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Abfindung und Familienversicherung (Fortsetzung) — 100 Kommentare

  1. Hallo Herr Ranning,

    wird bei einer freiwilligen Krankenversicherung für diesen Zeitraum ebenso gerechnet?
    Oder bleibt es dort bei der alten Regelung mit Freibeträgen und maximal 1 Jahr?
    Oder kann gleich ich mich gleich mit dem Beitrag auf Basis der Mindestbemessngsgrundlage für freiwillig Versicherte versichern?

    Viele Grüße Stephan

    • Für die in der gesetzlichen Krankenversicherung freiwillig Versicherten ändert sich bzgl. der Anrechnung einer Abfindung nichts. Also, in Kurzform:
      Bei Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfristen keine Anrechnung, ansonsten der kleinste Zeitraum, der sich gemäß Tabelle, der Länge der Kündigungsfrist und dem Maximum von einem Jahr ergibt. Details nachzulesen in den Beiträgen über die Ruhezeit oder Dispojahr und Krankenkasse.

      Gruß, Der Privatier

  2. Hallo Privatier,

    bin erst jetzt (leider) auf die verschiedenen Blogs gestoßen und bin nun etwas unsicher.
    Kurzer Hintergrund: Vertragsauflösung zum 31.12.2018.(in Firma >35 J)
    Auffanggesellschaft (mit montl. Lohnzahlung) 01.01.2019 – 31.12.2019.
    (somit sollten alle Fristen eingehalten sein und keine Ruhezeiten anfallen)
    Auszahlung hoher Abfindung mit letzter Lohnzahlung Ende 12.2019.
    Idee bisher (freiwillig vers.): Eintritt in Familienversicherung (Ehefrau ges. versichert – gleiche KV).
    Beantragung Familienversicherung bereits geschehen (in Unkenntnis des neuen Gesetzes – von der BKK wurde der Steuerbescheid 2018 angefragt und von mir gesendet – Entscheid steht noch aus)
    Dispositionsjahr 2020.(26.12.20 werde ich 58)
    Beantragung Arbeitslosengeld am 27.12.2020 zum 01.01.2021.
    Fragen:
    1. wenn ich somit ab 01.01.2020 in die Familienversicherung aufgenommen würde,
    hätte das später Auswirkungen wegen der Abfindung ?
    2. würde die Abfindung bei dann ab 01.01.2021 folgenden Zahlungen durch AA später nochmals thematisiert (durch die KV) ? (oder erst ab 01.01.2023 ?)
    3. Was wäre hier die beste Vorgehensweise ?
    (Mit Krankenkasse jetzt noch reden und ggf Freiwillige Vers. beantragen statt Fam. Versicherung – oder besser warten ?)
    4. Sollte ich mich besser zum 31.12.2020 arbeitslos melden oder reicht 01.01.2021 ?
    (Um keine Fristen zu verpassen)

    Sorry wegen der kurzen Vorwarnzeit – hatte aber wie gesagt jetzt erst diese Infos gesehen (und wurde leider auch nicht von anderer Seite darauf aufmerksam gemacht).

    Bin für jeden Hinweis dankbar.
    Gruß, Endez

    • Zu1: Die Aufnahme in die Familienversicherung wäre auf jeden Fall nicht korrekt. Die Krankenkasse sollte in der Regel auch nach den Umständen des Beschäftigungsendes fragen und in diesem Zusammenhang von der Abfindung erfahren. Ich würde hier keinesfalls etwas verheimlichen!!

      Zu2: Früher oder später wird es ohnehin bekannt, dass eine Abfindung gezahlt wurde. Eine rückwirkende Änderung wäre auf jeden Fall die Folge.

      Zu3: Ich würde die Situation jetzt mit der Krankenkasse klären.

      Zu4: Wenn der letzte Tag des Arbeitsverhältnisses der 31.12.2019 war, muss der erste Tag der Arbeitslosigkeit nach einem Dispojahr der 1.1.2021 sein. Die Meldung selber kann man aber schon einige Wochen vorher abgeben. Nur (wichtig!!) auf das Startdatum achten!

      Gruß, Der Privatier

      • Danke für die Antworten.
        Habe mich auch noch weiter umgehört.
        Da gab es aus anderen Quellen die Info, dass, wenn die Abfindung noch 2019 ausbezahlt wird, noch das alte Verfahren anzuwenden ist.
        (Das wäre natürlich klasse.)
        Ab 2020 würde dann die neue Regelung greifen.
        Ist das so richtig ?
        Viele Grüße und Frohe Weihnachten
        Endez

        • Auch diese Frage ist oben im Beitrag bereits beantwortet.

          Zitat: „Die Regeln gelten nicht rückwirkend, sondern nur für Abfindungen, die nach dem 11.Mai 2019 ausgezahlt wurden.“

          Gruß, Der Privatier

  3. Hallo zusammen,

    ich beziehe mich auf meinen Beitrag hier:
    https://der-privatier.com/kap-9-3-2-9-hinweise-zum-dispositionsjahr-verlaengerte-rahmenfrist/#comment-24772

    – Also Aufhebungsvertrag zum 29.02.2020
    – Zahlung der Abfindung 02-2021

    https://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/familienversicherung/_jcr_content/par/download_1926320624/file.res/GH%20Fami%20Gesamteinkommen_12.06.2019.pdf

    In den Grundsätzen der GKV ab Seite 11:
    Dort heisst es, daß die Berechnung ab dem Tag ihrer Auszahlung erfolgt.

    Wie wird das dann berechnet?
    Wenn ich die Abfindung in 02-2021 erhalte, dann vermutlich spätestens am Freitag, den 26.02.2021. zählt der Tag, an dem das Geld auf meinem Konto ist?
    ODER:
    Ist es Montag, 01.03.2021, da das der Tag nach Monatsende ist, also Montag, der 01.03.2021?
    Es wäre sehr wichtig wegen der Familienversicherung in 02-2021.
    Arbeitslos melde ich mich zum 01.03.2021 – also dann pflichtversichert – Abfindung spielt keine Rolle.

    Viele Grüße und schon mal danke für eure Antworten!
    Reinhard

    • Die Formulierung lautet: „Die Entlassungsentschädigung ist nach dem Tag ihrer Auszahlung umzulegen.“

      Ich gehe einmal davon aus, dass damit entweder der per Vertrag definierte Auszahlungstag gemeint ist (z.B. bei „Auszahlung zum 31.3.“) oder aber, wenn dies eher unscharf formuliert wurde (z.B. „Auszahlung im März“) der Tag des Zahlungseinganges.

      Dies wird in der Praxis in den meisten Fällen aber kaum von Relevanz sein und ich würde auch dringend davon abraten, irgendwelche Konzepte von einem tag-genauen Ablauf abhängig zu machen! Beim Dispojahr ist das zwar inzwischen erprobt, aber absonsten würde ich das lassen.

      Gruß, Der Privatier

  4. Noch eine Frage, wie der Zeitraum, der zum Ausschluss der Familienversicherung führt, zu berechnen ist.

    Angenommen:
    Abfindung 50.000 € – letztes Gehalt 10.000 € – Ausschluss: 150 Tage

    oder

    Abfindung 50.000 € – letztes Gehalt 10.000 € – Ausschluss: 320 Tage (wenn mit der BBG von 4.687,50 € für 2020 gerechnet wird)

    Konnte noch nichts finden, woraus hervorgeht, ob das tatsächliche Gehalt oder eben der fiktive Betrag aus der BBG zum Ansatz kommt.

    Wünsche allen ein frohes Weihnachtsfest!

    • Die Antwort steht aber schon oben im Beitrag: „Die Beitragsbemessungsgrenze bleibt bei der Berechnung unberücksichtigt.“ Und dazu auch ein Link, wo dies offiziell geschrieben steht.

