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Steuerlicher Höchstbetrag zur Basisrentenversicherung — 11 Kommentare

  1. Auch zu bedenken:
    Solange man einen Angehörigen pflegt und die Pflegeversicherung dafür in die Rentenversicherung einzahlt, kann man selbst keine weiteren Beiträge dort einzahlen. Eigene Einzahlungen sind nur möglich, wenn für diesen Zeitraum keine Pflichtbeiträge, egel ob vom Arbeitgeber oder der Pflegeversicherung, gezahlt werden.

    • Diese Rückfrage von mir sollte eigentlich der Antwort von Chris angehängt werden und sich darauf beziehen. Ich dachte, dass ich da auch richtig auf „antworten“ geklickt hatte. Naja, hat dennoch irgendwie nicht geklappt.

    • Die Aussage von Chris ist nur dann korrekt, wenn sie sich auf freiwillige Beiträge bezieht, mit denen Beitragszeiten belegt werden sollen und somit definierten Monaten zugeordnet werden sollen. Solche Einzahlungen sind nur möglich, wenn für diese Monate nicht bereits Pflichtbeträge gezahlt wurden bzw. zukünftig noch bezahlt werden.

      Dies alles betrifft aber NICHT Einzahlungen, die zum Ausgleich von Abschlägen für eine vorzeitige Inanspruchnahme von Renten eingezahlt werden. Dies geht ganz unabhängig von anderen Zahlungen (aber nur nach Antrag!).

      Gruß, Der Privatier

  2. Nochmals zur Klarstellung zum Thema wer zahlt auf welches Konto bei Verheirateten:
    Ich erhielt die Abfindung im Januar diesen Jahres, vermeide weiteres Einkommen in diesem Kalenderjahr. Meine Frau ist weiterhin abhängig beschäftigt und darüber rentenversicherungspflichtig.
    Kann ich jetzt die offene Lücke zu Ihrem Höchstbetrag von meiner Abfindung schliessen (neben meinen eigenen 25.787€), auch wenn wir in diesem Jahr wegen der Abfindung getrennt veranlagt werden?

    Viele Grüße
    boxerfan

    • Die Fragestellung kann man auf verschiedene Arten verstehen.

      Mit V0210 (Ausgleich späterer Rentenminderung) kann man auch in Zeiträumen „einzahlen“, die schon mit Pflichtbeiträgen belegt sind. Also ja.

      Woher das Geld für die Ausgleichszahlung kommt ist egal, auch der Gatte kann für die Gattin von seinem Girokonto überweisen/bezahlen oder umgekehrt. Der Gatte kann auch der Gattin Geld schenken und die Gattin überweist selbst. Also doppelt ja.

      Wie sieht es bei der Steuer aus?
      Kann man das bei Zusammenveranlagung absezten? Klar, also ja.
      Kann der Gatte die Ausgleichszahlung auf das Rentenkonto der Gattin bei Getrenntveranlagung „absetzen“? M.E. nein, das kann nur die Gattin selbt von „ihrer“ Steuer absetzen.

    • Moin boxerfan,

      „Kann ich jetzt die offene Lücke zu Ihrem Höchstbetrag von meiner Abfindung schliessen (neben meinen eigenen 25.787€), auch wenn wir in diesem Jahr wegen der Abfindung getrennt veranlagt werden?“

      JA!

      Es muss jeder Ehepartner einen „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“ … mit Formular V0210 (und V0211*) stellen.

      Mit V0210 können Abschläge zwischen dem 63. Lebensjahr bis zur Regelaltersgrenze (nach 1964 Geborene bis zum 67. Lebensjahr) ausgeglichen werden.
      Auf dem Einzahlungsbeleg ist die jeweilige Versicherungsnummer und zusätzlich „Verwendungszweck – RM“ einzutragen (RM=Rentenminderung).

