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Plauder-Ecke (Teil 17) — 99 Kommentare

  1. Die Beitragsbemessungsgrenze für die GRV und Arbeitslosenversicherung soll weiter steigen – auf 7100€.
    Das wären über 9% in drei Jahren, also stärker als die Inflation. Das geht Richtung Abschaffung der Grenze. Alles wird „verbeitragt“, wie in der Schweiz, aber die Auszahlung gedeckelt.
    Was bedeutet das für angehende Privatiers ? In der Tendenz als besser noch früher aussteigen als Steuer und Abgabenzahler und dafür auf die andere Seite Wechseln (Es gibt mehr ALG1).
    Übrigens ein kleiner Nachteil beim Dispojahr: Das ALG1 hängt von der Bemessungsgrenze ab, die vor 2 Jahren galt.

    • Die kritischen Untertöne kann ich nicht so recht nachvollziehen:

      * Die Höhe der Beitragsbemessungsgrenze für GRV und ALV ist ja keine Willkür, die sich böse Politiker ausdenken, um den armen Bürger zu schröpfen, sondern es gibt eine klare gesetzliche Vorgabe, nach der diese jedes Jahr neu festgesetzt wird. Und die Höhe wird dabei von den durchschnittlichen Löhnen und Gehältern des vorvergangenen Jahres abgeleitet.
      Abgesehen von Rundungseffekten entspricht daher die Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze immer der durchschnittlichen Steigerung von Löhnen und Gehältern.

      * Es geht daher NICHT in Richtung „Abschaffung der Grenze“! Und selbst wenn es so wäre, was wäre denn schlecht daran? Mit welcher Begründung sollten sehr gut verdienende (prozentual) weniger in die Sozialkassen zahlen als weniger gut verdienende?

      * Es wird eben NICHT „alles“ verbeitragt! Dafür sorgt ja die Beitragsbemessungsgrenze. Und von daher ist es auch völlig in Ordnung, wenn auch spätere Zahlungen (bei Rente und ALV) sich auf diese Deckelung beziehen.

      * Das Dispojahr hat KEINE nachteiligen Folgen auf die Höhe des ALG! Das ALG bezieht sich niemals auf aktuelle Beitragsbemessungsgrenzen oder andere aktuelle Größen, sondern immer auf die eingezahlten Beträge. Und ob ich nun sofort ALG beziehe, oder ein, zwei oder drei Jahre später, spielt daher überhaupt keine Rolle.

      Gruß, Der Privatier

      • Hast Recht, man darf die Kritik am Steuer – und Abgabensystem nicht an einem einzelnen Element wie der Beitragsbemessungsgrenze festmachen, sondern man muss die Steuer- und AbgabenSÄTZE im EU-Kontext oder sogar global vergleichen.
        Und hier stößt das System bald ein eine Grenze, zumal noch die Lasten durch die völlig systemwidrigen Pensionen und die EU-Transfers hinzukommen:
        „Der Vorsitzende der Kommission „Zukunft der Sozialversicherung: Beitragsbelastung dauerhaft begrenzen“, Martin Werding von der Ruhr-Universität Bochum, warnt, dass die Beitragssätze unter dem geltenden Recht bis 2040 auf rund 50 Prozent anstiegen, unter ungünstigen Bedingungen sogar noch höher. Das beeinträchtigt Wirtschaftswachstum und Arbeitsplätze und gefährdet die Grundlagen der Finanzierung des sozialen Sicherungssystems“
        „Erforderlich ist ein ganzes Bündel gezielter Maßnahmen, die die Ausgabenentwicklung in den Sozialversicherungen dämpfen, die Beitragssätze dauerhaft unter 40 Prozent halten und zugleich den nötigen Schutz der Versicherten gewährleisten“, sagte Werding.“

        Aber ich habe verstanden, dass dieser Blog für politische Diskussionen nicht der geeignete Platz ist.
        Deshalb nur zwei Fragen, speziell für angehende oder tatsächliche Privatiers und GRV-Rentner:
        Soll den die KEST denn auch prozentual vom Gesamteinkommen abhängig gemacht werden, also nach dem Prinzip der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit? Das kann dann mehr oder weniger (Günstigerregelung) als 25%+Soli sein.
        Sollten Kapitalerträge nicht auch verbeitragt werden als KvdR-Rentner?

        • Bevor hier nun begeisterte Zustimmung über die von der oben zitierten Kommission geforderte Begrenzung der Beitragssätze in den Sozialversicherungen ausbricht, möchte ich noch zwei Punkte ergänzen:
          * Die Kommission wurde von der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände ins Leben gerufen und bestand im Wesentlichen aus deren Mitgliedern und Mitarbeitern von Prof. Werding (Ruhr-Uni Bochum).
          * Die Kommission hat nicht nur Forderungen aufgestellt, sondern auch Vorschläge zu deren Realisierung gemacht. Dazu gehören u.a.:
          – Weitere Anhebung des Renteneintrittsalters zunächst auf 70 Jahre.
          – Dann Kopplung des Renteneintrittsalters an Lebenserwartung.
          – Abschaffung der abschlagsfreien Rente ab 63 Jahre.
          – Keine freie Arzt- und Krankenhauswahl für gesetzl. Versicherte.
          – Begrenzung des ALG-Anspruches auf max. 12 Monate.

          Da dürfte sich die Begeisterung in Grenzen halten…

          Deine Fragen zu Abgaben auf Einkünfte aus Kapitalvermögen (Steuern und KV/PV) habe ich nicht verstanden. Möchtest Du mit der Formulierung „Sollten Kapitalerträge nicht auch verbeitragt werden? (m)eine Meinung zu dem Thema abfragen oder möchtest Du den Stand der aktuellen Planungen erfragen?

          Gruß, Der Privatier

          • Von Begeisterung war ja nicht die Rede, sondern ganz im Gegenteil, dass das System an eine Grenze stößt. Das von der Kommission beschriebene Szenario und die dann erforderlichen Gegenmaßnahmen wären natürlich weder im Sinne von Angestellten und schon gar nicht von Privatiers. Im vollständigen Welt-Artikel (leider hinter der Paywall) wird natürlich erwähnt, dass sich hier eine AG-Kommission äußert. So what. Eine niedrigere Steuerbelastung wäre im Interesse von beiden Seiten, gerade um noch gravierendere Eingriffe wie beschrieben, zu verhindern. Es sind aus deren Sicht notwendige, aber sehr unangehme Konsequenzen. Die AGs haben ja auch kein Interesse an unmotivierten Mitarbeiter, die widerwillig bis 70 arbeiten müssen, weil es sonst nicht möglich ist, den weiter wachsenden Sozialstaat zu finanzieren.
            Der ehrliche schockierende Ausblick ist mir jedenfalls lieber als ein nicht haltbares Versprechen der Sozialstaatspartei zur „doppelten Haltelinie“ (Rentenniveau und Rentenbeitrag), wenn nicht gesagt wird, wie es danach weitergehen soll.
            Bessere Lösungen als die Horror-Vorschläge der AGs hat z.B. Daniel Stelter beschrieben.
            „Der Ökonom und Buchautor Daniel Stelter („Das Märchen vom reichen Land“) meint, dass inzwischen viele unternehmerisch tätige und leistungsbereite Menschen das Land verlassen haben. Zugleich kritisiert er Politik und Medien. „Von vielen Politikern wird uns von morgens bis abends erzählt, dass die Ungleichheit zunimmt, obwohl das gar nicht stimmt“, kritisiert Stelter. In seinem Buch „Das Märchen vom reichen Land“ fordert er statt immer neuer Sozialausgaben, welche die Staatshaushalte auf Jahrzehnte belasten, Investitionen in Zukunftsprojekte.“
            https://www.welt.de/wirtschaft/article191505589/Ungleichheit-Zwei-Gruppen-sind-die-Gewinner-der-deutschen-Billionen-Umverteilung.html

            Was die beiden Fragen angeht: Wir als Privatiers oder angehende Privatiers können ja von einem gewissen Vertrauensschutz für die nächsten Jahre ausgehen, was z.B. Renteneintrittsalter und Abschläge angeht (Gilt leider nicht mehr für die jüngere Generation). Die zwei Fragen am Ende beziehen sich daher auf mögliche Maßnahmen, die auch kurzfristig geändert werden könnten und die eben insbesondere Privatiers betreffen würde.
            Ich war lediglich interessiert am Stimmungsbild hier im Forum. Nach meiner Kenntnis gibt es hierzu zum Glück noch keine Überlegungen (außer bei den Linken).

          • „…wird natürlich erwähnt, dass sich hier eine AG-Kommission äußert. So what. „

            Für mich ist es beinahe wichtiger, zu erfahren, wer hinter einer Studie oder wie hier hinter einer Kommission steckt und wer daran mitgearbeitet hat, als das eigentliche Ergebnis. Das kann man sich dann oftmals bereits ersparen…

            Es mag ja richtig sein, dass die Vorschläge der Kommission am Ende allen zu Gute kämen. Leider sind die Nachteile aber sehr einseitig nur bei den Arbeitnehmern zu finden. Zumindest ist mir nicht aufgefallen, welchen Anteil die Arbeitgeber hier beisteuern wollen?!
            Im Resultat müssen die Arbeitnehmer gravierende Einschnitte hinnehmen, um die erhofften Vorteile der Arbeitgeber zu sichern. Kein guter Deal und nicht umsonst gab es ja auch sofortigen Einspruch von Arbeitnehmervertretungen.

            Aber gut – schauen wir noch mal kurz auf evtl. Pläne zu Abgaben auf Kapitaleinkünfte:
            * Mir sind weder konkrete Pläne noch Überlegungen bekannt, die darauf abzielen, auch bei KVdR-Rentnern Krankenkassenbeiträge auf Kapitaleinkünfte zu erheben. Halte ich auch in mehrfacher Hinsicht für eine abwegige Idee.
            * Die Abschaffung der Abgeltungssteuer bei Kapitaleinkünften ist hingegen mehr oder weniger beschlossene Sache. Zumindest steht es so im Koalitionsvertrag und der Finanzminister hat dies auch Anfg. des Jahres noch einmal bestätigt. Inzwischen ist das Thema (evtl. wg. Corona) wohl etwas in den Hintergrund geraten. Zumindest habe ich keine aktuellen Informationen.
            Die letzte mir bekannte Info ging in die Richtung, dass die Abschaffung zunächst nur Zinseinkünfte betreffen soll. Irgendwann ab (oder in) 2021.
            Das wird also kommen. Nur die Details sind noch offen…

            Gruß, Der Privatier

          • „Wir als Privatiers oder angehende Privatiers können ja von einem gewissen Vertrauensschutz für die nächsten Jahre ausgehen, “

            Ich wäre ganz, ganz vorsichtig mit solchen Annahmen 🙁

  2. @privatier, eine Frage an Dich:

    Steueroptimierung der Abfindung durch Einzahlung in die gesetzliche Rentenversicherung (im/für das Dispositionsjahr)

    Es gibt ja zwei Möglichkeiten um die RV-Einzahlung zu tätigen:

    Variante 1
    durch „freiwillige“ RV-Zahlung (§7 Abs.1 SGB VI) fürs Dispositionsjahr

    Variante 2
    Beitragszahlung zum Ausgleich einer Rentenminderung bei vorzeitiger Inanspruchnahme einer Rente wegen Alters (§187a SGB VI)

    Fiktives Beispiel: Anton A (58 Jahre alt)
    Anton A. ist ledig, beendet am 31.12.2020 seine berufliche Tätigkeit, Abfindungszahlung Ende 01/2021, er nimmt das Dispositionsjahr vom 01.01.2021 bis 31.12.2021 in Anspruch, ALG1-Bezug vom 01.01.2022 (bzw. 02.01.2022) bis 31.12.2024, danach Privatier und anschließend Rentner.

