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Kap. 9.3.2.12: Hinweise zum Dispositionsjahr: Dispojahr und Disporecht — 44 Kommentare

  1. Diese Klarstellung der Unterschiede war überfällig. Vielen Dank für die Ausführungen.

    Ist es nun ein Disponieren nach §137 Abs.2 SGB III, wenn man z.B. drei Wochen vor dem ALG-Termin zur Agentur geht (am 10.06.2021) und bestimmt, dass der Anspruch erst zum nächsten Ersten (zum 01.07.2021) entstehen soll?

    Bert.

    • Es kommt dann wohl darauf an, wie man diese Meldung konkret ausführt:
      * Wenn man sich mit Wirkung ab 10.6. arbeitslos meldet, aber dazu sagt, dass der Anspruch erst am 01.07. entstehen soll, so wäre das ein Disponieren gemäß §137 SGB III.
      * Wenn man aber am 10.06. zur Agentur geht und eine Arbeitslosmeldung mit Wirkung ab 01.07. abgibt, so ist dies eine „normale“ Arbeitslosmeldung, jedoch mit einem gewissen Vorlauf. Zulässig nach §141 Abs.1 S.2 SGB III.

      Im Zusammenhang mit dem hier beschriebenen Dispojahr wäre immer die zweite Variante vorzuziehen.

      Gruß, Der Privatier

  2. Ist eine unbezahlte Pflegetätigkeit in der Familie im Dispojahr, die der Rentenversicherung gemeldet wird (damit das Jahr für die Rente mitzählt), schädlich für den Arbeitslosengeldanspruch nach dem Dispojahr, berechnet aus dem davor bezogenen Gehalt?

  3. Hallo.

    Ich werde womöglich nach zwei Jahren zum 30.11.2020 arbeitslos.

    Mich würde beim „Dispojahr“ interessieren, bis wann ich mich spätestens bei der AA melden muß? Ich nehme an, drei Monate vor der geplanten AL-Meldung/ALG1-Beantragung?

    Und was passiert, wenn ich z.B. 13 Monate pausieren möchte, mich ggf. am 30.09.2021 bei der AA melde, mich ab 01.01.2022 AL melde und ALG1 beantrage, dann aber unverhofft erkranke, sodass ich den Termin einen Monat (oder zwei) verschieben müßte (da man ja zu Beginn der AL-Meldung nich AU sein darf)? Wie funktioniert das?

    Und kann man sich eigentlich ab jedem x-beliebigen Werktag AL melden und ALG1 beantragen oder nur zu bestimmten Terminen (z.B. zum 01. oder zum 01. und 15. j. Monats).

    Habe keine Ahnung, ob die Fragen evtl. bereits im Rahmen des Forums gestellt und geklärt wurden, jedenfalls habe ich jetzt gerade nichts gefunden. Daher würde ich mich sehr über eine Rückmeldung freuen.

    VG

    Bernhard

    • Sorry, aber ich empfehle *dringend* sich erst einmal hier in den betreffenden Kapiteln (also nicht nur diesem Kapitel!) im Blog ausführlich einzulesen, bevor überhaupt Fragen gestellt werden. Diese und ähnliche Fragen wurden hier schon vielfach und immer wieder gestellt und beantwortet und vor allem ist es so, dass sich eine Vielzahl von Fragen nach dem selbstständigen Lesen der Kapitel alleine klären lassen. Wenn danach dennoch etwas offen geblieben sein sollte, z.B. Klärung von Detailfragen, hilft man hier gerne nach bestem Wissen und Gewissen weiter.

    • Danke an Nick für die Unterstützung. Ich kann die Empfehlung nur unterstützen.

      Es geht dabei zwar auch darum, hier nicht alles jedem Einzelnen neu erklären zu müssen, viel wichtiger ist es aber, dass ein Leser die Konzepte hinter den Vorschlägen selber versteht. Denn ist das nicht der Fall, besteht immer die Gefahr des Scheiterns.
      Das kann manchmal recht mühselig sein, kann sich aber sehr gut bezahlt machen.

      Gruß, Der Privatier

      • Grüß Gott nochmals.

        Mir ist jetzt nicht ganz klar, weshalb Sie aufgrund meiner Fragen die These ableiten, ich würde das Konzept hinter Ihrem Vorschlag nicht verstehen?

        Auch die freundliche Mitteilung von @Nick,“…dass sich eine Vielzahl von Fragen nach dem selbstständigen Lesen der Kapitel alleine klären lassen.“ kann ich jetzt in dem Fall nicht so sehen.

        Fakt ist nämlich, dass Sie im Thema „Dispositionsjahr“ schreiben „…Es ist lediglich eine griffige Bezeichnung für eine Vorgehensweise, die im Wesentlichen daraus besteht, sich nach dem Ende einer Beschäftigung NICHT sofort arbeitslos zu melden, sondern zunächst einmal (mindestens) ein ganzes Jahr lang keinerlei offizielle Meldung bei der Agentur zu machen….“

        Wie ist dies vereinbar mir der Forderung der AA, sich mindestens drei Monate vor Beginn der AL/Beantragung ALG1 zu melden? Da hätte ich gerne nachgehakt.

