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Kap. 10.4: Die Rürup-Versicherung — 49 Kommentare

  1. Noch eine Ergänzung zur Auswahl der „richtigen“ Versicherung:

    Ich habe dazu seinerzeit drei Online-Angebote von drei verschiedenen Versicherungen angefordert und dabei meine Randbedingungen und zu prüfenden Varianten genannt. Etwas kompliziert war dabei meine Forderung nach
    a) keine laufenden, monatlichen Einzahlungen – stattdessen zwei unterschiedliche hohe Einmalzahlungen. Am Ende meiner Angestellten-Zeit 25T€, im Jahr der Abfindung 40T€. Danach nichts mehr. Und
    b) jeweils ein Vergleichsangebot mit ohne Hinterbliebenen-Schutz.

    An diesen Fragestellungen ist eine der drei Kandidaten schon gescheitert und hat keine gescheiten Angebote vorlegen können.
    Gut gefallen haben mir die Angebote der Hannoverschen Leben und von CosmosDirekt. Die Konditionen waren recht ähnlich. Entschieden habe ich mich letztlich für die Hannoversche Leben. Preis/Leistung war hier noch ein kleines bisschen besser und bei den Angeboten konnte man etwas deutlicher merken, dass man mein Vorhaben zu 100% verstanden hatte.
    Auch der weitere Verlauf (Einzahlungen, Informationen, Aussetzen der Beiträge nach dem Abfindungsjahr) haben reibungslos funktioniert.

    Ende diesen Jahres werde ich dann übrigens (voraussichtlich) den Beginn der monatlichen Auszahlungen beantragen.

    Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Peter,

    Du hast sehr viel richtiges und wichtiges zu Rürup gesagt und auch für mich war Rürup die erste Wahl um Steuern auf die Abfindung zu sparen.

    Ein Satz hat mich aber stutzig gemacht: „Ende diesen Jahres werde ich dann übrigens (voraussichtlich) den Beginn der monatlichen Auszahlungen beantragen.“

    Nach meinem Wissen ist eine Rürup Rentenzahlung frühestens nach Vollendung des 62. Lebensjahres möglich.

    Habe ich da was verpasst oder hast Du diese Altersgrenze tatsächlich schon erreicht. Ich denke doch eher nicht…

    Viele Grüße

    Holger

    • Hallo Holger,

      da hast Du mal wieder sehr gut aufgepasst! Und vielen Dank für den Hinweis. Ist ja schon fast peinlich, dass ich diese wichtige Info vergessen habe: Den frühesten Auszahlungszeitpunkt.

      Und es ist richtig: Der früheste Auszahlungszeitpunkt für eine Rürup-Versicherung liegt (wenn man die steuerlichen Vorteile nicht verlieren will) bei 62 Jahren. Allerdings gilt dies nur für alle „Neu“-Verträge. Für Verträge, die vor dem 1.1.2012 abgeschlossen wurden, gilt noch die alte Altersgrenze von 60 Jahren.

      In diesem Fall habe ich selber einmal Glück gehabt und einen wichtigen Stichtag einmal nicht verpasst, sondern bereits noch im Jahre 2011 meinen Rürup-Vertrag abgeschlossen. Ich habe damals auch noch von meinem letzten (normalen) Jahresgehalt einen Rürup-Beitrag bezahlt und diesen so ausgerechnet, dass er zusammen mit den Beiträgen, die bereits vom Gehalt für die Altersvorsorge einbehalten worden waren, wiederum in etwa die maximale Höhe ergab.

      Nochmal vielen Dank für den Hinweis. Ich halte ihn für sehr wichtig und werde von daher noch einen Hinweis in die Beiträge zur Rürup-Versicherung auf diesen Kommentar nachtragen.

      Danke und Gruß,
      Der Privatier

  3. Hallo,

    meine Sparkasse hat eine Information zu Rürup in 2015 verschickt:

    Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung, berufsständischen Versorgungseinrichtung, landwirtschaftlichen Alterskasse, Rürup-Rente und zu bestimmten Berufsunfähigkeitsversicherungen sind absetzbar bis zu 22.172 € (Alleinstehende) bzw. 44.344 € (Verheiratete). Diese Beiträge wirken sich mit 80 % steuermindernd aus (Vorjahr: 78 %), also in 2015 mit höchstens 17.738 bzw. 35.476 €.

    Viele Grüße
    Hardy

    • Mir ist gerade nicht wirklich klar, woher Deine Sparkasse die Zahlen nimmt?!
      Habe ich was verpasst? Nach meinem Kenntnisstand liegen die Grenzen für die Beiträge zur Altersvorsorge nach wie vor bei 20.000 bzw. 40.000 Euro.
      Woher nehmen die den Rest? Hmmm…

      Gruß, Der Privatier

        • Super! Vielen Dank für den Hinweis!
          Tja – da passt man einmal nicht auf, weil man zwischen Weihnachten und Neujahr was anderes zu tun hat und schon „verpennt“ man solche Änderungen.
          Vielen Dank !