    Der max. abzugsfähige Altersvorsorgebetrag beträgt für Ledige 25.046€ (Wert 2020, Zahlen für 2021 liegt noch nicht vor), hiervon kann er 2021 92% ansetzen = 23.042€.

    Anton A. lässt sich im September 2020 beim DRV-Bund beraten und stellt die entsprechenden Anträge für Variante 1 und 2, die Prüfung vom DRV-Bund ergab, dass die Voraussetzung für beide Varianten erfüllt sind.

    Anton A. teilt seine RV-Einzahlungen für 2021 auf. Für 2021 beträgt die max. freiwillige Einzahlung/Monat 1283,40€ (Wert 2020, Zahlen für 2021 liegt noch nicht vor), also direkt für das Dispositionsjahr 2021 = 15.400,80€ (Variante 1). Um den max. Altersvorsorgebetrag auszunutzen zahlt er nach Variante 2 noch 7641,20€ ein, damit Gesamteinzahlung in die RV 2021 = 23.042€ = max. Altersvorsorgebetrag.

    Meine Frage:
    Ist es für Anton A. besser, wenn er monatlich (im Dispositionsjahr 2021) 1283,40€ einzahlt oder ist es egal, wenn er im Dezember 2021 den max. Jahresbeitrag (Variante 1) 15400,80€ an die RV überweist, oder abgekürzt … Monatliche Zahlung im Dispojahr oder Einmaleinzahlung 12/2021 bei der Variante 1?

    Gruß
    Lars

    • Hallo Lars,
      ich sehe da keinen Unterschied. Ausser, dass man bei der Zahlung zum Jahresende das Geld noch das ganze Jahr über zur Verfügung hat.
      Ich habe diese Variante (Jahresende) übrigens für meine Frau in den letzten Jahren selber verwendet.

      Gruß, Der Privatier

      • Vielen Dank für Deine Einschätzung.

        Und falls sich jemand mit den Gedanken trägt, erstmalig freiwillige Einzahlungen in die RV nach §187a SGB VI noch in 2020 vorzunehmen … aus eigener Erfahrung …

        Dazu sollte/muss ein Beratungsgespräch beim DRV-Bund angestrebt werden, Antragsformular V0210 ist auszufüllen und der DRV-Bund überprüft, ob überhaupt die Voraussetzung zur Einzahlung vorliegen. Danach kommt die „Auskunft zum Ausgleich einer Rentenminderung“ mit Zahlbetrag und Kontonummer etc.pp. Das alles nimmt aber einen gewissen Zeitraum in Anspruch. (Bei mir ca. 3 Monate)

        Gruß
        Lars

      • Moin ratatosk,

        vielen Dank für die Informationen. Warten wir dann noch die entgültige Bestätigung ab.

        Gruß
        Lars

  3. Zur Beitragsbemessungsgrenze: Die Crux der Erhöhung liegt woanders. Beispiel, um das zu verdeutlichen:
    Angenommen sie liegt bei 7000 Eur. Jetzt wird sie um 3% erhöht und auf (das ist so festgelegt, auf die nächsten 50 Euro aufgerundet). Damit erhält man dann bei einem Einkommen von 7250 Eur wieder 2 Rentenpunkte. In der Mitte erhöht sich der Wert um auf einen Rentenpunkt zu kommen von 3500 Eur auf 3625 Eur. Dazu müsste der Normalverdiener aber schon eine Gehaltserhöhung von 3,57% bekommen, um noch einen Rentenpunkt zu erhalten. Es wird von den Gutverdienern immer mehr Geld Rentenrelevant und der Durchschnittsverdiener entfernt sich immer schneller von einem jährlich erzielbaren Rentenpunkt.

    • „…der Durchschnittsverdiener entfernt sich immer schneller von einem jährlich erzielbaren Rentenpunkt.“

      Die Darstellung ist nicht so ganz korrekt. So haben die erzielbaren Rentenpunkte nicht direkt etwas mit der Beitragsbemessungsgrenze zu tun (und erst recht nichts mit ihrer Erhöhung). Die Rentenpunkte berechnen sich anhand des (vorl.) Durchschnittentgelts. Zum Vergleich die Werte für 2020:
      Durchschnittsentgelt: 40.551€, Beitragsbemessungsgrenze RV (West/Ost): 82.800€/77.400€.

      Der „Durchschnittsverdiener“ erzielt immer genau einen Rentenpunkt. Und wenn sich das Durchschnittsentgelt im nächsten Jahr erhöht, so erhält er wieder genau einen Rentenpunkt. Sofern sich sein Entgelt ebenfalls durchschnittlich erhöht hat. Aber sonst wäre er ja kein „Durchschnittsverdiener“. 😉

      Er erfernt sich daher nicht immer schneller, sondern gar nicht.
      Solange er durchschnittlich verdient, bekommt er immer einen Rentenpunkt. Es ändert sich nicht. Und das ist nebenbei dann beim Gutverdiener ähnlich: Er bekommt näherungsweise immer ca. 2 Rentenpunkte. Auch da ändert sich also nichts.

      Gruß, Der Privatier

      • In 2021 haben wir also eine BBMG von 7100 Eur. 2018 war sie noch bei 6500 Eur. D.h. der Durchschnittsverdiender(!!) kann also von Juli 2018 – Juli 2021 auf eine Gehaltserhöhung von insgesamt 9,2% zurückblicken? Das fällt mir wirklich schwer zu glauben.

        • BBMG hat nix mit Durchschnittsverdiener zu tun. Schrieb bereits Privatier. Und der Unglaube, 3% Anstieg per anno… Wie stiegen noch gleich die Renten? 😂👍
          MbG
          Joerg

          • Sorry,war etwas platt geschrieben, vielleicht besser ein Beispiel: ch erschrak mich dereinst in 2009, dass das Durschnittseinkommen sank! Beitragsbemessungsgrenze übrigens in 2011 geringer als Vorjahr und ich meine 2006 stabil vs. Vorjahr.
            MbG
            Joerg

          • 2009 war halt Krise, auch Siemens hat da mal nix in die bAV eingezahlt.
            Aber ein gesunkenes Durchschnittseinkommen (2020 vielleicht wieder) ist günstig für freiwillige DRV-Beiträge, weil der Preis eines EP entsprechend sinkt.

      • Aus meiner Rentenauskunft, Punktwerte BBG (ich war 2001-19 über BBG):
        2002: 1.8864
        2003: 2.1149
        2005: 2.1368
        2007: 2.1034
        2009: 2.1242
        2012: 2.0362
        2018: 2.0595
        Etwas volatil halt, meist über 2.

        • Genauer: ab 2017 war ich wegen ATZ wieder unter BBG, aber die RV-Beiträge wurden dankenswerterweise auf BBG aufgestockt 🙂

  4. Hallo,gibt es wirklich ein Gesetz das meiner Firma erlaubt mir als ‚rentennah‘ nur 20% von meinem brutto Monatsgehalt einmalig als ‚incentive‘ anzubieten anstatt einer ’normalen‘ Abfindung? Das Argument ist, ich habe seit ich 55 bin die Möglichkeit in die übergangsversorgung zu gehen und daher gäbe es keine Abfindungen für unsere Generation, nach 35 Jahren!!

    • Zunächst einmal gibt es für (beinahe) niemanden überhaupt irgendeinen Anspruch auf eine Abfindung. Das ist zwar ein weit verbreiteter Irrglaube, ist aber nicht so.

      Auch für die Höhe einer Abfindung gibt es keine feste Regeln. Am Ende müssen sich die Vertragspartner immer einig sein. Wenn der AG nicht will, dann „muss“ er gar nichts.

      Insofern gibt es auch kein Gesetz, was hier irgendetwas vorschreibt. Es gibt aber (mehrere) höchstrichterliche Urteile, die besagen, dass es keine Alterdiskriminierung darstellt, wenn z.B. im einem Sozialplan rentennahe Jahrgänge deutlich weniger Abfindung erhalten als jüngere Mitarbeiter.
      Im Detail sind die Urteile etwas komplexer und falls Bedarf besteht, würde ich dazu einmal einen Anwalt zu Rate ziehen.

      Zu bedenken ist bei den rentennahen Jahrgängen immer, dass eine Abfindung ja dazu gedacht ist, die zukünftigen Einkommensverluste (bis max. zur Rente) zu mildern. Auch unter Einbeziehung eines 2-jährigen ALG-Bezuges. Je älter man wird, desto weniger ist da auszugleichen.

      Kurz: Die Aussichten auf eine Verbesserung sehe ich nicht. Aber ggfs. kann ein Anwalt unter Einsicht in alle Gegebenheiten hier noch etwas erreichen?

      Gruß, Der Privatier

    • Wenn der AG nicht will, braucht er Dir gar nichts anzubieten, Aufhebungsverträge basieren auf gegenseitiger Freiwilligkeit …

      Es gibt keine ’normale‘ Abfindung. Wenn der AG kündigt und der AN wehrt sich dagegen, dann wird bei den Arbeitsgerichten manchmal die Daumenregel pro Jahr Betriebszugehörigkeit ein halbes Monatsgehalt zugrunde gelegt. Aber dein AG will dich scheinbar gar nicht los werden.

      Edit: Sehe gerade der Privatier war schneller und viel ausführlicher

  5. Wie wird meine vergangene Privatinsolvenz im Hinblick auf ‚Rentennähe‘ behandelt? Ich werde im Dezember 59 und bekomme daher nichts. Wäre ich 52 (bis 54) bekäme ich pro Jahr 1 Monatsgehalt Abfindung. Ich hatte aber durch meine (unverschuldete) PI garnicht die Möglichkeit mit 55 in die ÜV zu gehe und hoffe dass ich diese 7 Jahre abgerechnet bekommen kann.Besteht da eine Möglichkeit? Vielen Dank, auch für die Beantwortung meiner letzten Frage.. Grüße

    • Sofern es sich um eine individuelle Verhandlung zwischen Ihnen und Ihrem AG handelt, können Sie selbstverständlich alle Argumente vorbringen, die Ihnen als nützlich erscheinen. Ein Anrecht auf ein Entgegenkommen des AGs besteht jedoch nicht.

      Anders könnte sich die Lage darstellen, wenn es hier um eine allgemein gültige Betriebsvereinbarung oder Sozialplan handelt. Hier könnte man u.U. auf eine unzulässige Ungleichbehandlung o.ä. klagen. Das wäre dann aber definitiv nur mit der Unterstützung eines Anwaltes sinnvoll. Und aus meiner Sicht ebenfalls wenig Erfolg versprechend, da es bereits Urteile gibt, die (deutlich) geringere Abfindungen für rentennahe Jahrgänge für zulässig erklärt haben.