      Bei einer Getrennt-Veranlagung muss jeder für sich das Steuerformular „Anlage Vorsorgeaufwand“ ausfüllen (die jeweilige Einzahlung ist in Zeile 6 einzutragen).

      Vorsichtshalber noch einmal mit einem Steuerprogramm durchrechnen … Zusammenveranlagung vs. Einzelveranlagung.

      Gruß
      Lars

      *V0211 vom AG ausfüllen lassen
      (von den 25787€ werden in 2021 nur 92% steuerlich anerkannt)

      • Ergänzung:

        und so wie eSchorsch schon geschrieben hatte … „das kann nur die Gattin selbst von IHRER Steuer absetzen“, bei einer Einzelveranlagung!

        Gruß
        Lars

    • Moin Boxerfan
      Betr. Klarstellung :
      eSchorsch hat das ja schon weitgehend beantwortet .
      Boxerfan ist Versicherungsnehmer mit Nr. XXX und hat da eigene Vertragsinhalte
      und Bedingungen bei der DRV ( oder anderer Basisversicherung ) .
      Frau vom Boxerfan ist Versicherungsnehmer mit Nr. YYY und hat da vermutlich
      NICHT die gleichen Bedingungen wie XXX , sondern auch eigene Inhalte und Bedingungen ,
      halt die der Vers. Nr. YYY bei der DRV oder halt der anderen Basisversicherungen .
      ( Einer der Gründe , warum es bei einer Scheidung einen Ausgleich bei der DRV gibt )

      Bei einer Zusammenveranlagung zählen BEIDE Personen als 1 Person bei der Steuer
      ( FA ) daher ja auch ZUSAMMENVERANLAGUNG , aber NICHT bei der DRV = Einzelne
      Verträge ( Personenbezogen ) mit jeweils einzelnen Vertragsinhalten für Vertrag
      XXX ( Mann ) und YYY ( Frau ) . Für DRV , EGAL ob Zusammenveranlagt oder nicht .

      Wenn jetzt die Lücke geschlossen werden soll = A) Schenkung von XXX nach YYY
      ( ohne steuerliche Berücksichtigung bei Einzelveranlagung der Abfindung , außer
      des Freibetrages von Schenkungen . Schmilzt dann ab , innerhalb von 10 Jahren )
      oder B) Zusammenveranlagt und als 1 Einkommen der Ehegemeinschaft zu sehen
      ( Vermögensverschiebung aber trotzdem , da ja YYY nicht die Abfindung erhält ,
      sondern XXX ) .

      Insofern kann dann XXX mit Abfindung die Einzelveranlagung wählen und auch
      nur einen einzelnen Betrag berücksichtigen , oder die Zusammenveranlagung
      XXX mit YYY und beide Beträge berücksichtigen , EGAL ob bei XXX oder YYY
      eingezahlt wird , oder YYY etwas Schenken . XXX zahlt dann bei XXX ein , und
      YYY zahlt bei YYY ( Vertragskonform ) ein . Bei Zusammenveranlagung halt
      doppelten Betrag von XXX ( da ja YYY noch dazu kommt ) , bei Einzelveranlagung
      halt nur einfachen Betrag von XXX ( da ja YYY eigene Grenzen hat ) .
      Und wie Lars schon geschrieben hat , max 92% . Wie Peter schon geschrieben hat ,
      bei ZUSAMMENVERANLAGUNG , können beide Beitragsteile in Vertrag XXX oder YYY
      untergebracht werden . Bei Einzelveranlagung m.M.n. nur im jeweiligen Vertrag .

      LG Det

      • PS
        Insbesondere das unterschiedliche ( Langlebigkeits ) Risiko des Vertraginhaltes
        von Vertrag XXX vs YYY kann dann ggf. zu einem bedenken der Wettbedingungen
        via Einzel oder Zusammenveranlagung führen und auch ggf. WOHIN damit .
        Einzelfragen zu den verschiedenen Puzzelteilchen bei XXX oder YYY .

        LG Det

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