      Für eine ganz einfache Rechnung reicht es daher eigentlich, wennn man die Abfindung durch das letzte Gehalt teilt. Also Im Beispiel: 50T€/10T€=5 Monate.
      Wer es ganz genau wissen will, kann die offizielle Rechnung verwenden, die dies tag-genau berechnet.

      Gruß, der Privatier

      • Ok, alles soweit dann klar!
        DANKE!!!!!!!!!!!!

        Kann ich dann evtl. trotzdem nicht in die Familienversicherung, da ich für die beiden Monate (01-2020 und 02-2020), noch ein Einkommen habe, das etwa 10.000 € beträgt?

        • Sorry, sollte 10.000 € pro Monat beträgt.
          Also in 2020 ein Einkommen von etwa 20.000 € haben werde.
          Familienversicherung ab 03-2020

        • Generell gilt für die Aufnahmebedingungen der Familienversicherung, dass die Einkommenssituation der Zukunft entscheidend ist (nicht der Vergangenheit!).
          Von daher wird es darauf ankommen, um welche Art von Einkünften es sich in dem Monaten Jan./Feb. handelt: Ist dies Arbeitseinkommen (also Gehalt oder selbst. Tätigkeit) und fällt dies nachweisbar zukünftig weg, wird es keine Probleme geben. Handelt es sich aber um regelmässige Kapitaleinkünfte (wie jährlich gezahlte Zinsen/Dividenden), so sind diese auf das ganze Jahr zu verteilen.

          Gruß, Der Privatier

          • Recht herzlichen Dank für die schnelle Antwort!

            Es handelt sich um Arbeitseinkommen. Sollte der Familienversicherung also nichts im Wege stehen.
            Allerdings kommt im April noch eine Einmalzahlung in Höhe von 4000 € für das Jahr 2019. Soweit ich das Überblicke, ist das aber unschädlich – oder?

          • Einmalzahlungen (sofern es keine Abfindungen sind) sollten für die Familienversicherung keine Rolle spielen. Ich könnte mir aber vorstellen, dass es ggfs. Diskussionen mit der Krankenkasse geben könnte.

            Gruß, Der Privatier

  5. Hallo Privatier

    Ich ledig werde 58 Jahre,hab einen Aufhebungsvertrag 4.12.19 unterschrieben.
    Zum 31.07.20 endet das Arbeitsverhältnis,7 Monate Kündigungsfrist.
    Abfindung sind 210.000.- Brutto,und werden im Januar 2021 ausgezahlt.
    Am 1.8.2020 möchte ich mich freiwillig bei der Barmer Krankenkasse versichern.
    Und das ganze ohne mich bei Arbeitsamt zu melden.
    Meine Frage zahle ich ab 1.8.2020 denn mindest Berag,oder wird die Abfindung mit einbezogen.
    Sory das ich in dem Bereich Familienversicherung schreibe,hab keinen anderen Platz für meine Frage gefunden.

    mfg Dietmar

    • Wenn vorher bereits eine gesetzliche Krankenversicherung bestanden hat, geschieht der Übergang in die freiwillige Versicherung quasi automatisch („obligatorische Anschlussversicherung“). War dies nicht der Fall, wird ein Wechsel in die gesetzl. KV nicht möglich sein.

      Der Beitrag berechnet sich dann anhand sämtlicher Einkünfte, also auch Kapitaeinkünfte, selbst. Tätigkeiten, V+V, Versorgungsbezüge, usw..
      Die Abfindung gehört jedoch nicht dazu, wenn die ordentlichen Kündigungszeiten eingehalten wurden (ist nach obigen Aussagen der Fall).
      Wie hoch der Beitrag konkret ist, hängt von der Höhe der Einkünfte ab. Liegen diese unterhalb des Mindesteinkommens, ist der Mindestbeitrag von knapp 200€ fällig.

      Gruß, Der Privatier

    • Der Privatier hat die Regeln ja schon genannt, anzumerken ist noch, dass manche Kassen sich auf dem Ohr „Kündigungsfrist eingehalten“ taub stellen und dennoch erstmal den Maximalbeitrag kassieren wollen.
      Am Besten die Krankenkasse früh genug vorher kontaktieren, sodass man im schlimmsten Fall noch einen Wechsel zu einer anderen Kasse hinkriegt. Und wenn Du da eh schon fragst, dann frage auch ob die Kasse eine 2,5-fache Vorauszahlung des 2021er Jahresbeitrages aktzeptiert (Steuern auf Abfindung sparen).

      Die Kasse hat ein Formular, auf welchem freiwillige Mitglieder ihre Einkommen daklarieren müssen, bei 131 pro Monat sollte es nur den Mindestbeitrag kosten.

      PS: Der Begriff „Arbeitslos“ wird meist auf jemanden angewendet, der Arbeitslosengeld bezieht. Du bist ab August Privatier 😉

  6. danke erst mal für die schnelle Antwort.

    ich bin bei der Barmer versichert,ab 1.8.2020 bin ich Arbeitslos ohne Nebeneinkommen.
    Nur aus einer Lebensversicherung bekomme ich monatlich 131.- Euro ab 1.7.2020.Möchte so bis 63 Jahre überbrücken,und mit Abschlag in Rente gehen.Ist das so machbar,oder muß ich noch was beachten.

    mfg Dietmar

  7. @eSchorsch

    Zitat..Und wenn Du da eh schon fragst, dann frage auch ob die Kasse eine 2,5-fache Vorauszahlung des 2021er Jahresbeitrages aktzeptiert (Steuern auf Abfindung sparen).

    Hab von der Kasse schon das Formular da liegen.Das mit der 2,5 fache Vorauszahlung hab ich nicht ganz verstanden.Kann man das Steuerlich gelden machen,wie soll man da vorgehen.Falls sie doch and die Abfindung wolllen.Dienstag will ich Kasse um das abklären.Bitte um Infos.

    mfg Dietmar

  8. Hallo eSchorsch,
    Der Privatier hat die Regeln ja schon genannt, anzumerken ist noch, dass manche Kassen sich auf dem Ohr „Kündigungsfrist eingehalten“ taub stellen und dennoch erstmal den Maximalbeitrag kassieren wollen.
    Wo findet man den Passus, dass Abfindung im Falle Kündigungsfristeinhaltung nicht zur erechnung des Gesamteinkommens herangezogen wird?

  9. Hallo,
    Ich habe eine Frage. Zur Zeit bin ich privat krankenversichert und werde bis März 2021 arbeiten. Danach werde Ich im Feb 2022 eine hohe Abfindung erhalten, die ich mit der Fünftelregel versteuern möchte. Ich werde keine weiteren Einkünfte (Gehalt) in 2022 erhalten und Werde mich erst ab September 2022 Arbeitslos melden (ALG1 Bezug). Durch den ALG 1 Bezug möchte ich in die GKV wechseln und nach Ablauf nach meines ALG 1 Bezugs (Anspruch 15Monate, da ich über 50 bin) möchte ich mich über meine Frau „Familienversichern“. Wird meine Abfindung auf die Familienversicherung angerechnet? Eigentlich war ich doch zum Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung in der PKV versichert.
    Vielen Dank für die Antwort und Hilfe!
    Gruß, Jochen

    • „Wird meine Abfindung auf die Familienversicherung angerechnet?“
      Jein, bzw. welche Familienversicherung?
      Wegen der Abfindung ist (erstmal) keine Familienversicherung möglich!

      Abfindungssumme / letztes Monatsgehalt = Anzahl Monate, für die keine Familienversicherung in der GKV möglich ist.
      Du kannst solange nur als freiwilliges Mitglied bei der GKV anheuern. Kostet ab 200€ pro Monat.

