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Top oder Flop – Folge 7: Der Stückzinstrick — 4 Kommentare

  1. Dein vorletzter Satz lautet: „Das kann man nicht immer so weiter machen…“ – und genau das habe ich auch gedacht. Mich dann aber gefragt – WARUM eigentlich nicht?

    • Naja – man kann schon (wenn man denn kann).
      Nur der Kapitalbedarf für eine solche Aktion (und damit das Risiko) wird eben immer höher. Da stellt sich eben die Frage, wie lange man das aushält.
      Sinn macht es eigentlich nur dann, wenn man entweder irgendwann Verluste einfährt, die die verschobenen Gewinne neutralisieren, oder wenn man es bis ins Rentenalter schafft. Denn da zählen die Kapitaleinkünfte (unter gewissen Voraussetzungen) zumindest nicht mehr für die KK-Beiträge.
      Um die Steuer kommt man auch dann nicht herum. Wenn man Pech hat, ist sie bis dahin sogar höher. Oder aber – aufgrund einer kleinen Rente – sogar unterhalb der 25% AbgSt. Dann wäre es sogar für die Steuer nützlich.

      Gruß, Der Privatier

  2. @Privatier: Es würde sehr hilfreich sein, wenn Du jetzt oder später im Kapitel 8 zur Krankenversicherung angeben könntest, über wieviel Beitrag bzw. Einsparung wir hier reden (im Jahr) und wo die magischen Grenzen sind. Der Beitragssatz der gesetzlichen, freiwillen KV beträgt doch derzeit 14.9% (PV lasse ich mal weg). Wenn Du das Einkommen also um 12000€ drückst, sinkt der Beitrag um 1788€ (bis auf den Mindestbetrag). Ist das so grob richtig?
    Gruß, Covacoro

    • Hallo Covacoro,

      Deine Rechnung ist schon in etwa richtig. Aber noch einmal kurz etwas zu den „magischen Grenzen“:

      Bei der Krankenkasse sind es in diesem Zusammenhang zwei Zahlen, auf die es ankommt: Die Grenze für die Familienversicherung, bis zu der Ehefrau (oder -mann) kostenfrei mitversichert werden können. Das geht nur solange der Familienversicherte kein eigenes Einkommen über 395 Euro/Monat hat, also 4.740 Euro im Jahr.
      Die zweite Grenze ist der Mindestbeitrag des Versicherten selbst. Dieser Mindestbeitrag gilt bis zu einem Einkommen 921,67 Euro/Monat, also 11.060 Euro im Jahr.

      Und jetzt noch einmal zurück zu Deiner Rechnung. Wie gesagt: Sie ist schon korrekt, ich würde aber auf jeden Fall die Pflegeversicherung mit rechnen. Im Detail müsste man jetzt genau gucken, welcher Beitragssatz gilt (KK: 14.9% oder 15,5%, PV: 2,05% oder 2,3%). Ich selber rechne (worst case) der Einfachheit halber mit 17,8%. Insofern käme ich bei 12.000 Euro weniger Einkommen schon auf eine Ersparnis von etwa 2.136 €.

      Entscheidender war aber bei mir im letzten Jahr, dass ich die (kostenfreie) Familienversicherung für meine Frau erhalten wollte. Ansonsten hätte sie zusätzlich ihren eigenen Beitrag von (mindestens!) ca. 1.900 Euro bezahlen müssen. Um jetzt die exakte Summe der Ersparnis zu beziffern, müsste ich zu sehr ins Detail gehen, was hier aber wohl nicht weiter führt.

      Ich hoffe, diese Angaben haben schon ein wenig geholfen. Ansonsten werde ich dann beim Thema „Krankenkasse“ noch einmal detaillierter darauf eingehen.

      Gruß, Der Privatier

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