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Gastbeitrag: Die Nichtveranlagungsbescheinigung — 6 Kommentare

  1. Hallo H-Man,

    jetzt bin ich ja hier mal in der Rolle des Fragen-Stellers! Auch mal eine nette Erfahrung…

    Mich würde einmal interessieren, wie Du es schaffst, unterhalb der Grenze von ca. 16.708€ zu bleiben?!
    Aus meiner Sicht gibt es da nur 4 Möglichkeiten:
    a) Ihr kommt mit ca. 1.400€/Monat aus. Mir erscheint das etwas knapp.
    b) Ihr verbraucht mehr und der Rest ist Kapitalverzehr. Geht das auf Dauer gut?
    c) Du betreibst eine Art von Steueroptimierung. Wenn ja, welche?
    d) Ich habe etwas Wichtiges übersehen.

    Und noch eine Frage: Musst Du eigentlich (z.B. per EkSt-Erklärung) nachweisen, dass Du die NV-Bescheinigung zu Recht bekommen hast?

    Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Privatier,

    die wesentlichen Antworten hast Du schon gegeben;) Aber im Einzelnen:

    In meinem Fall profitiere ich noch von den erwähnten Freibeträgen für 2 Kinder. Damit liegt das zugebilligte steuerfreie Existenzminimum in unserem Haushalt höher.

    Wie Du richtig vermutest reichen EUR 1400 im Monat natürlich nicht aus, erst recht nicht mit 2 Kindern die sich noch in der Ausbildung befinden. Wie Du schon vermutest, funktioniert das nur mit einem gewissen Kapitalverzehr. Unser monatlicher Finanzbedarf wir aktuell ungefähr zu jeweils einem Drittel gedeckt durch Zinsen, Kapitalverzehr und sonstige Einkünfte.

    Ob sowas auf Dauer gut geht hängt natürlich vom Kapital selber ab. Nach meiner Projektion wird bei uns ca. die Hälfte des Kapitals bis zu meinem Renteneintritt verzehrt sein.

    Und wie bereits erwähnt kann man den Zeitpunkt wann Kursgewinne aus Aktien oder Fonds etc. realisiert werden selbst bestimmen.

    In meinem Fall werde ich die Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung angeben (müssen), da wir ja noch über weitere Einkünfte verfügen.

    Hat man aber nur Kapitalerträge unterhalb der angegeben Summe ist nichts weiter tu tun bzw. nachzuweisen. Natürlich ist man verpflichtet wenn ich die Sachlage ändert (z.B. höhere Kapitalerträge erzielt werden) diese mitzuteilen und ggf. die NV Bescheinigung zurückzugeben. Kommt man dem nicht nach dürfte es sich wohl um Steuerhinterziehung handeln was man tunlichst vermeiden sollte!

    Viele Grüße

    H-Man

  3. Hallo Privatier, eine Frage hätte ich zur „Nichtveranlagungsbescheinigung“. Habe mein Dispojahr beendet und befinde mich in der ALG1 Bezugsphase. Ich nehme mal an dass das ALG 1 als Einkommen zählt und ich deswegen die Bescheinigung für meine Aktiengewinne nicht beantragen kann. Oder sollte ich mich (erfreulicherweise) irren ?

  4. Warum solltest du nicht die Nichtveranlagung beantragen können? Was sollte dich daran hindern, den Antrag auszufüllen?
    Allerdings muss man trotzdem Lohnersatzleistungen wie ALG1 irgendwo angeben. Im NV-Antragsformular ist dafür kein Feld vorgesehen, also musst du das mittels Steuererklärung machen. Dann wäre es interessant zu erfahren, wie das FA reagiert. Kannst ja mal hier berichten.

    • Ergänzung: Der Bezug von Lohnersatzleistungen (wie z.B. Arbeitslosengeld) ist einer der Punkte, die zur Pflicht einer Steuererklärung führen. Das kann man sich also nicht ersparen.
      Ob eine Nichtveranlagungsbescheinigung möglich ist, kann ich nicht sicher beantworten. Aber einen Versuch kann man ja mal machen.

      Gruß, Der Privatier

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