      • Hallo Jochen,
        damit wir das hier verstehen:
        – Angestellt bis einschließlich 03-2021?
        – Ein knappes jahr später Auszahlung der Abfindung 02-2022? Oder meinst Du 2021?
        – Wie alt bist Du im Moment?
        – Was meinst Du mit: „Eigentlich war ich doch zum Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung in der PKV versichert“?

  10. Hallo Privatier,

    Noch ein kleiner Nachtrag zu meiner vorherigen Frage. Mein Auflösungsvertrag, im Rahmen eines Sozialplans, beinhaltet die ordentlichen Kündigungsfristen (15 Monate bei 20 jähriger Firmenzugehörigkeit). Von meiner Abfindung (295.000Euro brutto) versuche ich soviel wie möglich ins Netto zu retten um nicht mehr arbeiten zu müssen.
    Ich hoffe sie können meine Frage beantworten.
    Gruß Jochen

  11. Hallo Reinhard,
    Lass mich ein paar Korrekturen machen zu den zeitlichen Angaben….war gestern doch schon etwas später als ich die Frage geschrieben habe.
    Zur Zeit bin ich angestellt und arbeite. Ab dem 1.Jan 2021 bin ich für die Kündigungsfrist von 15monaten freigestellt. Also endet meine Arbeit am 31 März 2022. Den Rest des Jahres 2022 will ich mich nicht arbeitslos melden, noch einen anderen Job annehmen. Meine private Krankenkasse zahle ich komplett selber.
    Die Auszahlung der Abfindung kann ich entweder direkt nach der Beendigung meine Arbeit (03-2022) oder auf den Feb des Folgejahres verschieben. Ich beabsichtige die Auszahlung der Abfindung auf Feb 2023 zu verschieben aufgrund von steuerlichen Vorteilen. Im Feb 2023 werde ich ein Alter von 53 Jahren haben. Da ich generell nicht mehr arbeiten möchte bis zu meiner Rente möchte ich auch gerne aus der PKV heraus und mich über meine Frau (arbeitet und ist GKV) familienversichern.
    Dies beabsichtige ich dur Bezug von ALG 1. Nach meinem Verständnis muss ich innerhalb von 30 Monaten 12 Monate Sozialversicherung Arbeit nachweisen zum Bezug von ALG1. Da meine Arbeit am 31 März 2022 endet muss mein ALG1 spätestens 18monate später starten. Dies wäre im Sept. 2023. Nach Ablauf der 15 Monate ALG 1 Bezug möchte ich mich über meine Frau GKV familienversichern.

    Durch das neue TSVG Gesetz habe ich nun die Befürchtung das eine Krankenkassen familienversicherung nicht klappen könnte. Sind die Bedenken gerechtfertigt?
    Insgesamt hätte ich auch gerne ein Feedback ob mein Plan generell so klappen könnte oder ob noch weiter optimiert werden kann. So etwas macht man ja nicht alle Tage.
    Gruß
    Jochen

    • Bis auf die Familienversicherung ist das prinzipiell möglich.

      Bezüglich der Arbeitslosmeldung würde ich aber nicht bis September warten, sondern das 12 Monate nach Beschäftigungsende angehen. Dann ist ein Dispojahr rum, und es wird keine Sperr-/Ruhezeit mehr verordnet. Nachdem der ALG1-Bescheid da ist, würde ich mich aber wieder abmelden um den Rest des Jahres kein ALG zu beziehen (Progressionsvorbehalt). Erneute Anmeldung dann erst im Januar darauf.

      Warum nicht die 30 Monate ausschöpfen? Wegen Murphy! Wenn dieser im September losschlägt und Du mit einem gebrochenen Haxen im Spital liegst, dann kannst Du kein ALG1 beantragen und nach den 30 Monaten sieht es mau aus …

      • Danke eSchorsch für deine Tips!
        Hab gerade mal mit der KKH wegen der Problematik mit der Familienversicherung gesprochen. Hier ist meine Frau krankenversichert. Ein sehr kompetenter Ansprechpartner! Laut der Aussage der KKH werden Abfindungen nur 12 Monate rückwirkend auf die Familienversicherung angerechnet. Da ich mich aber erst nach der Auszahlung der Abfindung zum ALG1 anmelden werden und 15 Monate ALG1 beziehen werde sollten die 12 Monate kein Problem sein und ein Wechsel in die Familienversicherung möglich sein.
        Hast Du hier anderweitige Informationen? Du schreibst das eine Familienversicherung nicht möglich ist?
        Gruss
        Jochen

  12. Lies den obigen Artikel, da ist die alte und die neue Regelung beschrieben.
    Oder wie eine Krankenkasse es beschreibt

    Die Sache mit den 12 Monaten riecht nach der Regelung für freiwillige Mitglieder, ich würde nicht ausschließen das da eine Verwechselung vorliegt.
    Aber wenn der KKH-Mitarbeiter etwas für Dich günstigeres aussagt, dann spreche das soweit wie möglich mit ihm durch und lasse Dir die Vorgehensweise bestätigen. Am Besten alles per Mail, dann ist Roß und Reiter benannt und Du hast es irgendwie schriftlich.
    Im schlimmsten Falle heißt es in drei Jahren, dass es doch nicht geht.

    • Ich kann eSchorsch hier nur zustimmen!

      Im Beitrag oben ist ein Papier des Spitzenverbandes verlinkt, in dem sämtliche Details zur Umsetzung der Gesetzesänderung aufgeführt sind. Von einer 12-Monate Frist habe ich nichts gelesen!
      Im Gegenteil: Ich lese da eher heraus, dass die Zeit ab Zahlung der Abfindung läuft und zwar unabhängig davon, wie sich zwischenzeitlich der Versichertenstatus entwickeln sollte.
      Ich vermute daher ebensfalls, dass die Aussage des Mitarbeiters nicht so ganz korrekt war.

      Gruß, Der Privatier

    • Ich habe mir den Artikel noch einmal durchgelesen. Zum Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung bin ich doch privat versichert, und ich werde mich auch noch weitere Monate meine PKV privat weiterführen bis ich dann über ALG1 Bezug in die GKV wechsel. Ca 20 Monate nach der Abfindung endet dann auch der ALG1 Bezug und damit die Krankenversicherung über ALG1. Danach will ich mich über meine Frau familienversichern. Glaubst (oder besser weisst) Du ob die GKV Abfindungen die vor fast 2 Jahren ausgezahlt wurden immernoch auf die Familienversicherung anrechnen? Falls ja…wie hoch wäre dann mein GKV Beitrag den ich tragen müsste? Mindestbeitrag (200,-Euro) oder evtl der fiktive Beitrag auf mein letztes Bruttogehalt?
      Gruss
      Jochen

      • Als freiwilliges Mitglied den Mindestbeitrag, sofern die Einnahmen die Mindestgrenze (gut 1.000€ pro Monat) nicht überschreiten.

        Sobald die KK mitkriegt, dass eine Abfindung gezahlt wurde, dividieren sie die Abfindungshöhe durch das letzte Monatsgehalt und erhalten z.B. 200.000 / 5.000 = 40 Monate. In diesen 40 Monaten (nach Abfindungszahlung) ist die Aufnahme in die Familienversicherung nicht möglich. Egal was in den 40 Monaten geschehen ist.

