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Plauder-Ecke (Teil 17) — 52 Kommentare

  1. Die Beitragsbemessungsgrenze für die GRV und Arbeitslosenversicherung soll weiter steigen – auf 7100€.
    Das wären über 9% in drei Jahren, also stärker als die Inflation. Das geht Richtung Abschaffung der Grenze. Alles wird „verbeitragt“, wie in der Schweiz, aber die Auszahlung gedeckelt.
    Was bedeutet das für angehende Privatiers ? In der Tendenz als besser noch früher aussteigen als Steuer und Abgabenzahler und dafür auf die andere Seite Wechseln (Es gibt mehr ALG1).
    Übrigens ein kleiner Nachteil beim Dispojahr: Das ALG1 hängt von der Bemessungsgrenze ab, die vor 2 Jahren galt.

    • Die kritischen Untertöne kann ich nicht so recht nachvollziehen:

      * Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für GRV und ALV ist ja keine Willkür, die sich böse Politiker ausdenken, um den armen Bürger zu schröpfen, sondern es gibt eine klare gesetzliche Vorgabe, nach der diese jedes Jahr neu festgesetzt wird. Und die Höhe wird dabei von den durchschnittlichen Löhnen und Gehältern des vorvergangenen Jahres abgeleitet.
      Abgesehen von Rundungseffekten entspricht daher die Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze immer der durchschnittlichen Steigerung von Löhnen und Gehältern.

      * Es geht daher NICHT in Richtung „Abschaffung der Grenze“! Und selbst wenn es so wäre, was wäre denn schlecht daran? Mit welcher Begründung sollten sehr gut verdienende (prozentual) weniger in die Sozialkassen zahlen als weniger gut verdienende?

      * Es wird eben NICHT „alles“ verbeitragt! Dafür sorgt ja die Beitragsbemessungsgrenze. Und von daher ist es auch völlig in Ordnung, wenn auch spätere Zahlungen (bei Rente und ALV) sich auf diese Deckelung beziehen.

      * Das Dispojahr hat KEINE nachteiligen Folgen auf die Höhe des ALG! Das ALG bezieht sich niemals auf aktuelle Beitragsbemessungsgrenzen oder andere aktuelle Größen, sondern immer auf die eingezahlten Beträge. Und ob ich nun sofort ALG beziehe, oder ein, zwei oder drei Jahre später, spielt daher überhaupt keine Rolle.

      Gruß, Der Privatier

      • Hast Recht, man darf die Kritik am Steuer – und Abgabensystem nicht an einem einzelnen Element wie der Beitragsbemessungsgrenze festmachen, sondern man muss die Steuer- und AbgabenSÄTZE im EU-Kontext oder sogar global vergleichen.
        Und hier stößt das System bald ein eine Grenze, zumal noch die Lasten durch die völlig systemwidrigen Pensionen und die EU-Transfers hinzukommen:
        „Der Vorsitzende der Kommission „Zukunft der Sozialversicherung: Beitragsbelastung dauerhaft begrenzen“, Martin Werding von der Ruhr-Universität Bochum, warnt, dass die Beitragssätze unter dem geltenden Recht bis 2040 auf rund 50 Prozent anstiegen, unter ungünstigen Bedingungen sogar noch höher. Das beeinträchtigt Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze und gefährdet die Grundlagen der Finanzierung des sozialen Sicherungssystems“
        „Erforderlich ist ein ganzes Bündel gezielter Maßnahmen, die die Ausgabenentwicklung in den Sozialversicherungen dämpfen, die Beitragssätze dauerhaft unter 40 Prozent halten und zugleich den nötigen Schutz der Versicherten gewährleisten“, sagte Werding.“

        Aber ich habe verstanden, dass dieser Blog für politische Diskussionen nicht der geeignete Platz ist.
        Deshalb nur zwei Fragen, speziell für angehende oder tatsächliche Privatiers und GRV-Rentner:
        Soll den die KEST denn auch prozentual vom Gesamteinkommen abhängig gemacht werden, also nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit? Das kann dann mehr oder weniger (Günstigerregelung) als 25%+Soli sein.
        Sollten Kapitalerträge nicht auch verbeitragt werden als KvdR-Rentner?

        • Bevor hier nun begeisterte Zustimmung über die von der oben zitierten Kommission geforderte Begrenzung der Beitragssätze in den Sozialversicherungen ausbricht, möchte ich noch zwei Punkte ergänzen:
          * Die Kommission wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ins Leben gerufen und bestand im Wesentlichen aus deren Mitgliedern und Mitarbeitern von Prof. Werding (Ruhr-Uni Bochum).
          * Die Kommission hat nicht nur Forderungen aufgestellt, sondern auch Vorschläge zu deren Realisierung gemacht. Dazu gehören u.a.:
          – Weitere Anhebung des Renteneintrittsalters zunächst auf 70 Jahre.
          – Dann Kopplung des Renteneintrittsalters an Lebenserwartung.
          – Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahre.
          – Keine freie Arzt- und Krankenhauswahl für gesetzl. Versicherte.
          – Begrenzung des ALG-Anspruches auf max. 12 Monate.