          Gruß, Der Privatier
          P.S.: Wobei ich mich schon frage, wer sich so eine Summe von 22.172 Euro ausdenkt? So was kann sich kein Schw… merken und erst recht nicht im Kopf nachrechnen. 80% von 20.000 schaffe ich ja so gerade eben noch, aber von 22.172 € ?? Warum nicht noch und 39 Cent ?

          • Dieser „komische“ Wert kommt dadurch zustande, dass der Höchstbetrag nun nicht mehr frei bestimmt wird, sondern an dem der knappschaftlichen Rentenversicherung gekoppelt wurde. Dieser ergibt sich aus dem Beitragssatz (aktuell 24,8%) mal der Beitragsbemessungsgrenze (aktuelle 89.400€).

  4. Hallo zusammen,
    erstmal vielen Dank fuer diesen blog !!!
    Ich habe da mal eine Frage bzgl. der Rürup Rente und deren Abzugsfaehigkeit. In Deiner Beispiel Berechnung, ziehst Du die Versorgungsaufwendung (5600) von einem 1/5 der Abfindungssumme (16000) ab. Ist das wirklich korrekt, oder müßte man die 5600 nicht erst von der Abfindungssumme abziehen (80000 – 5600) und dann die 5tel Regel anwenden, um das zu versteuernde Einkommen zu berechnen ? In diesem Fall, würde die steuerliche Vergünstigung durch Rürup Einmaleinzahlungen wesentlich kleiner ausfallen.

    Gruß, Paul

    • Okay, ich gebe es zu: Das Beispiel ist etwas sehr grob geraten, vielleicht auch ungeschickt gewählt und daher irreführend. Manche würden sagen: Fehlerhaft. Aber von der Tendenz und im Ergebnis ist es richtig! Und darum ging es mir in erster Linie. Aber mal der Reihe nach…

      Ich möchte die Zahlen im Beispiel mal etwas abwandeln (warum erkläre ich später):
      Nehmen wir an, Müllers zahlen statt 7.000€ nur 6.000€ in den Rürup-Vertrag. Davon wären in 2015 80% absetzbar, also 4.800€. Die Rechnung geht nun wie folgt: Das zu versteuernde EK (ohne Abfindung) beträgt: 5.000€-4.800€=200€ Steuern darauf: 0€. Für die Abfindung wird nun 1/5 auf dieses zu versteuernde EK hinzugezählt, also 200€+16.000€=16.200€. Steuern immer noch 0€! Und dabei bleibt es dann auch.

      Ich habe die Zahlen abgewandelt, weil es für die Original-Zahlen eine Sonderregel gibt. Diese wird nämlich dann angewandt, wenn das zu versteuernde EK (ohne Abfindung!) negativ ist. In unserem Beispiel: 5.000€-5.600€=-600€. In solchen Fällen wird eine „vereinfachte“ Fünftelregel verwendet, die besagt, dass einfach nur die Steuer von einem Fünftel der Abfindung mit 5 multipliziert wird. Im Beispiel also: Steuern auf 16.000€ = 0€. Mit fünf malgenommen: Immer noch 0€.

      Wie auch immer man rechnet: Im Ergebnis bleibt die Abfindung steuerfrei!

      Ich hoffe, ich konnte alle Klarheiten beseitigen 😉

      Gruß, Der Privatier

      • Danke für die schnelle Antwort!!
        Eine Frage bleibt dennoch:
        Wenn ich im Abfindungsjahr keine Einkommen erziele:
        1. Kann ich den Rürup Betrag auf 1/5 der Abfindung anrechnen, oder
        2. Muß ich den Rürup Betrag von der Abfindung abziehen und dann die 1/5 Regel anwenden?
        Gruß, Paul

        • So, nun musste ich auch erst noch mal nachlesen, im §34 EStg. Abs.1:
          * Demnach wird zuerst das zu versteuernde Einkommen berechnet. Wenn keine sonstigen Einkünfte vorliegen, ist das:
          Volle Abfindung abzgl. steuerlich relevanter Rürup-Beitrag, abzg. evtl. anderer Werbekosten, Sonderausgaben, etc.
          * Von diesem zu versteuernden Einkommen werden nun die außerordentlichen Einkünfte abgezogen: Also die volle Abfindung.
          * Das Ergebnis wird, wenn sonst keine Einkünfte vorliegen, negativ sein. Dann greift Satz 3 von §34 Abs.1:
          * Das zuerst berechnete zu versteuernde Einkommen wird gefünftelt, die Steuer darauf ermittelt und mal 5 genommen.

          Oder, um es einfacher auszudrücken: Punkt 2 aus der letzten Frage ist richtig.

          Gruß, Der Privatier

          • Das hatte ich leider auch so verstanden, schade. Ich hatte die leise Hoffnung aufgrund Deiner Beispielrechnung, daß ich da falsch liege und der Fiskus tatsächlich eine private Altersvorsorge im Abfindungsfall (mehr) fördert.
            Im Umkehrschluß heißt das für mich:
            1. Rürup kann Einkommen, welches dem Progressionsvorbehalt unterliegt (z.b. ALG-1) mindern und so einen Steuervorteil erzeugen.
            2. Rürup ist nicht geeignet, die Steuerlast von hohen Abfindungen, ausgezahlt im Jahr nach der Arbeitslosigkeit zu senken, wenn keine anderen Einkünfte erzielt werden (siehe auch 1.).

