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Kap. 10.8: Kapitalerträge — 10 Kommentare

    • Danke für den Hinweis. Ich muss allerdings dazu sagen, dass es mich nicht großartig überrascht. Ich würde es mit den Worten eines Forumteilnehmers sagen:
      „Ich finde das eigentlich recht einleuchtend. Die Vorabpauschale ersetzt ja im Prinzip die ausschüttungsgleichen Erträge und die wurden bisher ja auch schon jährlich versteuert.“

      Außerdem versuche ich ohnehin schon seit Jahren, nur ausschüttende ETFs auszuwählen – was mir allerdings leider aufgrund der selbstherrlichen Entscheidungen der Fondsmanager nicht immer gelingt… Dennoch hoffe ich mal, dass ich nur selten in Genuss der Vorabpauschalen kommen werde.

      Trotzdem danke für den Hinweis. Dürfte sicher für manchen Leser hier eine Überraschung bedeuten!

      Gruß, Der Privatier

  1. Frage an die Finanzexperten.
    Im Februar 2020 bekomme ich von einer Pensionskasse einmalig ein Betrag von ca. 50T€
    ausgezahlt. Ich habe seit 2003 im Rahmen einer Gehaltsumwandlung steuerfrei Beiträge regelmäßig in die Kasse eingezahlt. Man sagt, dass der einmalige Betrag von 50T€ voll versteuert wird und KV+PV Abgaben 10 Jahre lang (1/120 Regelung)abgeführt werden müssen. Meine Frage: kann die Einmalzahlung der Pensionskasse mit Verlusten aus Aktiengeschäften steuermindernd verrechnet werden? Zum Zeitpunkt der Auszahlung bin bereits Rentner mit einer Bruttorente von 1600€.

    MfG
    Cezar

    • Nein, das geht nicht. 🙁
      Verluste aus Aktienverkäufen sind eine ganz besondere Spezies und können nur mit Gewinnen aus Aktienverkäufen ausgeglichen werden (auch nicht mit Dividendenzahlungen).
      Darüberhinaus sind sämtliche Verluste aus Kapitalvermögen nicht mit anderen Einkünften verrechenbar.

      Für die Einmalzahlung aus der Pensionskasse gibt es leider noch eine weitere schlechte Nachricht: Man könnte nämlich auf die Idee kommen, diese sei ggfs. unter außerordentliche Einkünfte mit der Fünftelregel zu versteurn. Das ist aber auch nicht der Fall, wie der BFH im Jahr 2017 entschieden hat.
      Da ist also leider nichts zu machen… 🙁

      Gruß, Der Privatier

  2. M.E. nein, weil in diesem Falle gleiches nur mit Gleichem verrechnet werden kann.
    Dann müsste man im Jahr einer Abfindungszahlung auch Verluste aus Aktiengeschäften mit der Abfindungszahlung verrechnen können und das geht lt. Auskunft Stb. nicht.

  3. Hallo Leute,

    für dieses Jahr gehe ich keiner Tätigkeit nach, Abfindung wurde im Januar ausgezahlt.

    Ich zahle an die AOK den Mindestsatz von 209€/Monat.

    Habe heute Aktien-Dividenden in Höhe von ca. 500€ überwiesen bekommen.

    Muss ich diese bei der Steuererklärung für 2022 mit angeben bzw. der AOK mitteilen, oder ist alles bereits geklärt, da die Summe im Freibetrag von 600€ fällt? (viel mehr an Dividenden krieg ich nicht für 2022)

    Merci!

    Paul

    • Falls bei der Dividendenzahlung die Bank die Abgeltungssteuer einbehalten ist (ist bei dt. Banken der Normalfall), so ist die steuerliche Frage damit abgegolten und die Einkünfte müssen daher nicht mehr bei der Steuererklärung angegeben werden.

      Sicher hat Dir die AOK zu Beginn deiner freiwilligen Versicherung einen Fragebogen zur Selbstauskunft geschickt und sicher hast Du dort die 500€ bereits angegeben. Damit ist die Einstufung zum Mindestbeitrag vermutlich korrekt und es sind keine weiteren Angaben zu machen. Falls sich im Laufe des Jahres jedoch herausstellen sollte, dass die Einkünfte deutlich von den zuvor gemachten Angaben abweichen, wäre dann eine entsprechende Mitteilung fällig.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Ein Freibetrag von 600€ ist mir nicht bekannt…?!

  4. Hallo Privatier,

    danke für die ausführliche Antwort!

    Naja, vorab über die Dividende informieren konnte ich ja nicht, da die Höhe der Dividende erst diese Woche öffentlich gemacht worden ist, und entsprechend ausbezahlt.

    Ich werde die AOK Ende des Jahres entsprechende informieren.

    Es fallen dann ca. 15% an, richtig?

    „Was wäre wenn“ man vergessen würde diese Dividenden-Auszahlung mitzuteilen? Wie soll die KK es, bis auf der eigenen Mitteilung, überhaupt mitbekommen?

    Danke und Gruß,

    Paul

    • „Naja, vorab über die Dividende informieren konnte ich ja nicht“

      Doch – kann man. Es geht ja bei der Selbstauskunft, die vorab zur Einstufung der Beiträge abgefragt wird, nicht um bereits erhaltene Einkünfte, sondern um eine Prognose der wahrscheinlich im Jahr zu erwartenden Einkünfte. Diese Prognose kann und muss nicht exakt sein, aber in etwa kann man in der Regel abschätzen, was da ungefähr zu erwarten ist.

      Zum Nachweis der Einkünfte fordert die Krankenkasse „geeignete Dokumente“ an. Am einfachsten ist da ein Steuerbescheid. Für Einkünfte, die dort nicht auftauchen, müssen dann eben andere Dokumente beigebracht werden. Bei Kapitaleinkünften z.B. Steuerbescheinigungen der Banken, Erträgnisaufstellungen, An- und Verkaufsabrechnungen usw.

      Wenn es sich im ganzen Jahr nur im 500€ handelt, würde ich mir da keine Gedanken machen. Über den Mindestbeitrag der KK sind ja bereits Einkünfte bis ca. 1.000€/Monat abgedeckt.

      Gruß, Der Privatier

  5. Hallo Privatier,

    danke für die, wie üblich, sehr hilfreiche und kompetente Antwort!

    Werde die KK in den kommenden Tagen informieren. Es werden auf 2022 wohl nicht mehr als 1000 Euro insgesamt an Dividenden ausgezahlt werden (Schade! 😉

    Gruß,

    Paul

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