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Gastbeitrag: Drei Methoden, wie ETFs einen Index nachbilden — 13 Kommentare

  1. Hallo Kilian,

    ich bin weder auf ETFs mit physischer Replikation noch auf Swap-ETFs festgelegt. Ich habe wenig Bedenken, in Swap-ETFs zu investieren, da diese heute oft be- bzw. sogar übersichert werden.

    Auf der anderen Seite tragen eine Reihe von ETF-Anbietern den Bedenken gegen Swap-ETFs und dem damit verbundenen Kontrahentenrisiko Rechnung und stellen mehr und mehr auf ETFs mit physischer Replikation um.

    Meine Überzeugung ist: Man macht mit beiden Varianten im Grunde genommen nichts falsch.

    Viele Grüße

    Jürgen Nawatzki

  2. Man kann steuerlich sehr wohl was falsch machen:

    Ausländische Thesaurierer mit Swaps, die keine ausschüttungsgleichen Ertäge erzielen bzw. ausschüttende Fonds mit deutschem Domizil sind steuerlich am einfachsten.

    Alle anderen ETFs erzeugen steuerlich ziemlich hohen Aufwand und würde ich als Privatanleger meiden.

    • Ja! Und warum das so ist und warum ich selber deshalb speziell die ausländischen Thesaurierer meide, habe ich etwas ausführlicher in meinem Beitrag „Die Saurier sterben aus“ geschildert.

      Sehr schön sind auch die Fälle (selber vor 1 o. 2 Jahren erlebt!), wo ein ETF Emittent im Sinne einer von den Kunden geforderten erhöhten Sicherheit seine Replikation von SWAPs auf physisch umstellt. Die Mitteilung habe ich zwar gelesen und als „ganz nett“ abgeheftet, ohne aber zu realisieren, dass mir damit am Jahresende auch wieder die so beliebten ausschüttungsgleichen Erträge ins Haus flatterten. Besser gesagt: NACH Jahresende, nachdem meine so penibel ausgeklügelte Steuerstrategie bereits abgeschlossen war.

      Gruß, Der Privatier

    • Den Artikel habe ich mittlerweile auch gelesen und ich finde, dass er einige sehr interessante Aspekte in einer interessanten Zusammenstellung enthält, die man sonst nirgendwo anders findet.

      Daraufhin habe ich mir das Bog von Holger Grethe mal etwas genauer angeschaut und finde, dass er auf Zendepot sehr gute Arbeit leistet.

  3. Hallo Hr.Nawatzki
    Bitte sehen Sie es mir nach , aber ich durchschaue ETFs nicht. Aktien und Anleihen durchschaue ich meistens gerade noch so ( zum beurteilen des Basiswertes können testierte Geschäftsberichte jederzeit eingesehen werden ). Bei einen ETF , habe ich jedoch keine Chance , die Anlage zu überwachen . Genausowenig wie bei einen Fond . Ich muss mich auf die Anlagegesellschaft verlassen . Mein größtes Problem dabei ist das Tracking Error Risk , welches in der Zeitabfolge zustande kommt . Das wäre so , wie wenn ich Heute eine Aktie zu einen Kurs von 10,00 Euro kaufen wollte , jedoch Sie mir erst morgen zu einen Kurs von 12,00 Euro zugebucht wird , und ich Sie aber für 12,00 Euro garnichtmehr kaufen wollte , da dieses dann mit den anderen Zahlen KBV , KGV , u.s.w. , nicht mehr zusammen passt . Ob der Kurs morgen nun besser oder schlechter wäre , kann ich auch nicht sehen . Daher bin ich , obwohl ich die Grundidee die dahiner steht für Gut befinde , bis auf einen MSCI ACWI als Tauschmittel , hier nicht investiert . Und ob die Gewinne aus der Aktienverleihe die Tracking Error Gewinne oder Verluste wieder aufholen , kann ich ja auch nirgends sehen .
    Will bedeuten , da ja bereits eine Aktie oder Anleihe eine Teil-Blackbox ist , wird dieses mit einen ETF ja nochmal potenziert . Daher bei mir Einzelwertanlage schon alleine wegen Kursstellung und Gewichtungsmöglichkeit. ETFs, um mit kleinstmöglichen Einsatz eine möglichst große Streuung zu erreichen , wenn man sich den Gefahren bewusst ist , sicherlich sinnvoll .

    • Hallo Det,

      unter passivem Investieren mit ETFs verstehe ich eher eine Anlagephilosophie, die in der Regel erfolgreicher sein wird als ein Investment in Einzelwerten.

      Denn schließlich erhalten Sie so die Marktrendite abzüglich des Tracking Errors bzw. der Verwaltungskosten.

      Für mich ist es dabei nicht notwendig, jedes Zehntel oder jedes Hunderstel evtl. Kosten nachvollziehen zu können, denn es geht mir wie gesagt um die grobe Richtung.

      Und diese Marktrendite abzüglich Kosten haben Sie langfristig garantiert!