            Vielleicht sehe ich das jetzt zu negativ, aber in Anbetracht der Rürup Nachteile, sehe ich momentan wenig/keine Rürup Vorteile für Fall 2.

            Gruß, Paul

          • Es ist schon richtig: Der Rürup-Effekt wirkt sich um so weniger aus, je höher die Abfindung ausfällt. Aber „höher“ ist eben auch sehr relativ!
            Wenn ich Bundesliga-Trainer oder DAX-Vorstand bin, oder vielleicht T. Gottschalk heiße und eine Abfindung von 2,7 Mill. bekomme, dann machen sich die läppischen 30k Rürup nicht mehr bemerkbar.

            Und selbst wer nur ein Zehntel davon bekommt, also 270.000 Euro, wird den Effekt von Rürup nicht mehr wirklich spüren. Aber für einen „normalen“ Arbeitnehmer sind das auch eher Summen, die schon deutlich am oberen Ende liegen. In dem Bereich von 100k-200k würde ich aber auf jeden Fall mal drüber nachdenken.

            Auch hier gilt: Steuern sparen ist immer gut. Aber nicht um jeden Preis! Wenn es nicht passt, sollte man es lieber lassen.

            Gruß, Der Privatier

  5. Ich bin Dir wirklich sehr dankbar für diesen ausgezeichneten Blog und hoffe, mein Einwand wurde nicht als zu kritisch empfunden. Wie schon gesagt, hatte ich gehofft, man könnte den Rürup Betrag auf 1/5 der Abfindung anrechnen. Ich war mir da aber nicht so sicher, also danke für die Klarstellung!
    Und ja, klar versucht man Steuern zu sparen. Man muß sich halt eben die passenden Möglichkeiten für die jeweilige Situation aussuchen. Auch darauf hast Du ja an anderen Stellen mehrfach hingewiesen.

    Gruß, Paul

    • Hallo Paul,

      keine Sorge – Dein Beitrag wurde nicht als zu kritisch wahrgenommen.
      Im Gegenteil: Ich finde es sehr gut, wenn Leser nicht einfach alles übernehmen, sondern kritisch hinterfragen und die Details verstehen wollen. Schließlich ist ja am Ende auch jeder selber für sein eigenes Konzept verantwortlich.
      Und mir gibt es Gelegenheit, auch noch etwas hinzuzulernen und ggfs. Fehler zu korrigieren. Also: Nur weiter so!

      Gruß, Der Privatier

  6. dazu möchte ich meine erfahrung gerne beisteuern……ich werde ende des jahres meinen job mit einem aufhebungsvertrag beenden und 01/16 meine abfindung von 275k in stkl. 3 erhalten….2016 werde ich das dispositionsjahr einlegen und mich bei meiner frau krankenversichern, da sie noch berufstätig ist….
    ich habe viel zeit mit dem wiso steuerprogramm verbracht und bin auf folgende konstellation gekommen…..
    meine frau wird ihre std ab 2016 verringern, damit sie nicht über 41k brutto kommt…..und zwar aus folgendem grund: wenn ich mit den werten des abfindungsrechners meine steuern auf die abfindung in das steuerprogramm eingebe und dazu die abgaben die meine frau für 2016 zu entrichten hat bekomme ich für 2016 sogar noch etwas wieder….wenn meine frau nur 7k brutto mehr verdienen würde, müsste ich ca 9,5k steuern nachzahlen…..
    diese ergebnisse lassen sich aber nur mit einzahlung in höhe von 32k in eine rürup vers. erzielen…
    wenn ich das nicht machen würde müsste ich die 32k komplett ans finanzamt rückerstatten….verückt nicht ???
    dann zahle ich das geld doch lieber für meine altervorsoge ein, anstatt ich es dem finanzamt schenke…..weg wäre es sowieso, nur in meinem fall habe ich wenigstens im alter etwas davon…..

    gruß

    • Danke für Deinen Beitrag und Deine Erkenntnisse!

      Ich muss schon sagen, dass ich bei manchen Konstellationen schon etwas verwundert bin. Ich will die Zahlen nicht anzweifeln – dafür müsste ich sie im Detail nachrechnen. Aber das man die Rürup-Versicherung quasi „umsonst“ bekommt, ist schon recht ungewöhnlich. Ich hoffe nur, dass die verwendeten Rechner auch alle richtig rechnen…

      Aber wenn es wirklich so ist, ist das schon eine geniale Lösung! Danke für den Hinweis.

