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Kap. 10.2: Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen — 314 Kommentare

  1. Noch eine Ergänzung an dieser Stelle:

    Während es bei den Krankenkassenbeiträgen kein Problem ist, diese im Voraus zu bezahlen und steuerlich geltend zu machen (wie oben beschrieben), sollte man mit der Vorauszahlung von Behandlungskosten sehr vorsichtig sein.

    Gerade habe ich bei Haufe.de von einem Finanzgericht-Urteil gelesen, welches die Vorauszahlung von 45.000 Euro für eine umfangreiche Zahnimplantat-Behandlung als Gestaltungsmissbrauch abgewiesen hat. Der Kläger hatte eine Abfindung von 250.000 Euro erhalten und wollte über den Weg der außergewöhnlichen Belastung die Zahnarztkosten steuerlich geltend machen.

    Besonders interessant finde ich dabei die Begründung, die nämlich besagt, dass es keinen wirtschaftlichen Grund für die Vorauszahlung gegeben habe (außer die Steuern zu senken). Und den abschließenden Hinweis, wenn es sich um eine Festpreisvereinbarung zur Minderung des Kostenrisikos gehandelt hätte, ein wirtschaftlicher Grund aber zu erkennen gewesen wäre. Daraus könnte man eine Anleitung herauslesen, wie man es richtig macht…

    Gruß, Der Privatier

  2. Guten abend. Wie sieht denn die Sache aus wenn ein Dispo.jahr dazwischen ist und
    anschließend ALG1 für 18 Monate beantragt wird.Da gehen wohl keine 2 1/2 Jahre Vorauszahlung. Danke für die Antwort und übrigens alle Achtung für Ihren Blog ich bin begeisteter Leser und habe auch schon Ihr Buch in kürzester Zeit „verschlungen“. Hat mich auf meinen Weg zum Privatier schon sehr geholfen.

    • Zunächst einmal vielen Dank für das Lob für Buch und Blog! Danke!

      Und die Einschätzung ist schon richtig: Für das Dispojahr selber eine Vorauszahlung zu machen, bringt nichts. Denn es ist egal, ob ich die Beiträge im Voraus bezahle oder monatlich. Am Jahresende kommt dieselbe Summe heraus. Und für die ALG1-Zeit geht es überhaupt nicht, denn da zahlt ja die Arbeitsagentur.
      Das macht also nur Sinn, für Leute, die vollständig aufs ALG verzichten (oder die Voraussetzungen nicht erfüllen) oder für die Zeit nach dem ALG.
      Man sollte die Möglichkeit einfach mal kennen und dann überlegen, ob es Sinn macht. Ich selber habe es übrigens auch noch nicht gemacht. Aber ich werde diesen Kommentar noch einmal zum Anlass nehmen, noch einmal darüber nachzudenken.

      Gruß, Der Privatier

  3. Achtung! Als Lediger in der GKV.
    Mein Plan. Arb.ende mit 56 am 31.12.2015 aus einen unkündbaren Arb.verhältnis. Rentenbeginn mit Abschlägen 11/22
    Ausz. d. Abf.( 5tel Regel wird angewendet) + Dispo.jahr ab Januar 2016.
    In 2016 20T€ Einmaleinzahl. in Rürup oder gesetzl.Rente (was wäre da besser)?
    sonstige Ausgaben die ich steuerlich geltend machen sind kann ca. 8T€
    Einnahmen in 2016 ca. 1300€
    So jetzt gehts los.
    Für 2016 werden bei mir ( jetzt freiwillig versichert) aufgrund der hohen Bruttoabfindung + Unkündbarkeit ca7T€ KV/PV Beiträge fällig.

    Ab 11/2019 beginnt meine BAV Auszahlung von ca. 50T€ in die ich durch Entgeldumwandlung einbezahlt habe.(Verschieben der Auszahlung ab 11/ 2022 ist leider nicht möglich ).Bei der Variante die ich vorhabe = ca 23T€ Einmalauszahlung + ca.84€ monatl. lebenslänglich, fallen etwa 10T€ bis 15T€ KV/PV Beiträge an die in 10 Jahresraten zu Zahlen sind zudem muß ich alles mit meinem Pers. steuersatz Versteuern.
    ZU meiner Freude die sich in Grenzen hält bekomme ich auch noch in 2019 eine Kapitallebensversicherung ausbezahlt.(Villeicht kann ich diese auf 2022 Schieben, muß ich noch klären). Wieder KV/PV Beiträge !?!
    Es geht noch weiter.
    Nähmlich wenn dann z.b. die Rürupversicherungsauszahlung beginnt, dann sind wieder KV/PV Beiträge fällig
    und das alles zu den schon zu Bezahlenden KV/PV Beiträgen .
    Laut meiner GKV könnte es sein wenn ich ab 2022 Rentner + dann wieder Pflichtversichert bin durch eine Neuberechnung evtl. andere Beiträge zustande kommen werden. Da sag ichmal na Prima warten wir mal ab.
    So bevor ich nun vor Vorfreude vom Stuhl kippe hat villeicht jemand von euch
    einen Tip(außer Heiraten)oder hat schon erfahrung damit wie das evtl. verbesserungsmöglich wäre.
    Zum Glück ist das nur eine von mehrerene Säulen auf die meine Altersvorsorge beruht.Und das Rate ich hiermit allen Lesern bei denen es noch nicht zu Spät ist, setzt nicht alles auf eine Variante.

    • Tja – auf die Gefahr hin, dass gleich irgendwo jemand vor Freude vom Stuhl kippt:
      Die Krankenversicherung ist und bleibt einer der großen Kostenfaktoren eines Privatiers. Und das kann richtig teuer werden! Besonders ärgerlich für jemand, der sich recht gesund fühlt und nicht so recht einsehen kann, wozu er eigentlich das Geld jeden Monat bezahlt. Aber so ist unsere GKV nun einmal – Solidarprinzip.
      Wenn man das nicht möchte, kann man über eine private KV nachdenken. Ob die allerdings im vorgerückten Alter noch preiswerter ist, als die GKV wage ich zu bezweifeln. Und mir wäre eine private KV auch zu unberechenbar. Hier zahlt jeder nach dem eigenen Risiko und das ist schlecht zu kalkulieren.
      Was man noch machen könnte, wäre Kapitaleinkünfte zu verschieben. Wie das funktioniert, habe ich gerade in dem Beitrag über den Stückzinstrick erklärt.
      Ist aber über eine Dauer von ca. 6 Jahren auch nicht so ganz einfach zu bewerkstelligen und ich bin mir gerade nicht so 100% sicher, wie die Krankenkassen eigentlich die verschiedenen Einkünfte bewerten. Ich fürchte, dass eine Querverrechnung von Verlusten aus Kapitalanlagen mit Einkünften aus Altersvorsorge-Produkten nicht möglich sein wird.

      Mein Fazit: Ich sehe da kaum einen Spielraum. Krankenversicherung ist teuer und es führt kein Weg daran vorbei.
      Das Einzige was hilft, ist dies vorher zu wissen und in die Kalkulation mit einzurechnen.
      (Rumms!- Jetzt ist einer vor Freude vom Stuhl gefallen…) 😉

      Gruß, Der Privatier

      • Und da hat es rumms gemacht! Jezt weiß ich auch warum ich soviel GKV Beiträge Zahlen muß.
        Aber im ernst, da ich ja geschrieben habe das das zum Glück nur eine Säule meiner AV ist bin ich nicht zu sehr übberrascht von Deiner Meinung dazu.
        Ich wollte auch nur mal die Ledigen mal erwähnen die hier nicht so oft vertreten sind wie mir scheint.
        Und nun zu den Stückzins bzw. Aktien allgemein da führt eigentlich kein Weg vorbei das ist auch eine meiner Säulen schon seit den achtziger Jahren.
        Alleine wegen der Staatlich geförderten AV kann man bzw.könnte ich nicht aus dem Berufsleben aussteigen . Danke nochmal und Grüße

        • „Ich wollte auch nur mal die Ledigen mal erwähnen…“
          Danke! Die Ledigen sollen auch nicht vergessen werden. Allerdings ist das beim Thema KV/PV gar nicht so ein großer Unterschied. Zumindest dann nicht, wenn beide Ehepartner nicht berufstätig sind. Dann gibt es so etwas wie Familienversicherung nämlich auch nicht. Wenn die Einkünfte entsprechend sind, zahlen dann auch beide Partner für ihre eigene KV/PV. Und selbst, wenn es keine „eigene“ KV/PV sein muss, am Ende bezahlt das Paar genauso wie der Ledige einen Prozentsatz vom Einkommen. So groß ist der Unterschied nicht.

          Aber mir fällt da gerade noch ein: Eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung könnte natürlich das Thema KV/PV deutlich entspannen. Da reicht auch schon ein 500 Euro-Job. Wäre für mich allerdings keine Lösung, denn dann hätte ich ja auch in meinem alten Job bleiben können. Aber auch das ist nur eine Frage, welcher Art und Umfang die Arbeit wäre. Möglich ist vieles…

          Gruß, Der Privatier

  4. Hi,

    warum schreiben Sie nichts über die Möglichkeit freiwillig Rentenversicherungsbeitrage in gesetzlich Kasse zu zahlen um Steuer zu senken. Das muss genau sein wie bei KV\PV und Rürup-Versicherung, oder

    Viele Grüße
    Bazan

    • Es ist vollkommen richtig: Auch die Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung ist genau so wie z.B. Rürup dazu geeignet, die Steuer zu senken. Vielleicht habe ich es tatsächlich nicht immer so ausdrücklich erwähnt, aber zumindest in einigen Kommentaren bereits darauf hingewiesen. In einem gesonderten Beitrag bin ich auf die Möglichkeiten der freiwilligen Einzahlung in die Rentenkasse eingegangen.

      Wenn man diesen Weg in Erwägung zieht, sollte man auf jeden Fall vorher zu einer Rentenberatung gehen, das Vorhaben erläutern und die Vorgehensweise abstimmen. Eventuell auch gleich die Höhe und die Zahlungsmodalitäten (monatlich, etc.) abstimmen. Früher konnte man einfach beliebige Zahlungen überweisen, heute wird es gerne gesehen, wenn man einen Antrag stellt und die Zahlungsströme ankündigt und sich „genehmigen“ lässt. Ist aber wohl eher eine Formsache.

      Gruß, Der Privatier

  5. Zunächst eine Korrektur zu „Dabei können max. 1,5 Jahre im Voraus bezahlt werden, d.h. in der Summe können mit dem aktuellen Jahr zusammen max. 2,5 Jahresbeiträge bezahlt werden.“ Es können nicht nur 1,5 Jahre, sondern maximal 2,5 Jahre im Voraus bezahlt werden. Dies wurde von mir und mehreren Ex-Kollegen im Steuerjahr 2014 praktiziert (Beitrag 2014 + 2,5 Jahresbeiträge Vorauszahlung) und vom Finanzamt anerkannt.

    Diese Möglichkeit besteht für privat Versicherte und freiwillig Versicherte in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung. Leider nehmen nicht alle Versicherungen Vorauszahlungen an: z.B. laut Anfrage im Jahr 2014 Siemens SBK keinerlei Vorauszahlungen, während Techniker Krankenkasse volle 2,5 Jahresbeiträge Vorauszahlung akzeptiert. Wenn man bedenkt, dass durch Vorauszahlung von 2,5 Jahresbeiträgen ggf. mehr als 13.000€ zusätzliche Sonderausgaben absetzbar werden, kann vor diesem Hintergrund ein Kassenwechsel geprüft werden. Dies wird sich in der Regel allerdings nicht bei privat Versicherten rechnen, da dort bei einem Kassenwechsel der einmalige Vorteil durch neue höhere Beiträge (Altersrückstellungen werden nicht übertragen) langfristig aufgezehrt wird.

    • Recht herzlichen Dank für diesen Hinweis/Korrektur! Da habe ich wohl etwas oberflächlich recherchiert!

      Tatsächlich ist die Möglichkeit einer Vorauszahlung im §10 Abs.1 Nr.3 Satz 4 ESTG geregelt. Dort heißt es:
      „Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden,…“

      Oder – um es einfacher auszudrücken: Es kann maximal der 2,5fache Jahresbeitrag im Voraus entrichtet werden (zzgl. zum „normalen“ Jahresbeitrag).

      Danke für den Hinweis! Ich werde einen entsprechenden Hinweis im obigen Original-Beitrag hinzufügen.

      Gruß, Der Privatier

  6. Hallo,

    mich würde interessieren ob das Auswirkungen auf den KV Zuschuss beim ALG hat.
    Privatversicherte bekommen die Beiträge bis zur Höchstgrenze komplett erstattet und diese wären ja bereits bezahlt

    Hat hierzu jemand Erfahrungen damit?

    Grüße

    • Der Ablauf ist wie folgt:
      1) Der Versicherte zahlt im Jahr x Beiträge für die Jahre x+1 und x+2 (und ggf. noch mehr bis zum steuerlichen Maximum) an die Krankenversicherung (KV) im Voraus.
      2) Die Vorauszahlungen des Versicherten sind aber mit der Zahlung nicht fällig, sondern werden von der KV auf dem Beitragskonto als Guthaben gebucht. Bei Fälligkeit werden die Beiträge von der KV gegen das Guthaben gebucht.
      3) Als langjährig privat Krankenversicherter mit über 55 Jahren bleibt man zwangsläufig bei Bezug von Arbeitslosengeld in der privaten Krankenversicherung. Bei Antragstellung zum Arbeitslosengeld gibt man zudem das „Zusatzblatt Sozialversicherung“ und eine „Bescheinigung zur Übernahme von Beiträgen nach §174 SGB III – Kranken-/Pflegeversicherung“ (von der KV auszufüllen) ab.
      4) Auf dieser Grundlage berechnet die Agentur für Arbeit den Zuschuss für die Kranken- und Pflegeversicherung und zahlt ihn monatlich mit der Leistung aus.
      Genauso läuft es zurzeit bei mir ab.

    • Vielen Dank für den Erfahrungsbericht von einem realen „Fall“!

      Ist doch immer viel besser, wenn man so etwas von einem „Betroffenen“ aus erster Hand erfährt, als wenn hier lange herum theoretisiert wird.

      Gruß, Der Privatier

  7. Ich bin seit dem 01.03.2016 selbstständig. Mein bisheriges Arbeitsverhältnis endete am 29.02.2016 mit Zahlung einer Abfindung. Um die Fünftelregelung optimal nutzen zu können, würde ich gerne Krankenkassenbeiträge im Voraus entrichten, was bei der TK ja möglich ist. Dort bin ich als Freiberufler seit 01.03. freiwillig versichert (zuvor war ich dort ebenfalls als Angestellter freiwillig versichert).

    Jetzt habe ich gelesen, dass eine Vorauszahlung nur dann möglich sei, wenn der Ehepartner nicht gesetzlich versichert ist.

    Ist das wirklich so?

    Das wäre schade (meine Frau ist gesetzlich versichert). Ich verstehe auch gar nicht, warum dies in einem solchen Fall nicht möglich sein soll. Steuerlich werden wir 2016 getrennt veranlagt.

    Vielen Dank!

    • Eine solche Regelung, nach der eine Vorauszahlung nur dann möglich sein soll, wenn der Ehepartner nicht gesetzlich versichert ist, ist mir nicht bekannt. Aus meiner Sicht auch ohne jede Logik. Hier wäre daher einmal eine Quellen-Angabe interessant und hilfreich!

      Was ich mir in diesem Zusammenhang noch denken könnte, wäre die Regelung, dass eine Familienversicherung (also in diesem Falle über die Ehefrau) immer Vorrang hat gegenüber einer eigenen freiwilligen Versicherung. Aber natürlich nur dann, wenn die Voraussetzungen für die Familienversicherung überhaupt gegeben sind. Und dafür müsste das Einkommen dann dementsprechend gering sein.

      Apropos geringes Einkommen: Wer sich als hauptberuflich selbständiger bei der gesetzl. KV versichert, zahlt ohne weitere Aktivität immer pauschal den Höchstbetrag! Wer weniger Einkommen (oder besser: Gewinn) hat, muss sich hier aktiv um eine andere Einstufung bemühen. Nur mal so nebenbei…

      Gruß, Der Privatier

  8. Danke für die schnelle Rückmeldung.

    Nachfolgender Absatz stammt aus einem Artikel „Krankenversicherung – Genialer Trick“ aus Focus-Money Nr. 35 (2012)vom 22.08.2012, auf den ich bei meiner Internetrecherche gestoßen bin.

    Vielleicht habe ich da auch etwas missverstanden, aber die Begründung leuchtet mir nicht ein.

    Hier der entscheidende Abschnitt:

    Vorteil sichern. Von diesem Steuertrick profitieren Arbeitnehmer, die freiwillig in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung versichert sind, sowie privat Krankenversicherte. Aber Achtung: „Bei Ehegatten darf keiner der Partner in der gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert sein, ansonsten funktioniert der Trick wegen der regelmäßigen Zahlungen nicht“, erklärt Raffelsieper.

    Grüße

    Stefan

    • Hallo Stefan und Danke für die Quellenangabe:
      Focus Money: Krankenversicherung – Genialer Trick

      Damit wird (für mich) auch ersichtlich, was der Autor dort mit seinem Hinweis gemeint hat. Denn wenn Du noch einmal meinen obigen Beitrag liest, so wirst Du feststellen, dass ich dort von zwei Möglichkeiten gesprochen habe, wie man die Vorauszahlung von KV-Beiträgen steuerlich nutzen kann. Version 1 ist die Reduzierung des Einkommens z.B. im Zusammenhang mit einer Abfindung. Version 2 entsteht dadurch, dass in den Folgejahren (nach der Vorauszahlung) die Kosten für de KV wegfallen und daher zusätzlich andere Versicherungen steuerlich wirksam werden können.

      Der Focus-Autor spricht aber ausschließlich von meiner zweiten Variante. Und dabei gibt es tatsächlich ein Problem, wenn der Ehepartner weiter seine KV-Beträge vom Gehalt abgezogen bekommt. Denn dann fallen sie ja eben nicht weg und der Effekt funktioniert nicht (oder nicht so richtig).

      Über die erste Variante (Abfindung) spricht der Focus-Autor aber überhaupt nicht. Er hat ausschließlich die Folgejahre im Focus! (Oh… Wortwitz… 😉 )
      Und daher sehe ich den Warnhinweis im Zusammenhang mit der Reduzierung der Steuern auf eine Abfindung auch für nicht zutreffend.
      Kein Problem.

      Gruß, Der Privatier

      • Der entscheidende Punkt ist wohl ein anderer:
        Beiträge vorauszahlen kann man nur, wenn man *freiwillig* oder *privat* versichert ist. Wenn der Ehepartner *pflichtversichert* ist, ist das nicht möglich.

        Siehe Text in Focus Money:
        Vorteil sichern. Von diesem Steuertrick profitieren Arbeitnehmer, die **freiwillig** in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung versichert sind, sowie privat Krankenversicherte. Aber Achtung: „Bei Ehegatten darf keiner der Partner in der gesetzlichen Krankenkasse **pflichtversichert** sein, ansonsten funktioniert der Trick wegen der regelmäßigen Zahlungen nicht“, erklärt Raffelsieper.

  9. Danke für die Mitteilungen.Und wie ist das mit den Vorauszahlungen wenn ein Dispojahr dazwischen ist?.
    Bin seit dem 1.1.2016 bis 31.12.2016 im Dispojahr und freiwillig Versichert in KV/PV, danach ab 2.1.2017 ALG1 für 18 Monate.
    Danke für Rückantwort

    • Kann ich leider nicht beantworten 🙁
      Ich würde vorschlagen, dies einmal mit Ihrer Krankenkasse zu besprechen.

      Es wäre natürlich für Sie vorteilhaft, in diesem Jahr noch weitere Kosten für die Krankenkasse steuerlich nutzen zu können. Allerdings müssten Sie ja dann für 2017/2018 die Beiträge zahlen. Diese werden aber nach Ihrem aktuellen Plan für 18 Monate von der AfA übernommen. Das passt also nicht so richtig zusammen.

      Es wäre natürlich auch noch eine Möglichkeit, sich zwar am 2.1.17 arbeitslos zu melden, um den ALG-Anspruch zu sichern, diesen dann aber erst einmal nicht wahrzunehmen (wieder abmelden), sondern erst nach Ablauf des im Voraus bezahlten Zeitraumes für die KK.

      Ob ich dieses „Theater“ allerdings machen würde, weiß ich auch nicht wirklich.
      Man müsste mal den Nutzen ausrechnen…

      Gruß, Der Privatier

    • Die Vorauszahlung von Krankenversicherungsbeiträgen funktioniert auch für freiwillig gesetzlich Versicherte im Zusammenhang mit dem Dispojahr. Bei einem meiner Ex-Kollegen stellt sich der Fall wie folgt dar:

      1) Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Betriebsauflösung zum 28.02.2014.
      2) Abfindung in 2014 mit Anwendung der Fünftel-Regelung.
      3) 01.03.-31.12.2104 für 10 Monate Dispojahr in Anspruch genommen, d.h. „Privatier“ ohne rentenversicherungspflichtige Einnahmen und ohne Bezug von Arbeitslosengeld. In diesen 10 Monaten freiwillige Beiträge in die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung (bei der TK als Selbstzahler).
      4) Gegen Ende 2014 zusätzliche Einzahlung vom 2,5-fachen des 2014er Jahresbeitrags als Vorauszahlung an die TK.
      5) Ab 01.01.2015 arbeitslos / arbeitssuchend gemeldet mit Bezug von Arbeitslosengeld I. Ab diesem Zeitpunkt pflichtversichert in der gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung (weiter bei der TK). Die Agentur für Arbeit zahlt für die nächsten 2 Jahre die Beiträge direkt an die TK. Die Vorauszahlung aus 2014 bleibt als Guthaben bei der TK stehen und fällige Beiträge werden erst ab 2017 dagegen gebucht.

      Die Tatsache, dass die vorausgezahlten Beiträge solange unverzinst bei der Krankenversicherung stehen, dürfte im derzeitigen Niedrigzinsumfeld verglichen mit der Steuerersparnis irrelevant sein.

      • Hallo Martin,

        ganz herzlichen Dank für diesen Bericht aus der Praxis!

        Hätte ich so nicht erwartet – ist aber sicher für viele eine weitere gute Möglichkeit, das zu versteuernde Einkommen im Dispojahr weiter zu senken.
        Von daher sehr interessant und nochmals vielen Dank!

        Ich würde aber trotzdem dringend dazu raten, solche Pläne im Vorfeld mit der eigenen Krankenversicherung abzusprechen! Es ist nicht unbedingt vorauszusetzen, dass alle Krankenkassen gleichermaßen verfahren.

        Gruß, Der Privatier

  10. Also Peter , ich habe diesen Artikel jetzt auch mal gelesen , verstehe dieses aber nicht . Höchstaufwendungen für KV NUR AUF BASISTARIF !!! . Auch wenn ich eine Vorrauszahlung machen würde , könnte ich im Folgejahr doch nicht die mir entstandenen Mehrkosten für über den BASISTARIF eh nicht anrechenbaren Mehrbeitrag gelten machen ??? ( Also die über den Basistarif anfallenden Mehrkosten für Wahlleistungen u.s.w. . Oder doch ??? . Lt. Steuerberater nicht !!! . Verstehe den Verschiebegrund nicht so richtig ??? . Höchstbetrag ist Höchstbetrag , oder habe ich da etwas falsch verstanden ??? . Vorsorgeaufwendungen ja auch meist auf Höchstbetrag ausschöpfend , wo kann da der Vorteil , ALSO der geniale Trick liegen ??? .

    • Lassen wir die Wahlleistungen erst einmal weg, so liegt der Trick einfach darin, dass ALLE anderen persönlichen Versicherungen (z.B. Unfall, Berufsunfähigkeit, Risiko-LV, Haftplicht, usw.) normalerweise gar nicht abgesetzt werden können, weil alleine durch die KV/PV die Grenze von 2.800€ (für Selbstzahler) überschritten wird.
      Nehmen wir an, der Anteil der Basisabsicherung deiner PKV mache ca. 500€/Monat aus, dann sind das eben 6.000 Euro im Jahr. Damit hast Du bereits das Maximum sogar für ein zusammen veranlagtes Ehepaar überschritten (5.600€). Somit brauchst Du sämtliche anderen Versicherungen erst gar nicht mehr anzugeben.

      Zahlst Du aber die KV im Voraus, so fällt diese ja in Folgejahr vollständig weg. Es bleibt also genügend Spielraum, diese anderen Versicherungen auch steuerlich geltend zu machen. Und damit eben bei Ledigen 1.900€/2.800€ oder bei Verheirateten 3.800€/5.600€ mehr an Vorsorgeaufwendungen zum Abzug zu bringen.

      Was jetzt die Wahlleistungen angeht, so sollten diese eigentlich auch in die Kategorie der sonstigen persönlichen Versicherungen fallen, wären also auch dort abzugsfähig. Wenn Du es schaffst, mir deiner KV eine Vorauszahlung NUR für den Basistarif zu vereinbaren, die Wahlleistungen aber wie gewohnt z.B. monatlich, müsste das also auch funktionieren. Ist aber reine Theorie und ich habe auch Zweifel, ob sich das in der Praxis so durchsetzen lässt.
      Aber das spielt ja auch keine Rolle, der Trick funktioniert ja auch ganz ohne den Blick auf die Wahlleistungen und eben auch für gesetzlich Versicherte.

      Gruß, Der Privatier

  11. Ich habe im März 2015 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben per 31.03.2016. Ich werde dieses Jahr 56 und war 39,5 Jahr bei meinem AG. Fristgerecht habe ich mich im Dezember arbeitssuchend gemeldet und wurde mit Stellenangeboten „versorgt“. Diese will ich aber nicht mehr. Mein AG machte mir den Vorschlag die Abfindung in 10 Jahresraten auszuzahlen. Damit kann ich ganz gut überlegen plus Leistung Arbeitsagentur. Nun habe ich mich am 01.04. arbeitslos gemeldet um den Anspruch berechnen zu lassen. Zunächst wurde mir eine Sperrfrist bis 24.06. genannt, die aber dann auf den 10.09. korrigiert wurde. Dies geschah nach einem Telefonat der Arbeitsagentur mit meinem Arbeitgeber. Angeblich ist die Kündigungsfrist von 12 Monaten zu kurz gewesen , da ich angeblich unkündbar war – deshalb die verlängerte Wartefrist. Anspruch wird für 13,5 Monate gewährt. Die Dame hat mich dann auch auf die Möglichkeit mit den 4 Jahren hingewiesen, die ich auch in Anspruch nehmen werde. Denn dann ist eine Vermittlung noch unwahrscheinlicher, wenn ich schon mal 2,5 Jahre nichts gemacht habe. Jetzt wollte ich dieses Kapitel gerade ein wenig im Internet nachlesen und stoße dabei auf die Infos bezügl. freiwillige KV. Ich habe den Antrag ausgefüllt, darin wird auch nach dem Abfindungsbetrag gefragt. Ich war der Meinung und so wurde ich auch informiert, dass Abfindungsbeträge grundsätzlich sozialversicherungsfrei sind. Nun habe ich einige Einträge gelesen, die das Gegenteil besagen und statt des Mindestbeitrages von ca. 170 deutlich höhere Zahlungen fällig werden. Dann könnte ich mir den Spaß fast nicht mehr leisten. Haben Sie einen Tipp wie ich das sicherstellen kann, denn das würde mich ja jedes Jahr aufs neue treffen. Gruß Reka

    • Hallo , ich denke da kann man nichts mehr machen wenn die Kü.frist nicht eingehalten wurde. Bei mir jedenfalls war es so, bei Nichteinhaltung = Höchstbeitrag , bei Einhaltung ca 170€ in KV/PV. Wobei der Höchstbeitrag maximal nur für 12 Monate eingezogen werden darf.(Beitragshöhe richtet sich auch nach Abf.höhe )
      Danach wird nach Einkommen berechnet bzw. zahlt dann die Arbeitsagentur . Gruß

      • Hallo Mr. Jembolo,

        meine Kündigungsfrist war 12 Monate, lt. AG war das ausreichend, die AAG ist da anderer Meinung…. Wie lange hätte denn die Kündigungsfrist sein sollen ? Ich habe am 01.04. das ALg beantragt und werde mich aber in Kürze wieder abmelden und den Anspruch innerhalb der nächsten 4 Jahr wahr nehmen. ich lasse mich mal überraschen was sie Krankenkasse berechnet. Habe halt auf Mindestbeitrag gehofft.

        • Hallo, meine Kü.frist betrug 7 Monate aber bei der AAG galt ich aufgrund der Betriebszugehörigkeit von über 30 Jahren und meinem Alter von 56 Jahren als Unkündbar (deswegen wird auch eine Ruhezeit verhängt).Habe auch deswegen das Dispojahr inanspruch genommen. Bei der Krankenkasse war nur wichtig das diese Kü.frist von 7 Monaten eingehalten wurde. Grüße

          • Hallo Mr. Jembolo,
            jetzt verstehe ich es gerade nicht. Sie hatten doch oben erwähnt, dass Sie den Höchstbeitrag an die Krankenkassse zahlen müssen. Ich war 39,5 Jahre beim AG und hatte eine Kündigungsfrist von 12 Monaten. Lt. AAG allerdings ebenfalls unkündbar…. deshalb soll ich auch v. 01.04. – 10.09. auf eine Leistung warten. In dieser Zeit will aber der Vermittler Gespräche, Maßnahmen und und und. Das ist mir gerade zu viel.
            Aber vielen Dank für die superschnelle Antwort. Ist ein Spitzenforum hier, habe es leider heute erst entdeckt.
            Gruß Reka

          • Hallo nochmal, wenn Sie mit oben erwähnt meinen Beitrag vom 1.3. 2015 meinen, dann war es zunächst so das ich den höheren Beitrag hätte Zahlen sollen. Ich hatte aber einige Wochen später einen Anruf meiner GKV wo diese wissen wollten wie das mit der Kü.frist bei mir ist. Daraufhin habe ich der GKV meinen Aufhebungsvertrag + meine Betriebliche Kü.frist in Kopie gesendet. Kurz darauf bekam ich den Beitrag von ca.170€ zugesprochen.Ich bekam meine Abfindung als Einmalzahlung mit der 5tel Regel.
            Es gibt auch noch eine sogenannte Märzklausel die evtl. in der KV/PV angewendet werden kann, die ihnen villeicht hier jemand näher erklären kann. mfg

  12. Hallo Reka,

    ich muss hier mal ein bisschen ausholen…

    Also, zunächst einmal ist es ganz sicher richtig, was Mr.Jembolo hier schon angedeutet hat:
    Wird bei einem Aufhebungsvertrag die Kündigungsfrist nicht eingehalten, wird von der Arbeitsagentur eine Ruhefrist „verordnet“. In dieser Zeit muss die Abfindung quasi erst einmal aufgebraucht werden. Wie das genau berechnet wird, habe ich in meinem Beitrag über die Ruhezeiten erläutert.

    Nach denselben Kriterien geht auch die Krankenkasse bei der Berechnung ihrer Beiträge vor. D.h. während der Ruhezeit werden die KV-Beiträge nach dem bisherigen Einkommen bemessen. Bei ehemals gut-Verdienenden ist das dann eben der Höchstsatz!

    Das könnte man aber womöglich ja noch verschmerzen. Schwieriger wird die Lage bei einer ratierlichen Abfindung. „Ratierlich“ deshalb, weil die Abfindung nicht in einer Summe, sondern in Raten gezahlt wird.

    Die Krankenkassen stellen sich hier gerne auf den Standpunkt, dass es sich bei solchen ratierlichen Abfindungen, die dann auch gerne bis zum Renteneintritt gezahlt werden, eigentlich um Versorgungsbezüge des ehemaligen Arbeitgebers handelt (sozusagen eine Art Betriebsrente). Und darauf sind natürlich KV-Beiträge zu zahlen.

    So hätten es die Krankenkassen gerne. Ist aber wohl rechtlich etwas schwierig. Hier kommt es genau auf die Formulierungen im Aufhebungsvertrag (ggfs. Sozialplan oder Betriebsvereinbarung) an. So findet man durchaus Urteile, die die Sozialversicherungspflicht einer monatlichen Zahlung ausdrücklich NICHT sehen, wie z.B.: Urteil vom 22.2.2007, Az: L 16 KR 107/06 , es gibt aber auch solche, die den Krankenkassen Recht geben, wie z.B.: Hessisches LSG · Urteil vom 30. Januar 2014 · Az. L 8 KR 436/12
    Dort heißt es u.a.: „Wie das Sozialgericht zutreffend ausgeführt hat, legte die Beklagte zu 1) ihrer Beitragsfestsetzung in der Zeit vom 1. März 2008 bis zum 30. November 2010 rechtmäßig die monatlichen Zahlungen der Arbeitgeberin in vollem Umfang in Höhe von 3.132,00 Euro zugrunde.“

    Wie gesagt: Es scheint hier sehr auf die Feinheiten anzukommen und diese zu beurteilen, sehe ich mich nicht in der Lage. Hier wäre ganz sicher ein spezialisierter Anwalt der richtige Ansprechpartner!

    Gruß, Der Privatier

  13. Hallo Herr Ranning,
    herzlichen Dank für die Antwort und den Hinweis auf die Gesetzestexte. Der AG hat mit mir einen 10 -Jahresplan für die Abfindung aufgestellt.Ausser Kapitaleinkünften kommt dann kein Einkommen mehr und ich ging vom Mindestbeitrag der freiw. KV aus. Ich hoffe das bekomme ich auch durch.
    Gruß
    Reka

  14. Hallo Herr Ranning (und alle Interessierten),

    die Urteile widersprechen sich nicht, sondern sind nur folgerichtig. Der jeweils zu entscheidende Sachverhalt war anders:

    LSG NRW aus 2007:
    Der Kläger war PFLICHVERSICHERT auf Grund von Arbeitslosengeldbezug. Bei pflichtversicherten ALG-Beziehern sind nur bestimmte, im Gesetz abschließend aufgezählte Einnahmearten beitragspflichtig, nämlich:

    1. das Arbeitsentgelt aus einer versicherungspflichtigen Beschäftigung,
    2. der Zahlbetrag der Rente der gesetzlichen Rentenversicherung,
    3. der Zahlbetrag der der Rente vergleichbaren Einnahmen (Versorgungsbezüge),
    4. das Arbeitseinkommen, soweit es neben einer Rente der gesetzlichen Rentenversicherung oder Versorgungsbezügen erzielt wird.

    (vgl. § 232a SGB V in Verbindung mit §§ 226, 229 SGB V)

    Das LSG NRW hatte also zu entscheiden, ob das ratierliche gezahlte „Ruhegeld“ eine der Rente vergleichbare Einnahme im Sinne von § 229 SGB V ist. Diese Frage hat es zutreffend verneint. Der Pflichversicherte zahlt daher aus der ratierlich gezahlten Abfindung keine Beiträge.