          Da dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten…

          Deine Fragen zu Abgaben auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (Steuern und KV/PV) habe ich nicht verstanden. Möchtest Du mit der Formulierung „Sollten Kapitalerträge nicht auch verbeitragt werden? (m)eine Meinung zu dem Thema abfragen oder möchtest Du den Stand der aktuellen Planungen erfragen?

          Gruß, Der Privatier

          • Von Begeisterung war ja nicht die Rede, sondern ganz im Gegenteil, dass das System an eine Grenze stößt. Das von der Kommission beschriebene Szenario und die dann erforderlichen Gegenmaßnahmen wären natürlich weder im Sinne von Angestellten und schon gar nicht von Privatiers. Im vollständigen Welt-Artikel (leider hinter der Paywall) wird natürlich erwähnt, dass sich hier eine AG-Kommission äußert. So what. Eine niedrigere Steuerbelastung wäre im Interesse von beiden Seiten, gerade um noch gravierendere Eingriffe wie beschrieben, zu verhindern. Es sind aus deren Sicht notwendige, aber sehr unangehme Konsequenzen. Die AGs haben ja auch kein Interesse an unmotivierten Mitarbeiter, die widerwillig bis 70 arbeiten müssen, weil es sonst nicht möglich ist, den weiter wachsenden Sozialstaat zu finanzieren.
            Der ehrliche schockierende Ausblick ist mir jedenfalls lieber als ein nicht haltbares Versprechen der Sozialstaatspartei zur „doppelten Haltelinie“ (Rentenniveau und Rentenbeitrag), wenn nicht gesagt wird, wie es danach weitergehen soll.
            Bessere Lösungen als die Horror-Vorschläge der AGs hat z.B. Daniel Stelter beschrieben.
            „Der Ökonom und Buchautor Daniel Stelter („Das Märchen vom reichen Land“) meint, dass inzwischen viele unternehmerisch tätige und leistungsbereite Menschen das Land verlassen haben. Zugleich kritisiert er Politik und Medien. „Von vielen Politikern wird uns von morgens bis abends erzählt, dass die Ungleichheit zunimmt, obwohl das gar nicht stimmt“, kritisiert Stelter. In seinem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ fordert er statt immer neuer Sozialausgaben, welche die Staatshaushalte auf Jahrzehnte belasten, Investitionen in Zukunftsprojekte.“
            https://www.welt.de/wirtschaft/article191505589/Ungleichheit-Zwei-Gruppen-sind-die-Gewinner-der-deutschen-Billionen-Umverteilung.html

            Was die beiden Fragen angeht: Wir als Privatiers oder angehende Privatiers können ja von einem gewissen Vertrauensschutz für die nächsten Jahre ausgehen, was z.B. Renteneintrittsalter und Abschläge angeht (Gilt leider nicht mehr für die jüngere Generation). Die zwei Fragen am Ende beziehen sich daher auf mögliche Maßnahmen, die auch kurzfristig geändert werden könnten und die eben insbesondere Privatiers betreffen würde.
            Ich war lediglich interessiert am Stimmungsbild hier im Forum. Nach meiner Kenntnis gibt es hierzu zum Glück noch keine Überlegungen (außer bei den Linken).

          • „…wird natürlich erwähnt, dass sich hier eine AG-Kommission äußert. So what. „

            Für mich ist es beinahe wichtiger, zu erfahren, wer hinter einer Studie oder wie hier hinter einer Kommission steckt und wer daran mitgearbeitet hat, als das eigentliche Ergebnis. Das kann man sich dann oftmals bereits ersparen…

            Es mag ja richtig sein, dass die Vorschläge der Kommission am Ende allen zu Gute kämen. Leider sind die Nachteile aber sehr einseitig nur bei den Arbeitnehmern zu finden. Zumindest ist mir nicht aufgefallen, welchen Anteil die Arbeitgeber hier beisteuern wollen?!
            Im Resultat müssen die Arbeitnehmer gravierende Einschnitte hinnehmen, um die erhofften Vorteile der Arbeitgeber zu sichern. Kein guter Deal und nicht umsonst gab es ja auch sofortigen Einspruch von Arbeitnehmervertretungen.

            Aber gut – schauen wir noch mal kurz auf evtl. Pläne zu Abgaben auf Kapitaleinkünfte:
            * Mir sind weder konkrete Pläne noch Überlegungen bekannt, die darauf abzielen, auch bei KVdR-Rentnern Krankenkassenbeiträge auf Kapitaleinkünfte zu erheben. Halte ich auch in mehrfacher Hinsicht für eine abwegige Idee.
            * Die Abschaffung der Abgeltungssteuer bei Kapitaleinkünften ist hingegen mehr oder weniger beschlossene Sache. Zumindest steht es so im Koalitionsvertrag und der Finanzminister hat dies auch Anfg. des Jahres noch einmal bestätigt. Inzwischen ist das Thema (evtl. wg. Corona) wohl etwas in den Hintergrund geraten. Zumindest habe ich keine aktuellen Informationen.
            Die letzte mir bekannte Info ging in die Richtung, dass die Abschaffung zunächst nur Zinseinkünfte betreffen soll. Irgendwann ab (oder in) 2021.
            Das wird also kommen. Nur die Details sind noch offen…

            Gruß, Der Privatier

          • „Wir als Privatiers oder angehende Privatiers können ja von einem gewissen Vertrauensschutz für die nächsten Jahre ausgehen, “