      Gruß, Der Privatier

      • Ich habe eine Frage zu diesem Thema. Kurz beschrieben:
        Ich werde im März 2016 eine Abfindung i.H. v. 220k bekommen
        Fuer den Monaten Jan – März 2016 werde ich ein Gehalt von insgesamt circa 20k erhalten, wobei ich die Möglichkeit habe ein Grossenteil davon in die Firmeneigene Pensionsplan einzuzahlen und so meine Jahreseinkuenfte senken
        Ich werde ALG 1 bekommen – geschätzt 10-15k fuer das Jahr 2016
        Ich kann mein Jahreseinkuenfte nur schätzen und gehe von 10-25k aus
        Meine Frage:
        Wenn ich 20k in eine Rueruprente in 2016 einzahlen würde, würde der steurerlichabsetzbaren Teil beim Anwendung der Fuentelregelung ueberhaupt eine Steuerersparnis erzielen? Ich könnte von der Abfindung auch ein Teil in der Firmeneigene Pensionplan einzahlen und auch dadurch die Steuerlast senken.
        Danke schonn mal im Voraus
        Jill

        • Ich denke schon, dass die Rürup-Versicherung eine Steuerersparnis bewirkt. Und zwar gerade im Zusammenhang mit der Fünftelregelung!
          Allerdings muss man auch schon sagen, dass der Effekt bei hohen Abfindungen immer weniger ins Gewicht fällt. Und „hoch“ ist sicher so ab ca. 200k zu sehen.
          Für eine genauere Aussage müsste man alle weiteren Angaben kennen und das wäre dann auch eher eine Aufgabe für einen Steuerberater.

          Ein paar allgemeine Hinweise kann ich aber gerne noch anfügen:
          Der Höchstbetrag für die Steuerbegünstigung beträgt für Ledige 22.172 Euro, davon können in 2015 80% als Altersvorsorge Aufwendungen steuerlich berücksichtig werden. Für Verheiratete gilt die doppelte Summe.
          Aber bitte beachten: Die von Gehalt einbehaltenen Beiträge zur gesetzl. Rente zählen mit bei diesen Grenzen!

          Pensionskassen oder -Fonds kann man ja auch noch zusätzlich machen. Bei 220k Abfindung wird schon eine ziemliche Steuerlast kommen (ledig oder verh.?). Da sollte man über alle Möglichkeiten nachdenken.

          Ich würde mir z.B. einmal ernsthaft überlegen, ob es nötig ist, in 2016 auch noch ALG1 zu beziehen? Aber dazu gibt es ja hier im Blog schon eine ganze Menge an Beiträgen und Kommentaren.

          Gruß, Der Privatier

        • Ich habe in dieser Situation meine Daten aus dem letzten Jahr zusammen mit der Abfindungszahlung in mein Steuerprogramm eingetragen. Dadurch konnte ich erkennen, wie viel Luft bei den Vorsorgeaufwendungen noch bleibt und wie die Steuererstattung sein wird.
          Die einzige Unschärfe ist, dass ein 2014er Steuerprogramm mit einem um zwei Prozent zu niedrigen Satz für Vorsorgeaufwendungen in 2015 rechnet.
          Im November werden die aktuellen Programme für die Einkommensteuererklärung 2015 herauskommen, dann bleibt noch ein kleines bisschen Zeit um nach zu justieren.
          Das ganze kann natürlich auch ein Steuerberater ausrechnen.

          Viele Grüße, Hardy

          • Sehr gute Vorgehensweise! Danke für den Hinweis, Hardy!

            Wer kein Steuerprogramm hat (und keines kaufen möchte), kann dazu auch die kostenlose Software des Elster-Formulars verwenden.

            Gruß, Der Privatier

      • Hallo Privatier,

        auch von mir zunächst einen herzlichen Dank für die toolen und sehr hilfreichen Tipps und die spitzen Strukrur. Ich bin gespannt auf ihr Buch, das ich mir zu Weihnachten schenken lasse (durch die Tantiemen bekommen sie etwas Einnahmen mehr zum weg(ver)steuern 😉).

        So, jetzt mein Hinweis:

        Eine Einzahlung in die gestzliche Rentenversicherung oder in eine Rüruprentenversixherung kann tatsächlich je nach Konstellation zu einer STEUERSENKUNG IN HÖHE DER EINZAHLUNG führen.

        Durch ihren Beitrag zur Rürup habe ich meinen Fall vom Steuerberater durchrechnen lassen – wie bei demoli hohe Abfindung und Einkommen der Ehefrau (oder auch andere steuerpflichtige Einnahmen). Nehmen sie ihr Beispiel von Herrn und Frau Müller und eine Abfindung von 250.000 Euro von Herrn Müler.

        Eine Einzahlung in Höhe von 7.000 Euro führt zu einer Steuersenkung in Höhe von 7.000 Euro !!!

        Das liegt an der 1/5 Regelung und der Anhebung des Steuersatzes durch die anderen Einnahmen. Der Steuersatz von 1/5 von 250.000 Euro ist halt schon mal deutlich höher als 1/5 von 80.000 Euro, wie im Beispiel von Herrn und Frau Müller.

        • Vielen Dank für den Hinweis und die Schilderung Ihrer Erfahrungen.

          Und auch wenn man immer wieder (teilweise berechtigte) Vorbehalte gegenüber Rentenversicherungen hört, so bin ich mir doch sicher, dass sie immer noch eine bessere Investition darstellen, als eine Zahlung an das Finanzamt.