    Hessisches LSG aus 2014:
    Der Kläger war FREIWILLIG VERSICHERT. Bei freiwillig Versicherten bemessen sich die Beiträge grundsätzlich nach der „gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit (§ 240 SGB V). Das Hessische LSG hatte daher (nur) zu prüfen, ob die regelmäßige, garantierte Zahlung die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit des Versicherten beeinflusst. Diese Frage hat es zutreffend bejaht. Der freiwillig Versicherte zahlt daher aus jeder Rate Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung.

    Gruß
    Swantje

    • Recht herzlichen Dank für diese Klarstellung und die Erläuterungen!

      Sie scheinen sich ja mit der Thematik intensiver befasst oder den entsprechenden beruflichen Hintergrund zu haben.
      Würden Sie denn speziell aus dem Urteil des Hessischen LSGs die generelle Schlussfolgerung ziehen, dass ratierliche Abfindungen bei freiwillig gesetzlich Versicherten immer dazu führen, dass die Zahlungen bei der Bemessung der KV/-PV-Beträge zu berücksichtigen sind?

      Es widerspricht ein wenig meinem gesunden Rechtsempfinden (mehr habe ich als Nicht-Jurist nicht anzubieten), dass eine Einmalzahlung einer Abfindung im Idealfall vollständig sozialversicherungsfrei bleiben soll, wohingegen die selbe Summe in Raten ausbezahlt, einen Krankenversicherungsbeitrag auslösen soll! Denn schließlich tragen ja beide Varianten gleichermaßen zur „gesamten wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit“ bei. Ist mir irgendwie nicht eingängig.

      Gruß, Der Privatier

      • Siehst Du Peter , das meine ich mit gesamte wirtschaftliche Leistungsfähigkeit. Hier von GKV immer wieder Passus zum Bebeitragen !!!
        Leider nicht so gedacht , aber durch Spitzenverband immer wieder neu AUSGEHÖHLT !!! , so geht es immer weiter . No Way Out .
        Obwohl Spitzenverband der GKV KEINE Gesetzesmacht , durch Lobby und immer wieder neuen Klagen , doch irgendwie immer etwas gemacht , wo Gesetzgebung erstmal wieder drauf reagieren muss, u.s.w. . Halt BANDE .
        Und so wird halt , obwohl der Spitzenverband der GKV keine GESETZESMACHT hat , es doch immer wieder so hingebogen , das es für GKV passt .

        • Ich kann Dir hier nicht zustimmen, Det!

          Der Spitzenverband der GKV ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts, dessen Organe, sowie deren Mitglieder in einem demokratischen Verfahren u.a. auch durch die Versicherten selbst gewählt werden.

          Ähnlich wie auch bei den kommunalen Selbstverwaltungen hat auch der Spitzenverband der GKV eine Rechtssetzungshoheit, aufgrund dessen er zur Regelung der Aufgaben der Krankenkassen seine eigenen Satzungen erlassen kann (sofern übergeordnete Gesetze nicht etwas anderes aussagen).

          Und immerhin vertritt der Spitzenverband der GKV ca. 70 Millionen Versicherte, denn ca. 90% der deutschen Bevölkerung sind in einer gesetzlichen Krankenkasse. Und daher geht es hier nicht darum, dass sich eine „Bande“ selber die Taschen vollstopft, sondern darum, für die Allgemeinheit ein finanzierbares System am Leben zu halten.

          Dass dies in Einzelfällen zu einem Gefühl von Ungerechtigkeit führt, will ich allerdings gerne zugeben. Allerdings kommt dieses Empfinden bei den Meisten nur dann auf, wenn es den eigenen Geldbeutel betrifft.

          Gruß, Der Privatier

          • Ich kann Dir da nicht zustimmen Peter !
            Jeder Kleingartenverein hat Satzungsrecht , jedoch muss sich DIESER , immer höherrangigen Recht unterstellen . Nur die FUNKTIONÄRE der GKV denken , Sie könnten immer mal wieder das RECHT ( SGB , BGB u.s.w. ) so zurecht rücken , das für Sie die Lösung in das SGB einfließen könnte .
            Dieses Peter , ist vom GESETZGEBER JEDOCH NICHT GEWÜNSCHT , dafür gibt es ja EXTRA eine GESETZGEBUNG u.s.w. ( Legislative ,JUDIKATIVE,Executive ) .
            Aber durch ewig neue Klagen ( bei der JUDIKATIVEN ) und durch starke Lobby bei der GESETZGEBUNG , wird dieses genau immer wieder unterlaufen , bis es notfalls zum EUGH kommt , und dann endlich mal eine Klarstellung erfolgt .
            Aber bis dahin ist es halt ein langer Weg .

            Und es geht hierbei nicht darum , ob sich jemand selber die Taschen vollstopft , sondern darum , wie immer wieder GESETZESTEXT unterlaufen wird , und die notwendigkeit einer Klage daraus .

            Nur um Dir dieses nochmal zu verdeutlichen , VERLIERT DIE GKV eine KLAGE , ist SIE stehts bemüht KEIN URTEIL sondern ein VERGLEICH zu erzielen ( Wegen Außenwirkung ) . Gewinnt Sie , besteht Sie auf URTEIL. Ist das FAIR ???. Auch gegenüber Kläger / Beklagten ???
            Daraus folgend .jetzt IMMER AUSURTEILEN !!! , ENDE .

          • Okay, Det – Danke noch mal für Deine Sicht der Dinge.

            Ich denke, wir haben an diesem Punkt einfach unterschiedliche Meinungen und sollten diese einfach einmal so im Raum stehen lassen. Es macht für uns und auch die anderen Leser wenig Sinn, hier weiter endlose Diskussionen zu führen.

            Gruß, Der Privatier

      • Hallo Herr Ranning,

        ja, ratierliche Abfindungen sind bei freiwillig Versicherten immer bei der Beitragsbemessung zu berücksichtigen. [Schlussfolgerung nicht „speziell aus dem Urteil des Hess. LSG“, sondern vor allem aus Gesetz, Beitragsverfahrensgrundsätzen und sonstiger Rechtsprechung. Die Entscheidung des Hess. LSG war weder spektakulär noch unerwartet.]

        Ist das „gerecht“? Bei der sozialversicherungsrechtlichen Beurteilung von Einnahmen gibt es viele Baustellen, die dem „gesunden Rechtsempfinden“ zunächst zuwider laufen. Ist es wirklich gerechtfertigt, dass man auch mit sechsstelliger Abfindung ggf. kostenfrei familienversichert wird?

        Gruß
        Swantje

        • Danke für die Ergänzung!
          Und was das „gesunde Rechtsempfinden“ angeht, so will ich Ihnen gerne zustimmen. Ich habe ja auch nur gesagt, dass ich die Ungleichbehandlung einer Einmalzahlung und einer ratierlichen Zahlung nicht so ganz verstehe.

          Obwohl – wenn ich länger drüber nachdenke, sehe ich schon in der ratierlichen Zahlung eher den Charakter eines regelmäßigen Einkommens, welches dann durchaus berechtigt der KV-Pflicht unterliegen sollte.

          Vielleicht wäre es gerechter, wenn man bei einer Einmalzahlung (ähnlich wie bei der Fünftelregel) von einem fiktiven Verbrauch über einen gewissen Zeitraum ausgehen würde und für diese Zeit einen KV-Beitrag festlegen würde?

          Ich höre schon den wütenden Protest aller Abfindungsempfänger. Jaja – ist schon gut! Ist ja nur ein Gedankenspiel. Und vielleicht liest der Spitzenverband hier ja auch nicht mit. Aber wenn es doch so wäre und so kommen würde, dann müssten die Abfindungen eben zukünftig etwas nach oben angepasst werden. Richtiger wäre es – meine ich.

          Und was die Familienversicherung angeht… wenn es mir nach ginge, würde auch die vollkommen abgeschafft und es müsste für jedes Mitglied ein Beitrag bezahlt werden. Aber dann sind wir auch fast wieder beim Prinzip der PKV. Und die Frage ungelöst, wie ein alleinverdienender Familienvater einer fünf-(oder mehr)köpfigen Familie die KV-Beiträge seiner ganzen Familie bezahlen soll?

          Ich selber habe da keine Lösung (das wäre wohl auch reichlich vermessen) und halte mich daher mit einer Kritik nach Möglichkeit zurück. Ich versuche stattdessen lieber, die aktuellen Gesetze und Regeln zu verstehen, zu akzeptieren und meine Planungen danach auszurichten.

          Gruß, Der Privatier

          • Ich hab DIE LÖSUNG : Prozentuale BEBEITRAGUNG für ALLE und ALLES .

  15. Bin freiwillig gesetzlich krankenversichert und beziehe Arbeitslosengeld bis zum 01.07.2017. Ab 01.11.2017 gehe ich in Rente. Meine Frau ist berufstätig und gesetzlich krankenversichert.
    Abfindung wurde im Januar 2016 ausgezahlt. Aus der Auszahlung einer Direktversicherung (BAV) im Jahr 2015 fordert die Krankenkasse 7.000 EUR KV- und PV-Beiträge. Die werden spätestens ab Renteneintritt fällig (auf 10 Jahre verteilt).
    Kann ich diesen Betrag (Voraussetzung die Krankenkasse spielt mit) als Einmalzahlung bzw. Vorauszahlung steuerlich absetzen?

    Gruß
    Manni

    • Hallo Manni,

      ein Erfahrungsbericht aus der Vergangenheit.
      Bei mir hat die freiwillige Beitragszahlung im Jahr 2012 während dem „Dispojahr“ geklappt. Zuvor habe ich die KK allerdings gefragt bzw. denen erst den Sachverhalt der freiwilligen Beitragsvorauszahlung erklärt (bei mir ging es um die normalen monatlichen Beiträge, „2,5-facher Jahresbeitrag“).
      Evtl. zu beachten: nicht erst im Dezember bezahlen! Damit sichergestellt ist, dass die Beiträge für 2016 in der „elektronischen KK-Meldung 2016 an das FA“ auch ausgewiesen werden.
      LG FÜR2012

      • Hallo,

        bei der steuerlichen Anerkennung von Vorsorgeaufwendungen gilt das Zuflussprinzip; das bedeutet, der Zahlungstermin ist extrem wichtig.
        Ich habe mal etwas in die gesetzliche Rente eingezahlt. Der Sachbearbeiter hat gestöhnt, dass am Ende des Jahres alle damit kommen…

        Viele Grüße, Hardy

    • Hallo Manni,
      zunächst einmal muss ich sagen, dass ich die Antwort nicht weiß!
      Ich kann mir also höchstens etwas denken und gemeinsame Überlegungen anstellen:

      Und so denke ich mal, dass es für die Vorauszahlung der Krankenkassenbeiträge (und deren steuerliche Anerkennung) keine Rolle spielt, auf welcher Grundlage diese Beiträge berechnet werden. Bei mir sind das inzwischen zwei kleine Renten (Riester und Rürup) und die Kapitaleinkünfte. Käme da jetzt noch eine BAV dazu (auf 10 Jahre verteilt), würde sich eben ein etwas höherer Beitrag ergeben.

      Und diesen, wie auch immer zusammengesetzten Beitrag kann man dann eben für 2,5 Jahre im Voraus bezahlen. Vorher natürlich mit der KK abstimmen!

      Ich sehe daher keinen Grund, warum es Problem mit einer Vorauszahlung geben sollte. Natürlich immer nur in den genannten Grenzen und nach Klärung mit der KK.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,

        ich hatte, während des Dispositionsjahres, eine zeitlich befristete BU-Rente, die als Kapitalleistung gezahlt wurde.
        Die gesetzliche Krankenkasse hat den Betrag auf 120 Monate umgelegt. Da der daraus resultierende monatliche Krankenkassenbeitrag unter der Geringfügigkeitsgrenze von 145,25 € liegt, muss ich derzeit nichts zahlen.
        Sobald aber weitere Kapitalleistungen hinzukommen und die Summe den Grenzbetrag übersteigt, ist der Krankenkassenbeitrag auf die volle Summe fällig.
        Also muss man auch bei solchen Zahlungen aufpassen.

        Ich fand aber auch die Information, dass Kapitalleistungen nicht beitragspflichtig sind, sobald man in der Krankenkasse der Rentner ist.
        Vielleicht kann das jemand bestätigen?

        Viele Grüße, Hardy

          • Hallo Privatier.

            Danke schön für die Info; ich habe das nochmal durchgelesen.
            Da ich seit Berufsanfang in der gesetzlichen Krankenversicherung war, werde ich als Rentner pflichtversichert in der Krankenkasse der Rentner sein.
            Jetzt habe ich noch eine betriebliche Altersversorgung, die als Einmalzahlung fällig wird.
            Meine Idee ist jetzt, dass ich diese Zahlung erst beantrage, wenn ich Rentner bin, um die Verbeitragung zu umgehen. Ich werde dazu auch noch mal Kontakt zu der Versicherung aufnehmen.

            Viele Grüße, Hardy

    • Hallo Manni,
      irgendwas passt da nicht. Wenn du ALG beziehst kannst du nicht freiwillig versichert sein. ALG-Bezieher sind pflichtversichert. Der 10-Jahres-Zeitraum für die Verbeitragung der Einmalzahlung beginnt auch immer mit dem Auszahlungsmonat (bei dir also irgendwann 2015) und nicht erst mit Renteneintritt.

  16. Hallo Swantje,
    als ALG-Bezieher bin ich pflichtversichert. Das ist richtig. Bis zum 31.12.2015 war ich freiwillig in der gesetzlichen KV. Meine Krankenkasse nimmt aber die festgelegten KV/PV-Beträge aus der BAV (Auszahlung 2015) nicht an.

    Begründung:
    Bis zum 01.07.2017 wird der Höchstbeitrag von der Arbeitsagentur gezahlt. Danach wird abhängig von den gezahlten KV/PV-Beiträgen aus gesetzlicher Rente, Arbeitgeber-Rente, Riester etc. bis zur Beitragsbemessungsgrenze weiterer KV/PV-Beitrag aus der BAV gefordert.
    Ob der KV/PV-Beitrag aus der BAV jemals fällig wird, kann heute bzw. in diesem Jahr nicht abschließend gesagt werden. Durch z. B . vorzeitigem Tod oder Renteneinkünfte liegen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird der Beitrag nicht fällig und kann daher dieses Jahr nicht an das Finanzamt gemeldet werden.

    Beschäftige mich daher jetzt weiter mit er RÜRUP-Variante.

    Gruß Manni

  17. Hallo Privatier,
    ich stehe mit dem Thema „Vorauszahlung von KK-Beiträgen“ etwas auf dem Schlauch:

    Mein Status:
    -In 2015 per Aufhebungsvertrag aufgehört zu arbeiten
    -Anfang 2016 Abfindung erhalten
    -PKV versichert und zahle derzeit meine monatlichen PKV-Beiträge selbst
    -In 2017 möchte ich dann ALG1 beantragen
    -Noch in 2016 möchte ich die PKV-Beiträge für die nächsten +2,5Jahre PKV-(also für die Jahre 2017,2018 und anteilig 2019) aus steuerlichen Gründen zahlen
    Meine PKV ‚bunkert‘ nun die obige Einzahlungssumme als Guthaben und verrechnet die Summe dann über die nächsten Jahre Monat für Monat.

    …soweit alles klar..

    Meine Frage:
    Sie schrieben, das es einen Haken mit der Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen geben würde, falls man man irgendwann ALG1-Zahlungen erhält -> „Selbstverständlich funktioniert dieser Trick natürlich auch nicht, wenn die KV-Beiträge von einer anderen Stelle übernommen werden (z.B. von der Arbeitsagentur)“.

    Aber „Martin F.“ hat das Szenario (weiter oben im Blog) als PKV-Versicherter doch bereits durchlaufen und bei der Beantragung von ALG1-Leistungen mittels der „Bescheinigung zur Übernahme von Beiträgen nach §174 SGB III – Kranken-/Pflegeversicherung“ seine monatlichen PKV-Zuschüsse während des ALG1-Bezugszeitraums von der Arbeitsagentur erhalten. Die erhaltenen PKV-Zahlungen seitens der Arbeitsagentur muß man ja nicht an die PKV überweisen, da ja eine Vorauszahlung im Vorjahr erfolgte…

    Wo habe ich meinen Denkfehler, das der Bezug von ALG1-Leistungen im Zuge dieses Steuersparmodells finanziell schädlich wäre…man bekommt doch die PKV-Zuzahlung während des ALG1-Bezuges von der Arbeitsagentur ausgezahlt (?!)

    Viele Grüße
    M.M.M

    • Sorry, eine Anmerkung noch:
      Martin F. war nicht PKV- sondern freiwillig gesetzlich versichert, wobei das vom Status her -denke ich- eigentlich keinen Unterschied für meine obige Frage macht.
      Grüsse
      M.M.M

      • Im Eintrag „Martin F. sagte am 5. April 2016 um 18:16“ hatte ich über einen meiner Ex-Kollegen berichtet. Mein persönlicher Status unterscheidet sich etwas:

        1) PKV seit Jahrzehnten und weil über 55 kein Austritt möglich.
        2) Ausscheiden aus dem Unternehmen nach Betriebsauflösung zum 28.02.2014.
        3) In der Zeit 01.03.2014 bis 28.02.2015 „Mitarbeiter“ in einer Transfergesellschaft.
        4) 01.03.-31.12.2015 für 10 Monate Dispojahr in Anspruch genommen, d.h. „Privatier“ ohne rentenversicherungspflichtige Einnahmen und ohne Bezug von Arbeitslosengeld. In diesen 10 Monaten die regulären Beiträge an die PKV weiter gezahlt.
        5) Gegen Ende 2015 zusätzliche Einzahlung vom 2,5-fachen des 2015er Jahresbeitrags als Vorauszahlung an die PKV.
        6) Gegen Ende 2015 Ausschöpfung des maximal steuerlich absetzbaren Betrages durch Einzahlung in GRV:
        a) Maximale freiwillige Rentenbeiträge für 01.03.-31.12.2015,
        b) Aufgestockt bis zum steuerlich absetzbaren Maximum über „Antrag auf Auskunft über die Höhe der Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters“.
        7) Ab 01.01.2016 arbeitslos / arbeitssuchend gemeldet mit Bezug von Arbeitslosengeld I.
        a) Wegen der Bedingungen von Punkt 1 oben bleibe ich in der PKV.
        b) Bei Antragstellung zum Arbeitslosengeld zudem das „Zusatzblatt Sozialversicherung“ und eine „Bescheinigung zur Übernahme von Beiträgen nach §174 SGB III – Kranken-/Pflegeversicherung“ (von der PKV auszufüllen) abgegeben.
        c) Auf dieser Grundlage berechnet die Agentur für Arbeit den Zuschuss für die Kranken- und Pflegeversicherung und zahlt ihn monatlich mit der Leistung aus.
        d) Da ich Ende 2015 bereits meine Vorauszahlung an die PKV geleistet habe, werden die jetzt fälligen monatlichen Beiträge gegen mein Guthaben gebucht, d.h. zurzeit zahle ich keine Beiträge unmittelbar an die PKV.
        8) Abfindung Anfang 2015 mit Anwendung der Fünftel-Regelung:
        a) In dem Einkommenssteuerbescheid vom Juli 2016 für das Steuerjahr 2015 sind alle oben beschriebenen Steueroptimierungen ohne Beanstandung anerkannt worden!

        • Hallo Martin,

          vielen Dank für das ausführliche Statement. Meine Abfindung habe ich ebenfalls nach der 5tel-Regelung ausführen lassen.

          Ihre Punkte 7b bis 7d sind für mich sehr interessant gewesen, gerade hinsichtlich der positiven Akzeptanz seitens des FinA!

          Grüße

    • Hallo M.M.M. und sorry, wenn ich mit meinen Aussagen im Beitrag für Verunsicherung gesorgt habe!
      Inzwischen haben wir ja durch Martin F. eine Erfahrung aus der Praxis, dass KV-Vorauszahlung und ALG-Bezug sich durchaus miteinander vertragen.

      Gruß, Der Privatier

  18. Hallo Martin,

    sehr interessanter und informativer Beitrag!

    Bei mir wird es in 1-2 Jahren vermutlich auch so ähnlich ablaufen, allerdings ohne Transfer.

    2 Fragen hätte ich noch:

    1. Dispojahr 10 Monate war kein echtes? Bei dir spielt die Sperr- und Ruhenszeit aufgrund der Transfer keine Rolle, richtig? Also nur wegen dem Progressionsvorbehalt?

    2. Über die Rentenaufstockunghab ich mir noch gar keine Gedanken gemacht, wirkt das während des Dispojahrs ähnlich wie z.B. Rürup?

    Hast Du hier als Eimalbeitrag den Höchstbeitrag (AG u.AN) bis zur Bemessungsgrenze als Einmalzahlung einbezahlt und dafür ca. 2 Punkte bekommen?

    Grüße

    • Zu 1: Die 10 Monate „Dispojahr“ 01.03.-31.12.2015 habe ich nur deshalb eingeschoben, um die zu versteuernden Einnahmen im Jahr der Abfindung möglichst gering zu halten. ALG I Bezug in dieser Zeit hätte wegen des Progressionsvorbehalts zu einer höheren Steuerquote geführt.

      Zu 2: Freiwillige Einzahlungen in die GRV oder eine Rürup-Rente werden steuerrechtlich identisch behandelt.
      Ich persönlich bevorzuge die GRV, weil ich bei meiner rentennahen Einzahlung im aktuellen Niedrigzins Umfeld einen höheren Rückfluss erwarte.
      Die erhaltenen Rentenpunkte habe ich nicht nachgerechnet. Für die freiwilligen Beiträge 01.03.-31.12.2015 habe ich keine Information. Für die zusätzlich gezahlten 12.000€ zum Ausgleich der Rentenminderung wurden mir laut Auskunft der Deutschen Rentenversicherung 1,696 persönliche Entgeltpunkte gut geschrieben.

  19. Hallo, bin freiwillig KK versichert und befinde mich bis 31.12.2016 im Dispo.jahr, habe heute auf Nachfrage über die Vorauszahlung von Beiträgen von meiner KK folgende Antwort erhalten . Es ist möglich das 2,5 fache des Jahresbeitrages in Voraus zu Überweisen.
    Wenn aber wie bei mir ab 1.1.2017 die afa die Beiträge an die KK zahlt, bekomme ich meine
    bis dahin nicht verbrauchten Beiträge zurückerstattet. Wie wirkt sich das Steuerlich in 2017 aus, muß der zurückerhaltene Betrag angegeben werden ? Danke und Grüße

    • Meine KK schickt mir am Ende des Jahres immer eine Bescheinigung über gezahlte und erstattete Beiträge. Dies sollte man dann auch vollständig in der Steuer-Erklärung so angeben.

      Mir erscheint die Aussage deiner KK: „…bekomme ich meine bis dahin nicht verbrauchten Beiträge zurückerstattet.“ allerdings etwas fragwürdig! Denn wer in 2016 Beiträge für 2,5 Jahre im Voraus bezahlt, hat diese in 2017 niemals verbraucht. Egal, ob nun die AfA zahlt, oder nicht. Das ist irgendwie nicht schlüssig.

      Ich habe diese Vorauszahlung selber nicht erprobt, andere Leser berichten aber davon, dass die Krankenkassen eine Art Konto führen, auf das zu Beginn eben Beiträge für 2,5 Jahre eingezahlt werden und diese dann nach Bedarf entnommen werden. Mal mehr und mal weniger. Wenn die AfA zahlt, eben auch einmal nichts.

      Ich würde bei der KK noch einmal nachfragen, wie das genau gehandhabt wird. Aber selbst wenn der Beitrag für 2017 am Jahresende wieder erstattet würde, wäre ja der gewünschte Effekt für 2016 erzielt.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo und Danke für die Antwort. Mir wurde das so erklärt:Meine Einzahlung jetzt im Oktober für 2,5 Jahre . Ab 1.1.2017 Einzahlung durch AFA und gleichzeitig im Januar 2017 noch Beitragsrückerstattung der Beiträge abzüglich der Beiträge für Nov. Dez. 2016
        Ich werde aber nochmal Nachfragen. Grüße

    • Hinweis vom Privatier:
      Martin schreibt mir soeben, dass sein ursprünglich hier geschriebener Kommentar Fehler enthält und er stattdessen auf seine Aussagen vom 5.April 2016 verweist.

      Gruß, Der Privatier

  20. Ich habe einmal eine dumme Frage zu den max. 2,5 Jahren Vorauszahlungen von KK-Beiträgen.

    Status:
    Ich bin PKV-versichert und konnte letzte Woche erfolgreich das 2,5-fache meines Jahresbeitrags für die Kranken- und Pflegeversicherung an mein PKV-Unternehmen überweisen….abzüglich eines Rabattes von 4% für diese Vorauszahlungssumme wegen Umstellung auf jährliche Zahlungsweise seitens der PKV.
    Die Überweisung enthielt monetär auch die kompletten Leistungsinhalte, welche über die Basisabsicherung hinausgehen (also zzgl. Einzelzimmer, Chefarzt, Krankentagegeldversicherung etc)

    Nun zu meinen zwei Fragen:

    1. Ich denke, das FinA erkennt nicht die volle Überweisungssumme meiner Vorauszahlung als Sonderausgaben an, sondern nur die Höhe des PKV-Basistarifs (also ohne die zusätzlichen Gimmicks wie Einzelzimmer etc.).
    Richtig verstanden?

    2. Viel wichtiger erscheinen mir die beiden folgenden Fragen:
    2a:
    Was geschieht steuerlich, wenn ich z.B. 3 Jahresbeiträge an meine PKV im voraus bezahle?
    Denn mit dem PKV-Rabatt von 4% auf solche langjährigen Vorauszahlungen würde ich bei niedrigem Zinsumfeld ein gutes ‚Geschäft‘ mit der PKV machen.
    Ich DENKE das FinA ‚kappt‘ dann eben den maximal möglichen Sonderausgabenabzug auf die maximal möglichen 2,5 Jahre, ODER versagt das FinA diese Anerkennung komplett, weil ich mehr als die Vorauszahlungssumme von 2,5 Jahren eingezahlt habe?! …das wäre ja heftig…!

    2b:
    Was geschieht, wenn ich z.B. nur für 2 Jahre meine PKV-Beiträge vorauszahlen würde?
    Würde das FinA dann gar keine Sonderausgaben anerkennen, weil ich dann UNTER den maximal möglichen 2,5 Jahren liege?

    Die obigen Fragen zu „2“ stellen sich mir, weil ich aus den IN GROßSCHRIFT gesetzten Teil des unteren Gesetzestextes nicht ganz schlau werde:
    „Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden UND IN DER SUMME DAS ZWEIEINHALBFACHE DER AUF DEN VERANLAGUNGSZEITRAUM ENTFALLENDEN BEITRÄGE ÜBERSCHREITEN, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden“

    Ist es also schlimm, die Einzahlungssumme von 2,5 Jahren zu über- oder unterschreiten und würde das FinA in eiem Fall GAR NICHTS als Sonderausgaben anerkennen?

    Vielen Dank vorab, falls mir jemand Antworten geben kann!

    Grüße

    • Zu 1: Es ist richtig, dass die Krankenkassenkosten nur in Höhe der sog. Grundversorgung als KV-Kosten anerkannt werden. Die Zusatzleistungen können aber im Rahmen der sonstigen Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden. Wobei dies dann oft an den Grenzen scheitert.

      Zu 2a: Zunächst einmal muss ich noch einmal betonen, dass man in einem Jahr insgesamt 3,5 Jahresbeträge zahlen kann (einen „normal“ und 2,5 im Voraus). Wer also 3 Jahresbeiträge zahlt, liegt im Rahmen.
      Wird aber der Rahmen überschritten, wird eben max. die steuerliche Höchstgrenze anerkannt. Der Rest ist dann steuerlich nicht relevant.

      Zu 2b: Das 2,5fache gilt als Obergrenze für die steuerliche Anerkennung. Weniger ist gar kein Problem und ein übersteigender Betrag wird kann erst in späteren Jahren steuerlich verwertet werden.

      Eine Über- oder Unterschreitung führt also nicht dazu, dass GAR NICHTS anerkannt wird.

      Gruß, Der Privatier

  21. Su-per,

    vielen Dank der raschen Rückmeldung!
    Ich bin halt manchmal etwas skeptisch ob der Gesetzestexte und -interpretation dieser und vermute des öfteren gesetzliche Fallstricke dahinter.

    Zu 2a:
    Ja, richtig. Meine bisherigen ’normalen‘ Krankenkassenbeiträge in diesem Kalenderjahr zählen natürlich neben den 2,5 Jahren Vorauszahlung als zusätzlicher Jahresbeitrag hinzu und hatte ich vergessen zu erwähnen.

    …manchmal blickt man immer zu sehr in die Zukunft und vergisst das „Grundrauschen“ des laufenden Jahres zu erwähnen 🙂

    LG
    M.M.M.

  22. Hallo..Nun lass ich es mir echo seit 8 Monaten gut gehen als Privater,,,
    Jetzt kommt aber nee Frage wo nee Antwort schwer fällt…wer weiss was ??
    Also Abfindung bekommen ja klar …Jetzt Krankenkasse für 2,5 Jahre im voraus bezahlt wegen der Steuer..klar…So nun werde ich Arbeitslos zum Mai 2017..also zahlt das Arbeitsamt meine Krankenversicherung…Nun was ? Bekomme ich die Beiträge zurück oder bleibt es als Guthaben für später ?oder was auch immer…

    Danke für euere Mühen

    • Hallo. Meine Krankenkasse will mir meine eingezahlten Beiträge zurücküberweisen sobald die Krankenkassenbeiträge durch das Arbeitsamt bezahlt werden. Ich habe direkt bei der KK angerufen und mich erkundigt. Grüße und nen guten Rutsch ins neue Jahr

      • Hallo; nur interessehalber…

        Was passiert denn mit einer Rückzahlung der KV, wenn die Einzahlung zu einem steuerlich günstigeren Ergebnis geführt hat?

        Viele Grüße, Hardy

        • Hallo Hardy,

          ich hatte folgenden Fall:
          – Vorauszahlung von Beiträgen im Abfindungsjahr
          – im Dispojahr wurden die KV- und PV-Beiträge von der KK vom Guthaben abgebucht
          – nach Dispojahr arbeitslos; AfA übernimmt die Beitragszahlung
          – 2014 sozialversichungspflichtige Beschäftigung; Beitragszahlung durch AG
          – KK meldet sich wegen Guthabenrückerstattung
          – im Rückerstattungsjahr hatte ich dann mehr Erstattung als Beiträge und folglich war der Überschuss steuerpflichtig mit „ganz normalem“ Steuersatz
          Fazit:
          Mir hat die Beitragsvorauszahlung im Abfindungsjahr mehr geholfen (1/5-Regelung) als dann im Erstattungsjahr geschadet/ gekostet.

          LG FÜR2012

    • Warum zahlt das AA direkt an die PKV? Ich habe meinen PKV-Vertrag vorgelgt und angegeben, daß die PKV vom meinem Konto monatl. abbucht (was vermutlich die Regel ist). Darum zahlt das AA neben dem ALGI auch die Versicherungbeiträge zur KV und PV an mich. Obwohl ich eine Vorauszahlung geleistet habe.

      • Ich kann da nicht aus eigenen Erfahrungen berichten, es gibt aber andere Kommentatoren (wie z.B. M.M.M., direkt hier drunter), der von einem an sich logischen und einfachen Verfahren berichtet hat.
        Vielleicht hilft ja auch ein Anfruf bei der Agentur weiter mit der Bitte, das Verfahren zu ändern?

        Gruß, Der Privatier

  23. Hallo zusammen,

    man sollte im ALG1-Antrag aufpassen:

    Dort gibt es ja auch einen Abschnitt „(Private-)Krankenkasse“ zum ausfüllen.
    Dort hat man -soweit ich mich erinnern kann- die Option ob sich die Arbeitsagentur zur Zahlung der PKV-Beiträge direkt mit dem PKV-Unternehmen abstimmen soll (=bloß nicht…das gibt nur Wirrwarr!), oder ob die von der Arbeitsagentur errechneten PKV-Zuzahlungen auf sein eigenes Konto überwiesen werden soll (=gut!)…und man sich damit selbst um die Zahlung an die PKV kümmert.
    Nehmt tunlichst die zweite Option, also „selbst kümmern“.

    Dann wird Euch von der Arbeitsagentur – neben der ALG1-Zahlung – die monatliche PKV-Zahlung auf Euer Konto überwiesen und was Ihr damit macht ist dann ‚Euer Bier‘.

    Im Zweifel macht Ihr mit diesen PKV-Zuzahlungen der Arbeitsagentur nämlich nichts und freut Euch, da Ihr die +2,5Jahre PKV-Beträge an die PKV ja schon geleistet habt.

    *MEINE* PKV behält in obigem Konstrukt zumindest die von mir für +2,5 Jahre vorausgezahlten Beiträge komplett und überweist mir nichts zurück…soweit deren telefonische Aussage zu genau dieser Fragestellung.

    Grüsse
    M.M.M

  24. @Simon: Soweit ich weiß, gibt es dazu bei den Krankenkassen keine einheitliche Regelung. Es gibt wohl einige, die eine Rückzahlung veranlassen, wenn die Zahlungen von anderer Seite (z.B. Agentur) kommen, es gibt aber wohl auch andere Krankenkassen, die die Vorauszahlung einfach als ein Guthaben betrachten, von dem nach Bedarf Beiträge abgebucht wurden.

    Mir erscheint letztere Variante als die sinnvollere. Vielleicht kann/sollte man dies im Vorfeld oder bei Bedarf auch mit der eigenen Krankenkasse abklären.

    Falls sich dann eine Rückzahlung aber doch nicht vermeiden lässt, wird sie ganz sicher am Jahresende in der Bescheinigung der KK über gezahlte/erstattete Beiträge erscheinen und ist dann entsprechend in der Steuererklärung anzugeben. Da dies dann aber normalerweise nicht im Jahr der Abfindung stattfindet, sollte das kein großes Problem mehr darstellen.

    Gruß, Der Privatier

  25. Hallo Privatier und Mitkommentatoren,

    erst einmal möchte ich mich für das Bereitstellen der vielen interessanten und hilfreichen Informationen auf dieser Website und auch im Kommentarbereich bedanken. Der Privatier hat einen wirklich sehr angenehm zu lesenden Schreibstil und sehr höfliche und souveräne Umgangsformen. Ich habe zwar schon einiges gelesen, aber längst nicht alles, ich bitte vorab zu entschuldigen, falls ich hier etwas frage, das schon irgendwo erwähnt wurde.

    Thema steuerliche Absetzbarkeit der GKV als Sonderausgabe:

    Arbeitnehmer in der GKV können ja die AN-Krankenkassenbeiträge und die AN-Pflegeversicherungsbeiträge sowie die Zusatzbeiträge seit 2010 in unbegrenzter Höhe (abzüglich 4% für Krankengeld) absetzen.

    Bei einem Selbstzahler / Privatier fallen ja die jeweils vollständigen Beitragssätze an, also auch die, die früher vom Arbeitgeber übernommen wurden.