            Ich wäre ganz, ganz vorsichtig mit solchen Annahmen 🙁

  2. @privatier, eine Frage an Dich:

    Steueroptimierung der Abfindung durch Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung (im/für das Dispositionsjahr)

    Es gibt ja zwei Möglichkeiten um die RV-Einzahlung zu tätigen:

    Variante 1
    durch „freiwillige“ RV-Zahlung (§7 Abs.1 SGB VI) fürs Dispositionsjahr

    Variante 2
    Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters (§187a SGB VI)

    Fiktives Beispiel: Anton A (58 Jahre alt)
    Anton A. ist ledig, beendet am 31.12.2020 seine berufliche Tätigkeit, Abfindungszahlung Ende 01/2021, er nimmt das Dispositionsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021 in Anspruch, ALG1-Bezug vom 01.01.2022 (bzw. 02.01.2022) bis 31.12.2024, danach Privatier und anschließend Rentner.

    Der max. abzugsfähige Altersvorsorgebetrag beträgt für Ledige 25.046€ (Wert 2020, Zahlen für 2021 liegt noch nicht vor), hiervon kann er 2021 92% ansetzen = 23.042€.

    Anton A. lässt sich im September 2020 beim DRV-Bund beraten und stellt die entsprechenden Anträge für Variante 1 und 2, die Prüfung vom DRV-Bund ergab, dass die Voraussetzung für beide Varianten erfüllt sind.

    Anton A. teilt seine RV-Einzahlungen für 2021 auf. Für 2021 beträgt die max. freiwillige Einzahlung/Monat 1283,40€ (Wert 2020, Zahlen für 2021 liegt noch nicht vor), also direkt für das Dispositionsjahr 2021 = 15.400,80€ (Variante 1). Um den max. Altersvorsorgebetrag auszunutzen zahlt er nach Variante 2 noch 7641,20€ ein, damit Gesamteinzahlung in die RV 2021 = 23.042€ = max. Altersvorsorgebetrag.

    Meine Frage:
    Ist es für Anton A. besser, wenn er monatlich (im Dispositionsjahr 2021) 1283,40€ einzahlt oder ist es egal, wenn er im Dezember 2021 den max. Jahresbeitrag (Variante 1) 15400,80€ an die RV überweist, oder abgekürzt … Monatliche Zahlung im Dispojahr oder Einmaleinzahlung 12/2021 bei der Variante 1?

    Gruß
    Lars

    • Hallo Lars,
      ich sehe da keinen Unterschied. Ausser, dass man bei der Zahlung zum Jahresende das Geld noch das ganze Jahr über zur Verfügung hat.
      Ich habe diese Variante (Jahresende) übrigens für meine Frau in den letzten Jahren selber verwendet.

      Gruß, Der Privatier

      • Vielen Dank für Deine Einschätzung.

        Und falls sich jemand mit den Gedanken trägt, erstmalig freiwillige Einzahlungen in die RV nach §187a SGB VI noch in 2020 vorzunehmen … aus eigener Erfahrung …

        Dazu sollte/muss ein Beratungsgespräch beim DRV-Bund angestrebt werden, Antragsformular V0210 ist auszufüllen und der DRV-Bund überprüft, ob überhaupt die Voraussetzung zur Einzahlung vorliegen. Danach kommt die „Auskunft zum Ausgleich einer Rentenminderung“ mit Zahlbetrag und Kontonummer etc.pp. Das alles nimmt aber einen gewissen Zeitraum in Anspruch. (Bei mir ca. 3 Monate)

        Gruß
        Lars

      • Moin ratatosk,

        vielen Dank für die Informationen. Warten wir dann noch die entgültige Bestätigung ab.

        Gruß
        Lars

  3. Zur Beitragsbemessungsgrenze: Die Crux der Erhöhung liegt woanders. Beispiel, um das zu verdeutlichen:
    Angenommen sie liegt bei 7000 Eur. Jetzt wird sie um 3% erhöht und auf (das ist so festgelegt, auf die nächsten 50 Euro aufgerundet). Damit erhält man dann bei einem Einkommen von 7250 Eur wieder 2 Rentenpunkte. In der Mitte erhöht sich der Wert um auf einen Rentenpunkt zu kommen von 3500 Eur auf 3625 Eur. Dazu müsste der Normalverdiener aber schon eine Gehaltserhöhung von 3,57% bekommen, um noch einen Rentenpunkt zu erhalten. Es wird von den Gutverdienern immer mehr Geld Rentenrelevant und der Durchschnittsverdiener entfernt sich immer schneller von einem jährlich erzielbaren Rentenpunkt.

    • „…der Durchschnittsverdiener entfernt sich immer schneller von einem jährlich erzielbaren Rentenpunkt.“

      Die Darstellung ist nicht so ganz korrekt. So haben die erzielbaren Rentenpunkte nicht direkt etwas mit der Beitragsbemessungsgrenze zu tun (und erst recht nichts mit ihrer Erhöhung). Die Rentenpunkte berechnen sich anhand des (vorl.) Durchschnittentgelts. Zum Vergleich die Werte für 2020:
      Durchschnittsentgelt: 40.551€, Beitragsbemessungsgrenze RV (West/Ost): 82.800€/77.400€.

