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Kap. 6.8: Rente erhöhen durch freiwillige Beiträge? — 106 Kommentare

  1. Hallo Privatier,

    ich habe das Ganze auch schon einmal nachgerechnet und bin auf eine minimalste Rendite gekommen, weil das eingezahlte Geld ja dem Vermögen und damit dem Vermögen und der Verzinsung entzogen wird. Zwar steigt auch der Rentenwert, aber historisch betrachtet waren das 0,83% p.a. (Durchschnitt der letzten 10 Jahre). Ab einer gewissen Durchschnittsverzinsung führt dieser Effekt bei mir zu einem negativen Ergebnis, d.h. ich kann auch 120 Jahre alt werden und habe keinen Vorteil aus der Zuzahlung!

    Auch mein freundlicher Berater der Deutschen Rentenversicherung hat schmunzelnd abgewunken…

  2. Ob das eingezahlte Geld nun einmal oder zweimal dem Vermögen entzogen wird 😉 : Es lohnt sich anscheinend nicht! Wobei ich zugeben muss, dass ich momentan kaum in der Lage wäre, eine exakte Rendite nachzurechnen.

    Aber dabei fallen mir gerade doch noch zwei Punkte ein, die ich bisher vergessen habe und die für eine Einzahlung sprechen:
    1. Die eigenen Einzahlungen in die gesetzliche Rente können natürlich (im Rahmen der Höchstbeträge) von der Steuer abgesetzt werden. Je nach persönlichen Steuersatz und Situation könnten sich da durchaus interessante „Förderquoten“ ergeben.
    Allerdings dürfte das vom Timing her schwierig sein: Eigene Beiräge zahlt man sinnvoller Weise dann, wenn kein Arbeitgeber mehr zahlt, d.h. dann, wenn das Einkommen und der Steuersatz eher niedrig ist. Und dann bringt die eigene Einzahlung eben auch kaum eine Steuerersparnis. – Müsste man von Fall zu Fall prüfen.

    2. Man sollte eine Versicherung (und etwas anderes ist auch die gesetzl. Renten-Versicherung nicht) nicht immer nur unter dem Gesichtspunkt einer Rendite betrachten!
    Bei einer KFZ-Versicherung oder Krankenversicherung fragt da auch niemand nach. Eine Renten-Versicherung versichert das Langlebigkeitsrisiko und zahlt eben ein Leben lang. Auch wenn die eingezahlten Beiträge längst aufgebraucht sind. Und hat durch die jährlichen Anpassungen einen eingebauten Inflationsschutz (der vielleicht nicht ausreicht – aber immerhin).

    Ich werde dennoch für mich keine eigenen Beiträge einzahlen. Für meine Frau allerdings doch (um die Wartezeit zu erfüllen).

    Gruß, Der Privatier

    • Hallo Privatier.

      Ich möchte mal meine spezielle Situation zur Diskussion stellen.

      Aufgrund einer befristeten Behinderung mit einem GdB von 60 plane ich, Jahrgang 1956, mit knapp 61 und zwei Monaten die Rente für Behinderte mit Abschlägen zu beantragen.
      Der Abschlag würde 9,9% oder 164,-/Monat betragen. Mit einer Einzahlung in Höhe von 41.000,- könnte ich den Abschlag ausgleichen.

      Ich weiß, dass es knapp 21 Jahre dauert, bis der Ausgleichsbetrag wieder „reingekommen“ ist. Mit meinem frühen Renteneintritt steigt aber die statistische Wahrscheinlichkeit, dass ich das Alter von „nur“ 82 Jahren erreichen kann.

      Lass ich mich dazu entscheiden würde, würde ich die Nachzahlung in zwei Hälften machen wollen, 2016 und 2017. In diesen beiden Jahren werde ich ALG 1 bekommen. Meine Frau arbeitet halbtags und betreibt ein kleines Nebengewerbe.

      Ich bin aber jetzt ziemlich verunsichert in der Frage, ob die Ausgleichszahlungen als Altersvorsorgeaufwendungen steuerlich begünstigt werden.
      Die DRV macht keine Auskünfte zu steuerlichen Fragen. Das Finanzamt möchte ebenfalls keine Aussage machen und sagt „Fragen Sie einen Steuerberater“. Nach weiterem Nachhaken hieß es dann, es sei keine steuerliche Vergünstigung möglich.

      Das kann ich echt nicht glauben! Vielleicht hat jemand hier im Forum eine klare Aussage oder kennt eine Fundstelle für die Regelung.

      Viele Grüße und weiterhin viel Erfolg mit diesem informativen Forum
      Hardy

      • Also ich habe keinerlei Zweifel, dass die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung im Rahmen der Altersvorsorge bis zu den bekannten Grenzen bei der Steuer anrechenbar sind!
        Fundstellen gibt es da sicher genug. Ich greife mal willkürlich die Informationen meines Steuerprogrammes heraus:
        http://www.steuertipps.de/altersvorsorge-rente

        Dort heißt es u.a.:
        * „Altersvorsorgeaufwendungen; das sind die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung…“
        * „So sind die Altersvorsorgeaufwendungen im Rahmen der Übergangsregelung zur nachgelagerten Besteuerung im Jahr 2011 nur zu 72 % absetzbar. Dieser Prozentsatz steigt jedes Jahr um zwei Prozentpunkte.“

        Anmerkung von mir: Der Prozentsatz liegt 2015 bei 80%. Außerdem sind die Höchstgrenzen erhöht worden.

        Gruß, Der Privatier

        • Ich gehe auch davon aus, dass die Beiträge anrechenbar sind.
          Eine Einzahlung in einen Rürup-Vertrag (ebenfalls Basisrente) ist es ja auch.
          Ich bin echt bestürzt, wie schwer es ist, von den beteiligten Ämtern eine Aussage zu bekommen. Ich werde die DRV mal anschreiben.

          Viele Grüße
          Hardy

          • Wenn Du wirklich ganz sicher gehen willst, bleibt Dir wohl nur der Gang zum Steuerberater. Denn nur der darf Dich überhaupt beraten. Auch die Behörden dürfen nur in ihrem eigenen Bereich beraten. Und Steuern spielen zwar überall eine Rolle. Aber beraten dürfen weder Banken, noch die Arbeitsagentur und auch keine Versicherung.

            Ich übrigens auch nicht! Und darum gebe ich ja hier auch keine Beratungen, sondern diskutiere nur mit Lesern allgemeine Sachverhalte und versuche diese gemeinsam anhand von willkürlichen Beispielen zu verstehen.

            Und auch wenn ich hin und wieder schon einmal sage: „Ich würde das so und so machen…“, dann ist dies keine Beratung, sondern tatsächlich wörtlich gemeint: ICH würde es so machen! Wie es andere machen, muss jeder selber wissen.

            Gruß, Der Privatier

          • Diese Frage hat mich nicht ruhen lassen; die Antwort sollte sich doch auch ohne einen (kostenpflichtigen) Steuerberater finden lassen. Dieser greift doch auch nur auf Informationen der Finanzbehörden zu.

            Heute habe ich ein Dokument des Bundesfinanzministeriums dazu gefunden:
            Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen und Altersbezügen vom 19. August 2013
            DokNummer 013/0760735.

            Auf Seite 7 steht die Antwort:
            Zu berücksichtigen sind …
            „freiwillige Zahlung von Beiträgen zum Ausgleich einer Rentenminderung (bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Altersrente) § 187a des Sechsten Buches Sozialgesetzbuch – SGB VI -„. Nachweis durch „Beitragsbescheinigung des Rentenversicherungsträgers“.

            Man muss also immer nur hartnäckig weitersuchen.

            Viele Grüße
            Hardy

          • Das hätte mich auch gewundert, wenn es anders gewesen wäre. Aber es ist immer besser, eine offizielle Quelle zu haben.

            Danke für das Heraussuchen! Ich habe in Deinen Kommentar mal einen Link auf das Dokument des Bundesfinanzministeriums eingefügt, damit man schnell mal eben reinschauen kann.

            Danke und Gruß,
            Der Privatier

      • Ich habe mal eine Frage zur Rendite an die Excel-Spezialisten.

        Meine Situation ist weiterhin so, wie oben beschrieben.
        Ich bin aktuell im Dispositionsjahr wegen Auszahlung der Abfindung im Januar 2015. In meiner Steuersimulation ist noch „Luft“ für 10.000- € Altersvorsorgebeiträge.
        Würde ich jetzt diese 10.000,- € als Ausgleichszahlung in die gesetzliche Rentenversicherung einbringen, bekäme ich zusätzliche 2247,- € Steuern zurück. Die Einzahlung dieser 10.000,- € (Netto wären es ja nur 7753,- €) würde die Rentenminderung um 39,38 € verringern.

        Kann mir mal jemand darlegen, wie hier die Rendite zu berechnen ist?
        Die Altersfrage möchte ich beiseite lassen.

        Vielen Dank für die Hilfe
        Hardy

        • Sorry, Hardy – aber ich für meinen Teil muss Dich da enttäuschen!
          Ich sehe mich da nicht in der Lage, eine Rendite zu berechnen.

          Einfache Gemüter rechnen einfach so: Die Einzahlung bringt eine zusätzliche Rente von 39,38€/Monat, also ca. 472 €/Jahr. Bei einer Einzahlung von netto 7753 € beträgt damit die Rendite ca. 6,1%.

          Hört sich toll an. Ist aber meiner Meinung nach komplett falsch.

          Denn das, was an Rente zurückfließt, ist ja zum Teil auch Verzehr deines eigenen, eingezahlten Kapitals. Und wenn ich mir irgendwo 8.000 Euro unter die Bettdecke stecke und jedes Jahr 500 Euro wieder hervorhole, bringt mir dieses Verfahren dann eine „Rendite“ von 6,25% ? Eher nicht.

          Ich denke, man könnte eine Rendite nur nach dem Ableben ausrechnen. Dann könnte man Bilanz erstellen: Wie viel eingezahlt? Wie viel zurückbekommen? Dabei müsste man dann auch die in den ganzen Jahren erfolgten Rentenerhöhungen, gezahlten Steuern und SV-Beiträge berücksichtigen. Das ganze mit der Inflation bewerten. Ich fürchte nur, dass das nach dem Ableben niemand wirklich interessiert.

          Aber das Fazit ist klar: Ob und wie viel es sich „lohnt“, hängt in erster Linie davon ab, wie lange man lebt.

          Mehr an „Berechnungen“ kann ich dazu nicht beitragen. Und das alles ohne Excel!

          Gruß, Der Privatier

          • Wenn man es nicht berechnen kann, bleibt nur die Entscheidung nach Bauchgefühl. Nach dem Ableben spielt die Rendite jedenfalls keine Rolle mehr.
            Aber irgendwie muss man doch Rentenversicherungen vergleichen können? Vielleicht hat hierzu jemand einen Tip.

            Viele Grüße
            Hardy

          • Ich denke, dass man von einer Rendite nur dann sprechen kann, wenn ich ein bestimmtes Kapital anlege, dafür im Zeitablauf bestimmte Erträge habe und am Ende der Laufzeit mein Kapital wieder zurückerhalte.
            Du kannst dir ja mal bei einem privaten Versicherer ein Angebot einholen, welche Summe du einzahlen must, um lebenslang eine bestimmte monatliche Rente zu bekommen. Ich denke, dass hier die Einzahlung in die GRV günstiger sein wird.

        • Ich schaffe es zwar oft, mit Excel eine gewisse Rendite-Kennzahl zu berechnen. Bei Rentenzahlungen scheitere ich aber regelmäßig.
          Es gibt vermutlich Zahlen, wieviel der Barwert einer monatlichen Rente von x EUR für einen heutigen 65jährigen ist. Damit ließe sich dann eine Rendite berechnen.
          Hexenwerk kann das nicht sein, aber mir fehlt das Gefühl dafür. 🙁

          Davon ab: Mir kommt einen Steuerersparnisquote von 22.45% im Abfindungsjahr sehr niedrig vor.

          • An Hardy , möglicherweise hilft es zu verstehen , wie private Rentenversicherungen es machen . Hier wird auch eine Rentenbarwertberechnung vorgenommen . Also es ist im Prinzip so wie Peter es schon sagte , ein Teil Verbrauch , ein Teil Zinsen . Das Kapital wird Mündelsicher angelegt ( drauf dann der Garantiezins z.Zt. 1,25 Prozent ) dann wird eine Sterbetafel genommen ( Verschiedene Unternehmen haben eigene Sterbetafeln / Ablebetafeln , somit auch unterschiedliche Sichtweisen zu den Risiko das Du für das UN dastellst ), und anhand dieser Sterbetafeln geschaut , wie lange Du wohl leben könntest . Daraufhin wird dann der Betrag Deiner Einzahlung bis zu Deinen vorraussichtlichen Lebensende berechnet , und daraus ergibt sich die Rentenzahlung . Dazu werden dann die Kosten noch auf diesen Vertrag gezillmert hochgerechent , und das Kohortenrisiko abgeschätzt . Zusätzlich nimmt Dein Kapital noch an Bewertungsrückstellungen u.s.w. des UN teil , welches Du dann zusätzlich noch in Form einer Überschußbeteiligung zu Deiner Rente dazubekommen kannst ( Wenn denn Gewinne gemacht werden ) .
            So in etwa ist die Sichtweise der Privaten Rentenversicherungen bei der Berechnung . Alles andere ist halt genau dieses Langlebigkeitsrisiko , welches erstmal in der Kohorte ( einige sterben früher , andere später ) ausgeglichen wird . Vermutlich werden die Gesetzliche Rentenversicherung auch nicht viel anders rechnen , nur halt im Umlageverfahren . Aber hier ist ja halt das Problem ( Wenn man denn mal die Berechnung verstanden hat ) das genau dadurch das weniger Beitragszahler mehr Rentenempfänger gegenüberstehen , der ( erstmalige )Rentenbezug hinnausgeschoben werden muss ( Wie bereits geschehen ) , damit Diejenigen die bereits in Rente sind auch genug Zeit haben zum versterben . Ist halt auch hier ein Langlebigkeitsrisiko welches hier ( auch Kohortenprinzip ) über alle Beteiligten abgefangen werden muss .
            Hätte der Staat ( Sind Wir ja Alle ) nicht sooft Entnahmen aus diesen Topf getätigt , wäre evt. auch noch mehr da . Daher kann man eigentlich sagen , das ( ich glaube ) der Norwegische Staatsfond dieses bei seiner Kapitalanlage besser geregelt hat . Aber auch dieses ist nur meine persönliche Sichtweise und soll Dir nur helfen ggf. Rentenberechnungen besser zu verstehen . LG Det

  3. Auf einen wichtigen Aspekt, der für eine freiwillige Einzahlung von Rentenbeiträgen sprechen könnte, hat Blog-Leser Bernie in einem Kommentar hingewiesen:

    Der Anspruch auf Erwerbsunfähigkeitsrente! Werden nämlich über einen Zeitraum von mehr als drei Jahren keine Beiträge in die Rentenversicherung eingezahlt, geht dieser Anspruch vollständig verloren.