    Wie im Beitrag beschrieben, können bei einem Selbstzahler / Privatier in der GKV die vollständigen bezahlten KV- und PV-Beiträge (also auch die, deren Anteil früher vom Arbeitgeber bezahlt wurde) vollständig als Sonderausgabe abgesetzt werden.

    1.
    Sind die von den GKV (in unterschiedlicher Höhe teilweise) erhobenen Zusatzbeiträge bei KV und PV auch voll absetzbar?

    2.
    Da ich es wie der Privatier gerne genau wissen möchte: Verringert sich die Sonderausgabe bei der KV bei einem Selbstzahler / Privatier um die 4 % bezüglich dem Krankengeld (bekommt doch ein Privatier bestimmt eh nicht, oder?)?

    Vielen Dank im Voraus für hilfreiche Antworten!

    Gruß
    M.F.

    • Hallo M.F. und vielen Dank für die lobenden Worte! Hoffentlich kann ich die Erwartung an „höfliche und souveräne Umgangsformen“ auch in diesem Falle erfüllen. 😉

      Zu 1: Ja, auch die Zusatzbeiträge gehören zu den absetzbaren Kosten einer GKV. Für den sog. Selbstzahler erstellen die KK zu Beginn einer Jahres eine Bescheinung über die gezahlten (und erstatteten) Beiträge. Darin sind die Zusatzkosten enthalten.

      Zu 2: Nein, sooo genau will ICH das gar nicht wissen! Zum einen (wie schon richtig vermutet) dürften zumindest die gesetzlich Versicherten in der Regel ohnehin keinen Anspruch auf Krankengeld haben und selbst wenn, dürfte die Steuererparnis so gering sein, dass es sich (für mich) nicht lohnt, darüber nachzudenken. Daher: Ich weiß es nicht.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,

        vielen Dank für die schnellen Antworten.

        Zu 1:
        Super ist, dass auch die Zusatzbeiträge für ein GKV-Mitglied absetzbar sind.

        Zu 2:
        Kein Problem, die Absetzbarkeit der 4 % ist ja auch nicht kriegsentscheidend, bei z. B. 4.000 EUR KV im Jahr ginge es auch nur um 160 EUR Absetzbarkeit.

        Kämen die Einkünfte nahezu nur aus Kapitaleinkünften, wären das bei 25 % gerade einmal ca. 40 EUR + Soli + ggf. Kirchensteuer als Ersparnis.

        Hat jemand sehr hohe passive Einkünfte und diese hauptsächlich aus Mieteinnahmen macht es bei dem KV-Maximalbeitrag und Spitzensteuersatz natürlich entsprechend mehr aus, aber alles in allem eben nicht viel.

        Das wichtigste ist m. E., dass eben der gesamte KV-Beitrag, als auch der, der beim Arbeitnehmer in der GKV vom Arbeitgeber bezahlt wird, für einen Privatier absetzbar ist.

        Vielen Dank nochmals!

        Gruß
        M.F.

  26. Ich bin ab 1.4.2017 in Vorruhestand. Erhalte Rente und Pensionskasse (KV wird von RV und PK abgeführt)
    Nun zu meiner Frage . Im April 2018 erhalte ich meine Abfindung. Neben der 1/5 Regelung habe ich nun von der Vorauszahlung von KV Beiträgen gelesen. Ist das in meiner Situation überhaupt möglich?
    Bis 31.3.2017 bin ich noch angestellt und freiwillig in der gesetzlichen KV versichert.Danke.

    • Eine Vorauszahlung ist nur dann sinnvoll, wenn man als freiwillig Versicherter sog. „Selbstzahler“ ist, d.h. man erhält sämtliche Einkünfte (auch die Renten) als Brutto-Betrag und muss dann selber die darauf fälligen KV/PV-Beiträge abführen. Ich habe dies derzeit mit meinen beiden aktuellen kleinen Renten-Versicherungen so vereinbart (Rürup und Riester/Pensionskasse).

      Ich denke, als Pflichtversicherter (egal ob angestellt oder gesetzl. Rentner) wird das wohl nicht möglich sein. Es wäre also im Einzelfall vorab zu prüfen, inwieweit die Versicherungen die Möglichkeit einer Brutto-Auszahlung anbieten.

      Gruß, Der Privatier

  27. Guten Tag liebe „Privatier-Gemeinde“,
    ich genieße seit 1.2.17 mein Dispositionsjahr. Da ich (sowie meine minderjährige Tochter) privat krankenversichert sind, habe ich vor, im Dezember die KK-Beiträge für 1/2018 – 6/2020 in Voraus zu zahlen. Die PKV ist damit einverstanden. Meine Ehefrau ist allerdings als Arbeitnehmerin gesetzlich krankenversichert. Ich habe gelesen, dass die Vorauszahlung bei dieser Konstellation nicht sinnvoll sei oder sogar nicht möglich sei. Leider ist mir nicht klar geworden, warum das so ist. Ob sinnvoll oder nicht, hängt ja wohl von den indivuellen Zahlen ab. Wenn aber das Konstrukt KK-Vorauszahlung bei getrennt Versicherten steuerrechtlich aus irgendwelchen Gründen gar nicht möglich ist, ist das natürlich etwas anders. Kann mir hierzu jemand Auskunft geben?

    Die KK-Beiträge meiner Frau sind sehr gering. Es geht mir auch nicht so sehr um Steuererparnisse in den Folgejahren, sondern einzig darum, in 2017 die Steuerlast (wegen Abfindung) zu mindern.

    Grüße vom Brösel

    • Hallo Brösel,

      ich würde u.a. das Finanzamt befragen bzw. die Daten in eine EkSt-Software eingeben. Parallel dazu das ganze auch einmal in die ELSTER-Software eingeben.
      Bitte fragen Sie bei ihrer KK nach bis wann im Dezember 2017 einbezahlte Beiträge noch für das Steuerjahr 2017 ausgewiesen werden!

      LG FÜR2012

  28. Eine Frage, die mir bislang niemand beantworten konnte, gestellt anhand eines fiktiven Beispiels:
    Herr Mustermann kündigt sein Arbeitsverhältnis selber zum 31.12.2017. Er erhält also keine Abfindung. Das Jahr 2018 soll als Dispojahr genutzt werden. Es gibt in 2018 keine Einkünfte, die Beiträge für die freiwillige GKV muss Herr Mustermann selber zahlen. Kann Herr Mustermann in seinem letzten Arbeitsjahr (2017), in welchen ja der Arbeitgeber einen Teil der KV-Beiträge übernimmt, KV-Beiträge für die Folgejahre vorauszahlen und sind diese wie oben beschrieben über die Steuererklärung für 2017 steuerlich absetzbar?
    Gruß, BigMac

    • Hallo BigMac,

      das hing/ hängt wohl auch damit zusammen, ob Herr Mustermann in 2017 seine AN-Anteile selbst an die KK abführte.
      Um die Vorauszahlungsmöglichkeit nutzen zu können, musste man früher (z.B. 2012 in meinem Fall) Selbstzahler sein. Diese Vorauszahlungsmöglichkeit von KV- und PV-Beiträgen sollte (früher) eine Steuergestaltungsmöglichkeit für Selbständige sein.
      Wäre Herr Mustermann nur bis 30.11.2017 angestellt, dann könnte es im Dezember 2017 (wenn auch seine KK mitspielt) gerade noch rechtzeitig klappen. ABER: die Bewertung (und damit die steuerliche Anerkennung) erfolgt immer durch das FA; schließlich betrifft es die Einkommensteuererklärung.
      Viel besser erklären, begründen und formulieren könnte es hier im Forum vermutlich Herr Thomas Schulze.
      Mein persönliches Fazit: Falls Herr Mustermann schon 2017 mit seinem „Dispojahr“ begänne, dann könnte es viel besser funktionieren, da dann Herr Mustermann schon selbst seine KV- und PV-Beiträge zahlte ….

      LG FÜR2012

    • Eigentlich sind das zwei Fragen, nämlich:
      a) kann Hr. Mustermann eine Vorauszahlung leisten und
      b) wird sie steuerlich anerkannt?

      a) Ob eine Vorauszahlung möglich ist (und in welcher Höhe) muss im Vorfeld immer mit der eigenen Krankenkasse geklärt werden. Wie FÜR2012 schon richtig erläutert hat, geht dies in der Regel nur bei privaten KVs oder bei Selbstzahlern in der GKV. Ich könnte mir aber sehr gut vorstellen, dass eine KK bei entsprechender Schilderung der Sachlage durchaus auch eine Vorauszahlung für ein Folgejahr akzeptieren würde, in dem ja dann die Voraussetzungen gegeben wären.
      Die endgültige Klärung der Frage wird nur in einem Gespräch mit der eigenen KK möglich sein.

      b) Wenn die Krankenkasse eine Vorauszahlung akzeptiert, sehe ich keinen Grund, warum das FA diese Kosten nicht anerkennen sollte.

      Gruß, Der Privatier

      • „Wenn die Krankenkasse eine Vorauszahlung akzeptiert, sehe ich keinen Grund, warum das FA diese Kosten nicht anerkennen sollte.“

        Bislang war ich der Meinung, dass das mit der Vorauszahlung der Beiträge für die KV und PV alles wie hier diskutiert und beschrieben sein sollte. Meine KK (GKV) akzeptiert das 2,5fache des Gesamtbeitrages als Vorauszahlung, egal ob ich Selbstzahler bin oder nicht. Wichtig ist nur, dass man das Prozedere vorher genau abspricht und die Vorauszahlung möglichst nicht vor der letzten Zahlung durch den AG erfolgt. Bei der KK habe ich zum Glück einen sehr engagierten und interessierten Ansprechpartner, der sich in den Thema schlau gemacht hat und auch der Meinung ist, dass das mit der Anerkennung durch das FA dann klappt.

        Heute kommt ein Kollege zu mir, der von seinem Steuerberater eine andere Auskunft erhalten hat. Dieser behauptet, dass das FA nur der AN-Teil der Beiträge als steuermindernd akzeptieren wird. Zudem gäbe es einen maximalen Beitrag von ca. 20.000 Euro, der für Versicherungszahlungen geltent gemacht werden kann. Da ich von diesem Maximalbeitrag noch nie etwas gehört oder gelesen habe, bin ich skeptisch gegenüber der gesamten Auskunft.

        Ist unter den Lesenden jemand, der das Ganze in dieser Konstellation

        – in der GKV versichert
        – kein Selbstzahler = AG führt KV-/PV-Beiträge ab
        – Kündigung zum 31.12.
        – Vorauszahlung des 2,5fachen der Gesamtbeiträge im Dezember desselben Jahres

        schon erfolgreich durchgezogen hat, bei dem also das FA die komplette Vorauszahlung als steuermindernd akzeptiert hat? Oder entsprechende Infos oder Berichte im Internet kennt?

        Gruß, BigMac

        • Hallo BigMac,

          ich kann Ihnen nur einen kleinen Hinweis geben.
          Bei Beitragszahlungen/ -vorauszahlungen im Dezember ist eine Absprache mit der KK sehr empfehlenswert, damit Ihre Zahlungen noch von der KK für das AKTUELLE Kalenderjahr bestätigt werden.

          LG FÜR2012

        • „Dieser behauptet, dass das FA nur der AN-Teil der Beiträge als steuermindernd akzeptieren wird.“

          Das wurde zwar bisher wahrscheinlich nicht ausdrücklich erwähnt, ist aber andererseits ein elementares Grundprinzip des deutschen Steuerrechts: Als Sonderausgaben sind selbstverständlich immer nur die Ausgaben absetzbar, die auch vom Steuerpflichtigen selbst bezahlt wurden.
          Bei einem Privatier, der seine KV-/PV-Beiträge ohnehin komplett selber zahlt, tritt die Frage womöglich nicht auf, wenn noch ein AG im Spiel ist, ist aber immer nur der AN-Anteil steuerlich wirksam. Eine Obergrenze ist mir allerdings nicht bekannt.

          Gruß, Der Privatier

          • @FÜR2012: Wie geschrieben, bin ich in engem Kontakt mit meiner KK und mir ist das bewusst. Trotzdem vielen Dank für den Tipp,

            @Privatier: Vollkommen richtig. Das würde nach meiner Meinung aber an zwei Stellen haken:
            1) Das Argument gilt für den Fall, dass der Vorauszahlende angestellt ist und auch weiterhin angestellt bleiben wird. Hier findet aber der Wechsel in die „Selbstständigkeit“ statt und der Steuerpflichtige vorauszahlt die Beiträge a )komplett selber und b) für die Zeit ohne AG-Teil.
            2) Wie sähe es aus, wenn man zum 30.11. kündigt, folglich ab dem 1.12. die Beiträge komplett selber zahlt und im Dezember wie geplant die Vorauszahlung tätigt? Dann müsste der vom Finanzamt akzeptierte maximale Vorauszahlungsbetrag AG- und AN-Anteil bis einschl. November umfassen. Mir fällt es aber schwer zu glauben, dass die Variante 30.11. okay ist und die Variante 31.12. nicht und es würde alle Leute mit einer Kündigungsfrist zum Quartalsende arg benachteiligen.

            Das Problem an der ganzen Sache ist, dass der Gesetzestext an der entscheidenden Stelle ungenau ist und genau den hier diskutierten Fall anscheinend nicht im Fokus hat.

            Gruß, BigMac

          • „Das Problem…ist, dass der Gesetzestext an der entscheidenden Stelle ungenau ist.“

            Vielleicht habe ich ja die Problematik noch nicht richig verstanden? Für mich liest sich der Gesetzestext relativ eindeutig (§10 Abs.1 Nr.3 Satz 4): „…Beiträge, die in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden.“

            Es wird also zunächst festgestellt, wie hoch die Beiträge im Veranlagungszeitraum sind/waren und bis zur zweieinhalbfachen Höhe dieser Summe können Vorauszahlungen steuerlich geltend gemacht werden. Die Frage, ob die Beiträge als Angestellter oder Selbständiger gezahlt werden, stellt sich dabei zunächst nicht.
            Es mag aber durchaus sein, dass sich aufgrund von Misch-Konstellation und unterschiedlichen zeitlichen Abfolgen Situationen ergeben, die als vorteilhaft oder nachteilig empfunden werden.

            Gruß, Der Privatier
            P.S.: In solchen Fällen zur Sicherheit vorher immer einen Steuerberater konsultieren!

        • Hallo BigMac,

          noch zur Info: Als ich seinerzeit die Vorauszahlungsmöglichkeit, ca. im Jahr 2010, „ausgegraben“ habe war dies vom Gesetzgeber vor allem für Selbständige gedacht (zur Gewinnnivellierung in unterschiedlichen Geschäftsjahren). Ich konnte dann meine KK „überzeugen“, dass dies auch für einen „Privatier im Dispojahr“ gelten müsse. Klappte dann auch. Aber eine Berechnungsformel hatte ich damals auch nicht.
          Fazit: Eigentlich sollte man, zumindest als (angehender) Selbständiger, hier auch vom FA weitere Infos erhalten.

          LG FÜR2012

          • Hallo Peter,
            meine bisherigen Erkenntnisse sagen leider etwas anderes. Wir (meine Kollegen und ich) haben mittlerweile von drei Steuerberatern / Fachanwälten für Steuerrecht drei unterschiedliche Aussagen. Eindeutig scheint, dass bei einem heutigen und auch zukünftigen Angestellten, der seine GKV-Beiträge (KV und PV) selber zahlt, nur der AN-Anteil bei einer Vorauszahlung steuermindernd ist. Bei dem Fall, bei dem ein bislang Angestellter ins Privatleben oder die Selbstständigkeit wechselt, und für diese Zeit eine Vorauszahlung leistet, gehen hingegen die Meinungen auseinander. Beides deutet für mich eher darauf hin, dass der Gesetzestext nicht so eindeutig wie vermutet ist oder zumindest durch irgendeine andere Regelung für bestimmte Fällen präzisiert wird. Nur eines ist leider bislang eindeutig: Dieses Vorgehen ist auch für die Fachleute Neuland. Noch habe ich die Hoffnung aber nicht aufgegben. Vielleicht findet sich ja doch noch jemand mit Erfahrung in einem solchen Fall.
            Gruß, BigMac

            P.S.: Frage ans FA läuft.

          • Okay – dann bin ich mal gespannt, was am Ende dabei heraus kommt!
            Es wäre nett, wenn Du das Ergebnis hier mitteilen würdest.

            Gruß, Der Privatier

          • Update:

            Vier unterschiedliche Aussagen von vier verschiedenen Steuerberatern / Rechtsanwälten. Der Fall, dass jemand die Vorauszahlung für die GKV macht, ist auch für die Fachleute anscheinend absolutes Neuland.

            Vom Finanzamt habe ich trotz Nachfrage bislang keine Antwort erhalten.

    • Tja, ich denke ja auch, das das klappen müsste, wenn die KK mitspielt. Ich sehe aber auch das Problem des „Nicht-Selbstzahlens“ der GKV-Beiträge im und für das Veranlagungsjahr. Meine KK war mit der Anfrage etwas „überfordert“, den Fall hätten sie noch nicht gehabt (meine KK gehört zu den größeren im Lande). Sollte das Vorgehen funktionieren, wäre die Steuerersparnis beachtlich. Nehmen wir an, Herr Mustermann aus dem Bsp. oben sei kinderlos, verdient 70.000 Euro pro Jahr und zahlt 15,6% für die GKV. Ein Vergleich der Abgabenhöhen ergibt:

      Beitragsbemessungsgrenze KV/PV 52.200 €
      Beitragssatz KV 15,60 %
      Beitragssatz PV 2,80 %

      Gehalt 70.000 €
      KV-Beitrag 8.143,20 €
      PV-Beitrag 1.461,60 €

      zu versteuernd 60.395,20 €
      Steuern + Soli 17.822,62 €

      Vorauszahlung KV 250% 20.358,00 €
      Vorauszahlung PV 250% 3.654,00 €
      Vorauszahlung insg. 24.012,00 €

      zu versteuernd 36.383,20 €
      Steuern + Soli 7.916,98 €

      Ersparnis 9.905,64 €

      Die Berechnung ist stark vereinfacht, das Resultat fällt aber auch bei einer kompletten Steuer-Berechnung – z.B. mit ELSTER – so aus. Die Ersparnis sinkt/steigt natürlich, je kleiner/größer das zu versteuernde Einkommen ist. Voraussetzung für eine maximale Wirkung ist, dass die KK ein Guthabenkonto führt und die entrichteten Beiträge nicht zurückzahlt, wenn in der ALG I-Zeit die AA die Beiträge übernimmt. Denn das „lustige“ an dem Vorgehen ist, dass eine maximale Vorauszahlung für ca. 11 Jahre GKV-Mindestbeitrag reicht – wenn die KK mitspielt.
      Vielleicht findet sich hier ja noch jemand mit eigenen Erfahrungen in einem solchen Fall.

      • Wieso willst Du denn 11 Jahre vorauszahlen?
        Das FinA erkennt doch nur max. 2,5 Jahre Vorauszahlung als Vorsorgeaufwendung an (?)

        • „Das FinA erkennt doch nur max. 2,5 Jahre Vorauszahlung als Vorsorgeaufwendung an “
          Ja – aber das 2,5fache vom Beitrag im Veranlagungsjahr und nicht vom zukünftigen Beitrag. Für das Bsp. heißt das: Hr. Mustermann zahlt in 2017 für 2017 insg. 9.604 Euro Beiträge für KV und PV. Das 2,5-fache davon ist 24.012,-, die er als Vorauszahlung für spätere Jahre in 2017 zahlen und in der EK-Steuer-Erklärung für 2017 steuermindernd anführen kann. Dass er ab 2018 nur noch den Mindestbeitrag für KV + PV zahlt, ist in dem Moment völlig egal.

          • Oha! …das ist ja interessant…

            Da hatte ich in meinem Fall wohl Geld verschenkt. Ich hatte nämlich nur das 2,5fache meines regulären (PKV+PPV)-Jahresbeitrags im Veranlagungsjahr im voraus gezahlt, und wurde vom FinA auch anstandslos durchgewinkt.

            Wieder was gelernt 🙂

      • Dazu einige Anmerkungen:
        1. Wie soll die genannte Vorauszahlung für 11 Jahre reichen?
        Der KV+PV-Beitrag wird aus maximal 4350 EUR monatlich und aus mindestens 991,67 EUR berechnet (Werte für 2017).
        4350/991,67 ergibt einen Faktor von 4,39, nicht 11.

        2. Das Finanzamt erkennt (lt. EStG) eine Vorauszahlung vom 2,5fachen des Beitrags im Veranlagungsjahr als steuermindernd an, ABER die Krankenkasse nimmt nur das 2,5fache des ersten Beitrags der freiwilligen Versicherung (also in meinem Fall den Mindestbeitrag) an.
        In meinem Fall: Die ersten Monate des Jahres voll verdient und Maximalbeitrag bezahlt, anschließend Dispojahr. Laut Auskunft der TK wird der Beitrag im Dispojahr zur Grundlage für die Höhe der akzeptierten Vorauszahlung genommen.

        3. Als Privatier ohne Einkünfte aus Renten oder selbstständiger Tätigkeit zahlt man in der GKV statt des allgemeinen Beitragssatzes von 14,6%+Zusatzbeitrag nur den ermäßigten Beitragssatz von 14,0%+Zusatzbeitrag. Man hat ja auch keinen Anspruch auf Krankengeld.

        • Hallo Hans!
          zu 1: Da man das 2,5fache im Voraus einzahlen kann, muss man die 4,39 noch mit 2,5 multiplizieren. Macht dann fast 11.
          zu 2: Wie hier im Kapitel schon mehrfach geschrieben: „Wenn die Krankenkasse mitmacht …“ Jede KK kann das individuell entscheiden. Es gibt Krankenkassen, die akzeptieren überhaupt keine Vorauszahlungen, andere offensichtlich nur in bestimmter Höhe (vielen Dank für die Infos zur TK). Kennt jemand eine gesetzliche KK, die den theoretischen Maximalbeitrag akzeptiert?
          zu 3: Vielen Dank für Korrektur.
          Gruß, BigMac

      • Was ist das Problem, wenn die KK ab Bezug von ALG I die noch nicht verbrauchte Vorauszahlung zurückerstattet?
        Solange die Rückerstattung nicht im gleichen Veranlagungsjahr erfolgt, ist der Steuerspareffekt ja schon mal eingetreten.
        Der Steuerbescheid wird ja nicht rückwirkend geändert.

        Also hat man lediglich im Jahr der Rückerstattung weniger KV-Beiträge abzusetzen, da die Rückerstattung gegengerechnet wird.

        In den Folgejahren nach ALG I-Bezug muß man dann natürlich wieder KV-Beiträge zahlen und kann sie als Sonderausgaben absetzen. Auch dann kann man natürlich erneut 2,5 Jahre vorauszahlen, wenn auch die Summe vermutlich geringer sein wird.

        • „Also hat man lediglich im Jahr der Rückerstattung weniger KV-Beiträge abzusetzen, da die Rückerstattung gegengerechnet wird.“

          Genau das meinte ich mit „verhindert eine maximale Wirkung“. Besser ist es, wenn die KK die Vorauszahlung als Guthaben behält. Im Extremfall erhöht sich nämlich das zu versteuernde Einkommen im Jahr einer Rückzahlung und damit die zu zahlenden Steuern. Deshalb sollte man für sich die verschiedenen Szenarien z.B. mit ELSTER mal durchrechnen, um zu sehen, wann sich das mit der Vorauszahlung und den ggf. nötigen Tätigkeiten (z.B. KK-Wechsel) wirklich lohnt. Das Ergebnis wird für jeden je nach seiner persönlichen Situation anders ausfallen.

          „In den Folgejahren nach ALG I-Bezug muß man dann natürlich wieder KV-Beiträge zahlen und kann sie als Sonderausgaben absetzen. Auch dann kann man natürlich erneut 2,5 Jahre vorauszahlen, wenn auch die Summe vermutlich geringer sein wird.“

          …. was aber nichts bringt, solange man keine zu versteuernden Einkünfte hat. Auch hier muss man schauen, ob sich das lohnt.

          Gruß, BigMac

  29. Hallo lieber Privatier und Freunde,

    ein interessanter Hinweis ist mir kürzlich von der BFA genannt worden, welcher auch für das Steuersparmodel bei einer Abfindung beachtenswert scheint.
    Ab mitte 2017 wird durch eine Gesetzesänderung der „Erwerb“ von Rentenpunkten gegen Einmalzahlungen möglich (Stichwort Flexi-Rente). Ob hier auch aktuelle Obergrenze von 22500 EUR für die steuerliche Absetzbarekeit gilt konnte ich aber nicht herausfinden.
    Besonders für PKV Versicherte ist so etwas von Vorteil, weil die BFA ja die KV Beiträge in der Rente mit 7% sponsort 🙂
    Nachteil gegenüber privaten Rürup Versicherern ist allerdings die Bewertung der Rentenpunkte. Wer weiß schon, ob sich die Bewertung nicht in Zukunft verschlechtert.

    • So ganz neu ist diese Möglichkeit der „Einmalzahlungen“ in die GRV nicht. Wir haben dies hier auch schon häufig als interessante Möglichkeit der Steuergestaltung – gerade im Zusammenhang mit einer Abfindung – diskutiert. Was sich jetzt im Rahmen der neuen Flexirente geändert hat, ist die Tatsache, dass diese Möglichkeit bereits ab einem Alter von 50 Jahren (bisher 55 Jahren) zur Verfügung steht.

      Da es immer wieder zu Fragen und Diskussionen zu dieser Möglichkeit gibt, werde ich in einem der kommenden Beiträge mit dieses Thema aber noch einmal vornehmen und etwas audführlicher darüber schreiben. Vorab möchte ich aber noch ein Buch vorstellen, eine besondere Aktien-Gattung erläutern und die Serie über das Dispojahr fortführen. Aber danach… 😉

      Gruß, Der Privatier

  30. Hallo lieber Privater und Freunde,

    Habe dieses Jahr eine Abfindung von 250.000 bekommen, welcher der Arbeitgeber mit 1/5 Regelung versteuer hat.
    Habe in 2017 keine weiteren Einkommen ( Kein AL-Geld, Kein Krankengeld etc)

    Nun eine einfache Frage:

    Wenn ich eine Krankenkassenvorauszahlung (Privat) mach von 10.000 Euro und eine Rürup Rente von 20.000 abschließe,
    werden diese 30.000 dann von den 250000 abgezogen und ich versteuere nach 1/5 Regelung 220.000,- oder
    so wie ich es aus dem Buch erlese- mir aber noch niemand bestätigen konnte – Wird die Abfindung gekünstelt = 50.000 und
    davon die 30.000 abgezogen, dann vom Rest 20000 die Steuer berechnet und mal 5 genommen ?
    Hierzu finde ich leider nirgends eine steuerverbindliche Aussage, welche wichtig wäre, bevor ich 20000 in eine Rürup investiere.

    können Sie mir hier helfen ?

    Danke im Voraus.

    Gruß MM

    • Die kurze Antwort lautet: In Ihrem Fall wird die Steuer von einem Fünftel des zu verst. Einkommens (also 220T€/5=44T€) ermittelt und diese wieder mit fünf multipliziert.

      Die längere Erklärung:
      Die „normale“ Fünftelregel ermittelt zunächst die Steuer ohne Abfindung, aber unter Berücksichtigung sämtlicher Sonderausgaben, Freibeträge, etc..
      Anschliessend wird zusätzlich ein Fünftel der Abfindung zum Einkommen hinzugerechnet und ebenfalls die Steuer ermittelt. Die Differenz aus den beiden Ergebnissen wird mit fünf multipliziert und zum ersten Ergebnis hinzuaddiert. Fertig.

      In Ihrem Fall würde sich aber bereits im ersten Schritt ein negatives zu verst. Einkommen ergeben, da Ihre Abzüge höher als das Einkommen sind. In solchen Fällen greift die vereinfachende Sonderform der Fünftelregel. Diese besagt, dass die Steuer auf ein Fünftel des zu verst. Einkommens festgestellt wird und das Ergebnis wieder mit fünf multipliziert wird.

      Noch eine kurze Anmerkung zu den geplanten Optimierungen:
      Ich gehe davon aus, dass Sie die Summen nur als Beispiel zu Berechnung der Fünftelregel angegeben haben? Es ist schon klar, dass Sie insgesamt 3,5 Jahre an KV-Beiträgen zahlen können (das dürfte oftmals mehr als 10T€ sein)? Und es ist auch klar, dass Sie nicht 20T€ in Rürup einzahlen können und dann auch 20T€ steuerlich geltend machen können? Und es ist auch klar, dass eine Einzahlung in die gesetzliche RV heutzutage u.U. sinnvoller ist?

      Gruß, Der Privatier

  31. Hallo,

    die obige Rechnung mit der vereinfachten Sonderform der Fünftelregel zeigt doch, dass sich Sonderausgaben usw. nur solange lohnen, wie kein negative Einkommen erreicht ist.
    Hier resultieren Sonderausgaben von 30.000 Eur nur in einer Ersparnis von ca. 11.000 Euro

    Steuer lt. Tabelle/Einzelveranlagung auf 50.000 ca. 14.200
    Steuer lt. Tabelle/Einzelveranlagung auf 44.000 ca. 12.000
    Ersparnis * 5 (2.200*5) 11.000

    LG aus der Kurpfalz
    Akim

    • Nun, das ist sicher erst einmal eine persönliche Einschätzung, dass sich eine Ersparnis von 11.000€ „nicht lohnt“. Oder bezogen auf den Einsatz von 30.000€ wären dies 36,7%. Das muss dann jeder selber beurteilen, ob er das für interessant hält.

      Aber ich bin mir darüber hinaus auch nicht sicher, inwieweit man aus einem einzelnen Beispiel auf eine generelle Aussage („lohnt sich bei negativem Einkommen nicht“) schliessen kann. Ich denke, die Ergebnisse sind z.B. auch sehr davon abhängig, über welche Größenordnung von Abfindungen wir reden.

      Aber ich habe das selber nie untersucht und kann es einfach nicht sagen, ob das Erreichen eines negativen Einkommens (ohne Abfindung) sich in irgendeiner Weise positiv oder negativ auswirkt.

      Gruß, Der Privatier

  32. Hallo,

    meine Aussage war ein wenig unglücklich. Was ich ausdrücken wollte war, dass sich Sonderausgaben bei einem positiven Einkommen weitaus mehr lohnen, als wenn bereits ein negatives Einkommen erreicht ist.

    Im ersten Fall verringert 1 Euro das Einkommen um einen Euro. (Einkommen – 1 Eur + 1/5 Abfindung)
    Im zweiten Fall wird der Euro nur zu 1/5 berücksichtigt (Abfindung – neg. Einkommen-1 Eur)/5

    Sonst hast Du natürlich recht, dass man steuerliche Aspekte individuell prüfen sollte, anstelle pauschale Aussagen zu treffen.

    LG aus der Kurpfalz
    Akim

    • Okay, Akim – lassen wir einfach einmal irgendwelche Formulierugen hinsichtlich „lohnenswert oder nicht“ beiseite und konzentrieren uns einmal auf die Fakten.

      Und da bin ich mir eben immer noch nicht so sicher, ob man einen Vor- oder Nachteil der „normalen“ Fünftelregel (bei positivem Basiseinkommen) gegenüber der vereinfachten Fünftelregel (bei negativem Basiseinkommen) feststellen kann. Vielleicht sollten wir einmal einen Mathematiker beauftragen? 😉

      Jedenfalls ist Deine Überlegung oben nur zur Hälfte richtig: Nämlich, dass bei neg. Basiseinkommen jeder weitere Euro an Sonderausgaben (z.B.) nur zu einem Fünftel wirkt. Das ist richtig.

      Aber der erste Teil (bei pos. Basiseinkommen) ist ja so nicht ganz vollständig, denn die „normale“ Fünftelregel basiert ja immer auf einer Steuer-Differenz von zwei betrachteten Einkommen, nämlich dem ohne Abfindung und dem inkl. 1/5 Abfindung. Habe ich aber z.B. Sonderausgaben, die mein Einkommen reduzieren, so reduzieren diese immer gleich beide betrachteten Einkommen und zwar um den exakt gleichen Betrag. Die Differenz ist daher mit oder ohne Sonderausgaben immer gleich! Hätten wir keinen progressiven Steuertarif würde das also überhaupt nichts bringen.

      Aber bevor ich jetzt hier weitere voreilige Schlüsse ziehe, sage ich noch einmal, dass man dies einmal vernünftig untersuchen müsste, um ggfs. zu einer allgemeinen Aussage zu kommen.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Akim,

        ich möchte den Ausführungen des Privatiers sogar noch ein „i-Tüpfelchen“ draufsetzen!
        Wegen dem „progressiven Steuertarif“ ergeben sich sogar Konstellationen in denen ein zusätzlich investierter Euro zu mehr als einen Euro Steuerersparnis führen! Wie gesagt nicht immer gültig, aber bei bestimmten Werten möglich.

        LG FÜR2012

  33. Ich bin Angestellter und freiwillig in der GKV versichert. Auf meiner monatlichen Entgeltabrechnung erhalte ich den AG-Zuschuss KV und PV. Wie sieht das in den zwei freien Jahren aus? Wie stelle ich sicher, dass mein AN in diesen zwei Jahren keine Zuschüsse geben muss? Oder schießt er in dem Jahr der Vorauszahlung ebenfalls für die zwei Jahre zu?

  34. Hallo Erwin Schlonz,

    Ihr Beitrag vom 20.Okt.2017 um 11:13 und Ihr Link passen eigentlich nicht so ganz zusammen! Um 11:13 schreiben Sie von „Ich bin Angestellter und freiwillig in der GKV versichert“ und der Link handelt von der PRIVATEN KK!
    Solange Sie angestellt und in der GKV sind wird es wohl schwierig/ unmöglich sein Beiträge im Voraus zu zahlen; siehe auch Antwort vom Privatier vom 20.Okt.2017 um 19:01.

    LG FÜR2012

    • Doch das geht. Habe ich in vielen anderen Artikel so gelesen. Auch habe ich heute eine Antwort meiner Krankenkasse (BKK) erhalten, dass das geht. Ich müsste die Zahlung umstellen von arbeitgeberseiting auf Selbstzahler.

      [Zitat]
      Zahlungen von Beiträgen sind in dem Veranlagungszeitraum zu berücksichtigen, in dem sie geleistet werden (§ 11 Abs. 2 Satz 1 EStG). Mithin auch dann, wenn die Zahlungen von Beiträgen im Voraus erfolgen und somit dem Erwerb eines Versicherungsschutzes in der Zukunft dienen. Die Regelung des § 10 Abs. 1 Nr. 3 Satz 4 EStG begrenzt ab dem Veranlagungszeitraum 2011 die innerhalb eines Veranlagungszeitraums als Sonderausgaben abziehbaren Basiskranken- und sozialen Pflegeversicherungsbeiträge. Danach werden Beitrags-vorauszahlungen nur noch dem Jahr der Zahlung zugeordnet, soweit diese das 2,5-fache der für den Veranlagungszeitraum geschuldeten Beiträge nicht übersteigt.