      Gruß, Der Privatier

  6. Guten Morgen!
    Da ist sie nun, die aus meiner Sicht längst überfällige Korrektur der Märkte …
    Ich habe sie genutzt, um die erste (Trading-)Position im S&P500 aufzumachen (Kauf ETF).
    Der S&P500 hat sein 23.6% Rücksetzer-Ziel nach Fibonacci gestern ziemlich genau bei 3255 erreicht (Tief Ende März zu Hoch Anfang September). Man konnte gestern auch schön sehen, dass an dieser Chartmarke eine Reaktion des Marktes stattfand.
    Vielleicht geht es ja noch tiefer zum nächsten Ziel bei 38.2% (ca. 3050)? Dann wird die 2., größere Position gekauft.
    Verkaufsstrategie: Verkauf von 50% der Gesamtposi am Allzeithoch. Den Rest bei Trendumkehr im Wochenchart.

    Btw.: letzte Woche hab ich noch in Pfizer investiert (langfristig). KK 30€, Dividendenrendite 4,2%.Meine Erwartung ist, das da genügend Luft im Kurs nach oben ist und Pfizer als gesundes Unternehmen auch demnächst gute Geschäfte macht.
    VG, Jürgen

    • Hallo Jürgen, in Pfizer habe ich auch eine Position aufgebaut… ist schon ein paar Wochen her
      Grüße Thomas

  7. Am 17.Juli hat die Vistry Group Stückdividende ausgezahlt, 2.062 Stück für mich. Jetzt, 10 Wochen später, hat die onvista-bank die Spitze von 0.062 Stk verkauft und mir dafür 0.31 gutgeschrieben. Der Aktienverlusttopf stieg um 0.58, die Kaufwertsumme fiel um 0.83.
    Präzisionsbanking… 😀

  8. Hallo, vielleicht nicht ganz ontopic, aber ich versuche es hier trotzdem mal. Zum Ende den Monats werde ich über einen Aufhebungsvertrag mit Abfindung meinen jetzigen Arbeitgeber verlassen und am 1.10 an einer neuen gleichwertigen Stelle nahtlos wieder anfangen. Ich bin Mitte 40, Ruhestand ist da (leider) noch kein Thema. Die Abfindung wird im Januar 2021 ausgezahlt. Nun suche ich seit einiger Zeit Möglichkeiten die Steuerlast in 2021 zu reduzieren. Das normale Gehalt ist im Bereich 90K€, die Abfindung im sechsstelligen Bereich. Bei der Abfindung konnte ich nur den Auszahlungszeitpunkt wählen (max +2 Jahre nach Ausscheiden). Ich bin nicht verheiratet, aber in einer langjährigen Partnerschaft und besitze seit 15 Jahren eine vermietete Wohnung und habe ausreichend Rücklagen (vergammeln auf diversen Konten). Mir ist die Fünftelregelung grundsätzlich bekannt. Ich hatte auch schon Kontakt zu einem Steuerberater, bin aber mit dessen Empfehlungen nicht zufrieden. Er hat z.B. nicht erwähnt, dass ich die Krankenkassenbeiträge auf 2,5 Jahre im voraus bezahlen kann. Er sprach von Rürup Rente (Riester habe ich bereits), oder ggf. einer Immobilie. Was könnte ich machen um die Steuerlast mit der Abfindung zu senken, was wäre sinnvoll? Bei meiner Partnerin ist es aktuell kritisch was den Arbeitsplatz angeht, viel Kurzarbeit, wie es 2021 in der Firma weitergeht ist unklar. Heirat ist für uns nicht ausgeschlossen, war aber bisher für keinen von uns wichtig genug.

    • Wenn die Fünftelregelung bekannt ist, dann schau dir das Negativbeispiel an https://der-privatier.com/kap-3-3-1-2-hinweise-zur-fuenftelregel-rechenweg/#comment-26242

      Es sind sogar 3 Jahresbeiträge KK im voraus, die man steuerlich absetzen kann.
      Vermietete Wohnung ist wahrscheinlich eine ETW, sonst würde ich sagen: Fenster, Außen- und Dachisolierung, Heizung = alles neu machen.
      Auch die Anschaffung einer Solaranlage soll gute steuerliche Effekte ausweisen. Da kann ich aber nix weiters zu sagen, kommt ja auch drauf an ob man ein passendes Dach hat 🙂

      Schau auch mal auf den Artikel, den der Privatier dazu geschrieben hat https://der-privatier.com/steuern-sparen-bei-der-abfindung/

      PS: Steuern sparen ist nicht alles, überlege welche Vorschläge im Endeffekt sinvoll sind.

      PPS: Auch eine Spende an das Rote Kreuz oder an Harald Schmidt’s arme Negerkinder ist steuerlich absetzbar

      PPPS: denk an den Disclaimer vom Privatier, dass alle Vorschläge auf dieser Seite sich an (angehende) Privatiers richten. Für jemanden, der weiterhin im Berufsleben steht, können manche Vorschläge auch kontraproduktiv sein.

      • Ah, die extra Seite zu Abfindungen hatte ich gar nicht gesehen. Bei mir wird sich auch die Frage zur Steuerklasse für die Abfindung des alten Arbeitgebers stellen. Der neue wird ja im Januar regulär mir SK 3 das Gehalt überweisen, die Abfindung wird dann mit SK 6 versteuert. Wenn ich meinen alten AG richtig verstanden habe, könnte das für den Januar auf umgedreht werden. Ich frage mich, ob das sinnvoll ist, wenn ich es richtig verstehe, gleicht sich das durch die Steuererklärung am Ende doch wieder aus.

        • Auch dazu gibt’s hier extra Kapitel! Welches Kapitel hast du denn bisher gesehen, nur die Plauderecke Teil 17? Da sind all deine bisherigen Fragen nämlich falsch aufgehoben und die Inhalte werden später, weil falsch zugeordnet, nie wieder gefunden. Am besten jetzt erstmal in’s Inhaltsverzeichnis dieses Blogs schauen und dort das Betreffende raussuchen und dann selber ganz viel lesen (inklusive allen Kommentaren). Denn da gibt’s schon soviel Wissen, Fragen und Erfahrungsberichte und es sollte das Passende dabei sein, um sich zunächst mal selber damit zu beschäftigen und das Ganze zu verstehen. So lassen sich schon sehr viele Fragen alleine klären.

    • Ich schliesse mich da den Ausführungen von eSchorsch an. Inkl. der Hinweise und Einschränkungen. Insbesondere möchte ich noch einmal hervorheben:
      „Für jemanden, der weiterhin im Berufsleben steht, können manche Vorschläge auch kontraproduktiv sein.“

      Gruß, Der Privatier

  9. Hallo Privatier,
    habe mal mitgelesen, dass Sie auch Anleihen der Provinz Nequen halten. Heute ist ein Terminschreiben hierzu eingegangen. Halten Sie die Anleihe noch, wenn ja wissen Sie sicherlich Bescheid, welches ich meine. Verstehe das Ganze nicht so ganz. Wäre sehr dankbar für eine Erklärung. Vielen Dank.

    • Richtig, die Anleihe der Provinz Neuquen habe ich ein paar Jahre gehabt, habe sie aber Anfang des Jahres (Feb.20) verkauft. Ich habe da noch einen einigermassen ordentlichen Kurs erwischt (ca. 80%), dennoch von Kurs her ein Verlust. Insgesamt dürfte es mit Zinsen und fiktiver Quellensteuer ungefähr +/- Null ausgegangen sein.
      Ich habe die Anleihe vorsichtshalber verkauft, weil mir die wirtschaftliche/politische Lage in Argentinien sehr nach anstehenden Schuldenschnitten aussah und mir im Zusammenhang mit Corona einfach viel zu riskant erschien. Aus derzeitiger Sicht wahrscheinlich eine richtige Entscheidung.

      Aber seitdem habe ich die Anleihe nicht weiter verfolgt und kann daher zu aktuellen Entwicklungen nichts sagen. Aber sicher gibt es im Wertpapier-Forum ein paar Infos dazu: https://www.wertpapier-forum.de/topic/56989-argentinien-provinzen-au%C3%9Fer-pba/?do=findComment&comment=1334686

      Gruß, Der Privatier

  10. Am Montag kommt die abgespaltene Siemens Energy für einen Tag in den DAX (lustige ISIN übrigens):
    „Following the spin-off of Siemens Energy AG (DE000ENER6Y0) from Siemens AG (DE0007236101), an adjustment of the DAX index is required. On 28 September, Siemens Energy AG will therefore be included in the DAX index for one day. This adjustment ensures the trackability of the index for investors. The DAX index will accordingly be calculated on a basis of 31 companies for one day.

    Siemens Energy AG will enter the index with a price of zero. The total number of shares and free float used for Siemens Energy AG in the index are given by the parent share (Siemens AG) in the index and the ratio for the spin-off. At the close of Xetra-trading on 28 September, Siemens Energy AG is taken out of the DAX index, and the Siemens AG weighting will be adjusted accordingly.“

  11. Moin Det,

    die Dividendengutschriften der DIC AG sind eingetroffen. Hatte mich für die Bardividende entschieden.

    Dividendengutschrift: 0,15€/Aktie
    Ertragsgutschrift nach §27 KStG: 0,1591€/Aktie
    Dividendengutschrift (Bardividende-Wahlmöglichkeit): 0,3509€/Aktie

    @Privatier
    Haben sich die 3% erfüllt? (siehe Dein Kommentar vom 30.08. in Plauder-Ecke Teil 16)

    „Die 3% ergeben sich aus dem Bezugspreis für die neuen Aktien. Dieser liegt zwar noch nicht fest, aber die Regel zu seiner Festlegung. Und die lautet (sinngemäß): …..“

    Gruß
    Lars

    • Moin Lars , hatte zwar noch nicht geschaut , aber denke die Bar Div. wird
      wohl eingetroffen sein . 0,3k Rechte da , 2k Rechte da . Gewinnsicherung
      nach einbuchung der Rechte bei ca. 12 für 1,6k Anteile , Rest 0,4k , plus
      ein zugenommenes Paket bei ca. 11 nach Rechtetermin . Also nun mit erstmal
      0,8k Bestand abwarten was es fürs nächstes Jahr werden wird . Ich werde wohl
      erstmal DIC noch weiter halten , da ich Sie n.w.v. für GUT halte , aber auch
      auf der anderen Seite , keine Glaskugel für die weitere Zukunft von
      Gewerbeimmos in Deutschland und damit natürlich auch für die Zukunft
      von DIC habe .

      Sollte es nochmal “ Extrem “ runter gehen , könnte es auch sein , das ich
      wieder auf den ehemaligen Bestand ( Vor Corona ) anpasse . Abwarten .