    Gruß, Der Privatier

  4. Hallo Hardy (zu Beitrag vom 30.8.2015),

    bei bestimmten freiwilligen Beitragszahlung an die DRV muss man zuerst einen Antrag stellen und sich diesen von der DRV genehmigen lassen (unser Fall ist ca. 4 Jahre alt und war in Kombination mit einer EMR)!

    Nur zur Info!

    • Ja, richtig.
      Dazu gibt es bei der Rentenversicherung das Formular V060, welches man vorab ausfüllen sollte.
      Früher ging das einfach so. Einfach eine Summe überweisen und fertig. Ich kann mich noch an ein ziemliches Hin- und Her erinnern, als ich für meine Frau noch etwas einzahlen wollte, damit sie ihre Anwartschaft für die Rente ab 63 erfüllt. Denn eine Einmal-Zahlung sah zumindest damals das Formular gar nicht vor. Nur regelmäßige monatliche Abbuchungen, mit SEPA Lastschriftermäßigung. Wollte ich aber alles nicht. Einfach einmal eine Summe überweisen, sonst nichts. Hat mich einige Telefonate und Nerven gekostet.
      Und dann haben sie es doch noch falsch gemacht. Anschließend Widerspruch. Stattgegeben. Danach alles richtig. Oh man…!

      Ganz wichtig ist nur, wenn man für Zeiträume Gelder einzahlen will, für die keine (oder zu wenig) Zahlungen erfolgt sind, dass man dies bis zum 31. März des Folgejahres macht. Danach geht es nicht mehr. Definitiv!

      Gruß, Der Privatier

  5. An Hardy , hatte ich noch vergessen , schau Dir doch noch mal Peters Anleihenberechnung an ( K0 ? oder Formel umstellen ) , und nimm für das Endalter einfach Sterbetafel 2004 R ? ( Die meist verwendete ) , und dann kannst Du Dir diese Berechnung fast selbst machen. Evt. nicht ganz genau , aber ein Gefühl müsste dann dafür schon einmal zu bekommen sein .

    • Hallo Det,
      ich habe es nicht so mit der höheren Mathematik; die Sterbetafel hat mich auch nur verwirrt. Kannst Du mir die Formal entsprechend zusammenstellen? Ich bin 1956 geboren.
      Viele Grüße Hardy

  6. Hallo Hardy , es fehlt mir für die berechnung etwas die Zeit , jedoch würde ich einfach mal Endalter ca. 83 bis 92 ( je nach verwendeter Sterbetafel ) annehmen , d.h. Anfangsalter 60 ( Ist hier auch die erste Rentenzahlung ??? )
    d.h. Kapital muss mindestens bis 83 reichen , somit 23 Jahre , oder Du verwendest 92 Jahre , dann 32 Jahre . ( Vom jeweiligen Unternehmen abhängig , wie das bei der GR ist , also welche Sterbetafel dort hinterlegt ist ??? keine Ahnung müsstest Du da mal anfragen ) vereinfacht Mittelwert genommen , also 27,5 Jahre . Also 10000,00 Euro geteilt durch 27,5 Jahre gleich 363,63 Euro p.a. geteilt durch 12 Monate gleich 30,30 Euro / Monatliche reine Kapitalauszahlung , wie Peter es oben schon mitgeteilt hat , einfach unter der Bettdecke hervorgeholt . Dieses wäre also der reine Verbrauch des Kapitals . Somit darauf Rendite 0,0 Prozent da reiner Verbrauch auf Rest-Lebenszeit.
    So jetzt nochmal zum Zins , bei einer Anlage von 10000,00 Euro ZF angenommen 1,25 Prozent , somit 1,0125 . Erste Jahr somit 10000,00 Euro mal 1,0125 gleich 10125,00 Euro abzüglich Zahlung ( vor oder nachschüssig ??? )
    der Rente , dann Betrag neu . Also bei Deinen Beispiel 39,38 Euro mal 12 Monate ( Auch nur Grob , wenn Du es genau wissen willst , müsstest Du mit jeden Monat oder mit 360 Tagen rechnen ) somit 472,56 Euro abziehen , dann
    9652,44 Euro im neuen Jahr für die Verzinsung zu Verfügung . Dieses führt dann logischerweise zum sogenannten Abschmelzen des Kapitals , da ja die Entnahme höher wie die Zinszahlung ist . Irgendwann ist Betrag 0 , und das wird von der Versicherung als Langlebigkeitsrisiko eingestuft . Dieses ist die Wette der Versicherungswirtschaft bei Renten . Viel Spass beim berechnen Deiner eigenen Zahlen . LG Det

  7. Ich habe es mal mit einer Tabelle in Excel versucht.
    Bei meinen Daten (Rentenabzug 9,9%) ist es so, dass das nachgezahlte Kapital, ohne Zinsen, nach 22 Jahren und 6 Monaten verzehrt ist. Dann wäre ich 83.
    Mit 1% Zinsen ist alles nach 25 Jahren und 8 Monaten verbraucht.

    Viele Grüße, Hardy

  8. Hallo Hardy , ist vom Gefühl erstmal richtig , das es mit Zins länger dauert bis etwas verbraucht ist . Für Dich jedoch aber doch auch eigentlich egal , da Du ja Dein Langlebigkeitsrisiko doch hoffentlich an die GRV abgeben willst .
    Also wenn nach Verbrauch noch soviel Leben da ist , müssten ja dann Einkünfte auch von irgendwo her kommen . Ansonsten sind sicherlich noch nicht alle Variabelen mit in einer einfachen Excel Rechnung eingeplant . Steuern , KV Beiträge zu Rentenerhöhung , Bearbeitungskosten , Inflation , Vorteil der Witwenrente , u.s.w. , u.s.f. . Leider nutze ich kein Excel für berechnungen , und kann daher zu Excel nichts sagen . LG Det

    • Hallo Det,
      es ging mir um die grobe Beantwortung der Frage des Unterschiedes zwischen einem Tagesgeldkonto, aus dem ständig Geld abfließt und der gesetzlichen Rente; alles vor Steuern, etc.

      Viele Grüße, Hardy

  9. Hallo Zusammen,

    bin zwar noch etwas juenger aber das Thema Privatier interssiert mich auch. Ein Super Blog hier!
    Auch passt es nicht ganz aber folgende Seite hat mir schon oft geholfen z.B. bei einer Rentenberechnung mit Kapitalentnahme und es ist etwas einfacher als Excel. Auch kann man sich dann die Ergebnisse als pdf speichern. Vielleicht hilft es ja.
    http://www.zinsen-berechnen.de

    Viele Gruesse aus China.

    Bondi

  10. An Hardy und Bondi , nettes Tool , hier muss “ Entnahmeplan für Rente aus Kapitalvermögen “ angeklickt werden , um dann die verschiedenen berechnungen zu machen . Bei mir hat das leider zu dem Ergebnis geführt , das ich mein Geld nur 3 mal wiederbekomme , wenn ich so alt werde wie Sterbetafel vorgibt , aber immerhin , besser wie nichts . Eigentlich ist die verdoppelung meines Kapitals alle 10 Jahre vorgesehen , klappt aber scheinbar wiedermal nicht , naja egal , wenigstens für einen kleinen Teil das Langlebigkeitsrisiko abgesichert. Sollte ich morgen Sterben , habe ich mein Geld wenigstens wiederbekommen , ist ja auch nicht so schlecht . Dennoch , wenn ich mir überlege das die GRV möglicherweise ( da normalerweise erst mit 67 auszahlt ) nur bis 82 ??? oder 92 ??? also 15 bis 25 Jahre zahlen müsste, könnte ich mir vorstellen , das Sie sogar noch etwas mehr für die Solidargemeinschaft überbehält . Soll bedeuten , das bei 189000,00 Euro durchschnittliche Einzahlung Eckrentner incl. Arbeitgeberanteil , Rente daraus 13??,00 Euro / Monatlich , evt. bis ableben Sterbetafel und der von der GRV mitgeteilten 3 Prozentigen Rendite doch evt. noch etwas über bleibt , um das Kohortenrisiko abzusichern . So wäre hier meine Sichtweise . Also auch nach nutzen dieses netten Tools , kann ich leider immer noch nicht meinen Ablebezeitpunkt , der aber für die berechnung wichtig wäre , bestimmen . Ist halt (bei jeden verschieden) Lebensrisiko , oder für eine Versicherung ( da Sie es ja bezahlen muss ) ein Langlebigkeitsrisiko . LG Det

  11. Hallo Peter , Hallo Bondi , habe mit den Zinsen berechnen Tool nochmal ein wenig herumgespielt , und diseses sagt mir , das meine derzeitige durchschnittliche Rendite in Renten bei 2,93 Prozent liegt , und wenn ich Sterbetafelalter 83 erreichen sollte Rendite auf ca. 7 Prozent gestiegen ist , und sollte ich doch 92 werden , wie es einige Sterbetafeln auch berücksichtigen , sogar eine Rendite von ca. 9 Prozent erhalte . Peter , daran siehst Du , länger Leben ( und Rente bekommen ) lohnt sich doch(lach).
    Im Vergleich mit diesen Tool nochmal Eckrentner gerechnet , liegt bei 3,08 wenn Er denn mit 67 anfängt und bis 82 durchhält , dann Break even bei 13 Jahren , wie bei meiner Berechnung auch . Somit würde ich vermuten , das wenn meine Sichtweise richtig ist , bei jungen Rentnern die Chance länger eine Rente zu bekommen , doch größer , und wie die Zahlen es schon sagen auch lohnenswerter ist . Also hier sind dann die beiden besten Möglichkeiten gegeben und zusätzlich auch Langlebigkeitsrisiko abgesichert.
    Doch wieder alles gut so . Und gleichzeitig beantwortet es auch die Frage nach früher oder später die Rente aus Rendite Sicht sehr eindeutig.

  12. Hallo Privatier,
    ich bin komplett übermüdet, der Freitag muss aber noch geschafft werden, zumal ich Glück hatte, morgen einen sehr kurzfristigen Termin bei der Rentenversicherung zu bekommen, und dort werde ich versuchen, folgendes zu klären:
    – wenn – außer in den beiden ALG1-Jahren nichts mehr eingezahlt wird, wie wird meine Rente mit 63 Jahren aussehen?
    – muß meine Erwerbsminderung durch freiwillige Zahlungen zusätzlich abgesichert werden oder bleibt sie in jedem Fall auf dem derzeitigen Stand – wie in der aktuellen Rentenauskunft ausgewiesen? (die will ich mir dort gleich ausstellen lassen)
    – macht es überhaupt Sinn, für die Zeit vor und nach ALG1 noch in die Rentenkasse einzuzahlen und, wenn ja, wieviel als Einmalbetrag oder als regelmäßige monatliche Zahlung?

    Meinen Sie, daß ich diese Fragen dort beantwortet bekomme?
    Oder fällt Ihnen noch etwas ein was ich zusätzlich bzw. anders als ich es formuliert habe, fragen sollte?

    Kann man bei der RV überhaupt über eine Abfindung sprechen oder ist das eher nicht ratsam? Ich tue mich schwer damit, weil ich nicht weiss wer mir dort gegenübersitzt und was diesem Mensch durch den Kopf geht. Für viele hört sich Abfindung erstmal super an und das Zauberwort „AUFHÖREN“ und „PRIVATIER“ löst sehr unterschiedliche Reaktionen aus, es hört sich erstmal nach „viel Geld“ an – weil natürlich keine/r hinter die persönlichen „Kulissen“ blicken kann.

    Was meinen Sie dazu? Haben Sie einen Rat für mich?
    Gruß, Evelyn

    • Zunächst einmal zur Frage nach der Offenheit:
      Ja, ich würde bei Ämtern und Behörden immer ganz klar und deutlich die Fakten auf den Tisch legen. Anderenfalls kann man auch keine vernünftige Beratung erwarten. Aber eben auch nur die Fakten. Man muss ja nicht gerade Freudentänze aufführen darüber, dass man die gehasste Büroarbeit endlich los ist und nun in Unmengen von Geld schwimmen wird. Wenn überhaupt würde ich eher die Sorge zum Ausdruck bringen, ob und wie man mit den Einschränkungen überhaupt zurecht kommen wird.

      Ob Sie Ihre Fragen beantwortet bekommen, hängt nach meiner Erfahrung auch davon ab, wo man hingeht. Meine Erfahrung:
      * Stadtverwaltung – ganz schlecht! Hier muss sich oft jemand, der sonst den ruhenden Verkehr regelt und die Hundesteuer berechnet plötzlich mit Fragen befassen, von denen er noch nie im Leben etwas gehört hat.
      * Sprechtage in den Räumen der Ortskrankenkassen – Ich habe hier mehrmals als Antwort nur ein „ja“ oder „nein“ bekommen. Ist mir für eine „Beratung“ zu wenig. Insgesamt lustlose Veranstaltung.
      * Service-Zentrum der Rentenversicherung: Sehr gut! Freundlich, kompetent, engagiert. Da würde ich immer wieder hingehen.

