Kommentare

Steuerlicher Höchstbetrag zur Basisrentenversicherung — 30 Kommentare

  1. Auch zu bedenken:
    Solange man einen Angehörigen pflegt und die Pflegeversicherung dafür in die Rentenversicherung einzahlt, kann man selbst keine weiteren Beiträge dort einzahlen. Eigene Einzahlungen sind nur möglich, wenn für diesen Zeitraum keine Pflichtbeiträge, egel ob vom Arbeitgeber oder der Pflegeversicherung, gezahlt werden.

    • Diese Rückfrage von mir sollte eigentlich der Antwort von Chris angehängt werden und sich darauf beziehen. Ich dachte, dass ich da auch richtig auf „antworten“ geklickt hatte. Naja, hat dennoch irgendwie nicht geklappt.

    • Die Aussage von Chris ist nur dann korrekt, wenn sie sich auf freiwillige Beiträge bezieht, mit denen Beitragszeiten belegt werden sollen und somit definierten Monaten zugeordnet werden sollen. Solche Einzahlungen sind nur möglich, wenn für diese Monate nicht bereits Pflichtbeträge gezahlt wurden bzw. zukünftig noch bezahlt werden.

      Dies alles betrifft aber NICHT Einzahlungen, die zum Ausgleich von Abschlägen für eine vorzeitige Inanspruchnahme von Renten eingezahlt werden. Dies geht ganz unabhängig von anderen Zahlungen (aber nur nach Antrag!).

      Gruß, Der Privatier

  2. Nochmals zur Klarstellung zum Thema wer zahlt auf welches Konto bei Verheirateten:
    Ich erhielt die Abfindung im Januar diesen Jahres, vermeide weiteres Einkommen in diesem Kalenderjahr. Meine Frau ist weiterhin abhängig beschäftigt und darüber rentenversicherungspflichtig.
    Kann ich jetzt die offene Lücke zu Ihrem Höchstbetrag von meiner Abfindung schliessen (neben meinen eigenen 25.787€), auch wenn wir in diesem Jahr wegen der Abfindung getrennt veranlagt werden?

    Viele Grüße
    boxerfan

    • Die Fragestellung kann man auf verschiedene Arten verstehen.

      Mit V0210 (Ausgleich späterer Rentenminderung) kann man auch in Zeiträumen „einzahlen“, die schon mit Pflichtbeiträgen belegt sind. Also ja.

      Woher das Geld für die Ausgleichszahlung kommt ist egal, auch der Gatte kann für die Gattin von seinem Girokonto überweisen/bezahlen oder umgekehrt. Der Gatte kann auch der Gattin Geld schenken und die Gattin überweist selbst. Also doppelt ja.

      Wie sieht es bei der Steuer aus?
      Kann man das bei Zusammenveranlagung absezten? Klar, also ja.
      Kann der Gatte die Ausgleichszahlung auf das Rentenkonto der Gattin bei Getrenntveranlagung „absetzen“? M.E. nein, das kann nur die Gattin selbt von „ihrer“ Steuer absetzen.

    • Moin boxerfan,

      „Kann ich jetzt die offene Lücke zu Ihrem Höchstbetrag von meiner Abfindung schliessen (neben meinen eigenen 25.787€), auch wenn wir in diesem Jahr wegen der Abfindung getrennt veranlagt werden?“

      JA!

      Es muss jeder Ehepartner einen „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“ … mit Formular V0210 (und V0211*) stellen.

      Mit V0210 können Abschläge zwischen dem 63. Lebensjahr bis zur Regelaltersgrenze (nach 1964 Geborene bis zum 67. Lebensjahr) ausgeglichen werden.
      Auf dem Einzahlungsbeleg ist die jeweilige Versicherungsnummer und zusätzlich „Verwendungszweck – RM“ einzutragen (RM=Rentenminderung).