      Und ob ich dann die Bar Div. wieder für DIC Anteile , oder Aurelius Verluste ,
      Shell Verluste , NRZ Verluste oder evt. auch nochmal für BASF Kauf
      ( wenn Sie denn nochmal zu kleiner 42 kommen ) oder Heliad Verluste ausgeben
      werde , oder doch mit Tanger , Freenet oder Prosus NV noch neutral bleibe ,
      werde ich dann entscheiden , wenn ich mir da genauere Gedanken gemacht habe .
      Die 0,8k DIC Anteile , laufen da jetzt erstmal mit und wenn sich der
      Carola Nebel , weiter lichtet , werde ich dann entscheiden wo noch etwas
      nachrebalanct werden könnte . Aber vermutlich werde ich noch um 0,2k füllen ,
      damit ich wieder eine einfacher zu merkende Grösse habe . Quasi 1 Block .
      Wie der Lars dann . Kleiner 8 , könnte es aber sein , das ich nochmal aufsammel .
      Noch nicht genau ausgerechnet , aber müsste z.Zt. beim Besand , irgendwas um
      DS 10 sein . Das ist für mich z.Zt. , als Preis des Anteils , in Ordnung .

      LG Det

        • Moin Lars
          CR Capital habe ich ( glaube ich zumindest , letzten Wochen wenig Zeit
          gehabt , um mich darum zu kümmern ) noch . Müsste mich da eigentlich
          auch mal wieder updaten ( Kleine Posi , 1 oder 2P. , irgendwas um 30 ) .

          Freenet , relativ sicher , das ich da nixxxx gemacht habe .
          Gehofft hatte ich ja eher auf “ Steuerlich “ 13,X Euro , via Bar Div. 1,65
          aus 2019 für 2020 zu zahlen —-> Abgesagt wegen Carola-Unsicherheit 2020 .

          Betr. VK von Sunrise . Bin schon bei dem Widerspruch auf Sunrise HV ,
          betr. Übernahme ??? von ausgegangen , das Sie da mal etwas Luft machen
          wollen . Wird wohl spannend werden , wie da der Preis für eine Mehrheit
          aussehen wird . Stimmrechte sind halt Stimmrechte . Und eine Blockade ,
          kann da den Preis ggf. auch in der Schweiz , mal ordentlich anheben .
          Hat da bei letzter HV Sunrise , ziemlich viel Hali und Halo gegeben .
          ( Stimmrechtsverweigerung durch Freenet , betr. eingefädelten Kauf )

          ARP nun aufgelegt/gestartet , und hoffen auf 5 Mio. Anteile , zu kleiner
          20 Euro einsammeln zu können . Kursbewegung jetzt nicht so stark nach oben .
          D.h. könnte also mit den 100 Mio. Euro für 5 Mio. Anteile , wohl noch
          klappen . Wenn ich es richtig verstanden habe , wollen Sie die 5 Mio. Anteile
          dann aber einziehen und vernichten ( = Kapitalherabsetzung ) . D.h. dann von
          ca. 128 auf ca. 123 Mio. Anteile , verkleinern . Auch eine Möglichkeit der
          Rückgabe von FCF an die Anteilseigner .
          Eigentlich gerne von mir gesehen , lieber hätte ich aber die 1,65 Euro Bar Div.
          aus §27 genommen . Und waren dieses Jahr auch eigentlich soooo eingeplant .
          Und auch insbesondere durch Hr. Vilanek , SOOOOOO Bestätigt worden .
          Aber unverhofft , kommt halt wie immer , OFT .
          Das Sie die Schulden mit den Sunrise VK , dann mal etwas mindern wollen
          ( ca. 800 Mio. FCF für Schuldendeckung , ca. 300 Mio. Kursgewinn FCF , aber
          dafür dann auch weniger Bar Div. aus Sunrise-Anteilen ) finde ich bei den doch
          z.Zt. recht günstigen Finanzierungsmöglichkeiten , eher auch suboptimal .
          ( Einstellung in §27 Konto , wird damit m.M.n. etwas verschoben zu normal )
          Bei 5 Mio. eingezogenen Eigenanteilen , ehemals 1,65 Euro p.a. = 8,25 Mio.
          Sparquote aus ARP , ggf. kleiner 100 Mio. . 100/8,25 = 12,12 Jahre warten .
          Oder auch 100/12,12 = 8,25% Sparquote die nächsten 12,12 Jahre bis Null .
          Das wäre die Buy Side . Die Sell Side hatte ich auch schon mal gerechnet ,
          war aber m.M.n. eher suboptimal , da einen VK der Rechte Sunrise zu machen .
          Aber 300 Mio. Ergebnisbeitrag in 2021 ??? , kann halt auch schon mal eine Gewinnsicherung für 300 Mio. Ergebnisbeitrag , bedeuten . Keine Ahnung ,
          was da die besseren Möglichkeiten sind .

          Wenn man dann mal die ca. 300 Mio. Gewinnsicherung , auf dann ggf. noch
          123 Mio. Anteile ( Wenn sich ARP erfüllt 100 Mio. / Minus 5 Mio. Anteile )
          umrechnet , bleiben so ca. 2,5 Euro/Anteil , über . Zusätzlich zu den
          DS 1,8 bis 2 Euro Ergebnisbeitrag p.a. normal , also ca. 3 bis 4 Euro
          evt. an Ergebnis . Ich pers. bin mir bei Freenet nicht mehr ganz so sicher ,
          ob da mein eigentlich erwarteter Investmentgedanke = mind. 20 Jahre mit 1,65 Euro Bar Div. aus §27 , noch aufgehen kann . Trotzdem Abwarten . Blackrock
          geht aber schon mal short . Ich habe keine Ahnung , was die bessere Aufstellung sein wird , aber halte erstmal noch an Freenet fest . Time will tell .

          LG Det

          • Moin Det,

            der Freenet Anteil ist bei uns nur „Beimischung“, der damalige Gedanke war die Dividendenhöhe. … §27 KStG 🙂
            Ganz durch ist die Anfechtung von Salt (Übernahme Sunrise durch Liberty Global) noch nicht, ok vor der Schweizer Handelskammer haben die erst einmal verloren, Entscheidung kann noch vor dem Schweizer Bundesgericht angefochten werden.

            Vom Sunrise Verkaufspreis will Freenet 800 Mio. zur Schuldentilgung verwenden, 80% vom Free-Cashflow aber ausschütten (hat jedenfalls der Vorstand bekräftigt) … Abwarten … evt. Div.-Rendite ~8% nächstes Jahr?

            Danke noch für den „Wink“ CORBION … fängt an gegen Norden zu laufen und Det, eventuell einen Blick auf DEFAMA werfen? Bei Taylor Wimpey sind wir ausgestoppt worden, bleibt aber unter Beobachtung … damit Immo-UN Rate nur noch ca.10%.

            Gruß
            Lars

          • Tja Lars , bei uns ist Freenet zwar auch “ Beimischung “ , aber die
            § 27 Zahlung sollte eigentlich noch auf 1 Monats-EK , so in 10 Jahren ,
            auf 2 mal vgl. 45 RPs , ausgebaut werden ( Unbeachtlich aus § 27 ) .
            Ich hatte da eigentlich auf einen Monat “ Unterstützung “ durch Freenet
            im “ Alter “ gehofft . Naja , mal abwarten , evt. kommen ja zu den
            bereits 100 Mio. ARP 2020 , auch noch wieder ein paar Bar Div. 2021 mit
            dazu . Time will tell .

            LG Det

          • Moin Lars
            Betr. Sunrise Deal

            https://www.finanzen.net/nachricht/aktien/im-zweiten-anlauf-freenet-aktie-zweistellig-im-plus-liberty-kauft-sunrise-communications-freenet-dient-aktien-an-9187241

            Aber alter Stand aus August . Die neu aufgenommenen Schulden , um die alten
            Schulden abzulösen , sind mit ca. 1,6% / 1,8% finanziert ( ca. 700 Mio. bei Instis untergebracht ) und würden wohl auch ohne Sunrise VK eine Schuldenlastsenkung beim Zins bedeuten . D.h. die 800 Mio. können dann ja
            auch nicht so ohne weiteres beim Schuldenabbau untergebracht werden .
            ( Gibt ja auch Fälligkeiten von Kreditablösungen dann noch zu beachten )
            Aber auch 300 Mio. Kursgewinn-Sicherung aus Anteilsverkauf , kann ja auch
            durchaus positiv zu werten sein . Wie sich die Lage weiter gestalten wird ,
            bleibt natürlich weiterhin Glaskugel , aber ich werde wohl erstmal weiterhin
            dabei bleiben . Evt. geht ja mein Bar Div. Zahlmodell , doch noch auf .
            Für dieses Jahr , wird es aber wohl eher das NICHT ZAHL MODELL werden .
            Traurig zwar , aber was will man machen . Mal hoffen , das wenigstens die
            100 Mio. aus dem ARP , nicht einfach so verpuffen . Da hätte ich dann doch
            lieber die vergl. Bar Div. von 100 Mio. / 128 Mio. Anteile = 0,78 Euro ,
            auf meinen Konto gesehen . Time will tell .

            LG Det

          • Moin Det,

            dass mit der Ausgabe eines Schuldscheins bei Freenet hatten wir gar nicht auf den Sender, na ja Freenet ist auch nur eine kleine Position bei uns. Falls es doch unerwartet eine Sonderdividende geben sollte, nehmen wir diese gerne mit. Freenet bleibt erst einmal im Depot, abwarten …

            Rohstoffe: (Nickel)

            Ich schaue jetzt vermehrt auf Nickel, insbesondere auf Norilsk Nickel. E-Mobilität rückt immer stärker in den Vordergrund, bei der Batterietechnik wird Kobalt mehr und mehr durch Nickel ersetzt, eventuell in den nächsten Jahren hier verstärkte Nachfrage? Eine kleine Position werde ich in den nächsten Tagen aufbauen.

            Gruß
            Lars

    • @Lars: Zur Frage der 3% muss ich sagen, dass ich das im Detail gar nicht verfolgt habe, aber einfach davon ausgehe, dass die Berechnung schon korrekt gewesen ist.

      Ich verfolge so etwas deshalb in der Regel nicht, weil die Entscheidung vorab getroffen wurde und nicht mehr zu ändern ist und die jeweils aktuelle Kursentwicklung ohnehin immer neue Situationen schafft. Aus heutiger Sicht (Aktien-Kurs ist gefallen) wäre die Bar-Dividende wahrscheinlich die bessere Wahl gewesen. Aber das weiß man immer erst hinterher. Und vielleicht sieht es ja in einem Monat schon wieder ganz anders aus…

      Gruß, Der Privatier

      • Ich halte DIC weiterhin für ein gutes Investment und werde meine Anteile jetzt nicht verkaufen, auch wenn die Börsen durch den Wiederanstieg von Corona Erkrankungen den Rückwärtsgang eingelegt haben und dann wäre da evt. noch der Monat September …

        Zum Thema „Wertguthaben“ schreibe ich Ende nächster Woche einen Kommentar, ich will wegen dem „Bemessungsentgelt und damit Höhe des ALG1“ noch etwas nachfragen … (hat etwas mit dem Jahr vor dem Ausscheiden ((bzw. vorletzten Jahr)) aus dem Berufsleben zu tun.

        Gruß
        Lars

        • Moin Lars
          Heute sind dann auch noch die 2P. DIC kleiner 10 ins Körbchen gefallen .
          Nun erst mal wieder abwarten was es evt. bis HV 2021 wohl werden wird .
          2 mal nen 1/2 Block = 1 Block , kann ich mir einfach leichter merken .
          Mal sehen was die Gewerbe-Immos via DIC , in Deutschland in der Zukunft
          machen werden .