      Somit ist die von Ihnen angesprochene Vorauszahlung grundsätzlich möglich. Aktuell werden die Beiträge jedoch von Ihrem Arbeitgeber an uns abgeführt. Bitte beachten Sie, dass im Falle einer Vorauszahlung Sie die Beiträge direkt an uns abführen müssten.
      [/Zitat]

      Meine Frage bezog sich darauf, wie der Arbeitgeberanteil behandelt wird, wenn ich als Selbstzahler vorauszahle. Das ist im genannten Artikel beschrieben.

    • Ich hatte dieselben Bedenken wie sie auch von FÜR2012 angeführt wurden.

      Aber ist letztlich alles eine Vereinbarungssache: Wenn Ihre KK und Ihr AG mitspielen, spricht natürlich nichts dagegen. Vom technischen Ablauf sollte es möglich sein, sofern die Abrechnungssystme von KK und AG diese Varianten unterstützen.

      Berichten Sie doch einmal hier, wenn Sie das Ganze auch mit Ihrem AG soweit abschließend geklärt haben. Dürfte sicher auch für andere Leser interessant sein.

      Gruß, Der Privatier

  35. Hallo Peter(darf ich hoffentlich sagen) und andere Mitleser,

    Ich bin steuerlich Einzel veranlagt und habe dieses Jahr eine Abfindung von 140.000,00 EUR brutto erhalten. Außer 3.600,00 EUR Mieteinnahmen habe ich in 2017 keine weiteren Einnahmen.
    Durch die guten Tipps auf dieser Seite habe ich bereits den maximalen steuerrelevanten Höchstbeitrag in die gesetliche
    Rentenversicherung gezahlt. Nun möchte ich den KV Beitrag noch für die maximale Zeit im voraus bezahlen, was auch nach
    Rücksprache mit der Krankenkasse kein Problem ist. Da ich mich aber zum Januar arbeitslos melde und dadurch pflichtig in der KV werde, frage ich mich ob sich das Ganze steuerlich rentiert, wenn ich 2018 die Beiträge wieder zurück erhalte.
    Ich werde 2018 wahrscheinlich nur Arbeitslosengelde erhalten. Macht es denoch Sinn die Beiträge dieses Jahr im voraus zu zahlen?

    • Ich denke, es wird sich auf jeden Fall „lohnen“, denn es geht ja in erster Linie darum, das zu versteuernde Einkommen für 2017 zu senken. Und das macht die Vorauszahlung auf jeden Fall.
      Was dann in 2018 ist, wenn die KK womöglich einen Teil zurück erstattet, steht dann auf einem anderen Blatt. Dies dürfte die Steuerlast dann tendenziell etwas erhöhen, aber ich bin ziemlich sicher, dass der Vorteil für 2017 größer als der Nachteil in 2018 ist.

      Im Übrigen handhaben das nicht alle KK so, dass sie eine Rückzahlung veranlassen. Es gibt auch die Variante, dass eine Art Guthaben-Konto geführt wird, von dem je nach Bedarf abgebucht wird. Werden die Beiträge von anderer Seite (z.B. Agentur) bezahlt, so bleibt das Konto einfach unangetastet.

      Gruß, Der Privatier

    • Wie Peter schrieb: Frag bei der Krankenkasse nach, ob diese die Vorauszahlung als Guthaben behält. Nur so kommt es zur maximalen steuerlichen Wirkung. Es gibt einige Krankenkassen, die das machen, aber nicht alle.
      Gruß
      BigMac

  36. Hallo,

    mich interessieren praktische Erfahrungen mit der Höhe der Vorauszahlung von KV- und PV-Beiträgen, so dass sie das Finanzamt anerkennt.

    Wenn man zu wenig vorausbezahlt, verschenkt man einen Teil des Steuervorteils.
    Wenn man zu viel vorausbezahlt, wird im Veranlagungszeitraum nur das 2,5fache der Beiträge für das laufende Jahr anerkannt.

    Es stellt sich also die Frage, wie man den Betrag möglichst genau berechnet.

    Der Beitrag ist leider sehr lang. Ich habe mich aber um möglichst strukturierte Darstellung bemüht.

    Mein Fall:
    Single, Kinderlos
    Allgemeiner Beitragssatz KV 14,6%
    Zusatzbeitrag 1,0%
    Beitragssatz PV 2,8% (kinderlos)
    Betragshöhe ändert sich in 2017

    Januar bis April 2017:
    A) Arbeitnehmerbeitrag KV: 361,05 EUR monatlich inkl. 1,0% Zusatzbeitrag
    B) Arbeitgeberbeitrag KV: 317,55 EUR monatlich
    C) Arbeitnehmerbeitrag PV: 66,34 EUR monatlich kinderlos
    D) Arbeitgeberbeitrag PV: 55,46 EUR monatlich
    also jeweils Maximalbeitrag.

    In der Lohnsteuerbescheinigung für 1-4/2017 steht unter
    25. Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen KV 1444,20 EUR
    26. Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen PV 265,36 EUR
    also 4 * A bzw. 4 * C

    Mai bis Oktober 2017:
    Dispositionsjahr freiwillig in der GKV versichert
    Beitragsbemessung aufgrund Einkünften laut ESt-Bescheid 2014
    ermäßigter Beitragssatz KV 14,0% (da kein Krankengeldanspruch)
    sonstige Sätze wie oben
    Beitrag fällig jeweils am 15. des Folgemonats, also z.B. 15.6.2017 für Mai 2017

    E) KV-Beitrag 14,0%: 140,00 EUR
    F) KV-Zusatzbeitrag 1,0%: 10,00 EUR
    G) PV-Beitrag 2,8%: 28,00 EUR

    November bis Dezember 2017:
    wie Mai bis Oktober, aber neue Beitragsberechung aufgrund ESt-Bescheid 2015
    Prozentsätze wie Mai bis Oktober
    Beitrag fällig jeweils am 15. des Folgemonats, also z.B. 15.1.2018(!!!) für Dez 2017

    H) KV-Beitrag 14,0%: 210,00 EUR
    I) KV-Zusatzbeitrag 1,0%: 15,00 EUR
    J) PV-Beitrag 2,8%: 42,00 EUR

    Frage 1: Welcher Betrag wird als Vorauszahlung für die nächsten 2,5 Jahre vom Finanzamt anerkannt?
    Meine Ideen:
    4*(A+C)+6*(E+F+G)+1*(H+I+J)
    oder
    4*(A+B+C+D)+6*(E+F+G)+1*(H+I+J)

    Frage 2: Macht es einen Unterschied, wie die KV- und PV-Beiträge in der Lohnsteuerbescheinigung ausgewiesen werden?
    Alternativ zu obiger Bescheinigung gibt es auch folgende Variante 2:
    24. steuerfreie Arbeitgeberzuschüsse
    a) zur KV: 1270,20 EUR
    c) zur PV: 221,84 EUR
    25. Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen KV 2714,40 EUR
    26. Arbeitnehmerbeiträge zur gesetzlichen PV 487,20 EUR
    also 24a) 4*B, 24c) 4*D, 25) 4*(A+B), 26) 4*(C+D)
    Effektiv nach Abzug der Arbeitgeberzuschüsse also wie oben, aber andere Darstellung.
    Meines Wissens wird Variante 1 (oben) bei Pflichtversicherten, Variante 2 (unten) bei freiwillig Versicherten verwendet.

    Frage 3: Hat jemand praktische Erfahrung damit, dass der vorausgezahlte Betrag nicht vollständig vom Finanzamt anerkannt wurde? Wenn ja, wie wurde der anerkannte Betrag festgelegt?

    Hilfreich, aber nicht leicht zu interpretieren, ist folgendes Schreiben des Bundesfinanzministeriums:
    http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2017-05-24-einkommensteuerrechtliche-behandlung-von-vorsorgeaufwendungen_.pdf?__blob=publicationFile&v=1
    Siehe dort Kapitel A. II. 4. Beitragsvorauszahlungen
    Interessant sind u.a. die Randziffern 142, 145, 153, 155, 157, 186, 197
    Aufgrund Randziffer 197 habe ich unter Frage 1 jeweils nur 1 Monat (November) den Betrag (H+I+J) angesetzt.

    Vielen Dank,
    Hans

    • Ich muß mich gleich selbst korrigieren:
      Bei Frage 1 im obigen Beitrag fehlt in den Formeln natürlich jeweils der Faktor 2,5.
      Es müsste also heißen:
      2.5*(4*(A+C)+6*(E+F+G)+1*(H+I+J))
      oder
      2.5*(4*(A+B+C+D)+6*(E+F+G)+1*(H+I+J))

      Das ergibt also:
      2,5*(4*(361,05+66,34)+6*(140,00+10,00+28,00)+1*(210,00+15,00+42,00))=7611,40 EUR
      oder
      2,5*(4*(361,05+317,55+66,34+55,46)+6*(140,00+10,00+28,00)+1*(210,00+15,00+42,00))=11341,50 EUR

      Gruß,
      Hans

    • Hallo Hans, sehr interessante Frage!

      Ich will auch gleich sagen, dass ich selber keine Erfahrungen beisteuern kann, da ich selber die Möglichkeit zur Vorauszahlung von KV-Beiträgen nicht genutzt habe.

      Interessant finde ich die Frage insofern, dass sie wieder einmal zeigt, wie kompliziert sich ein Sachverhalt im Detail darstellt, wenn man ihn einmal genauer hinterfragt.

      Dennoch bin ich nach intensivem Lesen der entsprechenden Passagen aus dem oben verlinkten Schreiben des Bundesfinanzministeriums zu dem Schluss gekommen, dass die Aussage dort eindeutig ist: Der Faktor 2,5 ist auf die im Veranlagungszeitraum geschuldeten Beiträge anzuwenden! Siehe z.B. Rz. 147,dort heisst es:

      „Basiskranken- und Pflegeversicherungsbeiträge, die der Steuerpflichtige als Vorauszahlungen leistet, sind im VZ der Zahlung abziehbar, soweit sie das Zweieinhalbfache der für das Zahlungsjahr geschuldeten Beiträge nicht übersteigen.“

      Insofern gehe ich davon aus, dass die Frage 1 mit 2.5*(4*(A+C)+6*(E+F+G)+1*(H+I+J)) zu beantworten ist.

      Bei der zweiten Frage ist mir nur die Variante 2 der Darstellung bekannt, andere kenne ich nicht.

      Abschließend noch ein Hinweis: Auch wenn die eigene Krankenkasse ganz sicher keine Beratung in Steuerfragen durchführen wird, so wäre es trotzdem einen Versuch wert, dort einmal nachzufragen.

      Gruß, Der Privatier

      • Zu Frage 1 und der Auswahl der richtigen Formel:
        Gemäß Rz 142
        „Steuerfreie Zuschüsse und Beitragsrückerstattungen bleiben bei der Ermittlung des zulässigen Vorauszahlungsvolumens außer Betracht. […]“
        müsste eigentlich die zweite Formel
        2.5*(4*(A+B+C+D)+6*(E+F+G)+1*(H+I+J)) = 11341,50 EUR
        die richtige sein. D.h. ich könnte ca. 3700 EUR mehr steuerwirksam vorauszahlen. Das macht schon einen Unterschied.
        Die Arbeitgeberbeiträge würden also mein Vorauszahlungsvolumen erhöhen, obwohl ich sie ja nicht selbst gezahlt habe.

        Unter Rz 141 ist eine ähnliche Situation beschrieben: „[…] Dagegen erhöht der von den Eltern im laufenden VZ letztmalig für das Kind geleistete Beitrag deren zulässiges Vorauszahlungsvolumen, obwohl insoweit die Beitragsverpflichtung im Folge-VZ nicht mehr besteht.“ D.h. der Beitrag für das Kind erhöht das mögliche Vorauszahlungsvolumen, obwohl schon bekannt ist, dass künftig keine Beiträge für das Kind mehr fällig sind.

        Zur zweiten Frage:
        Auf meiner Lohnsteuerbescheinigung sind die KV- und PV-Beiträge wie in Variante 1 ausgewiesen. Somit erfährt das Finanzamt von den Teilbeträgen B und D gar nichts. Zumindest nicht über diese Bescheinigung. Vielleicht gibt es ja noch eine anderes Mitteilungsverfahren.
        Ich kannte früher auch nur Variante 2, habe dann bei der Gehaltsbuchhaltung nachgefragt und erfahren, daß Variante 1 bei Pflichtversicherten verwendet wird (wenn ich mich korrekt erinnere).

        Ich werde mal bei der KV nachfragen, was Sie ans Finanzamt melden werden. Da können sie nicht abblocken, dass sie keine Steuerberatung machen dürfen. Ich fürchte allerdings, dass die Mitteilung ans FA zweigeteilt ist: Für Jan bis April wird sie wohl noch von meinem früheren Arbeitgeber erfolgt sein, für den Rest des Jahres (Dispojahr) wird sie wohl von der KV erfolgen. Die KV wird nur für den zweiten Teil Auskunft geben können.

      • „Die Arbeitgeberbeiträge würden also mein Vorauszahlungsvolumen erhöhen, obwohl ich sie ja nicht selbst gezahlt habe.“
        Nein, sehe ich nicht so. Erstens sind ja die Arbeitgeberbeiträge genau die „Steuerfreie Zuschüsse“, die laut Rz 142 eben bei der Ermittlung des Vorauszahlungsvolumens nicht berücksichtigt werden. Und zweitens, wenn bei Rz 147 von „im Zahlungsjahr geschuldeten Beiträgen“ die Rede ist, so dann doch vom Steuerpflichtigen geschuldet und nicht vom Arbeitgeber.

        Gruß, Der Privatier

        • Danke!
          Ich hatte die Formulierung in Rz 142 „[…] bleiben […] außer Betracht […]“ so interpretiert, dass Arbeitgeberzuschüsse einfach ignoriert werden, aber Deine Interpretation ist plausibler.
          Damit wäre Frage 1 gelöst.

          Frage 2 erledigt sich dann auch, da ja Variante 1 (nur Arbeitnehmer-Beträge ausgewiesen) und Variante 2 (Gesamtbeiträge und Arbeitgeberzuschüsse ausgewiesen) zum selben Ergebnis für das Vorauszahlungsvolumen führen.

          Bleibt Frage 3:
          Hat irgendjemand praktische Erfahrung damit, dass das Finanzamt einen Teil der Vorauszahlung nicht berücksichtigt hat?

          Gruß,
          Hans

          • Noch ein Hinweis:
            Unter diesem Umständen scheint mir die Rechnung von BigMac unter 25.Apr.2017 um 14:01
            nicht korrekt.
            Dort wird das 2,5fache aus Arbeitgeber- + Arbeitnehmer-Beitrag berechnet.

            Gruß,
            Hans

          • Hallo Hans
            Da ich mich ja auch nochmal kurzfristig zu einer 30 Monats
            Vorrauszahlung KV entschieden habe , habe ich mal kurz
            Steuersichtweise mit STB abgestimmt . O-Ton STB und auch KV
            steuerlich “ Berücksichtigungsfähig “ , sind NUR die auf die Zahlung
            entfallenden “ Basis-Anteile “
            D.h. LUXUS kostet EXTRA und ist NICHT Berücksichtigungsfähig !!!!!
            So ist Zumindest derzeit mein Stand .
            D.h. im WEITEREN “ VORRAUSZAHLUNGEN SIND MIT DEM NORMALEN BEITRAG
            MAL 30 ZU MACHEN “ BERÜCKSICHTIGUNGSFÄHIG IST DAVON NUR „BASIS ANTEIL“
            Bei mir in Summe ca. 1/3 mehr , oder anders ausgedrückt bei VOLLER
            Zahlung mal 30 , wird “ Basis Anteil “ mal 30 ausgewiesen .
            Rest ist NICHT Berücksichtigungsfähig , aber zu bezahlen .
            Punktlandung NUR dann , wenn NORMALER BEITRAG , ZUFÄLLIG AUCH
            BASIS ANTEIL IST . VORRAUSZAHLUNGEN NUR VOM BASIS ANTEIL und
            ZUZAHLUNGEN dann jedes Jahr wieder , sind bei meiner KV jedenfalls
            NICHT möglich . Hatte ich extra nochmal kurz mit STB und
            Rechts/Steuerabteilung KV abgesprochen , aber leider kein
            durchdringen meines Wunsches möglich . Gesuch abgelehnt , Punkt .
            Aber bei anderen mag es ja evt. besser mit “ Normalen Beitrag “
            und “ BASIS-ANTEIL “ zusammenpassen . Keine Ahnung , und da jetzt
            Vorrauszahlung mit Eil Überweisung raus , eh schon egal . Wenn dann
            2019 mal der “ Bescheid “ kommt ( Bisher immer 1 zu 1 durchgegangen )
            kann ich ja nochmal berichten .
            LG Det

        • Da hat Hans gut aufgepasst. Ich habe die Regelung so verstanden, wie er bislang auch: Es ist egal, aus welchem Topf die Beiträge ursprünglich gekommen sind. Die andere Variante entspricht nicht dem, was man mir dazu als Auskunft gegeben hat und bei den wenigen von mir gefundenen Informationen im Web habe ich nichts von einer Beschränkung auf den Arbeitnehmer-Anteil gelesen. Meines Erachtens würde diese Beschränkung auch eine ungerechte Ungleichbehandlung von abhängig Beschäftigten einerseits und Selbstständigen und Beamten andererseits bedeuten, da es bei letzteren keinen Arbeitgeber-Anteil gibt. Ich fürchte aber, zur Klärung dieses Punktes werden wir noch Erfahrungsberichte und Statements aus den Tastaturen von Finanzbeamten, Steuerberatern und ähnlichen Fachkundigen benötigen.

    • Hallo Hans, bezgl. Erfahrungen mit der PKV Vorauszahlung: ich habe das praktiziert und die Erfahrung gemacht, daß die anerkannte Senkung des Einkommens gedeckelt ist. Im Steuerbescheid steht: „Der Höchstbetrag für sonstige Vorsorgeaufwendungen wurde bereits durch die Berücksichtigung Ihrer Beiträge zur PKV und PflegeV ausgeschöpft.“ Mein stpfl. Einkommen wurde damit um 18004,-€ gesenkt. (im Dispojahr ohne Einkommen außer der Abfindung) Meine freiwille Zahlung an die GRV wurde nicht mehr berücksichtigt. Es gilt aber auch zu bedenken, daß die PKV bei Vorauszahlungen 3% Skonto gegeben hat. Darum habe ich den maximalen Beitrag für 2,5 Jahre vorausgezahlt. MfG, Feli

      • Feli, an deiner Aussage stimmt irgendetwas nicht!

        Die Aussage aus dem Steuerbescheid ist sicher korrekt, daran besteht kein Zweifel. Aber die Einschränkung betrifft eben die „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“ und nichts anderes. Freiwillige Einzahlungen in die GRV gehören nicht zu den „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“.

        Zur Erläuterung: Bei Vorsorgeaufwendungen unterscheidet man zwei Gruppen:
        * Altervorsorgeaufwendungen und
        * Sonstige Vorsorgeaufwendungen

        Zu den Altersvorsorgeaufwendungen zählen in erster Linie Beiträge zur gesetzl. RV, zur Rürup-Rente und zu berufständischen Versorgungseinrichtungen. Diese Beiträge können innerhalb bestimmter Grenzen steuerlich geltend gemacht werden. Für 2017 sind dies 23.362€/46.724€ (led./verh.). Davon werden aber nur 84% anerkannt.

        Zu den sonstigen Vorsorgeaufwendungen zählen dann u.a. die Beiträge zur Kranken- und Pflegeversicherung. Diese können in voller Höhe abgesetzt werden (sofern es sich um Basis-Schutz handelt). Andere Aufwendung können nur innerhalb eines Höchstbetrages von 1.900€/2.800€ (mit Arbeitgeber/ohne) abgesetzt werden.

        Fazit: Beiträge zur GRV können immer im Rahmen der o.g. Maximalsummen geltend gemacht werden, KV/PV-Beiträge in voller Höhe. Eine Einschränkung erfahren lediglich Beiträge zur z.B. private Unfall- oder Haftpflicht, private Erwerbs- und BU-Vers. usw.

        Gruß, Der Privatier

  37. Nachdem ltd. Auskunft der Techniker KV, das Guthaben zurückgezahlt wird, falls man wieder pflichtig wird, wäre bei mir also ab Januar, frage ich mich nun wirklich, ob es Sinn macht noch in diesem Jahr den 2,5 fachen Vorauszahlungsbetrag einzuzahlen?
    Kann mir jemand einen Tipp geben? Habe Abfindung in 2017 in Höhe von 135.000 EUR erhalten. Sonst nur geringe Einnahmen
    aus der Vermietung einer kleinen Wohnung. Keine sonstigen Einnahmen in 2017!

    • Aber klar ist das sinnvoll. Die Rechnung ist ganz einfach:

      In diesem Jahr erfolgt durch die Vorauszahlung der KV-Beiträge eine deutliche Steuerersparnis wg. der hohen Einkünfte durch die Abfindung und die Wirkung der Fünftelregel.

      Im nächsten Jahr, wenn die KK eine Rückzahlung durchführt, führen diese zwar zu einer Erhöhung des zu versteuernden Einkommens, wenn die Verhältnisse aber so bleiben wie bisher, dürfte sich das weit weniger negativ auswirken, als die jetzigen Vorteile.

      Eine genaue Rechnung ermöglicht dann aber nur eine Berechnung/Prognose mittels Steuerprogramm.

      Gruß, Der Privatier

      • Danke Hans und Peter! Ich will ja nicht nerven, aber ich habe jetzt das Buch von Peter zum Thema Einfünftelregel nochmals studiert, also Peter kannst mir ruhig nochmals helfen. Habe jetzt mal das Ganze bei mir durchgerechnet und bitte um Feedback, ob ich so in etwa richtig liege:
        Also 2017 Abfindung 134.800,0 EUR,kein Gehalt, kein ALG, ca.6000 EUR Kapitalerträge, VuV kann ich immer so auf 600EUR Einkommen herunter rechnen, StKl.1.,keine KiSt. Einzahlung in die GRV Höchstbeitrag freiwillig+ Ausgleich Rentenminderung, insgesamt 23.362 als Aufwendungen Altersvorsorge. Außerdem Vorauszahlung Krankenbeiträge:7350.00EUR incl. Beitrag 2017. Nun also meine Berechnung: Einfünftel aus 134.800 entspricht 26.960EUR.+Kapital-und Mieterträge 6.600EUR ergibt insgesamt 33.560EUR. Ltd.Steuertabelle 2017 ergibt sich ein Durchschnittsteuersatz von 20%, dies entspricht 6.712,00EUR x 5 = 33.560,00EUR zu versteuerndes Einkommen in 2017. Ziehe ich jetzt die steuerlich zu berücksichtigen Beiträge in die GRV in Höhe von 19.624,08 und den voll absetzbaren Krankenbeitrag in Höhe von 7.350,00EUR ab, komme ich auf ein zu versteuerndes Einkommen in Höhe von 6.585,92.Da in der Grundtabelle unter einem zu versteuernden Einkommen von 8.900,00 EUR keine Steuer anfällt, müsste die Steuer weg sein. Sehe ich das so richtig?und warum Peter rechnest Du in Deinem Buch Kapitalerträge zum versteuernden Einkommen dazu? Sind die nicht bereits durch die Abgeltungssteuer abgegolten? Ich danke Euch fürs überprüfen!

        • Zunächst einmal kurz zu den Kapitaleinkünften: Ja, das war sehr ungeschickt von mir, diese als Beispiel für weitere Einkünfte auszuwählen. Würde ich heute so nicht mehr machen. An den Stellen, wo es mir möglich war, habe ich das bereits abgeändert. Mehr dazu auch in älteren Kommentaren.

          Kommen wir nun zur Berechnung der Fünftelregel: Ich kann (und will) hier keine konkreten Berechnungen durchführen, das wäre die Aufgabe eines Steuerberaters. Ich kann hier nur den Weg erläutern. Und der ist hier sogar noch etwas einfacher als normal, denn durch die niedrigen Einkünfte (ohne Abfindung) bzw. die hohen Sonderausgaben (GRV und KV) ergibt sich ohne Berücksichtigung der Abfindung ein negatives zu versteuerndes Einkommen.

          In solchen Fällen greift die vereinfachte Form der Fünfteregel, die besagt, dass die Steuerschuld sich einfach aus der fünffachen Summe, die auf ein Fünftel des insgesamt zu versteuernden Einkommens entfällt, ergibt.

          In diesem Fall also einfach alles zusammen addieren: Abfindung, V+V, Kapitaleinfünfte, etc.. Davon alles abziehbare abziehen: Beiträge zur GRV (Prozentzahl beachten) und KV/PV und ggfs. andere. Die Summe ist das zu versteuernde Einkommen. Davon ein Fünftel und die Steuer ermitteln. Das Ergebnis wieder mit fünf malnehmen. Fertig.

          Nein, nicht ganz fertig. An der Stelle kommen jetzt die Kapitaleinkünfte wieder ins Spiel. Hier wäre zunächst zu prüfen, ob die Anlage KAP abzugeben ist oder nicht (s. Beitrag: Anlage KAP).

          Werden die Einkünfte aus Kapitalvermögen in der Steuererklärung angegeben, führt das FA eine sog. Günstigerprüfung durch, d.h. es wird festgestellt, welche Form der Besteuerung die günstigere ist: Abgeltungssteuer (25%) oder der persönliche Steuersatz. Man müsste daher die obige Rechnung zweimal durchführen, mit und ohne Kapitalerträge. Und einen Vergleich machen.

          Sehr viel einfacher geht das aber mit der Hilfe eines Steuerprogrammes. Kann ich nur immer wieder empfehlen. Macht beim ersten Mal etwas Arbeit, ist aber für zukünftige Steuererklärungen dann eine große Erleichterung.

          Gruß, Der Privatier

          • Ich stimme dem Privatier zu.

            Einfach mal den letzten Steuerbescheid ansehen, was in welcher Reihenfolge abgezogen wird oder ein beliebiges Steuerprogramm zum Herumspielen benutzen.

            Salopp gesagt:
            M. E. sind alle Werbungskosten und Sonderausgaben von allen Einnahmen abzuziehen und erst dann zu Fünfteln.
            Das zu versteuernde Einkommen ohne Abfindung dürfte hier schon sehr deutlich im negativen Bereich liegen.

            Noch mehr würde ich wohl nicht voraus zahlen.
            Nachdem die Vorauszahlungen schon geleistet sind, ist da jetzt wohl eh nichts mehr zu optimieren.

            Falsch ist sicher, erst zu Fünfteln und dann erst GRV- und KV-Beiträge abzuziehen.
            Falsch ist auch, dass 20% von 33560 x 5 das zu versteuernde Einkommen wäre. Wenn 20% der Steuersatz ist, dann ergibt die Anwendung des Steuersatzes auf ein Einkommen die fällige Steuer und nicht das zu versteuernde Einkommen.
            Unklar ist mir auch: Was wurde an die GRV gezahlt?
            23.362 als Ausgleich für Rentenminderung und zusätzlich 19.624,08?

            Kapitalerträge bleiben bei der Betrachtung *im Regelfall* außen vor und werden einfach mit 25% Abgeltungssteuer + Soli versteuert.
            Im Einzelfall kann es sich lohnen, die KAP-Erträge mit dem persönlichen Steuersatz zu versteuern, wenn der nach Hinzurechnung der KAP-Erträge immer noch unter 25% liegt.

            Für die Günstiger-Prüfung muß man meines Wissen auf der Anlage KAP ein extra Kreuzchen machen, dann errechnet das FA automatisch, welches die günstigere Variante ist. Aber man muß dazu natürlich alle KAP-Erträge in die Anlage KAP eintragen.

            Gruß,
            Hans

    • Ich empfehle für einen schnellen Überblick diesen Rechner:
      http://www.parmentier.de/steuer/index.php?site=einkommensteuerrechnerjava

      Bei einem zu versteuernden Einkommen zvE (also das was nach Werbungskosten- und Sonderausgaben-Abzug noch zu versteuern bleibt) von 0 EUR
      und außerordentlichen Einkünften nach Fünftelregelung von 135000 EUR
      ergibt sich (ohne Kirchensteuer) im Grundtarif eine Gesamtsteuerbelastung von 23.748,05 EUR.

      Ändert man das zvE von 0 auf 1000 EUR
      ergibt sich eine Gesamtsteuerbelastung von 25.335,82 EURO EUR

      D.h. 1000 EUR mehr Einkommen ergibt 1587,77 EUR mehr Steuern! Das ist bis zum Grundfreibetrag (ca. 8000 EUR) so, danach flacht der Effekt ab.
      Es lohnt sich also ziemlich sicher, das zvE möglichst auf 0 zu drücken.
      Im Splittingtarif ist der Effekt vermutlich geringer. Habe ich mir nicht angesehen.

      Obiger Rechner rechnet für negatives zvE leider nicht richtig! Ich die Ergebnisse auch mit einem Steuerprogramm überprüft, solange zvE >=0 ist, haben die Ergebnisse immer gestimmt. Es lohnt sich allerdings auch nicht unbedingt, das zvE ins Negative zu drücken, daher möchte ich zvE=0 möglichst punktgenau erreichen.

      Meine Prioritätenliste:
      1. Sinnvolle Werbungskosten in Vermietung und Verpachtung (schnell noch etwas renovieren)
      2. KV-Vorauszahlung (ggf. werden die Beiträge vom FA pauschal um 4% gekürzt, der Rest reduziert die ESt)
      3. Vorauszahlung in GRV oder Rürup (werden in 2017 zu 84% wirksam, Rückfluß hängt vom Lebensalter ab, das man erreicht)
      4. Gemeinnützig spenden (Im Beispiel oben bringt eine Spende von 1000 EUR eine Steuerersparnis von 1587,77 EUR)

      Zu 3.)
      Meine Devise: Wenn ich nichts unternehme, ist das Geld sofort unwiederbringlich beim FA. Wenn ich in eine Rentenversicherung einzahle, besteht wenigstens die Chance zumindest einen Teil des Geldes nach und nach wieder zu sehen.

  38. PS: heißt das wirklich, wie Feli schreibt, dass dan meine freiwilligen Einzahlungen in die GRV nicht berücksichtigt werden. Glaube ich nicht, da es sich doch hierbei um einen seperaten Freibetrag, vergleichbar mit einer Einzahlung in Rürup handelt?

    • Sorry, ich kann nur sagen, dass die freiwillige Einzahlung in die GRV (hatte nur die kleinstmögliche Summe von 926€ für 2016 im Dezember nachgezahlt) in dem Bescheid nirgendwo gedruckt auftaucht. Deswegen dachte ich sie wird mit der PKV-Zahlung irgendwie zusammengerechnet.
      Grundsätzlich halte ich die freiwillige GRV Zahlung für unsinnig, da ich wohl kaum so alt werde um damit ins Plus zu kommen, bei meinem ausschweifenden Privatiers-Lebenswandel. 🙂 Das muß aber jeder für sich entscheiden.
      Jedenfalls kam ich mit allen Maßnahmen auf 21,4% Steuern für das Abfindungsjahr (252k) ohne weitere Einnahmen. MfG

      • Sorry,aber auch diese Aussage stimmt so nicht ganz!

        Natürlich steht die freiwillige Einzahlung in die GRV im Steuerbescheid!
        Unter beschränkt abziehbaren Sonderausgaben im Punkt Summe der Altersvorsorgeaufwendungen!
        Hier jedoch eventuell in der Gesamtsumme enthalten aus den eigenen Pflichtbeiträgen zur GRV und geleisteten freiwilligen Beiträgen.

        Die kleinstmögliche Summe, die 2016 freiwillig in die GRV einzahlbar war monatlich : 84,15 Euro x 12 = jährlich 1009,80 Euro!, natürlich vorausgesetzt man hat für 12 Monate den Mindestbeitrag eingezahlt.

        Den Sinn freiwilliger Einzahlungen in die GRV muss natürlich immer jeder für sich selbst entscheiden! Der Punkt so alt zu werden, dass sich diese Einzahlungen amortisieren, ist sicher wünschenswert, aber sicher nicht der Grund warum hier im Forum so oft darüber gesprochen wird.

        Gerade wenn man eine Abfindung erhält, die nach Fünftelreglung besteuert wird können abhängig von der persönlichen Steuersituation und der Höhe der Abfindung erhebliche Steuervorteile eintreten.
        Zusätzlich zählen die Monate in denen man einzahlt als Wartezeiten für eine Rente mit 63 Jahren ( und Abschlägen),was für den, der seine Wartezeiten noch nicht voll hat, vielleicht auch nicht ganz unwichtig ist.

        MfG
        Brigitte

        • „Gerade wenn man eine Abfindung erhält, die nach Fünftelreglung besteuert wird können abhängig von der persönlichen Steuersituation und der Höhe der Abfindung erhebliche Steuervorteile eintreten.“

          Das kann ich nur bestätigen! Es hat hier schon einige Kommentatoren gegeben, die davon berichtet haben, dass die Steuerersparnis größer als die Einzahlung war. Ist sicher nicht unbedingt der Normalfall, aber wenn ich vor der Wahl stehe, ob ich einen Betrag X dem Finanzamt überweise oder in meine eigene Rentenversicherung einzahle, dann ist für mich die Wahl eindeutig.

          Gruß, Der Privatier

    • @Anton: Siehe meine Erläuterung weiter oben.

      @Feli: Du bist aber sicher, dass du die Beiträge zur GRV korrekt in der Steuererklärung angegeben hast? Für einen Einspruch ist es wahrscheinlich zu spät, aber die Beiträge müssen anerkannt werden. Und sie müssten m.M.n. auch im Bescheid zu erkennen sein.

      Gruß, Der Privatier

      • Ja. Hab das Elster-PDF noch mal gecheckt. Da steht der GRV Betrag unter „Angaben zu Vorsorgeaufwendungen“ -> „Beiträge zur Altersvorsorge“ drin. Unter „Angaben zu Vorsorgeaufwendungen“ -> „Beiträge zur inländischen privaten Kranken- und Pflegeversicherung“ kommt dann die PKV Vorauszahlung. Also doch quasi unter gleichem Oberbegriff. Im Bescheid steht aber nur die Summe zur PKV. MfG

          • Hallo Feli, hallo Forum,

            die Auflösung kann vielleicht für einen Teilbereich sehr einfach sein.

            1) Das FA berücksichtigt (eigentlich) nur Zahlungen, die von der KK auf elektronischem Wege an das FA übermittelt wurden. Darüber kann/sollte man von der KK eine schriftliche Bestätigung erhalten oder einfordern! Somit sollten Kalenderjahr und Betrag bekannt sein!
            2) Falls ich in ELSTER/meiner Steuererklärung einen höheren Wert berücksichtigt haben möchte (bzw. einen höheren Wert eintrage), dann gehört Glück und Geschick dazu das FA davon zu überzeugen.
            3) Bei Beträgen die im Monat Dezember gezahlt wurden ist immer Vorsicht geboten, da sie manchmal/oft/nie von der KK im Einzahlungsjahr berücksichtigt werden; falls nicht mehr im Einzahlungsjahr, dann im Folgejahr (= leider etwas spät).