      Bei einer Getrennt-Veranlagung muss jeder für sich das Steuerformular „Anlage Vorsorgeaufwand“ ausfüllen (die jeweilige Einzahlung ist in Zeile 6 einzutragen).

      Vorsichtshalber noch einmal mit einem Steuerprogramm durchrechnen … Zusammenveranlagung vs. Einzelveranlagung.

      Gruß
      Lars

      *V0211 vom AG ausfüllen lassen
      (von den 25787€ werden in 2021 nur 92% steuerlich anerkannt)

      • Ergänzung:

        und so wie eSchorsch schon geschrieben hatte … „das kann nur die Gattin selbst von IHRER Steuer absetzen“, bei einer Einzelveranlagung!

        Gruß
        Lars

    • Moin Boxerfan
      Betr. Klarstellung :
      eSchorsch hat das ja schon weitgehend beantwortet .
      Boxerfan ist Versicherungsnehmer mit Nr. XXX und hat da eigene Vertragsinhalte
      und Bedingungen bei der DRV ( oder anderer Basisversicherung ) .
      Frau vom Boxerfan ist Versicherungsnehmer mit Nr. YYY und hat da vermutlich
      NICHT die gleichen Bedingungen wie XXX , sondern auch eigene Inhalte und Bedingungen ,
      halt die der Vers. Nr. YYY bei der DRV oder halt der anderen Basisversicherungen .
      ( Einer der Gründe , warum es bei einer Scheidung einen Ausgleich bei der DRV gibt )

      Bei einer Zusammenveranlagung zählen BEIDE Personen als 1 Person bei der Steuer
      ( FA ) daher ja auch ZUSAMMENVERANLAGUNG , aber NICHT bei der DRV = Einzelne
      Verträge ( Personenbezogen ) mit jeweils einzelnen Vertragsinhalten für Vertrag
      XXX ( Mann ) und YYY ( Frau ) . Für DRV , EGAL ob Zusammenveranlagt oder nicht .

      Wenn jetzt die Lücke geschlossen werden soll = A) Schenkung von XXX nach YYY
      ( ohne steuerliche Berücksichtigung bei Einzelveranlagung der Abfindung , außer
      des Freibetrages von Schenkungen . Schmilzt dann ab , innerhalb von 10 Jahren )
      oder B) Zusammenveranlagt und als 1 Einkommen der Ehegemeinschaft zu sehen
      ( Vermögensverschiebung aber trotzdem , da ja YYY nicht die Abfindung erhält ,
      sondern XXX ) .

      Insofern kann dann XXX mit Abfindung die Einzelveranlagung wählen und auch
      nur einen einzelnen Betrag berücksichtigen , oder die Zusammenveranlagung
      XXX mit YYY und beide Beträge berücksichtigen , EGAL ob bei XXX oder YYY
      eingezahlt wird , oder YYY etwas Schenken . XXX zahlt dann bei XXX ein , und
      YYY zahlt bei YYY ( Vertragskonform ) ein . Bei Zusammenveranlagung halt
      doppelten Betrag von XXX ( da ja YYY noch dazu kommt ) , bei Einzelveranlagung
      halt nur einfachen Betrag von XXX ( da ja YYY eigene Grenzen hat ) .
      Und wie Lars schon geschrieben hat , max 92% . Wie Peter schon geschrieben hat ,
      bei ZUSAMMENVERANLAGUNG , können beide Beitragsteile in Vertrag XXX oder YYY
      untergebracht werden . Bei Einzelveranlagung m.M.n. nur im jeweiligen Vertrag .

      LG Det

      • PS
        Insbesondere das unterschiedliche ( Langlebigkeits ) Risiko des Vertraginhaltes
        von Vertrag XXX vs YYY kann dann ggf. zu einem bedenken der Wettbedingungen
        via Einzel oder Zusammenveranlagung führen und auch ggf. WOHIN damit .
        Einzelfragen zu den verschiedenen Puzzelteilchen bei XXX oder YYY .

