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Blogparade: „Meine Strategie für die Kapital-Anlage“ — 67 Kommentare

  1. Kleiner Nachtrag:

    Ich selber werde mich nicht mit einen eigenen Beitrag an der Blogparade beteiligen, da ich ja in Kürze etwas ausführlicher meine Gedanken hier darlegen möchte.
    Aber für alle neuen Leser des Blogs, die mich bisher noch nicht kennen, liefere ich schon einmal meine persönliche Eckdaten, die ich für die Einordnung einer Strategie für sinnvoll erachte:

    * Ich habe meine Strategie im Alter von 56 Jahren komplett neu ausgerichtet.
    * Ich bin verheiratet, keine Kinder, lebe in einem schuldenfreien EFH, keine Erwerbstätigkeit.
    * Bei mir haben die Einkünfte aus meinen Kapitalanlagen einen sehr hohen Stellenwert, da sie meine einzige Einnahme-Quelle darstellen.
    * Das Ziel meiner Strategie ist es, meine finanzielle Freiheit zu erhalten, d.h. meinen Lebensunterhalt davon bestreiten zu können, so dass das Kapital möglichst lange reicht.
    * Für eine lukrative Rendite gehe ich dabei aber gerne auch mal ein Risiko ein.

    Das zu meiner eigenen Einschätzung.

    Und nun bin ich gespannt, welche Strategien hier so vorgestellt werden!

    Gruß, Der Privatier

    • Hallo zusammen,
      nachdem hier viel ueber Anlagen diskutiert wird und sicherlich noch werden wird, moechte ich die IMMOBILIE mit einbringen.
      Wie H-Man (weiter unten) schon sagte, ist die selbstbewohnte und belastungsfreie Immobilie ein finanzielle Entlastung (Mietsteigerung, Kuendigung, teurere neue Wohnung). Da man aber nicht so einfach in eine schuldenfreie und auch noch schoene Wohnung einziehen kann, folgender Hinweis : Auch wenn man zur Miete in der optimalen Wohnung wohnt, koennte man z.B. eine 2. Wohnung kaufen und vermieten und mit der 2. Miete die 1. Miete abdecken und somit quasi mietfrei wohnen.
      Dann in allen Betrachtungen die „Betonrente“ nicht vergessen. Auch dies ist eine Anlage, die sich rechnen kann. Wichtig, wie auch bei Aktien etc. : die Auswahl machts!
      Gruss

  2. Hallo,
    ohne eigenen Blog, schreibe ich einen Kommentar.
    Aus eigener Erfahrung und mittlerweile zig Fremderfahrungen empfehle ich am Anfang jeder strategischen Neuausrichtung die Finanzplanung. Sie wurde hier schon mehrfach erwaehnt. Ich glaube daran, dass sie auch hier nochmals gut hingehoert.
    Damit meine ich ein Excel-Sheet welches die finanziellen Rahmenbedingungen enthaelt und anschaulich darstellt. Ich habe ein Jahr mit 12 Zeilen f. jeden Monat erzeugt und dies dann kopiert f. 40 Jahre. Ich habe es Abschmelzung bezeichnet, da ich aus einem „Jackpot“ und weiteren Einkuenften lebe. Fuer jeden Monat habe ich je eine Zelle mit Anfangswert, Staats-Rente, Firmenrente, Mieten, Sondereinlage, Sonderentnahme, Haushaltsgeld und Endwert vorgesehen. Das ganze kopiert man jetzt durch. Uns siehe da : man weiss wo man steht, wie alt man werden kann/darf. Das ist die eine Seite. man kann jetzt aber auch spielen damit. Was passiert wenn man eine Wohnung verkauft und auf die Miete verzichtet. Lebensversicherungen etc. kann man einplanen. Auch Hebel sind zu erkennen : wieviel Sondereinlagen muss ich erzeugen um wie lange leben zu koennen bzw. was erreichen zu wollen.
    Das ganze ist eine Simulation in die Zukunft, jede Aenderung trage ich ein, am Jahresende gebe ich eine Korrekturbuchung + / – ein, damit der Kontostand wieder stimmt.
    Das ganze kann man auch individuell anders gestalten, man sollte es nur verstehen.
    Warum das ganze : Ich denke man sollte planen wieviel man in eine Anlage stecken kann und was das Investment erstmal als Verlust erzugt und wie sich zu erzielender Gewinn auswirkt wenn er dann kommt, bzw. bei Anteilen oder Dividenden sich die Erloese dann auswirken.
    Deshalb meine Empfehlung : dies an den Anfang zu stellen.
    Zu meiner Person :
    Verheiratet, mit 57 Arbeitsplatzverlust mit Abfindung, Dispojahr, 2 Jahre ALG-I, Privatier, Firmenrente und spaeter Staatsrente, Immobilien, div. Ehrenaemter …
    So – jetzt bin ich mal gespannt was kommt und was ich von anderen lernen kann …

    • Danke Mr.Excel für Deinen Beitrag!