        Und, mea culpa, auch die konkrete Beantwortung meiner anderen Fragen habe ich bisher im Forum leider noch nicht gefunden, obwohl ich bereits einige Querverweise in den Kommentaren und Beschreibungen angeklickt habe und viele Beiträge bisher mit großem Interesse verfolgt habe.

        • Wie bereits oben empfohlen gibt es zu dem Thema in diesem Blog nicht nur dieses eine Kapitel sondern mehrere, die gut als Grundlage dienen.

        • Oben im Beitrag ist gleich im ersten Satz ein Link („hier im Blog“). Folgt man diesem, so gelangt man zum Start einer zwölfteiligen Serie mit Hinweisen zum Dispojahr.
          Dort finden sich u.a. Beiträge zu Vorteilen, Nachteilen und Risiken wie z.B. Arbeitsunfähigkeit, zu Meldefristen, Arbeitsuchend- und Arbeitslosmeldungen. Bitte bis zum Ende lesen, denn dort gibt es einige Neuerungen.

          Wenn es bei diesen einzelnen Beiträgen konkrete Fragen gibt, bitte dort noch einmal nachfragen.

          Gruß, Der Privatier

  4. Hallo Privatier,

    mit deinem neuen Kommentar, hast du mich jetzt etwas verwirrt.

    Bis jetzt war für mich klar, wenn ich, über 58 Jahre alt, meine Arbeit selbst kündige, dass ich mich nicht sofort arbeitslos melde, sondern erst ein Jahr und ein Tag später, um eine Sperrfrist zu verhindern, heisst 24 Monate ALG, da nach einem Jahr keine Prüfung mehr statt findet.
    Das ist das Dispositionsjahr.

    Jetzt schreibst du über das Modell Dispositionsrecht der AA, dass dies am Ende AUCH zu dem gewünschten Erfolg führen kann. Ich soll mich jetzt aber doch GLEICH am Anfang ARBEITSLOS melden und gleichzeitig sagen, das ALG erst später in Anspruch nehmen zu wollen.
    Wann später? Ein Jahr und ein Tag?
    Und dann gibt es auch keine Sperrfristen, obwohl ich mich ja jetzt doch gleich arbeitslos melde?
    Kannst du dazu beitragen, mich zu entwirren.
    Gruss Salida

    • Wir waren alle überrascht, als wir den Bericht von Gad mit der Variante „Disporecht“ gelesen haben. Das „Wann später?“ wird beantwortet, wenn Du den obigen Link zum Kommentar von Gad folgst.
      Eigentlich steht oben alles Nötige, um die Verwirrung zu entwirren. Sieh es positiv, wir kennen nun zwei mögliche Wege um Sperr- und Ruhezeiten zu vermeiden.

    • Es handelt sich hier um zwei unterschiedliche Vorgehensweisen, die unglücklicher Weise beide den Begriff „Dispo“ beinhalten. Ansonsten unterscheiden sie sich in einigen wesentlichen Punkten.
      Zum Modell der Agentur möchte ich auch keine weiteren Aussagen machen, da hier bisher keine Erfahrungen vorliegen. Insbesondere befürchte ich, dass mit der Arbeitslosmeldung zu Beginn der Beschäftigungslosigkeit auch die üblichen Pflichten eines Arbeitslosen verbunden sind. Ist aber nicht geklärt.

      Wie im Beitrag bereits erwähnt, lautet die Empfehlung zur Vermeidung von Missverständnissen, ganz einfach auf den Begriff „dispo“ vollständig zu verzichten und lediglich die geplante Vorgehenweise inkl. beabsichtigter Vorteile zu erläutern.

      Wer hingegen lieber dem Modell der Agentur folgen möchte, muss sich die konkreten Schritte und Folgen dann direkt von der Agentur erläutern lassen.

      Gruß, Der Privatier

      • Danke für eure Antworten.
        eSchorsch; den Kommentar Link von Gad habe ich jetzt davor und danach ausführlich gelesen.
        Privatier; aus diesen Informationen folgte wohl dein Beitrag: Dispositionsjahr, Fristen für über 58-jährige und die Empfehlung 1 Jahr und 1 Tag.

        Zum Disositionsrecht der AA ergibt sich trotzdem eine weitere wichtige Frage.

        Gad schrieb am 28.Juni, er bekam die Antwort von einer Dame der AA:
        KEINE Meldung bei der Agentur vor dem 30.6.2020 bzw. zum 30.9.2020 (da zu diesem Zeitpunkt auch kein Bezug von Leistungen gewünscht) und folglich eine persönliche Arbeitslosmeldung zum 2.10.2021 (denn bei Meldung zum 1.10.2021 würden Sperrzeiten zu Minderungen führen?) Das heisst, Arbeitslosenmeldung am 02.10.2021

        am 29.Juni steht im kompletten Text der AA:
        Hieraus ergibt sich bereits die Tatsache, dass Sie für eine Disposition ARBEITSLOS sein müssen.
        Die Arbeitslosigkeit und die Arbeitslosmeldung gehören zu den Grundvoraussetzungen auf den Anspruch auf Arbeitslosengeld (§137 Abs. 1 SGB lll). Wenn die Voraussetzungen nach § 137 Abs. 1 SGB lll nicht erfüllt werden, so entsteht kein Anspruch auf Arbeitslosengeld und in Folge dessen kann auch NICHT disponiert werden.