        LG Det

  3. Hallo,
    da habe ich auch mal eine Verständnisfrage.
    Wie ich verstanden habe, kann man für 2021 einen Höchstbetrag zur Basisrentenversicherung von max. 51.574€ für gemeinsam veranlagte Ehepaare veranschlagen.
    Jetzt bekomme ich in diesem Jahr nur meine Abfindung und sonst kein weiteres Gehalt und gebe das in meinem Steuerprogramm (Steuertipps) unter Art der Einnahmen = „Abfindung (ausschließlich)“ ein. Dazu ist noch die Tätigkeit anzugeben, aus der die Abfindung resultiert, in meinem Fall Tätigkeit = „Angestellter/Arbeiter [sozialversichert]“.
    Wenn ich nun Werte für Basisrentenversicherung in das Steuerprogramm eingebe, dann zeigt sich das nur bis ca. 35000€ aber nicht bis 51.574€ steuerwirksam ?!?!?
    Diese Einschränkung ist gleich wie bei Eingabe Tätigkeit = Beamter oder Richter
    Nur wenn man als Tätigkeit = Sozialversicherungsfrei [z.B. kurzfr. Beschäftigung] oder Sonstiges eingibt, kann man denn vollen Basisrentenversicherungsbeitrag von ca. 51.574€ steuerwirksam einbringen .
    Hat da jemand eine Erklärung für die Reduktion ? Ich würde gerne ermitteln, ob sich eine zusätzliche Rürup Rente in diesem Jahr lohnt.

    • Für gewisse Berufsgruppen (u.a. Beamte oder Richter) wird ein Abzug vom Maximalbetrag vorgenommen (steht auch so oben im Beitrag). Hier scheint es offenbar bei der Steuertipps-Software ein Problem zu geben. Wir hatten diesen Fall vor einiger Zeit schon einmal: https://der-privatier.com/kap-6-8-2-freiwillige-einmalzahlungen-in-die-rentenversicherung/#comment-32224

      Der Betroffene hat das Problem ganz einfach dadurch gelöst, dass er die Art der Einnamen auf „Aktive Tätigkeit“ geändert hat. Diese Angabe ist ohnehin nur für die Software von Interesse und erscheint nicht in der Steuererklärung.

      Sofern man nicht einer der Berufsgruppen angehört, für die der AG alleine für die Altersvorsorge sorgt, darf es keine Reduzierung des Maximalbetrages geben.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,

        erst einmal vielen Dank für deine promote Rückmeldung, sowie auch für deine wirklich herausragende und super Unterstützung, sowie Informationen rund um das Thema wie man vorzeitig und richtig in Rente geht. Ich habe beide deiner Bücher gekauft uund bin nun seit Ende 2020 auch als Privatier unterwegs. Daher auch die momentanen Überlegungen zur Basisrentenbeiträgen für Steuerminimierung bei der Abfindung.
        Dein Antwort scheint mir plausibel, dass bei Beamten , deren Rentenbeiträge komplett vom Staat bezahlt werden hier ein Abzug zum Tragen kommt. Ich aber war Angestellter bei einer größeren Firma und da sollte der Höchstsatz doch gelten.
        Danke auf für den Link auf auf den bisherigen Beitrag, den hatte ich nicht mitbekommen.
        Ich werden Steuertipps anschreiben und hinterfragen, ob da ein Programmfehler vorliegt, weil ich will schon sicher sein, dass einmalige Beiträge in eine Rürup Versich. in diesem Jahr dann sich auch steuerlich wirksam zeigen.
        LG Blu

        • Den Support von Steuertipps anzuschreiben, ist eine gute Idee! Und bitte einmal hier die Antwort/Lösung mitteilen. Falls es denn eine gibt…

          Die Steuertipps-Software hat seit diesem Jahr mit einer Vielzahl von Problemen zu kämpfen und man hat stellenweise den Eindruck, Support und Software-Entwickler kommen mit der Bearbeitung der Fehler nicht hinterher. Das letzte große Update ist erst seit wenigen Tagen veröffentlicht, aber offenbar gibt es immer noch Fehler.
          Ich selber habe mich bereits vor einiger Zeit entschlossen, das langjährige Abo zu kündigen (s. Beitrag: https://der-privatier.com/top-oder-flop-folge-40-steuerprogramme ).