            Nehme ich von Brigitte 18:44 „84,15 Euro x 12 = jährlich 1009,80 Euro“ also € 1010,- und ziehe einen Monat (Dezember) ab – € 84,- , dann bleiben noch € 926,- übrig wie z.B. bei Feli 16:51 erwähnt.
            Dies erklärt aber nicht die Schilderung von Feli 11:41.

            LG FÜR2012

          • Hallo FÜR2012, als Ergänzung zu Deinem Kommentar noch der Hinweis für andere Leser, dass sich Deine Aussagen unter Pkt.1-3 auf die Beiträge zur Krankenversicherung beziehen. Der letzte Punkt hingegen auf die Rentenversicherung.

            Gruß, Der Privatier

          • Da der Rückzahlungsbetrag dennoch höher ausfiel als vorausberechnet, ist das nicht so tragisch. 🙂 MfG

          • Kleine Ergänzung: es sind 11 Monate GRV-Nachzahlung gewesen, aber einen Monat zahlte die ALG-Kasse, da ich mich ja für 1 Tag arbeitslos melden mußte, um den ALG-Anspruch zu wahren. Somit wurden insgesamt 12 Monate gezahlt. MfG

  39. Hallo Privatier (19.Nov.2017 um 11:54),

    JA Sie haben recht. Da habe ich am frühen Morgen Brigitte’s Beitrag nicht genau genug gelesen.
    Bitte den folgenden Absatz „wieder streichen“

    Nehme ich von Brigitte 18:44 „84,15 Euro x 12 = jährlich 1009,80 Euro“ also € 1010,- und ziehe einen Monat (Dezember) ab – € 84,- , dann bleiben noch € 926,- übrig wie z.B. bei Feli 16:51 erwähnt.
    Dies erklärt aber nicht die Schilderung von Feli 11:41.

    LG FÜR2012

  40. in Ordnung habe ich jetzt in etwa verstanden. Was die Frage von Hans bezüglich der Werte angeht,die 23.362 sind der maximale Einzahlungsbetrag 2017 in die GRV oder in Rürup. Davon können 2017 84% steuerlich geltend gemacht werden. Was die Einzahlungen betrifft, könnte ich noch 3 freiwillige Beiträge a ca 1180(3540) stoppen!

    • Warum stoppen?

      Weil Hans geschrieben hat: „Noch mehr würde ich wohl nicht voraus zahlen.
      Nachdem die Vorauszahlungen schon geleistet sind, ist da jetzt wohl eh nichts mehr zu optimieren.“
      ?

      Es ist aus meiner Sicht keinesfalls klar, dass sich ein negatives Einkommen (ohne Abfindung) in irgendeiner Weise nachteilig auf den Steuereffekt auswirkt. Das wird zwar oft behauptet (oder vermutet), aber eine richtig überzeugende Begründung habe ich bisher noch nicht gehört. Allerdings habe ich selber auch noch nie versucht, das näher zu ergründen.

      Gruß, Der Privatier

      • also ich habs jetzt mit Steuertabelle nach Deinen Anweisungen gerechnet und natürlich erwarte ich keine Steuerberatung und habe es mal selber verglichen. Wenn es stimmt, kannst Du ja einfach ok sagen. Beispiel:
        a)Einkommen: 0
        Abfindung: 135.000,00
        Rentenversicherung – 19.650,00
        Krankenversicherung – 7.200,00
        = 108.150,00:5= 21.630,00 Steuer beträgt 2.962,00×5= 14.810,00

        zahle ich 3.000,00 Eur weniger voraus:

        b)Einkommen: 0
        Abfindung: 135.000,00
        Rentenversicherung – 16.650,00
        Krankenversicherung – 7.200,00
        = 111.150,00 :5 = 22.230,00 Steuer beträgt 3.127,00×5= 15.635,00
        Ich spare mir also zusätzlich 825,00 EUR Steuern, wenn ich die 3.000,00 noch in die Rentenversicherung einzahle. Aoer bitte nichts lachen, wenn ich überhaupt nichts kapiert habe!!
        Gruß
        Toni

        • Hallo Anton,

          bei Ihrem letzten Beispiel fehlt zumindest der Faktor mit den 84% für 2017 der die Einzahlung in die RV betrifft. Also wirken sich € 3000,- nur mit € 2520,- (steuerlich) aus.

          LG FÜR2012

          • Sehe ich nicht so. Der maximale einzahlbare Betrag in Rürup oder GRV beträgt 2017 23.362,00EUR als Lediger.
            Davon sind 84% steuerlich absetzbar, also ca. 19624,00 EUR. Ich habe hier nur verglichen, wie es sich steuerlich
            auswirkt, wenn ich die letzten 3.000,00EUR nich mehr einzahlen würde.

        • Ich habe jetzt weder die Zahlen nachgerechnet, noch habe ich in den Steuertabellen nachgesehen, ob die richtigen Daten abgelesen wurden. Aber der Rechenweg ist richtig und die Zahlen erscheinen mir plausibel.

          Bis auf den Punkt, den FÜR2012 schon angemerkt hat:
          3.000€ weniger in die GRV einzuzahlen, bedeutet eben nicht auch 3.000€ weniger bei den Steuern. Ist womöglich nur ein Detail und wird am Ergebnis von der Tendenz kaum etwas ändern, aber für das allgemeine Verständnis wäre es richtiger, die Rechnung auch mit den korrekten Werten durchzuführen.

          Gruß, Der Privatier

          • wie gesagt, ich hab nur mit den Zahlen gerechnet, welche ich einfach von den Erträgen abgezogen habe und daraus
            ergeben sich ltd. Steuertabelle eben diese Daten. Zumindest wenn ich richtig abgelesen habe.
            Fazit: rentiert sich also mit ca.25% Steuerersparniss von 3.000,00EUR

        • Ich kann natürlich nicht sagen: Das ist richtig. Ich bin ja weder Steuerberater noch das Finanzamt.
          Aber ich würde das grundsätzlich genauso rechnen.
          Einnahmen waren ursprünglich mal 600 EUR (V u V).
          84% bei RV-Beiträgen beachten, wie schon mehrfach geschrieben, d.h.
          Einzahlung 23.362,00 EUR bewirkt Reduktion des zu versteuernden Einkommens um 19624,08 EUR,
          Einzahlung 20.362,00 EUR bewirkt Reduktion des zu versteuernden Einkommens um 17104,08 EUR.
          Bei KV ggf. 4% Abzug (vielleicht schon berücksichtigt?)

          Aber das sind Feinheiten.

          Bei der Einzahlung in die GRV noch bedenken:
          1. Rente ist später zu versteuern
          2. Auf Rente sind später KV+PV Beiträge zu zahlen
          3. Lebenserwartung (wie lange dauert es bis die zusätzl. Einzahlung zurückgeflossen ist?)
          4. Lebensalter (wie lange muss ich noch waren, bis ich die erste Rente erhalte?)
          5. Risiko von Gesetzesänderungen (d.h. Höhe der Rente, künftige Höhe KV+PV-Sätze, künftige Besteuerung ungewiss)

          D.h. den 25% Steuerersparnis auf zusätzliche Einzahlungen jetzt, stehen weitere Abzüge in der Zukunft gegenüber.
          Ob sich das lohnt muss jeder für sich selbst entscheiden.

          Gruß,
          Hans

          • Hallo Hans,

            ich habe die 600 EUR weggelassen um leichter zu rechnen. Mir ging es nur um den Weg. Aber das mit dem 1000EUR mehr Einkommen stimmt, Wahnsinn wie sich das auswirkt. Gut das ich bei 0 Einnahme außer der Abfindung in 2017 bin.
            Der Rest ist bekannt. Aber dafür ist es nun mal eine lebenslange Rentenzahlung und da gibt es keine Rendite zu kaufen, sondern im Normalfall die Sicherheit der lebenslangen Einnahme und natürlich ist es auch wichtig wie hoch Deine Rente sein wird, wenn Dir 10 Jahre Einzahlung fehlen. Ob Du nochmals Jahre haben wirst, in denen Deine Einzahlungen in die GRV so hoch durch das Finanzamt gesponsert werden, steht auch zur Diskussion. Bei mir wahrscheinlich nicht. Falsch oder Richtig gibt es hier nicht. Nach meinem Tod kann ja mal jemand nachrechnen obs falsch oder richtig war.

          • PS: wenn ich eine Eigentumswohnung kaufe und vermiete, kann ich auch nach 2 Jahre sterben. War dann auch eine Scheiss Rendite.

  41. PS: Also die Einzahlung, welche ich in die GRV überweise, ist im 1.Beispiel 23,362,00 EUR. Ich habe nur den steuerlich relevanten Betrag von 84% abgezogen.

    Gruß
    Toni

  42. Hallo Hans,

    habs mir jetzt nochmal angeschaut, die ca 10 EUR monatliche Rente nach Abzug von KV+Pflege für weitere 3.000,00
    Einzahlung machen das Kraut im Alter nicht fett. Kauf mir lieber ein neues Bett, habe ich in der Gegenwart mehr davon.
    Müßte dadurch so ziemlich eine Punktlandung haben?

  43. Hallo Peter,

    ich habe jetzt viele Beispiele durchgerechnet. Bei mir sind freiwillige Beiträge immer so mit 25% steuerlich gesponsert.
    Mit Punktlandung meinte ich die zusätzliche Rente, welche ich mir durch die freiwillige Einzahlung in die GRV mindestens sichern wollte.

  44. Also für ca. 20.000,00 Einzahlung in die GRV bekomme ich ca. 7.000,00 EUR Steuern zurück,wenn ich insgesamt noch 7.200 EUR voraus in die Krankenkasse einzahle, was nicht schmerzt, zumindest für den Moment, später lassen wir mal Aussen vor.
    Denke muss man nicht mehr ganz so alt werden. Jetzt gebe ich aber ruhe und blockiere den Block nicht mehr.Habe wieder was gelernt! Danke Euch allen!

  45. Hallo Peter,
    nachdem ich nun was gelernt habe und viele Beispiele durchgerechnet habe, denke ich schon auch, dass sich bei positiven zu versteuerndem Einkommen, die Steuerersparnis prozentual höher auswirkt. Ich hab mal den Steuerffekt beechnet, wenn ich 30.000EUR Einkommen gehabt hätte, dann hätten sich die selben Einzahlungen wohl Prozentual um ca.10Prozent mehr rentiert. Frag mich jetzt nicht nach der Begründung!Hab einfach nur mit den Zahlen gerechnet. Aber egal, weiß ja nicht mal ob ich Recht habe!

    • Naja, das will ich wohl gerne glauben. Ist auch nicht weiter verwunderlich. Wenn man statt der 30.000€ Einkommen das Ganze mal mit 100.000€ durchrechnet, wird die Ersparnis für eine GRV-Einzahlung noch höher sein. Das liegt ganz einfach an der Progression: Je höher das Einkommen, desto höher der Steuersatz, desto höher die Einsparung.

      Aber da wären ja erst noch zwei Fragen zu klären:

      1. Wurde denn bei Rechnung berücksichtigt, dass die weiter oben verwendete Formel ausschließlich dann gilt, wenn sich ohne Abfindung ein negatives Einkommen ergibt? Ansonsten gilt nämlich eine andere Formel!

      2. Was soll denn hier überhaupt optimiert werden? Die Steuerersparnis auf eine GRV-Einzahlung? Das wäre bei einem maximal hohen Einkommen unter Verzicht auf die Fünftelregel der Fall: Steuersatz und Ersparnis = 45%.
      Oder soll vielleicht doch eher die absolute Steuerbelastung minimiert werden?
      Oder irgendwie/-was im Verhältnis zur Einzahlung?
      Diese Frage müsste man vorab einmal beantworten, bevor man dann Aussagen darüber machen kann, ob es Sinn macht, auf ein positives oder negatives Einkommen zu achten.

      Gruß, Der Privatier

  46. was die Frage 1 angeht, ja ich habe die andere Formel verwendet. Zu B: mir ist es eben nur aufgefallen weil Du ja mal geschrieben hast, dass Du nicht überzeugt bist, dass der Steuereffekt bei negativen Einkünften geringer ist. Ist aber auch egal, ich habe die Einzahlungen hauptsächlich getätigt um meine Rente, welche ich mit 63 und Abschlägen ansteuere
    auf ein erträgliches Maß aufgepeppt wird. Den Steuereffekt von ca. 27% nehme ich aber gerne mit! Auch wenn ich in im Alter wieder zurückzahle. Der Kapitalmarkt kann ganz schwarze Zeiten erleben, ebenso die GRV. Also verteilen kann nicht schaden und die Rendite bei 20.000,00 EUR Einzahlung kann mal mal ausser acht lassen. Nur meine Meinung!

  47. Hallo lieber Privatier, liebe Mitleser,

    ich habe jetzt sehr aufmerksam alle Kommentare gelesen und spreche ERNEUT das folgende Szenario an.
    Aufhebungsvertrag in 2017 unterschrieben. Auszahlung der Abfindung zu Beginn 2018, Versteuerung im Rahmen der 1/5 Regelung. Für 2018 keine weiteren Einnahmen geplant, ach Dispostionsjahr ab 2019 ALG geplant.

    Ich bin bei der Techniker Krankenkasse versichert und habe eben kurz mit ihnen die Möglichkeit der Vorauszahlung für 2,5 Jahre besprochen. Die Vorauszahlung ist möglich, aber es wurde mir gesagt, dass mit Eintritt des ALG, ich aus der freiwilligen KV ausscheide und in die Pflichtversicherung eintrete (wichtig!). Damit wird auch automatisch mein „Konto“ aufgelöst und die quasi zu viel gezahlten Beiträge an mich zurück erstattet. Gleichzeitig wird das Finanzamt über den steuerlichen Einfluss informiert (ich kann nicht sagen ob wirklich das FA von der TK informiert wird, oder ob der Mitarbeiter damit nur sagen will, dass es die besagte Bescheinigung über die Auszahlung gibt die in der EKST berücksichtigt werden muss).

    Hier jetzt nochmal meine Fragen:
    a) Wenn die Information an das FA übermittelt wird, müssten die Steuervorteile für 2018 doch im im Rahmen der EKST 2019 aufgehoben/gegengerechnet werden oder nicht? Demnach würde es keinen wirklich Steuervorteil geben (ich zahle in 2018 nur weniger Steuern die ich in 2019 dann nachzahlen müsste)?
    b) Macht es Sinn ggfs. in einen andere GKV zu wechseln, die die Beiträge zum Zeitpunkt der ALZ Zahlung nicht auszahlt um den Steuervorteil nicht zu verlieren? Und falls ja, welche GKV gibt es die nicht auszahlen?
    c) Macht es Sinn ggfs. in eine PKV zu wechseln um zum einen niedrigere Beiträge in 2018 zu zahlen (in der gesetzlichen zahle ich weitestegehend für 2018 den Höchstbetrag) und ggfs. auch den Steuervorteil wie in b) beschrieben zu konservieren? In der Zeit des ALG könnte ich die PKV dann ja (hoffentlich?) wieder in Richtung GKV verlassen?

    Zum Schluss darf ich noch einmal erwähnen das der Content und die Diskussionen/Kommentare auf dieser Seite ein unglaublich hohes Niveau erreichen! Glückwunsch, weiter so!

    Vielen Dank und viele Grüße!

    Daniel

    • Erst einmal vielen Dank für die lobenden Worte. Schön, wenn es gefällt und nützt…

      Zur Frage a) möchte ich gerne auf einen kürzlichen Kommentar verweisen, der die Antwort gibt.

      b) Wenn man die Antwort auf a) versteht, macht b) keinen Sinn mehr.
      c) Ein Wechsel in die PKV sollte man gut überlegen und eher als generelle Entscheidung ansehen. Ich selber würde das nicht für einen vorübergehenden Zeitraum machen. Aber das mag jeder anders sehen.

      Gruß, Der Privatier

  48. Hallo Privatier,

    vielen Dank für die schnelle Rückmeldung!

    Ich hatte deinen Kommentar gelesen, allerdings habe ich von meiner KV verstanden, dass die Steuersparniss in 2018 im Jahr 2019 wieder gegengerechnet wird sofern sich die Art der Versicherung (von Freiwillig zu Pflichtversicherung wegen ALG) ändert. Ich spreche von der Steuer, nicht von dem zu veranlagenden Einkünften (die bei unterschiedlichen Steuersätzen ja zu einer unterschiedlichen Steuerlast führen). Es klang so als wenn in 2019 die Steuerzahlung für 2018 quasi ex-post auf den entsprechneden Betrag wieder angepasst wird, und damit quasi ein Nullsummenspiel wäre (das was ich dieses Jahr gespart habe muss ich nächstes Jahr an Steuern doch wieder zahlen). Vielleicht habe ich es aber auch falsch verstanden bzw. war es unglücklich formuliert.

    Hoffentlich ist es so wie du vermutest (?)/weißt, dass sich im Jahr 2019 dann „nur“ das zu versteuernde Einkommen verändert, der Steuervorteil aufgrund der Progression und Fünftelregelung in 2018 in absoluten Beträgen aber bleibt.

    Ich hoffe du weißt was ich meine? 🙂

    Viele Grüße!

    Daniel

    P.S. Hast du eigentlich bei einem Unternehmen mit drei Buchstaben gearbeitet? 😉

    • Auch wenn ich selber keine Erfahrungen mit der Vorauszahlung/Rückerstattung von KV/PV-Beiträgen habe, bin ich mir ziemlich sicher, dass die Veranlagungszeiträume (also 2018 und 2019) getrennt voneinander betrachtet werden. Basis ist das Zuflussprinzip: Für die steuerliche Berücksichtigung zählt der Zeitpunkt des Zu- oder Abflusses. Die Vorauszahlung wird daher in voller Höhe in 2018 berücksichtigt, die Rückzahlung dann in 2019.
      Dies hat im Übrigen auch bereits Leser FÜR2012 weiter oben so bestätigt.

      Gruß, Der Privatier
      P.S.: Ich habe in einigen Unternehmen gearbeitet, auch mit drei Buchstaben, 😉 Warum fragst Du? Müssten wir uns kennen…?

      • Hallo Privatier, danke, das bestätigt dann noch einmal die Vermutung das es sich positiv auswirkt. Ich werde das dann mal so machen und schauen was rauskommt. 🙂

        Zu P.S.: Nein, wir kennen uns wahrscheinlich nicht. Ich arbeite nur derzeit für ein großes IT Unternehmen mit drei Buchstaben im Mannheimer Raum. Daher meine Frage! 😉

        Viele Grüße!

        Daniel

    • Hallo Daniel,

      weil ich gerade zufällig Dein Anliegen lese: Ich habe bei der TK vorausgezahlt. Falls Du nur einige Monate pflichtversichert bist, kannst Du mit der KV vereinbaren, dass sie das Depot nicht auflösen und zurückzahlen.

      • Danke Stone für deine Rückmeldung!

        Was sind denn „einige Monate“ aus deiner erfahrung? Ich plane das Dispostionsjahr in 2018 einzulegen und mich dann ab dem 1.1.2019 arbeitslos zu melden. Wie lange, das hängt von den persönlichen Umständen ab, die ich jetzt noch nicht vorhersehen kann. Maximal natürlich 12 Monate, ggfs. aber auch weniger!

        Viele Grüße!

        Daniel

        • Ach und noch ein Nachbrenner an dich, Stone!

          Hast du bei der TK einen Rabatt auf die Vorauszahlung bekommen? Der TK Mitarbeiter meinte das wäre gesetzlich nicht rechtens, ich hatte aber irgendwo gelesen das manche KV einen Rabatt gewähren?!

        • Auskunft von der TK war, bei Einsetzen der Pflichtigkeit wird die Vorauszahlung rückerstattet, sollte die Pflichtigkeit vom Zeitraum her überschaubar sein, ist es evtl. auch möglich,dass Vorauszahlungsdepot vorerst zu behalten. Muss man wohl Überzeugungsarbeit leisten. Ob es Dir persönlich hilft, weiß ich nicht.
          Ich melde mich ab Januar arbeitslos und werde voraussichtlich 2018 ein deutlich niedrigeres Einkommen haben, heißt die Rückzahlung hat deutlich weniger negativen Steuerffekt als die Ersparniss in diesem Jahr.

          • Nein,ich habe auch keinen bekommen, habs aber auch gelesen, dass es KVs geben soll. Wohl eher bei den Privaten.

  49. Hallo an alle aktuellen und zuküftigen Privatiere.
    Dank der Informationen auf dieser Seite habe ich meinen beruflichen Ausstieg geplant und umgesetzt. Das Dispositionsjahr hat super geklappt, seit fast 6 Monaten bin ich jetzt offiziell arbeitslos und habe keine Auflagen von der Agentur zu erfüllen. Soweit so gut. Ich habe auch verschiedene Steuerminderungmassnahmen, wie z.B. Einzahlung in die DRV und Vorauszahlungen an die PKV durchgeführt. Leider wurden meine Vorauszahlungen an die PKV vom Finanzamt nicht anerkannt. Ich bin den Anweisungen meiner KK gefolgt und habe den 2,5-fachen Beitrag des Jahres 2018 im Dezember 2017 (2017 war das Jahr meiner Abfindung)vorausgezahlt. Das war anscheinend ein Fehler, denn ich hätte nur den 2,5-fachen Beitrag des Jahres 2017 bezahlen sollen. Das Finanzamt hat dir komplette Vorauszahlung für meine KV und PV nicht anerkannt. Es hat aber die Vorauszahlung, die ich für die KV meiner Tochter geleistet habe anerkannt, was dann ja umlogisch ist. Der entsprechende Gesetzestext lautet:
    „Beitragsvorauszahlungen können im Zahlungsjahr nur abgezogen werden, soweit sie das Zweieinhalbfache der regulären (vertraglich geschuldeten) Beiträge des Veranlagungszeitraums nicht überschreiten.
    Vorauszahlungen, die über diese Grenze hinausgehen, dürfen erst im Jahr ihrer wirtschaftlichen Zugehörigkeit abgezogen werden.“

    Ich habe mich leider auf die Aussage meiner Krankenkasse verlassen, dass ich möglichst viel, also die auf 2018 bezogegenen Beiträge vorauszahlen soll. Einen Rabatt habe ich übrigens auch nicht erhalten.

    Insgesamt betrug der zu viel gezahlte Beitrag ca. 600 € (= 4,4% der „erlaubten“ Vorauszahlung), was zu einer Steuermehrbelastung von fast 20.000 € führte.
    Das ist aus meiner Sicht überhaupt nicht verhältnismäßig. Außerdem meine ich, dass man den oben stehenden Gesetzestext auch so auslegen kann, dass der 2,5-fache Beitrag im Veranlagungsteitraum berücksicht wird, und nur die darüber hinaus gehende Vorauszahlung in den Folgejahren berücksichtigt wird.

    Hat sonst noch jemand Erfahrung mit diesem Sachverhalt, oder kann jemand meine Auslegung bestärken oder falsifizieren?

    Liebe Grüße,
    Michael

    • Hallo Michael,

      auch wenn das sich jetzt sehr hart anhört: Da hast du leider etwas gepennt.

      Der Gesetzestext ist eindeutig: „ … Beiträge, die in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden.“(§10 Abs.1 Nr.3 Satz 4). Maßgeblich für die Berechnung der max. Höhe der Vorauszahlung ist also die Höhe der Beiträge in dem Zeitraum, in dem die Beiträge gezahlt werden und nicht die Höhe der Beiträge in dem Zeitraum, für den die Beiträge gezahlt werden. Was allerdings wirklich mies ist, dass durch die „Überzahlung“ die Vorauszahlung komplett nicht anerkannt wird. Auch ich würde es nur als gerecht empfinden, wenn der Maximalbeitrag trotzdem anerkannt würde.

      Normalerweise würde ich an dieser Stelle jedem empfehlen einen Steuerberater hinzuziehen, aber meine Erfahrung mit dieser Berufsgruppe sind nicht gut, wenn es um die Vorauszahlung von KV-Beiträgen geht (siehe oben).

      Gruß, BigMac

      • Hallo Big Mac,

        Erfahrungen kann ich leider nur bestätigen. Bei Abfindungen,KV Vorauszahlungen wird es bei vielen düster. Ich habe 5000 EUR Steuererstattung berechnet, der Steuerberater 1600 EUR. Nachdem ich im meine Berechnung zur Verfügung gestellt habe, hat er mich gefragt, wo ich dass alles her weiß. Rückerstattung waren dann genau 5000 EUR. Wenigstens hat er mir einen Teil der Rechnung erlassen. Gelernt habe ich sehr viel auf dieser Seite. Nochmals herzlichen Dank hier allen und Eurem Steuerberater keinesfalls blind vertrauen, kann teuer werden!

        • Hallo versfachwirt,

          …kann ich ebenfalls nur bestätigen: Mein Steuerberater hatte auch keinen Plan.

          Er reagierte nur, wenn ich Ihn persönlich auf Auslegungen und Referenzen von Gesetzestexten gestossen hatte. Das kann ich mir dann auch sparen und mache seitdem meine EkStErkl wieder alleine.

          Oftmals gilt bei Steuerberatern wohl nur: ‚Kohle abgreifen’….’fire & forget‘

          Grüsse

    • Ich sehe das weder so schwarz, wie BigMac die Lage darstellt, noch interpretiere ich den Gesetzestext so „eindeutig“.

      Eher im Gegenteil: Ich habe den Gesetzestext (und die Absicht dahinter) immer so verstanden, dass die Beiträge bis zur 2,5-fachen Höhe des VZ’s im demselben VZ steuerlich berücksichtigt werden können. Alles, was darüber hinaus gehen sollte, dann eben in späteren VZ’s. Also: Bis zum Maximum auf jeden Fall zu berücksichtigen. Mehr allerdings nicht.

      Für mich müsste der geschilderte Fall daher ganz klar mit einem Einspruch beantwortet werden!

      Ich gebe allerdings gerne zu, dass mir nach der Schilderung der Sichtweise des FA’s der Gesetzestext nicht mehr so ganz eindeutig erscheint. Man könnte ihn auch im Sinne des FA’s interpretieren. Ich bin jedoch nach wie vor der Überzeugung, dass der Sinn der Regelung darin besteht, dass bis ein bis zu 2,5-facher Beitrag steuerlich wirksam sein kann. Nur die Beiträge, die diese Grenze überschreiten, nicht.

      Eine Bestätigung für diese Annahme findet sich meiner Meinung nach in einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24.Mai 2017 zum Thema „Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen“ (GZ: IV C 3 – S 2221/16/10001 :004). Dort werden die Vorauszahlung von KV-Beiträgen ab Randziffer 134 behandelt. Unter Randziffer 149 ist ein Beispiel aufgeführt, welches dem oben geschilderten Sachverhalt ähnelt. Auch im Beispiel wurde mehr eingezahlt, als der 2,5-fache Beitrag. Der 2,5-fache Beitrag ist aber im Jahr der Zahlung absetzbar.

      Ich würde daher ganz eindeutig einen Einspruch einlegen, ggfs. mit Bezug auf o.g. Schreiben des Finanzministeriums.

      Viel Erfolg und (wenn möglich) mit anschließendem Bericht!

      Gruß, Der Privatier

      • „Ich sehe das weder so schwarz, wie BigMac die Lage darstellt, noch interpretiere ich den Gesetzestext so „eindeutig“.“

        Was ich sagen wollte: Eindeutig ist der Text in Bezug auf den Zeitraum, der für die Berechnung der max. Höhe des Vorauszahlungsbeitrag heranzuziehen ist. Das eine „Überzahlung“ stattfand, sollte unstrittig sein, und deshalb ein Einspruch wg. der Berechnung der max. Höhe erfolglos.

        Was die Anerkennung und Abzugsfähigkeit betrifft bin ich hingegen ganz auf der Linie von Dir und MMM. Vor allem gibt es (bzw. kenne ich) keine Regel, die besagt, dass bei einer Überzahlung die Abzugsfähigkeit komplett verloren geht. Auch ich würde einen Einspruch einlegen und zwar mit dieser Begründung.

        Sorry, wenn ich mich da etwas unglücklich ausgedrückt zu haben.

        • Ach WAS , da kann ich ja gleich mal mit STB überlegen , welcher Teil
          von “ LUXUS “ bei der “ Vorrauszahlung “ ( HIER BASIS + LUXUS , lt. KV
          nur so zu zahlen/vorrauszuzahlen ) nicht im Kalenderjahr passend war ,
          um den dann ggf. im nächsten Kalenderjahr ( also dann DIESEM ) zu
          deklarieren .
          Gezahlt ist ja schon , nur ggf. noch nicht passend abgerechnet ???
          ( Hoffentlich macht KV mir dann auch noch eine “ Aufteilung “ für
          “ Basis-Anteil “ und “ Luxus-Anteil “ als “ Vorsorgeaufwendung “
          für die im letzten Jahr geleistete Vorrauszahlung für 30 Monate .
          Den “ BASIS “ Anteil , werde ich vermutlich im KJ 2017 abrechen können ,
          den “ LUXUS “ Anteil , dann ggf. im KJ des notwendigen ENTSTEHENS ??? )
          Bisher ist aber der “ Luxus “ Anteil , auch immer unabgerechnet verpufft .
          Lt. STB und FA , NICHT ABZUGSFÄHIG ( Wie auch bei M.M.M. die Schmankerl
          scheinbar leider nicht Abzugsfähig sind )
          Gezahlt werden , muss der aber lt. PKV , trotzdem , auch bei der Vorrauszahlung , leider .
          Meine Hoffnung ist da also auf “ AN/ABRECHNUNG im neuen Jahr “ eher kleiner .

          Peter , ist deine Meinung dazu eine andere ???
          ( Also Quasi , wieder Erwartens , mehr Hoffnung ??? )

          LG Det

          • Hallo Det,
            der Nicht-Basis-Beitrag ist nicht absetzbar.
            Gruß Michael

          • Nun, Det – wie Du vielleicht weißt, habe ich selber mit PKVs keine Erfahrungen, von daher muss ich von der Theorie her überlegen. Und die lautet:
            * Deine PKV müsste Dir eigentlich schon seit Jahren jeweils eine jährliche Bescheinung darüber erstellen, welche Anteile deiner Beiträge zur Basis-Versorgung beitragen und welche für zusätzliche Leistungen sind.
            * Das sollte sich bei einer Vorauszahlung nicht ändern.
            * Die Beiträge zur Basisversorgung können ohne Begrenzung steuerlich geltend gemacht werden. Bei Vorauszahlungen max. für 2,5 Jahre im Voraus.
            * Die darüberhinaus gehenden Beitragsanteile sind aber in der steuerlichen Wirkung limitiert und „verpuffen“ nur deshalb, weil die Basisversorgung dieses Limit in der Regel bereis überschreitet.
            * In den Folgejahren (nach der Vorauszahlung) tritt dieser Effekt nicht mehr ein und die „sonstigen persönlichen Versicherungen“ können nun bis zum Limit steuerlich geltend gemacht werden.
            * Für deine Zusatzleistungen der PKV wird das aber trotzdem nicht funktionieren, da ja nun mal das Zufluss- bzw. Abflussprinzip gilt: Du kannst nur das steuerlich geltend machen, was auch im Veranlagungszeitraum bezahlt wurde. In diesem Falle also: Nichts. 🙁
            * Wobei sich natürlich die Frage stellt, warum Du überhaupt eine Vorauszahlung geleistet hast? Was sollte denn damit erricht werden??

            Gruß, Der Privatier

          • Hallo zusammen,
            diese Nachricht ist primär eine Antwort an ‚Privatier‘ bzgl. seines Feedbacks vom 25.Jul.2018 um 19:34Uhr. Die Threadtiefe ist augenscheinlich begrenzt, weshalb ich wohl nicht direkt auf Sein Statement antworten kann.

            *Privatier schrieb:
            „Wobei sich natürlich die Frage stellt, warum Du überhaupt eine Vorauszahlung geleistet hast? Was sollte denn damit erreicht werden??“

            *Annahme:
            ‚Privatier‘ fragte sich wahrscheinlich warum auch die steuerlich nicht absetzbaren „Luxusleistungen“ für mehrere Jahre im Voraus an die PKV gezahlt werden.

            *Antwort:
            Weil es seitens der PKV’en hinsichtlich der 2,5fachen Vorauszahlung von Jahresbeiträgen oftmals nicht anders gestaltet wird. „Alles oder nichts hinsichtlich der kompletten Basis- als auch Luxuszahlungen“

            *In normalen Arbeitsjahren ohne Abfindungszahlung:
            Natürlich bekommen die PKV’er von der Versicherung jedes Jahr eine Aufstellung über Ihren Basistarif und die darüber hinaus (nicht steuerlich absetzbaren) Leistungen. Das funktioniert für die Steuererklärungen in ’normalen Arbeitsjahren‘ auch immer prima und gibt überhaupt keinen Stress mit dem FinA. Man setzt die PKV-Basisanteile steuerlich ab und alles ist ‚gut‘. Fertig.

            *Im Jahr der Abfindungszahlung:
            Für die Vorauszahlung von PKV-Jahresbeiträgen sagte -zumindest meine- PKV:
            „Wenn Du die Beiträge für 2,x Jahre im Voraus zahlen möchtest, dann ‚NUR KOMPLETT‘ inkl. der ‚Luxusleistungen‘. Man hat dann keine Chance nur die Basisanteile für die kommenden Jahre an die PKV zu entrichten. Die wollen die kompletten ‚Full Featured‘-Beiträge haben.

            *MEIN Resumee für die Vorauszahlung von PKV-Beiträgen:
            1. Mann kann schon froh sein, das die PKV die Vorauszahlung überhaupt mitmacht (muss sie nicht!)
            2. Man muß die kompletten Versicherungsbeiträge im Voraus bezahlen (also Basis- als auch ‚Luxus‘-Prämien)
            3. Wenn man Glück hat, bekommt man von der PKV für die geleistete Vorauszahlung noch einige Prozente Nachlaß, bei mir waren es 4% auf den Gesamtbetrag der Vorauszahlung.
            4. ICH würde immer nur max. 90% der kompletten PKV-Beiträge (für max. 28 Monate anstelle 30 Monate) im voraus entrichten um nicht in Konflikt mit dem recht frei interpretierbaren Gesetzestext zu kommen. Das ist dann immer noch ein Haufen steuerlich absetzbarer Kohle und man muß dann nicht im Falle einer ‚Überzahlung von 30 Monatsbeiträgen‘ die Einspruch- und Wiederspruch-Schiene im Falle einer Nichtanerkenntnis seitens des FinA fahren.

            Grüsse
            M.M.M.

          • Hallo Peter , Hallo Michael , Hallo M.M.M , ggf. andere Mitlesende

            Da ich ja letztes Jahr kurz vor knapp , nochmal schnell den
            2,5 fachen Jahresbeitrag ( also 30 Monate ) überwiesen habe ,
            war nach vorheriger Rücksprache KV und auch STB ( zumindest
            bisher ) für mich alles klar .