        Das heisst doch im Gegensatz zum 28.Juni. NICHT erst am 02.10.2021 arbeitslos melden, sondern SOFORT nach Möglichkeit, da ich ja sonst gar nicht disponieren kann.

        Entscheidende Frage: Wenn ich den Weg des Dispositionsrechts der AA gehe. Muss ich mich jetzt gleich am Anfang arbeitslos melden oder erst nach 1 Jahr und 1 Tag.
        Zusatz: Wenn ich mich gleich am Anfang arbeitslos melden muss, gehe ich denn damit nicht der Gefahr aus dem Wege, meinen Anspruch evtl. komplett zu verlieren, wie vielleicht beim Dispositionsjahr, weil, wie auch von dir Privatier geschildert, durch die neue Rahmenfrist mit 60 Monaten die Tage nicht mehr eingehalten werden können und die AA nur wegen einer Anweisung dies momentan nicht so eng Hand habt?

        Ja, ist jetzt doch wieder etwas länger geworden. Ich denke ihr Spezialisten habt darauf auch eine Antwort und wie ich in vielen Beiträgen lesen konnte, interessiert es doch einige, gerade in dem speziellen Fall; über 58-jährige.
        Gruss Salida

        • Sprich einfach rechtzeitig darüber mit deiner AA und frage, wie die das haben wollen, damit du das erreichst, was du möchtest. Steht doch bereits oben!

        • @Salida:

          Ich möchte ja das Modell der Agentur für Arbeit nicht weiter analysieren oder kommentieren, denn sicher sind auch in den von „Gad“ kommentierten Aussagen einige Widersprüche enthalten. Vielleicht sind es auch nur unsaubere Formulierungen, die schon einmal bei der Wiedergabe einer telefonischen Auskunft passieren können.
          Ich denke, in der schriftlichen Aussage (vom 29.Juni) wird die von der Agentur angedachte Vorgehensweise korrekt formuliert: Arbeitslosmeldung sofort, mit Verweis auf Dispositionswunsch und dann nach einem Jahr Entstehung des Anspruches.

          Den vermuteten Vorteil beim Agentur-Modell kann ich nicht erkennen. Denn, auch dort wird der Anspruch auf ALG ja erst am Ende der Dispositionszeit überprüft und festgelegt. Die Voraussetzungen sind dann aber dieselben wie beim hier im Blog beschriebenen Dispojahr.

          Gruß, Der Privatier

          • Man darf auch nie vergessen, dass es sich bei der AA um viele Dienststellen mit vielen Mitarbeitern handelt die ggf. durch lokale Dienstanweisungen und Wissensstand auf Fragen je nach Formulierung, Anfragendem und Tagesform antworten.
            Mir haben 2015 schon die Infos hier bestätigt, was bei meiner Frau funktionierte. Und im kommenden Jahr melde ich mich (nach Dispojahr) bei der gleichen Zweigstelle. Ohne, dass ich annehme, dass es problemlos laufen wird! Aber eben vorher abgesprochen und getreu den Regeln, die hier im Forum und in den Büchern erklärt werden.
            Jede abweichende Vorgehensweise kann von den eigenen Zielen wegführen. Wobei ich weder bei meiner Frau noch bei mir das Privatiersdasein mit 53 niemals angestrebt hätte, könnte ich mir a) die 120k für die PKV und b) einen Verzicht auf ALG1 nicht leisten könnte.
            MbG
            Joerg

          • @Privatier: DANKE für deine Antwort. Es ging eben um die Widersprüche die vorhanden sind und du auch erkannt hast. Ich hatte dem Schriftsatz von der AA vom 29.Juni auch eine wesentlichere Aussagekraft bei gemessen. Und den Zusatz von mir hast du auch beantwortet. Ich war mir nicht sicher, ob der Anspruch mit dem Datum der Arbeitslosenmeldung zusammenhängt, ist wohl aber das Datum des ersten ALG Bezuges.

            @Nick: Auch dir vielen Dank. Letztendlich wird es genau so sein, wie du noch einmal ausdrücklich empfiehlst, dass man die zuständige AA rechtzeitig aufsucht und sein Anliegen mit denen bespricht.

            @Joerg: Danke für den weiteren interessanten Hinweis.

            Auf alle Fälle gut , dass es zwei Wege gibt, sein Ziel zu erreichen.

            Viele Grüsse
            Salida

  5. Hallo Privatier,
    vorweg möchte ich mich bedanken für die vielen guten Artikel, Beschreibungen und Hinweisgeber.
    Mit großem Interesse habe ich mich durch die Kapitel gelesen, aber immer wenn ich glaube die richtige Vorgehensweise erkannt zu haben, ergeben sich durch Beiträge neue Fragen oder Unsicherheiten.
    Ich bin gesundheitlich angeschlagen im 57 Lebensjahr (Juni) und seit 34 Jahren ohne Unterbrechung in einem Unternehmen tätig.
    Mein Arbeitgeber bietet derzeit aufgrund von Umstrukturierungen für mich interessante Aufhebungsverträge an, wo ich mich zwischen zwei Modellen entscheiden müsste.