  13. Hallo eSchorsch, habe mir gerade einmal das Papier vom Krankenkassen Spitzenverband durchgelesen. Es scheint in der Tat so zu sein wie hier im Blog beschrieben. Wenn ich nun meine Abfindung durch das letzte Bruttogehalt teile komme ich auf eine Zeitdauer von 943Tage (ca 2 Jahre und 7Monate). Für diese Zeit muss ich nun die Kosten für die GKV selbst tragen. So wie ich es verstanden haben wird die Zeit des ALG1 Bezugs aber abgezogen, korrekt?
    Dann hätte ich also noch 1 Jahr und 4 Monate die GKV selbst zu tragen.
    Zu den Kosten der GKV…da ich keine weiteren Einnahmen habe sollte der Mindestbeitrag funktionieren. Liegt dieser zur Zeit bei ca 18,x Prozent von einem fiktiven Brutto Gehalt von 1061Euro (für Kranken- und Pflegeversicherung)?

    • Ja, während der Arbeitslosigkeit zalt das AA für dich und die Uhr tickt weiter. Und ja, knappe 200€ pro Monat.

  14. Hi eSchorsch,
    …eine zusätzliche Frage noch…
    wie kriegt die GKV nach 20 Monaten mit das eine Abfindung gezahlt wurde?
    Gruss
    Jochen

    • Wenn Du Mitglied werden willst (freiwillig oder famlienversichert), dann verlangt die Kasse eine Selbstauskunft, wo alle relevanten Einkünfte anzugeben sind.
      Als Nachweis werden oft alte Steuerbescheide angefordert …

  15. Hallo Jochen,

    Ende deiner Beschäftigung 03-2022
    Ab 01.04.2022 kannst du familienversichert werden, falls du die Abfindung erst 02-2023 bekommst.

    „Die Entlassungsentschädigung ist nach dem Tag ihrer Auszahlung umzulegen.“
    Beispiele ab Seite 11 hier:
    https://www.vdek.com/vertragspartner/mitgliedschaftsrecht_beitragsrecht/familienversicherung/_jcr_content/par/download_1926320624/file.res/GH%20Fami%20Gesamteinkommen_12.06.2019.pdf

    Könntest also bis zum Tag der Auszahlung in 02-2023 familienversichert sein. Dann beginnt die von eSchorsch beschriebene Ruhezeit zu laufen.
    Von dir berechnet also etwa 31 Monate.
    Wenn du dich dann arbeitslos meldest und ALG1 bekommst, ist das aber für die ersten 15 Monate egal, weil du dann sowieso in der GKV pflichtversichert biist.
    Danach kannst du erst mal 16 Monate nicht familienversichert sein, sondern bist dann freiwilliges Mitglied in der GKV.
    Danach geht dann wieder Familienversicherung.

    Bitte um Richtigstellung, falls ich was falsches geschrieben habe ….

  16. Hallo Reinhard,
    passt soweit alles. Wie kommt man denn aus der PKV raus und in die GKV Familienversicherung ohne ALG1 Bezug? Kann man einfach die PKV kündigen wenn man kein Gehalt mehr bekommt?

  17. Kommst aus der PKV NUR raus, wenn du familienversichert werden kannst.
    oder natürlich auch, wenn dein Einkommen als Angestellter unter die Pflichtversicherungsgrenze sinken würde – ist aber sicher nicht dein Plan …
    Einfach so freiwillig in die GKV ginge nur, wenn du gewisse Vorversicherungszeiten hättest.
    Musst nur Antrag bei der KK stellen – gleich im Anschluss an den jetzigen Job bist dann familienversichert in der GKV.
    Wie oben beschrieben, geht das nur, wenn du nicht zeitgleich die Abfindung bekommst.

    So ähnlich ist auch mein Plan 🙂

    • Hallo Reinhard, danke für die Infos.
      In 2022 arbeite ich ja noch 3 Monate und bekomme dann meinen (Target) Bonus von 2021 mit der März Gehaltsabrechnung. Insgesamt sollte ich ca. 46TEuro an Gehalt für das erste Quartal bekommen. Kann ich mich dann noch familienversichern? Oder muss ich mich dann freiwillig GKV versichern ab April (Mindestbeitrag ca 200Euro)?

  18. Wenn du das Geld VOR Eintritt in die Familienversicherung bekommst, sollte das kein Problem sein.
    Freiwillig in die GKV kannst ja wegen vermutlich fehlender Vorversicherungszeiten nicht – siehe oben.
    NICHT vergessen die PKV dann sofort in eine private Zusatzversicherung umzubasteln.Details solltest mit deiner PKV besprechen (z.B. Anrechnung Altersrückstellungen, keine neue Gesundheitsprüfung, …)

  19. Hallo,
    bei mir ist es so, dass ich bisher bei der PKV versichert war und im Januar eine Abfindung erhalten habe. Wegen der Fünftelregelung werde ich dieses Jahr nicht mehr arbeiten.
    Kann ich ab Februar in die GKV wechseln, da ich keine Weiteren Einkünfte erwarte?
    Werde erst in 2021 entweder ALG1 beziehen oder arbeiten.

    • Ich bin der Meinung, dass ein Wechsel nur über den Weg einer gesetzlichen Pflichtversicherung möglich wäre (oder über die Familienversicherung, die aber hier wg. der Abfindung flachfällt).
      Besser und ausführlicher ist das aber in einem Finanztipp nachzulesen.

      Gruß, Der Privatier

  20. Hallo,
    Ich habe eine Frage zu den KV Beiträgen bei Abfindung. Ich bin Mitglied der GKV.
    Aufhebungsvertrag zum 01.06.20, Abfindung in 01/2021 (150.000) – Dispojahr.
    Kündigungsfrist endet erst 31.08.2020.
    Soweit ich gelesen habe, würde mein jetziges Monatseinkommen auf die Abfindung aufgerechnet (150.000 / 6.000), so dass ich ab 01/2021 25 Monate Höchstbeitrag zahlen müsste. Habe ich das so richtig verstanden ?

    Laut Seite der Daimler BKK würde der monatliche Beitrag aus der Abfindung längstens bis zum Ablauf der normalerweise einzuhaltenden Kündigungsfrist erhoben.
    wären bei mir 3 Monate.
    Wofür gilt dies ? Das hört sich recht unterschiedlich an.
    Wie sähen die Beiträge in 2020 ab 01.06. aus, wenn ja kein Einkommen vorhanden ist ? Mindestbeitrag, Familienversicherung möglich?
    Gruß, Regina

    • „Habe ich das so richtig verstanden ?“

      Nein. Es ist zu unterscheiden zwischen der kostenfreien Familienversicherung (um die geht es im obigen Beitrag) und einer freiwilligen Versicherung.

      * Eine Familienversicherung scheidet aufgrund einer Abfindung für eine gewisse Zeit vollständig aus. In Ihrem Falle 25 Monate.
      * Bei einer freiwilligen Versicherung spielen mehrere Faktoren zusammen. Entscheidend ist am Ende die Dauer der Ruhezeit. Details dazu im Beitrag:
      https://der-privatier.com/abfindung-und-ruhezeit/
      Für die Dauer der Ruhezeit wird dann ein Beitrag erhoben, der dem bisherigen Beitrag während der Beschäftigung entspricht. Ggfs. zzgl. weiterer Beiträge für andere Einkünfte wie z.B. Kapitaleinkünfte, Vermietung usw.