            A) Lt. STB ( mit dem ich bereits ein paar Tagen zusammenarbeite ) ,
            sind die “ BASIS-Anteile “ ohne WENN UND ABER mit dem 2,5 fachen
            Jahresbeitrag anzusetzen .
            B) Dieses ist mir auch , durch KV und FA so bestätigt worden .
            ( Aber NUR mündliche Auskunft eingeholt ! )
            C) Die über den “ BASIS “ Anteil , liegenden Anteile der Wahlleistungen
            sind jedoch weder im KJ der Aufwendungen , noch im KJ des ANFALLENS
            ( sollte das bei Vorrauszahlungen dann ein Unterschied sein )
            irgendwie zu berücksichtigen . Ist halt einfach “ LUXUS “ , der halt
            auch einfach bezahlt werden muss ( ohne Anerkennung ) da DIESER ja
            NICHT besonders zum “ ERHALT “ der Einkunftsquelle beiträgt .
            ( so die Erklärung des FAs MA , auf Nachfrage , WARUM ??? )
            Dieser “ BASIS-Beitrag “ ist neben dem PPV Beitrag , aber wieder
            zu 100% ( ohne Grenzen ) anzusetzen .

            D) Da ich dann dachte , o.K. , dann zahle ich die “ BASIS-Anteile “
            ( ca. 2/3 Basis zu 1/3 Luxus ) , schon mal im “ VORRAUS “ und
            die “ LUXUS-ANTEILE “ im jeweiligen KJ der “ ANRECHNUNG “ , hat auch
            nach mehrmaligen Gesprächen durch RA mit Rechtsabteilung KV und auch
            STB mit Rechstabteilung KV , zumindest bei MEINER KV , KEINE
            MÖGLICHKEIT der “ TRENNUNG “ von “ BASIS “ und “ LUXUS “
            ( Wahlleistungen ) ergeben . NIX , NIENTE , NADA .

            Vorrauszahlung JA , aber NICHT GETRENNT AUFZUSCHLÜSSELN , und auch
            NICHT GETRENNT zu bezahlen . LEIDER .
            ( Abrechnung KV , kommt dann lt. KV , wie immer , am Jahresende ,
            mit auch wie jedes Jahr , abweichenden Anteilen “ BASIS “ ,
            “ LUXUS “ , “ RÜCKERSTATTUNG “ )

            E) Für den PPV Anteil , gab es dann wieder grünes Licht , i.O. ,
            wird auch als VZ für 2,5 Jahre anerkannt .

            F) Meine Quitessenz daraus : Vermutlich ist eine “ TRENNUNG “ in BASIS
            und LUXUS ( Wahlleistung ) NICHT gewünscht , da auch von KV SEITE
            sowie von FA Seite eine gewisse REGELMÄSSIGKEIT unterstellt wird .
            Diese gewisse Regelmässigkeit , soll wohl , von der Vergangenheit
            in die Zukunft fortgeschrieben werden . M.M.n. auch DAHER , das
            “ BEIDE “ Zahlen als Grundlage für die “ VZ “ genommen werden
            sollen ( Meine Interpretation des § 10 , Abs.1 , Nr.3 Satz 4 )
            Ob das nun andere KVs ggf. anders händeln , keine Ahnung .
            Todschlagagument der KV war dann für MICH “ WIR SIND NICHT
            GEZWUNGEN , IHRE VZ ANZUNEHMEN “ Auf nochmalige Nachfrage RA
            —– Stimmt —– ( Verpflichtungsfrei , KEIN KONTRAHIERUNGSZWANG )

            @ M.M.M. GENAU MEINE , FA , STB , KV SICHTWEISE betr. Kom. 22:39
            @ Michael , Wie von mir vermutet , Danke trotzdem .
            @ Peter , Zweck der Übung , wie bereits schon mal mitgeteilt , in die
            NÄHE meines WUNSCH zvEINKOMMENS von ca. 1 bis 1,5k/mon. zu kommen .
            Oder welche Ideen hättest Du sonst noch im Angebot ???

            Rebalancing nach Renten-Basis-Vers. z.Zt. nicht notwendig , im Plan ,
            für DS Rentner und auch DS Renterpaar ( obwohl Einzelveranlagung )
            also ca. 45/90 RP ANALOG , JETZT UND NACH DERZEITIGER SICHTWEISE AUF
            ANSPRÜCHE , GGF. AUCH SPÄTER . Ca. 30% Portfolioanteil-Versicherungen .

            LG Det

      • Erstmal Dank an BigMac, M.M.M. und den Privatier für die schnellen und kompetenten Kommentare.
        Den Einspruch habe ich natürlich eingelegt und leider auch schon eine ablehnende Antwort erhalten. „Die in 2017 vertraglich geschuldeten Krankenversicherungsbeträge betragen xxx €. Somit übersteigen die Vorauszahlungen das 2,5-fache deutlich. ….. kann Ihrem Einspruch nicht entsprochen werden.“
        Die Vorauszahlungen für die KV betrugen übrigens genau das 2,6-fache. Das soll deutlich sein? Die Vorauszahlungen für die Pflegeversicherung betrugen genau das 2,5-fache und wurden auch nicht berücksichtigt. Berücksichtigt wurden aber die Vorauszahlungen, die ich für die KV meiner Tochter gemacht habe, obwohl die auch über dem 2,5-fachen lagen.
        Ich hatte noch einen zweiten Einspruchsgrund, dem zum Glück entsprochen wurde. Es bleibt allerdings immer noch eine gewaltige Lücke zu der von mir errechneten Steuerrückzahlung.
        Das FA möchte nun von mir eine Erklärung, dass ich den Punkt Vorauszahlungen als erledigt betrachte und wird dann eine neue Berechnung aufgrund des zweiten Punktes durchführen. Man nennt das Erledigung des Verfahrens wegen Teilstattgabe.
        Wenn ich diese Betätigung abgebe, hätte ich einen Teilerfolg erreicht. Wenn ich sie nicht abgebe, so heißt es, „ist über den Einspruch zu entscheiden.“ Wenn ich nun der Argumentation von BigMäc folge, wird der Einspruch wahrscheinlich keinen Erfolg haben. Ich befürchte dann sogar, dass man die Vorauszahlung für die KV meiner Tochter auch nicht anerkennen wird. Dann hätte ich weniger erreicht als zuvor. Und ob der andere Einspruchspunkt in meinem Sinne entschieden wird, ist dann ja auch nicht sicher.
        Wenn ich der Argumentation vom Privatier folge, sieht es besser aus. Vielen Dank übrigens für den Link. Ich habe mir den Punkt 149 mehrfach durchgelesen. Ist das eindeutig? „Der in 00 absetzbare Teil der Vorauszahlungen i. H. v. 2.500 € ist den Jahren 01, 02 (jeweils i. H. v. 1.000 €) und i. H. v. 500 € 03 chronologisch zuzuordnen.“ Was meint genau „chronologisch zuzuordnen“?
        Ich habe zusätzlich über das WWW einen Steuerberater konsultiert. Der gibt mir Recht, allerdings macht er sich das auch sehr einfach. Er argumentiert, das Wort „soweit“ im Text „soweit die Vorauszahlungen das 2,5-fache … nicht übersteigen“ würde bedeuten, dass bis zum 2,5-fachen immer absetzbar wäre. Ich denke, das Wort „soweit“ könnte auch für „wenn“ stehen.
        Ich habe noch 2 Wochen Zeit, mir zu überlegen, was ich nun machen werde. Im Moment möchte ich den Einspruch gerne aufrechterhalten und als Begründung, die von euch erwähnten Gründe, insbesondere das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24.Mai 2017 nachreichen.
        Gibt es dazu evtl. noch Kommentare von euch?
        Gruß Michael

        • Ich kann nur sagen, dass ich mich da auf keinen „Kuhhandel“ einlassen würde! Ich bin mir da relativ sicher, dass der Einspruch Erfolg haben wird.

          Auch wenn hier viel über Steuerberater geschimpft wird, würde ich mir überlegen, für die richtige Formulierung einer Antwort ggfs. doch einen Steuerberater hinzu zu ziehen.

          Oder alternativ das o.g. Schreiben noch einmal gründlich zu lesen (nicht nur das angeführte Beispiel). Das Beispiel enthält die wichtige Aussage nämlich eigentlich nur als Nebenbemerkung: „Der in 00 absetzbare Teil der Vorauszahlungen…“ bedeutet ja nicht anderes als: Ein Teil ist absetzbar!
          Beim Rest des Beispieles geht es mehr um die Zuordnung der Überzahlung. Hier also uninteressant.

          Wichtig wäre z.B. auch Rz.148. Hier heisst es: „Abweichend vom Jahr der Zahlung sind die das Zweieinhalbfache übersteigenden Beiträge in dem VZ anzusetzen, für den sie geleistet wurden.“
          Heisst doch auf deutsch wohl: Was mehr als das 2,5-fache ist, muss später angesetzt werden. Und daher logische Folgerung: Bis zum 2,5-fachen Betrag kann im Jahr der Zahlung angesetzt werden.

          Mein Fazit: Ich würde den Einspruch auf jeden Fall vollständig aufrecht erhalten. Notfalls sogar klagen (nach Rücksprache und mit Unterstützung eines Anwaltes).

          Gruß, Der Privatier

          • Hallo Peter , würde ich genauso sehen .
            ….. ein TEIL ist absetzbar ……
            “ M.M.n. DER BASIS-ANTEIL IN DER PKV + Anteil PPV , BEIDES für 30 Mon. “

            Der REST ( bei mir immerhin 1/3 Peter , da könnte ich evt. DEINE
            kompletten KV Beiträge ggf. noch von mitbezahlen ) ist m.M.n. LUXUS
            und wohl scheinbar NICHT erstattungsfähig . ( Weder Jetzt noch Später )

            und für Michael noch : So würde ich das für DEINEN und auch für den
            NACHWUCHS TEIL sehen , wenn DIESER verpflichtend an Dir anhängt .
            DIESES würde ich auch wohl versuchen NOTFALLS per höherer Stelle
            durchzusetzen . Hilft manchmal auch beim FA , DIESE Sichtweise ,
            notfalls mal an etwas höherer Stelle anzubringen ( Abt. – Leiter )
            ggf , manchmal der KÜRZERE/EINFACHERE Dienstweg .
            Sollte das ggf. NICHT helfen , muss sich wohl über Prozesskostenrisiko
            GEDANKEN gemacht werden .

            Aber ….. Vor Gericht , und auf hoher See …………….

            LG Det

          • Ja, Det – alles soweit richtig. Ich möchte aber zu bedenken geben, dass es hier um zwei sehr unterschiedliche Fragestellungen geht!

            Während es Dir bisher darum ging, die unterschiedlichen Anteile einer PKV (Basis-Versorgung und Zusatzleistungen) hinsichtich der steuerlichen Behandlung darzustellen, war das bei Michael (soweit ersichtlich) überhaupt nicht die Frage.
            Bei Michael ging es um die Frage, ob bei einer Einzahlung über dem 2,5-fachen Jahresbeitrag zumindest der Anteil bis zum Faktor 2,5 steuerlich berücksichtigt werden kann.

            Auf beide Fragen passt allerdings die Antwort: „… ein Teil ist absetzbar.“ 😉

            Gruß, Der Privatier

          • Hallo Peter
            Ich glaube Du machst hier einen Denkfehler .
            Vermutlich aus der unterschiedlichen Sicht “ WAHLZUSATZLEISTUNG “
            LUXUS-ANTEIL über “ BASIS “ .

            Wenn ich explizit , die Grundlagen für “ BASIS “ und “ LUXUS “
            bei einer PKV ( und ich glaube darum handelte die Frage ) bei
            einer m.M.n. steuerlichen Berücksichtigungsfähigkeit sehen müsste ,
            so wäre MEINE Sichtweise halt :
            “ Basis und PPV “ mal 30 i.O.
            “ BASIS und LUXUS und PPV “ mal 30 n.i.O. , da der ANTEIL “ LUXUS “
            keine BERÜCKSICHTIGUNG findet . ( auch nicht bei der VZ )

            Beispiel:
            Basis 400,00 Euro plus PPV 50 Euro = 450,00 Euro mal 30 = 13500,00 Euro
            somit 13500,00 Euro Berücksichtigungsfähig

            Basis 400,00 Euro , plus Luxus 200,00 Euro , plus PPV 50 Euro = 19500,00 E
            somit 19500,00 Euro NICHT i.O. , aber 13500,00 Euro in Ordnung .
            Der LUXUS ANTEIL würde dann fehlen , da m.M.n. nur der “ BASIS “ Anteil
            für eine VZ verwendet werden darf .
            ( So zumindest MEINE , STB , RA , PKV , FA SICHTWEISE )

            LG Det

          • PS und bei DIESER Sichtweise , würde dann EGAL ob 50 Monate ,
            oder 12 Monate Vorrrrrrrrraus gezahlt werden , ein MAXIMAL
            Anzuerkennender Betrag von X in meinen Beispiel halt von
            13500,00 Euro bei 30 Monaten , rauskommen . Wenns nur 12 Monate
            wären halt 450 mal 12 , bei 50 Monaten DECKELUNG auf 30 Monate .
            Die 20 MONATE darüber würden NATÜRLICH KEINE Anerkennung finden .
            Das bei 50 Monaten ( oder auch nur 32 Monaten ) aber der Anspruch
            auf Anerkennung der 30 Monate komplett verloren geht , möchte ich
            aber mal ganz stark bezweifeln .
            Da bin ich mit Dir aber total konform .
            Trotzdem sollte man den Unterschied vom “ ZAHLBETRAG “ der Versicherung
            und dem steuerlich Anzuerkennenden “ BASIS “ Anteil bei einer PKV schon genau beachten . Sonst kommt evt. doch wieder das falsche Ergebnis
            des “ Anerkennungswunsches “ bei raus .

          • „Da bin ich mit Dir aber total konform.“

            Ach Det, dass ich das noch erleben darf! 😀 😀 Sehr schön.
            Dann können wir diesen Teil der Diskussion ja damit abschließen.

            Gruß, Der Privatier

        • Hi Michael,

          ich kann Deine Situation gut verstehen -> ‚Spatz in der Hand‘ vs. ‚Volles Risiko‘ :-/

          Mit Zeichnung der Teilstattgabe hättest Du einerseits die Anerkenntnis für die PKV Deiner Tochter und Deinen ‚zweiten Einspruchsgrund‘ schon mal sicher in der Tasche. Das ist ja schon mal was.

          Da wir die steuerlichen Auswirkungen Deines erwähnten zweiten Einspruchsgrundes nicht kennen (vielleicht kompensiert Er ja die Nichtanerkennung Deiner PKV-Vorauszahlungen bei weitem!) ist es auch schwer eine grundlegende Meinung zu Deinem Sachverhalt zu geben.

          Ich persönlich würde den Einspruch aufrecht erhalten falls Du mit dem Widerspruchsverfahren via Anwalt klar kommst (mental und hinsichtlich des monetären Restrisikos s.o.).
          Ja, Widerspruchverfahren sind nervig…aber bisher zu 100% immer erfolgreich gewesen…so meine Erfahrungen.

          LG
          M.M.M.

    • Hallo Michael,

      ersteinmal willkommen bei den PrivatierZ 🙂

      *GENERELL:
      Ich hatte das gleiche Thema vor einigen Jahren durch:
      Ich bin PKV+PPV versichert und habe auch Vorauszahlungen im Jahre der Abfindung geleistet.
      Da der Gesetzestext (wieder einmal) so richtig schwammig gestaltet und deshalb -je nach Gusto- frei auslegbar ist, war ich damals auf Nummer sicher gegangen.

      *DURCHFÜHRUNG:
      Meine PKV gab mir für die Vorauszahlung von >2 Jahren Versicherungsbeiträgen 4% Rabatt. Schonmal prima.

      Ich leistete dann vorsichtshalber nur eine Vorauszahlung von 28 Monatsbeiträgen i.d.Höhe der damaligen aktuellen PKV-Beiträge des laufenden Jahres, anstelle der vollen 30 Monate(=2,5 Jahre).
      Die 28-monatige Vorauszahlung der PKV+PPV Beiträge wurden anstandslos steuermindernd vom FinA berücksichtigt, wobei hier natürlich nur der Standardtarif berücksichtigt wurde und keine Schmankerl AKA Chefarztbehandlung, Einzelzimmer etc.
      …besser eine relativ hohe Steuerersparnis durch <2,5Jahre Vorauszahlung als gar keine…

      *RESUMEE:
      Ich würde an Deiner Stelle einen Einspruch gegen den Steuerbescheid einlegen, mit Verweis auf den von 'Privatier' heute genannten Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24.Mai 2017.

      *ERGO:
      Ich wünsche Dir viel Glück und habe -persönlich- ein gutes Gefühl in Deiner Sachlage/Situation!

      • UPDATE Oktober 2018: So, das Finanzamt hat nun nach weiteren 2,5 Monaten endlich deren Fehler eingeräumt und meinem Einspruch voll und ganz entsprochen. Die Steuerrückzahlung entspricht nun genau dem von mir mit Elster berechneten Betrag. Ich bin sehr froh und bedanke mich an dieser Stelle nochmal bei allen, die mir hier Zuspruch gegeben haben. Ich denke, insbesondere der Link (siehe oben) vom Privatier hat hier weiter geholfen.
        Gut, dass ich nicht „klein-bei-gegeben“ habe und die rechtlichen Mittel ausgenutzt habe.
        Zur Erinnerung: mein FA hatte meine Vorauszahlungen zur PKV zunächst überhaupt nicht anerkannt, weil ich „etwas zu viel“ (gemessen an der in 2017 geschuldeten Leistung Leistung) voraus gezahlt habe. Obwohl ich mittlerweile 2x auf den Fehler hingewiesen habe, passierte Monate lang nichts. Als ich dann allerdings um einen Gesprächstermin mit der Amtleitung gebeten habe, ging alles sehr schnell. Wenige Stunden nach meiner Terminanfrage (per E-mail) bekam ich einen Anruf, dass meine Sicht auch zu 100% die Sicht des FA sei und dass es jetzt noch 2 Wochen dauern würde, bis mein neuer Bescheid an mich versendet würde.
        Heute kam der Bescheid. Ich bin nun zufrieden.

        Fazit: Was man aus diesem Fall lernen kann, ist, dass im FA auch nur Menschen arbeiten, die nicht alles wissen und Fehler machen. Deshalb Augen auf bei der Kontrolle des EKST-Bescheides. Angeblich sollen 1/3 aller Bescheide fehlerhaft sein. Das habe ich irgendwann mal in diesem Zusammenhang gelesen.

        Gruß an alle Privatiers und diejenigen, die es werden wollen
        Michael

        • 🙂 Super 🙂

          Das freut mich! Und zwar gleich mehrfach:
          Einerseits freue ich mich über das Feedback. Danke dafür.
          Und dann freut mich natürlich das positive Ergebnis. Herzlichen Glückwunsch!
          Und natürlich freue ich mich, dass wir hier Recht behalten haben und unsere Einschätzung richtig war.

          Mein Fazit (wieder einmal): Man darf sich auch von anfänglichen Misserfolgen nicht einschüchtern lassen. Hartnäckig (aber sachlich) bleiben! In diesem Fall war die Frage nach einem Gesprächstermin mit der Amtsleitung eine ganz hervorragende Idee!

          Sehr gut gemacht und weiter so.

          Gruß, Der Privatier

  50. Hallo zusammen,

    wenn es um die Vorauszahlung von Krankenkassenbeiträgen geht so
    stellt sich mir eine dringende Frage:

    – am 31.03.2018 hat mein Arbeitsverhältnis geendet (war freiwillig versichert)
    – am 01.04.2018 habe ich mich als erwerbsloser versichert (freiwillig versichert)
    – am 01.10 werde ich mich selbstständig machen (höherer Beitrag freiwillig versichert)

    Wenn ich jetzt Ende des Jahres die Krankenkassenbeiträge vorab zahlen möchte
    (2.5 Jahre) im Voraus – welchen Betrag nehme ich jetzt um die Vorauszahlung
    zu berechnen ?

    Kann ich:
    – die 3 Arbeitnehmerbeiträge & die 6 erwerbslosen Beiträge und die 3 selbsständigen
    Beiträge zusammenzählen und aus dieser Summe die Vorauszahlung berechnen ?
    – oder gelten nur die 6 erwerbslosen und 3 selbstständigen Beiträge zur Vorauszahlung ?

    Würde mich über eine Antwort freuen,

    Kurt

    • Ich würde die Beiträge aus allen drei Phasen zusammenaddieren.
      Begründung: Die Möglichkeit einer Vorauszahlung ist im §10 Abs.1 Nr.3 Satz 4 ESTG geregelt. Dort heißt es:
      „Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden,…“
      Oder umgekehrt: Alles was diese Summe nicht überschreitet, kann sofort steuerlich berücksichtigt werden. Und es geht dabei immer um die „auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge„. Und das sind nach meinen Verständnis sämtliche Beiträge des Jahres.

      Sie sollten Ihr Vorhaben aber auf jeden Fall erst mit Ihrer Krankenkasse abstimmen.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Kurt,
      das Thema hat zwei Dimensionen:

      1) Wieviel Vorauszahlung akzeptiert deine Krankenkasse? Der im Gesetz erwähnte Maximalbeitrag bezieht sich alleine auf die steuerliche Anrechenbarkeit. Wieviel Vorauszahlung eine Krankenkasse akzeptiert, kann sie selber festlegen. Deshalb musst du das deine Krankenkasse fragen. Ein Tipp: Frag auch, was mit der Vorauszahlung passiert, falls jemand anderes deine Beiträge übernimmt, z.B. die Arbeitsagentur.

      2) Wieviel Vorauszahlung akzeptiert das Finanzamt als abzugsfähig? Ich habe mich mit diesem Thema intensiv beschäftigt und kann nur sagen, dass ich bislang keine belastbare Aussage dazu habe, wenn es um solche Fälle wie bei dir gibt. Mein Finanzamt hat sich bislang um eine Antwort dazu gedrückt und die Nachfrage bei vier Steuerfachanwälten und -beratern hat vier unterschiedliche Antworten gebracht. Solltest du eine Aussage dazu bekommen, würde ich mich freuen, wenn du diese hier posten könntest.

      Gruß, BigMac

      • Hallo Privatier,
        Hallo BigMac,

        vielen Dank für Eure Rückmeldungen.

        Ich habe heute eine Mail von meiner Krankenkasse erhalten (hatte ich schon vor Tagen angefragt) und dort wurde folgende Aufstellung kommuniziert:

        – die abgeführten Arbeitnehmerbeiträge zur freiwilligen Krankenkassenversicherung
        werden von der Krankenkasse nicht berücksichtigt.
        -> Grund: Diese Beiträge wurden schon vom Arbeitgeber auf der
        Lohnsteuerbescheinigung 2018 ausgewiesen.

        – die Krankenkasse bescheinigt alles was ich selber in 2018 bezahlt habe
        (erwerbslosen und selbständigen Krankenkassenbeitrag)

        – für die Vorauszahlung kann ich 30x den selbständigen Krankenkassenbeitrag
        einzahlen.

        Für das Steuerjahr 2018 kann ich also
        – Arbeitnehmerbeitrag + erwerbslos + selbstständigen Beitrag steuerlich geltend
        machen.

        – Die Krankenkasse bescheinigt Vorauszahlung + die eigen eingezahlten Beträge.

        Mein Steuerberater und auch das Finanzamt haben mir gesagt das der Betrag der von der Krankenkasse ausgestellt wird dann auch kein Problem beim Absetzen in der Steuererklärung ist.

        Falls jemand mit seiner Krankenkasse eine andere Rechnung hatte wäre es nett noch einmal die Alternative zu hören.

        Ich werde nächste Woche noch einmal mit der Krankenkasse sprechen.

        Danke Euch
        Kurt

  51. Meine Krankenkasse akzeptiert das 30fache (12 Monate mal 2,5 Jahre) des monatlichen Maximalbeitrags in der GKV. Das kann jede Krankenkasse individuell handhaben, so mein Kenntnisstand. Das Argument mit der Lohnsteuerbescheinigung verstehe ich nicht.

    „Mein Steuerberater und auch das Finanzamt haben mir gesagt das der Betrag der von der Krankenkasse ausgestellt wird dann auch kein Problem beim Absetzen in der Steuererklärung ist.“
    Diese Aussage ist die tatsächliche interessante. Bislang habe ich – wie erwähnt – vom Finanzamt dazu keine und von vier Steuerberatern / -fachanwälten vier verschiedene Aussagen erhalten – und keine davon deckt sich mit der Aussage, die Du vom Finanzamt erhalten hast.

    Gruß, BigMac

    P.S.: Peter, du kannst Kurt gerne meine email-Adresse zur Kontaktaufnahme weitergeben.

  52. Hallo Kurt,

    zunächst einmal kurz etwas zur Bescheinigung der Beiträge, die vom Arbeitgeber abgeführt wurden. Ich habe dazu extra noch einmal in einer alten Bescheinigung nachgesehen. Meine Krankenkasse schreibt dort:
    „Werden Ihre Beiträge von Arbeitgebern, Rentenversicherungsträgern oder Zahlstellen (z.B. bei Betriebsrenten) an uns gezahlt, übermitteln diese gleichzeitig die Beitragshöhe an das Finanzamt und stellen Ihnen bei Bedarf Nachweise hierüber aus. Für die Zeit, in der Sie Ihre Beiträge direkt an uns zahlen, übernehmen wir die Meldung.“
    Insofern würde ich mir darüber keine weiteren Gedanken machen.

    Es bleibt die Frage nach der richtigen Berechnung.

    Wie BigMac schon sehr richtig bemerkt hat, kann jede KK individuell festlegen, was sie an Vorauszahlung akzeptiert. Das ist aber keinesfalls eine Aussage darüber, ob das auch steuerlich anerkannt wird!

    Ich halte daher auch die Aussagen, dass „der Betrag, der von der Krankenkasse ausgestellt wird dann auch kein Problem beim Absetzen in der Steuererklärung ist“ für sehr abenteuerlich. Oder diese Aussage ist unter Randbedingungen getroffen worden, die u.U. missverstanden wurden.

    Ich bin nach wie vor der Überzeugung, dass meine Aussage aus dem vorherigen Kommentar richtig ist, dass nämlich der gesamte im Veranlagungszeitraum geschuldete Beitrag die Berechnungsgrundlage darstellt. Ich empfehle dazu auch gerne noch einmal das weiter oben bereits verlinkte Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24.Mai 2017 zum Thema „Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen“ (GZ: IV C 3 – S 2221/16/10001 :004). Dort werden die Vorauszahlung von KV-Beiträgen ab Randziffer 134 eigentlich sehr gut erklärt.

    Dabei wurde ich jetzt gerade noch einmal an den Fall von Michael erinnert, der seinerzeit mehr als die 2,5-fache Summe eingezahlt hatte und das Finanzamt die Zahlung vollständig abgelehnt hat! Meines Erachtens eine krasse Fehlentscheidung. Wäre einmal interessant, wie die Geschichte ausgegangen ist… @Michael

    Gruß, Der Privatier

  53. Liebe Experten Community,

    Hier meinen Fall:

    1)Ausscheiden aus dem Unternehmen mit Abfindung zum 28.02.2018
    2)Dispojahr vom 01.03.2018 bis 28.02.19 geplant – PKV Versicherung in der Zeit vom März bis Feb.19 auf Anwartschaft gestellt.
    3) Geplant 2,5 vorrauszahlung der vollen Beiträge für 2018.
    4)Geplant Ab 01.03.19 ALG1 Meldung.

    Die PKV sagte mir sie setzt den vollen beitrag und nicht den Anwartschaftsbeitrag für die vorrauszahlungen an. Ist das so richtig und würde das auch so vom FA akzeptiert werden?

    Wenn zum ich zum Beispiel in 2019 einen Anderen hochwertigerer Tariff in 2019 wechseln würde dann kann ich dennoch nur den für 2018 Gütligen Monatsbeitrag ansetzen – Das ist zumindestens was ist was ich hier entnehmen würde: https://www.haufe.de/steuern/kanzlei-co/vorauszahlung-von-privaten-krankenversicherungsbeitraegen_170_304490.html

    Vorab Besten Dank für die Rückmeldungen!

    BG,

    Entrepreneur2Privatier

    • Ui…das klingt interessant.

      Info zum Vorauszahlungsbetrag an die PKV:
      Ja, da KANN Dir die PKV mitteilen, das Du den vollen Monatsbeitrag für die kommenden 2,5 Jahre als Vorauszahlung entrichten sollst. Es gibt seitens der PKV kein MUSS. Die PKV hätte Dir auch sagen können, das sie gar keine Vorauszahlungen akzeptiert.

      Info zur Anerkenntnis durchs FinA:
      Da sehe ich eher schwarz, denn hier gelten als Berücksichtigungsfähig nur die in 2018 tatsächlich gezahlten Beträge an die PKV (und PPV)….und davon auch nur die Basisbeiträge ohne Luxusleistungen AKA Chefarzt, Einzelzimmer etc.
      Bei Dir würde seitens des FinA also die Jahressumme der Basisleistungen aus 2 vollen Monatsbeiträgen (Jan2018 und Feb2018) sowie der gezahlten Anwartsschaftsbeiträge (Mrz2018-Dez.2018) berücksichtigungsfähig sein.

      Grüße

  54. Hallo M.M.M, Experten Community, Privatier

    vielen Dank für Deine Antwort – für 2018 ist es klar es ich natürlich nur die Tatsächlichgetätigen Beiträge berücksichtigung finden können.
    Es ging mit eher um die Beiträge für die kommenden 2,5 Jahre das hier das FinA auch das Annerkennt was die PKV zulässt – Bei Haufe heisst die formulierung „2,5-fache der für das Zahlungsjahr gezahlten Beiträge nicht übersteigen“ – Es wäre natürlich schlecht wenn ich nur die 2,5 der Einzahlungen in 2018 einzahlen könnte.

    Frage:
    1) Kann ich davon ausgehen das ich den vollen PVK beitrag den ich für Jan-Feb gezahlt habe für die kommenden 2,5 Jahre nach 2018 ansetzen kann.
    Aus dieser Quelle würde ich die Bestätigung sehen das es so auch von dem FinA annerkennen werden sollte: „Für den VZ vertraglich geschuldete Beiträge (nicht tatsächlich gezahlte Beiträge) jeweils gesondert für Basis-Kranken- und –Pflegeversicherung… “ https://www.smartsteuer.de/online/lexikon/v/vorsorgeaufwendungenaltersvorsorgeaufwendungen-lexikon-des-steuerrechts/

    2) Wenn ich in 2019 in einem Höheren Tariff wechseln würde und den Wechsel mache ich schon in 2018 für einen Beginn in 2019 könnte hier der höhere Tariff angesetz werden – ich gehe davon aus das dies nicht geht. – Ich würde aus der obigen Quellen entnehmen das es nicht gehen würde.

    Freue mich auf eure Rückmeldung

    Beste Grüße,
    Entrepreneur2Privatier

    • Hallo Entrepreneur2Privatier,

      mit dem „schwarz sehen“ der steuerlichen Anerkennung Deiner Vorauszahlungen für +2,5 Jahre meinte ich leider genau das, was Du potenziell schlecht findest:
      Du kannst m.E. nur das 2,5fache der in 2018 gezahlten Beiträge zur PKV- und PPV-Basisabsicherung steuerlich geltend machen….siehe meine Antwort von 18:59Uhr.

      Die Erläuterung, das für den VZ vertraglich geschuldete Beiträge (nicht tatsächlich gezahlte Beiträge) ebenfalls steuerrechtlich anerkannt werden können bezieht sich m.E. eher auf Situationen in welchen die Zahlung von Monatsbeiträgen eines laufenden Vertrags vorübergehend gestundet wurden und weiterhin eine vertragliche Zahlungspflicht des Versicherungsnehmers besteht.

      Alles Obige ist nur meine persönliche Einschätzung und ergibt sich aus meinen damaligen Erfahrungswerten mit PKV und Steuerberater.

      Hoffentlich finden sich hier im Blog noch einige Profis, welche Dir detaillierter weiterhelfen können.

      LG

      • „Profi“ bin ich zwar auch nicht, aber ich würde mich da ganz den Ausführungen vom M.M.M. anschließen:

        Vom Finanzamt wird max. das 2,5-fache der für das Veranlagungsjahr geschuldeten Beiträge anerkannt. Und zwar nur die Anteile, die einer Basisabsicherung zuzurechnen sind. Ich bin mir deshalb nicht einmal sicher, inwieweit die Anwartschaftbeiträge auch dazu zählen. Meiner Meinung nach: Nicht.

        Vorschlag: Mal einen Steuerberater fragen. 🙂

        Gruß, Der Privatier

    • „Kann ich davon ausgehen das ich den vollen PVK beitrag den ich für Jan-Feb gezahlt habe für die kommenden 2,5 Jahre nach 2018 ansetzen kann?“
      Vom Finanzamt akzeptiert wird eine Vorauszahlung maximal in Höhe des 2,5-fachen der in diesem Jahr tatsächlich abgeführten Beiträge. Wenn du in 2018 nur zwei Monatsbeiträge bezahlt hast, dann wird in der St-Erkl. für 2018 max. eine Vorauszahlung von fünf Monatsbeitägen akzeptiert (wenn du diese Vorauszahlung in 2018 auch tatsächlich an die PKV getätigt hast). Achtung: Zuviel zu zahlen kann Ärger beim Finanzamt geben, wie ein Leser hier schon mal berichtet hat.

  55. Hallo ,
    Ich hatte den Steuerberater auf bedenken der Anwartschaft angefragt und es gab keine – die Versicherung hat auch die Steuerliche Annerkennung der Vorrausszahlung von 30x dem Vollen Bietrag schriftlich jetzt bestätigt aber ich frage nochmal beim Steuerberater nach!

    BG,
    Entrepreneur2privatier

    • Nun – alle machen mal einen Fehler, sowohl der Steuerberater, als auch die Versicherung und natürlich auch ich.
      Wer am Ende Recht hat, wird dann das Finanzamt entscheiden (und selbst da passieren hin und wieder Fehler 😉 ).

      Viel Erfolg und Gruß,

      Der Privatier

  56. Hallo Herr Privatier,

    ganau so ist es. Der Steuerberater hat jedoch bestätigt das Alle tatsächlich nur die gezahlte Beiträge einschliesslich Anwartschaft zählen (Das Missverständnis lag in der Beitragshöhe… der 30x …) also das FA sollte 2.5 Mal der Zahlungen berücksichtigen was die Krankenkasse für 2018 bestätigt. Zusätzlich kann noch die Auslandsvollversicherung angesetzt werden. Es gibt aber auch die Möglichkeit auf Risiko zu gehen ;-).