      Du hast einen wichtigen Punkt angesprochen, der letztlich unabhängig von jeder Strategie erforderlich ist: Eine Bestandsaufnahme und ständige Kontrolle der Ist-Zustandes.
      Danke schon einmal vorab für diesen Aspekt.

      Gruß, Der Privatier

  3. ja, die Langzeitplanung mit der Excel Liste ist unbedingt zu empfehlen.
    Ich möchte nochmals die Frage nach einer professionellen Entsparung aufwerfen.
    In den meisten Fällen, wenn die Privatisierung einsetzt, ist ja ein Depot da, welches im Laufe der Jahre (Jahrzehnte) aufgebaut wurde.
    Wie stellt man dieses auf „risikoavers“ um, ohne vollständig auf Rendite zu verzichten. Der Ratschlag, alles auf Dividendenstrategie zu setzen, ist meines Erachtens für den Sachverhalt „Privatisierung und Entsparung“ nicht unbedingt seriös. Wenn die Dividenden zwar fliessen, der Kurswert der Aktien sich aber halbiert- was fast zu erwarten ist-leider steht der Zeitpunkt nicht fest- ist das nicht unbedingt bei jedem Privatier Gelassenheit pur.
    Anleihen sind momentan auch eher mit einem Kursrisiko behaftet. Ich meine hier ist das Verhältnis Rendite – Risiko nicht mehr ausgewogen.
    Leider habe ich das Ei des Kolumbus noch nicht gefunden- wie soll der Privatier seine Entsparungsphase angehen und doch noch ein bisschen Rendite einfahren? Wohl dem, der in seiner Excel Liste erkennt, dass er sein 99. Lebensjahr erreichen kann und erst dann bei Kapitalverbrauch eine 0 steht.
    Voraussetzung ist natürlich das bei dem Sachverhalt alle zumindest „planbaren“ Risiken eingebaut sind.
    Gerne sehe ich einer Diskussion über „Entsparung“ und wieviel Risiko muss oder kann oder darf sein, entgegen.

    • Ich denke, wir werden sehen, dass die unterschiedlichen Strategien u.a. auch vom Alter abhängen. Und vielleicht gibt es ja sogar auch Beiträge, die sich genau mit der angesprochenen Frage des „Entsparens“ befassen? Ich würde es mir jedenfalls wünschen und bin genau so gespannt…

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo EH,
      Danke fuer den Begriff „Entsparen“. Ich hatte lenge ueberlegt und dann Abschmelzen genommen. Aber Entsparen trifft den Nagel auf den Kopf und passt gut zu Entschleunigen. Aber das ist ein anderes Thema …
      Gruss

  4. Ich denke für jeden sind mindestens 2 unterschiedlich Strategien nötig, da es ja aus finanzieller Sicht (mindestens) 2 unterschiedliche Lebensabschnitte gibt.

    1. Das Leben bis zum einsetzten der Rentenzahlung
    2. Das Leben danach

    Ohne jetzt zu sehr auf konkrete Anlagen einzugehen, folge ich folgender Grundstrategie:

    Minimierung des Kapitalverzehrs bis zum Einsetzten der Rentenzahlung.

    Wichtig ist dabei für mich, auch den Worst-Case abzudecken. Der Worst-Case wäre z.B. ein signifikanter Wertverlust (bis hin zum Totalverlust) meines Depots. Wenn das passieren sollte, muss also genug Kapital in risikoarmen Kapitalanlagen vorhanden sein, um das Weiterleben auf einem akzeptablen Niveau zu ermöglichen.

    Ein anderes Worst-Case Szenario wäre der dramatische Wertverlust des Euro. Daraus folgt man sollte sein Kapital auch im Nicht-Euro-Raum investieren.

    Hier gilt es also die richtige Balance zwischen risikoarmer und renditeorientierter Anlageform zu finden.

    Zum Erreichen des Rentenalters habe ich durch private Vorsorge (Rürup, Direktversicherung etc.) dafür gesorgt, das die zu erwartenden Zahlungen für ein Leben auf akzeptablen Niveau ausreichen. Um das sicherzustellen habe ich einen Teil meiner Abfindung verwendet.