          Gruß, Der Privatier

          • …werde ich machen.
            Hatte auch schon im Herbst die geänderte und userunfreundliche Speicherfunktion in der aktuellen Version bemängelt, was ja jetzt wieder mit dem letzten Update korrigiert wurde.

  4. Hallo, heute bin ich mal wieder mit einer Frage dran:

    Wie sieht die Rechnung zum steuerlichen Höchstbetrag aus, während man ALG I bezieht?

    Während des Bezugs von ALG I bekommt man Entgeltpunkte angerechnet; berechnet von 80% des Bemessungsentgelts. Dabei ist es dem Bezieher egal, ob die Agentur tatsächlich Geld an die DRV zahlt oder hier nur Zahlenwerte geliefert werden.

    Geht das Finanzamt dann bei der Steuererklärung von einem (fiktiven) RV-Beitrag aus, der von den 25.787 € bzw. 51.574 € schon mal abgezogen wird?
    Oder ist für das Finanzamt hier nur der Progressionsvorbehalt des ALG I wichtig, den man ja mit einer Einzahlung in die (Basis-) Rente durchaus kompensieren könnte?
    (Die Verkomplizierung, wenn die Ehefrau gleichzeitig als Beamtin gute Bezüge bekommt, lasse ich hier erstmal weg, das kommt später…)

    Grüße aus dem sonnigen Norden, Bert

    • Moin Bert,

      „Geht das Finanzamt dann bei der Steuererklärung von einem (fiktiven) RV-Beitrag aus, der von den 25.787 € bzw. 51.574 € schon mal abgezogen wird?“

      NEIN!
      Unser Steuerbescheid für 2020 ist am letzten Freitag eingetroffen. Entgeltersatzleistungen (bei uns KUG) schmälern nicht die oben genannten max. Höchstbeträge.

      „Oder ist für das Finanzamt hier nur der Progressionsvorbehalt des ALG I wichtig, den man ja mit einer Einzahlung in die (Basis-) Rente durchaus kompensieren könnte?“

      JA!

      Gruß
      Lars

      • Hallo Lars, dann müsste meine Idee ja aufgehen (Plan):

        2 Jahre Bezug ALG I: ca. 3,2 EP
        plus
        Einzahlungen aus ALG: ca. 4,0 EP

        Dabei würde ich ca. 50% des ALG für die Rente (DRV oder priv.) aufwenden (Vorteil 1: mehr Rente) und den Progressionsvorbehalt stark reduzieren (Vorteil 2: weniger Steuern).
        Die anderen 50% des ALG sind schon anderweitig verplant; man will sich ja auch mal etwas gönnen…

        Jetzt noch das ALG I (ab 07/2021) durch eine geschickte Pause (07/2022-06/2023) auf 4 Kalenderjahre verteilen (Danke an den Privatier für den Tipp), damit meine ratierliche Abfindung nicht zu sehr „progressiert“ wird, und ich bin auf dem besten Weg zum Privatier 😉

        Grüße, Bert

        • Moin Bert,

          3,2 EP für 2 Jahre ALG1? 😊 Ja, dann lagst du bei/über der BB-Grenze zur RV+ALG.
          Also, während der ALG1-Phase:
          max. 2,05EP x 80%/Jahr = 1,6 EP x 2 Jahre (ALG1) = 3,2EP (gerundet)

          Zusätzliche DRV-Einzahlungen (ALG1 Phase) geht dann aber nur mit Formular V0210 (§187a SGB VI), also „Beitragszahlungen zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente“. Einzahlung mit dem Antrag V0060 (freiwillige Einzahlung) geht nicht, da durch ALG1 in dieser Zeit die Beitragsmonate schon belegt werden.