          Gruß, Der Privatier

    • Siehe die Zahlen , oben beim Beitrag von Hardy . Bei Verheirateten müsste Zahlung für Vorsorge Rürup ( Achtung hier werden mehrere Vorsorgeaufwendungen durch FA geprüft , und hier sollte schon ein Steuerberater VORHER gefragt werden , welche Teile sich wie auswirken , zumindest wenn Frau auch noch andere Vorsorgeaufwendungen hat ) max. 44344,00 Euro Zahlung Rürup eine Steuerliche Minderung von 35476,00 Euro für die Einkommenssteuer ergebend . Soviel Steuerlast muss dann aber auch erstmal da sein . Aber genau das ist Ziel von Rürup , von der vorgelagerten Versteuerung in die nachgelagerte Versteuerung zu kommen , in gewissen Steuerlichen Grenzen .

      • Vorsicht! Solche Aussagen können leicht missverstanden werden!

        „…max. 44344,00 Euro Zahlung Rürup eine Steuerliche Minderung von 35476,00 Euro für die Einkommenssteuer ergebend.“

        Die maximale steuerlich geförderte Summe beträgt tatsächlich 44.344 Euro (für Verheiratete), dies ergibt aber keine steuerliche Minderung von 35.476 € der Einkommensteuer! Diese Aussage ist falsch!

        Was sich daraus ergibt, ist eine Minderung des zu versteuernden Einkommens um 35.476 € (nämlich 80% der eingezahlten Summe). In welchem Masse sich die Einkommensteuer mindert, ist eine ganz andere Frage!
        Und darum hat das auch in erster Linie nichts mit der Steuerlast zu tun, sondern mit dem zu versteuernden Einkommen.

        Das ist schon ein Unterschied und da sollte man schon auf genaue Formulierungen achten.

        Gruß, Der Privatier

        • Peter hat natürlich recht , es sollte natürlich heißen für die EINKOMMENSTEURBERECHNUNG ergebend . War evt.nicht klar genug ausgedrückt. Aber da hierbei auch noch andere Vorsorgeaufwendungen ( Bei der Berechnung der EKST ) eine Rolle spielen , sollte dieses auch nur ein Hinweis sein , das dieses nicht pauschaliert gesehen werden kann .

  7. ich hatte meinen fall schonmal geschildert…..aufhebungsvertrag zum 30.12.15….abfindung von 275k in stk.3 im jan 16…dispojahr von 31.12.15-30.12.16…meine frau senkt ihre std. um 2016 nicht über 41k brutto zu kommen…..benutze das wiso steuerprogramm und habe festgestellt wenn ich 2016 ca 32k in die rürup einzahle, bekomme ich ca 1k zurückerstattet, tue ich es nicht, müsste ich ca 36k an das finanzamt zurückerstatten…..war letztes jahr wo feststand das ich gehe beim steuerberater und der hat annähernd das gleiche ausgerechnet und ungläubig gestaunt !!??

    • Hallo demoli.

      Dein Fall lässt sich jetzt nur schwierig berechnen.
      In 2016 gibt es das Einkommen Deiner Frau und Deine Abfindung; in dieser Betrachtung fehlt die Angabe der Steuer auf die Abfindung. Vielleicht sind das die 36k, die ohne Rürup zu zahlen sind?
      Eventuell kann Dein Arbeitgeber eine simulierte Gehaltsabrechnung für den Monat der Auszahlung der Abfindung erstellen? Dort würdest Du auch die abgezogene Steuer finden.

      Viele Grüße, Hardy

  8. deshalb mein fazit….bevor ich das geld dem finanzamt gebe, dann lege ich es lieber für meine altervorsorge an, weil weg ist es sowieso !!

  9. Also wie ich es auch rechne, ich komme nur auf etwa 20% Steuersenkung des in Rürup eingezahlten Betrags. Oder anders gesagt mit Fünftelregelung liegt mein Steuersatz bei ca. 11,21%, mit 20k Rürup sinkt er auf 9,74%. Aber in 16 Jahren muss ich die 20k dann auf Monatsbeiträge zu etwa 67€ verteilt wieder versteuern. Bei einer erwarteten Altersrente von 2500 und noch ein paar Kapitalerträgen wird mein Steuersatz möglicherweise nie wieder so niedrig sein. Ganz abgesehen davon, dass die 20k jetzt weg wären und ich sie hätte auch gewinnbringend anlegen können, zumindest mit besserer Rendite nals bei Rürup. Also ich kann beim besten Willen keinen Vorteil darin sehen, die Steuerlast von jetzt auf später zu verschieben, gerade bei der Abfindung mit Fünftelregelung. Für den Augenblick ist es ja verlockend 5k vom FA zurückzubekommen, aber die Schlussrechnung sieht anders aus.
    Bei Familie Müller, deren Steuer auf 0 sinkt, oder bei demoli, den 32k Rürup gar nichts kosten sollen, mag das ja anders aussehen, ich habe die Angaben von Herrn demoli übrigens mit der Steuersparerklärung nachgerechnet und konnte es kaum glauben, es stimmt!!! Der Steuersatz sinkt von 30% auf 22%. Augenscheinlich wäre eine Rürup-Einzahlung von 35.700 das Optimum, es ergibt eine Steuerentlastung von 35.298, also 400€ Eigenanteil. Kommt aber darauf an, was an Sonstigen Vorsorgeaufwendungen aufgelaufen ist, insbesondere GRV. Es gilt möglichst nah an den Höchstbetrag von 44.344 abzgl. GRV heranzukommen.
    Bei demoli liegt es hauptsächlich an dem Einkommen seiner Frau und bei Fam. Müller sind es die geringen Summen.
    Also die Rürup-Geschichte gestaltet sich für jeden individuell und ist ziemlich komplex zu betrachten.