      Gruß, Der Privatier

  21. Hallo Herr Privatier,
    ich habe meinen Aufhebungsvertrag in 03.2020 unterschrieben. Die Kündigungsfrist von 7 Monaten wird eingehalten und endet am 31.10.2020. Abfindung 01.2021 (210.000) dann Dispojahr. Monatliches brutto 4000€. Nach meinen Berechnungen käme ich für rund 53 Monate nicht in die Familienversicherung. Ist das richtig?
    Da die Abfindung erst Ende Jan. 2021 gezahlt wird, – kann ich mich von Nov.2020 bis Jan.2021 noch Familienversichern über Ehefrau?
    Ab Febr. 2021 freiwillig GKV mit Beitrag berechnet aus den 4000€ ca. 660€ inkl. Pflegeversicherung für 7 Monate (wie Kündigungsfrist)? Oder max. 1 Jahr? Von was kann ich ausgehen?
    Und dann danach Mindestbeitrag wenn keine Einkünfte vorhanden sind,
    bis die 53 Monate nach Zahlung der Abfindung verstrichen sind. Dann erst Familienversichert?
    Hab ich das alles so richtig verstanden?
    Danke im Vorraus für die Hilfe.
    Gruß, Thomas2701

    • „Ab Febr. 2021 freiwillig GKV mit Beitrag berechnet aus den 4000€ ca. 660€ inkl. Pflegeversicherung für 7 Monate (wie Kündigungsfrist)? Oder max. 1 Jahr? Von was kann ich ausgehen?“
      Wenn die (arbeitgeberseitige!) Kündigungsfrist eingehalten wurde, dann wird die Abfindung bei einer freiwilligen Mitgliedschaft in der GKV nicht angerechnet. Als Mitgliedsbeitrag ist der
      „Mindestbeitrag wenn keine Einkünfte vorhanden sind“
      zu zahlen.

      Meiner Meinung nach ist folgender Reiseplan möglich:
      Nov 2020 bis Abfindungszahlung : Familienversicherung
      danach 53 Monate freiwillige Versicherung zum Mindestbeitrag
      danach wieder Familienversicherung möglich

      Kläre das aber vorher direkt mit der Krankenkasse ab, manche KK haben sonderbare Ansichten was Abfindungen betrifft und wollen sich nicht an die Regeln halten.
      Frage auch ob sie eine Beitragsvorauszahlung von 3 Jahresbeiträgen akzeptieren, dadurch verringert sich die Steuerlast auf die Abfindung.

      Möglicherweise kann es sogar sinnvoll sein, den gesamten Januar freiwillig versichert zu sein, dadurch würde sich der Jahresbeitrag erhöhen und damit der vorauszuzahlende Beitrag. Musst Du selbst überschlagen, was mehr wiegt die KK-Beiträge oder die Steuerersparnis.

      • Danke eSchorsch für die Antwort.
        Da muß ich mal bei der KK nachhaken.
        Das wäre natürlich super für mich. Allerdings holt sich dann das Finanzamt wieder seinen Teil.
        Das mit der Vorauszahlung in die KK wäre da eine Möglichkeit. Allerdings wollte ich im Anschluß an das Dispojahr für 18 Monate ALG1 beziehen.
        Ich kann rechnen wie ich will, das Finanzamt holt sich immer seinen Teil! :-((
        Noch schlimmer wird es, wenn man Miet oder Pachteinnahmen hat.
        Gruß, Thomas2701

        • Meine KK (Techniker) hat die vorausgezahlten Beiträge während des ALG1 „stehen“ gelassen, ich musste sie nur lieb drum bitten. Da meine Kündigungsfrist nicht ganz eingehalten wurde, habe ich da jetzt ordentlich Guthaben und brauche einige Jahre bis ich das „abgefeiert“ habe 😉

          Weil Du sonstige Einnahmen erwähnst, gerade diese gilt es im Jahr der Abfindung auf (steuerlich) Null zu drücken! https://der-privatier.com/kap-3-3-1-2-hinweise-zur-fuenftelregel-rechenweg/#comment-26242
          Das Finanzamt kriegt immer seinen Teil, aber wir alle schauen, dass sie nicht mehr kriegen als notwendig.

          PS: Wenn sich das Gespräch mit der KK unerquicklich entwickelt, dann such dir eine bessere KK!

        • also von den 210k Abfindung sind selbst ledig kaum 20% Steuern faellig, mit Vorauszahlung und guter Planung der sonstigen Einnahmen (bzw. Verluste…) eher weniger… Excel-e mal ein wenig, incl. VuV. Zudem faellt ja 2021 auch der Soli weg, ausser es gibt dann den Corona-Soli…
          das unzweiwelhafte vergnuegen des splittings muss man natuerlich einkunftsmaessig beruecksichtigen 😉
          mbgG
          Joerg

    • Noch mal kurz zurück zur Ausgangsfrage:

      * ca. 53 Monate keine Familienversicherung: Richtig.
      * Bis zur Zahlung der Abfindung aber Fam.Vers. möglich: Richtig.
      * Ab Zahlung der Abfindung dann freiw. Versicherung: Richtig.
      * Die Höhe des Beitrages ist dann aber von den Einkünften abhängig. Wenn die Kündigungsfrist eingehalten wurde, zählt eine Abfindung nicht zu diesen Einkünften!
      * Aber alle(!) anderen Einkünfte, d.h. sowohl V+V als auch Kapitaleinkünfte oder ggfs. Renteneinkünfte.
      * Der Mindestbeitrag wird nur dann fällig, wenn die Summe aller Einkünfte unterhalb von 1.061,67€/Monat (für 2020) liegt. Wird in 2021 wahrscheinlich leicht höher liegen.

      Gruß, Der Privatier

      • Danke an alle für die Hilfe. Nach Rücksprache mit der KK gebe ich Bescheid. Einkünfte aus V+V wären unter 1000€. Allerdings habe ich dann höhere Steuern zu zahlen! Zum Gegenrechnen hab ich nichts! Ausser einen höheren Betrag in die Rentenversicherung einzuzahlen. Sinnvoll?
        Gruß, Thomas2701

        • „Zum Gegenrechnen hab ich nichts!“

          Dann mach Dir was, als Privatier hast Du fast alle Freiheiten!
          Wenn Du als Vermieter keine Möglichkeit hast (z.B. Eigentumswohnung in größerer Wohnanlage), dann bleibt außer einer Spende mindestens noch KK + RV.

          Überschlag zur Kompensation von 12k VuV:
          Beiträge KK 2021 gute 2.0000
          3 Jahre Vorauszahlung KK ergeben weitere 6k
          Frewillige Beitragszahlung zur GRV 12* monatlicher Wunschbetrag z.B. 400€, ergeben 4.800 im Jahr wovon 92% (ergibt mehr als 4k) als Vorsorgeaufwand steuermindernd geltend gemacht werden kann.

          Damit wären 12k VuV steuerlich kompensiert. Von wegen keine Gegenmittel gegen die: https://haegar.fandom.com/de/wiki/Die_Steuereintreiber

          • Danke,
            ich steh da erst am Anfang und arbeite mich langsam vor.
            Dieser Blog ist mir eine große Hilfe! Danke dafür!
            Gruß, Thomas2701

          • Moin Thomas2701,

            nicht vergessen:
            bei Deinen VuV Einnahmen z.B. nur die sog. „Bruttokaltmiete“ bei der KK angeben, d.h. Du kannst hier Werbungskosten, Abnutzung nach AfA §7 EStG, Instandhaltungskosten aber auch Schuldzinsen in Abzug bringen.

            Wenn Du als Rentner die KVdR-Mitgliedschaft erreichst (9/10 Regel), brauchst Du sobald „keine hauptberufliche selbstständige Tätigkeit“ vorliegt, keine KK-Beiträge auf VuV zahlen.

