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Gastbeitrag: Der Auszahlplan — 5 Kommentare

  1. Durch Erfahrungen im Bekanntenkreis noch folgender Hinweis:

    Banken bewerben diese Auszahlpläne nicht aktiv. Üblicherweise findet man auch auf den Internetseiten der Institute keine Hinweise darauf, dass sowas existiert.

    In solch einem Fall hilft es nur, seinen Berater bei der Bank konkret auf Auszahlpläne anzusprechen!

    Viele Grüße

    H-Man

  2. 2 Bemerkungen:

    Die Banken haben nix zu verschenken und Bequemlichkeit kostet. Der beworbene Effektivzins eines Auszahlplans ist kein Geschenk an den Kunden und der Kommentar „etwa doppelt“ so hoch wie ein 3-jähriger Sparbrief ist m.E. nach irreführend. Denn die Bank kalkuliert natürlich mit ein, dass ein Großteil des Geldes fest angelegt wird, im Beispiel gestaffelt bis auf knapp 6 Jahre. Tagesgeld ist aber täglich verfügbar und damit kein adequater Vergleichsmaßstab und ein Sparbrief wäre nach 3 Jahren wieder zur Anlage verfügbar (vielleicht bei dann gestiegenen Marktzinsen, wer weiß das schon).

    Mit dem Auszahlplanrechner der WiWo kann sich jeder mal ein paar Beispiele ausrechnen bzw. ansehen, wie hoch die Auszahlraten und Zinszahlungen sind: http://auszahlplan.rechner.wiwo.de/rechner/wiwo/auszahlplan/

    Eine höhere Verzinsung als Standard-Tagesgeld-Konditionen für seine Abfindung zu erreichen, ist mit etwas Aufwand möglich. Der Kampf um die Neukunden und deren Kapital ist doch überall, Land auf, Land ab, entbrannt. Die Direktbanken winken mit Tagesgeldkonditionen von 3 bis 3.5% p.a. für 1 Jahr, wenn man gleichzeitig einige Wertpapiere / ein Depot überträgt. Die Filialbanken und deren Töchter zahlen zum Teil Prämien bis 2500,-€ als Wechselprämien. Insofern: wer Zeit hat und seine Abfindung geschickt anlegt und wandern läßt, von einem Baum zum anderen, wird für seine Wechselarbeit belohnt. Kundentreue belohnen die Banken leider nicht. Das ist natürlich nicht so bequem wie ein Auszahlplan, hat aber den Vorteil, dass man viel flexibler bleibt und trotzdem ca. 3% erreichen kann – die Neukundenaktionen hören einfach nicht auf. 🙂

  3. Hallo Covacora,

    natürlich hast du recht, dass ein Auszahlplan nicht mit Tagesgeld zu vergleichen ist. Wer die Flexibilität von Tagesgeld benötigt, für den ist ein Auszahlplan nichts. Wer aber für einen gewissen Zeitraum (z.B. bis zum Renteneintritt) kalkulierbare ‚Einnahmen‘ braucht hat hier eine gute Möglichkeit.

    Deshalb ist zum Vergleich auch eher ein Sparbrief o.Ä. geeignet.

    Hier ist aber wichtig zwischen Laufzeit und durchschnittliche effektive Anlagedauer bei einem Auszahlplan zu unterscheiden. Bei einem Sparplan ist beides identisch. Beim Auszahlplan aber nicht. Dazu folgendes Gedankenspiel. Du hast einen Auszahlplan der dir 3 Jahre lang jährlich 1/3 der Einzahlung (+Zinsen) ausschüttet. Also z.B. bei EUR 30k würdest Du nach 1 Jahr 10k, im 2. Jahr wieder 10k und im 3 Jahr die letzten 10k bekommen (+Zinsen). Ich denke wir sind uns einig das man hier von einer durchschnittliche effektiven Anlagedauer von 2 Jahren sprechen kann.