    Alles was zum Rentenbeginn noch an Kapital vorhanden ist, steht damit für ‚Luxus‘ zur Verfügung. Ich denke wenn ich näher an der Rente bin, werde ich mir auch vorher aus dem dann noch vorhandenen Kapital schon etwas Luxus gönnen.

    Was in meinem Fall essenziell war, ist das Vorhandensein einer belastungsfreien selbst genutzten Immobilie. Von der profitiert man nämlich von Anfang in dem man sich das Geld für die Miete langfristig spart und damit natürlich auch mehr Planungssicherheit für die Zukunft bekommt.

    Zusammenfassend lässt sich also sagen, dass es nicht DIE Anlagestrategie geben kann, sondern immer eine Kombination von (teils gegensätzlichen) Strategien notwendig ist.

    Viele Grüße

    Holger

    • Hallo Holger,

      auch an Dich ein Dankeschön für Deinen Beitrag. Es wäre natürlich schon interessant zu erfahren, wie genau Du denn Deine Worst-Case Szenarien abdeckst und wie und wo Du die Balance zwischen Sicherheit und Rendite gefunden hast… (vielleicht so: Der Auszahlplan?).

      Gut natürlich auch der Hinweis auf die selbst genutzte Immobilie, der erwartungsgemäß die Meinungen spaltet und die Anleger in zwei Lager teilen wird.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Peter,

        in der Tat stellt der Auszahlplan die wohl wichtigste Säule in meinem Konstrukt dar. Hier hatte ich allerdings noch Glück gehabt, da ich damit eine Rendite von knapp 3% erziele. Das ist heute aber bei Weitem nicht mehr realisierbar und von daher nicht hilfreich für jemanden der heute die Weichen stellen muss.

        In meinem Depot (nur Aktien und Fonds) befinden sich vorwiegend Werte die auf US$ basieren. Ein kleinerer Teil davon ist in Asien und den Emerging Markets investiert, der Rest in amerikanische Werte. Damit unterliegt man natürlich zusätzlich dem Wechselkursrisiko, aber dafür ist man nicht dem Euro auf Gedeih und Verderb ausgeliefert.

        Meine Gesamtstrategie ist also nicht auf Gewinnmaximierung orientiert, sondern ganz einfach darauf, dass ich auch in schwierigen Situation überleben kann und bei normaler Entwicklung zumindest etwas Geld für Luxus zur Verfügung steht.

        Viele Grüße

        Holger

  5. Ich finde, hier wird etwas zu einfach behauptet, dass Miete schlechter sein soll als Eigentum. Je nach Wohnlage kann Miete durchaus finanziell attraktiver sein, da Grundkosten bzw. „Wartungskosten“ bereits mit der Miete abgegolten sind und man flexibler bezgl. der eigenen Bedürfnisse ist: Wohnfläche kann leichter angepasst werden (Kinder, die später ausziehen), Lage an den eigenen Geschmack (Stadt vs. Land), Ort, weitere Bedürfnisse Penthouse vs. altersgerechte Terrassenwohnung etc. Diese Aspekte lassen sich sehr schlecht mit einer vereinfachter Abschlagsschätzung „12*Miete ist höher als die Grundsteuer“ abbilden. Und ob man bei jedem Kauf/Verkauf eines Eigenheims über die Jahrzehnte immer nur Gewinn macht ist so sicher wie beim Vergleich Aktien vs. Geldanlage. Es kommt halt immer darauf an, wie flexibel man sein will und welchen (fiktiven) Gegenwert man dieser Flexibilität zuweist.

  6. Nun, es gibt eine ganz simple Betrachtung: weder Vermieter noch der Darlehensgeber für eine Immobilie tun dieses aus Gutmütigkeit sondern um Geld zu verdienen. Als Mieter finanziert man diese Gewinnerziehlungsabsicht monatlich ein Leben lang. Als Eigentümer nur solange wie ein Darlehen benötigt wird. Von daher ist eine Mietwohnung immer teurer als ein Eigenheim ohne Belastungen.

    Das es Gründe geben kann trotzdem eine Mietwohnung vorzuziehen wurde zuvor schlüssig dargelegt. Nur ist das eben ein Luxus den man sich durchaus gönnen kann und soll wenn gewünscht.

    Wenn aber Geld – wie bei einem typischen Privatier – nur begrenzt vorhanden ist, ist ‚zur Miete wohnen‘ sicher kein Beitrag zur Kostensenkung – eine vergleichbare Wohnsituation und marktübliche Preise vorausgesetzt.

    Viele Grüße

    Holger

    • @Mieter und @H-Man,
      es wird wohl immer mal wieder versucht, einen langfristigen Vor- oder Nachteil für das Eigentum oder die Miete zu ermitteln. Aber bei einer derart großen Zahl von (teilweise unbekannten) Parametern kann man wohl beinahe beliebige Ergebnisse aus dem Ärmel zaubern.