          LG Det

  12. Hallo Peter
    Nur eine kurze Frage betr. GKV ( muss mal langsam einen Arbeitsvertrag für
    die GKV Pflichtversicherung gestalten ) . GKV rechnet doch immer auf Brutto ???
    Also z.B. Lohnsumme 20 Euro/Std. mal 172 Std. = 3440,00 Euro/mon. = 41280,00 p.a. .
    Beitrag dann z.B. 14,8% mal 3440,00 Euro = 509,12 Euro . Halber AG & Halber AN
    Anteil = 254,56 Euro / mon. . Zusatzeinküfte ( Solange nicht “ Überwiegend “ )
    wie Rente / ME / KAP , zählen dann bei einem “ Pflichtversicherungsverhältnis “
    aber nicht mehr ??? Also z.B. “ Zusatzeinkunft “ 3000,00/mon. , plus 3444,00 Euro
    Pflichtvers. GKV = 254,56 Euro/mon. AN Beitrag GKV Pflicht ???

    Reicht das d.M.n. an Spread 3000,00 Euro/Zusatzeinkommen zu 3440,00 Euro/mon.
    Brutto EK , als AN für eine “ Überwiegend-Frage “ GKV ??? . Oder sollte da der
    Spread , ggf. noch ein wenig grösser gewählt werden ??? ( Unter 1,5k/mon. Zusatzeinkunft wird schwierig , über 20 Euro/Std. Hausmeisterjob wird wohl
    auch komisch aussehen/Nachfrage auslösen ob passend für SABO-Schieber ??? )

    LG Det

    • Hallo Det, soweit ich sehe, erscheint mir die Rechnung plausibel (aber nicht nachgerechnet). Es fehlen allerdings zu vollständingen Berechnung noch der individuelle Zusatzbeitrag (ca. 1%) und der Beitrag für die Pflegeversicherung (3,05% o. 3,25%).

      Die Frage, welche Einkünfte überwiegen, beziehen sich meiner Meinung nach immer nur auf den Vergleich: Selbstständige/Abhängige Einkünfte, nicht jedoch auf andere Einkünfte wie z.B. Kapitaleinkünfte oder Rentenbezüge. Und diese Abwägung erfolgt NICHT allein auf Basis der Höhe der Einkünfte, sondern ist eine „Allgemeinschau“, d.h. es werden auch andere Aspekte wie Zeitaufwand und Einflussnahme beurteilt. Details dazu findet man aber in der Regel nur in entsprechenden Gerichtsurteilen.

      Gruß, Der Privatier

      • Ja Peter , Danke für deine Meinung .
        Sieht im Moment eh nach “ Komplex “ aus . War nochmal bei STB , Bank und GKV
        betr. um “ Ruheregelung “ für Gewerbe nachzufragen , und muss da die Antworten
        erstmal für ein für mich passendes Puzzel , zusammenlegen .
        Incl. der “ Abwägung “ der anderen Aspekte —> Komplex .

        LG Det

        • Soo Peter , diese Woche ist auch die TK Bestätigung gekommen .
          “ Gerne “ begrüssen wir Sie in unseren Club der Arbeitnehmer mit
          den zu erwartenden Beiträgen . Leider habe ich wieder Puzzelteilchen
          Zahn und sonstigen Privatier Rundum Sorglospaket übersehen .
          Für das kleine Extra , wird wohl eher der kleine Zusatzbeitrag fällig ,
          der einen wechsel im Alter , scheinbar wieder etwas Summenanpassung
          Mix GKV und PKV Zusatz = Unterschied Null , im Ergebnis ausmachen wird .

          Naja , mal abwarten was es in Summe ergeben wird . Kleine Anfrage , betr.
          Rundum Sorglos Paket ehemals Privatierschutz bereits gestellt .
          Aber erste Voranfrage hat schon mal ergeben , billig gibts da auch nicht
          wirklich . Muss ich wohl ne Überstunde beim SABO schieben leisten .

          Aber ich habe ja schon mit Interesse die Bewertungen der BKK Diakonie
          gelesen ( Quasi mit direktem Draht nach oben ) , evt. können Die ja noch
          was machen . Wenn das schon mit der Glaskugel nicht so richtig funktioniert .

          Dir erstmal schönes Wochenende , ich habe noch an son paar Puzzelteilchen
          wieder weiterzupuzzeln . Wäre ja auch sonst ( fast ) langweilig .

          LG Det

          • Ja, Det – dann hast Du es ja endlich geschafft. Ich hoffe, es war noch rechtzeitig. Immerhin musst Du ja noch 90% der zweiten Hälfte des Erwerbslebens in der GKV zubringen. Aber notfalls kann man ja das Ende des Erwerbslebens auch noch ein wenig nach hinten schieben. 😉

            Gruß, Der Privatier

          • Tja Peter , darüber rätsel ich ja auch noch ein wenig .
            Ob da die GKV nicht Regelrentenalter 67 ( Kann ja bis
            dahin auch nochmal auf 70 verschoben werden ) zu Grunde
            legt ??? Egal , dann bleibe ich einfach bis Lebensende
            Arbeitnehmer . Oder der Rebalancingprozess zum Haupteigentümer
            der Vermögensmasse ( incl. 9/10 ) nimmt nochmal zu , auch Egal .
            Dann nehme ich den DS Rentner mit 45 RPs ( incl. Beitrag ) und
            die 9/10 GKVdR Versicherte halt das Eigentum ohne GKV Beitrag .
            Eigentlich auch gehuppt wie getuppt .

            Am Kühlschrankinhalt oder am Leben , wird sich wohl nicht soviel
            ändern . Ich stell mich aber schon mal auf längere Wartezeiten bei
            der Terminvergabe bei den Arztpraxen ein . Hoffentlich habe ich dann
            im Alter keinen erhöhten Bedarf an Terminen in Arztpraxen .

            Mal wieder ganz neue Erlebnisse mit so einer TK Gesundheitskasse .
            Hoffentlich muss ich Sie nur selten bis NIE , in Anspruch nehmen .

            Aber AN Status ging ( bisher ) erstaunlicherweise relativ einfach
            über die Bühne . Naja , mal nicht den Tag vor dem Abend loben .
            Erstmal abwarten was ich noch alles übersehen habe .
            Selbstverständlich habe ich Swantjes Ratschlag befolgt , es der
            Prüfung einfach zu machen . Quasi Haupteinkommensart AN-Verhältnis .
            Rest ruht erstmal , bis Probezeit überstanden ist .
            ( War das komplexeste Puzzelteilchen für die einfache Prüfung GKV )

            Mal abwarten ob mein Plan da aufgehen wird . Aber in Coronazeiten ,
            gehen ja jetzt mehrere ehemals Selbstständige , wieder einer AN Tätigkeit
            nach . Evt. falle ich da ja in der GESAMTSCHAU auch nicht weiter auf .
            Quasi einer von vielen , den das Virus gebeutelt hat . Stimmt ja auch für
            ca. 20 % . Da sind ja auch nur noch fast 15 % im Preis zu sehen .
            Der hohe Entfall der Bar Div. 2020 , zwingt mich halt zum AN Status
            incl. GKV . Was soll ich da machen . Das es gerade ganz gut in meinen
            Plan fällt , ist halt Zufall .

            LG Det

          • „Ob da die GKV nicht Regelrentenalter 67…zu Grunde legt ?

            Nein, das Ende des Erwerbslebens wird mit dem Antrag auf eine Altersrente besiegelt. Man hat es also ein wenig selber in der Hand.

            Gruß, Der Privatier

        • Ja Danke Peter
          Dann gibt es ja wieder mehrere Optionen .
          A) AN Verhältnis bis DRV Rente überwiegend ist , incl. 9/10 .
          B) Rente und Nebeneinkünfte mit 60 bei freiwilliger Bebeitragung
          GKV . Und natürlich alle dazwischenliegenden Mix Varianten .

          Ich mache mir da nicht soviele Sorgen , irgendwas wird wohl schon
          wieder passen . Wenn bisher geplante Variante ( Haushalt ) auch
          vgl. 90 RP ( ca. vgl. 80 RP Valuta ) mit ca. 1/3 gewünscht war ,
          kann ich ja noch wohnen zu mir nehmen ( z.Zt. noch Beitragsfrei )
          und dafür dann den Luxus-Anteil zum 9/10 GKVdR Teilnehmer rebalancen .
          Oder ich passe den Rentenanteil ( fixed Income ) nochmal auf vgl. 120
          RPs an , und mache dafür dann den Luxus oder Wohnen Anteil ( Leider
          dann aber auch Verschiebung von Erbvermögen auf Langlebigkeitsrisiko
          incl. erhöhten Amortisationsrisiko notwendig ) etwas kleiner .
          Mal sehen was die Zukunft dann bringt .
          Jetzt erstmal die GKV mit den kleinen Zusatzpaketen Zahn via PKV
          und weiteres via PKV ( Angebot steht noch aus ) auf meinen Bedarf
          hin anpassen .

          LG Det

  13. Heute kam mein dritter Rentenbescheid des Jahres rein:
    18.3. Erhöhung um 10.02 netto vor Steuern (nvS) wegen Rest-V0210-Zahlung von 2855€ ab Februar
    1.7. jährliche Rentenanpassung, +47.98 nvS
    28.9. Erhöhung um 40.38 nvS wegen 10k für Versorgungsausgleich ab September

    Ich schätze, es wird noch einen vierten geben.. beim dritten wurden nämlich die bescheinigten 1.3258 EP mit Zugangsfaktor 1 addiert. Da die Erhöhung aber 21 Monate vor Regelrentenalter wirksam wird, wäre wohl 6.3% Abschlag fällig, also Zugangsfaktor 0.937, nvS 2.55 weniger.
    Andererseits wurde im Bescheid vom 18.3. der V0210-Zugangsfaktor 0.898 angewandt, obwohl die Erhöhung 27 Monate vor Regelrentenalter wirksam wurde, also Zugangsfaktor 0.919 ansetzbar gewesen wäre…
    Alles nicht einfach in der Rentenmathematik 😀

    Aber für Geschiedene mit Versorgungsausgleich kann ich diese Nachzahlweise empfehlen: sehr unbürokratisch, kein Formular auszufüllen, dauert natürlich wie immer einige Wochen:
    20.8. eingezahlt
    22.9. DRV bestätigt Einzahlung
    28.9. DRV erstellt neuen Rentenbescheid

    Nächstes Abenteuer: ESt-Erklärung für 2020, um wieviel die 10k frw.RV die Fünftelregelung mindern…
    Es bleibt spannend. 🙂

  14. Mal was kompliziertes: Wiederauffüllung von Versorgungsausgleich.
    Die DRV schreibt in der entsprechenden GRA, dass es sich weder um Pflicht- noch freiwillige Beiträge handelt.
    Die Gerichte (BFH und FG BaWü) streiten noch, ob das als Werbungskosten (BFH) oder als Altersvorsorgeaufwendungen (FG BaWü) zu behandeln ist:
    „Gegen die Entscheidung des FG Baden-Württemberg läuft ein Revisionsverfahren vor dem BFH. Vergleichbare Fälle können offen gehalten werden, bis der BFH (X R 4/19) entschieden hat.“

    https://www.haufe.de/steuern/rechtsprechung/wiederauffuellung-des-rentenkontos-sonderausgaben_166_491876.html

    Zur „Wiederauffüllung“ habe ich 10k gezahlt. Frage ist, ob ich in der Steuererklärung für 2020 die
    – als Werbungskosten (so BFH, mit Verweis auf schwebendes Verfahren, mit Aktenzeichen) oder
    – als Altersvorsorgeaufwendung (so FG BaWü, zu 90% anrechenbar)
    geltend mache.
    Letztlich geht es also gerade um 1000€, die aber für das sonstige zvE 2020 (Abfindung, Fünftelregelung) einiges ausmachen würden.
    Was meint ihr?