      Das müssen Sie mit Einzelwerten erst mal schaffen. Da werden Sie mit viel Glück vielleicht auch mal Ihre Benchmark schlagen, aber in der Mehrzahl der Fälle vermutlich schlechter abschneiden.

      Und wenn dann mal ein Wert wie die VW-Aktie im Depot ist . . . einfach nur ärgerlich. 🙂

      Dieses Risiko hat man mit einem breit streuenden Indexfonds nicht, was aus meiner Sicht neben anderen Faktoren für ETFs spricht.

      Das ist also meine Meinung zum Thema!

      Viele Grüße

      Jürgen Nawatzki

  4. Hallo Hr.Nawatzki
    Da ich , wie bereits mitgeteilt , keine Indexfonds ( außer 1 Tauschmittel ) im Bestand habe , würde mir auch kein Index einfallen , außer evt. BCDI , den ich gerne im Bestand hätte . Da meine Anlage in Aktien und Anleihen sowieso nur max. 30 Prozent meines Vermögens betragen soll , und die hinterlegten Einzelwerte max. 2 bis 3 Prozent betragen , wäre es mir z.B. egal wenn z.B. eine VW Aktie , mal 50 Prozent runterrauschen würde . Also max. 1,5 von 30 , gleich 0,45 Prozent.
    Meine Anlagestrategie ,ist eher langweilig , es werden in 3 unterschiedlichen Depots A) Aktien Dividendenstrategie B) Aktien Levermann Strategie C) Aktien BCDI Gewichtung gekauft . Da ich derzeit jedoch beim Aufbau der Depots bin , kann durch Kursrutsche , so wie jetzt , evt.der eine oder andere Titel durchaus günstiger gekauft werden . Genau diese Marktschwankungen versuche ich jedoch auszunutzen um einen günstigeren Einkaufskurs zu bekommen. Endziel soll sein , ein monatliches passives Einkommen , in höhe von ca. 500,00 bis 600,00 Euro monatlich ( also so ca. 100 bis 150k Kapitalstock ) , das dann analog einer Rente vererbbar zu meinen anderen Renten zum Lebensunterhalt einen kleinen Beitrag leisten kann . Kursentwicklungen sind für mich also eher für Einkaufsvergünstgungen spannend . Aber wenn man nur die Marktrendite wünscht , ist dieses sicherlich ( ETFs ) eine einfacher zu handhabende Anlageform , jedoch halt für mich wesentlich mehr intransparent wie Einzeltitel . Auf Verluste beim Aufbau ( ca. noch 2 Jahre ) bin ich eingestellt , und dieses ist auch der von mir gewünschte Weg , da in Zeiten des Abschwungs sicherlich einiges günstiger zu bekommen ist . Da ich z.Zt. erst mit ca. 10 Prozent investiert bin , hierbei einen Verlust von ca. 20 Prozent gemacht habe , bedeutet dieses also 2 Prozent Verlust , der mit den anderen 90 Prozent ausgeglichen werden muss. Z.Zt. gelingt mir das noch sehr gut , kann sich jedoch aufgrund der umschichtung auf passives Einkommen und der Marktlage auch noch ganz anders entwickeln , dennoch gebe ich die Hoffnung hierbei nicht auf.
    Erst am Ende der Umschichtungsphase , werde ich sehen , wie ich dastehe , z.Zt.
    habe ich jedoch bereits die eine oder andere Marktschwankung für mich ausnutzen können und habe den einen oder anderen Titel bereits recht günstig erworben ( Zum Preis Null , da einfach ein Rest über war ) . Ob mir dieses weiter gelingen wird , wird die Zeit zeigen . LG Det

  5. Hallo Det,

    auch wenn wir vielleicht unterschiedlicher Auffassung darüber sind, wie man ein Portfolio aufbaut, möchte ich Ihnen bei Ihrem Weg auf jeden Fall viel Erfolg wünschen!

    Letztlich führen viele Wege nach Rom 🙂

    Viele Grüße

    Jürgen Nawatzki

  6. Stimmt , Danke für die Wünsche , aber vermutlich bin ich auch nicht der typische Anleger. Ich versuche nicht die Zukunft zu handeln , ich schau lieber in die Vergangenheit . Dort sind die meisten Sachen bereits eingetroffen , und man muss nicht schätzen. Geht dann mal so und mal so mit den Kurs . Und ist die Sichtweise zu unterschiedlich von Mr. Money und mir , handele ich auch einfach.
    Viele Grüße Det

  7. Für alle, die in ETFs investieren (wollen), habe ich einen Beitrag zur geplanten Änderung der Besteuerung von Investmentfonds veröffentlicht.

    Es gibt zwar immer wieder auch Anleger, die sich für die steuerlichen Folgen ihrer Anlage kaum interessieren (Hauptsache, der „Rubel rollt“), ich halte diese Sicht jedoch für falsch. Immerhin „frisst“ die Steuer aktuell zwischen 25%-30% der Kapitalerträge und da lohnt es sich schon, einmal etwas genauer hinzuschauen.

    Also: Es wird sich Einiges ändern! Manche Strategie muss wohl noch einmal überdacht werden!

    Gruß, Der Privatier

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