  10. An Markus . Es ist immer Gut , sich eigene Gedanken zu machen . Hierbei sind jedoch gerade bei Rürup Renten , die eigenen Vorsorgeaufwendungen ( und hierbei wiederrum nicht NUR DIE GRV ) zu prüfen . Und genau wie Du es bereits bemerkt hast , auch die eigene steuerliche derzeitige und später zu erwartende
    Sichtweise zu berücksichtigen . Und weiterhin auch die Anlage in Renten .
    Also , wie man selber in der Zukunft aufgestellt sein möchte , und was man bereit ist dafür im jetzt zu bezahlen . Sollte sich der Steuersatz , wie von Dir mitgeteilt , lediglich von 11,21 auf 9,74 Prozent senken , ist eine andere Anlage sicher Zielführender und daher Rürup sicher nicht lohnend , außer man möchte genau eine Anlage in dieser Risikoklasse sowieso erhöht haben / erstmalig aufgebaut haben. Aber Dein Schlußsatz ist sicher sehr richtig . Für jeden individuell und ziemlich komplex.

  11. @Markus: Wenn ich mich recht erinnere, ist Deine Abfindung recht hoch und dann hast auf jeden Fall Recht, dass sich Optimierungen wie z.B. Rürup bei weitem weniger stark auswirken, als in dem von mir gewählten Beispiel der Fam. Müller.

    Wie Du und Det schon richtig bemerkt haben: Es ist komplex und individuell !

    Ich selber habe bei meiner Entscheidung FÜR Rürup übrigens die vollständige Rechnung (also inkl. der in der Auszahlungsphase zu entrichtenden Steuern und Sozialabgaben) gar nicht vorgenommen. Einmal, weil es mir zu kompliziert war. Aber und viel wichtiger: Weil es mir auch auf eine „Rendite“ gar nicht so sehr angekommen ist. Ich wollte meinen Anteil an „Renten“-Einkommen stärken. Ich wollte mein Langlebigkeitsrisiko zusätzlich versichern!

    Ich betreibe ja mit meinem Finanzierungskonzept auch teilweisen Kapitalverzehr und da sollte man das Langlebigkeitsrisiko auf keinen Fall vernachlässigen. Oder sich einmal selber die Frage stellen, welches Szenario einem eher als der „worst case“ Fall erscheint:
    a) Mit jenseits der 80 Jahre mit leerem Geldbeutel aber voller Energie da zu stehen oder
    b) Mit etwas über 70 ins Gras zu beißen und sich in seiner letzten Minute darüber zu ärgern, dass man bei der Rürup-Versicherung den Break-Even noch nicht erreicht hat.

    Ich habe mich dafür entschieden, a) schlimmer zu finden und deshalb notfalls b) in Kauf zu nehmen.

    Gruß, Der Privatier

    • Ja Peter , ich habe mich genau andersrum entschieden , da ich mich bei b) mehr ärgern würde ( nur in den vorletzten Minuten ), und es nur für einen kleinen Teil der aber auch steuerlich gefördert sein muss , es für mich zielführend ist nur einen kleinen Teil des Langlebigkeitsrisikos über NICHT vererbbare Anlagen zu tätigen , zumindest wenn ich der Meinung bin , das ich die Wette nicht gewinnen kann . Bei a) Ich diesen Fall zwar erstmal so nicht sehe , wenn doch , werde ich mir dann Gedanken dazu machen , ob von den vererbbaren Anlagen ggf. noch etwas verbraucht werden könnte . Dieses ist leider für den Kapitalstock bei Rürup Anlagen ausgeschlossen . Bei der GRV und PRV ( kann nur zusäzlicher Schutz eingeschlossen werden ) auch . Daher auch bei Langlebigkeitsrisiko – Absicherung immer eine Frage der Sichtweise auf den Kapitalstock , und ob dieser vererbbar sein soll , und wie dieser entsteht . Also sollte Grundabsicherung ca. 1000,00 bis 1500,00 Euro / Monatlich in der Anlageklasse Renten betragen , ( hier dann mit Langlebigkeistrisikoschutz ) , würde ich dieses bereits für ausreichend ansehen . Dafür müssten ja dann auch schon mal ca. 300.000,00 bis 400.000,00 Euro ( Ansparzeit nicht vergessen ) auf den Tisch gelegt werden , die dann zum vererben nicht mehr frei wären . Sollten dann noch andere Einkünfte z.B. Mieten oder Dividenden o.ä. im klassischen Mix mit dazukommen welche dann auch vererbbar wären , sollte dieses doch eigentlich ausreichend sein . Oder ist da meine Sichtweise so falsch ??? . Aber wenn nichts zum vererben gewünscht / benötigt wird , kann ja auch Deine Sichtweise auf den Kapitalstock die richtige sein .