    • Moin, zur eigentlichen Sache kann ich nichts zur Lösung beitragen, wenn sich schon die Gerichte darum streiten. Aber kannst du denn überhaupt in deiner aktuellen Situation noch Werbungskosten geltend machen? Wenn ja, kommst du denn über die Pauschale von 1k? Wenn nein, relativiert sich deine Rechnung oder habe ich einen Denkfehler? Denn die 1k kannst du ohnehin immer ansetzen. Blieben demnach auch nur 9k über, je nachdem.
      Gruß, Nick

      • Hallo Nick,
        danke, das war die entscheidende Frage! Werbungskosten kann man nur ansetzen, wenn man mindestens soviel Einnahmen aus Beschäftigung hatte, was ich als Rentner nicht habe.
        Also bleibt es bei Altersvorsorgeaufwendung für Wiederauffüllung, ist ja auch einfacher 🙂

        • Diese Denkweise ist aber ein bisschen sehr simpel und ganz einfach falsch.

          Denn ich kann mir doch nicht aussuchen, wo ich irgendwelche Kosten bei den Steuern eintrage: „Geht es nicht bei den Werbungskosten, dann nehme ich eben Sonderausgaben.“ 😀 So funktioniert das nicht!

          Entweder zählt die Wiederauffüllung zu den Werbungskosten – dann ist sie nur dort ansetzbar, oder aber gar nicht.
          Oder sie zählt zu den Sonderausgaben – dann gehört sie halt dort hin.
          Aber mit Aussuchen ist da nichts.

          Wenn man mich einfach so gefragt hätte, ob es sich um Werbungskosten oder Sonderausgaben handelt, hätte ich ohne Zweifel die Sonderausgaben genannt.
          Und auch nach Lesen des oben verlinkten Beitrages bin ich weiter davon überzeugt, dass das so richtig ist.

          Also, wenn auch auf Basis sehr unterschiedlicher Überlegungen:
          Wir sind uns einig: Sonderausgaben / Altersvorsorge ist richtig.

          Gruß, Der Privatier

          • Die Fallgeschichte ist in dem Haufe-Link angedeutet:
            – Anwalt macht Wiederauffüllung als Werbungskosten geltend
            (vermutlich: FA sagt: Nein; Anwalt klagt)
            – Finanzgericht BaWü bestätigt: Nein
            (vmtl: Anwalt geht in Berufung zum Bundesfinanzhof)
            – BFH sagt: doch
            – FG BaWü legt Revision ein

            In Steuerbescheiden steht ja oft hinten eine Liste von Tatbeständen, die die Vorläufigkeit begründen, z.B. Verfassungsmäßigkeit des Soli.
            Aber ja, dieser Rechtsstreit ist für mich jedenfalls nicht einschlägig 😀

          • Nee, die Fallgeschichte geht anders. Vielleicht noch einmal nachlesen!

            Letztlich ist es nur ein einzelner Kläger, der die Idee hatte, die Wiederauffüllung als Werbungskosten anzusetzen. Und legt bei der Begründung ein älteres BFH-Urteil in seinem Sinne aus.

            – FA lehnt dies ab.
            – FG BW lehnt auch ab und sieht keinen Widerspruch zum älteren BFH-Urteil.
            – Revision beim BFH anhängig.

            Was Du machen könntest, wäre einen Antrag auf Ruhestellung Deiner EkSt-Erklärung/-Bescheid zu stellen, bis das BFH-Urteil entscheiden ist.
            Ich würde das aber nicht machen und ganz simpel den Weg der Sonderausgaben gehen.

            Gruß, Der Privatier

          • Also m.M.n. liegt Ihr da Beide falsch .
            Bei den Rechtsanwälten , gibt es ein paar Sonderheiten betr.
            Wahlrecht BVW/DRV zu beachten . Und da suchenwi m.w.n. nicht der
            Berufs-Gruppe der Wahlrechtsgeniesser angehört , wird auch Peters
            Vermutung zutreffen . Sonderausgabe / Altersvorsorge .
            Würde suchenwi der Berufsgruppe Anwalt angehören , könnte diese Frage wesentlich komplexer werden . Daher ist die Klage auch durchaus berechtigt
            trifft aber m.w.n. nicht auf suchenwi zu , insofern ist ein offen halten
            für suchenwi m.M.n. auch wenig Zielführend .

            LG Det

  15. Wie steht’s denn aktuell um die Investment-Gemeinde?
    Bissel mies sind in meinem Depot CR Capital und MPH Health Care, es ist nicht wirklich erkennbar, warum die in letzter Zeit um knapp 1/4 nachgegeben haben.
    Bei Aurelius ist es auch viel zu ruhig und der Kurs dümpelt dahin, Brexit und Wirtschaftsflaute.
    Mit Nel, Plug und Ballard habe ich mir nun auch Wasserstoff ins Depot gelegt, es geht auf und ab, aber ich denke da wird noch abgehen.
    Bei der Commerzbank hoffe ich eigentlich auf eine Übernahme, sonst läuft da auch nicht viel. Ein paar Groschen hole ich mir immer mal noch mit covered calls dazu.
    Aber Gazprom habe ich jetzt abgestoßen, habe zwar die Dividende mitgenommen, aber sonst war der Trade nichts und habe für GAZ auch keine Kursphantasie mehr.

    LG Markus

    • Moin Markus,

      z.Zt. wird Corona bedingt doch fast alles nach unter geprügelt. Vor einigen Tagen gabs News zu CR Capital. Eigentlich alles im Lot, die Prognose fürs Geschäftsjahr 2019 wurde bestätigt, Eigenkapitalquote liegt nun bei >90% und die HV wird virtuell am 10.12.2020 (Dividendenvorschlag 0,75€) durchgeführt. Ich hatte auf die 1,50€ gehofft, die restlichen 0,75€ sollen nun in Abhängigkeit der Corona Entwicklung eventuell als Sonderdividende in 2021 ausgeschüttet werden. (Div.-Entwicklung in 2021 dann zwischen 1,5€ bis 2,0€ + Sonderdividende 0,75€ von 2020 ???)
      Wir bleiben bei CR Capital weiter investiert und kaufen bei niedrigeren Kursen noch nach, schlechte News bei CR Capital gab es keine.

      Die Zeit von Aurelius wird auch noch kommen, ich bin aber bei der „kleineren ???“ 😊 Mutares investiert.

      https://www.deraktionaer.de/artikel/maerkte-forex-zinsen/mutares-der-richtig-grosse-schlag-kommt-2021-20219294.html

      Gruß
      Lars

      PS: Det sein „SABO“ ist nun im Mutares Portfolio, ob Det jetzt die „Seiten“ wechselt?

    • Wie an anderer Stelle schon geschrieben (hier: https://der-privatier.com/der-corona-crash/#comment-31418) erwarte ich einen weiteren (längeren) Rückgang der Kurse und befinde mich eher auf der Verkäuferseite. Allerdings habe ich inzwischen kaum noch etwas, was ich verkaufen könnte (entweder zuviel Verlust oder zuviel Gewinn 😉 ).

      Wenn ich denn etwas kaufen sollte, dann werden es eher ETFs sein. Aber dafür ist die Zeit noch nicht gekommen. Ich denke, die kann ich in einiger Zeit noch preiswerter bekommen.

      Gruß, Der Privatier

      • Geht mir auch so.. seit Corona habe ich Hold auf alles beschlossen, die Verlierer/Gewinner seitdem müssen sich erstmal sortieren…
        Nettoerträge werden aber monatlich in Sparpläne auf Dividenden-ETFs reinvestiert, die liegen im Kurs 10..17% unter meinen mittleren Kaufpreisen, haben aber in den letzten Jahren um 5% brutto (4% netto mit TFQ=30) Erträge abgeworfen, und sind halt auf 100 (Global Select) bzw. 50 Titel (Asia-Pacific) diversifiziert.
        ETFS auf MSCI World/EM sind eher stärker gestiegen, schütten aber nur wenig aus.

        • Unsere Fondssparpläne laufen weiter (21 Jahren) und Anfang Oktober haben wir einige Positionen bei den gestiegenen Kursen verkauft, … nach der 1. Corona Welle haben wir fast alle Positionen mit Stopp Loss Marken versehen.

          Es gibt aber auch Ausnahmen, die werden wir weiter halten und bei evt. günstigen Kursen nachkaufen …

          Mutares
          CR Capital
          Corbion (Danke Det 😊 )
          Jervois Mining (kleine Beimischung)
          u.a.

          In den letzten Tagen … Nachranganleihe XS0207764712 … denke da jetzt über Verkauf nach (Kurssteigerung) 😊

          Gruß
          Lars

          • Neeeee , Det wechselt nicht die Seiten ( ausser bei der PKV ) , denkt
            aber schon eine ganze Zeit über Mutares nach . Aber z.Zt. bin ich noch
            n.w.v. im Aurelius Down , und n.w.v. meine grösste Position . Pendelt
            n.w.v. um die 3 Blöcke . Müsste da so irgendwas zwischen 23 bis 26 sein .
            Änder da aber wohl auch erstmal nicht soviel daran . MBB hatte ich schon
            2P. kleiner 55 dazugenommen , evt. mische ich auch noch etwas MUX mit dazu .
            Evt. 1 bis 2 Blöcke , mal sehen . Z.Zt. aber eher eine erhöhte Liquidität ,
            falls doch nochmal “ Unverhofft kommt oft “ kommt .

            Im Moment , denke ich eher wie Peter . Liquiditätsquote bereit machen ,
            Einkaufsliste schon mal raus legen , evt. auch für ein Paar ETFs .
            ABWARTEN……………….

            LG Det

    • Hallo zusammen,
      ja, wie sieht es aus …? Im Gesamtdepot liege ich Stand heute 9:21Uhr mit -1% hinten und sehe ein sehr differenziertes Bild:
      1- bei den Einzeltiteln Licht und Schatten – Corona getrieben und auch eigentlich klar soweit
      2- bei den Märkten (investiert über ETFs) – eher gut, da ich recht früh nach Fibonacci gestaffelt eingestiegen bin
      3- Dividenden habe ich in 2020 ca. 10% eingebüsst (aber durch Tradinggewinne mehr als wettmachen können)

      Mein Free-Cash liegt immer noch im mittleren 5-stelligen Bereich und wartet nur auf einen größeren Rücksetzer in der Hauptsache im US-Markt – nächste Kaufmarke bei 3050 des S&P500.
      Ansonsten habe ich in der Hauptsache gerade die größten „Sorgenkinder“ wie Aurelius, Shell, Euroshop und Corestate (ca. -50%) auf den Prüfstand gestellt, um zu entscheiden, ob ich hier tätig werden muss. Verkaufen werde ich zZt nichts, sondern eher abwarten – ich habe ja Zeit 😉 da der Cash-Flow nach wie vor gut funktioniert.

