privatier

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