    Besten Dank und Gruß,
    Entrepreneur2Privatier

  57. Hallo Herr Privatier,
    es war eine Große Anwartschaft 15% vom Beitrag.

    BG,
    Entrepreneur2Privatier

  58. Ich habe jetzt erfahren das die Auslandskrankenversicherung nicht mit für die 2,5x Berechunung der Beiträge hinzugerechnet werden kann. Hier wird aufgezählt was alles nicht mit hineingerechnet werden kann: https://www.haufe.de/finance/finance-office-professional/anlage-vorsorgeaufwand-vorsorgeaufwendungen-2017-tip-36-uebrige-sonstige-vorsorgeaufwendungen-zeilen23-28-29-4652_idesk_PI11525_HI5184613_2017.html

    BG,
    Entrepreneur2Privatier

    • Naja… das wundert mich nicht wirklich.
      Wer hatte das noch behauptet? Steuerberater oder Krankenkasse? Vielleicht mal über die anderen Aussagen nachdenken…

      Gruß, Der Privatier

  59. Hallo Privatier,

    ich bin freiwillig versichert und zahle den Mindestbeitrag. Kann ich für die 2,5 Jahre dann auch nur den Mindestbetrag als Basis ansetzen?
    Ich verfüge über eine private Zusatzversicherung. Ist hier auch eine Steueroptimierung möglich?

    Mfg
    Klaus

    • Ich sehe keinen Grund, warum eine Vorauszahlung nicht auch mit dem Mindestbeitrag möglich sein sollte. Voraussetzung ist aber immer die vorherige Absprache und Zustimmung der Krankenkasse.

      Die private Zusatzversicherung sollte m.M.n. zu den sonstigen privaten Versicherungen zählen. Für diese ergibt sich der steuerliche Vorteil automatisch durch die Vorauszahlung der Krankenkassenbeiträge (s. Erläuterung im Beitrag oben).

      Gruß, Der Privatier

  60. Sehr geehrter Herr Privatier,
    zunächst mein herzliches Dankeschön an Sie persönlich und an alle Forumsteilnehmer.
    Nachdem ich Ende 2017 meine Stelle bei einem großen DAX-Unternehmen verloren habe, hat mich Ihr Buch und das Forum nicht nur wieder aufgerichtet, sondern mir immer wieder mit wertvollen Informationen weitergeholfen! Danke dafür!!

    Nun meine Frage zur Vorauszahlung von KV-Beiträgen:
    Im Dispojahr habe ich w/Abfindung zuerst monatl. ca. 750,– Euro KV-Beitrag selbst bezahlt. Seit 11/18 zahle ich nur noch den Mindestbeitrag monatl.(ca. 183,– Euro).
    Auf Anfrage teilte mir meine KK mit, dass ich nur den Mindestbeitrag für 2 1/2 Jahre im voraus bezahlen kann. Also 183 x 30 ergibt ca. 5400,– Euro.

    lt. Steuerberater könnte ich natürlich erheblich mehr bei der Steuer ansetzen.
    ca. 7.900,– bezahlt in 2018 mal 2 1/2 ergäbe über 19.000,– Euro.

    Hat jemand konkrete Erfahrungen was passiert, wenn die KK einfach mehr Geld überwiesen
    bekommt. Berater meinte, dass die KK das Geld lt. Sozialgesetzbuch nicht behalten darf sondern wieder rückerstatten muss?
    Mir leuchtet nicht ein warum die KK sich quasi ziert mehr Geld zu bekommen.
    Das „zuviel“ erhaltene Geld könnte die Krankenkasse ja z.B. mit den Ansprüchen die Sie aus der Betriebsrente ab 2022 hat verrechnen.
    Beste Grüße Gernot

  61. Das ist richtig, die KK wird den Betrag wieder rückerstatten, der über den genehmigten Höchstbetrag hinaus geht. Warum sich die KK so merkwürdig und zudem unterschiedlich verhalten und manche auch gar keine Vorauszahlungen akzeptieren, ist ein großes Mysterium, zumindest für mich (und dich). Eine Vermutung von mir ist, dass das mit den Rücklagen zusammenhängt, die KK bilden – „allzuviel ist ungesund“.
    Ich würde an deiner Stelle aber nochmal bei deiner KK anfragen. Die Pflegeversicherung scheint ihr übersehen zu haben, für die gilt das gleiche, wie für die Krankenversicherung. Vielleicht kannst du bei der Gelegenheit ja einen höheren KV-Vorauszahlungsbeitrag rausholen.

  62. Hallo Gernot,

    aus steuerlicher Sicht liegt der Steuerberater wohl richtig. Ich habe die Zahlen zwar nicht nachgerechnet, aber lt. Gesetz können Vorauszahlungen bis zum 2,5-fachen des für den Veranlagungszeitraum geschuldeten Beitrages steuerlich geltend gemacht werden. Jedenfalls wäre das ganz klar mehr als 183€*30Monate.

    Allerdings ist keine KK verpflichtet, überhaupt Vorauszahlungen zu akzeptieren! Ob und in welchem Maße sie dies also macht, bleibt die Entscheidung der KK. Ich vermute allerdings, dass es diesem Fall keine bewusste Entscheiung der KK ist, sondern eher Unkenntnis. 🙁

    Wie so oft kann man hier evtl. durch Hartnäckigkeit und ggfs. Einschalten anderer Stellen (Vorgesetzte, Hauptstelle, etc.) noch etwas erreichen.

    Gruß, Der Privatier

  63. Hallo Herr Privatier,
    Hallo BigMac,

    bin vorgegangen wie empfohlen. Das „nachbohren“ bei der Krankenkasse hat geholfen!
    Habe auf die zweite Anfrage die Rückmeldung erhalten, dass ich wie angenommen bis zum 2,5 fachen der in 2018 geleisteten Beiträge im Voraus bezahlen kann.
    Vielen Dank nochmals für die Hilfe.
    Beste Grüße Gernot

  64. Frage zur KV Beitragsvorschusshöhe in meinem Fall: Aktuell privat versichert, Abfind. 2018 inkl. Fünftel, Leistung AlgI zum 1.1.19, wahscheinl. zum 1.6.19/spät.1.9.19 wieder in Teilzeit und somit in gesetzl. Vers., bis zu welcher Höhe sollte ich jetzt in 2018 noch eine Beitragsvorausz. zur KV leisten? Habe Info, dass angebl.durch Rückzahl.meiner zu viel bez.KV Beiträge in 19, dies u.U. dazu führt, dass mein Plan, die Vorausz.der KV Beiträge zur Steuersenkung 18 zunichte machen kann, da die Rückzahlung, wenn zu hoch, aufs Jahr 18 seitens FA gerechnet wird, wenn nicht zu hoch, dann würde FA Zahlung dem Zahlungsjahr (also 19) zuordnen, was mein Ziel ist. Wer hat dazu Erfahrung?

    • Es gilt in Deutschland das Zufluss- bzw. Abfluss-Prinzip, d.h. die steuerliche Wirksamkeit erfolgt immer in dem Jahr, in dem Zahlungen auch geflossen sind. Von daher teile ich die o.g. Befürchtung nicht. Aber natürlich ohne Gewähr!

      Mir sind jedenfalls keine vergleichbaren Fälle bekannt.

      Gruß, Der Privatier

  65. Hallo Privatier, vielen Dank für deine Info! Seh ich genauso, nur muss es angebl. eine Regel geben (hier wüsste ein Steuerberater mit Schwerpunkt Sozivers evlt. mehr dazu?), dass aufgrund der zu erwartenden Rückzahlung in 2019 (aufgrund Angestelltentätigkeit muss die Rückzahl.des Überschusses erfolgen) des in 2018 vorausgezahlten Beitrages der Rückzahlungsanteil dann ins „Entstehungsjahr“ steuerlich zurück gebucht wird, wenn der Anteil der Rückzahlung höher ist, als der Anteil, welchen man in 2019 in die KV bezahlt hat (aufgrund der Situation, dass ich durch ALG I einen Zuschuss bekomme, muss ich diesen sogar noch abziehen)? Wäre der zurück gezahlte Anteil kleiner als der bezahlte Anteil soll Zufluss Abfluss gelten???

    • Wie oben schon geschrieben: Ich kenne eine solche Regel und entsprechende Fälle nicht. Kann aber natürlich auch nicht ausschliessen, dass solche Regeln existieren.
      Von daher kann ich da leider keine Aussage machen.

      Gruß, Der Privatier

  66. Hallo,

    ich bin gerade auf die Möglichkeit der Beitragsvorauszahlung aufmerksam geworden. Bei dem Wust an Infos und Kommentaren habe ich allerdings eine Info nicht gefunden. Muss der Arbeitgeber dann den Arbeitgeberanteil auch vorauszahlen oder zahlt der weiterhin im monatlichen Rythmus?

    Danke,

    Boris

    • Im Grunde müssten Sie diese Frage mit Ihrer KK bzw. AG absprechen und klären, zu welchen Bedingungen diese bereit sind, Vorauszahlungen zu akzeptieren. Im Beitrag oben geht es nur darum, die steuerlichen Auswirkungen und deren Vorteile aufzuzeigen.

      Ich will aber auch gerne sagen, dass es als Angestellter wohl nicht so ganz leicht werden wird, es sei denn, Sie sind PKV versichert und zahlen die vollständige Summe monatlich selbst und erhalten mit Ihrem Gehalt einen Zuschuss von Ihrem Arbeitgeber ausgezahlt.

      Alle andere Konstellationen, bei denen ein Arbeitgeber (noch) beteiligt ist, halte ich eher für aussichtslos. Versuchen kann es aber natürlich.

      Der obige Beitrag richtet sich von daher in erster Linie an PKV-Versicherte oder an freiwillige GKV-Versicherte, die Selbstzahler sind (also ohne AG).

      Gruß, Der Privatier

  67. Ich denke dies ist eine wichtige Information für alle die
    2018 noch ihre Krankenkasse für 2019/2020 im voraus entrichten möchten.

    Bei Vorauszahlungen zwischen dem 22.12.2018 und dem 31.12.2018 greift für regelmäßig wiederkehrende Zahlungen, wozu auch die Beiträge zur Basisabsicherung gehören, die Sondervorschrift des § 11 Abs. 2 Satz 2 EStG. Danach gelten Ausgaben die regelmäßig wiederkehren als in dem Jahr verausgabt zu dem sie wirtschaftlich gehören.

    Nach den Anweisungen in Rz. 153 des BMF Schreibens vom 24.5.2017 (IV C 3 – S 2221/16/10001 :004, Haufe Index 10875832) sind regelmäßig wiederkehrende Ausgaben, die kurze Zeit vor Beginn oder kurze Zeit nach Beendigung des Kalenderjahres, zu dem sie wirtschaftlich gehören, abgeflossen und fällig geworden sind, dem Kalenderjahr zuzuordnen, zu dem sie wirtschaftlich gehören (§ 11 Absatz 2 Satz 2 i. V. m. Absatz 1 Satz 2 EStG). Für im Voraus entrichtete Beiträge bedeutet nach den Anweisungen im o.a. BMF Schreiben „kurze Zeit“, dass die Zahlung innerhalb des Zeitraums vom 22.12. bis 31.12. vorgenommen wird und die Beiträge entsprechend der vertraglichen Vereinbarung innerhalb des Zeitraums vom 22.12. bis 10.1. fällig werden.

    Daraus folgt, dass die Vorauszahlungen für die Jahre 2019 und 2020 vor dem 22.12.2018 geleistet werden müssen, damit das Finanzamt die Vorauszahlungen bei der Ermittlung der für das Jahr 2018 zu berücksichtigenden Vorsorgeaufwendungen anerkennt.

    • Danke auch für diesen Hinweis! Die beschriebene Regel ist auch als 10-Tages-Regel bekannt, weil sie eben in einem Zeitfenster von +/- 10 Tagen um den Jahreswechsel herum zum Tragen kommt.

      Ich bin mir zwar nicht wirklich sicher, ob diese 10-Tages-Regel auch für die Vorauszahlungen zur Krankenversicherung gültig ist, ich würde aber auch kein Risiko eingehen und somit die Zahlungen ausserhalb des Fensters vornehmen. Dafür ist es jetzt allerdings schon „etwas“ knapp.

      Gruß, Der Privatier

      • Gilt diese Frist auch für die freiwilligen Ausgleichszahlungen an die DRV wegen Rentenminderung, die ja von ihrer Natur her meiner Meinung nach in der Regel eher unregelmäßig sind?

        Fall das hier wirklich relevant sein sollte, wäre man bei heutiger Überweisung an die DRV diesbezüglich aber noch auf der sicheren Seite sein oder?

        • Ich habe eine Ausgleichszahlung am 4.1.2018 geleistet. Die DRV hat mir auf Basis von dem Umrechnungsfaktor für 2018 die damit ausgeglichene Rentenpunkte mit einem Prüfbogen bestätigt. Da die DRV somit selbst die Zuordnung zu 2018 vorgenommen hat, erwarte ich beim FA keine Probleme.

      • Wie oben schon angedeutet, bin ich eigentlich der Auffassung, dass die 10-Tages-Regel generell nur für regelmässig wiederkehrende Zahlungen gilt (typisches Beispiel: Monatsmiete oder auch Monatsbeitrag für Versicherungen). Für einmalige Sonderzahlungen dürfte sie eigentlich nicht gelten.
        Aber ich habe mich zu wenig mit diesen Fragen befasst, da ich es bisher noch nie verstanden haben, warum man solche Zahlungen nun unbedingt innerhalb dieser kritischen Zeit tätigen muss?

        Gruß, Der Privatier

        • Hallo Privatier,

          ich stimme Deiner Ansicht zu. Soweit ich weiß, gilt die 10-Tage-Regel für regelmäßige, also sich wiederholende, Zahlungen.

          Ein Beispiel hierfür ist die Umsatzsteuerzahlung für den letzten Monat des Jahres. Die Höhe steht ja erst nach Ablauf des 31.12. des alten Jahres fest, daher kann die Überweisung erst im Januar des Folgejahres stattfinden.
          Findet die Zahlung aber innerhalb der ersten zehn Tage statt, kann der Betrag steuerrechtlich dem alten Jahr zugeordnet werden.

          Normalerweise gilt ja beim Finanzamt immer der Termin des Geldflusses.

          Viele Grüße, Hardy

          • Hallo Hardy
            Ich glaube , das war auch die Nummer , mit der mein STB
            die falsch ausgedruckte Zahlung ( also KTA Folgejahr ) ,
            noch wieder passend ( also dann dem richtigen VAJ zugeordnet )
            gemacht hat . Bei mir aber dann umgedreht ( da Buchung
            erst nach dem 31.12.XX ) , fürs VORANGEGANGENE Jahr .
            Aber es ging DABEI auch um Vorsorgeaufwendungen
            Basisversicherungen ( in dem Fall Rürup ) .
            War aber ein ordentliches Sümmchen ( Höchstbetrag ) und
            hat daher den Aufwand gelohnt . Schlau aber eher trotzdem
            NICHT , das so SPÄT zu machen ( Also so SPÄT zu Überweisen ) .

            LG Det

          • Hallo zusammen, zur Info für alle: Ich habe deshalb der Einfachheit halber gerade einmal beim Servicetelefon der DRV angerufen. Auskunft war eindeutig. Es zählt die Valuta des Eingangs dort; nichts von 10-Tage-Regel oder dergleichen.
            Gruß, Nick

  68. Hallo zusammen..Da ich schon 2016 mit einer Abfindung aufgehört habe und mir hier sehr geholfen wurde durch den Privatier mal kurz meine Erfahrung dazu und noch nee dumme Frage…Also ich habe im Dezember 2016 auch für 30 Monate ca.5400.- der Krankenkasse überwiesen,die auch voll anerkannt wurden.Im April 2017 nach Dispo Jahr habe ich mir das Geld zurück überweisen lassen weil ich ja nun Arbeitslos war und nach der Arbeitslosigkeit verheiratet sein würde ,also Familienversicherung.Dies hatte eigentlich Steuerlich nur eine Auswirkung das ich 450.- zurück zahlen musste da ich nur Arbeitslosengeld bezogen hatte…Ob das nun so richtig war kann ich nicht beurteilen.So nun die dumme Frage..jetzt bin ich verheiratet meine Frau in Steuerklasse 3 und ich mache natürlich nix also 5 Arbeitslosengeld zu ende.Nun bekommt meine Frau im Frühjahr eine Abfindung.Also ist Sie auch nicht mehr Krankenversichert..Jetzt mein vorhaben zur dummen Frage…Ich melde mich bei der Krankenkasse das ich mich wieder versichern muss und meine Frau ist dann über mich versichert ? wenn das möglich wäre ist es ja viel billiger wie anders rum weil die Abfindung ja dinge Monate bei meiner Frau angerechnet würde und sie den vollen Satz zahlen müsste…würde das gehen ? Und kann ich die Vorauszahlung dann über meinen Namen leisten und es gilt auch für uns beide Steuerlich bei zusammen Veranlagung..?Eigentlich ja denke ich aber vielleicht hatte ja auch schon jemand so krumme Gedanken und kennt sich aus.

    • Die Ehefrau mit in die Familienversicherung zu nehmen, geht nach aktueller Rechtslage auch bei einer Einmalzahlung einer Abfindung. Das Vorhaben ist daher machbar. Einschränkend mochte ich aber darauf hinweisen, dass ein neues Gesetz bereits auf dem Weg ist und wahrscheinlich in den nächsten Monaten verabschiedet wird. Details dazu im Beitrag „Abfindung und Familienversicherung„.
      Wenn das wie geplant in Kraft tritt, wird das mit der Abfindung nicht mehr funktionieren.

      Bei einer gemeinsamen Veranlagung spielt es aus steuerlicher Sicht keine Rolle, bei wem die Einkünfte/Ausgaben entstehen. Er werden immer beide Eheleute gemeinsam betrachtet.

      Gruß, Der Privatier

  69. Hallo lieber Privatier, liebe Community,

    ich war die letzten Wochen/Monaten weniger auf der Seite bzw. im Blog unterwegs. Nachdem ich mein Dispositionsjahr mit Eurer Hilfe, wie ich finde, sehr gut gestaltet habe gibt es jetzt eine aber eine neue „Herausforderung“.

    Kurz vorab:
    Meine Arbeitsvertrag endete zum 31.12.17, meine Abfindung wurde Anfang 2018 ausgezahlt. Mein Dispositionsjahr endete zum 31.12.2018, zum 1. Januar 2019 habe ich mich arbeitslos gemeldet und somit meine ALG Anspruch sichern können. In 2018 habe ich (als freiwillig gesetzlich Versicherter) meine KV Beiträge für die nächsten 2,5 Jahre einbezahlt und somit mein zu versteuerndes Einkommen in 2018 erfolgreich optimiert.

    Da ich jetzt arbeitslos gemeldet bin, übernimmt die Arbeitsagentur meinen KV Beitrag und meine KV (Techniker Krankenkasse) hat mich auch bereits angeschrieben das mir mein Guthaben ausgezahlt wird.
    Nach telefonischer Nachfrage bei der TK, wann ich denn das Guthaben erwarten darf, hat mir der nette TK Mitarbeiter mitgeteilt, das ich selber bestimmen kann ob/wann ich das Guthaben ausgezahlt haben möchte. Da war ich erst einmal überrascht, da ich dachte, das mir die TK das Guthaben auszahlen muss/wird. Aber nun gut, noch überraschter war ich, als der Mitarbeiter erwähnte, dass die Auszahlung im Steuerjahr 2019 dann als Einnahme gilt und damit das zu versteuernde Einkommen erhöht.

    Ist das wirklich so? Bei meinen bisherigen Recherchen hatte ich nichts davon gelesen (ok, der Fokus war immer auf das Jahr der Abfindung selber) und auch hier auf der Seite nichts dazu gehört. Rein logisch macht es für mich Sinn, aber der Mehrwehrt der Vorauszahlung wäre somit (gefühlt) um einiges geringer da ich in 2019 auch wieder Einnahmen aus Arbeitslosengeld und wahrscheinlich Arbeitnehmertätigkeit haben werde. Natürlich in ganz anderem Umfang als unter Berücksichtigung der Abfindung in 2018.

    Habt ihr hierzu Erfahrungen?

    Vielen Dank schon mal vorab und viele Grüße!

    Dan

    • „noch überraschter war ich, …dass die Auszahlung im Steuerjahr 2019 dann als Einnahme gilt“

      Ich empfinde es nicht als überraschend, sondern als selbstverständlich. Vielleicht deshalb nicht ausdrücklich erwähnt. War aber hier auch im Bereich der Kommentare hin und wieder ein Thema. Also: Soweit alles normal.

      Es gibt allerdings unterschiedliche Vorgehensweisen der Krankenkassen: Während manche eine geleistete Vorauszahlung auf jeden Fall zurück erstatten wollen, gibt es andere, die ein Beitragskonto führen, welches dann eben für zukünftige Beiträge verwendet werden kann. Und offenbar gibt es auch KKs, die dem Versicherten die Wahl lassen.

      Welche Entscheidung man dann trifft, bleibt dann ein individuelles Rechenexempel. Da wir uns hier aber in erster Linie mit Fragen zum „Privatier“ befassen, wäre für den zukünftigen Privatier ein Beitragskonto wahrscheinlich die bessere Lösung, da keine negative Steuerwirkung und spätestens nach der ALG-Phase die Beiträge ja ohnehin wieder selber gezahlt werden müssen.
      Wie auch immer: Der positive Effekt im Abfindungsjahr sollte sich dennoch immer deutlich gegenüber evtl. Nachteilen in späteren Jahren abheben.

      Gruß, Der Privatier

  70. Nein, die KK muss das Guthaben nicht auszahlen. Wenn du nach der ALG1-Zeit zum Privatier mutieren möchtest, dann lasse das Guthaben für die Beiträge stehen, die du in der Zeit als Privatier zahlen musst. Die TK lässt das m.W. zu und das wird wg. der Steuerersparnis sehr wahrscheinlich die beste Lösung sein.

  71. Thema „Vorauszahlung von GKV-Beiträgen“, wo ist das im Gesetz geregelt bzw. wie geht man diese Sache an und gibt es hier Erfahrungsberichte von Leuten die das gemacht haben ?

  72. Der Privatier hat am 26.3.16 geschrieben:

    Tatsächlich ist die Möglichkeit einer Vorauszahlung im §10 Abs.1 Nr.3 Satz 4 ESTG geregelt. Dort heißt es:
    „Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden,…“

    Erfahrungsberichte sind in den Kommentaren zu finden.

  73. Liebe angehende Privatiere.
    Habe mich 15 Monaten nach der Abfindungen arbeitslos gemeldet (also 1 Tag, dann amgemeldet) Und nein, die Abfindung wurde noch nicht ausgegeben…. 🙂
    Interesssant für Privat Versicherte, die im Abfindungsjahr 30 Monate PKV Beiträge im voraus bezahlt haben ist, dass die Arbeitagentur die PKV Beiträge und Pflegeversicherung on top zu den ALG1 zahlt. Und zwar inkl. Chefarzt und 1 Bettzimmer! Ist zumindest bei mir so.

    • Auch wenn der Kommentar einige Merkwürdigkeiten aufweist (z.B.: 15 Monate nach Abfindung?), so ist die Grundaussage zutreffend: Die Agentur für Arbeit zahlt auch die Beiträge zur Krankenversicherung.
      Dabei spielt es keine Rolle, ob man gesetzl. oder privat versichert ist und eine evtl. Vorauszahlung ist ebenfalls unerheblich.
      Privat versicherte müssen sich allerdings rechtzeitig um eine Befreiung von der ansonsten in Kraft tretenden Pflichversicherung in einer gesetzl. KV kümmern, sofern sie weiterhin privat versichert bleiben möchten. Für viele ist dies aber auch eine willkommene (und manchmal die einzige) Möglichkeit, aus der privaten KV raus zu kommen.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Ralf,
      bist du die wirklich sicher, dass die Arbeitsagentur dir den KK-Beitrag auch für die 1-Bett und Chefarzt-Behandlung bezahlt? Bei mir wird nur der Beitag für die Standard-Versicherung, also der Vorssorgeaufwand nach §10 Abs. 1 Nr. 3a übernommen.
      Gruß Michael

  74. Trotz Studiums der obigen Beiträge sind folgende Fragen offen geblieben:

    1. Zitat von weiter oben: „Ja – aber das 2,5fache vom Beitrag im Veranlagungsjahr und nicht vom zukünftigen Beitrag.“

    Wenn dem so ist, dann ist das wohl eher nachteilig als vorteilhaft, denn die Vorauszahlung sollte ja im Jahr der Abfindungszahlung erfolgen, in dem man idealerweise keine sonstigen Einkünfte hat und gesetzlich freiwillig mit dem Mindestbeitrag versichert ist.

    Vorauszahlung wäre dann: Mindestbeitrag * 12 * 3,5, d.h. um die 7.500,- €.

    Habe ich das korrekt verstanden ?

    2. Sonderausgaben sind ja in der Regel nach oben begrenzt. Woher stammt die oben häufig vertretene Annahme, dass man 20 k€ oder mehr an Vorauszahlungen leisten kann und diese voll als Steuerersparnis zum Tragen kommen ?

    3. Mal angenommen man ist zu Beginn des Jahres in dem die Abfindung ausgezahlt wird angestellt und verdient über der BBG. Kann man dann diese Beiträge ansetzen und für 3,5 Jahre im Voraus zahlen, auch wenn nach der Zahlung die Angestelltentätigkeit endet ?

    4. Kann man dann im Falle 3 AG+AN-Anteil*12 *3,5 ansetzen, oder nur AN-Anteil * 12 * 3,5 ?

    5. Wo wäre das Ganze dann in den Steuerformularen einzutragen ?

    • Zu 1: Richtig verstanden und so ist das nun mal: Ein Vorteil auf der einen Seite stellt sich dann als Nachteil auf der anderen Seite heraus. 🙁

      Zu 2: KV-Beiträge sind seit 2010 in voller Höhe als Sonderausgaben steuerlich wirksam. Stichwort: Bürgerentlastungsgesetz

      Zu 3: Ich zitiere dazu gerne noch einmal den Gesetzestext zur Vorauszahlung im §10 Abs.1 Nr.3 Satz 4 ESTG geregelt. Dort heißt es:
      „Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden,…“

      Oder – um es einfacher auszudrücken: Es geht immer um den Jahresbeitrag. Es kann maximal der 2,5fache Jahresbeitrag im Voraus entrichtet werden (zzgl. zum „normalen“ Jahresbeitrag).

      Zu 4: Mit „Jahresbeitrag“ ist immer der Beitrag gemeint, den der Steuerpflichtige zu entrichten hat.

      Zu 5: Dort, wo Beiträge zur Krankenversicherung eingetragen werden (Sonderausgaben). Im Zweifelsfall einen Steuerberater fragen.

      Gruß, Der Privatier

  75. bei meinen durchgespielten Testversionen (im Wis0)

    5. allgemeine Ausgaben unter Versicherung und Altersvorsorge

    4. AG Anteil gibts dann nicht mehr, also alles (Trennung Basisvorsorge und Rest)
    Pflegeversicherung genauso.

    3. Auskunft meiner PKV: würde funktionieren, allerdings vorher Bescheid geben und spätestens Anfang Dezember einzahlen

    Wie die Bescheinigung (von der PKV) aussieht habe ich hier auch schon gefragt, aber noch keine Antwort bekommen.

    7.500 in 3 1/2 Jahren für Basisabsicherung schwacher Tarif oder noch sehr jung?

  76. Bezieht sich alles auf GKV, nicht PKV, trotzdem danke.

    Alternative zu Fall 3:
    Mal angenommen man ist zum Ende des Jahres in dem die Abfindung ausgezahlt wird wieder angestellt und verdient über der BBG. Kann man dann diese Beiträge ansetzen und für 3,5 Jahre im Voraus zahlen ?

  77. Hallo Herr Privatier,

    ich habe den Blog gescanned und ich denke ich habe die Antwort auf meine Frage gefunden, wollte aber nochmal sicher gehen:

    Ich habe Krankenkassenbeiträge im Voraus geleistet in 2018. Alles kein Problem.

    meine Frage: kann ich die über die Basisabsicherung hinausgehenden Beiträge (Luxusbehandlung wie Chefarztbehandlung etc etc)bei mir ca 1500 Euro in 2019 absetzen?

    Ich habe nicht so viel Arbeitslosenbeiträge gesammelt in 2019 und könnte ihn gut brauchen um auf die 1900 Euro Max absetzbare übrige Vorsorgeaufwendungen zu kommen. Man kann ja den Betrag steuerlich geltend machen, theoretisch, praktisch selten weil man ja schon die gezahlten Krankenkassenbeiträge da auffrisst.

    Viele Grüße und vielen Dank im Voraus

    Christine Kaltenbach

    Steuerliche Geltendmachung der „Wahlleistungen“ meiner Privaten Krankenversicherung

    • Ja, das sollte kein Problem sein. Das ist ja genau einer der Vorteile einer Vorauszahlung.
      Hier wird zwar in erster Linie immer der relativ hohe Betrag der Vorauszahlung im Zusammenhang mit einer Abfindung gesehen. Aber der zweite Effekt ist eben genau der, dass in den Folgejahren weitere private Vorsorgeaufwendungen steuerlich geltend gemacht werden können, die ansonsten wegen der hohen KV-Kosten immer unter den Tisch fallen.
      Also: Ja, das ist richtig so.

      Gruß, Der Privatier

    • Wenn die Wahlleistungen allerdings zusammen mit der Vorauszahlung in 2018 gezahlt wurden können die nicht mehr in 2919 abgesetzt werden.

      • Sehe ich GENAUSO und ist m.M.n. auch ein GRUND , warum PKV NUR ZUSAMMEN
        “ BASIS “ und “ LUXUS “ als VORRRRRRRRAUSZAHLUNG = Regelzahlung entgegen
        nimmt . S.a.o. Kom. vom 25.07.18 , 11:30 , u.ff. .
        Incl. meiner INTERPRETATION des § 10 . Es ist m.M.n. , NICHTS NEUES ,
        an Erkenntnisgewinn , dazu gekommen ( Betr. Teilung BASIS & LUXUS bei PKV ).

        Die VORHER gemachte Nachfrage PKV / STB / RA / FA , hat gleiche Sichtweise
        ergeben . Auch gleiche Sichtweise der Interpretation vom § 10 betr. VZ .

        ( Aber manchmal sehen DAS , ja auch manche FA anders !!! Manchmal aber auch
        NUR die MA der FA . Manchmal leider aber auch “ FALSCH “ ( siehe auch oben ) .
        Manchmal hilft dann ein “ KURZER DIENSTWEG “ ( Amtsleitung s.o. Michael ) und manchmal bleibt dann NUR “ RISIKO “ vor Gericht und auf hoher See = evt. TEUER )

        @ Christine . Aus dem Grund , würde ich mich eher Frei_2020 anschliessen ,
        wie dem Peter . = M.M.n. FALSCHE WAHL der BEGÜNSTIGUNG “ WAHLLEISTUNG PKV “
        durch Peter . Hatte ich Peter OBEN schon versucht zu erklären !!!
        Aber manchmal ist ja auch der Peter “ Beratungsressistent “ ( da GKV Vers. ? ) .

        Alternativ , würde ich mir eher ÜBERLEGEN , was ich da sonst noch an
        “ VORSORGEAUFWENDUNGEN “ , VERBRAUCHSABHÄNGIG , abrechnen könnte .
        z.B. Haftpflicht , u.s.w. , u.s.f. .

        Die bereits in 2018 FÜR 2019 gezahlten PKV “ WAHLLEISTUNGEN “ , m.M.n. eher
        NICHT . Und zwar NICHT NUR IN 2018 NICHT , sondern auch in 2019 , in 2020 ,
        in……….. NICHT . Hatte ich oben bei Sichtweise FA-MA “ WARUM NICHT !!! “
        bereits im pers. Gespräch mit FA-MA / STB / RA / PKV etwas NÄHER , nachgefragt .

        Sichtweise FA-MA “ Luxus ist NICHT notwendig um den ARBEITSKRAFTERHALT , und
        damit die weiteren Einnahmen FA , auch WEITERHIN , SICHERN ZU KÖNNEN “ ,
        SOMIT = UNNÖTIG = NICHT BERÜCKSICHTIGUNGSFÄHIG !!!!!
        Prozesskostenrisiko für KLÄRUNG DIESER SICHTWEISE , m.M.n. zu hoch .

        Mein kleiner Beraterstab , war zwar über die Aussage FA-MA , SEHR
        ERSTAUNT , kam nach “ Prüfung “ , aber zum gleichen Ergebnis .
        UND ZWAR NACH RÜCKSPRACHE STB ( STB HAT GEPRÜFT !!! ) bei FA-MA ,
        PKV UND AMTSLEITUNG FA .
        Ergebnis : FA-MA ist FÄHIG , SEINE INTERPRETATION “ KANN “ DURCHGEHEN ,
        PROZESSKOSTENRISIKO FÜR KLARSTELLUNG DER FRAGE “ TEILUNG “ BASIS UND
        LUXUS ( INCL. BERÜCKSICHTIGUNG IM VAJ und als VZ ) BEI EINER PKV ,
        ZU HOCH !!! ( >50% Prozesskostenrisiko ) = O.K. wird nicht weiter
        verfolgt , FERTIG .

        ANFRAGE RA BEI RECHTABTEILUNG PKV AUF TEILUNG BASIS UND LUXUS , Ergebnis :
        NEIN , IM WEITEREN , KEIN KONTRAHIERUNGSZWANG !!! RA = STIMMT !!! .

        RA ( Fachanwalt Sozialrecht und Fachanwalt Familienrecht = M.M.n. im Thema
        für KV/RV und ggf. auch PKV Fragen ) hat auf meinen Wunsch , dann nochmal
        “ WARUM “ geprüft = Ergebnis : Meine Interpretation des § 10 , s.o. , wird
        wohl ZUTREFFEND sein . = Regelzahlung der Vergangenheit , soll auch als VZ
        für die Zukunft angenommen werden . Am JahresENDE , max. für 2,5 Jahre
        = 30 Monate VZ für Zukunftsleistung . Plus Vergangenheit/Gegenwart VAJ
        ( also 12 Monate VAJ ) = 42 Monate MAX. BERÜCKSICHTIGUNGSFÄHIG .
        Dabei = PKV NUR BASIS , PLUS PPV .
        WAHLLEISTUNGEN “ ÜBER “ BASIS UND PPV = NEIN .
        ( Hatte ich Peter oben schon mal versucht mitzuteilen !!! )
        Weder in den 12 REGEL ( = Gegenwart VAJ ) , noch in den 30 VZ Monaten !!! Gezahlt werden , ( auch als VZ ) muss aber BEIDES ( Basis und Wahlleistung ) .
        Getrennte PPV – Zahlung , habe ich dann aber NICHT mehr “ PRÜFEN “ lassen .

        Daher würde ich mich nicht nur Frei_2020 anschliessen wollen , sondern
        sogar noch einen Schritt weitergehen wollen “ LUXUS = PKV Wahlleistung “
        m.M.n. eher NEIN !!! Und zwar m.M.n. WEDER im VAJ , noch für VZ .
        Aber VERSUCH , macht ja KLUCHHH………..( Aber m.M.n. im GEGENSATZ zu
        Peters Meinung = OHNE ERFOLGSAUSSICHT FÜR LUXUS-ANTEIL ÜBER “ BASIS “ PKV
        bei Anerkennungswunsch FA ).