            Bleib gesund und

            Viele Grüße
            Lars

        • Kurze Rückmeldung.
          Gestern hat sich die KK bei mir gemeldet und alles so bestätigt wie hier beschrieben.
          * Bis zur Zahlung der Abfindung Fam.Vers.
          * Ab Zahlung der Abfindung freiw. Versicherung mit Mindestbeitrag wenn Einkommen
          nicht höher als ca. 1062€
          Gruß, Thomas2701

      • Hallo Privatier,

        hier eine kleine Korrektur zu „Alle anderen Einkünfte“:

        Die Techniker KK sieht die Auszahlung von

        – privat eingezahlten Lebensversicherungen
        – Bonuszinsen bei der Auszahlung eines Bausparvertrages

        NICHT als zu berücksichtigende Einnahmen bei der Zulassung zur freiwilligen Versicherung, da es sich nicht um wiederkehrende Zahlungen handelt.

        Schöne Grüße
        Bruno

        • Ich fürchte, dass hier irgendwo ein Mißverständnis vorliegt, denn der ganze Text hört sich eher nach „Familienversicherung“ an.

          Ansonsten würde einmal um die Angabe einer Quelle für die Aussagen bitten. Sie widersprechen nämlich in einigen Punkten den Grundsätzen des Spitzenverbandes der GKV.

          Gruß, Der Privatier

          • Ja, das hatte ich verwechselt.

            Es waren die Bedingungen für die Familienversicherung.

            Sorry.

  22. Könnte einen guten Aufhebungsvertrag mit Austritt 31.05.20 OHNE Kündigungsfrist unterschreiben. Möchte dann 1 Jahr mich freiwillig versichern und 1 Jahr nichts arbeiten wegen den Anrechnungszeiten der Abfindung allgemein.
    Wenn die Abfindung erst am 01.01.21 ausbezahlt wird,kostet mich die Krankenversicherung jetzt ab 01.06.20 nur den Mindestbetrag von 200 Euro ?

  23. Hallo Privatier,
    ich hoffe man kann mir hier im Forum helfen. Leider habe ich noch Klärungsbedarf, obwohl,ich hier im Forum schon sehr viel hilfreiche Tipps gelesen habe. Wirklich ein gutes Forum!
    Folgende Vorgehensweise ist geplant:
    Aufhebungsvertrag bei Einhaltung der Kündigungsfrist mit Abfindung zum 30.06. (bisher freiw. KV)
    Arbeitslosmeldung zum 1.07. (somit ges.KV),
    Abmeldung beim Amt nach Eingang vom Bescheid z.B. Ende Juli
    Nach Abmeldung dann für eine Zeit (ca. 17 Mon.) in die Reihen der Privatiers, danach wieder zum Amt und anmelden.
    Ist nach der erwähnten Abmeldung Familenversicherung möglich oder nur freiwillige Versicherung zum Mindestbetrag?
    Vorab schon vielen Dank für die Meinungen.
    Grüße Lothar61

    • Wie im obigen Beitrag bereits erläutert, kommt eine Familienversicherung für einen gewissen Zeitraum nicht in Frage, sofern der Verlust des Arbeitsplatzes durch eine Abfindung entschädigt wurde. Dazu ist aber in der Frage nichts gesagt, so dass hier keine weiteren Aussagen gemacht werden können.

      Für diesen Zeitraum kommt dann nur eine freiwillige Versicherung in Frage, deren Beitragshöhe wird anhand sämtlicher Einkünfte berechnet (inkl. Kapitaleinkünfte, V+V und Renten). Sind die Einkünfte niedriger als 1.061,67€/Monat (für 2020), so wird auf jeden Fall des Mindesbeitrag berechnet: ca. 200€/Monat.

      Gruß, Der Privatier

      • Also wenn Abfindung für Verlust Arbeitsplatz, dann gewisser Zeitraum keine Fam-Vers., auch nach zwischendurch ALG1 Bezug von max . 1Mon. Verstehe ich das richtig?
        Wenn also dann nur freiwillige Versicherung möglich., wird da die Abfindung auch irgendwie angerechnet oder bezieht sich die Einkünfte nur ab Privatierzeit ?
        Gruß Lothar61

        • Yepp, Abfindung / Monatseinkommen = Monate ohne Familienversicherung, egal was dazwischen vorgeht.

          Wenn Kündigungsfrist eingehalten, dann nur die Privatierseinkünfte.

  24. Hallo Herr Privatier,

    ich habe im Juli 2019 einen Aufhebungsvertrag unterschrieben (Beschäftigungsende 30.11.2019) und eine Abfindungszahlung am 31.01.2020 erhalten. Leider wurde die Kündigungsfrist von 6 Monaten nicht eingehalten!

    Jetzt habe ich folgende Frage zur Zuordnung der Abfindung nach §5 Abs. 5 (Beitragsbemessung GKV v. 18.03.2020) mit Verweis auf den §158 SGB III.
    Nach Auskunft meiner GKV wird die sog. Günstigerprüfung zwar durchgeführt, aber das Ergebnis (günstige Frist) wird ab dem Datum der Auszahlung der Abfindung gerechnet, also in meinem Fall ab dem 31.01.2020 (für 6 Monate).

    Der folgende Satz in §158 SGB III „Diese Frist beginnt .. mit dem Tag der Vereinbarung über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses“ (wäre in meinem Fall Juli 2019) ist für meine GKV nicht relevant (gilt nur für die Agentur für Arbeit).
    Ist das so korrekt?

    Ich habe im Internet ein Beispiel der Energie bkk gefunden (https://www.energie-bkk.de/CustomData/Media/Document/5688.pdf) – Beispiel Nr. 3 – welche aber als Startpunkt der Frist die Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages anwendet und nicht die Auszahlung.
    Ich frage mich, warum es hier verschiedene Berechnungsansätze gibt?? Wer hat hier Recht?

    Vielen Dank bereits im Voraus für Ihre Unterstützung und Einschätzung.

    Mit freundlichen Grüßen
    Susanne

    • Zuächst einmal wäre zu klären, auf welche Versicherung sich Ihre Frage bezieht?

      Geht es um eine kostenfreie Familienversicherung (das ist das Thema des obigen Beitrages) oder geht es um eine freiwillige gesetzl. Krankenversicherung?

      Die Regeln sind sehr unterschiedlich und insbesondere bei der Behandlung einer Abfindung können da sehr deutliche Unterschiede (und u.U. Ungerechtigkeiten) auftreten.
      Das von Ihnen verlinkte Beispiel (Nr.3) ist übrigens eine Kombination aus beiden.

      Im Kürze: Bei der freiw. Versicherung gibt es die Günstigerprüfung: Maximal bis zur Ende der ordentlichen Kündigungsfrist. Danach keine Anrechnung der Abfindung.
      Bei der Familienversicherung gibt es dies nicht. Hier zählt nur: Anzahl Monate = Abfindung/Brutto-Gehalt. Gerechnet ab Auszahlung.

      Gruß, Der Privatier

      • Hallo Herr Privatier,

        Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.
        Es geht nur um die freiwillige Versicherung und die Anrechnung der Abfindung als Gesamteinkommen ( da ja anhand meiner Abfindungszahlung keine Familienversicherung mehr möglich ist), ich sehe meinen Fall analog zu dem genannten Beispiel Nr 3.
        Ab wann beginnt hier die Frist aus der Günstigerprüfung? Ab Auszahlungsdatum der Abfindung oder ab Unterzeichnung des Aufhebungsvertrages?
        Vielen Dank und schönen Abend
        Susanne

        • PS: bis jetzt war ich familienversichert (mir war nicht bewusst dass eine Abfindung angerechnet wird, erst jetzt mit der Nachprüfung habe ich davon erfahren und muss in die freiwillige wechseln).

        • Wenn es um die freiwillige Versicherung geht, so liegen Sie mit Ihrer Ansicht richtig. Ebenso die energie-bkk aus dem Link weiter oben.