      Der „Durchschnittsverdiener“ erzielt immer genau einen Rentenpunkt. Und wenn sich das Durchschnittsentgelt im nächsten Jahr erhöht, so erhält er wieder genau einen Rentenpunkt. Sofern sich sein Entgelt ebenfalls durchschnittlich erhöht hat. Aber sonst wäre er ja kein „Durchschnittsverdiener“. 😉

      Er erfernt sich daher nicht immer schneller, sondern gar nicht.
      Solange er durchschnittlich verdient, bekommt er immer einen Rentenpunkt. Es ändert sich nicht. Und das ist nebenbei dann beim Gutverdiener ähnlich: Er bekommt näherungsweise immer ca. 2 Rentenpunkte. Auch da ändert sich also nichts.

      Gruß, Der Privatier

      • In 2021 haben wir also eine BBMG von 7100 Eur. 2018 war sie noch bei 6500 Eur. D.h. der Durchschnittsverdiender(!!) kann also von Juli 2018 – Juli 2021 auf eine Gehaltserhöhung von insgesamt 9,2% zurückblicken? Das fällt mir wirklich schwer zu glauben.

        • BBMG hat nix mit Durchschnittsverdiener zu tun. Schrieb bereits Privatier. Und der Unglaube, 3% Anstieg per anno… Wie stiegen noch gleich die Renten? 😂👍
          MbG
          Joerg

          • Sorry,war etwas platt geschrieben, vielleicht besser ein Beispiel: ch erschrak mich dereinst in 2009, dass das Durschnittseinkommen sank! Beitragsbemessungsgrenze übrigens in 2011 geringer als Vorjahr und ich meine 2006 stabil vs. Vorjahr.
            MbG
            Joerg

          • 2009 war halt Krise, auch Siemens hat da mal nix in die bAV eingezahlt.
            Aber ein gesunkenes Durchschnittseinkommen (2020 vielleicht wieder) ist günstig für freiwillige DRV-Beiträge, weil der Preis eines EP entsprechend sinkt.

      • Aus meiner Rentenauskunft, Punktwerte BBG (ich war 2001-19 über BBG):
        2002: 1.8864
        2003: 2.1149
        2005: 2.1368
        2007: 2.1034
        2009: 2.1242
        2012: 2.0362
        2018: 2.0595
        Etwas volatil halt, meist über 2.

        • Genauer: ab 2017 war ich wegen ATZ wieder unter BBG, aber die RV-Beiträge wurden dankenswerterweise auf BBG aufgestockt 🙂

  4. Hallo,gibt es wirklich ein Gesetz das meiner Firma erlaubt mir als ‚rentennah‘ nur 20% von meinem brutto Monatsgehalt einmalig als ‚incentive‘ anzubieten anstatt einer ’normalen‘ Abfindung? Das Argument ist, ich habe seit ich 55 bin die Möglichkeit in die übergangsversorgung zu gehen und daher gäbe es keine Abfindungen für unsere Generation, nach 35 Jahren!!

    • Zunächst einmal gibt es für (beinahe) niemanden überhaupt irgendeinen Anspruch auf eine Abfindung. Das ist zwar ein weit verbreiteter Irrglaube, ist aber nicht so.

      Auch für die Höhe einer Abfindung gibt es keine feste Regeln. Am Ende müssen sich die Vertragspartner immer einig sein. Wenn der AG nicht will, dann „muss“ er gar nichts.

      Insofern gibt es auch kein Gesetz, was hier irgendetwas vorschreibt. Es gibt aber (mehrere) höchstrichterliche Urteile, die besagen, dass es keine Alterdiskriminierung darstellt, wenn z.B. im einem Sozialplan rentennahe Jahrgänge deutlich weniger Abfindung erhalten als jüngere Mitarbeiter.
      Im Detail sind die Urteile etwas komplexer und falls Bedarf besteht, würde ich dazu einmal einen Anwalt zu Rate ziehen.

      Zu bedenken ist bei den rentennahen Jahrgängen immer, dass eine Abfindung ja dazu gedacht ist, die zukünftigen Einkommensverluste (bis max. zur Rente) zu mildern. Auch unter Einbeziehung eines 2-jährigen ALG-Bezuges. Je älter man wird, desto weniger ist da auszugleichen.

      Kurz: Die Aussichten auf eine Verbesserung sehe ich nicht. Aber ggfs. kann ein Anwalt unter Einsicht in alle Gegebenheiten hier noch etwas erreichen?

      Gruß, Der Privatier

    • Wenn der AG nicht will, braucht er Dir gar nichts anzubieten, Aufhebungsverträge basieren auf gegenseitiger Freiwilligkeit …

      Es gibt keine ’normale‘ Abfindung. Wenn der AG kündigt und der AN wehrt sich dagegen, dann wird bei den Arbeitsgerichten manchmal die Daumenregel pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein halbes Monatsgehalt zugrunde gelegt. Aber dein AG will dich scheinbar gar nicht los werden.