      Hängt aber vielleicht auch alles mit den jeweiligen Personen zusammen, auf die man trifft.

      Bei manchen Fragen werden Sie sicher nicht viel mehr erfahren, als das, was schon in der letzten Renteninformation steht. Wahrscheinlich wird man auch zu aller erst einmal die Vollständigkeit ihres Rentenverlaufes prüfen wollen und ggfs. um Klärung bitten, falls dieses nicht bereits schon geschehen ist.
      Jegliche Aussagen und Prognosen machen nämlich eigentlich nur Sinn, wenn die Grundlagen geklärt sind. Fazit: Vielleicht wird es bei dem einen Besuch nicht bleiben.

      Gruß, Der Privatier

      • Guten Morgen Privatier,
        Ihre Antwort erreichte mich kurz vor dem Termin bei dem Service der Deutschen Rentenversicherung, da war ich schon mal froh, daß ich dorthin gegangen war und nicht zur Stadtverwaltung oder dergleichen…
        Fazit:
        Meine Frage war, was ich an freiwilligen Beiträgen bezahlen müsste/könnte. Die (in der Tat sehr freundliche Mitarbeiterin!) gab mir eine Übersicht der möglichen zu zahlenden freiwilligen Beiträge, „Bewertung und Ertrag des Beitrages ab 1.01.2016“, eine sehr gut gemachte und sehr verständliche Aufstellung – von min. bis max. Beitrag -. Der Mindestbeitrag hier beläuft sich z.Zt. auf monatlich 84,15 Euro – was zu einer Steigerung der Rente auf 52,50 jährlich, 4,35 (!!!!) monatlich führen würde. Also, einfach ausgedrückt „kann man knicken“, ABER für mich war im weiteren Gespräch die Tatsache interessant, dass ich damit, also mit dem Mindestbeitrag (der dann LÜCKENLOS eingezahlt werden müsste) erreichen könnte, daß ich mit 65 meine VOLLE Rente für besonders langjährig Versicherte bekommen könnte. Mein regulärer Rentenbeginn wäre 01.02.2027 (keine Abschläge), mein frühester Rentenbeginn (auf dem die aktuelle Regelung des Arbeitgebers basiert) ist der 1.10.2023 – mit 12,0 % Abschlägen. Die Rente für besonders langjährig Versicherte würde ich bekommen am 1.02.2025. Also, wenn ich es richtig gerechnet habe, ist hier eine „Lücke“ von 16 Monaten,
        für die ich dann kein Geld mehr übrig haben werde zum Leben, so wie diese Abfindung konstruiert ist, es sei denn ich „haushalte“ mit der Summe extrem geschickt. Darüber muss ich mir noch Gedanken machen, denn irgendwie hat sich diese Information doch sehr in meinem Kopf festgesetzt. Ich bin halt sehr konservativ…
        In der Sonderregelung meines Arbeitgebers steht auch, daß der AN zur Milderung der Abschläge aus den Altersversorgungsregelungen einen Erhöhungsbetrag bekommt, der sich aus der Zahl der vollen Monate zwischen dem Tag des frühestmöglichen Rentenbezugs und dem Monat der Vollendung des 63 Lebensjahres – X Euro 220,00 monatlich – ergibt. Mit dem Wort Vollendung kann ich erstmal nicht so viel anfangen. Ist das das Ende des Jahres in dem ich 63 werde?

        Dann habe ich noch gefragt, ob man Erwerbsminderungsrente mit FREIWILLIGEN Beiträgen sichern kann. Hier war die Antwort auch ganz deutlich: NEIN – in meinem Fall, denn ERWERBSMINDERUNG KANN MAN NUR AUS PFLICHTBEITRÄGEN SICHERN, d.h. bei einem Job mit geringfügigem Verdienst und während der ALG1 Zeit wäre es auch abgesichert, sonst nicht. (Ich sage „in meinem Fall“, denn bis zu einem bestimmten Jahrgang (zu dem ich nicht gehöre) konnte man das noch. Also, wer das absichern möchte und länger im Arbeitsleben ist als ich, genau erkundigen, es könnte noch hinkommen mit Chance.)

        Ach so, den Antrag auf Einzahlung von freiwilligen Beiträgen muss man persönlich bei der Rentenversicherung stellen. Also, rechtzeitig Termin machen…..
        Gruß, Evelyn

        • War ja eigentlich schon alles bekannt. – Jedenfalls für mich. Alles auf http://www.deutsche-rentenversicherung.de nachzulesen.
          Daß ca. 6500€ = 1 Rentenpunkt sind…
          Aber wenigstens konnten sie in die Zukunft sehen (52,50€ mehr Rente).
          Die wissen also schon genau wieviel der Rentenpunkt in € in Zukunft „Wert“ ist.
          Man muss ca. 86 Jahre alt werden um den (freiwillig) eingezahlten Betrag wieder heraus zu bekommen. Ohne Verzinsung. So nach meiner groben Rechnung vor 4 Monaten.
          Trotzdem werde auch ich in 3 Jahren, dann als Privater, freiwillig den Mindestbeitrag einzahlen.
          Um meine Jahre „voll“ zu bekommen.

          • Da ja immer so gerne über angebliche Renditen bei Renten nachgedacht wird , möchte ich mal folgende Gedanken anmerken.

            Also würde ja bedeuten , 84,15 Euro / Mon. mal 12 Monate pro Jahr , gleich 1009,80 Euro p.a. Zahlung , ergeben 52,50 Euro Renten p.a. ,
            ab Rentenbegin 67 . Somit 1009,80 Euro geteilt durch 52,50 Euro gleich
            19,234285 Jahre , müsste es schon mal dauern , bis Geld einfach OHNE ZINSEN nur wieder unter der Bettdecke hervorgeholt würde . Also Rendite bis zum Erleben der 67 plus der 230 Monate gleich 86 Jahre , NULL . RENDITE NULL , DA BETRAG EINFACH NUR VERBRAUCHT WIRD .

            Wenn ich jetzt eine Münze werfen würde , wie ALT müsste ich werden , um die gleiche Chance wie die RV zu haben , die Wette zu gewinnen ???

            Stimmt , 230 Monate länger . Somit 86 plus 230 Monate gleich 105 Jahre , so ab Alter 106 kann man bereits von einen gesicherten Gewinn spechen mit Chancengleichheit . Von 86 bis 105 ist es die gleiche Chance wie von 67 bis 86 , also fifty fifty Chance beim werfen einer Münze das Sie auf die eine oder andere Seite fällt .

            Somit von 67 bis 86 gewinnt RV , von 86 bis unendlich VN .
            Und sollte Gewinnchancen für RV doch wieder schlechter ausfallen , da zu wenig Beitragseinnahmen generiert werden kann , wird halt Eintrittsalter RENTE wiedermal erhöht werden müssen . Leider .

          • Lieber Det, ich weiß nicht, was Du da so rechnest…?!

            Oder ich weiß es schon – aber Deine Schlussfolgerungen kann ich nicht nachvollziehen. Sehr richtig hast Du hier noch einmal meine Faustformel der 20 Jahre bestätigt (auch wenn es nur 19,23 sind).
            Im Beispiel ging es dann aber wohl eher um einen Rentenbeginn ab 63 Jahren. Es „lohnt“ sich also erst, wenn man 83 Jahre alt wird. Und dass wollen wir doch alle, oder?

            Insofern ist aber noch alles richtig. Aber dass man Deiner Rechnung nach erst ab 106 Jahre Gewinn macht, kann ich nicht verstehen. Bis zu irgendeinem Alter (ob 83 oder 86 spielt mal keine Rolle) hätte man das Geld besser selber verwalten können (Bettdecke), aber danach ist jeder Monat ein Gewinn. Zuerst ein kleiner, der dann aber immer größer wird.
            Aber keinesfalls ist man erst mit 106 in der Gewinnzone.

            Gruß, Der Privatier

        • @Evelyn: Das sind doch schon einmal sehr nützliche Informationen/Bestätigungen zum Thema Rente, die Sie für Ihre weitere Planung benötigen. Und ja – bei den „Lebensjahren“ muss ich auch immer erst einmal kurz nachdenken. Dabei ist es ganz einfach, wenn man sich einmal das erste Lebensjahr vorstellt: Das ist mit dem ersten Geburtstag beendet (=vollendet). Sie vollenden Ihr 63. Lebensjahr also an ihrem 63. Geburtstag.

          @Kurti: Auch die Berater der Rentenversicherung können nicht in die Zukunft sehen, sondern die Aussagen beziehen sich immer „auf den aktuellen Stand der Gesetzgebung“ und natürlich auf die aktuellen Zahlen. Es sei denn, es würde ausdrücklich etwas anderes gesagt (Prognosewerte).

          Gruß, Der Privatier

          • Richtig und wichtig ist was Kurti geschrieben hat :
            Was bekomme ich für welchen Beitrag und wann überhole ich den Beitrag. Kann man gut in einem Finanzplan abbilden.
            Die andere Seite ist die Rente bei Erwerbsminderung. Dafür braucht man (richtig dargestellt) Pflichtbeiträge und keine freiwilligen. Aber man kann als Minijobber ab 155 Euro monatlich optieren und freiwillig 4,9% = 7,60 Euro dazuzahlen und wird Pflichtversicherter. Damit bleibt die Anwartschaft erhalten. Vielleicht findet man ja einen netten kleinen Job wo man ohenhin mitmacht und man dort auch angemeldet werden kann…..

        • Hallo Evelyn,

          danke für Deinen Bericht zum Termin bei der Rentenversicherung, die hier erfahrungsgemäß freundlich und kompetent beraten hat
          Es hat sich wieder einmal bestätigt, dass sich freiwillige Einzahlungen in dieser Phase kaum lohnen. In meiner Abfindung waren gut 10TSD Rentenversicherungsbeiträge für das Dispojahr vor ALG1 berücksichtigt. Eine Einzahlung hätte auch nur ab 63 etwa 25 EUR Bruttorente mehr erbracht. Du sollst ja immerhin lt. Sozialplan auch für die Zeit nach ALG 1 die Beiträge zur RV (zu 75% oder zu 100%?)erhalten. Nach Deinen Angaben zum Rentenbeginn mit 63 am 01.10.2023 und dem Abzug von 12% für den vorzeitigen Rentenbeginn ab 63 ist nachvollziehbar, dass Du regulär 66 Jahre und 2 Monate arbeiten müsstest und im September 1960 geboren sein musst. Da du im September 2023 63
          Jahre alt wirst, also das 63. Lebensjahr vollendest, wird sich bis zum 01.10.2023 kein voller Monat lt. Sozialplan ergeben, der auszugleichen wäre. Dabei gehe ich davon aus, dass Du bis zum Ausscheiden Deine 35 Anrechnungs-Jahre als sog. langjährig Versicherte lt. Renteninformation voll hast
          und dann mit 63 in Rente gehen darfst.
          Zu überbrücken hättest Du dann ab 1.1.17 5 Jahre und 9 Monate,
          d.h. nach dem 1.(Dispo)Jahr, dann 24 Monaten ALG 1-Zeit noch 2 Jahre und 9 Monate. Man sollte dabei beachten, dass man ja dann außer der 12% Einbuße für die vorzeitige Rente auch bis
          63 -außer die 2 BfA-Jahre- nichts mehr in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlt, aber bei Dir sollen ja immerhin
          die Einzahlungen in die Betriebsrente bis 63 weiterlaufen.
          Einen richtigen Finanzplan wirst Du allerdings erst aufstellen können, wenn die Brutto-/Nettozahlen auf dem Tisch liegen. Wann bequemt sich dann die externe teure Steuerberatung zu einem Ergebnis?
          Hast Du schon etwas zur frühestmöglichen Kündigungsfrist
          herausgekriegt? Gelten Tarifverträge (Branche?)
          Der Privatier hat darauf hingewiesen, dass man Ruhezeiten bei fr+ühzeitiegem Vertragsschluss vermeiden kann. Wenn zum Beispiel statt der § 622 BGB Regelung nicht nur 7 Monate Frist zum Monatsende sondern zum Quartalsende gilt, würde z.B.ein nach dem 01.03.2016 vereinbarter Aufhebungsvertrag bedeuten, dass die Ruhezeit
          bis zum 31.03.2017 geht. Auch noch längere Kündigungsfristen -mit Einfluss auf die Dauer der Ruhezeit- sind wie bereits
          erläutert möglich, aber auch da wirst Du uns ja noch mit konkreten Daten versorgen.
          Bei mir -zu Deinen- ähnlichen Ausgangdaten zum Nettogehalt (allerdings Steuerklasse 1 statt 3, dafür 270 EUR Freibetrag f. Fahrtkosten, allerdings auch Abzug für Bahncard 160 EUR), Erstattung aller Kranken und Pflegeversicherungsbeiträge bis
          63,100% statt bei Dir 75% des Nettogehalts(dafür bei Dir 1,5 Jahre längere Überbrückungszeit) und 10.000 EUR als Zahlung auf die Rentenversicherung ergaben sich knapp 140TSD
          EUR brutto. (Ausgezahlt wurden dann netto gut 116TSD EUR, Steuerkl.1, 1/5 Regelung. + Soli, keine KV). Dieser Betrag ist vergleichbar, wobei ich hinsichtlich der KV/PflegeV/RV Beiträge bei Dir von einer 100% und nicht nur 75% Erstattung wie beim Gehalt ausgehe.
          Dein MEHR sind hier die 2,75 Jahre Erstattung der RV Beiträge nach ALG 1. Dass dürften dann so knapp 28 TSD EUR sein.
          Selbst wenn dann noch für max. 12 Monate volle KK-Beiträge zu entrichten sein sollten -statt bei mir 7 Monate- komme ich für Dich auf gut gerechnet 170 TSD EUR brutto Abfindungssumme.
          Bin gespannt, ob sich meine Rechnung in etwa bestätigt.

