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Kap. 10.3: Einzahlung in eine Direktversicherung — 10 Kommentare

  1. Hallo,
    mein Kommentar hat mit einer neu gestarteten Direktversicherung nichts zu tun, da diese dann privat ist. Ich will hier nur denen einen Hinweis geben, die eine Direktversicherung in der Berufsphase abgeschlossen haben. Diese werden nachträglich SV-verbeitragt. Heißt : nach Auszahlung wird die monatliche Rate mit KV-&PV-Beiträgen belegt. Eine Einmalauszahlung schützt davor nicht, da die KV den Beitrag auf 1/120 der Summe berechnet und diesen 120 Monate lang kassiert.
    >>> Aber nur bei den gesetzlih Versicherten.
    Nun mein Hinweis : Wer nach dem Ausscheiden die Direktversicherung weiterbetreiben will durch Eigenleistung sollte sie nach dem Ausscheiden sofort auf privat umstellen (bei der Versicherung). Die ab diesem Zeitpunkt dann eingezahlten privaten Beiträge führen zwar zu der geplanten Versicherungssumme aber der private Anteil an der Summe wird nicht verbeitragt.

  2. Geht eine solche „nachträgliche“ Einzahlung in eine Direktversicherung auch ohne den (alten) Arbeitgeber?

    • Normalerweise sollte das kein Problem sein. Wenn der Versicherer das nicht ohnehin von sich aus anbietet, würde ich einfach einmal nachfragen.

      Nach Möglichkeit aber den o.g. Hinweis von Mr.Excel beachten, dass der Versicherungsnehmer geändert wird. Dies hat (wie Mr. Excel bereits erwähnt hat), später in der Auszahlungsphase Vorteile bei der Berechnung der Krankenkassen-Beiträge.

      Gruß, Der Privatier

  3. Kann man die 21 % KV/PV-Verbeitragung vermeiden?
    Ich bin jetzt seit 23 Jahren gesetzlich freiwillig versichert.
    Wenn ich Rentnerin bin, werde ich jedoch unter die Betragsbemessungsgrenze rutschen.
    Eine Weiterführung der Versicherungen beitragsfrei gestellt, z. B. für 5 Jahre, bringt ja auch keine Änderung, oder?
    Kann der Arbeitgeber diese zurückkaufen und als Abfindung auszahlen? Bleibt diese Summe dann steuerfrei und wird zudem KV/PV-beitragsfrei?
    Danke für Antwort und VG
    14.2.2017

    • Ich kenne keine Möglichlichkeit, die Beiträge zur KV/PV zu vermeiden. Außer natürlich, man ist privat versichert.
      Aber als gesetzlich Versicherter führt da wohl kein Weg daran vorbei. Auch eine Beitragsfreistellung würde da wenig nützen.

      Ob ein Arbeitgeber eine solche Versicherung zurückkaufen kann, weiß ich nicht. Theoretisch wäre das wohlmöglich denkbar, aber ich habe große Zweifel, ob das tatsächlich sinnvoll wäre. Einerseits ist das Kündigen bzw. Zurückkaufen von Versicherungen fast immer mit einem Verlust verbunden, außerdem genießen Direktversicherungen während der Einzahlphase ja auch immer einige Vergünstigungen, die dann irgendwie wieder zurückgerechnet werden müssten. Von daher eigentlich kaum denkbar.

      Gruß, Der Privatier

  4. Mein Dispojahr beginnt erst zum 01.02.2018, d.h. im Jahr der Abfindung habe ich noch mein Januargehalt plus eine Gewinnbeteiligung. Dieses zusätzliche Einkommen wirkt sich bei der Fünftelregelung der Abfindungsversteuerung ungünstig aus. Deshalb habe ich meine Direktversicherung ausfinanziert. Hierbei konnte ich explizit wählen, ob der Betrag von meinem Januargehalt oder von der Abfindung abgehen soll. In meinem Fall war der Abzug vom Januargehalt günstiger. Ein Abzug von der Abfindung ist nicht der ganz große Wurf, da die Einsparung „gesparte Steuern minus KV&PV“ unter Peanuts laufen.

    Gruß
    Holger

    • Es ist sicher immer empfehlenswert, solche Varianten vorher einmal durchzurechnen (was Du ja sicher gemacht hast). Auch ohne jetzt selber gerechnet zu haben, erscheint mir Deine Wahl aber auch plausibel.

      Gruß, Der Privatier

  5. Ich habe mal eine Frage zur „deferred compensation“. Wird mit Auszahlung auch der Arbeitgeberanteil für Kranken/Pflegeversicherung fällig?

    • Ja, nicht nur die „compensation“ wird deferred (also verschoben), sondern alles andere auch. Also inbesondere Steuern und Sozialversicherungen.

      Wer also freiwilliges Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse ist, zahlt den kompletten Beitragssatz (je nach Krankenkasse immer leicht unterschiedlich). Wird die Versicherungssumme nicht als Rente, sondern als Einmalzahlung gezahlt, so wird die Summe fiktiv auf 10 Jahre verteilt, d.h. Beitragszahlung für 120 Monate.

      Gruß, Der Privatier

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