      Edit: Sehe gerade der Privatier war schneller und viel ausführlicher

  5. Wie wird meine vergangene Privatinsolvenz im Hinblick auf ‚Rentennähe‘ behandelt? Ich werde im Dezember 59 und bekomme daher nichts. Wäre ich 52 (bis 54) bekäme ich pro Jahr 1 Monatsgehalt Abfindung. Ich hatte aber durch meine (unverschuldete) PI garnicht die Möglichkeit mit 55 in die ÜV zu gehe und hoffe dass ich diese 7 Jahre abgerechnet bekommen kann.Besteht da eine Möglichkeit? Vielen Dank, auch für die Beantwortung meiner letzten Frage.. Grüße

    • Sofern es sich um eine individuelle Verhandlung zwischen Ihnen und Ihrem AG handelt, können Sie selbstverständlich alle Argumente vorbringen, die Ihnen als nützlich erscheinen. Ein Anrecht auf ein Entgegenkommen des AGs besteht jedoch nicht.

      Anders könnte sich die Lage darstellen, wenn es hier um eine allgemein gültige Betriebsvereinbarung oder Sozialplan handelt. Hier könnte man u.U. auf eine unzulässige Ungleichbehandlung o.ä. klagen. Das wäre dann aber definitiv nur mit der Unterstützung eines Anwaltes sinnvoll. Und aus meiner Sicht ebenfalls wenig Erfolg versprechend, da es bereits Urteile gibt, die (deutlich) geringere Abfindungen für rentennahe Jahrgänge für zulässig erklärt haben.

      Gruß, Der Privatier

  6. Guten Morgen!
    Da ist sie nun, die aus meiner Sicht längst überfällige Korrektur der Märkte …
    Ich habe sie genutzt, um die erste (Trading-)Position im S&P500 aufzumachen (Kauf ETF).
    Der S&P500 hat sein 23.6% Rücksetzer-Ziel nach Fibonacci gestern ziemlich genau bei 3255 erreicht (Tief Ende März zu Hoch Anfang September). Man konnte gestern auch schön sehen, dass an dieser Chartmarke eine Reaktion des Marktes stattfand.
    Vielleicht geht es ja noch tiefer zum nächsten Ziel bei 38.2% (ca. 3050)? Dann wird die 2., größere Position gekauft.
    Verkaufsstrategie: Verkauf von 50% der Gesamtposi am Allzeithoch. Den Rest bei Trendumkehr im Wochenchart.

    Btw.: letzte Woche hab ich noch in Pfizer investiert (langfristig). KK 30€, Dividendenrendite 4,2%.Meine Erwartung ist, das da genügend Luft im Kurs nach oben ist und Pfizer als gesundes Unternehmen auch demnächst gute Geschäfte macht.
    VG, Jürgen

    • Hallo Jürgen, in Pfizer habe ich auch eine Position aufgebaut… ist schon ein paar Wochen her
      Grüße Thomas

  7. Am 17.Juli hat die Vistry Group Stückdividende ausgezahlt, 2.062 Stück für mich. Jetzt, 10 Wochen später, hat die onvista-bank die Spitze von 0.062 Stk verkauft und mir dafür 0.31 gutgeschrieben. Der Aktienverlusttopf stieg um 0.58, die Kaufwertsumme fiel um 0.83.
    Präzisionsbanking… 😀

  8. Hallo, vielleicht nicht ganz ontopic, aber ich versuche es hier trotzdem mal. Zum Ende den Monats werde ich über einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung meinen jetzigen Arbeitgeber verlassen und am 1.10 an einer neuen gleichwertigen Stelle nahtlos wieder anfangen. Ich bin Mitte 40, Ruhestand ist da (leider) noch kein Thema. Die Abfindung wird im Januar 2021 ausgezahlt. Nun suche ich seit einiger Zeit Möglichkeiten die Steuerlast in 2021 zu reduzieren. Das normale Gehalt ist im Bereich 90K€, die Abfindung im sechsstelligen Bereich. Bei der Abfindung konnte ich nur den Auszahlungszeitpunkt wählen (max +2 Jahre nach Ausscheiden). Ich bin nicht verheiratet, aber in einer langjährigen Partnerschaft und besitze seit 15 Jahren eine vermietete Wohnung und habe ausreichend Rücklagen (vergammeln auf diversen Konten). Mir ist die Fünftelregelung grundsätzlich bekannt. Ich hatte auch schon Kontakt zu einem Steuerberater, bin aber mit dessen Empfehlungen nicht zufrieden. Er hat z.B. nicht erwähnt, dass ich die Krankenkassenbeiträge auf 2,5 Jahre im voraus bezahlen kann. Er sprach von Rürup Rente (Riester habe ich bereits), oder ggf. einer Immobilie. Was könnte ich machen um die Steuerlast mit der Abfindung zu senken, was wäre sinnvoll? Bei meiner Partnerin ist es aktuell kritisch was den Arbeitsplatz angeht, viel Kurzarbeit, wie es 2021 in der Firma weitergeht ist unklar. Heirat ist für uns nicht ausgeschlossen, war aber bisher für keinen von uns wichtig genug.