    Modell 1: Aufhebung zum 31.12.20 dieses Jahres, dann die Abfindung im Januar 2021, so dass ich im Rahmen eines „Dispojahres 2021“, erhebliche steuerliche Vorteile, nebst ALG1 Sperrzeit nutzen könnte. Da ich für diesen Fall nach dem „Dispojahr“ noch keine 58 Jahre bin, wäre der mögliche ALG1-Bezug 18 Monate.

    Modell 2: Aufhebung zum 30.06.2021, die Abfindung könnte im Januar 2022 erfolgen, so dass ich im Rahmen eines „Dispojahres im Juli 2022, zum Zeitpunkt der Arbeitslos-Meldung zwar 58 Jahre alt bin, insofern die Bedingung für mögliche 24 Monate ALG1 erfülle, allerdings würden die Entgeldersatzleistungen (ALG) die Abfindung etwas schmälern. (rechn.vertretbar). Finanziell ungünstiger wären allerdings ein mögliches Bruttoentgeld augrund einer „neuen“ Tätigkeit, da im Steuerjahr 2022 dann eben auch die Abfindung zugeflossen ist.
    Möchte dazu erwähnen, dass ich die Möglichkeit hatte entsprechend vorzusorgen und aus gesundheitlichen Gründen, nicht die Aufnahme einer neuen Tätigkeit plane.

    Meine Frage:
    Würde ich im Fall 2 (Aufhebung zum 30.06.2021), den völligen Anspruch auf ALG1 verlieren, wenn ich bis Ende 2022 das „Dispojahr“ einlege und mich eben erst nach 18 Monaten, also zum 2.1.2023 arbeitslos melde oder würde sich der Anspruch des ALG trotz Alter 58 nur wieder auf 18 Monate reduzieren?

    Gruß Peeron

    • Hallo Peeron,
      Ich würde das Modell 2 mit „Anmelden und wieder Abmelden“ kombinieren.
      Arbeitslosmeldung zum 1.7.22, dann gleich wieder vom Leistungsbezug abmelden und zum 1.1.23 wieder anmelden.
      Dann wirkt das ALG1 2022 nicht so stark steuerschädlich, und man kann insgesamt doch 24 Monate ALG beziehen.
      Bert.

      • Moin Peeron,

        stimme Bert voll zu, und ich vermute, Sie haben sich (oben) verschrieben und sind 06/2020 56 Jahre jung geworden.

        Ich würde Modell No.2 bevorzugen:
        Sie werden 06/2021 57 Jahre jung, Aufhebungsvertrag läuft ab 30.06.2021, legen ein Dispositionsjahr bis zum 30.06.2022 ein (Erhalt der Abfindung 01/2022).

        Nach Absprache mit der AfA würde die Arbeitslosmeldung am 01.07.2022 oder dem 02.07.2022 erfolgen. Wenn Sie den Bescheid über Anspruchsdauer + Höhe des ALG1 Bezuges erhalten haben, melden Sie sich einfach bei der AfA ab, Ihr ALG1-Anspruch bleibt für einen Zeitraum von 4 Jahre bestehen. Der kurzfristige Bezug von ALG1 im Juli 2022 macht bei der Steueroptimierung der Abfindung den Kohl nicht fett. Mit dieser Variante haben Sie die Möglichkeit 24 Monate ALG1 zu beziehen.

        Für den Höchstdaueranspruch von 24 Monaten ALG1 muss eine Versicherungspflicht von 48 Monaten in den letzten 5 Jahren vor der Arbeitslosmeldung bei der Vollendung des 58 Lebensjahres vorliegen.

        Gruß
        Lars

    • Korrekt, bei „Arbeisende“ 30.6.21 und AL-Meldung zum 1.1.23 würde das ALG1-Apruch auf 18 Monate „zurückfallen“ (in der 5-Jahres-Frist wären keine 48 Monate, sondern nur >36 Monate erreicht).

      Ich würde das tun, was Bert schon vorgeschlagen hat: AL-Meldung zum 1.7.22, dann nach ein paar Tagen wieder vom Bezug abmelden und den Restanspruch ab 2023 in Anspruch nehmen. Ein paar Tage ALG1 werden alleine schon vom Grundfreibetrag kompensiert …

    • Ich kann mich den bisherigen Vorschlägen nur anschliessen.

      Ergänzen möchte ich noch, dass bei der zweiten Variante vermutlich auch die Kündigungsfrist eingehalten würde, was bei Variante 1 kaum der Fall sein dürfte. Und die Einhaltung ist in der Regel von Vorteil.