          Wenn dann Deine Zahlen kommen, dann könnte man überlegen, wo man evtl. noch etwas nachbessern könnte.
          Erwerbminderungsrente ist nach meinem Aufhebungsvertrag ein absolutes NOGO, dass es bei Dir ohnehin nicht mehr funktioniert,OK,. Vielleicht wird das auch dein AG ausschließen.

          So, mach dann zuversichtlich weiter und wir warten auf die Zahlen und evtl. gibt es dann noch den ein oder anderen Kniff in Deiner speziellen Situation über den Privatier…

          MfG

          • Hallo Evelyn,
            ich hatte leider erst nach meiner Antwort noch in Deinem Beitrag von
            einer Erwerbsminderung Deinerseits gelesen,von der ich hinsichtlich der Auswirkungen wenig Ahnung habe.
            Hinsichtlich Deines Rentenbeginns und deiner Einbußen scheinen diese jedoch keine Rolle zu spielen (keine Quote 50% und mehr!?).
            Da wäre allerdings eine Verlängerung der Kündigungsfrist aus sozialen Aspekten denkbar, die dann allerdings bez. Ruhenszeit für die KK ein Bumerang sein könnte.

            Das zur Klarstellung.
            MfG

          • Hallo Sie alle, war jetzt 3 Wochen krankheitsbedingt außer Gefecht und darf jetzt erst langsam und immer dosiert Handy und Internet nutzen.
            Viele Mails zu lesen, langsam.
            Daher möchte ich mich nur kurz zurückmelden und allen danken die auf meinen Fall Bezug genommen haben. In dieser Zeit kam auch eine Nachricht von unserem Betriebsrat, daß der AG bereit ist, die Regelung für ältere Arbeitnehmer für mich zu machen (doppelte Freiwilligkeit).
            Wenn ich also in 1-2 Wochen wieder arbeite, soll ich meinen aktuellen Rentenbescheid mitbringen. Mal schauen. Dann werde ich irgendwann Zahlen haben.
            Viele Grüße an alle und bis bald, Evelyn

          • Hallo Evelyn,

            vielen Dank für die Rückmeldung und erst einmal weiterhin gute Besserung!
            Und machen Sie sich bitte wegen der Kommentare hier keinen zusätzlichen Stress! Ich bin mir zwar sicher, dass hier einige „Ihren Fall“ mit ehrlichem Interesse verfolgen und daher auch gerne wüssten, wie es denn weiter geht.
            Aber konzentrieren Sie sich lieber auf die wichtigeren Dinge! Und das ist erst einmal immer die Gesundheit. Und dann die Dinge, die Sie mit Ihrem AG und dem Betriebsrat zu klären haben. Die Kommentare hier kommen da irgendwann hinten dran. Das hat Zeit. Keinen Stress!

            Gruß, Der Privatier

          • Hallo zusammen,

            nach einer gefühlten Ewigkeit für mich und hohem Nerveneinsatz ist endlich das „Wunder“ passiert und ich habe meine Zahlen bekommen.
            Ich habe jetzt einiges an Zeit, um darüber nachzudenken, denn mein Beratungstermin ist Anfang Juli und wenn ich dort all meine Fragen beantwortet bekomme – habe ich immernoch etwas Zeit um zu überlegen ob ich unterschreibe oder nicht.

            Also, lieber Ulli2000, Sie haben fast korrekt getippt mit Ihren angenommenen 170 TEUR, denn die Netto-Abfindungssumme beläuft sich tatsächlich auf 179.859,00. Auszahlungstermin wäre 1.01.2017.
            Somit hätte ich 81 Monate bis Endstation Rente zu überbrücken.

            2017 wäre Dispositionsjahr und ab 2018 finden die 18 Monate Arbeitsamt statt. (und das würde ich auch exakt so machen, denn diese 18 Monate sind mit vielen Ängsten von meiner Seite behaftet und ich würde sie schlichtweg „hinter mich bringen“ wollen)

            In dem o.g. Betrag sind Beiträge für Rentenversicherung (monatlich 474,83), Betriebsrente (monatlich 210,00) und Krankenversicherung (monatlich 447,98 für die 12 Monate Dispositionsjahr und monatlich 150,09 für die restlichen Monate nach den 18 Monaten Arbeitsamt. Hier gehe ich davon aus, daß es sich bei den 105,09 um den Mindestbeitragssatz in der KV handelt). Ich werde morgen gleich wieder bei der Krankenversicherung fragen, ob ich im Dispositionsjahr wirklich die vollen 447,98 monatlich zahlen muss. ??????
            (Bei diesem Thema bin ich auch schon viel ruhiger seit ich weiss, das mit dem Mindestbeitrag mein Mann trotzdem mitversichert bleibt, sprich Familienversicherung. Da kann ich jetzt nur beten, daß die Krankenkassen hier in den nächsten 7 Jahren nichts entscheidend verändern, denn dann haben wir ein großes Problem….)

            Bezüglich Rentenversicherung ist meine innere Tendenz, hier wenigstens den Mindestbeitrag von um die 80,00 Euro monatlich einzuzahlen. Bringt zwar kaum etwas zusätzlich. Da ich gesundheitlich aber ziemlich angeschlagen bin und auf jede mögliche Kur angewiesen bin, wäre das damit gesichert.
            (Ulli2000, auch hier hatten Sie Recht, Erwerbsminderung wird in der Vereinbarung ausgeschlossen, was ja auch normal ist)

            Die Betriebsrente würde sich um ganze 150,00 Euro erhöhen wenn ich gleichbleibend die 210,00 Euro weiter einzahle. Hier ergibt sich für mich die Frage, ob ich diesen Betrag eher so investiere, daß ich eine bestehende private Rentenversicherung aufstocke.
            Dafür würde ich erstmal die private Rentenversicherung anschreiben mit einer entsprechenden Anfrage.
            Haben Sie hierzu noch andere Ideen? ??????

            Ich werde mich jetzt an den Finanzplan setzen und schauen, wie dieser sich für mich gestaltet.

            Alles in allem ist meine Tendenz, diese Vereinbarung zu unterschreiben, vor dem Hintergrund, daß ich gesundheitlich angeschlagen bin, kaum noch Kräfte habe für die heutige Arbeitswelt – so wie sie geworden ist – und – unter all diesen Umständen – wahrscheinlich großes GLÜCK habe, in einem Großbetrieb zu arbeiten der solche Möglichkeiten überhaupt bietet/sich leisten kann.

            Was halten Sie alle davon?
            Viele Grüße, Evelyn

          • Hallo Evelyn,
            schön mal wieder was von Ihnen zu hören. Und endlich mit konkreten Zahlen. Da hat man doch mal eine Basis, um weiter zu rechnen.

            Ich will aber hier gar nicht so sehr auf die vielen Details eingehen, ich möchte gerne noch einmal auf zwei Punkte hinweisen. Haben wir zwar schon angesprochen, ist mir aber immer noch nicht klar…

            1. Sie schreiben oben: „…denn die Netto-Abfindungssumme beläuft sich tatsächlich auf 179.859,00.“ .
            Ist denn inzwischen zweifelsfrei geklärt, ob es sich tatsächlich um eine Netto-Zahlung handeln wird? Falls ja, wie ist denn die steuerliche Behandlung angedacht? Irgendjemand muss ja irgendwann mal die Steuern bezahlen und mir ist nicht klar, wie das gehen soll…

            2. Krankenkasse und Ruhezeit:
            Ich zitiere hier einmal eine Frage von Ulli2000: „Hast Du schon etwas zur frühestmöglichen Kündigungsfrist herausgekriegt? Gelten Tarifverträge (Branche?). Der Privatier hat darauf hingewiesen, dass man Ruhezeiten bei frühzeitiegem Vertragsschluss vermeiden kann.“
            Die Antwort auf diese Frage wäre wichtig, um herauszufinden, wie hoch die Krankenkassenbeiträge im Dispojahr sein werden. Insofern ist ein Anruf bei der KK momentan nur dann sinnvoll, wenn diese Frage geklärt ist. Die KK wird die Antwort nicht wissen. Mit ein bisschen Glück wird sie die gleiche Frage stellen. Oder aber (wahrscheinlich) zunächst auf den „normalen“ Beitrag für ein Jahr verweisen.
            Also: Die Klärung wäre wichtig!

            Die anderen Fragen halte ich für weniger wichtig. Für elementar wichtig hingegen halte ich die Klärung der ersten Frage.

            Ansonsten sehe ich in dem Angebot einer Abfindung gerade auch im Hinblick auf die gesundheitliche Situation tatsächlich auch eine Chance (Glück) und würde das Angebot daher, wenn es sich irgendwie machen lässt, annehmen. Aber dafür bitte vorher nochmal die Frage 1 klären!

            Gruß, Der Privatier

          • Hallo Privatier,
            vielen herzlichen Dank für Ihre Ausführungen, für Ihre Fragen und auch für die ermutigenden Worte.

            Zu 1.:
            JA, bei der genannten Summe handelt es sich tatsächlich um die Netto-Zahlung. Einkommensteuer und Soli-Zuschlag sind gesondert ausgewiesen und führen dann zur Brutto-Abfindungssumme,
            ausgewiesen mit 210.250,00.
            Zu 2.:
            Den Gang zur Krankenkasse habe ich mir erstmal erspart. Da ich die Zahlen erst am Donnerstag bekommen habe, war ich wohl noch zu aufgeregt, um mich an die Frage von Ulli2000 – bezüglich Kündigungsfrist – zu erinnern. Erst durch Ihre Antwort habe ich mich erinnert und NEIN, die Kündigungsfrist (6 Monate zum Schluss eines Kalendervierteljahres) wird wohl nicht eingehalten werden. Dann ist es mir jetzt auch klar, weshalb für das Dispo-Jahr der volle KV-Beitrag gezahlt wird, weil ich den auf jeden Fall leisten muss. Gut, auch damit kann ich leben, er steht schließlich zur Verfügung. Mich darüber jetzt zu ärgern, wäre eher kontraproduktiv für die Entscheidung…
            Viele Grüße, Evelyn

          • Hallo Evelyn,
            so langsam lichtet sich der Nebel aber gewaltig!
            Brutto- und Netto-Summe passen bei Anwendung der Fünftelregel ganz gut zusammen. Da habe ich keine Bedenken mehr.
            Und ich habe da in den ersten Stellungnahmen zu viel in die Vereinbarung hinein interpretiert. Sollten wir jetzt einfach mal abhaken. Das passt schon.

            Aber noch mal kurz zur Kündigungsfrist/Krankenkasse:
            Bei 6 Monate zum Quartalsende sollte die ordentliche Kündigungsfrist dann aber doch bis zum 31.3.2017 laufen, richtig?
            Falls ja, ist auch nur bis dahin der höhere KK-Beitrag zu zahlen. Danach nicht mehr!
            Ist jetzt für die Entscheidung nicht ausschlaggebend, ich würde es aber schon einmal im Hinterkopf behalten.

            Und später kann man dann immer noch überlegen, ob es vielleicht Sinn macht, einen Teil der Abfindung in die Altersvorsorge zu packen (wäre gut für die Steuer und die Rente). Aber dazu sollte vorher klar sein, ob das Geld auch reicht. Was nämlich einmal in eine AV eingezahlt ist, ist dann erst einmal weg…

            Gruß, Der Privatier

  13. Peter , es war nur eine Chancebetrachtung , das Ergebnis / Fazit , steht darunter
    Aber im Endergebnis , ist es halt so . Bis 86 oder auch 83 gewinnt die Wette IMMER die RV . Erst ab 83 gewinnst Du . Und wenn man von Chancengleichheit fifty fifty , bei einer Wette ausgeht , kann von einen
    GESICHERTEN Gewinn , erst nach dem Zeitraum von dem doppelten ausgegangen werden. Oder um es nochmal anders zu rechnen , 19,23 mal 2 gleich 38,46 Jahre.
    Anfangsalter z.B. 63 , Endalter 101,46 . Dazwischen würden jetzt die Chancen
    fifty fifty stehen . Erst ab 101,46 Jahren ist es ein gesicherter Gewinn , OHNE Chancenberücksichtigung . Aber Du hast natürlich bereits ab 83 den gesicherten Gewinn , jedoch um gleiche Chance auf Gewinn der Wette zu haben , wie die RV , müsstest Du halt mindestens 101,46 Jahre Alt werden , da bis 83 die Chance zu 100 Prozent bei der RV liegt . Also bis 83 gewinnt IMMER die RV , erst ab 83 gewinnst Du , aber erst ab 101,46 besteht Chancengleichheit , evt. ist das jetzt besser zu verstehen. LG Det

    • Okay, Det. Die Versicherung hat die Chance, meine Einzahlung in voller zu gewinnen, wenn ich einen Tag nach der Einzahlung sterbe. Ich hingegen habe die Chance auf einen ebenso hohen Gewinn erst nach derselben Anzahl von Jahren nach dem Break Even wie vor diesem. Da hast Du Recht.

      Die meisten wären aber wohl schon damit zufrieden, wenn sie Ihre eingezahlten Beträge einigermaßen zurückbekämen. Und das ist eben meistens (Faustformel) erst nach 20 Jahren der Fall. Bei steuerlicher Förderung und Betrachtung der Nachsteuer-„Rendite“ sieht es meist etwas besser aus (vielleicht so. 12-14 Jahre).

      Gruß, Der Privatier

  14. Ja Peter , alles richtig , meist Break Even bei ca. 13 Jahren .

    Aber wenn ich mit JUNG , einen Break Even bei z.B. 18 Jahren habe , wie Vorteilhaft könnte es dann sein , extrem ALT zu werden .