    Bei monatlichen Auszahlung ist die durchschnittliche effektive Anlagedauer dann die halbe Laufzeit + ein halber Monat. Bei einem Auszahlplan mit einer Laufzeit von 6 Jahren also 36,5 Monate.

    Also muss man einen Auszahlplan über 6 Jahre in Relation zu einem Sparbrief über 3 Jahre (genauer 36,5 Monate) setzten und dann stimmt die Aussage bzgl. der Zinsen (‚etwa doppelt so hoch‘) schon.

    Zu Neukundenaktionen

    Es ist schon bemerkenswert was sich hier die Banken einfallen lassen. Allerdings ist es meistens doch nur Blendwerk da die Zinsen nur für einen kurzen Zeitraum (oft nur 6 Monate) ausgelobt werden und die Höhe der Einlage streng limitiert wird. Was nutzt mir ein Jahreszins von 3% wenn ich diesen nur für 6 Monate und EUR 20k erhalte. Das sind dann noch nicht mal EUR 300…

    Das ist mir dann den Aufwand nicht wert! Alleine die Übertragung eines Depots beinhaltet für mich schon deutlich höhere Risiken da ich ca. 2 Wochen nicht an das Depot kann da es im Transfer befindlich ist.

    Das sind zumindest meine Erkenntnisse zu dem Thema. Wenn Du da andere Erfahrung gemacht hast, wäre es prima uns daran teilhaben zu lassen. Für gute Ideen bin ich immer offen und bin mir bewusst, dass meine gefunden Ansätze immer nur suboptimal sein können, da einfach zu viele Parameter mitspielen, die nicht vorhersehbar oder beeinflussbar sind. Aber näher ans Optimum zu kommen finde ich immer gut.

    Viele Grüße

    H-Man

  4. „Was nutzt mir ein Jahreszins von 3% wenn ich diesen nur für 6 Monate und EUR 20k erhalte.“
    Ich sehe das genau so, wie H-Man. Dafür würde ich nicht jedes halbe Jahr die Bank wechseln. Das wäre mir einfach zu nervig.
    Etwas anderes ist es, wenn man ohnehin vor hat, einen Wechsel vorzunehmen oder auch ein zusätzliches Depot einzurichten. So habe ich z.B. in meinem Abfindungsjahr ein drittes Depot gebraucht, um ein paar Altverluste hin und her schieben zu können. Da kam mir damals dann das Angebot der DAB ganz recht. Zu der Zeit damals gab es noch 3,5% für ein ganzes Jahr und die Grenze lag deutlich höher (150T€ oder 200T€ – hab‘ ich vergessen).
    Da konnte ich erst mal die Abfindung parken, um dann in Ruhe nach geeigneten Anlagemöglichkeiten zu suchen.

    @Covacoro: in dem Satz „Die Filialbanken und deren Töchter zahlen zum Teil Prämien bis 2500,-€ als Wechselprämien.“ ist aber ein Tipp-Fehler, oder? Du hast 250 Euro gemeint, oder? Oder welche Bank ist das, die 2500€ zahlt?

    Gruß, Der Privatier

    • Noch ein Nachtrag:
      Covacoro hat sich nicht verschrieben! Es gibt tatsächlich zumindest ein Wechsel-Angebot, welches bis zu 2.500 Euro verspricht, nämlich das von der Deutschen Bank, bzw. der Online Tochter MaxBlue.
      Allerdings müsste man dazu schon ein Depot in Höhe von 500.000 Euro transferieren, denn es gibt immer 0,5% des Depotwertes. Aber die Hälfte wäre ja auch schon nicht schlecht…

      Ich selber habe bereits ein Depot bei maxblue. Es ist zwar dasjenige, das ich am längsten habe, aber es ist auch das, was ich mit Abstand am wenigsten mag. Mein Favorit ist und bleibt die Comdirect-Bank.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Diesen Hinweis habe ich von einem Blog-Leser erhalten. Vielen Dank dafür.

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