        LG Det

      • Ich habe bei der Frage von Christine als selbstverständlich angenommen, dass es sich um Aufwendungen handelt, die in 2019(!) gezahlt wurden. Alles, was in Vorjahren gezahlt wurde, kann man natürlich für 2019 nicht mehr geltend machen.

        Und ob eine Krankenversicherung eine Aufteilung in Basis-Versicherung und Wahlleistung zulässt (auch bei Zahlung), muss man im Einzefall klären. Wenn die KV dies nur im Gesamt-Paket in einem einheitlichen Tarif anbietet, sind die Aussichten schlecht. Lässt die KV dagegen eine Aufteilung und getrennte Zahlung zu, sehe ich bei der Steuer keine Probleme.

        Gruß, Der Privatier

  78. Hallo zusammen,

    vielen vielen Dank an Det und Peter für die ausführliche Antwort.
    Soo cool dieses Forum hier. Hier hatte ich auch den Anstoss bekommen die Vorauszahlung zu leisten. Den Trick kennen net viele.

    Es war bei mir schon einmal so, dass ich eine Beitragsrückerstattung hatte von meiner PKV, dann so wenig absetzen konnte und doch glatt neben Arbeitslosenbeitrag, Haftpflicht etc die Wahlleistung ansetzen konnte um auf die 1900 Euro übrige Vorsorgeaufwendung abzusetzen.

    Ich wünsche Euch alles Gute

    Christine

  79. … aber dieses Mal geht es net. Habe ich verstanden.
    Danke Monsieur Frei.. habe ich in meiner Dankesrede vergessen..
    Na eine Aufteilung in Wahl und Luxus ist too much finde ich.

    Tschöö

  80. Hallo,

    ich bin dieses Jahr pflichtversichert in der gesetzlichen Krankenkasse und werde ab dem Folgejahr (Jan 2020) wieder freiwillig versichert sein.

    Ist es in diesem Fall auch möglich in 2019 Beiträge im Vorraus zu bezahlen? Meine Krankenkasse hat mir mitgteilt, dass sie in diesem Fall eine Vorrauszahlung akzeptieren würde. Kann ich diese jedoch überhaupt in 2019 steuerlich geltend machen wenn ich 2019 pflichtversichert war? Falls ja, wie berechnet sich in diesem Fall der maximale Betrag der Vorrauszahlung?

    Vielen Dank!

    • Wenn die Krankenkasse schon ihr „okay“ gegeben hat, sollte der Rest kein Problem mehr sein. Das Finanzamt fragt nicht nach pflicht- oder freiwillig versichert. Entscheidend ist nur die Höhe (Summe) der gezahlten Beiträge. Und da lautet die Regel ganz eindeutig:
      „…das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge“ können steuerlich geltend gemacht werden. Gemeint sind dabei immer die Beiträge, die der Versicherte aufzubringen hat.
      Es wäre also einmal die voraussichtliche Summe aller Beiträge für das Jahr 2019 zu bestimmen und das 2,5-fache davon ist das steuerliche Maximum.
      Ganz Vorsichtige bleiben da ggfs. noch etwas darunter, um nicht ein ähnlich skurilles Erlebnis befürchten zu müssen, wie Kommentator Michael hier vor ca. einem Jahr geschildert hat. Aber auch dieser Fall ist inzwischen in seinem (und unser aller) Sinn korrigiert worden.

      Gruß, Der Privatier

      • Vielen Dank für die schnelle Antwort. 🙂

        „Gemeint sind dabei immer die Beiträge, die der Versicherte aufzubringen hat.“

        Das bedeutet also, dass ich zur Berechnung der maximal im aktuellen Veranlagungszeitraum anrechenbaren Vorauszahlung ausschließlich meinen Arbeitnehmerbeitrag berücksichtigen darf.

        Wie ermittelt eigentlich das Finanzamt die maximale im Veranlagungszeitraum anrechenbare Vorauszahlung? Mit den Daten in der Steuererklärung sollte das nicht ohne Weiteres möglich sein, da dort eine Unterschiedung zw. laufenden Beiträgen und Vorauszahlung nicht möglich sein sollte.

        • Selbstzahlern schickt die Krankenkasse nach Ablauf des Jahres ein Schreiben, in dem die Zahlung von xy an KK-Beiträgen bestätigt wird.

        • Wie eSchorsch schon richtig geschrieben hat, sollten sich die verschiedenen Zahlungen aus den Bescheinigungen des (ehemaligen) Arbeitgebers und der Krankenkasse ergeben. Daraus ergeben sich dann auch die Anteile an „normalem“ Beitrag und Vorauszahlung.

          Und es ist richtig, dass ein evtl. von einem Arbeitgeber gezahlter Anteil zur KV nicht berücksichtigt wird, um die steuerlich maximale Vorauszahlung zu berechnen.

          Gruß, Der Privatier

        • „Das bedeutet also, dass ich zur Berechnung der maximal im aktuellen Veranlagungszeitraum anrechenbaren Vorauszahlung ausschließlich meinen Arbeitnehmerbeitrag berücksichtigen darf.“
          Genau dazu – „ausschließlich meinen Arbeitnehmerbeitrag“ – habe ich bislang keine belastbare Aussage erhalten. Es gibt zwei unterschiedliche Meinungen: Das 2,5fache des AN-Anteils an KV und PV und das 2,5fache des gesamten KV- und PV-Beitrags, also AN- + AG-Anteile.

          • „bislang keine belastbare Aussage“

            Aber ich hatte doch vor ziemlich genau einem Jahr bereits ein Dokument verlinkt, aus dem die Details der Regelung sehr genau hervorgehen.
            Es geht um das Schreiben des Bundesfinanzministeriums vom 24.Mai 2017 zum Thema „Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen“ (GZ: IV C 3 – S 2221/16/10001 :004). Dort werden die Vorauszahlungen von KV-Beiträgen ab Randziffer 134 behandelt.

            Unter Randziffer 138 heisst es z.B.: „…ist für die Ermittlung des zulässigen Vorauszahlungsvolumens und die Summe der geleisteten Beitragsvorauszahlungen auf die Verhältnisse des VN abzustellen.“

            Weiter unter Rz. 142 dann: „Steuerfreie Zuschüsse und Beitragsrückerstattungen bleiben bei der Ermittlung des zulässigen Vorauszahlungsvolumens außer Betracht.“ Und AG-Beiträge sind steuerfreie Zuschüsse.

            Für mich gibt es daher keine Zweifel.

            Gruß, Der Privatier

          • Sorry, Peter!
            Rz. 142 ist mir echt durchgegangen. Vielen Dank für die Richtig- und Klarstellung.
            Gruß
            BigMac

  81. Kompliment. Das ist eine wirklich sehr informative tolle Seite. Leider habe ich trotz intensivem Lesens nicht komplett herausfinden können was ich suche.
    Ich erhalte Anfang nächsten Jahres eine Abfindung in Höhe von 400.000, werde aber auch im neuen Jahr im neuen Job um die 150T Euro verdienen. Ich bin privatversichert, ebenso meine Tochter. Der Beitrag liegt bei ca. monatlich 550 Euro.
    Meine Frau arbeitet aktuell nicht und ist freiwillig gesetzlich versichert und zahlt etwa 390 Euro monatlich.
    Könnte ich nun in 2020 23.000 (3,5 Beiträge PKV) und 16.000 (3,5 Beiträge freiwillig GKV) einzahlen und entsprechend bei der Steuererklärung für 2020 (gemeinsam veranlagt) mein zu versteuerndes Einkommen in 2020 um 39.000 drücken ?
    Schon krass wie die Steuer zuschlägt..Danke im voraus. Grüße Horus

    • Ich sehe keinen Grund, der dagegen sprechen würde. Vorausgesetzt natürlich, dass ist mit den jeweiligen Versicherungen abgestimmt und genehmigt.

      Über eine Einzahlung in eine Basis-Altersvorsorge (gesetzl. oder Rürup) würde ich evtl. auch noch nachdenken.

      Aber trotzdem wird die Steuer recht ordentlich ausfallen. 🙁
      Bei diesem Summen kann man wohl nur noch „Kosmetik“ betreiben, auf der anderen Seite sollte man, gerade wenn der nächste, gut bezahlte Job bereits in Ausssicht ist, die Abfindung (oder das, was noch übrig bleibt) einfach als schöne Zugabe sehen.

      Gruß, Der Privatier

      • Herzlichen Dank. Das heißt es gibt da keine Höchstgrenze für die Geltendmachung der PKV bzw. freiwillig gesetzlich versicherten Beiträge und die 39.000 wären (bis auf die Teile die eben Wahlleistungen sind wie Chefarzt usw) das zu versteuernde Einkommen mindern ? Prima.
        Ja Rürup habe ich auch schon überlegt. Das ginge in 2020 und in 2019 jeweils (ich kann in der Tat einen Teil auch in 2019 erhalten) ? (Danke für den Hinweis AKK).
        Ich las vor Kurzem noch über eine Solaranlage und entsprechende Abschreibungen. Lohnt sowas, wenn man keine Riesenanlage sondern lediglich auf dem eigenen Dach installiert ?
        Danke für die Hilfe.
        VG
        Horus

        • Die Höchstgrenze für die KV-Beiträge liegt eben insgesamt beim 3,5-fachen Jahresbeitrag (normal + 2,5 Vorauszahlung). Und immer nur die Basis-Versorgung.

          Altersvorsorge (Basis-Versicherung) kann man jedes Jahr im Rahmen der Höchstbeiträge steuerlich geltend machen. Bei der GRV ist vorher ein Antrag und Berechnung erforderlich und geht erst ab einem Alter von 50 Jahren.

          Jede Form von Investition in ein Gewerbe (und Photovoltaik ist ein Gewerbe), andere selbständige Tätigkeiten oder Vermietung und Verpachtung kann das zu versteuernde Einkommen und damit die Steuerlast reduzieren.
          Inwieweit hier die Kosten direkt angesetzt werden können oder lediglich Abschreibungen, sollte dann am besten mit einem Steuerberater im Detail geklärt werden.

          Gruß, Der Privatier

    • Hallo Horus,

      eigentlich solltest Du 2020 frei machen und mit Deinem neuen Arbeitgeber den Start auf den 01.01.2021 legen.
      Hack mal die Beträge in einen Abfindungsrechner: Das ganze Jahr Arbeit bringt Dir gerade mal 10.000€ Netto mehr. Wenn Du den PKV-Vorauszahlungstrick noch 2020 machst, dann wirst Du wohl quasi noch dafür bezahlen, dass Du ein Jahr lang arbeiten gehen darfst……

  82. Horus,
    vielleicht zahlt dein AG dir eine Summe x deiner Abfindung in 12/2019 und so kannst du eventuell den Steuervorteil gesetzliche Rente bzw. Rürup in 2019 und 2020 anwenden. Die Kosten müssen bei dieser Summe eh in die Bilanz zum 31.12.2019. Dies ist lediglich eine Cash Frage deines AG. Die Fünftel Regelung hat bei dieser Höhe der Abfindung eh keine Auswirkung auf die Steuer.
    Mfg

    • Diesem Hinweis möchte ich mich nicht anschliessen!

      Es ist zwar richtig, dass die Fünftelregel bei höheren Summen immer weniger Wirkung zeigt, aber dass sie „keine Auswirkung auf die Steuer hat“ würde ich so nicht unterschreiben wollen.

      Und bei dem ersten Hinweis, die Abfindung zu spalten, sollte man sich darüber im Klaren sein, dass damit die Fünftelregel nicht mehr angewandt werden kann. Nur in Ausnahmefällen, in denen dann aber maximal 5% (oder 10%?) vorab in einem anderen Veranlagungszeitraum akzeptiert werden.

      Dennoch möchte ich auch nicht ausschliessen, dass eine Aufteilung u.U. sinnvoll sein kann. Gerade auch im Hinblick auf die Möglichkeit, damit zweimal hohe Summen in eine Altersvorsorge stecken zu können.

      Endgültige Gewissheit, wie die verschiedenen Varianten sich auswirken, erhält man am besten dadurch, dass man solche Zahlenspiele einmal mit einem Steuerprogramm simuliert. Oder alternativ einmal einen Steuerberater aufsucht, was sich bei den o.g. Summen sicher finanzieren lässt.

      Gruß, Der Privatier

  83. Hallo,

    nochmal ich 😉
    Ich stolperte über eine Formulierung in Deinem hervorragenden Artikel.

    „Dabei gilt die Grenze von 2.800€ nur dann, wenn man keine steuerfreien Zuschüsse zur Krankenversicherung (z.B. vom Arbeitgeber) erhält. Typischerweise also für Selbständige oder eben Privatiers. Ansonsten gilt die Grenze von 1.900€.“

    Ich zahle wie beschrieben heute ca. 550 Euro PKV für meine Tochter und mich. Ich erhalte vom Arbeitgeber entsprechend knapp die Häfte an Zuschuss zur PK.

    Heißt das, dass ich NICHT vorauszahlen kann, da eh eine Grenze von 1.900 Euro gilt in der Steuererklärung ?

    Danke nochmals und VG
    Horus

    • Nein, eine Vorauszahlung ist immer möglich (wenn die Krankenkasse zustimmt) und die gezahlten Beiträge können dann auch bis zum insgesamt 3,5-fachen Jahresbeitrag steuerlich geltend gemacht werden.
      Die Grenze von 1.900€/2.800€ bezieht sich auf die „sonstigen Vorsorgeaufwendungen“ (also alles, was weder der Altersvorsorge, noch der Absicherung von Krankheitsfolgen dient) und kann dann in den Folgejahren steuerlich genutzt werden.

      Gruß, Der Privatier

    • Noch ein Hinweis zur Klarstellung: Das Finanzamt erkennt nur das 2,5fache des AN-Anteils an KV und PV im Jahr der Vorauszahlung an. Details dazu stehen im Schreiben vom Bundesfinanzministeriums vom 24.Mai 2017 zum Thema „Einkommensteuerrechtliche Behandlung von Vorsorgeaufwendungen“ (GZ: IV C 3 – S 2221/16/10001 :004, https://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Einkommensteuer/2017-05-24-einkommensteuerrechtliche-behandlung-von-vorsorgeaufwendungen_.pdf). Dort werden die Vorauszahlungen von KV-Beiträgen ab Randziffer 134 behandelt.
      Unter Randziffer 138 heisst es z.B.: „…ist für die Ermittlung des zulässigen Vorauszahlungsvolumens und die Summe der geleisteten Beitragsvorauszahlungen auf die Verhältnisse des VN abzustellen.“
      Weiter unter Rz. 142 dann: „Steuerfreie Zuschüsse und Beitragsrückerstattungen bleiben bei der Ermittlung des zulässigen Vorauszahlungsvolumens außer Betracht.“ Und AG-Beiträge sind steuerfreie Zuschüsse.

  84. Hallo liebe Privatier-Community,

    ich beschäftige mich auch gerade mit der Vorauszahlung meiner GKV-Beiträge für die freiwillige Versicherung als Selbstständiger. Meine Abfindung erhalte ich im Januar 2020, d.h. dies sollte ja das Jahr sein, indem ich die Beiträge für die kommenden 2,5 Jahre im Voraus bezahle, mir ist aber der beste Zeitpunkt im Jahr unklar:
    Ich habe erst begonnen, mich selbstständig zu machen, im Idealfall werden meine Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit also von einem jetzt noch niedrigen Niveau von unter 1000 EUR/ Monat nach und nach ansteigen. Wäre es dann besser, bis Ende 2020 zu warten und auf dieser Grundlage die Vorauszahlung zu leisten? Kann man der GKV unterjährig überhaupt vermitteln, dass der Gewinn steigt? Ich lese immer nur von Gewinneinbrüchen, die man geltend machen kann.

    Ich habe auch noch nicht ganz verstanden, inwieweit in dem beschriebenen Konstrukt der Vorauszahlung die gemeinsame/getrennte Veranlagung von Ehepartnern eine Rolle spielt (in meinem Fall: ebenfalls in der GKV und eigenständig pflichtversichert). Vielleicht kann das jemand für einen Steuerlaien erläutern? Vielen Dank.

    • Hallo neminho,

      Beispiel Beitragsvorauszahlung KV+PV in 2020:

      – bei Einzelveranlagung wird bei Einkünften (inkl. Abfindung) schon viel früher ein höherer Steuersatz erreicht als bei gemeinsamer Veranlagung
      – wenn Sie jetzt wegen hoher Beitragsvorauszahlungen niedrigere Einkünfte haben, kann Ihr Steuersatz ggf. sich schnell wieder mindern

      – bei gemeinsamer Veranlagung wird „ein höherer Steuersatz“ (bei sonst unveränderten Bedingungen) langsamer/ später erreicht
      – andererseits geschieht eben auch die Minderung eines „höherer Steuersatzes“ langsamer (ist nicht so effektiv).

      Abhängig von der Beträgen und sonstigen Gegebenheiten ergibt sich MANCHMAL ein größerer Unterschied zwischen der Steuerlast bei „Einzelveranlagung“ und „gemeinsamer Veranlagung“. Dann ergibt sich alleine durch die „richtige“ Auswahl der Veranlagung ein (großer) Vorteil IN SUMME (eigene Steuer + Steuer des Partners).

      Steuerrecht ist nicht immer einfach – aber als künftig Selbständiger werden Sie bestimmt noch viele Erfahrungen sammeln ….

      LG FÜR2012

      • Danke FÜR2012 für die Antwort. Unterm Strich lese ich heraus: Je nach den individuellen Summen kann eine Einzelveranlagung besser sein, aber man muss den Einzelfall mit dem Steuerberater durchrechnen.

    • Bisher soweit richtig: Ob eine Einzelverlagung Sinn macht, muss jeweils individuell überprüft werden. Am einfachsten geht das mit einem Steuerprogramm, die das teilweise bereits automatisch machen und die entsprechend optimale Veranlagung vorschlagen.
      Alternativ natürlich immer über einen Steuerberater.

      Die Beiträge zur Krankenversicherung (und evtl. Vorauszahlungen) haben hier aber keine Sonderstellung.

      Gruß, Der Privatier

  85. “ im Idealfall werden meine Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit also von einem jetzt noch niedrigen Niveau von unter 1000 EUR/ Monat nach und nach ansteigen. Wäre es dann besser, bis Ende 2020 zu warten und auf dieser Grundlage die Vorauszahlung zu leisten? Kann man der GKV unterjährig überhaupt vermitteln, dass der Gewinn steigt? Ich lese immer nur von Gewinneinbrüchen, die man geltend machen kann.“

    Die meisten Beitragszahler wünschen sich eher niedrige Beitragszahlungen, der umgekehrte Fall ist ja eher exotisch. Gegenfrage: warum sollte sich die KK deiner optimistischen Gewinnprognose verschließen und sich gegen höhere Beiträge verschließen!

    Die 2,5 Jahresbeiträge kommen aus dem Steuerrecht, ob die KK eine Vorauszahlung in dieser Höhe auch akzeptiert ist eine andere Frage; Bzw. ist eine Frage, welche nur deine KK beantworten kann.

    • Danke eSchorsch für die Antwort.

      Exotisch für dieses Forum auf jeden Fall. Aber zum Privatier reicht es bei mir eben noch nicht ganz 🙂 Der Gedanke erscheint mir aber zumindest logisch: Den Beitrag im Jahr der Abfindung möglichst hoch ansetzen, um der Abfindung abziehbare Kosten gegenüberzustellen (meine KV ist die TK und sie hat schon bestätigt, dass die Vorauszahlung möglich ist).

      Ich rechne jetzt auch nicht mit riesigen Gewinnsteigerungen aus der Selbstständigkeit, aber etwas mehr als zu Beginn wird es wohl hoffentlich schon sein. Davon unabhängig vermehren sich ja auch die Kapitalerträge, die ebenfalls die Beiträge beeinflussen. Um also nah an der (Beitrags-)Realität der Zukunft zu sein, wäre ein hoher Beitrag in dem Fall eher wünschenswert, oder? Sollte es mit der Selbstständigkeit wider Erwarten nicht klappen, beanspruche ich mein ALG I entweder 2021 oder 2022 und bekomme eben die vorausgezahlte Summe zurück (auch de Rückzahlung wurde schon bestätigt).

      Oder habe ich hier einen Denkfehler?

      • „Um also nah an der (Beitrags-)Realität der Zukunft zu sein, wäre ein hoher Beitrag in dem Fall eher wünschenswert, oder?“

        Um möglichst nah an der Realität zu sein, wäre eine möglichst realitätsnahe Schätzung wünschenwert! Das ist für jemand, der gerade seine Selbständigkeit beginnt natürlich nicht immer ganz einfach.
        Das Verfahren läuft dabei so, dass man zunächst eine Schäzung abgibt. Auf dieser Basis werden die KV-Beiträge festgelegt. Mitte des Folgejahres werden dann die tatsächlichen Gewinne aus der Selbständigkeit zurückgerechnet.
        Sollten sich im Laufe des Jahres die Verhältnisse deutlich ändern, ist der Versicherte sogar verpflichtet, diese Änderungen der KK mitzuteilen.

        Für die max. Vorauszahlung ist dann das 2,5-fache des Jahresbeitrages steuerlich im Rahmen der Sonderausgaben anzusetzen.

        Gruß, Der Privatier

      • „Sollte es mit der Selbstständigkeit wider Erwarten nicht klappen, beanspruche ich mein ALG I entweder 2021 oder 2022 und bekomme eben die vorausgezahlte Summe zurück (auch de Rückzahlung wurde schon bestätigt).“

        Zwei Anmerkungen:
        Falls noch nicht passiert, vergiss nicht den Anspruch darauf feststellen zu lassen: https://der-privatier.com/kap-9-3-1-anmelden-und-wieder-abmelden/

        Wenn man vorausgezahlte KK-Beiträge rückerstattet bekommst, dann muß man die versteuern. Man kann die vorausgezahlten KK-Beiträge aber auch bei der Kasse „stehen lassen“, bis man wieder Selbstzahler ist.

        „Den Beitrag im Jahr der Abfindung möglichst hoch ansetzen, um der Abfindung abziehbare Kosten gegenüberzustellen“
        Ist korrekt. Aber nicht exotisch beim Privatier sondern nur exotisch in der sonstigen Welt. Bei mir schlugen damals zwei Herzen in der Brust: ich durfte (wegen nicht eingehaltener Kündigungsfrist) 5 Monate Maximalbeitrag zur KK löhnen (was mich im gewissen Sinne ärgerte), konnte dadurch aber auch eine viel höhere Vorauszahlung leisten 😉

  86. Hallo,
    bin seit 15 Jahren Selbstständig und habe im Dezember 2011 meine PKV für 30 Monate im Voraus gezahlt. Jedes darauffolgende Jahr im Dezember, zahle ich wieder 12 Monate im Voraus. So dass ich immer ab 01.01 30 Monatsbeiträge bei der PKV im Plus bin. Meine Frage: Kann ich eigentlich jedes Jahr im Dezember 30 Monatsbeiträge im Voraus zahlen und steuerlich geltend machen? Das Guthaben bei der PKV wächst dann ja immer weiter und reicht dann für immer mehr Monate von Jahr zu Jahr. Diese Frage beschäftigt mich schon sehr lange, keiner weiß es irgendwie! Über eine Antwort würde ich mich freuen! Beste Grüße

    • Der Privatier zitierte oben den Text aus §10 Abs.1 Nr.3 Satz 4 ESTG:
      „Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden,…“

      Also sollte es formal möglich sein, in 2019 vorausgezahlten Beiträge für die Jahre 2022 – 2023 steuerlich abzusetzen. (Beiträge für 2020 u 2021 sind ja schon bezahlt)

      Mir verschließt sich aber der tiefere Sinn, warum bei der Krankenkasse ein so großes „Vermögen“ anhäufen?
      Denn falls die vorbezahlten Kassenbeiträge irgendwann zurückerstattet werden, muß die Rückzahlung als Einkommen versteuert werden. Auch sind die Krankenkassen m.W. nicht verpflichtet Vorauszahlungen anzunehmen. Manche KK akzeptieren gar keine Vorauszahlungen und zahlen zuviel überwiesene Beiträge stur zurück, manche akzeptieren 2,5 Jahresbeiträge. Ob und wo deine Kasse die Grenze zieht, weiß nur deine Kasse.

      • Hallo Kohmak
        Da ich eine Vorauszahlung PKV geleistet habe , DIESES auch sehr GENAU
        hab prüfen gelassen , würde ICH sagen NEIN !!!

        D.h. im Kalenderjahr , max. für DAS VAJ , PLUS 30 Monate VZ .
        Die VZ und die NORMAL-Zahlung , wird aber NUR in Höhe der ,
        “ Basis “ Zahlung “ ERKANNT “ . Luxus Niente , weder im VAJ
        noch im VZ Betrag . Gezahlt werden muss aber BEIDES .

        Und da ich auch wieder eine Gutschrift “ Zurückerstattet “
        bekommen habe = Einnahmen aus Versicherungserstatungen ,
        und im VAJ dazurechnen ( also beim EK im VAJ ) .
        Da mag man sich evt. über die “ Erstattung “ wegen guter
        “ Führung “ freuen , aber das FA , freut sich halt mit .
        Und zwar im VAJ der “ Erstattung “ . So ist das wohl
        mit dem “ Kostenbewussten “ Verhalten .

        LG Det

    • Ich finde die Idee ja recht interessant. Und mir erschliesst sich auch ein Sinn: Diese Vorgehensweise könnte in den Jahren der Vorauszahlung eine Menge Steuern sparen. Ist man dann irgendwann Rentner wird ein PKV-Beitrag meistens als schmerzhaft hoch empfunden und dann wäre es schön, bereits etliche Jahre im Voraus bezahlt zu haben. Die fehlende steuerliche Absetzmöglichkeit stört dann wohl weniger.

      Aber funktioniert das nun? Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung.

      Einerseits enthalten die entsprechenden Gesetze und Regeln keinerlei Einschränkungen, die es verbieten würden, den 2,5-fachen Beitrag JEDES Jahr im Voraus zu bezahlen. Von daher müsste es also gehen.

      Andererseits ist die Ausgangsbasis für den 2,5-fachen Beitrag ja immer der „auf den Veranlagungszeitraum entfallende Beitrag“. Habe ich für den Veranlagungszeitraum aber schon im Voraus bezahlt, muss ich ja gar keinen Beitrag mehr entrichten. Meine Beitragsschuld ist gleich Null. Und davon dürfte ich dann das 2,5-fache im Voraus bezahlen. 😉

      Also, noch einmal: Ich weiß es nicht und diese Frage sollte man einmal an den Steuerberater seines Vertrauens richten. Der wird sich freuen. 😀

      Gruß, Der Privatier

      • Ich finde die Idee ja recht interessant. Und mir erschliesst sich auch ein Sinn: Diese Vorgehensweise könnte in den Jahren der Vorauszahlung eine Menge Steuern sparen. Ist man dann irgendwann Rentner wird ein PKV-Beitrag meistens als schmerzhaft hoch empfunden und dann wäre es schön, bereits etliche Jahre im Voraus bezahlt zu haben. Die fehlende steuerliche Absetzmöglichkeit stört dann wohl weniger.

        Genau so hatte ich es mir gedacht!:-)

        Aber funktioniert das nun? Ehrlich gesagt: Ich habe keine Ahnung

        Doch hast du, steht doch in deinem Text.

        und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden,…“

        Oder verstehe ich Ihn falsch. Alle Zahlungen über 30 Monate werden erst steuerlich wirksam nach den 30 Monaten oder nach 12 Monaten werden dann 12 Monate steuerlich angerechnet. So wie ich es bisher mache.
        Auf jeden Fall geht es nicht so wie ich es mir ausgemalt habe ;-).

        Grüße Kohmak

      • Ich spring nochmal ein , FUNKTIONIERT NICHT !!!
        Und ist BEREITS u.a. durch mein RA , PKV , STB und auch FA Mitarbeiter
        geprüft worden , s.o. . Begründung , siehe auch oben .

        LG Det

        ( Aber kann man ja immer wieder NEU versuchen )

      • „„auf den Veranlagungszeitraum entfallende Beitrag“. Habe ich für den Veranlagungszeitraum aber schon im Voraus bezahlt, muss ich ja gar keinen Beitrag mehr entrichten.“

        Sorry, ich lese daraus nicht, dass der im Veranlagungszeitraum entfallene Beitrag auch im Veranlagungszeitraum entrichtet worden sein muß.

        • GENAU . Kann auch schon vor einem Jahr bezahlt worden sein .
          Aber die ANERKENNUNG DER ZAHLUNG , erfolgt immer NUR , im VAJ .
          Und wenn im VAJ = NIX GEZAHLT = NIX ANZUERKENNEN .
          Ist ja schon 1 Jahr VORHER ANERKANNT worden , und hat in dem
          VAJ die Last gesenkt !!!
          Maximal kann der Betrag , aber VOR ca. 30 Monaten ( VZ Zeitraum )
          gezahlt worden sein . Die 50 Monate , werden halt NICHT ANERKANNT .

          LG Det

  87. Danke für deine Antwort.
    Beiträge, die für nach Ablauf des Veranlagungszeitraums beginnende Beitragsjahre geleistet werden und in der Summe das Zweieinhalbfache der auf den Veranlagungszeitraum entfallenden Beiträge überschreiten, sind in dem Veranlagungszeitraum anzusetzen, für den sie geleistet wurden.

    Das habe ich so noch nicht gelesen! ´
    Dann macht das keinen Sinn! Hast du natürlich recht!
    Wollte die Zahlung natürlich für 2019 geltend machen/Absetzen ;-)und dann auch die Zahlungen für 2020 in 2020 und 2021 für 2021 usw.
    Der Vorteil wäre dann die Steuerersparnis und eine spätere Last der PKV-Beiträge wäre weg.
    Genau diesen Text von Dir hat mir gefehlt.

    Danke nochmal!
    Grüße

    • Genau, ich denke auch das eSchorsch und Det recht haben.

      Es zählt im VAJ steuerrechtlich wirklich nur die ‚physische Einzahlung‘ in Form von (Vor-)Einzahlungen für den Zukünftigen Zeitraum bis max. 2,5 Jahre … und davon auch nur der Zahlungumfang für ‚KV-Standardleistung‘ ohne Goodies wie Chefarztbehandlung, Einzelzimmer etc.
      Hat man diese Einzahlung dann im VAJ für die nächsten +2,5Jahre vorgezahlt, dann kan man das Spiel im darauffolgenden Kalenderjahr nicht einfach wiederum für die nächsten +2,5 Jahre immer wieder wiederholen. Das geht m. E. NICHT!
      Warum?: Weil Du in den Folgejahren für die im Voraus für 2,5 Folgejahre gezahlten Beiträge keine ‚physische Einzahlungen mehr leisten kannst….zumindest aus steuerrechtlicher Sicht.
      Die PKV ‚zehrt‘ ja noch von Deinen Voreinzahlungen, welche Du geleistest hast.
      Ergo: Das Spiel kannst Du m.E. nur alle 2,5 Jahre machen…wenn das für Dich steuerlich Sinn ergibt. Ob Du Deiner PKV ggf. für die nächsten 10 Jahre Vorabzahlungen zuführen kannst, steht auf einem ganz anderen (PKV-Vertrags-)Blatt.

      Geldsparen mit der PKV (ohne steuerrechtliche Begünstigungen) funktionieren aber trotzdem ein bisschen:
      Wie bei vielen Versicherungen spart ein PKV-Jahresbeitrag (bei mir immer im Dezember für das Folgejahr) einen Teil der Einzahlungshöhe für das Folgejahr. Ich erhalte einen Rabatt von 4%. Das macht bei vielen Einzahlern -so wie bei mir- eine jährliche 3stellige Beitragsersparnis aus.
      Eine gute, sichere, Geldeinlage…sofern man zukünftig PKV-versichert bleibt 🙂
      Nicht jede PKV gibt Rabatte, aber: Einfach dort einfach mal anrufen und nach Rabatte fragen.

      Grüsse

  88. Guten Morgen, ich bin privat kv und bekomme 2020 eine Abfindung. Nun möchte ich zur Steueroptimierung 2020 3,5 Jahresbeiträge im voraus zahlen. Ich führe die Beiträge zu meiner privaten KV ja selbst ab, doch auch während der Arbeitslosigkeit oder?
    Dann müsste ich doch auch während der Arbeitslosigkeit die KV im voraus zahlen können, oder? Ich plane ein Dispositionsjahr und dann Arbeitslosigkeit von 2 Jahren.
    Wann muss ich denn die Beiträge im voraus spätestens zahlen, damit ich sie steuerlich berücksichtigen kann für die Jahre 2020, 2021 und 2022 (wenn das überhaupt geht mit der Arbeitslosigkeit :-))

    Herzlichen Dank für die Antwort

    • Der erste Weg sollte immer zur eigenen Krankenversicherung gehen, um zu klären ob und in welcher Höhe diese eine Vorauszahlung akzeptiert.
      Wenn es von dieser Seite keine Einschränkungen gibt, ist zu beachten, dass eine Arbeitslosigkeit erst einmal eine Pflichtversicherung auslöst, diese kann aber von PKV-Versicherten auf Antrag auch entfallen. Dann zahlt die Agentur die Hälfte des PKV-Basis-Beitrages, max. bis zur Höhe der gesetzl. Beiträge. Und dann sollte einer Vorauszahlung nichts mehr im Wege stehen.
      Für die steuerliche Anerkennung reicht eine Zahlung im Veranlagungsjahr (hier also in 2020), ich würde allerdings keinesfalls bis „auf den letzten Drücker“ warten! Klären Sie vorab mit Ihrer Krankenkasse, bis zu welchem Termin diese eine Vorauszahlung verbuchen kann.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo,

        ich bin in einer vergleicbaren Situation. Auf Nachfrage bei der PKV Vorauszahlung bis 30 Monate möglich. Empfehlung spätestens Anfang Dezember 2020 überweisen und vorher ankündigen, damit es nicht zurück kommt. Ich werde also im Oktober oder November 20 die Vorauszahlung für die folgenden 30 Monate durchführen.
        Ich gehe davon aus, dass ich wie seither von der PKV Beitragsbescheide bekomme, die ich der AfA dann einreiche um die Beiträge erstattet zu bekommen.

        Nach meinen Recherchen (viel hier aber auch auf Infoseiten der AfA) bekomme ich (geplant ist ein Dispojahr bis zum 31.01.21) dann die Beiträge bis zu 80% der Bemessungsgrenze
        erstattet (PKV und PPV). Ich gehe seither davon aus, dass dies nichts mit dem Basisbeitrag zu tun hat, sondern die Grundlage vom Beitragsbescheid der PKV abhängt, wie seither der AG-Zuschuss. (also denke ich mir AG-Zuschuss doppelt bis eben 80% der dann gültigen Bemessungsgrenze).

        Kann dies vielleicht jemand, der die Prozedur schon hinter sich hat, bestätigen.

        Grüße

        B.

    • Ich habe die letzten Kommentare zu Vorauszahlungen von Krankenkassenbeiträgen einmal hierher zu diesem Beitrag verschoben. Hier sind die Fragen und evtl. Antworten besser aufgehoben.

      Gruß, Der Privatier

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