  12. Mit meinen Zahlen bzw. Einkommens/Lebenssituation ergibt sich für 2016 eine Steuerzahlung von ca. 13.000 EUR, die durch Einzahlung von ca. 22.000 EUR in Rürup fast auf null Steuern reduziert werden kann.
    Zusammenveranlagung, ich habe einen Riestervertrag und meine Frau einen Riestervertrag und noch eine Entgeldumwandlung in eine Pensionskasse.
    Im Beitrag von det, 18.09.2015 finde ich folgendes: Bei Verheirateten müsste Zahlung für Vorsorge Rürup ( Achtung hier werden mehrere Vorsorgeaufwendungen durch FA geprüft , und hier sollte schon ein Steuerberater VORHER gefragt werden , welche Teile sich wie auswirken , zumindest wenn Frau auch noch andere Vorsorgeaufwendungen hat).
    Was ist hiermit gemeint? Sollte ich besser je einen Rürup-Vertrag für mich und meine Frau abschießen oder nur einen für mich? Geplant ist die erste Variante.

    Viele Grüße, Manni

  13. An Manni , hiermit war nur gemeint , das ALLE sonstigen Vorsorgeaufwendungen z.B. auch GRV u.s.w. , zu prüfen sind . Und wenn man den gemeinsamen Höchstbetrag wählen möchte , dann auch ALLE Vorsorgeaufwendungen des Partners ( wird gerne vergessen ) mit berücksichtigen sollte . Da dieses aber nicht immer einfach zu ermitteln ist, würde ich bei gewünschten Rürup Rentenvertrag halt immer VORHER einen Steuerberater aufsuchen , oder wenn ich selber so fit im Steuerrecht bin , dieses halt selber VORHER ausrechnen , inwiefern sich Beiträge in Rürup Rente überhaupt steuerlich auswirken , und wenn in welcher Höhe. Dieses ist halt nicht einfach pauschaliert zu beantworten sondern richtet sich nach den persönlichen Daten oder ggf. nach den gemeinsamen persönlichen Daten. Für jeden individuell und ziemlich komplex . Halt Steuerrecht .

    • Was Det hier schreibt ist vollkommen richtig: Die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung werden bei der Berechnung des maximal möglichen steuerlich wirksamen Betrages mitgerechnet!
      Insofern aber eben auch nur dann von Bedeutung, wenn man vorhat, in der Höhe des Maximalbetrages zu investieren. Das scheint mir bei den geplanten 22k nicht der Fall zu sein. Dennoch: Nachrechnen ist auf jeden Fall besser!

      Und ob es nun ein Vertrag oder zwei sein sollen, ist wohl eher Geschmacksache. Steuerlich irrelevant. Ich habe mich für EINEN Vertrag entschieden, einfach um evtl. anfallende Abschluss-/Verwaltungs-/Abzock-Gebühren nur einmal zu zahlen und um bei den später zu erwartenden Zahlungen nicht noch einen Peanuts-Betrag mehr zu haben, der entsprechende Beobachtung, Pflege und Verwaltung einfordert.

      Gruß, Der Privatier

  14. Hallo ich hab eine spezielle Frage:
    werde am 30.06.2016 über Aufhebungsvertrag ausscheiden und will dann bis 30.06.2017 das Dispositionsjahr in Anspruch nehmen. Die Abfindung in Höhe von ca. 318.000 € habe ich vertraglich auf den Jan 2017 verschoben und möchte dann im Jan 2017 den max Rürüpbetrag einmalig einzahlen und darüber ab 63 eine Rente zu erhalten. wie hoch ist die Steuerersparnis durch Rürup?

    • Konkret ausrechnen kann ich das hier nicht. Vielleicht probieren Sie einmal den Abfindungsrechner von Thomas Schulze.
      Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob der die Berücksichtigung einer Rürup-Rente unterstützt. Wenn nicht, können Sie aber dort sicher einmal nachfragen, wie man das eingeben kann.
      Eines ist aber schon sicher: Je höher die Abfindung (und Ihre ist hoch!!), desto weniger wirkt der Rürup-Effekt.
      Also biite nicht zu viel erwarten.

    • Hallo Lutz,
      wenn Du 2017 keine Beiträge in die GRV leistest hast Du den kompletten Freibetrag
      zur Verfügung in Höhe von 22000 Euro. Gibt es eine Ehefrau welche keine Beiträge
      in die GRV zahlt nochmal das doppelte. Davon kannst Du 2017 82 Prozent steuerlich
      geltend machen. Beispiel: Einzahlung 20TSD-80Prozent absetzbar: ist 16000TSD
      -Steuersatz: 40Prozent sind Steuerrückerstattung: 6400Euro. Effektiver Aufwand
      für eine Anlage von 20000 Euro entspricht abzüglich Förderung in diesem Beispiel 13600 Euro. Bei Rentenbezug Besteuerung genau wie in der GRV.