      Den eigentlichen Treiber für einen größeren Rücksetzer – manche würden sagen: Crash – sehe ich nur bei einem weiteren längeren Lockdown. Gefahr in USA: eher klein; in Europa: fifty-fifty, wobei ich nicht daran glaube.
      Größere Bewegungen in den Märkten kann (bzw. wird) es nochmal durch die US-Wahl geben.

      Btw: erinnert sich noch jemand daran, dass ich mal geschrieben habe, dass ich den DAX für 2020 so bei 12500+- sehe (Höchststand minus 10%)? In diesem Bereich bewegen wir uns seit einiger Zeit …

        • Hallo Jürgen, siehst du die Grafik auf der „fear and greed“ Seite von CNN Money?
          ich bekomme sie seit ner Woche nicht mehr her, egal ob auf versch. PC oder aufn Smartphone…

          • Nee, leider seit ein paar Tagen auch nicht. Kommt schon wieder 😉

          • Ich nicht … ist aber weniger schlimm. Unten auf der „fear-and-greed“ Seite ist ja die Entwicklung über die Zeit abgetragen – das ist für mich wichtiger als der Tageswert im schönen Tacho

  16. Sehr ruhig geworden hier… gibt’s nix mehr zu plaudern? Ich hätte da was.
    Am 24.11. habe ich „Wertpapierweisungen“ von der onvista-bank erhalten: am 30.12. werde ich eine Bardividende von BlackRock Capital erhalten, die ich aber auch für 10€ Gebühren in eine Reinvestition umleiten könne, zu unklaren Konditionen…
    Normal schaue ich sowas an, notiere Payday und Dividende, und ignoriere das dann.
    In dem Fall war das aber eine sehr gute Nachricht! $BKCC hatte in der Coronakrise die Dividenden für 2 Quartale auf 20% cash, 80% scrip (zwangsweise Reinvestition) umgestellt, wie andere auch.
    Die „Wertpapierweisungen“ zeigen aber, dass nun wieder 100% cash gezahlt werden, ausser wenn man es anders will (ich nicht).
    Offensichtlich hat sich $BKCC aus der Corona-Grube wieder rausgearbeitet. Günstiges Umfeld: Dow-Jones heute mit 30000 auf all-time-high…
    Andere Papiere sind immer noch auf 0-Zahlung: Ford Motor, Macy’s, L Brands (obwohl mächtig im Kurs gestiegen), Tanger ($SKT), alle europäischen Banken…
    $NRZ dagegen bemüht sich. Im Mai Dividenden um 90% gekürzt (von 0.50 auf 0.05), im August auf 0.10 verdoppelt, im Oktober auf 0.15…
    Die tun was 🙂

    • Ist halt gerade eine recht ruhige Zeit an den Börsen 😉
      Ein paar Dinge von mir:
      – Ich habe nur ganz wenig gehandelt in den letzten Wochen, da ich schon mehr als genug Gewinne in diesem Jahr mitgenommen habe – Dividenden sind ja auch (bis auf ein paar Nuller) schön geflossen
      – Bei meinem S&P500 Trade habe ich schon mal einen Teilverkauf als limitierte Order eingegeben
      – Meinen Dax-ETF (Restposition) werde ich mit erreichen des neuen Allzeithochs verkaufen und entweder in den S&P500 oder MSCI-World neu investieren
      – aus Steuergründen habe ich die Verluste in Aurelius mal realisiert und dann wieder zurückgekauft
      – Kraft-Heinz habe ich auf eine volle Posi aufgestockt

      Ansonsten: die Märkte laufen gut und alles ist Erwartung der Impfstoffe. Ich glaube nicht mehr an deeeeen großen 2. Crash. Einen schönen Rücksetzer hatten wir im Oktober (38% vom Anstieg des Dax seit Corona-Crash – Fibonacci lässt grüßen 😉 ) – und hier hatte ich auch noch einmal meine S&P500 Posi aufgestockt.

  17. Ich habe nun in meinem Depot nun 3 „Top-Picks“, mit Hilfe derer mein Depot
    mit über 50% Kursgewinn im Plus ist. Zudem winken gute Dividenden im nächsten Jahr.
    Ich meine die Titel: Deutsche Post, Allianz SE, und DIC Asset.
    Ich hatte allerdings Glück, was die Einstiegsmomente/-kurse betraf.
    Man kann also mit Aktien immer noch gute Gewinne erzielen!

    • Die drei genannten habe ich auch:
      Dt. Post: +29%
      Allianz: +40%
      DIC: +50%

      Meine Spitzenreiter sind aber: Apple (+203%), PG (+88%) und LEG (+74%)

  18. Meine Börsen-Aktivitäten habe ich für dieses Jahr (wenn nichts aussergewöhnliches passiert) erst einmal abgeschlossen. Zumindest, soweit es Verkäufe angeht.

    Ich versuche ja immer, gleich mehrere Gesichtspunkte bei meinen Aktivitäten im Auge zu behalten:
    * Die Einkünfte meiner Frau dürfen die Grenze der Familienversicherung nicht überschreiten.
    * Die Gewinne aus Aktienverkäufen sollen möglichst durch entsprechende Verluste kompensiert werden.
    * Neu in diesem Jahr: Beginn der Umschichtung von Einzelwerten in ETFs.

    Alles unter einen Hut zu bringen, ist manchmal nicht ganz einfach und gelingt auch nicht immer in allen Punkten. Aber mit meinem derzeit erreichten Stand bin ich schon recht zufrieden und daher möchte ich da nichts mehr bewegen.
    Ausser vielleicht noch ein paar Käufe, wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte. Diese beeinflussen die obigen Punkte höchstens in positiver Richtung.

    Eine Aktivität ist für die nächste Woche noch geplant: Eine Einzahlung freiwilliger Monatsbeiträge(Jan.-Dez.2020) in die DRV für meine Frau.

    Ansonsten bin ich mit der Börsenentwicklung der letzten Wochen recht zufrieden und hoffe darauf, dass das noch ein wenig so anhält. Wobei mein Depot sehr unterschiedliche Entwicklungen zeigt: Manche Werte haben sich von den Tiefständen kaum merklich erholt, andere haben ein mehr als rasantes Comeback gezeigt. Highlight bei mir: Nordex, die sich seit März des Jahres mal eben verdreifacht haben (von ca. 6€ auf über 18€).
    Aber es gibt auch weiterhin genügend andere, bei denen ich auf eine solche Entwicklung noch warte… 😉

    Gruß, Der Privatier

    • Noch eine Frage zu „Die Gewinne aus Aktienverkäufen sollen möglichst durch entsprechende Verluste kompensiert werden“, da ich da noch nie drauf geachtet habe:
      Ich habe nun Verluste in Aktienverkauf realisiert (Aurelius) dem aber kaum Gewinne durch Aktienverkauf entgegenstehen. Daher ist mein Verlusttopf bei der Bank gut gefüllt … Brauche ich nun am Jahresende eine Verlustbescheinigung von der Bank damit die Verluste auch in der Steuerklärung für 2020 berücksichtigt werden?

      • Kurz vorab: Mir ging es mit meiner Aussage darum, die Gewinne aus Aktienverkäufen zu kompensieren. Mir ging es nicht um die Verluste!

        Zu Deiner Frage: Wenn Du die Verluste in deiner Steuererklärung berücksichtigt haben willst, musst Du eine Verlustbescheinigung beantragen. Das ist richtig. Und zwar bald! Frist ist der 15.Dezember!

        Es stellt sich allerdings die Frage, warum die Verluste (aus Aktienverkäufen) in der Steuererklärung auftauchen sollen? Das macht eigentlich nur dann Sinn, wenn Du im Rahmen der Steuererklärung eine Verrechnung durch das Finanzamt mit Gewinnen aus Aktienverkäufen, die in anderen Depots entstanden sind, erreichen möchtest.

        Hast Du aber gar keine anderen Depots oder sind dort keine Aktiengewinne entstanden, bringt die Aktion nichts. Denn auch das FA wird Deine Aktienverluste nicht mit anderen Einkünften verrechnen, sondern in das nächste Jahr vortragen.

        Genau das macht aber auch die Bank, wenn Du keine Verlustbescheinigung beantragst: Sie überträgt den Verlusttopf ins nächste Jahr. Mit dem angenehmen Nebeneffekt, dass Du bis zur Höhe dieses Verlusttopfes im nächsten Jahr steuerfreie Aktiengewinne kassieren kannst. Diesen Vorteil hast Du nicht, wenn Du Dir eine Verlustbescheinigung ausstellen lässt. In dem Fall startet der Verlusttopf nämlich im nächsten Jahr wieder bei Null.

        Fazit: Es kommt immer auf die Situation an, ob eine Verlustbescheinigung Sinn macht oder nicht.

        Gruß, Der Privatier

        • Oh Mann! Du hast ja so Recht …. Das kommt davon, wenn man nicht richtig liest (und versteht).
          Ich bin davon ausgegangen, dass das FA bei der Steuererklärung alles in einen Topf wirft – egal was es war (ETF, Aktien, ….). Aber klar – da gab es die Töpfe :-/
          Na gut – et is wie et is – nicht mehr zu ändern.
          Dann taucht der Verlust also gar nicht auf dem Steuerbescheid 2020 auf? Ich frage, weil ich das eigentlich nur gemacht habe, um mit den KK-Beiträgen noch etwas runter zu kommen (über Verringerung des Steuerbrutto)

          • Der Verlust kann ohnehin nur dann im Steuerbescheid auftauchen, wenn Du vorher bei deiner Bank eine Verlustbescheinigung beantragt hast (sonst nicht).
            Aber dann wird ein nicht verrechenbarer Verlust aus Aktienverkäufen zwar im Steuerbescheid auftauchen, aber nicht mit den von Dir gewollten Folgen. Sondern er wird für das aktuelle Jahr als nicht verrechenbar aufgeführt und es erfolgt eine gesonderte Feststellung eines Verlustvortrages für die Folgejahre.

            Die Beiträge für die Krankenkasse wirst Du damit jedenfalls nicht senken.

            Gruß, Der Privatier

      • Moin die Gemeinde
        Bei mir eher nix Neues . Im LR weitgehend Bestandsgleich .
        Aurelius als Aktie noch im Gesamtverlust bis ca. 23 bis 26 Euro REAL .
        Da würde z.B. ein VK mit einen RK , einen Verlust im Aktientopf erzeugen .

        Aber bei z.B. Freenet , leicht REAL im Gewinn ( so ab ca. 17 Euro ) , da geht
        dann aber FA durch § 27 davon aus , das ich da schon ab ca. 13 Euro im Gewinn
        bin .

        Ganz lustig , NRZ . Durch die “ Mutation “ des US REITs , NUR in den D Depots ,
        ist auch ein wechsel zum Zeitpunkt Null , von Aktie auf AIF entstanden , mit
        der Folge : Hier wird auch das Töpfchen von Aktie ( ehemals ) auf Zins/Sonstiges
        Töpfchen geswitcht . Und bei der schattenhaft mitgeschleppten Umstellung auf
        AIF , wird auch erst zum VK Zeitpunkt , die Gewinn/Verlustfrage aufgedeckt .