      Aber einmal von dem selbst genutzten Eigenheim abgesehen, gibt es ja auch eine ganze Reihe von Kapital-Anlegern, die recht erfolgreich beim Kauf und der Vermietung von Immobilien sind. Ich hoffe, dass sich aus dieser Gruppe auch jemand mit einem Beitrag beteiligt…

      Gruß, Der Privatier

      • aber gerne doch!
        Wobei ich kein reiner „Betonrentner“ bin, sondern ein „Auch-Betonrentner“.
        Und nach negativen Erfahrungen habe ich gelernt : Lage-Lage-Lage…
        Und das gibt es dann auch. Man muss suchen oder suchen lassen (kostet dann was).
        Dann findet man ein Objekt, nichts tolles aber in exzelenter Studienlage. Und dann muss man nicht Abzocker werden, sondern mit ruhigem Gewissen am unteren Ende des Miespiegels sich aufhalten und mit ca. 5% Kaltrendite zufrieden sein. Bei solch einer Lage hat man dann auch kaum Leerstand.
        Nur noch ein Hinweis : bei 2 od. 3 Monaten Leerstand ist Jahresrendite etwas schlechter – bei Dividendenausfall ist die Jahresrendite komplett futsch.
        Ich will aber nochmals erwaehnen : dies ist ein Teil meiner Strategie – Diversifikation ! Und die Suche dauert normalerweise wesentlich laenger als das Lesen der Fundamentaldaten einer Aktie oder Anleihe.
        Aber wir wollen ja die Vielfalt der Moeglichkeiten hier aufzeigen.

  7. Bezüglich der eigengenutzen Immobilie ist auch folgendes zu bedenken:
    betrifft nicht jeden, aber doch einige aus der Generation „frühzeitiger Pensionäre“.
    Sollten die betagten Eltern eines Frühpensionärs ins Altenheim kommen, wird das „Kind“-mittlerweile zwar den Kinderschuhen entwachsen, gerne vom Sozialamt an den Heimkosten beteiligt. Ein wesentlicher Aspekt bei diesen Berechnungen ist der sogenannte Wohnvorteil- Kind wohnt im abbezahlten Wohneigentum und hat somit ersparte Miete- die nunmehr gesparte Miete wird als Einkommen angerechnet. Möchte ich nicht weiter ihr im Detail ausführen, ein Themengebiet, das man ansonsten als Dauerbeschäftigung ausüben könnte.
    Lange Rede, kurzer Sinn- schnelle Tilgung des Darlehens macht nicht immer Sinn, auch die familären Verhältnisse sind beim Thema „Immobilie“ zu berücksichtigen.
    Bei dem Punkt „Darlehen und Tilgung“ spielt im Sinne „Sozialamt und Regreß gegenüber den „erwachsenen“ Kindern, natürlich auch die immer mehr angebotene Null-Prozent Finanzierung bei diesem Thema Elternunterhalt eine gute Gestaltungsmöglichkeit.
    Damit man nicht hinterher (zu spät) schlau ist, dieses kurze Anreißen dieser Thematik, die schon so manche schöne Excelplanung vernichtet hat.

    • Danke an „EH“ für diesen wichtigen Aspekt (Pflege der Eltern), den ich in meiner eigenen Planung nicht mehr berücksichtigen musste. Oder anders gesagt: Ich habe meine Pläne erst konkretisieren können, nachdem diese Risiken nicht mehr vorhanden waren.
      Und ich kann aus eigener Erfahrung bestätigen: Solche Kosten können so manche schöne Excelplanung zunichte machen.

      Gruß, Der Privatier

      • Ja – aber auch hier hilft Excel die Folgen sachlich dar zu stellen und dann erneut nach Loesungsmoeglichkeiten zu suchen bzw. den Bedarf zu spezifizieren. Auch bei mir hatte sich dieses „Risiko“ biologisch geloest. Aber auch die Frage der Kinder nach Hilfe bei einem Immobilienprojekt laesst sich so planen bzw. beantworten genauso wie das „Geben mit warmer Hand“.

  8. Die Pflegebedürftigkeit der Eltern ist in der Tat ein wirtschaftliches Risiko. Ich hatte mich in der letzten Zeit – bedingt durch den Bekanntenkreis – ein wenig mit diesem Thema beschäftigt.