          Der Mitarbeiter Ihrer Krankenkasse scheint die Rechtslage nicht zu kennen oder zu ignorieren. Dabei ist die Lage eindeutig:
          * Die einheitlichen Richtlinien des GKV Spitzenverbandes sind für alle GKVs bindend.
          * Der von Ihnen bereits zitierte §5 Abs.5 dieses Dokument verweist auf die Anwendung des §158 SGB III.
          * Dieser besagt eindeutig, dass die Anrechnung einer Abfindung nicht über den Tag hinaus geht, an dem das Arbeitsverhältnis bei Einhaltung der ordentlichen Kündigungsfrist geendet hätte. Diese Frist beginnt… mit dem Tag der Vereinbarung über die Beendigung des Arbeitsverhältnisses.

          Das ist eindeutig und andere Krankenkassen handhaben dies auch entsprechend.

          Es bleibt Ihnen wohl nur, einen Widerspruch gegen der aktuellen Bescheid einzulegen, ggfs. vorher noch einmal zu versuchen, dies mit einer kompetenteren Person innerhalb der KK zu besprechen und eine Klärung zu versuchen.

          Einen Anwalt einzuschalten lohnt sich vermutlich nicht und eine Kündigung hilft im vorliegenden Fall auch nicht weiter, da das Thema ja inzwischen abgeschlossen sein dürfte. Ich würde mir dennoch überlegen, ob ich bei dieser KK bleiben wollte.

          Gruß, Der Privatier

  25. Guten Abend Herr Privatier,
    Vielen Dank für Ihre Antwort und Einschätzung. Ich werde auf jeden Fall Widerspruch einlegen und weitere Schritte abwägen.
    Mit freundlichen Grüßen

  26. Guten Abend,

    mit viel Interesse lese ich ihren Blog und bei einer Vielzahl von Gestaltungsspielräumen habe ich schon sehr viel von ihrem Wissen profitieren können. Vielen Dank dafür das Sie es hier öffentlich teilen. Ich habe eine Frage hinsichtlich der Anrechnung meiner Abfindung bei den Sozialversicherungsbeiträgen (Stichwort Gesamteinkommen).

    Ich habe am 03.06.20 einen Abfindungsvertrag unterschrieben und das Unternehmen zum 30.06.20 verlassen. Die Kündigungsfrist hätte 9 Monate (= April 21) betragen. Die Abfindung wird im April 2021 gezahlt. Bis zum 30.06.20 war ich in der PKV versichert. Da ich im Juli & August einen Midi-Job hatte und fiel ich in die GKV Pflichtversicherung. Da der Job endete, überlege ich mich zum September freiwillig in der GKV zu versichern.

    Bei der freiwilligen GKV durchzuführende Günstigerprüfung würde die ordentliche Kündigungsfrist (= April21) gegenüber der Maximalfrist von 12 Monaten und die Frist des Entgeltanteiles zur Anwendung kommen.

    Hier meine Fragen:

    – startet die Frist aus der Günstigerprüfung mit dem Zeitpunkt des Verlassens des Unternehmens (= 30.06.20) oder
    – startet die Frist aus der Günstigerprüfung mit dem Zeitpunkt der Auszahlung der Abfindung (= April 21)
    – inwieweit erlischt mit dem Austritt aus der PKV und dem befristeten Eintritt in die GKV (Juli & August 20) die Anrechnung der Abfindung auf das Gesamteinkommen bei der Berechnung des freiwilligen GKV Beitrages ab September 20

    Vielen Dank für ihre Mühe

    • Ist hier eigentlich die verkehrte Rubrik, dort gibt auch die passenden Hintergrundinfos https://der-privatier.com/abfindung-und-ruhezeit/

      Aber zur Frage:
      Die Ruhezeit (die Zeit in der die GKV den Maximalbeitrag fordern darf, sofern die Abfindung ordentlich war) beginnt mit dem Unterschriftsdatum unter dem Aufhebungsvertrag. Da arbeitgeberseitige Kündigungsfristen idR zum Monatsende gelten, wäre dies der Zeitraum vom 1.7.20 – 31.3.21.
      Ab dem 1.4.21 darf dann keine Anrechnung der Abfindung mehr erfolgen, davor erlischt aber auch nichts.

    • Zunächst einmal möchte ich die Aussage korrigieren, dass eine Ruhezeit mit der Unterzeichnung eines Aufhebungsvertrages beginne. Das ist so nicht korrekt. Die Ruhezeit der Agentur für Arbeit beginnt (genau so wie eine Sperrzeit) mit dem Ende der Beschäftigung bzw. mit dem Beginn der Beschäftigungslosigkeit. Die falsche Annahme kommt wahrscheinlich daher, dass eine Ruhezeit oftmals mit dem Ende der ordentlichen Kündigungsfrist gemeinsam endet. Aber sie beginnen nicht gemeinsam.

      Aber nun zu den eigentlichen Fragen. Die Antworten findet man in den „Einheitlichen Grundsätzen zur Beitragsbemessung freiwilliger Mitglieder der gesetzlichen Krankenversicherung“. Dies ist ein Dokument, welches in der jeweils aktuellen Fassung auf der Seite des Spitzenverbandes der GKV zu finden ist.
      Für eine Abfindung sind hier insbesondere §4, Nr. 1 und §5 Abs. 5 von Bedeutung.

      In §5 Abs.5 heisst es dort:
      „Abfindungen, Entschädigungen oder ähnliche Leistungen, die wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses in Form nicht monatlich wiederkehrender Leistungen gezahlt werden, sind vom Zeitpunkt ihres Zuflusses dem jeweiligen Beitragsmonat mit einem Betrag in Höhe des laufenden Arbeitsentgelts, das zuletzt vor der Beendigung des Arbeitsverhältnisses erzielt wurde, zuzuordnen, längstens für die Zeit (Tage), die sich bei entsprechender Anwendung des § 158 SGB III ergibt.“

      Daraus ergeben sich im Wesentlichen zwei Erkenntnisse:
      a) Es werden die Regeln des §158 SGB III verwendet. Das bedeutet, dass hier nur der kürzeste der drei Zeiträume: 1.Dauer gemäß Tabelle, 2.Ende der ord. Kündigungsfrist, 3.Ein Jahr für eine Verbeitragung in Frage kommt.
      b) Eine Verbeitragung erfolgt erst vom Zeitpunkt des Zuflusses der Abfindung an.

      Und daraus ergibt sich für den obigen Fall eine kurze und recht vorteilhafte Antwort: Bis zum April 2021 darf die Krankenkasse keine Beiträge auf die Abfindung erheben, da sie noch nicht zugeflossen ist. Ab April 2021 darf sie es auch nicht, weil dann die ordentliche Kündigungsfrist abgelaufen ist.

      Soweit die positive Antwort. Ich möchte aber gleich darauf hinweisen, dass manche Krankenkassen in solchen Fragen manchmal recht eigenwillige Ansichten haben (ich vermute dabei oftmals Unkenntnis der eigenen Regeln). Es kann also u.U. eine ziemliche Hartnäckigkeit erfolgen, bis man die KK von der obigen Ansicht überzeugt hat. Es empfiehlt sich daher, frühzeitig eine Klärung herbeizuführen, um ggfs. rechtzeitig die Krankenkasse wechseln zu können.

      Gruß, Der Privatier

  27. Vielen Dank für die Antworten. Ich habe meine Krankenkasse mit Hinweis auf die Einheitlichen Grundsätze zur Beitragsbemessung für freiwillig Versicherter in der GKV geschrieben. Mal schauen was Sie sagen.
    Viele Grüße

  28. Vielen Dank für die tollen Tipps.
    Nach tagelangen Lesen hätte ich auch einmal eine Frage zu der Thematik:
    Job wurde gekündigt und Arbeitnehmer wurde bis zum Ende seiner Kündigungszeit freigestellt.
    Wenn man sich nach dem ALG Bescheid 1 Jahr frei nimmt, muss man sich in der Zeit ja Krankenversichern. So wie es hier beschrieben ist, gibt es jedoch seit Kurzem eine Sperre für die Familienversicherung.