    Nur um nochmal persönlich die Chancengleichheit bei einer Wette auf mein
    Leben herzustellen !!! (Freude !!!)
    Aber da ja gerade im Alter sich diese Chancengleichheit zu Gunsten der RV
    verschiebt , würde ich halt gerade im Alter , wo meine Chancen nicht mehr so gut stehen , eine tatsächliche Chancengleichheit zu erreichen , für den Teil , der nicht das Langlebigkeitsrisiko an Grundbedarf abdecken muss , evt. doch andere Möglichkeiten suchen ( Peter , denk nochmal an deinen Kapitalstock bzgl. 30/30/30 10 ) . Und diese Möglichkeiten , würde ich halt versuchen entweder Verbrauch oder Vererbbar zu halten . Insbesondere in Hinblick auf das SOR Risiko , bei Kapitalanlagen , ist dieses halt auch immer auf etwas gezwungenes ( Also erzwungene Entnahme bei Tiefstand ) zu sehen . Und wenn dieses durch einen Grundbedarfsbetrag bereits abgedeckt ist , sicherlich auch weitgehend zu vernachlässigen. Insofern , machen Anlagen in Renten im Alter , für mich auch nur dann Sinn , wenn eine steuerliche Förderung hier den Aufwand in Vorsorge spannend macht .
    Also im Ergebnis , würde ich erst dann auf Chancengleichheit verzichten , wenn ich eh noch Langlebigkeitsrisiko absichern müsste , oder halt dann , wenn es eine doch schöne Förderung geben würde . Und für den Grundbedarf , würde ich mich halt an den besagten ( den es natürlich nicht gibt ) Eckrentner halten .
    Und um den Eckrentner nahezukommen , muss halt auch bereits , ein relativ hoher Kapitalstock gebildet werden ( ca.200k ) . LG Det

  15. Achso Peter , und wenn man den Eckrentner bereits in frühen Jahren über abgesicherten Langlebigkeitsrisiko nahekommen will , bei den derzeitigen Garantiezinsen , auch gerne das doppelte bis 3 fache an Kapitalstock zu bilden !
    Also so ca. 4 bis 600000,00 Euro schon mal an die Seite legen .
    LG Det

  16. Dem Tenor des Kapitels, dass sich freiwillige Beiträge in die gesetzliche Rentenversicherung (GRV) nicht lohnen, kann ich mich nicht anschließen. Allerdings habe ich derartige Aussagen selbst von Beratern der GRV gehört.

    In weiteren Kapiteln wird ja ausgiebig das Thema Steueroptimierung der Abfindung durch eine Rürup-Rente diskutiert mit dem Ergebnis, dass sich die Einzahlung des steuerlich maximal absetzbaren Betrages im Jahr der Versteuerung der Abfindung nach Fünftel-Regelung in vielen Fällen lohnt.

    Nun werden freiwillige Einzahlungen in die GRV steuerlich genauso behandelt wie Einzahlungen in eine Rürup-Rente. Unter Renditegesichtspunkten kann man die Fragestellung also darauf reduzieren, welche monatliche Rentenzahlung ich durch die Einzahlung eines Betrages x in eine der beiden Versicherungsformen erwarten kann. Als meine Kollegen und ich im Jahr 2014 nach einer Betriebsschließung mit Abfindungen vor dieser Frage standen, sind alle zu dem Ergebnis gekommen, dass die GRV die höheren Renten in Aussicht stellt. Dazu ist zu bemerken, dass es sich um Personen im Alter zwischen 56 und 62 Jahren handelt. Der Vorteil der umlagefinanzierten GRV ergibt sich aus der Tatsache, dass die zu erwartende zusätzliche Altersrente unabhängig von der Dauer bis zum Rentenbeginn berechnet wird. Im Gegensatz dazu hat die kapitalgedeckte Rürup-Versicherung bei rentennahen Einzahlungen wenig Chancen im derzeitigen Niedrigzinsumfeld die Einzahlung durch Kapitalerträge zu verzinsen. Eine weitergehende Betrachtung zur GRV findet man bei der FAZ unter dem Titel „Die gesetzliche Rentenversicherung ist für Ältere unschlagbar“, siehe http://www.faz.net/aktuell/finanzen/meine-finanzen/vermoegensfragen/die-gesetzliche-rentenversicherung-ist-fuer-aeltere-unschlagbar-13898047.html?printPagedArticle=true#pageIndex_2

    Beim Leistungsvergleich ist zu beachten, dass bei der GRV eine Hinterbliebenenversorgung (=Witwenrente) bereits eingeschlossen ist, während diese in der Rürup-Rente (falls gewünscht) zusätzlich versichert werden muss. Als Rendite Sahnehäubchen kommt für privat Krankenversicherte noch hinzu, dass in der GRV eine höhere Rente automatisch zu einem höheren Zuschuss für die Krankenversicherung führt.

    Stellt sich noch die Frage, ob mit freiwilligen Beiträgen in die GRV die steuerlich absetzbaren Maximalbeträge ausgeschöpft werden können. Freiwillige Beiträge sind auf Antrag unter zwei unterschiedlichen Voraussetzungen möglich:
    a) Für Monate in denen keine Pflichtversicherung in der GRV besteht. Dann sind Einzahlungen bis zu einem monatliche Höchstbeitrag von ca. 1.130€ möglich.
    b) Mittels „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“ sind zusätzlich freiwillige Zahlungen bis zu einer Höhe von ca. 35.000€ möglich.
    Durch Kombination von Pflicht- und freiwilligen Beiträgen zur GRV kann somit in der Regel der maximal steuerbegünstigte Betrag (22.172€ bzw. 44.344€) ausgeschöpft werden.

    • Ergänzend möchte ich noch einige Hinweise zum Vorgehen geben. Freiwillige Zahlungen in die GRV sind immer nur auf Antrag möglich. Dabei sind bis zu drei Anträge relevant:

      1) Vorgeschalteter Antrag auf Kontenklärung bzw. Fragebogen zu Änderungen seit der letzten Kontenklärung.
      2) Für Monate ohne Pflichtbeiträge der „Antrag auf Beitragszahlung für eine freiwillige Versicherung“.
      Hinweis: Beim Ausscheiden aus der Versicherungspflicht empfiehlt es sich weiter freiwillig zumindest den Mindestbeitrag zu zahlen, um den Anspruch auf eine Rente bei Erwerbsminderung nicht zu verlieren.
      3) Um Rentenabzüge für die vorzeitige Altersrente mit 63 auszugleichen der „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“.
      Dieser Antrag verpflichtet weder zu einer Zahlung in der berechneten Höhe noch verpflichtet er dazu die Altersrente vorzeitig mit 63 Jahren anzutreten. Es schafft nur die Voraussetzung zu einer freiwilligen Einzahlung bis zu der berechneten Höhe.

      Zu berücksichtigen sind längere Bearbeitungszeiten bei der Deutschen Rentenversicherung. Ich habe alle drei Anträge nacheinander gestellt und musste 2-3 Monate auf die Bescheide warten. Also Interessierte schnell ans Werk! Vermutlich kann man diese Anträge aber auch gleichzeitig stellen und auf parallele Bearbeitung hoffen.
      Da ist die Rürup-Rente klar im Vorteil, die kann man sicherlich innerhalb eines Tages abschließen.

  17. Hallo Hr. F. , ich hatte es schon unter 7.3.3 zu einen Kommentar zu Maya
    bereits einmal kurz mitgeteilt , das die Frage ob GRV oder PRV ( z.B. Rürup ) nicht eindeutig abzuschätzen ist . Vergleichsberechnungen , sind hier m.M.n. nicht vorhanden . Wenn eine Einzahlung in GRV , erst spät ( Dadurch einsammeln höherwertiger Rentenpunkte , wegen Zeitfaktor ) erfolgt , kann tatsächlich ,
    dort eine Rentenerhöhung evt. die bessere Möglichkeit sein . Jedoch , bei Rürup der Vorteil des früheren Bezuges , also schnellerer Rückzahlung . Kann m.M.n. also nicht eindeutig so oder so gesehen werden , da m.M.n. , sowohl bei der einen wie auch bei der anderen Variante es Vor und Nachteile gibt . Aber dennoch , ist ja die weitere Frage bgl. Rendite , was man denn mit der Rente machen will . Und auch die weitere Sichtweise auf das persönliche Langlebigkeitsrisiko ist immer für eine Anlage in Renten entscheidend .
    Letztendlich ,kann ja von einer Rendite nur gesprochen werden , wenn man mehr dafür bekommt , wie man für bezahlen muss . Ansonsten einfach nur Ausgabe .
    Ggf. für eine Versicherung die das Langlebigkeitsrisiko absichert .

  18. Hallo Martin,

    ist stimme Ihnen da gerne zu! Gerade bei den in den letzten Jahren immer weiter sinkenden Zinsen haben die Versicherungen (nicht nur die!) es immer schwerer, für ihre Kundengelder eine vernünftige Rendite auf dem Kapitalmarkt zu erzielen.
    Im Ergebnis werden die Auszahlungen immer geringer und damit rückt die gesetzliche Rentenversicherung als Alternative wieder in den Vordergrund.

    Das war sicher vor 3 Jahren noch nicht unbedingt so absehbar, aber inzwischen habe ich das hier auch bei entsprechenden Fragen auch schon mehrfach so bestätigt: Ja – die freiwillige Einzahlung in die gesetzliche RV ist eine zumindest gleichwertige Alternative zu Rürup, die man prüfen sollte.

    Ob sie besser ist, wird man dann sehen. Wobei das allerdings im Einzelfall auch schwierig auszurechnen ist. Denn man darf ja nicht nur die Höhe des sich ergebenden Rentenbetrages betrachten, sondern (wie z.B. in meinem Fall) eine u.U. frühere Auszahlung. Meine Rürup-Rente bekomme ich bereits 3 Jahre vor der gesetzlichen. Und ob sich das dann wieder rechnet, wird man wohl erst am Lebensende wissen.

    Aber egal, es bleibt das Fazit: Ja, die Einzahlung in die gesetzliche RV kann genau so viel Sinn machen, wie die in einen Rürup-Vertrag. Es kann sogar die bessere Alternative sein.

    Zu beachten bleibt jedoch, dass eine freiwillige Einzahlung in die GRV nur dann möglich ist, wenn keine Pflichtversicherung besteht! Also z.B. nicht in Zeiten einer Arbeitslosigkeit.

    Gruß, Der Privatier

    • Hallo Privatier,
      Zahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung müssten auch während einer Arbeitslosigkeit möglich sein.
      Für mich persönlich ergibt sich ein weiterer Vorteil der gesetzlichen RV aus dem vorzeitigen Bezug der Rente beim Vorliegen einer Behinderung (GdB >50) und damit einer längeren Laufzeit (in Theorie).
      Viele Grüße, Hardy

  19. Hallo,
    alle Berechnungen in diesem Thema bezogen sich auf die eigene Rente.
    Bei Verheirateten fließen aber auch noch Zahlungen nach dem Tod; Witwen/Witwerrente. Allerdings nur prozentual.
    Wenn der verbliebene Partner viel jünger ist oder noch länger lebt, könnte noch einiges zusammenkommen.
    Viele Grüße, Hardy

    • Guter und richtiger Hinweis!
      Allerdings müsste man dieses Thema dann auch noch einmal etwas näher beleuchten. Mal sehen – mache ich vielleicht später mal…

      Gruß, Der Privtier

  20. In dem von Martin F. erwähnten FAZ-Artikel wird der Finanzmathematiker Werner Siepe zitiert. Das von Herrn Siepe im Auftrag einer Versicherungsberatungsgesellschaft erstellte Gutachten kann man hier herunterladen:

    http://www.vers-berater.de/tl_files/vers_files/files/Studien/Gesetzliche_Rente_versus_Ruerup_Rente.pdf

    Beachtenswert ist meiner Ansicht nach folgendes:

    Es geht vorderhand ausschließlich um einen Vergleich zwischen einer (privaten) Rürup-Rente und der gesetzlichen Rentenversicherung. Beide Varianten sind in der steuerlichen Behandlung völlig identisch, weswegen dieser Aspekt in der Analyse folgerichtig auch außen vor bleibt. Wenn also die Entscheidung für eine lebenslängliche Leibrente als Anlageform grundsätzlich bereits gefallenen ist (insbesondere die Wette auf ein langes Leben), so hat – erstaunlicherweise – die staatliche Rente gegenüber privaten Alternativen die Nase vorn, jedenfalls für rentennahe Jahrgänge und darunter insbesondere auch für privat Krankenversicherte.

    In einem Interview für das ARD-Wirtschaftsmagazin Plusminus wies Siepe darauf hin, dass für die gesetzliche Rente als Anlageform die Werbetrommel nicht gerührt wird, denn es verdient auch niemand daran (Provisionen, Gebühren etc.).

    Mein persönlicher Eindruck ist zudem, dass die DRV Bund auch nicht übermäßig an der Akquise von freiwilligen Betragszahlern interessiert ist: Als ich meinen Antrag Ende letzten Jahres einreichte, erhielt ich als Antwort zunächst einen Brief mit der Bitte, ich möge mich telefonisch melden. Die Mitarbeiterin der DRV, so mein Eindruck von dem sich anschließenden Gespräch, wollte mir das Vorhaben ausreden.

    Man sollte auch ruhig noch mal betonen, dass das Steuersparpotential wirklich enorm ist (22.172 Euro bei Ledigen und 44.344 Euro bei Verheirateten als Sonderausgaben, und das jährlich). Dieses Potential könnte man übrigens mit freiwilligen Beiträgen für die gesetzliche Rentenversicherung (aufgrund der geltenden Höchstbeiträge) noch nicht einmal ausschöpfen.