    • Wenn die Fünftelregelung bekannt ist, dann schau dir das Negativbeispiel an https://der-privatier.com/kap-3-3-1-2-hinweise-zur-fuenftelregel-rechenweg/#comment-26242

      Es sind sogar 3 Jahresbeiträge KK im voraus, die man steuerlich absetzen kann.
      Vermietete Wohnung ist wahrscheinlich eine ETW, sonst würde ich sagen: Fenster, Außen- und Dachisolierung, Heizung = alles neu machen.
      Auch die Anschaffung einer Solaranlage soll gute steuerliche Effekte ausweisen. Da kann ich aber nix weiters zu sagen, kommt ja auch drauf an ob man ein passendes Dach hat 🙂

      Schau auch mal auf den Artikel, den der Privatier dazu geschrieben hat https://der-privatier.com/steuern-sparen-bei-der-abfindung/

      PS: Steuern sparen ist nicht alles, überlege welche Vorschläge im Endeffekt sinvoll sind.

      PPS: Auch eine Spende an das Rote Kreuz oder an Harald Schmidt’s arme Negerkinder ist steuerlich absetzbar

      PPPS: denk an den Disclaimer vom Privatier, dass alle Vorschläge auf dieser Seite sich an (angehende) Privatiers richten. Für jemanden, der weiterhin im Berufsleben steht, können manche Vorschläge auch kontraproduktiv sein.

      • Ah, die extra Seite zu Abfindungen hatte ich gar nicht gesehen. Bei mir wird sich auch die Frage zur Steuerklasse für die Abfindung des alten Arbeitgebers stellen. Der neue wird ja im Januar regulär mir SK 3 das Gehalt überweisen, die Abfindung wird dann mit SK 6 versteuert. Wenn ich meinen alten AG richtig verstanden habe, könnte das für den Januar auf umgedreht werden. Ich frage mich, ob das sinnvoll ist, wenn ich es richtig verstehe, gleicht sich das durch die Steuererklärung am Ende doch wieder aus.

        • Auch dazu gibt’s hier extra Kapitel! Welches Kapitel hast du denn bisher gesehen, nur die Plauderecke Teil 17? Da sind all deine bisherigen Fragen nämlich falsch aufgehoben und die Inhalte werden später, weil falsch zugeordnet, nie wieder gefunden. Am besten jetzt erstmal in’s Inhaltsverzeichnis dieses Blogs schauen und dort das Betreffende raussuchen und dann selber ganz viel lesen (inklusive allen Kommentaren). Denn da gibt’s schon soviel Wissen, Fragen und Erfahrungsberichte und es sollte das Passende dabei sein, um sich zunächst mal selber damit zu beschäftigen und das Ganze zu verstehen. So lassen sich schon sehr viele Fragen alleine klären.

    • Ich schliesse mich da den Ausführungen von eSchorsch an. Inkl. der Hinweise und Einschränkungen. Insbesondere möchte ich noch einmal hervorheben:
      „Für jemanden, der weiterhin im Berufsleben steht, können manche Vorschläge auch kontraproduktiv sein.“

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo Privatier,
    habe mal mitgelesen, dass Sie auch Anleihen der Provinz Nequen halten. Heute ist ein Terminschreiben hierzu eingegangen. Halten Sie die Anleihe noch, wenn ja wissen Sie sicherlich Bescheid, welches ich meine. Verstehe das Ganze nicht so ganz. Wäre sehr dankbar für eine Erklärung. Vielen Dank.

    • Richtig, die Anleihe der Provinz Neuquen habe ich ein paar Jahre gehabt, habe sie aber Anfang des Jahres (Feb.20) verkauft. Ich habe da noch einen einigermassen ordentlichen Kurs erwischt (ca. 80%), dennoch von Kurs her ein Verlust. Insgesamt dürfte es mit Zinsen und fiktiver Quellensteuer ungefähr +/- Null ausgegangen sein.
      Ich habe die Anleihe vorsichtshalber verkauft, weil mir die wirtschaftliche/politische Lage in Argentinien sehr nach anstehenden Schuldenschnitten aussah und mir im Zusammenhang mit Corona einfach viel zu riskant erschien. Aus derzeitiger Sicht wahrscheinlich eine richtige Entscheidung.

      Aber seitdem habe ich die Anleihe nicht weiter verfolgt und kann daher zu aktuellen Entwicklungen nichts sagen. Aber sicher gibt es im Wertpapier-Forum ein paar Infos dazu: https://www.wertpapier-forum.de/topic/56989-argentinien-provinzen-au%C3%9Fer-pba/?do=findComment&comment=1334686

      Gruß, Der Privatier

  10. Am Montag kommt die abgespaltene Siemens Energy für einen Tag in den DAX (lustige ISIN übrigens):
    „Following the spin-off of Siemens Energy AG (DE000ENER6Y0) from Siemens AG (DE0007236101), an adjustment of the DAX index is required. On 28 September, Siemens Energy AG will therefore be included in the DAX index for one day. This adjustment ensures the trackability of the index for investors. The DAX index will accordingly be calculated on a basis of 31 companies for one day.

    Siemens Energy AG will enter the index with a price of zero. The total number of shares and free float used for Siemens Energy AG in the index are given by the parent share (Siemens AG) in the index and the ratio for the spin-off. At the close of Xetra-trading on 28 September, Siemens Energy AG is taken out of the DAX index, and the Siemens AG weighting will be adjusted accordingly.“

  11. Moin Det,

    die Dividendengutschriften der DIC AG sind eingetroffen. Hatte mich für die Bardividende entschieden.