      Gruß, Der Privatier

  6. Hallo zusammen,

    möchte mich für eure Ratschläge und Kommentare bedanken.
    Muss gestehen, dass ich die Möglichkeit des An-und Abmeldens garnicht in Betracht gezogen habe.
    Muss man hierbei etwas beachten, sprich gibt es zwischen An-und Abmelden eine Frist einzuhalten?

    Besten Grüße Peeron

    • Moin Peeron,

      eine festgelegte Frist gilt es zwischen der An- und Abmeldung eigentlich nicht, also könnte die Anmeldung am 01.07.2022 erfolgen, die Abmeldung zum 02.07.2022.

      Ich würde diese Vorgehensweise nicht !!! empfehlen. Warten Sie auf den Leistungsbescheid der AfA (mit Information/Angabe Dauer- und Höhe des AGL1) und melden sich im Anschluss ab. Falls ein Fehler oder Unstimmigkeiten im Leistungsbescheid auftreten, haben Sie noch die Möglichkeit Einspruch einzulegen (Einspruchsfrist 1 Monat).

      Gruß
      Lars

  7. Hallo, ich werde am 26.01.2021, 57 Jahre alt. ich kann meinen Auscheidungstermin selbst bestimmen. Geplant habe ich den 31.01.2021 bzw. spätestens 31.05.2021….Ich möchte natürlich den 24 monatigen ALG1-Anspruch erwirken! Wie wäre den jetzt die beste Vorgehensweise, Abfindung wird wahlweise im Januar2021 oder 2022 ausgezahlt(ca. 350td)! Versteuerung im Ehegattensplitting…..Das Buch (Per Abfindung in den Ruhestand)
    habe ich mir bereits gekauft, es bleiben aber immer Fragen offen…. 0 Euro Steuer auf die Abfindung ist sicher nicht möglich oder? Vielen Dank im Voraus Gruss Klaus

    • Was die „beste Vorgehensweise“ ist, kann und möchte ich gar nicht beurteilen. Das hängt nämlich meistens noch von einigen anderen Parametern ab, die sich aber auf einer öffentlichen Plattform nicht detailliert genug analysieren lassen.

      Um aber einen 24-monatigen ALG-Anspruch zu erwerben, wäre es auf jeden Fall nötig, sich erst mach dem 58. Geburtstag arbeitslos zu melden. Damit würde sich ggfs. die Zahlung der Abfindung in 01/2021 mit anschliessendem Dispojahr bis 01/2022 anbieten.

      Hinweise zur Steueroptimierung habe ich im Beitrag: https://der-privatier.com/steuern-sparen-bei-der-abfindung zusammengefasst. Allerdings nur solche Vorschläge, die generell anwendbar sind. Es gibt sicher noch weitere Maßnahmen (wie Fotovoltaik, Investitionen im Zusammenhang mit einem Gewerbe u./o. Vermietung u.a.m.

      Die Steuer auf 0€ zu bekommen, wird bei dieser Summe sicher schwierig werden. Muss aber auch nicht unbedingt das Ziel sein. Denn in der Regel kosten alle steuersparenden Maßnahmen ja erst einmal Geld. Und da sollte man dann zunächst überlegen, welche Maßnahmen einen Sinn ergeben. Und immer mit Simulation per Steuerprogramm (oder -Berater) den Effekt prüfen.

      Gruß, Der Privatier

    • Zur Motivation verweise ich gerne auf ein Steuer-Negativbeispiel https://der-privatier.com/kap-3-3-1-2-hinweise-zur-fuenftelregel-rechenweg/#comment-26242

      Dem Privatier widerspreche ich äußerst ungerne, aber für die Bestimmung der Marschrichtung würde ich kein Steuerprogramm verwenden, sondern mich mit der Fünftelregelung anfreunden und das grob (auf volle Tausender gekürzt) händisch per Steuertabelle ermitteln. Das schult Auge und Hirn und man kann dann auch erkennen, ob das Steuerprogramm (fürs Feintunig) richtig arbeitet, bzw. ob man das Programm richtig bedient.

      Bezüglich der 0€ Steuern hat der Privatier schon angedeutet, dass dies teuer werden kann. Ich werfe mal in den Raum, über den kostenpflichtigen Dienst eines Spezialisten nachzudenken. Zaubern kann auch ein Thomas Schulze nicht, aber bei einem 4 Augen Gespräch mit einem Fachmann wird man doch eher „die Hosen runterlassen“ als öffentlich im Internet.
      Mangels eigener Erfahrung werde ich weder empfehlen noch verlinken. Aber die allwissende Suchmaschine findet unter „abfindungsinfo“ die entsprechende Seite, selbst wenn man unser Länderkürzel nicht dahinter schreibt.