    • Noch eine kurze Ergänzung zu der Aussage:
      „Dieses Potential könnte man übrigens mit freiwilligen Beiträgen für die gesetzliche Rentenversicherung (aufgrund der geltenden Höchstbeiträge) noch nicht einmal ausschöpfen.“
      Das war dann damals für mich eben u.a. auch ein Grund, warum ich mich dann für die Rürup-Rente entschieden habe. Da konnte ich das Potential voll ausschöpfen. Habe ich dann zwar nur im zweiten Jahr (mit Abfindung) gemacht, im ersten hatte ich noch Beiträge aus meiner Angestellten-Tätigkeit und habe daher dann „nur“ bis zum steuerlichen Höchstbetrag aufgestockt.

      Inzwischen weiß ich aber, dass die steuerlichen Höchstbeträge auch durchaus mit Beiträgen zur GRV ausgenutzt werden können. Dies geht zwar für „normale“ Einzahlungen aufgrund der Höchstbeträge für Rentenbeiträge nicht. Man kann sich aber eine Ausgleichszahlung zur Vermeidung/Verminderung der Rentenabschläge für die vorzeitige Inanspruchnahme ausrechnen lassen. Diese Summe kann man dann unabhängig von der Höchstbeträgen für die GRV einzahlen und natürlich steuerlich als Sonderausgaben der Altersvorsorge ansetzen.

      Gruß, Der Privatier

  21. Hallo Oblomow
    Erstmal Danke für den Vergleichs – Bericht . Ob eine Versicherung bei der GRV
    oder bei der PRV die bessere Wahl ist , hängt von vielen Faktoren ab , so wäre jedenfalls vorerst mal meine Sichtweise .
    Kann ich bereits früher in den Bezug gehen ( PRV Altverträge , z.B. mit 60 ) oder muss ich noch 7 Jahre Überbrücken um in den Regelbezug ( 67 ) zu kommen , wäre für mich z.B. ein ganz klarer Faktor . Je eher ich mein eingezahltes Geld wiederhabe , umso besser. Aber auch für die GRV spricht sicherlich einiges , besonders wenn ich erst spät im Versicherungsverlauf höherwertige Rentenpunkte einsammeln kann.
    Und eben bei dieser Chancenbetrachtung ( s.o. ) , kann es eigentlich nur Vorteilhaft sein , möglichst früh in den Bezug zu gehen , da erst nach einer gewissen AUSZAHLUNGSPHASE , sich das Risiko umkehrt .
    Es ist nämlich NICHT nur eine Wette aufs lange Leben , sondern auch eine Wette darauf , hoffentlich in der zweiten Wetthälfte anzukommen , da es erst ab da ein gesicherter Gewinn ist . Also erst NACH Break Even .
    Und dabei ist ein früherer Start sicherlich sehr Hilfreich .
    Wenn ich nochmal 7 Jahre ( Abschlagsfrei ) länger darauf warten muss , bis mein Geld wiederkommt , könnte dieses sowohl bei der GRV wie auch bei der PRV einen erheblichen Nachteil ausmachen . Da müsste ich dann nämlich nicht 7 Jahre älter werden , sondern 14 , um gleiche Chance für Rückzahlung zu haben .
    Und möglicherweise wären das genau die 14 Jahre , wo ich meine Rente gerne VERBRAUCHEN würde . Zumal ich dann da auch noch evt. Fit genug zum Verbrauchen wäre . Daher trotzdem , je eher , desto Sicherer , Break Even erreichbar .
    Und ob es sich gelohnt hat oder nicht , kann eh erst nach dem Ableben beurteilt werden und da ist es mir dann eigentlich ziemlich egal .
    LG Det

  22. Was mich wundert bei den Zahlen ist, dass generell nur an die Rente gedacht wird, wenn man Sonderzahlungen/Abfindungen bekommt.

    Wieso nicht z.B.
    – Wohnungen kaufen und vermieten. Mit 100.000 Eur kann man 3-5 Wohnungen finanzieren welche CashFlow generieren
    – Warten bis die Börse mal wieder crasht und dann einen DAX ETF kaufen
    – Firmenanleihen oder Dividenden-Aktien

  23. Ist es möglich durch eine freiwillige Zahlung von Beiträgen an die GRV zum Ausgleich einer Rentenminderung und gleichzeitiger Inanspruchnahme der Fünftelregel das zu versteuernde Einkommen auf Null zu drücken und so die Abfindung steuerfrei zu kassieren?

    Ist es möglich, diese freiwillige Zahlung auch dann noch zu leisten, wenn man bereits in der vorzeitigen Rente ist ?

    • Hallo,

      freiwillige Zahlungen an die GRV sind, als Vorsorge, steuerlich absetzbar und drücken damit das zu versteuernde Einkommen. Das habe ich auch gemacht.
      Zur zweiten Frage ein Auszug aus meinem Bescheid:
      „Außerdem wird darauf hingewiesen, dass weitere Beiträge zum Ausgleich der verbliebenen Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters nur dann vom Rentenbeginn an in der Altersrente berücksichtigt werden können, wenn sie vor dem Rentenbeginn gezahlt werden. Wird dagegen erst ab dem Rentenbeginn eine weitere Beitragszahlung vorgenommen, so können die weiteren Beiträge nicht vom Rentenbeginn an in der Altersrente berücksichtigt werden. Gemäß S 100 Abs. 1 des Sechsten Buches des Sozialgesetzbuches (SGB Vl) ergibt sich eine Rentenerhöhung in diesem Fall erst vom Ersten des Monates an, der dem Monat folgt, in dem die Beiträge gezahlt worden sind.“

      Viele Grüße, Hardy

    • Danke an Hardy für die Beantwortung des zweiten Teils der Frage – quasi aus erster Hand!

      Und was die steuerliche Frage angeht, hängt dies zunächst natürlich von den Summen ab, über die hier gesprochen wird.
      Und das zu versteuernde Einkommen auf Null zu drücken, wäre auch ein ziemlich unsinniges Ziel. Denn bereits ein Einkommen in Höhe des Grundfreibetrages von 8.652€ (für verh. doppelt) ist ja bereits steuerfrei.

      Ein sinnvolles Ziel kann daher nur sein, die Steuerbelastung zu minimieren. Und das ist mit einer Einzahlung in die GRV durchaus machbar und auch sinnvoll.

      Wie groß der Einfluss auf die Steuerbelastung sich auswirkt, kann man aber nur anhand konkreter Zahlen berechnen: Steuerberater oder selber rechnen!

      Gruß, Der Privatier

  24. Danke für die beiden Antworten.
    Mit „Null“ meinte ich, dass keine Steuer anfällt 😊.

    Noch eine Nachfrage: Kann es den Fall geben, dass durch eine hohe Einzahlung in die DRV das FA die Anwendung der Fünftelregel nicht gelten lässt ?

    • Das glaube ich nicht.
      Die Bedingung für die Anwendung der Fünftelungsregelung ist eine „Zusammenballung von Einkünften“. Lies bitte noch mal im entsprechenden Kapitel nach.
      Zahlungen an die DRV sind „Vorsorgeaufwendungen“. Ich hatte im Jahr der Zahlung der Abfindung Altersvorsorgeaufwendungen in Höhe von 44.000,-. Das war nahezu der Maximalbetrage für Verheiratete und setzte sich zusammen aus den normalen Aufwendungen, einem Rürup-Vertrag und freiwillige Zahlungen an die DRV.
      Damit gab es keine Probleme.

      Viele Grüße, Hardy

    • Nein, die Bedingungen für die Anwendung der Fünftelregel sind klar definiert (z.B. „echte“ Abfindung, Einmalzahlung, Zusammenballung) und sind unabhängig von anderen steuerlichen Faktoren wie z.B. Sonderausgaben.

      Es gibt allerdings eine vereinfachte Sonderform der Fünftelregel, die dann zur Anwendung kommt, wenn das zu versteuernde Einkommen OHNE Berücksichtigung der Abfindung bereits negativ ist (und das könnte bei einer Einzahlung in eine RV ohne sonstige Einkünfte schnell der Fass sein).
      In solchen Fällen wird keine Vergleichsrechnung (mit/ohne Abfindung) angestellt, sondern lediglich die Steuer inkl. Abfindung berechnet. Mir ist aber kein Fall bekannt, wo sich dies nachteilig auswirken würde. Letztlich stellt diese Sonderform nur klar, wie die Rechnung durchzuführen ist. Am erwarteten Ergebnis ändert sich nichts.

      Gruß, Der Privatier

      • Aus meiner Sicht führen die beiden Berechnungsmethoden sehr wohl zu unterschiedlichen Ergebnissen.
        Ist das verbleibende zu versteuernde Einkommen negativ, wird das gesamte Einkommen nach der Fünftelregel versteuert, was günstiger ist.

      • Ich glaube nicht, dass dies zu günstigeren Ergebnissen führt, aber wenn Du dies mit konkreten Zahlen einmal belegen könntest, wäre das sicher interessant!

        Gruß, Der Privatier

  25. Hallo Peter , als ob ich es geahnt hätte , siehe oben Beitrag vom 28.02.2016 Chancenbetrachtung sowie Ergebnis daraus . Bitte verlinke doch mal Artikel von Heute ( Onvista 15:19 ), Bundesbank denkt über schrittweise Renteneintrittsaltererhöhung auf 69 Jahre nach .
    Das meine ich mit den Zahlen , wenn Sie NICHT passen , muss halt Renteneintrittsalter wiedermal erhöht werden , damit Sie wieder passen .
    Was nicht passt , wird passend gemacht . Leider .
    Von 65 auf 67 Gesetz bereits nachträglich geändert , Geschichte .
    Überlegungen zum anheben auf 69 , Planung , später dann auf ???
    Besonders auch im Hinblick auf die Chancenbetrachtung und Deine im 2 ten Ansatz verstandene neue Sichtweise dazu . ( Ich glaube alle die mit 56 in die verfrühte Rente gegangen sind , sollen nochmal zurückgeholt werden , wart mal ab, da wirst Du dann die fehlenden 13 Jahre aber noch nachholen müssen und die Frage nach Freiheit oder Langeweile wird sich dann auch nicht mehr stellen . HAHAHAHA Scherz , Rest jedoch leider gerade für die jüngeren User sehr ERNST ) JAJA Peter “ Was nicht passt, wird passsend gemacht “ LG Det

    • „Was nicht passt , wird passend gemacht. Leider.“

      Leider? Warum „leider“? Ich würde eher sagen: „Gott sei Dank!“ oder „Wird auch langsam Zeit!“
      Natürlich ist es für die Betroffenen keine schöne Aussicht. Aber Kopf in den Sand stecken hilft meistens relativ wenig.
      Irgendwas muss passieren! Ob nun das immer weiter Hinausschieben der Altersgrenze das richtige Mittel ist, darüber kann man dann sicher streiten. Aber was sind denn die Alternativen? Erhöhen der Beiträge? Herabsetzen des Renten-Niveaus? Auch alles nicht so toll, oder?
      Ich bin ja eher ein Verfechter der Stärkung der privaten Vorsorge oder auch für eine Umstellung von dem Umlageverfahren auf ein Kapitalstock basiertes System. Aber das hat natürlich auch so seine negativen Seiten…

      Ach so, ja – einen Link wolltest Du ja haben. Sollst Du bekommen:
      Bundesbank unternimmt Vorstoß für Rente mit 69.“

      Gruß, Der Privatier

  26. Hallo Peter , das sehe ich anders . Wenn bereits ein Vertrag gemacht wurde , dann kann nicht eine Vertragspartei später den Vertrag einseitig ändern .
    Und den Rentenvertrag würde ich schon als Vertrag ( 2 Parteien ) sehen .

    Aber die eigentliche Frage sollte doch sein , warum kann ich nicht schon früher den Rentenbezug notfalls unter Inkaufnahme von Abschlägen wählen ??? .
    Und zwar so wie früher ab 60 oder noch besser ab 50 ???? .
    Die Richtungsvorgabe ist hierbei jedenfalls sehr einseitig . Nach unten hin sind jedenfalls keine früheren Bezugsmöglichkeiten angedacht .
    Motto hier vom RV Träger , eher später, wie früher .

    Warum wohl ??? . Denk nochmal an das Langlebigkeitsrisiko und die Chance beim werfen einer Münze nach . Insbesondere das komplette hervorholen unter der Bettdecke soll möglichst vermieden werden , damit noch genug für den Rest der Solidargemeinschaft überbleibt . Dieses ist aber nur unter dem herrausschieben des früheren Bezugszeitpunktes möglich . Hast Du Dich aber bereits erst einmal gebunden , wird es für Dich als Vertragspartei ( im Gegensatz zum Staat / RV Träger ), eine einseitige Änderung im nachhinnein sicherlich nicht so schnell geben . Ich kann da jedenfalls nicht hingehen , sagen : “ Eigentlich würde ich lieber die Rente mit 40 nehmen , bitte rechnen Sie mir meine Abschläge aus “

    Bei Rürup war aber genau der Kapitalgedeckte Faktor sowie ein Rentenbezug ab 60 eines der größten Vorteile der Alternative der Selbstbestimmung für die früheste Auszahlung / Rentenbezugszeit sowie auch eigene Entscheidungsmöglichkeiten über die HÖHE und WANN gegeben .
    Eigentlich war ja bereits 55 im Gespräch gewesen , ist aber dann doch als etwas zu früh , wieder verworfen worden . Später ist hier dann der ERSTMALIGE Bezugszeitpunkt ( Rentenbeginn ) auf 62 verschoben worden . Die frühen Verträge mit Endalter 60 , haben hier jedoch Bestandsschutz .

    Gerade der frühere Bezugstermin , sowie der wechsel von der vorgelagerten in die nachgelagerte besteuerung der Rentenzahlungen , bringen hier ja die Vorteile . Das sich im Gegenzug der derzeitige Niedrigzins nicht gerade Vorteilhaft auf die Kapitaldecke auswirkt , ist ja leicht abzusehen . Also hier ist es wie mit anderen Kapitalanlagen z.Zt. auch .