          „(Die Verkomplizierung, wenn die Ehefrau gleichzeitig als Beamtin gute Bezüge bekommt, lasse ich hier erstmal weg, das kommt später…)“

          Bitte beachten (siehe oben der Hinweis vom Privatier): die Ehefrau (Beamtin) fällt in die Personengruppe nach § 10 Abs. 3 Satz 3 Nr.1 EStG und damit tritt eine Kürzung des Höchstbetrages ein.

          Und zur Thematik Einzahlungen in die DRV:
          Rechtzeitig einen Beratungstermin bei der DRV buchen und evt. das Formular V0210 schon vorausgefüllt zum Gespräch mitnehmen.

          Gruß
          Lars

          PS: „Einzahlungen aus ALG: ca. 4,0 EP“
          … Blick in die Glaskugel: ~37K € Aufwand

  5. Ja, V0210 ist das Zauberwort.
    Mit dem Wissen über die Optionen kann ich heute viel besser planen. Dank an den Privatier.
    Zur Zeit kostet ein EP ca. 7.727 €, macht knapp 32 k€ für 4 EP, aber das wird über die Zeit sicherlich noch etwas teurer.

    Grüße, Bert

    • Moin Bert,

      4EP ~ 32K €, bei V0210 kommt aber der „Zugangsfaktor“ hinzu, d.h. der sollte noch berücksichtigt werden.

      „geschickte Pause (07/2022-06/2023)“ da hätte ich noch die Idee … Kombination aus V0060 + V0210 (in 2022 + 2023), V0060 hat den Vorteil, dass der Zugangsfaktor dort „1“ beträgt.

      Gruß
      Lars

      Anlage: Formular V0060 und V0210

      https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/V0210.html

      https://www.deutsche-rentenversicherung.de/SharedDocs/Formulare/DE/_pdf/V0060.html

      • Hallo Lars,
        jetzt hast du mich etwas verwirrt.

        Ich dachte, dass man, egal ob via V0060 oder V0210, effektiv Entgeltpunkte zum jeweils aktuellen Kurs kauft und erst mit Renteneintritt der dann gültige Zugangsfaktor zum Tragen kommt. Als individueller Auszahlungsabschlag.

        Der Zugangsfaktor im Nenner der Formel für die Berechnung nach V0210…

        Ausgleichsbetrag = (Minderung der persönlichen Entgeltpunkte x Durchschnittsentgelt x Beitragssatz) / Zugangsfaktor

        … sorgt dafür, dass man am Ende mehr Entgeltpunkte kaufen muss als ursprünglich gemindert wurden, denn auch auf diese neuen EP wird ja später ebenfalls der Zugangsfaktor <1 angewendet.

        Wo ist mein Denkfehler?

        Grüße, Bert

        • Moin Bert,

          kein Denkfehler, der Zugangsfaktor <1 (Rentenminderung) kommt später ins Spiel (Abschlag), die Höhe hängt davon ab, wieviel früher man in Rente geht.

          Beispiel:
          Jahrgang 01/1964 damit Regelaltersgrenze = 67 Jahre / bei einem Rentenbeginn mit 63 Jahren = Abschlag für 4 Jahre:

          48 Monate x 0,3%/Monat = 14,4% Abschlag (Zugangsfaktor 0,856)
          In der Renteninformation werden die mit V0210 gekauften Rentenpunkte mit "1" bewertet, erst bei einen frühzeitigen Renteneintritt wird der entsprechende Zugangsfaktor festgelegt.