    Ich muss aber gestehen, dass ich zu keinem Ergebnis gekommen bin, wie man diesen Fall berücksichtigen soll. Es sind einfach zu viele Unbekannte um das seriös kalkulieren zu können. Unbekannte wie die Höhe der Zuzahlung in einem Pflegeheim, Höhe der eigenen Belastbarkeit nach Feststellung des Sozialamtes und Dauer der Pflege.

    Ich habe dann für mich folgenden Ansatz gefahren: Ich betrachte dieses Risiko nicht in meiner Kalkulation, dafür nehme ich auch kein zu erwartendes Erbe in die Kalkulation mit auf. In meinem speziellen Fall scheint mir das vertretbar zu sein.

    Aber generell stellt die mögliche Pflegebedürftigkeit der Eltern ein großes Risiko für den Privatier dar.

    Viele Grüße

    Holger

  9. Ich will die Thematik „Elternunterhalt“ nicht vertiefen, kenne mich da aber gut aus. Wenn da jemand betroffen sein sollte und finanziell nicht gut vorbereitet ist, wird gerade der Traum vom vorzeitigem Ruhestand unweigerlich platzen. Man ist der Willkür der Sozialämter ausgeliefert. Die zerstören Träume, Planungen und ganze Familien. Aber nun bitte das Thema abhaken, nur VORHER alles richtig einstilen.

  10. Meine Strategie für den Aufbau eines privaten Vermögens und auch für eine Anlage, wenn man bereits zu Vermögen gekommen ist, sind börsengehandelte Indexfonds oder auch Exchange Traded Funds, kurz ETFs, genannt.

    ETFs sind die Basis einer passiven Anlagestrategie, die wildes Hin und Her vermeidet und langfristiges Buy-and-Hold empfiehlt. Im Grunde genommen eine sehr langweilige, aber nachweislich sehr erfolgreiche Strategie, die die meisten Expertentipps überflüssig macht.

    ETFs bilden einen bestimmten Börsenindex nach und haben kein Fondsmanagement, das zwar viel kostet, aber nur wenig bringt. Zudem sind ETFs sehr kostengünstig, da kein Ausgabeaufschlag anfällt, wenn man sie über die Börse kauft. Zusätzlich sind auch die Verwaltungskosten wesentlich geringer als bei aktiv gemanagten Fonds.

    Kurzum: ETFs sind eine Finanzinnovation, die vor allem Kleinanlegern zugute kommt.

  11. http://lesemehrwert.de/souveraen-investieren-mit-idexfonds-und-etfs/
    Auf unserer Seite hatten wir das Buch des ETF Experten Kommer rezensiert. Die Kommer Strategie gilt als seriös und hat durchaus überzeugende Argumente.
    Die ausgeklügelte und bewährte Strategie nach bestimmten prozentualen Vorgaben über alle wesentlichen Märkte zu streuen, gefällt uns und ist auch für den nicht so marktaffinen, geduldigen Anleger eine empfehlenswerte Methode.
    Wobei unsere augenblickliche Marktmeinung die ist, dass sich speziell der Aktienmarkt im Spätherbst des Aufschwungs befindetß

    • Hallo Michael,
      vielen Dank, dass Du Dir die Zeit genommen hast, einen so ausführlichen Beitrag zu schreiben. Schön auch Deine Zusammenfassung der wichtigsten Punkte am Ende!

      Ich glaube, diese Blogparade wird eine recht lehrreiche Veranstaltung. Danke dafür.

      Gruß, Der Privatier

  12. Meine Strategie für die Kapitalanlage:

    Als erstes setzt man sich hin und schreibt eine Liste von allem Anlagevermögen, das man besitzt – Immobilien, Anleihen und ähnliches (steckt oft in einer Lebens-/Rentenversicherung), Bargeld, Tagesgeld, Aktien, Gold, Photovoltaikanlagen und ähnliches. Profis nehmen noch ihre abgezinsten Rentenansprüche oder Arbeitseinkünfte dazu.

    Die erste Erkenntnis daraus ist bei den meisten Menschen, welche Klumpenrisiken sie in Form einer großen Immobilie haben. Bei Betrachtung ihrer abgezinsten Rentenansprüchen und Arbeitseinkommen erkennen manche auch ganz überrascht, dass (Weiter-)Bildung eine bessere Investition als so manche Aktie sein kann…

    Danach geht man her und überlegt sich, welchen Prozentsatz man welcher Anlageklasse zugestehen möchte. Das hängt ab von der Lebenssituation jedes einzelnen: Ein Beamter hat seine Altervorsorge sicher, solange er keine silbernen Löffel klaut. Er kann dementsprechend eine sehr hohe Aktienquote fahren, weil sein Gesamtrisiko auch dann nicht zu groß wird. Ein Selbständiger dagegen wird sagen, mein Geschäftsrisiko ist so schon groß genug, ich hätte gerne was langweiliges und sicheres, weil das Geld, das in meiner Firma steckt, kann morgen weg sein – deshalb dann auch eine etwas höhere Quote für Gold oder Immobilien. Hängt natürlich auch davon ab, ob man eine Familie hat, wie alt man ist oder ob noch Kredite zu bedienen sind.