    Dividendengutschrift: 0,15€/Aktie
    Ertragsgutschrift nach §27 KStG: 0,1591€/Aktie
    Dividendengutschrift (Bardividende-Wahlmöglichkeit): 0,3509€/Aktie

    @Privatier
    Haben sich die 3% erfüllt? (siehe Dein Kommentar vom 30.08. in Plauder-Ecke Teil 16)

    „Die 3% ergeben sich aus dem Bezugspreis für die neuen Aktien. Dieser liegt zwar noch nicht fest, aber die Regel zu seiner Festlegung. Und die lautet (sinngemäß): …..“

    Gruß
    Lars

    • Moin Lars , hatte zwar noch nicht geschaut , aber denke die Bar Div. wird
      wohl eingetroffen sein . 0,3k Rechte da , 2k Rechte da . Gewinnsicherung
      nach einbuchung der Rechte bei ca. 12 für 1,6k Anteile , Rest 0,4k , plus
      ein zugenommenes Paket bei ca. 11 nach Rechtetermin . Also nun mit erstmal
      0,8k Bestand abwarten was es fürs nächstes Jahr werden wird . Ich werde wohl
      erstmal DIC noch weiter halten , da ich Sie n.w.v. für GUT halte , aber auch
      auf der anderen Seite , keine Glaskugel für die weitere Zukunft von
      Gewerbeimmos in Deutschland und damit natürlich auch für die Zukunft
      von DIC habe .

      Sollte es nochmal “ Extrem “ runter gehen , könnte es auch sein , das ich
      wieder auf den ehemaligen Bestand ( Vor Corona ) anpasse . Abwarten .

      Und ob ich dann die Bar Div. wieder für DIC Anteile , oder Aurelius Verluste ,
      Shell Verluste , NRZ Verluste oder evt. auch nochmal für BASF Kauf
      ( wenn Sie denn nochmal zu kleiner 42 kommen ) oder Heliad Verluste ausgeben
      werde , oder doch mit Tanger , Freenet oder Prosus NV noch neutral bleibe ,
      werde ich dann entscheiden , wenn ich mir da genauere Gedanken gemacht habe .
      Die 0,8k DIC Anteile , laufen da jetzt erstmal mit und wenn sich der
      Carola Nebel , weiter lichtet , werde ich dann entscheiden wo noch etwas
      nachrebalanct werden könnte . Aber vermutlich werde ich noch um 0,2k füllen ,
      damit ich wieder eine einfacher zu merkende Grösse habe . Quasi 1 Block .
      Wie der Lars dann . Kleiner 8 , könnte es aber sein , das ich nochmal aufsammel .
      Noch nicht genau ausgerechnet , aber müsste z.Zt. beim Besand , irgendwas um
      DS 10 sein . Das ist für mich z.Zt. , als Preis des Anteils , in Ordnung .

      LG Det

        • Moin Lars
          CR Capital habe ich ( glaube ich zumindest , letzten Wochen wenig Zeit
          gehabt , um mich darum zu kümmern ) noch . Müsste mich da eigentlich
          auch mal wieder updaten ( Kleine Posi , 1 oder 2P. , irgendwas um 30 ) .

          Freenet , relativ sicher , das ich da nixxxx gemacht habe .
          Gehofft hatte ich ja eher auf “ Steuerlich “ 13,X Euro , via Bar Div. 1,65
          aus 2019 für 2020 zu zahlen —-> Abgesagt wegen Carola-Unsicherheit 2020 .

          Betr. VK von Sunrise . Bin schon bei dem Widerspruch auf Sunrise HV ,
          betr. Übernahme ??? von ausgegangen , das Sie da mal etwas Luft machen
          wollen . Wird wohl spannend werden , wie da der Preis für eine Mehrheit
          aussehen wird . Stimmrechte sind halt Stimmrechte . Und eine Blockade ,
          kann da den Preis ggf. auch in der Schweiz , mal ordentlich anheben .
          Hat da bei letzter HV Sunrise , ziemlich viel Hali und Halo gegeben .
          ( Stimmrechtsverweigerung durch Freenet , betr. eingefädelten Kauf )

          ARP nun aufgelegt/gestartet , und hoffen auf 5 Mio. Anteile , zu kleiner
          20 Euro einsammeln zu können . Kursbewegung jetzt nicht so stark nach oben .
          D.h. könnte also mit den 100 Mio. Euro für 5 Mio. Anteile , wohl noch
          klappen . Wenn ich es richtig verstanden habe , wollen Sie die 5 Mio. Anteile
          dann aber einziehen und vernichten ( = Kapitalherabsetzung ) . D.h. dann von
          ca. 128 auf ca. 123 Mio. Anteile , verkleinern . Auch eine Möglichkeit der
          Rückgabe von FCF an die Anteilseigner .
          Eigentlich gerne von mir gesehen , lieber hätte ich aber die 1,65 Euro Bar Div.
          aus §27 genommen . Und waren dieses Jahr auch eigentlich soooo eingeplant .
          Und auch insbesondere durch Hr. Vilanek , SOOOOOO Bestätigt worden .
          Aber unverhofft , kommt halt wie immer , OFT .
          Das Sie die Schulden mit den Sunrise VK , dann mal etwas mindern wollen
          ( ca. 800 Mio. FCF für Schuldendeckung , ca. 300 Mio. Kursgewinn FCF , aber
          dafür dann auch weniger Bar Div. aus Sunrise-Anteilen ) finde ich bei den doch
          z.Zt. recht günstigen Finanzierungsmöglichkeiten , eher auch suboptimal .
          ( Einstellung in §27 Konto , wird damit m.M.n. etwas verschoben zu normal )
          Bei 5 Mio. eingezogenen Eigenanteilen , ehemals 1,65 Euro p.a. = 8,25 Mio.
          Sparquote aus ARP , ggf. kleiner 100 Mio. . 100/8,25 = 12,12 Jahre warten .
          Oder auch 100/12,12 = 8,25% Sparquote die nächsten 12,12 Jahre bis Null .
          Das wäre die Buy Side . Die Sell Side hatte ich auch schon mal gerechnet ,
          war aber m.M.n. eher suboptimal , da einen VK der Rechte Sunrise zu machen .
          Aber 300 Mio. Ergebnisbeitrag in 2021 ??? , kann halt auch schon mal eine Gewinnsicherung für 300 Mio. Ergebnisbeitrag , bedeuten . Keine Ahnung ,
          was da die besseren Möglichkeiten sind .