  8. Hallo Privatier.
    Vielen Dank vorab für die umfangreiche Information u.a. bzgl. des Dispositionsjahres. Mein Bruder (52) ist gehörlos und hat nach 28 Jahren Betriebszugehörigkeit eine Aufhebungsvereinbarung zum 31.12.20 unterschrieben. Die ordentliche Kündigungsfrist wäre der 31.3.21 gewesen. Aus verschiedenen u.a. steuerlichen Gründen hat er die Kündigungsfrist somit um 3 Monate verkürzt. Die Abfindungssumme wird im Januar 2021 ausgezahlt. Nun überlegen wir aufgrund der daraus folgenden Ruhezeit von 3 Monaten und der 12 wöchigen Sperrzeit ein Dispositionsjahr einzulegen. Leider ist die Information seitens der Arbeitsagentur nicht zufriedenstellend. Anhand deiner Artikel würden wir wie folgt vorgehen. Mein Bruder informiert die Arbeitsagentur darüber, dass er seinen Anspruch nicht am 1.1.2021, aufgrund persönlichen Gründen, geltend machen wird, sondern zu einem späteren Zeitpunkt. Im Novembern 2021 z.b. würden wir dann die Arbeitsagentur informieren, dass er zum 1.1.2022 seinen Anspruch auf Arbeitslosengeld geltend machen möchte bzw. das er ab dem Datum 1.1.2022 dem Arbeitsmarkt zur Verfügung steht. Sind wir damit in den Fristen, so dass die Gefahr nicht mehr gegeben ist dass er seinen Anspruch ganz oder teilweise verliert? Verstehe ich es richtig, dass er, aufgrund der geänderten Rahmenfrist von 30 Monaten kein Risiko eingeht wenn er sich erst am 2.1.2022 bei der Arbeitsagentur als arbeitslos meldet? Siehst du vielleicht aus den genannten Daten und Fristen etwas was ich übersehen haben könnte? Dann bin ich noch, dank deines Blogs, auf folgenden Frage gestoßen. Für den Fall, dass er sich dich am 1.1.2021 arbeitslos meldet, wird hier die Arbeitsagentur als Hauptarbeitgeber gesehen, so dass er die Abfindungssumme mit der Steuerklasse 6 versteuern muss? Vielen Dank im Voraus für deine Rückmeldung. Grüße

    • „Verstehe ich es richtig, dass er, aufgrund der geänderten Rahmenfrist von 30 Monaten kein Risiko eingeht wenn er sich erst am 2.1.2022 bei der Arbeitsagentur als arbeitslos meldet?“
      So ist es. Die Empfehlung des Privatier lautet ja auch 1 Jahr + 1 Tag, was hier der 02.01.2022 wäre! Aber auch irgendwann um Ostern oder Pfingsten in 2022 wäre möglich.

      „Für den Fall, dass er sich am 1.1.2021 arbeitslos meldet, wird hier die Arbeitsagentur als Hauptarbeitgeber gesehen, so dass er die Abfindungssumme mit der Steuerklasse 6 versteuern muss?“
      Ja, aber die zuviel gezahlte Steuer lässt sich über die Steuererklärung wieder zurückholen.

      Wenn er sich in 2021 nicht arbeitslos meldet, dann kann er dem alten AG gegenüber erklären, dass der alte AG auch im Januar 2021 noch Hauptarbeitgeber sein soll und die alte Steuerklasse bleibt. Sofern es der Fall ist, sollte er dem AG gegenüber auch erklären, dass er in 2021 keine weiteren Einkünfte erzielt wird.

      PS: das Dispojahr ist dann kritisch zu sehen, wenn dein Bruder danach wieder arbeiten will. Mit Ü50 ist es ja generell nicht mehr so einfach, wenn dann aber solche Lücken im (Erwerbs-)lebenslauf sind, wird es noch etwas schwerer.
      Die Lücke kann natürlich auch ein Feature sein.

      • Auch bei Arbeitsloigkeit kann der alte AG die Abfindung als Hauptarbeitgeber auszahlen.
        Man muss ihm nur bestätigen, dass im Januar 2021 kein anderes Arbeitsverhältnis eingegangen wird. ((muss/sollte dann auch so sein).

        B

        • Leider gibt es wohl keine Verpflichtung die angefragte Steuerklasse auch zu verwenden. Grund sei, dass das Finanzamt sich im Falle von Steuernachfordung diese lieber vom AG als vom AN holt… Ich wäre dankbar für einen Hinweis, mit welchem Paragraphen man den AG zu einer von VI abweichenden StKl bewegen kann. Wie gesagt, abfragen muss der AG, wenn der AN es verlangt. Auch wenn es sich ’nur‘ um ein Verschieben bis zur Einkommenssteuererklärung handelt…
          MbG
          Joerg

    • Noch mal kurz zu den beiden Hauptfragen von Sema:

      1. Aufgrund der Rahmenfrist von 30 Monaten besteht (für jemand, der noch keine 58 Jahre alt ist) eine Zeitspanne von 6 Monaten, innerhalb der ein Dispojahr beendet werden kann: Mindestens ein Jahr bis maximal 18 Monate. Eine Gefahr für den Verlust des ALG-Anspruches besteht innerhalb dieser Spanne nicht.