        Bei Tanger ( auch US REIT ) , werde ich diese Frage wohl erstmal klären müssen ,
        was davon in dem D Depot , Aktie war und einer Mutation unterlegen hat .
        Für das Hin und Her Depot ( IB ) ist es aber wohl noch n.w.v. ein REIT mit der
        weiteren “ Einschätzung “ als Aktie ( eh keine geführten Töpfe bei iB ) .
        Hatte “ Kurzfristig “ mal Aurelius als grösste Position abgelöst ( DS ca. 6 USD )
        ist aber bereits schon wieder deutlich kleiner geworden .

        Naja , in Summe , würde ich wohl auch lieber mit einen Verlust NUR in den
        D-Depots ( mit Töpfchenführung ) ins neue Jahr starten , wie mit einen Gewinn
        ( der dann ja nicht mehr ins neue VAJ mitgenommen werden kann = verpufft einfach zum 31.12.XX ) .
        Max. zum “ Ausfüllen “ des Sparerfreibetrages sollte so ein Gewinn , m.M.n.
        genutzt werden . Am aller aller allerschönsten , ist es aber m.M.n. mit ca.
        Plus/Minus Null das Jahr zu beenden . Meist aber “ Abweichung “ von “ Soll “
        und “ Ist “ . I.d.R. zu jeweils beiden Seiten . Dieses Jahr , mit ca. 10 bis
        15% Down bei den von mir gehaltenen Werten .

        Bei Shell , bin ich zwar jetzt wieder bei dem realen DS EK Preis ca. 15 Euro ,
        aber einer weiteren “ Füllung LR “ sehe ich eher skeptisch entgegen , da meine Einschätzung der weiteren Zahlungsfähigkeit ( = Gewinne ) von Bar Div. aus
        fossilen Energien doch etwas ( nach mehr wie 70 Jahren Zahlungsfähigkeit der
        Shell ) abgenommen hat . Lediglich die weiteren “ Shell-Geschäfte “ z.B. die
        Ladestationen sowie das Gasgeschäft , lassen mich für den reduzierten Anteil ,
        noch ein wenig hoffen . D.h. im Grunde , n.w.v. keine für mich passende
        Glaskugelsicht zum Wert gefunden —–> NIX machen .

        Soweit mein kleines Update der LR Positionen für Jahresendbetrachtungen der
        jeweils individuellen Puzzel-Steinchen . Ca. 1/3 ( oder auch 1/6 bei Paarbetrachtung ) warten eigentlich immer noch auf “ Anlage “ . Aber z.Zt.
        habe ich da keine Eile mit . Evt. werde ich sogar tatsächlich noch etwas in
        ETFs anlegen . Meine paar VWRD ( MSCI Vanguard ) sind ja von ca. 83 auf 103 USD
        gestiegen , aber finde das n.w.v. erstaunlich —> oder auch für mich weitgehend unverständlich bei der Corona-Weltlage . Die für mich eher nachvollziehbare
        Erklärung ist : Da scheinen noch ein paar mehr “ Anleger “ anlegen zu wollen .
        ( Ausweitung der Geldmenge )

        Schönes WE der Gemeinde

        LG Det

        PS , bei Gold , ist mein “ Rebalancing “ ( normal immer so bei ca. 2% Abweichung
        = 40% bei ca. 5% Regelbestand ) auch nicht durchgeführt worden , da mir die Lage
        n.w.v. zu undurchsichtig ist . Jetzt ist der Goldpreis wieder von selber gesunken
        und ich muss über ein “ Rebalancing “ schon wieder nicht mehr nachdenken = EGAL .
        ( kleiner 2% / = 40% Preis-Gewinn bei ca. 5% Asset = keine Handlungsnotwendigkeit )

        • Hallo Det! Schön, mal wieder was von Dir zu hören. Ich hatte schon befürchtet, Dein Hausmeister-Job überfordert Dich dermaßen, dass Du keine Zeit für ein paar Pladereien mehr hast. 😉 Obwohl: Das Rasenmähen ist vorbei, Schneefegen ist noch nicht – da müsste ja eigentlich ein bisschen Zeit übrig sein.

          Ich habe übrigens gerade eben auch meine monatliche Depot-Kontrolle gemacht und mit großer Freude festgestellt, dass die letzten Wochen offenbar richtig gut waren. Hatte ich in der Summe gar nicht so erwartet, auch wenn ich bei einzelnen Titeln schon immer recht erfreuliche Entwicklungen gesehen habe.
          Vielleicht muss ich ja doch vor Jahresende noch den einen oder anderen Gewinn sicherstellen? Das würde allerdings mein schönes „Steuergebäude“ erschüttern. Ich denke, ich hoffe mal auf eine Fortsetzung der Jahresend-Rally und warte mit weiteren Verkäufen bis ins nächste Jahr.

          Was ich überhaupt mit meinen Depots geplant habe, schreibe ich dann am Montag in einem gesonderten Beitrag.

          Gruß, Der Privatier

          • Hallo Peter
            Eigentlich passiert halt nix . SABO schieben ist rum , Schnee-fegen ist
            NOCH ( kommt aber bestimmt bald ) nicht , und die “ Beschäfftigung “ mit
            “ Ruhensregeln “ für unterbrochene ( ruhende ) Gewerbetätigkeiten sind
            vermutlich so individuell und komplex , das es eher nicht von Interesse ist .

            Holzschuppen ist mit Holz gefüllt , der Winter kann also kommen .
            Und da ich im Moment eh mehr auf Reisen bin ( überwiegend in D-Land ) ,
            kann auch die normale ( Gas ) Heizung die Hütte warm halten .

            Für mich also eher eine Zeit der “ Sortierung “ . Genauso sortiere ich
            mich gerade in den Depots . Tanger war doch noch sehr erfreullich , obwohl
            ich dort eine lange Zeit zittern und bibbern musste ( ohne Winterfrost ) .
            Und Lars hat mit seinen Tankern , bestimmt mehr %te gewonnen , wie ich
            mit meinen paar Tangers .

            Seine MUX waren ja eigentlich auch in den letzten Monaten schöner mit anzusehen , wie mein Preis-Verfall der Aurelius Position ( ist jetzt
            wieder meine grösste Posi , nach reduzierung der Tanger Position ) die
            doch noch wieder etwas zugenommen hat ( Sowohl im Bestand , wie auch im
            Preis ) . Ich hoffe da ja n.w.v. auf ein einsetzen der Bar Div. Zahlung .
            Ggf. auch vergeblich . Time will tell .

            Neben den Börsengeschehen , schaue ich mich aber auch mal wieder IM LAND
            nach LAND um = Real Estate ( Daher auch eher weniger Zeit zum plaudern ,
            da ich ja die Ruhezeiten auch mal wieder per aktiv-Reisen nutze ) .
            Natürlich mit “ Einwilligung “ meiner Chefin , die aber n.w.v. lieber ihrer
            “ Halbtagstätigkeit “ nachgeht , somit mehr “ Zuhause “ bleibt .
            Mann muss ja auch nicht immer alles mit Frau zusammen machen .

            Dann hat Mann dann auch mal wieder mit Frau etwas mehr zu plaudern , was
            beim SABO schieben eigentlich schon weitgehend an NEU , aufgebraucht war .
            Langweiliges Halb-Rentner-Leben halt , eigentlich ohne besondere Vorkomnisse .

            Zusätzlich habe ich aber auch noch den weiteren 24/7 Hilfestellungsfall ,
            der aber bereits weitgehend ins normale Leben ( zumindest den äusseren
            Anschein nach ) zurückgefunden hat . Aber da fehlt dann halt auch die
            “ Plauderei “ zwischen Mann und Frau wegen Entfall eines Teils .
            Und Hilfestellung ist dann halt auch nur Hilfestellung und kein Ersatz .

            Aber “ Endlichkeit “ wird einem dann immer mal wieder vor Augen geführt .
            Somit bleibt in der Rückspiegelbetrachtung für 2020 , wiedermal ein doch
            eher Ereignisreiches ( wenn auch nicht unbedingt GUTES ) Corona Jahr 2020 .

            Für die Depots , habe ich jedenfalls keine grösseren Änderungen geplant ,
            und 10 bis 15% Minus auf ca. 20% Vermögensmasse ( Haushaltsvermögensanteil
            nur ca. 10% ) , bedeutet REAL ja auch nur 2 bis 3% Verlust . Wenn auch nicht
            unbedingt schön , dann zumindest noch ohne grössere Probleme verschmerzbar .
            Den Sparerfreibetrag werde ich aber wohl in den D Depots noch im VAJ
            ausfüllen können . Der Wert/ Kaufkraftverlust der Liquidität , schmerzt mich da eigentlich etwas mehr . Aber für unverhofft kommt oft , muss halt auch
            noch etwas Liquidität vorgehalten werden . 5 bis 10 Jahre Kühlschrankfüllung
            incl. NK wären wohl z.Zt. noch an “ Liquiditäts-Verbrauch “ machbar -> Genug ,
            für weitere 5 bis 10 Jahre , auch ohne weiteren 1 Cent Zustrom an Einkommen .
            Somit wieder mal etwas mehr EGAL und wieder ein Jahr weiter dem Abhang entgegengekommen . Quasi dahingesegelt betr. der Frage “ Wann ist Genug “ .

            Bleib Gesund

            LG Det

  19. Hallo Privatier
    Ist Deine Frau freiberuflich tätig …. oder wie kommt es bei Dir zur Familienversicherung?
    Wenn ich mich richtig erinnere, bist Du jetzt in der (gesetzlichen) Krankenversicherung
    der Rentner, demnach ist Deine Frau bei Dir also familienversichert (?)

    • Ich war schon immer in der gesetzlichen Krankenversicherung. Seit einiger Zeit in der KVdR, eine gesetzliche Pflichversicherung. Und meine Frau ist bereits seit einigen Jahren über mich kostenfrei in der Familienversicherung mitversichert.

      Aber nur so lange, wie sie die Einkommensgrenze von 455€/Monat (für 2020) nicht überschreitet. Die würde sie aber mit Kapitaleinkünften überschreiten, wenn ich nicht seit etlichen Jahren jedes Jahr eine sehr genaue Planung veranstalten würde. Das werde ich dann für 2021 noch ein letztes Mal machen, danach wird meine Frau ebenfalls in die KVdR aufgenommen werden.

      Gruß, Der Privatier

  20. Vielen Dank für Deine persönliche Erklärung zum Thema „Familienversicherung“.
    Ich wusste gar nichts von den Einschränkungen im Bereich einer Familienversicherung,
    allein aus dem Grund, weil meine Frau und ich seit mehr als 10 Jahren eigene
    Versicherungen haben.
    In der Phase, wo sie familienversichert war, hatten wir kleine Kinder und sie war da nicht berufstätig. Außerdem hatten wir zu dieser Zeit bei Weitem nicht die Kapitaleinkünfte,
    die wir heute haben. So sind mir diese Einschränkungen damals gar nicht aufgefallen.
    Gruß von Mindblog

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