      • Also, ganz so einfach ist die Rechnung nicht! Sie ist zwar für den „Normalfall“ ganz okay, aber wir reden ja hier vom Zusammenhang mit einer Abfindung.
        Steuerlich absetzbar sind 2016 übrigens max. 18.668€ (ledig) oder die doppelte Summe für Verheiratete. Die Rechnung geht dann (grob) ohne Rürup:
        Steuer auf 63,6T€ [=318/5]. Mit 5 malnehmen. Fertig. Mit Rürup:
        Steuer auf 59,9T€ [=(318-18,7)/5]. Mit 5 malnehmen. Fertig.

        Der Unterschied wird ganz grob vielleicht ca. die Hälfte des Rürup-Betrages ausmachen. Als „Förderung“ des Rürup-Betrages sehr ansehnlich. Als Steuerersparnis auf die Gesamtsteuer nicht so überwältigend.

        Gruß, Der Privatier

  15. An Lutz , bei den Sümmchen , würde ich mir über andere Aufwendungen Gedanken machen ( Immo o.ä. Verlustbringer ) . Rürup sicherlich nicht ausreichend Zielführend . Kann max. Vorteil bringen , wie Rocky es schon ausführte . Siehe aber auch oben bei demoli . Sein Fazit , sicherlich nicht falsch . Weiterhin liegt Gang zum Steuerberater nahe . Nicht einfach. Dennoch viel Erfolg . LG Det

    • Ich kann Det hier nur zustimmen: Andere Gedanken machen und Steuerberater!

      Ich würde allerdings auch keine Aktivitäten starten, die ausschließlich dem Steuersparen dienen!

      Gruß, Der Privatier

  16. Mich erstaunt, dass hier immer nur über Rürup als Altersvorsorge und Option für Steueroptimierung einer Abfindung diskutiert wird, dagegen die Möglichkeit einer freiwilligen Einzahlung in die gesetzliche Rentenversichung nicht einmal erwähnt wird.
    Nachdem ich bislang keinen Rürup-Vertrag hatte und ich mit 62 Jahren auch keinen Sinn drin sehe, noch einen Vertrag abzuschließen, dessen erste Einzahlungen für die Provision des Versicherungsvertreters drauf gehen, habe ich stattdessen in die gesetzliche Rente eingezahlt, um den Abschlag von 9,6 % auszugleichen, der mit bei einem Rentenbeginn mit 63 Jahren erwarten würde. Der steuerliche Effekt ist derselbe wie bei einem Rürupvertrag, wobei mir natürlich die (vergleichsweise marginale) Zulage entgeht.

    • Naja…, dass hier nur über Rürup diskutiert wird, liegt in erster Linie am Titel des Beitrages!
      Über die Möglichkeit einer freiwilligen Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung wird dann mehr im Beitrag über „Die Freiwillige Einzahlung in die Rentenversicherung“ diskutiert.

      Im diesem Beitrag (der nun schon ca. 2,5 Jahre alt ist) zunächst noch mit einem eher negativen Grundton. Aufgrund einiger Kommentare und der sich inzwischen weiter in Richtung „Null- und Negativzins“ entwickelnden Renditen, zunehmend aber auch mit einer positiven Meinung zur dieser Form der Kombination aus Altersvorsorge und Steuerersparnis. Zum Beispiel hier in einem etwas aktuelleren Kommentar oder auch hier.

      Gruß, Der Privatier

      • Ich empfehle den Einsatz des ELSTER-Programms.
        Hier kann man alle Varianten durchspielen und erhält zu jeder eine exakte
        Steuerberechnung.

  17. Hallo Zusammen,

    Herzlichen Dank für diesen Blog!
    Wäre es für die Terminierung Der Abfindung besser solange in dem Abfindungsjahr zu arbeiten bis das Bruttoeinkommen in dem Jahr die maximale Summe von Rürup deckt. So das das Einkommen neben der Abfindung hierdurch auf einen gerade negativen Betrag heruntergesetzt wird.
    Es ist natürlich abzuwägen gegen die Zusatzahlungen bei Vorzeitiger bzw. ggf. dem Verbrauch von Urlaub.

    Gab es bei Euch auch diese überlegungen?

    • Ich selber habe das nicht überlegt. Allerdings hatte ich dazu auch gar keine Gelegenheit. da Arbeitsende und Zahlung der Abfindung bei mir in zwei verschiedenen Jahren lagen.

      Die Frage ist dennoch interessant, aber kaum allgemein zu beantworten. Wir hatten hier auch schon einmal die Frage, ob die „normale“ Fünftelregel, die dann angewandt wird, wenn sich auch nach Abzug von Sonderausgaben etc. noch ein positives z.v.E. ergibt oder die vereinfachte Fünfteregel vorteilhafter ist, die bei einem negativen z.v.E. angewanft wird.

      Ich habe da keine allgemein gültige Antwort, sondern würde in jedem Fall empfehlen, mit einem guten Steuerprogramm* einmal verschiedene Szenarien durchzuspielen. Je nach Höhe und Verhältnis der einzelnen Komponenten (Abfindung, Gehalt, Sonderausgaben) ergeben sich manchmal Situationen, die man nur sehr schwer vorhersehen kann.

      Gruß, Der Privatier

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