    Nein Peter , da bin ich NICHT bei Dir , es wird wieder mal das Risiko auf den einzelnen abgewälzt , ohne das dieser noch eine Chance hätte , sich auf die geänderten Rahmenbedingungen einzustellen . Hier wird im Nachgang nachdem der Vertrag bereits lange Zeit am laufen ist , die einseitige Änderung durch den RV Träger / Gesetzgeber , einfach mal so beschlossen , ohne das irgendwelche Entschädigungszahlungen / Rechtsmittel greifen könnten . Insbesondere auf die Einzahlungen in den ( wenn auch nur theoretischen ) Kapitalstock und die Wiederentnahme frühestens/also erste MÖGLICHKEIT des Bezuges, sehe ich hier sehr KRITISCH. Dieses kommt schlicht und einfach einer Enteignung gleich .
    LG Det

  27. Hallo Peter,
    du hattest an anderer Stelle (die ich leider nicht finde) darauf hingewiesen, dass freiwillige Einzahlungen in die GRV mit etwas Vorsicht zu genießen sind, weil in bestimmten Fällen die durchschnittliche Einzahlungshöhe (in den letzten x Jahren) Einfluß auf die Rentenhöhe haben kann. Mir ist nicht bekannt, wann das der Fall sein kann. Hast du konkrete Beispiele?
    Gruß, BigMac

    • Ob sich durch die Senkung des Durchschnitts überhaupt ein spürbarer Nachteil ergibt, hängt auch viel vom persönlichen Versicherungsverlauf ab. Dies könnte dann der Fall sein, wenn es viele (oder lange) beitragsfreie Zeiten gibt.
      Welche dies sind und unter welchen Bedingungen diese zum Tragen kommen, ist in §58 SGB VI aufgeführt.

      Und diese beitragsfreien Zeiten werden dann eben später (vereinfacht gesagt) mit den persönlichen Durchschnitt der erworbenen Entgeltpunkte bewertet. Wie es genau funktioniert (inkl. Beispiele) kann man z.B. bei Wikipedia „Gesamtleistungsbewertung“ nachlesen.

      Durch freiwillige Einzahlung von Mindestbeiträgen in die RV (z.B. zur Auffüllung einer Wartezeit) senkt sich vermutlich der Durchschnitt der Entgeltpunkte. Und damit werden dann die beitragsfreien Zeiten mit einem geringeren Wert bewertet. Das wiederum könnte unter ungünstigen Voraussetzungen insgesamt die Rente sogar verringern.

      Gruß, Der Privatier

  28. Hallo,

    hier ist eine Information aus der Zeitschrift Finanztest, Heft 9/2016:

    „Der Zeitraum, in dem Versicherte ihre Rente beziehen, wird länger. Daten der Deutschen Rentenversicherung zeigen, dass Frauen 2015 im Durchschnitt 21,7 Jahre lang Rente bezogen, bei Männern waren es immerhin 17,5 Jahre.
    Zum Vergleich: 1960 floss die Rente jeweils nur halb so lange.“

    Viele Grüße, Hardy

  29. Hallo Hardy
    Danke für die Info , damit Langlebigkeitsrisko für Versicherung steigend .

    Umwälzung des Risikos auf den Versicherungsnehmer . Durch rausschieben des frühstmöglichen Bezugstermin dieses wieder abgefangen / abgemildert , Versicherungsfremde Leistungen können damit dann daraus entnommen werden .

    Also in den fetten Jahren , wird Geld z.B. für Strassenbau / Sonstiges
    entnommen , in den mageren Jahren zwar auch aus Staatskasse wieder etwas aufgefüllt , jedoch NOTFALLS Renteneintrittsalter nach hinten verschoben , damit Staatshaushalt (sind Wir ja ALLE) nicht zu stark damit belastet wird .

    Hier liegt ein Systemfehler vor , der m.M.n. nur durch eine ZUSÄTZLICHE private oder auch ggf. Staatliche Vorsorge im halten eines zusätzlichen Kapitalstockes abgemildert / abgefedert werden kann . Jeder Betrieb kann
    aus seinen Gewinn Rücklagen bilden ( sofern Gewinn gemacht wurde ) , und diese dann später wieder auflösen . Warum kann dieses nicht der Deutsche Staat machen , oder zumindest ( wie bei Rürup auch ) seinen Bürgern ermöglichen .
    Eine weitere Möglichkeit , wäre z.B. eine Grundsätzliche Freistellung der Beteiligungen am Firmenkapital ( Aktien ) wie z.B. in den USA auch , in gewissen Grenzen ( Rahmen Vorsorgevermögen USA glaube ich z.Zt. Steuerfrei
    401 T$ und dieses ist dann auch noch vererbbar / verbrauchbar ) .

    Aber auch so ein Kapitalstock müsste ja auch erst mal aufgebaut werden .
    Also im Ergebnis , wird Eigenverantwortung sicherlich noch stärker gefordert aber auch gefördert werden müssen . LG Det

  30. Vielleicht noch kurz ein Hinweis für die Gemüter, die sich hier aufregen über einseitige Vertragsänderungen oder fehlenden Bestandsschutz:
    Wer mehr als die Überschrift („…Vorstoß für Rente mit 69.“) gelesen hat, der hat vielleicht auch wahrgenommen, dass in dem Vorschlag ein Ziel von 2060 (nach schrittweiser Anpassung) genannt ist. 2060! Das ist in 44 Jahren!
    Will man ernsthaft fordern, dass sich in 44 Jahren mit Rücksicht auf einen Bestandschutz nichts ändern darf?

    Ich bin da eher der Meinung, dass sich so schnell wie möglich etwas ändern muss. Und zwar gravierend. Beispiele, wie von Det genannt (USA: 401K-Plan) gibt es ja. Eigenverantwortung fordern und fördern. Genau so!

    Ob das allerdings reicht, kann ich nicht beurteilen. Die Zeiten ändern sich und die Regeln müssen daran angepasst werden. Ob einem das nun gefällt oder nicht…

    Gruß, Der Privatier

  31. Werte Gemeinde, ich möchte hier noch kurz von meiner Diskussion mit der GRV berichten, da ich hier ebenfalls schon von so vielen Erfahrungen profitieren konnte:
    Da in 1/2016 meine Abfindung floß, und sonst keine Einnahmen zu verzeichnen waren, plante ich freiwillig in die GRV nachzuzahlen, um die Steuerlast der Abfindung zu senken. Ich versuchte mir die Nachzahlung schönzurechnen, was aber gar nicht gelang.
    Würde ich den max. Beitrag nachzahlen 12 x 1149,40 € = 13792,8 € ergäbe dies eine Erhöhung von 62,47€ im Monat (749,64€/Jahr). Da meine Rente in 10,5 Jahren mit 66,5 Jahren beginnt, müßte ich sie 18,4 Jahre beziehen um diese Vorauszahlung 1:1 zurückbekommen zu haben. Also mit fast 85 Jahren. Also in knapp 29 Jahren. In dieser Zeit verdoppelt sich Kapital selbst bei konservativster Rechnung. Abgesehen davon wäre alles futsch, wenn ich vorzeitig ablebte. Im Ergebnis habe ich mich für den Minimalbeitrag 84,15€ x 11 entschieden. (Man kann nur 11 Monate freiwillig nachzahlen, wenn man in dem Jahr für 1 Tag ALG zur ALG-Anspruchssicherung bezogen hat, was bei mir der Fall ist). Warum überhaupt GRV? Man darf nur eine GRV-Lücke von max. 2 Jahren innerhalb der letzten 5 Jahre haben, um den Anspruch auf Erwerbsminderungsrente zu erhalten! (warum auch immer…) LG

    • Bei der Überschlagsrechnung zum Effekt der freiwilligen Beiträge ist freilich zu berücksichtigen, dass die genaue Rentenhöhe bei Zahlungsbeginn in 10,5 Jahren noch nicht bekannt ist. Sicher ist, dass es bis dahin – sowie dann auch in der Folge – fortwährend Rentenerhöhungen geben wird. Selbstverständlich ist eine Leibrente immer eine Wette auf ein langes Leben.

      Der Finanzmathematiker Werner Siepe betont, dass sich die Zahlung von freiwilligen Beiträgen in die gesetzliche Rentenversicherung in erster Linie für die Angehörigen „rentennaher Jahrgänge“, d. h. etwa bis Geburtsjahr 1964, lohnt (das war übrigens der geburtenstärkste Jahrgang nach dem Krieg). Für jüngere Menschen, die noch viele Jahrzehnte bis zur Rente haben, gibt es weitaus attraktivere Anlagemöglichkeiten (in erster Linie natürlich Aktien).

    • Vielen Dank Feli, dass Du der „Gemeinde“ hier von Deinen Überlegungen berichtest.

      Ich möchte da aber auf ein paar Punkte hinweisen, bei denen ich meine, dass die Überlegungen nicht richtig sind:

      * So schreibst Du: „…plante ich freiwillig in die GRV nachzuzahlen, um die Steuerlast der Abfindung zu senken“
      Sehr gut. Ein guter Plan! Und? Wäre der gewünschte Effekt eingetreten? In welcher Höhe? Zusammen mit der Fünftelregel ergeben sich oft erstaunliche Ergebnisse. Manch einer berichtet von einer Steuerersparnis, die höher als die Einzahlung ist (bei mir war das nicht so).
      Wie auch immer: Sollte man dann nicht nur noch den effektiv eingezahlten Betrag als Grundlage für die weitere Berechnung nehmen?

      * Wenn jemand eine Einzahlung in die GRV zum Zwecke der Steuerersparnis plant, sollte er sich nicht auf die „normalen“ Einzahlungen (die in der Höhe beschränkt sind) konzentrieren, sondern eine Einzahlung zur Kompensierung der Abschläge für eine vorzeitige Rente wählen. Hier können (bei Verheirateten) bis ca. 38.000€ steuerlich geltend gemacht werden. Bei Ledigen die Hälfte.

      * Eine Einzahlung in eine Rentenversicherung ist immer eine „Versicherung“!! Niemals eine Kapitalanlage. Und Versicherungen haben es so an sich, dass sie in erster Linie Geld kosten, eine Rückzahlung aller Beiträge ist eher selten.
      Wer sich versichern will, schließt eine Versicherung ab. Wer dagegen eine Kapitalanlage sucht, ist bei einer Versicherung an der falschen Adresse. Mehr dazu in meinen „Gedanken zu Rentenversicherungen„.

      Für mich ist die Einzahlung eines Teils einer Abfindung in eine Altersvorsorge immer noch ein ideales Mittel, um einen Teil der Steuerlast in einen Rentenanspruch umzuwandeln.

      Gruß, Der Privatier

  32. Hallo Privatier, beim ersten Punkt haben Sie natürlich recht. Es hätte eine Ersparnis von rund 30% ergeben, so daß der break even rund 6 Jahre eher erreicht wäre.
    Nun ist leider meine Lebensführung derart unstet, dass nicht davon auszugehen ist, selbst dieses Alter zu ereichen. Mein Plan ist nun, den Betrag in eine Immobilie zu stecken.
    Ich habe allerdings die 2,5 Jahresbeiträge (~15k€) in die PKV vorausgezahlt. Dazu noch die folgende Anmerkung: Man kann nur den aktuellen Jahresendbeitrag 2,5 x vorauszahlen, egal ob dieser steigt, fällt, oder sich der Monatsbeitrag im Laufe des Jahres änderte. LG

    • Selbstverständlich muss jeder für sich entscheiden, ob er das sog. Langlebigkeitsrisiko versichern möchte oder nicht. Oder besser: Ob er eine bereits bestehende Versicherung noch aufstocken möchte.

      Die Vorauszahlung in die PKV ist ja aus Steuersicht auch ganz gut. Wenn die geplante Immobilie vermietet werden soll, wären natürlich die Erwerbsnebenkosten und die Abschreibung für das Abfindungsjahr auch recht nützlich gewesen. Wenn sie zur Eigennutzung geplant ist, spielt es allerdings keine Rolle.

      Gruß, Der Privatier

  33. Hallo Privatier,
    danke für die tolle Seite. Ich bin ein eifriger Mitleser und erhalte bessere Tips als beim Steuerberater.Ich habe eine Frage zu freiwilligen Beiträgen in die GRV.
    Ich bin in diesem Jahr „Privatier“ wegen Abfindungszahlung und möchte den maximalen
    Einzahlungsbetrag in Höhe von ca.23.000 EUR als einmalige Zahlung in 2017 leisten.
    Da mir aber auch noch ca 11 Monate fehlen, um meine 35 Jahre Beitragsjahre für die
    Rente mit Abschlägen zu erreichen, frage ich mich, ob sich diese Einmalzahlung
    auch auf die Beitragsmonate auswirkt 23.000:12) oder ob die Lücke von 11 Monaten bleibt,
    welche ich durch monatliche Mindestbeiträge zusätzlich noch tilgen muß?
    Vielen Dank für die Hilfe!

    • Hallo Raiba,

      es gibt zwei Möglichkeiten der Einzahlung in die GRV.

      Die eine ist zum Ausgleich der Minderung für eine vorgezogene Rente. Hier sind, nach Antrag, beliebige, auch mehrmalige Einzahlungen bis zum vollständigen Ausgleich möglich. Hier geht es nur um Geld und nicht um Monate!

      Die andere Möglichkeit sind freiwillige Rentenzahlungen in dem Jahr als Privatier. Auch das muss beantragt werden. Die Beitragshöhen sind:
      – Mindestbeitrag monatlich 84,15 Euro,
      – Höchstbeitrag monatlich 1.187,45 Euro.
      Hier wird auch der Rentenanspruch, der sonst im Jahr des Privatiers gleich bleibt, höher.

      Beide Varianten können auch kombiniert werden, so dass Du über Einzahlungen des Höchstbeitrages und Einzahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung auf den maximal steuerlich begünstigten Betrag in Höhe von 23.000,- kommen kannst.