    Dann spart und investiert man so lange, bis die Prozentsätze der verschiedenen Anlageklassen im Portfolio dem persönlichen Zielbild entsprechen. Innerhalb der Anlageklassen kann man eine ähnliche Gewichtung treffen, z.B. nach Branchen. Mit ETFs geht das am einfachsten.

    Danach geht man einmal im Jahr her und schaut sich an, ob die Prozentsätze noch „auf Kurs“ sind: Vielleicht sind Aktien stark gefallen und Gold stark gestiegen, dann haben sich die Prozentsätze verschoben und man schichtet entsprechend um, bis sie wieder „stimmen“. Das heißt, die Anlageklasse, die am besten gelaufen ist, wird reduziert und in die andere umgeschichtet. So gerät man nicht in Versuchung, in Panik zu verkaufen oder gierig dem Trend hinterherzulaufen. Der Vorteil dieser Strategie ist, dass sie abgekoppelt von schädlichen Emotionen funktioniert und den Investor von daraus resultierenden Fehlern abhält.

    Gruß,
    Sargon

    • Hallo Sargon,

      ein neuer Name hier beim Privatier. Herzlich willkommen und vielen Dank für Deinen Beitrag und die Hinweise auf Stichworte wie „Klumpen-Risiko“ und „Rebalancing“.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Peter , Die Sichtweise von Sargon ist mir die näheste bei der Betrachtung.
      Ob dieses dann immer so hinhaut , da ja auch einige Anlageklassen gar nicht mehr verschoben werden können ( z.B. Renten ) , muss zum abschluss der Umschichtung / rebalancing gesehen werden .

    • Danke für Deinen Beitrag. Ein klares Plädoyer für die Aktie und auch nachvollziehbar begründet. Sowohl was die Rendite angeht, als auch die Möglichkeiten zum kurzfristigen und problemlosen Handeln.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo Anton,

      schön, dass Du auch mitgemacht hast! Ich habe den Link zu Deinem Beitrag noch in Deinen Kommentar eingefügt, damit Dein Beitrag besser gefunden werden kann. Und er lohnt sich, ihn zu lesen, denn hier geht es (u.a.) mal um Anleihen.

      Gruß, Der Privatier

  13. Hallo Privatier,

    ist es auch möglich ohne Blog an Deiner Blogparade teilzunehmen? Meine Strategie für die Kapitalanlage ist auf meiner Internetseite ersichtlich. Kurz gesagt: Devisenhandel. Soll heißen: Kursschwankungen von verschiedenen Währungspaaren nutzen, um daraus kleine Kapitalerträge zu erwirtschaften.

    Viele Grüße
    FjodorForex

    • Nein – tut mir leid.
      Und ein einfacher Verweis auf eine Internetseite zum Zwecke der Werbung ist hier nicht erwünscht.
      Es geht hier um in erster Linie um die Darstellung von privaten Strategien, nicht um Angebote von kommerziellen Anbietern.

      Gruß, Der Privatier

    • Lars,
      ich freue mich, dass Du auch mitgemacht hast! Besonders interessant finde ich, dass Du nicht nur Deine aktuelle Strategie beschreibst, sondern auch, auf welchem Weg Du dazu gekommen bist. Sehr gut nachzuvollziehen.

      Danke und Gruß,
      Der Privatier

    • Ganz herzlichen Dank für Deinen Beitrag und für Dein „www-Motto“:
      „Ich entscheide, was ich wann und mit wem mache.“

      Klappt bei mir auch nicht immer – aber ich arbeite dran…

      Gruß, Der Privatier

  14. Guten Tag Herr Ranning (Privatier)

    Mein Name ist Michael, ich bin 22 Jahre alt, studiere VWL und BWL in der Schweiz und ich werde Millionär. Bevor ich meinen Mentor getroffen habe, hatte ich mir auch diese und jene Strategie für die Kapitalanlage überlegt.

    Keine dieser Strategien hatte mich aber überzeugt, (obwohl ich ihr sehr interessantes und kompetentes Buch (Gedanken eines Privatiers) gelesen habe). Immer wieder lese ich auch gerne in ihrem Blog. Was mir ein wenig fehlt ist der psychologische Aspekt, welcher beim Investieren ja nicht unmassgeblich beteiligt ist.