          Noch ein kleiner Hinweis aus der GRA zum §76a SGB VI: (betrifft neue Bundesländer)

          "Zuschläge an Entgeltpunkten aus Zahlung von Beiträgen bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters":

          "Durch das Rentenüberleitungs-Abschlussgesetz vom 17.07.2017 (BGBl. I S. 2575) tritt zum 01.07.2024 der aktuelle Rentenwert an die Stelle des aktuellen Rentenwerts (Ost). Ab diesem Zeitpunkt sind Beiträge, die zum Ausgleich eines Abschlags an Entgeltpunkten (Ost) gezahlt werden und nicht als vor dem 01.07.2024 gezahlt gelten, wie Beiträge zu behandeln, die zum Ausgleich eines Abschlags an Entgeltpunkten gezahlt werden (AGFAVR 2/2017, TOP 8). Für die Ermittlung des Zuschlags an Entgeltpunkten ist dann nur noch der jeweilige Umrechnungsfaktor für Entgeltpunkte aus den amtlichen Rechengrößen zur Durchführung des Versorgungsausgleichs maßgeblich."

          Gruß
          Lars

          • Ok, Danke.
            Dann bleibt es für mich dabei, dass ich je nach Bedarf und Möglichkeit Entgeltpunkte kaufen werde.
            Die Auskunft nach V0210 bildet den vorläufigen Rahmen.
            Grüße, Bert

  6. Hallo,

    wie verhält es sich mit privaten Einzahlungen in die Rentenkasse (oder Rürup) im Jahr der Arbeitslosigkeit? Die Rentenkasse erhält ja ungefähr 80% des zuvor von AG+AN bezahlten Beitrags vom Arbeitsamt. Gilt der Betrag, den das Arbeitsamt leistet genauso als wäre er von AN und AG geleistet worden? Auf welchen Betrag wären dann die Beiträge, die der AN steuerlich wirksam leisten kann, limitiert?

    Vielen Dank für eure Beiträge!

    Tim

    • Moin Tim,

      „Gilt der Betrag, den das Arbeitsamt leistet genauso als wäre er von AN und AG geleistet worden?“

      Ja!

      „wie verhält es sich mit privaten Einzahlungen in die Rentenkasse (oder Rürup) im Jahr der Arbeitslosigkeit?“

      Bezogen auf 2021 (Lediger):

      max. Altersvorsorgesumme 25786€, hiervon werden steuerlich 92% berücksichtigt = 23723€ (Verheiratete das Doppelte)

      ALG1 und andere Lohnersatzleistungen z.B. Krankengeld, Elterngeld, KUG etc.pp. schmälern diese Summe nicht.

      Allerdings!:
      ALG1 ist steuerfrei (unterliegt dem Progressionsvorbehalt), d.h. steuerlich kann man der RV-Einzahlung nicht viel entgegensetzen, bei Verheirateten kann die steuerliche Situation aber anders aussehen.

      Gruß
      Lars

  7. Hallo,

    aufgrund eines ungünstigen Auszahlungszeitpunkt meiner Abfindung will ich mein zu versteuerndes Einkommen soweit wie möglich senken. Da ich schon seit langem sowieso in eine Riesterrente einzahle, stellt sich mir die folgende Frage:

    Höchstbeträge in 2021

    Basis-Altersvorsorge (25.406€/50.812€) + Riesterrente (2.100€/4.200€) = 27.506€/55.012€
    oder
    Basis-Altersvorsorge + Riesterrente = 25.406€/50.812€

    vielen Dank

    Paul

    • @Paul K.,

      in 2021:

      max. Basis-Altersvorsorgesumme (25786€/51572€)* + Riesterrente (2100€/4200€)**

      Gruß
      Lars

      * in 2021 werden 92% steuerlich berücksichtigt
      ** pro Person 175€/Jahr staatliche Zulage = persönliche Einzahlung in die Riesterrente: (1925€/3850€)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

HTML tags allowed in your comment: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>