      Viele Grüße, Hardy

    • Ich kann Hardys Aussagen zu 100% zustimmen. Für beide Ideen (monatliche Beiträge und Ausgleich der Abschläge) wäre es dringend anzuraten, eine Beratungsstelle der Rentenversicherung aufzusuchen.
      Nach Möglichkeit eine permanente Einrichtung (nennt sich glaube ich Service-Center) und nicht die oftmals angebotenen 1-2mal/wöchtentlichen Sprechstunden in den Räumen von Krankenkassen oder Stadtverwaltungen. Der Qualitätsunterschied ist erheblich! Zumindest nach meinen Erfahrungen.

      Gruß, Der Privatier

  34. Vielen Dank erst einmal für die vielen wertvollen Tipps die man hier bekommen kann!
    Meine Situation ist folgende: Arbeitsende 31.Mai 17 mit Aufhebungsvertrag und Abfindung
    90.000 Euro,bis Mai Brutto ca.17.000 Euro Einkommen.2017 keine weiteren Einkünfte wie ALG, ausser die meiner Frau ca. 16.000 Euro im Jahr.
    Ist es möglich meine 17.000 Euro Bruttoeinkommen ,wegen der Fünftelbesteuerung, durch Einzahlung in die GRV wegzubekommen.Dadurch mein Jahrebrutto auf null zu setzen?
    Alle Abfindungrechner im Netz sagen mir das diese 17.000 Verdienst meine Abfindung um ca.16.000 bis 14.000 vermindern.So hätte ich diesen Verdienst nicht dem Finanzamt sondern meiner Rente in 10 Jahren zukommen lassen.

    • Ja, natürlich ist das möglich. Ist sogar eine sehr gute und empfehlenswerte Möglichkeit meiner Meinung nach. Folgende Punkte wären dabei zu beachten:

      * Die hier im obigen Beitrag in erster Linie gemeinten regelmäßigen, monatlichen Beiträge sind dazu zwar auch geeignet, sehr viel effektiver ist aber eine Sonderzahlung zur Reduzierung der Abschläge für eine vorzeitige Rente.
      * Das geht nur auf Antrag (=>Rentenberatung) und die Summe muss man sich ausrechnen lassen, da kommen aber gerne mal so 30-50T€ zusammen.
      * Das ging bisher nur ab einem Alter von 55 Jahren, mit der neuen Flexirente wird das bereits ab 50 Jahren möglich sein.
      * Achtung: Die maximal steuerlich zu berücksichtigende Summe wird bereits durch die Abzüge vom Gehalt (beider Ehepartner) reduziert! Auch hier muss vorher gerechnet werden! Es könnte sein, dass nicht mehr viel übrig bleibt… 🙁

      Ansonsten bin ich genau derselben Meinung: Die Entscheidung, ob ich eine Summe lieber an das FA oder an die RV zahle, ist für mich sehr einfach. 😉

      Gruß, Der Privatier

      • Du schreibst: Das ging bisher nur ab einem Alter von 55 Jahren

        Ich habe dies letztes Jahr aber bereits mit 52 Jahren geleistet…

        • Ja, habe ich in einem anderen Kommentar von Dir schon gelesen. Und mich darüber gewundert…
          Wohlmöglich war dies bisher eine „Kann“-Möglichkeit und mit der neuen Flexirente hat man nun einen definierten Anspruch. So könnte ich mir das erklären.

          Gruß, Der Privatier

    • Hallo Martin,

      als Verheirateter hast Du bei Zusammenveranlagung den doppelten Betrag für Vorsorgeaufwendungen zur Verfügung; also fast 46000,- €. Bei rund 20% Rentenversicherung auf eure beiden Einkommen sind davon erst rund 6600,- € verbraucht. Dasselbe noch mal für Kranken- und Pflegeversicherungen, sowie sonstige Vorsorgeaufwendungen. Bleiben immer noch über 32000,- €. Alles nur überschlägig!

      Da Du noch 10 Jahre bis zur Rente hast, solltest Du über freiwillige Zahlungen in 2017 nachdenken. Die dadurch erworbenen Rentenzeiten könnten später nützlich sein.

      Ich würde zunächst den maximalen Betrag als freiwillige, monatliche Einzahlungen leisten und erst danach Beiträge zur Minderung der vorgezogenen Rente einzahlen. Der Grund dafür ist, dass Du Beiträge zur Minderung der Rente auch noch in den Folgejahren leisten kannst, die freiwilligen Zahlungen aber nur in diesem Jahr. Steuerlich betrachtet sind beides Vorsorgeaufwendungen, also gleichwertig im Sinne der Steuerverminderung.
      Mit der freiwilligen Zahlung des Höchstbeitrages erhöhst Du außerdem Deine Rente.

      Einzahlungen zur Minderung einer vorgezogenen Rente können auch in den Folgejahren, in denen Du wieder einer Beschäftigung nachgehst, interessant sein. Allerdings sinkt die Höhe der steuerlichen Wirkung jedes Jahr.

      Für diese Berechnungen kannst Du die Abfindungsrechner im Netz vergessen; besorge Dir ein Steuerprogramm. Dort kannst Du besser sehen, wie sich die Vorsorgezahlungen auswirken.

      Viele Grüße, Hardy

      • Ich kann Hardy hier nur zustimmen. Er hat ein bisschen mehr ins Detail gedacht als ich mit meiner ersten Antwort:

        * Für die Altersvorsorge kann 2017 max. ein Betrag von 46.724€ steuerlich berücksichtigt werden. Von dden gesamten Betrag werden dann 84% berücksichtigt, so dann man 2017 auf eine Höchstsumme von 39.248€ kommt (für gemeinsam veranlagte Ehepaare).
        * Kranken-, Pflege- und andere Versicherungen werden dabei nicht berücksichtigt, jedoch die über den Arbeitgeber eingezahlten Beiträge zur GRV.
        * Am Ende bleiben dann wohl aber noch ca. 32.000€ übrig, die investiert werden könnten.

        * Wie Hardy schon sagte, wäre es sicher eine gute Idee, sowohl die fehlenden Monate mit freiwilligen Beiträgen zu füllen, als auch die verbleibende Restsumme (soweit nötig) zum Rückkauf der Abschläge zu verwenden.
        * In jedem Fall wäre vorab eine Rentenberatung inkl. Berechnung der Daten dringend zu empfehlen.

        Gruß, Der Privatier

        • Nur zur Vervollständigung:

          Sowohl die Zahlung von freiwilligen Beiträgen, als auch die Zahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung muss bei der DRV beantragt werden.
          Das kann man sicher auch im Rahmen der Rentenberatung erledigen.

          Viele Grüße, Hardy

          • Hallo an die Gemeinde,
            verfolge den Blog seit längerer Zeit mit großem Interesse. Benötige Hilfe in Bezug auf meine leider etwas eingeschränkten Mathe-Fähigkeiten.
            Fakten: Aufhebungsvertrag und Abfindung zum 28.02.2017. Dispojahr bis 28.02.2018. Ich möchte dieses Jahr noch eine Einmalzahlung an die DRV entrichten, teils wg. Steueroptimierung, teils wg. partiellem Ausgleich der zukünftigen Rentenabzüge (Plan: vorgezogene Rente ab 63).
            Bin momentan bei folgender Kalkulation:
            Rentenbeitrag AG für 1+2/2017 = € 1.188
            Rentenbeitrag AN für 1+2/2017 = € 1.188
            Geplante Einmalzahlung an RV = € 20.986
            Gesamtsumme Renteneinzahlung = € 23.362 (max. 2017)
            davon steuerlich relevant 84% = € 19.624
            minus Rentenbeitrag AG = € 1.188
            Steuerliche Berücksichtigung = € 18.436

            Habe ich hier richtig gerechnet ??

            Selbstverständlich soll hier keineswegs eine steuerliche Beratung erfolgen, sondern lediglich meine Mathe-Kenntnisse überprüft werden.
            Herzlichen Dank und eben solche Grüße, Clementine

          • Ja, ich komme zu demselben Ergebnis.
            Und ich war in Mathe eigentlich immer ganz gut. Nur mit dem Rechnen hatte ich schon mal Probleme. 😉

            Scherz beiseite: Ich sehe keinen Fehler.

            Gruß, Der Privatier

  35. M.E. wurde bei der gesamten Diskussion bislang ein großer Vorteil der GRV völlig außer acht gelassen: Was bleibt euch nach der nächsten großen Finanzkatastrophe, von denen meine Großeltern 2 und meine Eltern 1 erlebt haben, von all euren Renditeoptimierungen um ein paar %-Punkte hin oder her? Da ich mit 58 noch keine erlebt habe, kann es rein statistisch nicht mehr allzu lange bis zur nächsten dauern, worauf alle großen Zentralbabken weltweit ja auch nach Kräften hinarbeiten. Und bei solch einer hochwahrscheinlichen Prognose, die jede Renditeoptimierung zunichte macht, sollte doch eigentlich die Optimierung der eigenen Überlebenschancen danach die erste Prio der Diskussion sein, oder warum nicht? Für mich ist da maximale Diversifikation der Anlagen das Mittel der Wahl und die GRV konkurrenzlos. Insbes. mein selbständiger Großvater aus Ostpreußen, der 2 mal praktisch alles außer seiner GRV verloren hat, hat folglich immer die maximalen Beitragssätze ausgeschöpft und ich kann das in Anbetracht seines trotzdem sehr hohen Lebensstandards bis ans selige Ende und des hohen Erbes nur jedem empfehlen.

    • Danke für die Anmerkung.
      Ich selber sehe zwar nicht unbedingt den nahenden Untergang kommen, dennoch fürchte ich aber durchaus empfindliche Rückgänge auf den Aktien- und Anleihen-Märkten. Und dann ist es ganz sicher sehr gut, auf möglichst vielen Beinen zu stehen.

      Wer nur ein Aktien- oder auch aktienbasiertes ETF-Depot hat, wird u.U. sehr lange warten müssen, bis sich das wieder erholt hat! Jede weitere Anlageklasse reduziert das Risiko ein bisschen mehr. Ob dies nun im ersten Schritt Anleihen sind, Edelmetalle oder auch Investitionen in Immobilien, ist dann erst einmal zweitrangig.

      Und eine Rentenversicherung gehört ganz sicher auch zu den tragenden Säulen. Eine endgültige und 100%ige Sicherheit wird man zwar nirgendwo bekommen, aber die gesetzliche Rentenversicherung halte ich aktuell auch für recht sicher.

      Und darum überlege ich auch immer noch, ob ich in diesem Jahr nicht einen Teil meiner realisierten Erträge aus Aktien/Anleihen in die Rentenversicherung einzahle. Habe ich im Beitrag über die Einmalzahlungen schon einmal kurz angesprochen.

      Gruß, Der Privatier

      • Ja, das Thema der freiwilligen Aufstockung wurde hier schon mehrfach behandelt aber immer nur unter Renditegesichtspunkten, was ich nicht nachvollziehen kann. Denn die Sicherheit der GRV ist nicht nur quantitativ höher sondern qualitativ eine ganz andere, da keine Geld- oder Sachwerte sondern Anrechtspunkte auf Umlagebasis der zukünftigen Arbeitskräfte, daher eine viel bessere. ALLE anderen Anlageformen sind verschiedenen Katastrophen daher schon zum Opfer gefallen, die GRV m.W. jedoch noch nie, solange der entspr. Staat noch mit Arbeitskräften existiert, was dann wohl das einzige Risiko für die GRV ist. Und das ist m.E. für den wohl einflussreichsten EU-Staat nun wirklich vernachlässigbar klein. Daher würde ich praktisch absolut sicher sagen, oder warum nicht?
        Ich will ja niemandem Angst machen, aber hält jemand unser Finanzsystem für so robust, dass Renditegesichtspunkte so im Vordergrund stehen? Ich würde die Zurückhaltung der Rentenberater eher so deuten, dass die wegen der enormen Lasten, die auf die GRV zukommen und unter allen Umständen bedient werden müssen, zur Zurückhaltung angehalten werden. Auch die Begrenzung der maximalen Beitragssätze ist Ausdruck für diese unabdingbaren zukünftigen Lasten für den Staat und somit höchste Sicherheit. D.h. m.E. höchste Attraktivität für Versicherte aus allen genannten Gründen.
        Für mich spielt die Rendite überhaupt keine Rolle bei der GRV, denn ich erwerbe mir damit ein Anrecht auf einen vom deutschen Staat garantierten Anteil an der Arbeitsleistung zukünftiger Arbeitskräfte in D, die ich auf keinem anderen Wege erwerben kann und vorrangig vor Forderungen aus allen anderen Finanzanlagen ist. Und dieses Anrecht kann doch wohl gar nicht groß genug sein, wenn ich überhaupt nicht ausschließen kann, dass alle anderen Anlagen mit wesentlich höherem Risiko ausfallen können.

      • Wir sind uns insofern einig, dass auch ich denke: „Die Rente ist sicher“ (Zitat N.Blüm).

        Aber sie beruht auf vielen Parametern und wird permanent durch Veränderungen vieler Stellschrauben an die sich verändernden Bedingungen angepasst. Und was dann am Ende dabei herauskommt, ist dann keinesfalls mehr sicher.

        Während sich unsere Großeltern und Eltern noch weitgehend und ausschließlich auf die Rente im Alter verlassen haben, sieht das für meine Generation, die gerade in Rente geht oder das in Kürze vorhat, schon schlechter aus. Über zukünftige Generationen erst gar nicht zu reden.

        Wie gesagt: Ich mache mir um meine Rente keinerlei Sorgen, aber ich bin mehr als froh, dass es nicht mein einziges Standbein ist, auf das ich mich verlassen muss. Von daher halte ich die Verteilung der zur Verfügung stehenden Mittel für sehr viel sinnvoller, als ein „so viel wie möglich“ in nur eine Anlageklasse zu stecken.

        Gruß, Der Privatier

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