    Meiner Meinung nach, ist es eine Sache eine Strategie zu haben, eine ganz andere aber, diese Strategie auch durchzuhalten, vor allem, wenn man noch jung ist und mit der Börse noch nicht so vertraut ist. Den gerade bei Kursrückgängen an der Börse oder gar bei solchen 50% Crashs wie es sie im 2000/08 gegeben hatte, hätte ich meine jetzige wohl nicht durchgehalten.

    „Zum Glück“ kenne ich solche Crashs, wie auch den von 1987, nur aus Erzählungen, aber es sind doch solche Crashs, die einen Investor vor eine grosse Herausforderung stellt. Man kann an ihnen zerbrechen oder sich an ihnen bereichern (O-Ton, John Doe).

    So verwarf ich erst mal alle Strategien und legte mir eine neue Strategie fest, nämlich jemanden kennen zu lernen, der mit seiner Strategie schon Erfolg hatte, von ihm wollte ich lernen.

    Nach vielen Briefen und über verschiedene (Um)Wege hatte ich das Privileg einen Herrn kennen zu lernen, der mit seiner Strategie Erfolg gehabt hatte. Ich war so fasziniert von seinem Werdegang, dass ich ihn, mit viel zureden, dazu überreden konnte, diese seine ganz persönliche Erfolgsstory öffentlich zu machen, sodass interessierte Investoren auch von seinen Erfahrungen profitieren können.

    Seine erste Lektion, auf die viele weitere folgten, war folgende: „Es geht immer nur ums Geld“ Dies mag auf den ersten Blick sehr profan klingen, was aber daraus wurde, war ein Finanzblog der besonderen Art.

    Da er seinen richtigen Namen nicht nennen möchte, nennt sich mein Mentor in dem Blog „John Doe“, er ist ein Selfmade-Millionär, seine spannende Biographie ist mit vielen anderen Beiträgen, unter anderem auch mit meiner (einfachen) Strategie, rund ums finanzieren, ebenfalls im Blog nach zu lesen.

    John Doe gestattete mir nicht Werbung in dem Blog zu schalten, da er an und mit dem Blog keinen Profit machen möchte. Er will auch nicht, dass ich den Blog weiterverlinke oder in anderen Blogs darauf aufmerksam mache.

    Da mich ihr Buch, auf welches ich durch Internetrecherchen gestossen bin, sehr inspirierte und ich wie gesagt auch ihren sachlichen Blog sehr gerne lese, erlaube ich mir bei ihrer Blogparade: „Meine Strategie für die Kapital-Anlage“ mitzumachen.

    Vielleicht interessiert es Sie, und einige Leser von Ihnen, im etwas anderen Finanzblog http://langfristiges-aktieninvestment.blogspot.ch/ einmal reinzuschauen.

    Mit freundlichen Grüssen aus der Schweiz,

    Michael, (Protegé von John Doe)

    • Vielen Dank für Deinen ausführlichen Kommentar und den Hinweis auf den wirklich recht unterhaltsamen Blog!
      Einen kleinen Hinweis kann ich mir aber nicht verkneifen. Dein Mentor würde wohl sagen: „Mein lieber junger Freund, kennst Du das Gesetz vom „Geben und Nehmen“?
      Wenn Dir hier die Gelegenheit geboten wird, Deine Gedanken und Strategien in aller Ausführlichkeit einem weitgehend unbekannten und neuem Leserkreis zu präsentieren – solltest Du dann nicht auch die Bereitschaft mitbringen, zumindest einen kleinen, winzigen Hinweis in Deinem Blog auf diese Blogparade unterzubringen?
      Lies doch noch mal die Spielregeln und denke drüber nach…“

      Gruß, Der Privatier

      • Darüber muss ich gar nicht erst nachdenken, Sie haben natürlich absolut Recht! Ich war ein wenig zu voreilig und habe meine Teilnahme, einen Tag vor Erscheinen des Beitrags, angemeldet.

        Dafür möchte ich mich entschuldigen.

        Mein „Eifer“ brachte mir, nicht nur von Ihrer Seite, die berechtigte Zurechtweisung. Nun ist der Beitrag online = http://langfristiges-aktieninvestment.blogspot.ch/

        In der Hoffnung, dass Sie mir diesen Lapsus verzeihen, grüsse ich Sie freundlich aber mit schlechtem Gewissen,

        Michael

        • Kein Problem, mein junger, eifriger Freund!
          Wie ich sehe, kennst Du das Prinzip des „Gebens und Nehmens“ bereits sehr gut und damit Du auch siehst, wie gut das funktioniert, habe ich Deinen Blog gerade in meine Blogroll aufgenommen.