      2. Steuerklasse 6: Die Arbeitsagentur ist kein Arbeitgeber! (Jedenfalls nicht für die Arbeitslosen 😉 ). Und da sie keine Steuern abführen muss, benötigt sie (dazu) auch keine Steuerklasse. Der Bezug von ALG spielt daher keine Rolle bei der Abrechnung der Abfindung durch den AG. Aber es kann trotzdem dazu kommen, dass dieser mit Steuerklasse 6 abrechnet. Und noch weitere unschöne Dinge. Erläutert ist dies im Beitrag: https://der-privatier.com/kap-10-6-1-abfindung-jetzt-die-abrechnung-abstimmen

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo Privatier, zunächst einmal vielen Dank für die Infos hier im Block und auch umfassend im Buch. Ich bin 58 Jahre alt und werde zum 31.12.2020 arbeitslos werden. Ich beabsichtige, ein Dispositionsjahr zu machen, um die Sperre zu verhindern. Alle Voraussetzungen werden soweit von mir erfüllt. Aufgrund der neuen Informationen zum geänderten § 147 in Bezug auf die Rahmenfrist habe ich der Agentur meine Situation und den Wunsch der Arbeitslos-Meldung erst zum 2.1.2022 schriftlich mitgeteilt, verbunden mit der Anfrage, ob ich bei dieser Vorgehensweise dann einen Anspruch auf Arbeitslosengeld von 24 Monaten habe (um sicherzugehen, dass das Amt nicht ablehnt und ich meinen kompletten Anspruch verliere). Die Antwort des Amtes war kurz und bündig: „Ausgehend von der derzeitigen Rechtslage würden Sie am 02.01.2022 einen Anspruch von 720 Kalendertagen erworben haben. Dabei gehe ich davon aus, dass Sie vom 01.01.2013 bis zum 31.12.2020 Zeiten nachweisen können, die bei der Prüfung der Anwartschaftszeit berücksichtigt werden können.“ Wie beurteilen Sie diese Antwort? Ist 2013 ein Schreibfehler und müsste es nicht 2016 heißen? Und vor allem: reicht diese Antwort Ihrer Meinung nach aus, um das Thema nun so anzugehen, oder sollte man nochmals konkret nachfassen, um eine besser bzw. detaillierter formulierte Antwort zu erhalten?
    Viele Grüße, Michael

    • Moin Michael Theodor,

      um 24 Monate ALG1 Anspruch zu erhalten, muss bei Vollendung des 58.Lebensjahres min. 48 Monate versicherungspflichtige Beschäftigung in den zurückliegenden 5 Jahren vorliegen.
      Ich gehe davon aus, dass hier ein Schreibfehler (2013) vorliegt und wie Sie richtig erkannt haben, eigentlich das Jahr 2016 stehen muss.

      Ich würde trotzdem bei der AfA nachfragen und um Richtigstellung bitten. Und zur letzten Frage wird sich sicher der Privatier noch melden.

      PS: Mir persönlich würde die Antwort ausreichen, 720 Kalendertage = 24 Monate ALG1-Anspruch, Termin 02.01.2022 ist auch vermerkt.

      Gruß
      Lars

    • Ich schliesse mich den Aussagen von Lars an:
      Es wird sich um einen Schreibfehler handeln, ich würde aber trotzdem um Klarstellung bitten.
      Nicht nur wg. des offensichtlichen Fehlers, sondern auch weil ich die Antwort für unvollständig halte: Was heisst schon „Zeiten nachweisen“??
      Es ist ja in Ordnung, dass man in einer solchen Antwort nicht gleich sämtliche Details (wie Krankengeldbezug, fiktive Bemessung, usw.) erläutert, aber zumindest eine Angabe wie „48 Monate mit Pflichtversicherungsverhältnissen“ hätte da schon dazu gehört.

      Also: Ich selber würde da um eine korrekte Auskunft bitten. Ich sehe allerdings andererseits auch keine konkrete Gefahr. Ich gehe davon aus, dass das Richtige gemeint war.

      Gruß, Der Privatier

  10. Hallo,

    ich habe nochmal eine Zusatz-Frage bezugnehmend auf mein Kommentar:
    Klaus Runfeld sagte am 13.Sep.2020 um 21:34 :……..

    Wenn ich nächstes Jahr im Alter von 57 Jahren ab 05.2021 einen neuen Job bis Ende 2021 annehme, Kann ich mich dann Ende Januar22 (bin dann 58 Jahre) arbeitslos melden und wieder abmelden(Grund ist die hohe Abfindung aus Arbeitsverhältnis bis 05.2021)?
    Und das ohne Verluste vom Arbeitsamt und mit den vollen Anspruch auf 24 Monate ALG1?

    Besten Dank im Voraus

    Gruß

    Klaus

    • Der volle Anspruch auf die 24 Monate erfordert ein Alter von 58 Jahren, 48 Monate mit versicherungspflichtigen Beschäftigungen in den 5 Jahren vor Beginn der Arbeitslosigkeit und keine Sperre/Reduzierung wg. Arbeitsaufgabe. Wenn daher der Bezug von ALG mindestens 1 Jahr nach dem Ende der jetzigen Beschäftigung startet, sind die Bedingungen soweit ich sehen kann erfüllt. Bitte selber einmal prüfen.

      Die Höhe des ALG berechnet sich aus den beitragspflichtigen Einkünften der letzten 12 Monate vor Beginn des ALG-Bezuges. Hier spielen also auch die Einkünfte aus dem neuen Job eine Rolle!

