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Kap. 6: Gesetzliche Renten — 14 Kommentare

  1. Hallo Privatiers und Jungrentner.

    Für mich beginnt die vorgezogene Rente am 1.1.2018; meine Frau wird noch mindestens drei Jahre halbtags arbeiten gehen.
    Auch wegen Bezug von Arbeitslosengeld hatte ich die Steuerklasse 3, sie die Steuerklasse 5.

    In den nächsten Jahren werde ich neben der Rente selbständig tätig sein.
    Meiner Meinung nach macht es Sinn, wenn meine Frau in die Steuerklasse 3 wechseln würde. Ein höheres Monatsnetto wird zwar am Jahresende ausgeglichen, Lohnersatzleistungen, die auf dem Netto beruhen, würden aber höher ausfallen.

    Wie seht Ihr das?

    Viele Grüße, Hardy

    • Hallo Hardy,

      Glückwunsch zur vorzeitigen Rente. Mit der Steuerklasse 3 erhält deine Frau tatsächlich im Bedarfsfall höhere Lohnersatzleitungen. Ich empfehle dir die Steuerklassen aber schon zum 01.01.18 zu wechseln. Ich hatte vor einigen Jahren ein Problem mit dem Arbeitsamt wegen der ALG- Berechnung. Durch einen Steuerklassenwechsel im laufenden Jahr (von 4 in 3)konnte ich mein ALG nicht mehr erhöhen. Im Gegenteil ich wurde genötigt in die Steuerklasse 5 wechseln was eine ALG -Kürzung bedeutet hätte. Da du keine Lohnersatzleistungen bekommst ist die 3 für deine Frau Optimal.
      Viele Grüße, der Schachti

    • Die Steuerklasse 3 wäre für deine Frau auf jeden Fall günstiger, wenn sie irgendwann Lohnersatzleistungen beziehen sollte. Und da du selber keine mehr zu erwarten hast, macht ein Tausch der Steuerklassen durchaus Sinn. Und wie Schachti schon geschrieben hat: Am besten sofort.

      Gruß, Der Privatier

  2. Ich habe heute, für meine Frau, den Antrag auf Wechsel zur Steuerklasse 3 zum 1.1.2018 in den Briefkasten des Finanzamtes eingeworfen.
    Ich bin mal gespannt, ob das schon zur Gehaltszahlung Mitte Januar wirkt. Für meine Frau wird sich ein höheres Netto ergeben; für uns Beide mit Sicherheit eine Steuernachzahlung am Ende des Jahres. Aber wenn man es weiß, ist es kein Problem…

    Viele Grüße, Hardy

  3. Hallo,

    wie sieht es eigentlich aus mit den Ansprüchen für die Erwerbsminderungsrente, die man sich ja im Laufe der Jahre erarbeitet hat, wenn man als Privatier
    früher als zum offiziellen Rentenbeginn aus dem Berufsleben ausscheidet und keine Pflichtbeiträge mehr an die DRV abführt ?

    M.w. gehen diese Ansprüche dann verloren.

    • Ja, das ist völlig korrekt. Die versicherungsrechtlichen Voraussetzungen beinhalten u.a. den Passus:

      „In den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung müssen drei Jahre mit Pflichtbeiträgen für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit belegt sein.“

      Von daher ist nach zwei Jahren ohne Pflichtbeiträge der Anspruch verfallen.

      Gruß, Der Privatier

    • Dem kann man wohl nur durch Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung entgegenwirken. Also: Arbeiten gehen.

      Sie sind nicht der Einzige, der sich diese Sorge macht. Ich halte diese Überlegung aber etwas abwegig. Schließlich hat sich ein Privatier ja bewusst dazu entschlossen, seine Erwerbstätigkeit zu beenden. Wozu muss er dann noch eine Versicherung haben, die diese Erwerbstätigkeit absichert?

      Klingt für mich in etwa so, wie jemand, der gerne seine Diebstahl-Kasko-Versicherung für sein Auto weiter aufrecht erhalten will, das es soeben verkauft hat.

      Gruß, Der Privatier

  4. Hallo,
    aus welchen Rechtsgrundlagen geht eigentlich hervor, dass im Rahmen einer geringfügigen Beschäftigung mit Pflichtbeiträgen an die RV eine bestehende Anwartschaft auf die Erwerbsminderungsrente bestehen bleibt. Wenn ich das richtig verstanden habe ist das ja so, oder ?

    Ich habe zwar § 244a SGB VI gefunden, verstehe aber insbesondere die Teilung durch 0,0313 nicht.

    Kommentare dazu wären hilfreich.

    • Die Kombination von Erwerbsminderungsrente und geringfügiger Beschäftigung gehört nicht gerade zu de Bereichen, mit denen ich mich näher befasst habe. Ich möchte daher einmal zwei Links empfehlen, die hier sicher hilfreich sein können:
      * Die Voraussetzungen für eine Erwerbsminderungsrente (Deutsche Rentenversicherung). Dort sind u.a. auch die Zeiten einer geringfügigen Beschäftigug aufgeführt.
      * Geringfügig entlohnte Beschäftigung (Deutsche Rentenversicherung). Hier kann man nicht nur nachlesen, dass es eine ganze Reihe unterschiedlich zu sehender Fälle gibt, sondern findet auch noch weitere Links zu speziellen Fragestellungen.

      Und im Zweifel hilft natürlich immer eine persönliche Beratung durch die Rentenversicherung!

      Gruß, Der Privatier

  5. Hallo, nachdem ich zwar einen Großteil der Artikel und forenbeiträge gelesen habe, bin ich nicht ganz sicher wie es bei folgenden Fall abläuft:
    1.11.19 Geburtstag 57 Jahre, arbeitslos ab 1.1.20 (Kündigung durch Arbeitgeber)
    Ab da hat man ja anrech auf 18 Monate Alg1.
    Dezember 2020 wieder Arbeit, aber ab 1.1.21 wieder arbeitslos. Hat man dann das Anrecht auf 24 Monate-11 Monate Alg1 oder nur auf 18-11 Monate?
    Danke

    • In der kurzen Zeit von Dez.2020-Jan.2021 erwirbt man keinen neuen Anspruch auf ALG (dazu braucht man mind. 12 Monate). Von daher bleibt nur der alte Anspruch, bzw. der davon noch nicht in Anspruch genommene Rest, also: 18-11 Monate.

      Gruß, Der Privatier

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