          Gruß, Der Privatier

    • Hallo Finanzkoch!

      Danke für die Zubereitung dieses ausgezeichneten Menüs.
      Es zeigt, dass die Zutaten durchaus auch recht einfach sein können, um damit ein ganz hervorragendes Rezept zusammenzustellen.

      Gruß, Der Privatier

    • Hallo „Armer Charlie“, da hat die Blogparade ja mal wieder eines ihrer Ziele erreicht: Blogger lernen sich und ihre Blogs untereinander kennen. Ich kannte deinen Blog nämlich auch noch nicht.

      Vielen Dank natürlich auch für den Beitrag. Werde ihn sofort lesen.

      Gruß, Der Privatier

  15. Guten morgen 🙂

    ich habe mich zu sehr später, oder besser früher Stunde auch entschlossen hier mitzumachen und es ist ein über 800 Wörter großer Beitrag zum Thema geworden.
    Deine sehr interessante Website habe ich über diese Blogparade per Zufall im Netz kennen gelernt und an dieser beteilige ich mich natürlich sehr gerne!
    Einen Link im Beitrag zur Parade habe ich selbstverständlich auch gesetzt.

    LG
    Marco

    • Schöne Idee, noch eine Gegenstimme zu Wort kommen zu lassen – finde ich gut!
      Auch inhaltlich mal etwas ganz anderes. Hier hat einmal die Rendite (oder das Risiko) Vorrang vor der Sicherheit.

      Gruß, Der Privatier

    • Euer Beitrag ist genau so spannend! Sehr gut auch die (selbst-)kritischen Töne und die letztlich sehr einfache und klare Strategie.
      Vielen Dank, dass ihr mitgemacht habt!

      Gruß, Der Privatier

  16. Hallo Herr Ranning,

    vielen Dank für diese tolle Blogparade. Leider habe ich etwas zu spät davon mitbekommen, sonst hätte ich auch einen sehr schönen Artikel darüber geschrieben, wie ich bei meiner Strategie auch meine Intuition mitnehme,
    z.B. in dem ich mir aufschreibe, welchen immateriellen Vorteil ich von der Investition erwarten. Kann die geplante Investition das erfüllen?, oder welche internen Konten für Geld ich habe? Und weiteres … Leider schaffe ich das jetzt nicht mehr, bin aber immer gerne bei weiteren Blogparaden dabei. Ich trage mich gleich in Ihren Newsletter ein. Ich plane selbst eine Blogparade im Juli zu dem Thema: Meine skurrilste Geschichte zum Thema Geld.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie mit dabei sind. Schade, dass ich erst jetzt durch Holger Grethe auf Sie aufmerksam geworden bin.

    Herzliche Grüße
    Christina Kanese

    • Ihre Ideen zum Thema hören sich spannend an! Schade, dass Sie es nicht mehr schaffen, einen Beitrag zu schreiben. Dabei sind noch 4 Tage Zeit. Und die Nächte. Das ganze Wochenende…

      Nunja… ich werde dann schon mal überlegen, was meine skurrilste Geschichte zum Thema Geld war. Auf die Beiträge bin ich ja auch schon mal gespannt!

      Gruß, Der Privatier

  17. Holger Grethe von Zen-Depot hat einen sehr ausführlichen Beitrag verfasst.
    In einem 10-Punkte-Plan erläutert er seine Strategie für die Kapitalanlage.
    Und wer keine Lust zum Lesen hat, kann sich das bei Holger auch anhören.

    Recht herzlichen Dank dafür!

    Gruß, Der Privatier

  18. Die Blogparade ist beendet! Ich möchte mich bei den zahlreichen Teilnehmern und Kommentatoren ganz herzlich bedanken. Mit einer so großen Resonanz habe ich nicht gerechnet!!
    Super – Danke !

    Ich werde in Kürze in einem gesonderten Beitrag versuchen, eine Zusammenfassung der Ergebnisse anzufertigen und noch einmal alle Beiträge und Teilnehmer auflisten.

    Update: Die Zusammenfassung ist fertig! Hier die Ergebnisse der Blogparade.

    Gruß, Der Privatier

  19. Man macht sich sicherlich viele Gedanken, wie man sich absichern kann, um später auch lebenswert leben zu können. Wir haben uns damals überlegt Property in Zug zu kaufen, da uns das ganze Produkt, auch der Städteplaner mit Freizeitbeschäftigung, Parkanlagen usw. überzeugt hat. Und Eigentum hat nunmal den Vorteil, keine MIete bezahlen zu müssen

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