      Es sei denn, es handele sich dabei um einen Mini- oder Teilzeit-Job. Hier gibt es andere Regelungen. Bitte dazu einmal den Beitrag: https://der-privatier.com/kap-9-14-arbeitslosengeld-nach-einer-zwischenbeschaeftigung-1 lesen.

      Gruß, Der Privatier

    • „Wenn ich nächstes Jahr im Alter von 57 Jahren ab 05.2021 einen neuen Job bis Ende 2021 annehme, Kann ich mich dann Ende Januar22 (bin dann 58 Jahre) arbeitslos melden und wieder abmelden(Grund ist die hohe Abfindung aus Arbeitsverhältnis bis 05.2021)?“
      Ja
      Bezüglich des „neuen“ Job: der ergibt m.E. nur dann Sinn, wenn er
      a. befristet ist und
      b. mindestens ein Jahr dauert (damit der alte Job mit der Abfindung nicht mehr zum Tragen kommt) und
      c. die neue Gehaltshöhe so gut ist, dass es keine negativen Auswirkungen auf die Höhe des ALG1 hat (die berechnet sich dann nur aus dem neuen Gehalt)

      „Und das ohne Verluste vom Arbeitsamt und mit den vollen Anspruch auf 24 Monate ALG1?“
      Nein, es gibt so (Ursprungsfrage) nur 18 Monate weil 25% Kürzung Anspruchsdauer wegen Arbeitsaufgabe des ersten Jobs.

      Eigentlich könnte die Sache ganz einfach sein:
      Arbeitsende 31.1.21, danach Dispojahr bis 1.2.22, danach AL-Meldung (ergibt 24 Monate ALG1, da inzwischen 58 Jahre alt).
      Wenn die Abfindung in 2022 gezahlt wird, dann könnte man sich zum dritten Februar wieder abmelden um den Rest des Anspruches ab 2023 einzufordern.

      Abfindung in 21 oder 22?
      Den einen Monat Gehalt in 2021 kann man steuerlich einfach kompensieren, das ist nicht viel schwerer als die paar Tage ALG1 in 2022. Ich sehe nicht viele Gründe die Auszahlung der Abfindung rauszuzögern. Ein Grund könnte sein, dass man einen größeren zeitlichen Vorlauf für Steuersparmodelle hat.

  11. Hallo Privatier,
    vielen Dank für die tollen Informationen. Also ich habe jetzt den Aufhebungsvertrag auf 31.10.2020 unterschrieben und bekomme die Abfindung im Januar 2021 ausbezahlt. Da ich im 02/21 57 werde möchte ich bis zum 31.12.2021 mein Dispositionsrecht in Anspruch nehmen und mich im Oktober 2021 auf 01.01.2022 Arbeitslos melden. Danach würde ich mich auf Frühjahr wieder Abmelden und die 4 Jahre Anspruch mit Saisonarbeit überbrücken. Dieses Vorhaben habe ich auch unter der 0800…einem sehr freundlichen Sachbearbeiter erklärt, der meine Daten Aufnahm und meinte, dass er dies dem Leistungscenter weiterleiten möchte die sich dann melden wurden. Tatsächlich bekam ich 1 Stunde später den Anruf vom Leistungscenter die mir in aller Hilfsbereitschaft mein Vorhaben bestätigte und war sehr überrascht auch von der Freundlichkeit dieser beiden Gespräche.
    Was die Steuer betrifft habe ich die vergangenen Jahre auch mit Program gearbeitet, aber denke für die nächsten beiden Jahre sollte ich mir einen Steuerberater zulegen um nichts zu übersehen.
    Viele Grüße, Winner

    • Schade, dass vier Monate Lebensalter fehlen um die 24 Monate ALG1 einzusacken.
      Schön, dass der Rest so glatt über die Bühne ging.

      Zum Steuerberater: nicht dass ich dem den Klienten nicht gönne, aber die Steuererklärung 2021 sollte nicht schwieriger werden als in den vorangegangenen Jahren. Ich hab das auch im Abfindungsjahr selbst erledigt. Für die Einzahlung in die Rentenkasse und die Vorauszahlung der Krankenkasse gab es von beiden Institutionen Belege/Quittungen, die recht einfach in die entsprechenden EKSt-Forumlare einzutragen waren. Das ist kein Hexenwerk. Bei mir war das aber noch vor Corona, da konne ich noch zum Finanzamt dackeln und die Steuererklärung samt Belegen abgeben und durchsehen lassen.

      • Hallo eSchorsch, vielen Dank für den Kommentar. Ja, echt schön dass soweit alles so glatt lief. Denke wenn es diese Seite bzw. Buch vom Privatier nicht gebe hätte ich auch nie von der verlängerten Rahmenzeit ab 2020 erfahren und auch nicht vom Dispositionsrecht. Mit der Steuer 2021 hast wohl auch recht, so schwierig durfte das auch nicht werden. Für 2022 mit 1/5 Regel etc schaue ich dann nochmals was ich machen kann. Viele Grüße Winner

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