          Wenn man dann mal die ca. 300 Mio. Gewinnsicherung , auf dann ggf. noch
          123 Mio. Anteile ( Wenn sich ARP erfüllt 100 Mio. / Minus 5 Mio. Anteile )
          umrechnet , bleiben so ca. 2,5 Euro/Anteil , über . Zusätzlich zu den
          DS 1,8 bis 2 Euro Ergebnisbeitrag p.a. normal , also ca. 3 bis 4 Euro
          evt. an Ergebnis . Ich pers. bin mir bei Freenet nicht mehr ganz so sicher ,
          ob da mein eigentlich erwarteter Investmentgedanke = mind. 20 Jahre mit 1,65 Euro Bar Div. aus §27 , noch aufgehen kann . Trotzdem Abwarten . Blackrock
          geht aber schon mal short . Ich habe keine Ahnung , was die bessere Aufstellung sein wird , aber halte erstmal noch an Freenet fest . Time will tell .

          LG Det

          • Moin Det,

            der Freenet Anteil ist bei uns nur „Beimischung“, der damalige Gedanke war die Dividendenhöhe. … §27 KStG 🙂
            Ganz durch ist die Anfechtung von Salt (Übernahme Sunrise durch Liberty Global) noch nicht, ok vor der Schweizer Handelskammer haben die erst einmal verloren, Entscheidung kann noch vor dem Schweizer Bundesgericht angefochten werden.

            Vom Sunrise Verkaufspreis will Freenet 800 Mio. zur Schuldentilgung verwenden, 80% vom Free-Cashflow aber ausschütten (hat jedenfalls der Vorstand bekräftigt) … Abwarten … evt. Div.-Rendite ~8% nächstes Jahr?

            Danke noch für den „Wink“ CORBION … fängt an gegen Norden zu laufen und Det, eventuell einen Blick auf DEFAMA werfen? Bei Taylor Wimpey sind wir ausgestoppt worden, bleibt aber unter Beobachtung … damit Immo-UN Rate nur noch ca.10%.

            Gruß
            Lars

          • Tja Lars , bei uns ist Freenet zwar auch “ Beimischung “ , aber die
            § 27 Zahlung sollte eigentlich noch auf 1 Monats-EK , so in 10 Jahren ,
            auf 2 mal vgl. 45 RPs , ausgebaut werden ( Unbeachtlich aus § 27 ) .
            Ich hatte da eigentlich auf einen Monat “ Unterstützung “ durch Freenet
            im “ Alter “ gehofft . Naja , mal abwarten , evt. kommen ja zu den
            bereits 100 Mio. ARP 2020 , auch noch wieder ein paar Bar Div. 2021 mit
            dazu . Time will tell .

            LG Det

    • @Lars: Zur Frage der 3% muss ich sagen, dass ich das im Detail gar nicht verfolgt habe, aber einfach davon ausgehe, dass die Berechnung schon korrekt gewesen ist.

      Ich verfolge so etwas deshalb in der Regel nicht, weil die Entscheidung vorab getroffen wurde und nicht mehr zu ändern ist und die jeweils aktuelle Kursentwicklung ohnehin immer neue Situationen schafft. Aus heutiger Sicht (Aktien-Kurs ist gefallen) wäre die Bar-Dividende wahrscheinlich die bessere Wahl gewesen. Aber das weiß man immer erst hinterher. Und vielleicht sieht es ja in einem Monat schon wieder ganz anders aus…

      Gruß, Der Privatier

      • Ich halte DIC weiterhin für ein gutes Investment und werde meine Anteile jetzt nicht verkaufen, auch wenn die Börsen durch den Wiederanstieg von Corona Erkrankungen den Rückwärtsgang eingelegt haben und dann wäre da evt. noch der Monat September …

        Zum Thema „Wertguthaben“ schreibe ich Ende nächster Woche einen Kommentar, ich will wegen dem „Bemessungsentgelt und damit Höhe des ALG1“ noch etwas nachfragen … (hat etwas mit dem Jahr vor dem Ausscheiden ((bzw. vorletzten Jahr)) aus dem Berufsleben zu tun.

        Gruß
        Lars

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