    Meine Frage wäre nun folgende:
    Macht die Art und Grund der Kündigung dennoch einen Unterschied, auch wenn jeweils die Kündigungszeit eingehalten wurde?
    z.B. Aufhebungsvertrag, beiderseitiger.. Vertrag, Abwicklungsvertrag usw. oder macht z.b. eine Betriebsbedingte Kündigung einen Unterschied?

    Vielen Dank

    • Für die Aufnahme in die Familienversicherung spielen weder die Gründe für das Beenden des Arbeitsverhältnisses noch die Kündigungsfrist eine Rolle. Es zählt nur die Höhe der Abfindung.
      Anm.: Die Regeln für die freiwillige Versicherung sind davon abweichend.

      Gruß, Der Privatier

  29. Verstehe. Vielen Dank. Letzte Frage dazu: Wenn der Arbeitgeber zusätzlich noch eine Einzahlung für die Rentenversicherung zur Vermeidung von Abschlägen bei Rente ab 63 macht, wird dieser Betrag dann ebenfalls zur Berechnung der Wartezeit mit herangezogen, oder bleibt dieser Betrag außen vor?

    • Nein. Unabhängig davon, wer die Zahlungen für den Ausgleich von Rentenabschlägen zahlt: Diese haben keinen Einfluss auf die Wartezeiten.

      Gruß, Der Privatier

      • Moin,
        -da koennt Ihr mal sehen wie kompliziert ich manchmal denke…
        Seit ca. 45 min bin ich am Gruebeln, welche „Wartezeiten“ wohl gefragt waren:

        – die Wartezeiten in der DRV,
        – oder die „Wartezeit“ in der Fam.vers. der GKV bei Anrechnung der Abfindung???

        Gruesse
        ratatosk

      • o.k. das bedeutet dann: wenn der Arbeitgeber 100.000 Eur Abfindung zahlt und 50.000 in die Rentenkasse zahlt, ergibt das als Ausgangsbasis 150.000 Eur geteilt durch das durchschnittliche Monatseinkommen(Jahresgehalt incl. Weihnachtsgeld usw.) = Monate Wartezeit für Familienversicherung.

        • Moin David,

          ich sehe das genau anders herum, das HHVG (Heil- und Hilfsmittelversorgungsgesetz) speziell der Punkt Abfindungen/Familienversicherung bezieht sich auf „ausgezahlte“ Abfindungen. Wenn der AG (Deinem Beispiel 150K Abfindung) zahlen will, davon 50K nach §187a SGB VI für Dich in die RV einzahlt, stehen 100K im Raum, welche Du ausgezahlt bekommst und das ist dann die Basis. Am besten einmal mit der KK telefonieren.

          Gruß
          Lars

        • Dann war offenbar doch die „Wartezeit“ für den Eintritt in die Familienversicherung gemeint. 😉 Naja, okay – hatte ich anders verstanden.

          Bei der Antwort stimme ich dann Lars zu: Relevant ist nur die Abfindung, andere Leistungen des AGs spielen keine Rolle.
          Dabei kommt es aber natürlich (wie so oft) auf die exakten Formulierungen an! Wenn im Aufhebungsvertrag so etwas steht wie: „…erhält eine Abfindung in Höhe von 150.000€, davon werden 50.000€ aus Ausgleichszahlung bei der DRV eingezahlt, der Rest über die Gehaltsabrechnung ausgezahlt.“ dann wäre das sehr schlecht. Immer Abfindung und andere Leistungen separat regeln!

          Gruß, Der Privatier

  30. Hallo zusammen,

    ich habe nochmal eine Frage zum Thema der Berücksichtigung von Abfindungen bei einer Familienversicherung.

    Ist es nicht so, dass für die Frage ob eine Familienversicherung grundsätzlich möglich ist, eigentlich das Einkommen seit der Aufnahme der Familienversicherung zugrunde zu legen wäre ? Das Einkommen zuvor dürfte doch eigentlich nicht relevant sein.

    • „Ist es nicht so, dass für die Frage ob eine Familienversicherung grundsätzlich möglich ist, eigentlich das Einkommen seit der Aufnahme der Familienversicherung zugrunde zu legen wäre ?“
      Ja, das sind die bekannten 455€ im Monat.

      Das Einkommen zuvor ist auch nicht für die Familienversicherung relevant, nur die gezahlte Abfindung :q

      • Hi, danke für die Antwort.

        Für mich ist es trotzdem unlogisch, dass hier Zahlungen herangezogen werden, wo man im Zweifel noch nicht einmal Mitglied in der KK war.

        • Was hat die Gesetzgebung mit Logik zu tun?

          Der Bundestag hat es so beschlossen, der Gesetzestext ist oben erwähnt.
          Solange das Gesetz so bleibt, verhindert eine Abfindung die kostenfreie Familienversicherung für eine bestimmte Zeitdauer. Da brauchen wir nicht diskutien, da beißt die Maus kein Faden ab!

        • Für mich steckt da durchaus auch eine nachvollziehbare Logik dahinter:
          Die (kostenlose) Familienversicherung ist ja für Familienmitglieder vorgesehen, die wenig bzw. gar keine Einkünfte haben.
          Eine Abfindung hingegen ist ja gerade ein Ausgleich für zukünftig entgehende Einkünfte. Die einmalige Abfindung ist also nur eine Vorauszahlung für Einkünfte der Zukunft. Und für diese Einkünfte muss eine Familienversicherung keine Vergünstigung anbieten.
          Ich empfinde diese Regel gerechter als die alte.

          Allerdings birgt sie auch Ungerechtigkeiten gegenüber den freiwillig Versicherten, die oftmals sehr viel eher keine Anrechnung der Abfindung zu befürchten haben. Da wäre aus meiner Sicht noch ein Korrekturbedarf.

          Aber – Meinung hin oder her – das Gesetz ist so wie es ist.

          Gruß, Der Privatier

  31. Hallo, ich hätte da auch noch eine Frage zu diesem Thema. Ich bin in der PKV, werde aber in die GKV wechseln und beabsichtige Privatier zu werden (familienversichert über Frau, die arbeitet). Von der der Abfindung, die ich bekommen werde, muss ich ja für eine Zeit die Beitrage der GKV bezahlen (Abfindungshöhe/letztes Monatsgehalt = Anzahl Monate, die ich GKV zahlen muss).
    Welche Abfindungshöhe wird hier angesetzt? Ich werde von der Abfindung nämlich noch ca 40000Euro Steuer– und sozialversicherungsfrei in meine Altersvorsorge stecken. Wird die Dauer, die man die GKV Beiträge selbst zahlen muss auf die gesamte Abfindung berechnet oder werden die 40000 Euro abgezogen.
    Gruß, Jochen

    • Sie müssen hier unterscheiden:
      * Für die Familienversicherung ist Ihre Rechnung für die Monate, die sie NICHT in die Fam.Vers. aufgenommen werden, richtig. Es zählt die Bruttosumme, steuerliche Aspekte spielen hier keine Rolle.
      * Für die freiwillige gesetzl. Versicherung wird die Dauer, für die eine Abfindung berücksichtigt wird, aber völlig anders berechnet. Details siehe Beitrag: https://der-privatier.com/abfindung-und-ruhezeit (gilt auch für die Krankenkasse). Und auch hier zählt nur die Bruttosumme.

      Gruß, Der Privatier

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